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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von _Le4_:

Nicht, was ich mir erhofft hatte

Das Jahr der Schmetterlinge von Lea Korsgaard

Die Autorin des Buches beschließt, in einem Jahr alle dänischen Tagfalter sehen zu wollen. Um dies zu erreichen, muss sie sich einen genauen Plan machen und tief in die Community rund um die Tiere eintauchen. Dafür unterhält sie sich mit Profis und muss sich letztendlich fragen, was diese Leute und sie selbst dazu bewegt, so viel Zeit und Energie in die Suche nach Schmetterlingen zu stecken.

Das Thema des Buches klingt super. Ich lese gerne Sachbücher, die sich auf eine biologische Nische spezialisieren und die Autorin bei ihrer Suche zu begleiten, klang super. Das Buch hat wunderschöne Illustrationen der Schmetterlinge, die immer wieder vorkommen, um zu zeigen, wie die Exemplare aussehen, die sie gefunden hat. Wir erhalten einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und die jetzige Perspektive von Schmetterlingssammlern. Die Autorin greift dabei auch auf, wie der Einfluss der Umweltverschmutzung unserer heutigen Zeit ist und wie Amateur-Lepidopterologen (Schmetterlingssammler) einen signifikanten Teil der Arbeit für diese Erkenntnis zusammengetragen haben.
Das Buch war sehr persönlich, was ich grundsätzlich nicht schlimm fand. Leider hat das Ausmaße angenommen, dass ich mich gefragt habe, warum wir so persönliche unzusammenhängende Dinge lesen, wenn ich doch lieber wieder zum Thema zurückgekommen wäre.
Außerdem gab es eine Stelle, an der die Autorin unkritisch Freud als Genie zitiert und seine Behauptung, leidenschaftliche Hobbies hätten irgendwas mit sexueller Begierde zu tun, aufgreift und das allen möglichen Leuten andichtet.

Das Buch hat gut angefangen und hat mich abgeholt, aber dann haben sich die Kritikpunkte gehäuft und spätestens als sie Freud als Genie bezeichnet hat, war es für mich vorbei.

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Rezensionen von Lealein1906:

Känguru Nummer fünf

Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

Wer rebelliert mit dem Känguru? Ich bin dabei! Ich bin seit Jahren großer Fan von den Känguru-Chroniken (auch wenn vielleicht nicht jedes Buch gleich überzeugend war) und freue mich deswegen über jede Fortsetzung. Wer die vorherigen Bände gelesen hat, weiß schon woran er ist: Bissige Kritik an der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage mit viel Humor in den Begebenheiten von Chronist Marc-Uwe Kling und dem Känguru erzählt.

Es gibt wieder viel zu schmunzeln (schon mal die Sagenfiguren von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter mit den Parteien verglichen?), lustig zugeordnete Zitate und Fettnäpfchen, in die getreten wird. Das Buch hat eine angenehme Länge, die Kapitel sind wie meistens eher kurz, sodass auch das Lesen kurzweilig bleibt. Neu ist, dass auch das Känguru selbst ein paar Kapitel zum Buch beisteuern durfte. Etwas schade fand ich, dass der Pinguin kein Comeback hatte, aber man kann nicht alles haben. Wie immer gab es Kapitel, die ich besser fand - aber das ist, denk ich, ganz normal, dass man sich für manche Sachen einfach mehr interessiert als andere. Als Nicht-Berliner habe ich immer ein paar Probleme bei den langen Texten von Hertha, die in diesem Buch mit ihrem Podcast recht oft vorkommt, aber es bringt halt auch eine authentische Note rein. Also ich hatte auf jeden Fall wieder viel Spaß beim Lesen, das Buch ist momentan einfach auch schön aktuell, und es gibt viele witzige Ideen (die man beim Lesen am liebsten direkt den anderen Personen im Raum erzählt. Und trotz allem Humor werden eben auch Denkanstöße zu Politik und Weltgeschehen gegeben. Ich gebe dem Buch sehr gute vier Sterne und bin einem sechsten Teil der Känguru-Reihe sicher nicht abgeneigt.

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Rezensionen von Verena:

Geniale Idee, die zunehmend unsichtbar wird

Mit anderen Augen von Jane Tara

„Mit anderen Augen“ beginnt vielversprechend: Tilda Finch, Anfang 50, bemerkt, dass Teile ihres Körpers verschwinden. Sie hat die „Unsichtbarkeitskrankheit“, die v.a. Frauen in ihrem Alter betrifft. Die Idee funktioniert zunächst richtig gut als märchenhafte, zugleich aber greifbare Metapher für ein reales gesellschaftliches Phänomen: das Übersehen- und Nicht-(mehr)-Ernstgenommenwerden von Frauen, im Beruf, im Alltag, im medizinischen Kontext.

Der packende Einstieg macht Hoffnung auf eine kluge Auseinandersetzung mit Patriarchat, Sexismus und strukturellen Ungleichheiten.
Zunächst hat mich die Geschichte komplett abgeholt: Tildas Situation ist absurd und zugleich plausibel, man verfolgt gespannt ihren Kampf gegen das Verschwinden. Doch statt die Metapher zu vertiefen, verliert sich der Roman in zu vielen Figuren und Handlungssträngen, die meist oberflächlich bleiben. Auch inhaltlich kippt die Geschichte: Aus der vielversprechenden Gesellschaftskritik wird eine vereinfachte, teils plakative Botschaft. Komplexe strukturelle Probleme werden individualisiert, statt Ursachen zu hinterfragen. Der Fokus liegt plötzlich auf Selbstoptimierung, „richtig“ sehen, meditieren, Mindset ändern. Das wirkt streckenweise wie ein Selbsthilferatgeber/Lifestylecoach und wird dem wichtigen Thema nicht gerecht.
Besonders irritierend fand ich den Umgang mit Wissen: Medizinische Stimmen treten in den Hintergrund, alternative Ansätze dominieren. Gleichzeitig wird Tilda zur Heldin, die im Gegensatz zu den anderen Frauen den „Schlüssel“ findet. Gesellschaftliche Ursachen geraten dabei völlig aus dem Blick. Fast alle Frauenfiguren leben zudem privilegiert; können sich die heilende „Selbstoptimierung“ leisten. Tiefere Konflikte wie toxische Beziehungen werden nur angerissen. Problematisch ist zudem die Botschaft, Tilda ermögliche Toms Gaslighting durch ihr Verhalten.
Am Ende bleibt für mich ein zwiespältiger Eindruck: ein Roman mit origineller Idee und starkem Anfang, der jedoch an Tiefe verliert und zu einer Art Ratgeber wandelt. Die Themen sind wichtig und bieten Diskussionsstoff, aber ich hätte mir eine deutlich differenziertere Umsetzung gewünscht.

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Rezensionen von Lilli33:

Wieder sehr amüsant

Mord ist die beste Beseitigung von Volker Klüpfel

Wieder sehr amüsant

Kaum ist der Fall mit dem Kind (in »Wenn Ende gut, dann alles«) abgeschlossen, als Tommi (widerwillig) und Svetlana (nur allzu bereitwillig) in einen neuen Fall stolpern. Per Reiseruf wird Gabriele Zorn gesucht, und genau die fährt gerade vor Tommis Wohnmobil her. Doch als sie der Frau auf einen Parkplatz folgen, ist das Auto leer und Gabriele Zorn spurlos verschwunden.

Während Tommi krampfhaft versucht, endlich sein Buch zu schreiben, wittert Svetlana, die ukrainische Putzfrau, ein handfestes Verbrechen. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass sie damit ganz richtig liegt.

Neben vielen witzigen Szenen entwickelt sich der Kriminalfall stetig und mit sich steigernder Spannung vorwärts. Dabei hat Svetlana stets die Nase vorn und durchschaut die Zusammenhänge um einiges schneller als Tommi. Die „Zusammenarbeit“ der beiden hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ich liebe die Wortspiele um Svetlanas verdrehtes Deutsch, wobei die beiden manches Mal grandios aneinander vorbeireden.

Ich mag beide Hauptfiguren sehr gern, sie sind mir schon sehr ans Herz gewachsen. Und auch Tommis Vater Leo ist ein besonderer Charakter, den ich nicht missen mag.

Der Fall hat einige überraschende Wendungen und ist in sich abgeschlossen. Man kann das Buch gut ohne Vorkenntnisse lesen, mit macht es aber eventuell noch mehr Spaß.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Tommi und Svetlana in Band 3.

Die Reihe:
1. »Wenn Ende gut, dann alles«
2. Mord ist die beste Beseitigung

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Ein toller Auftakt

Of Ice and Fire - Eissonne von Jana Stehr

Als Embers Zwillingsbruder kurz vor einem tödlichen Wettkampf stirbt, nutzt sie die Gelegenheit und gibt sich als ihn aus. So entkommt sie einer Zwangsheirat – bringt sich aber gleichzeitig selbst in Lebensgefahr. Zwischen Kämpfen ums Überleben, Geheimnissen und verbotenen Gefühlen wird schnell klar: Das Ganze ist viel größer, als sie gedacht hat.

Am Anfang hatte ich etwas Probleme, richtig in die Geschichte hineinzufinden, aber sobald ich drin war, hat sie mich komplett gepackt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Das Setting ist einfach richtig stark. Diese kalte, raue, nordische Welt fühlt sich total greifbar an. Die Aufteilung zwischen den Fjorden und dem Nordkern, die düstere Grundstimmung – das passte einfach.
Und die Drachen? Definitiv anders als erwartet und genau deshalb so interessant.

Im Fokus der Geschichte steht
Ember. Sie ist mutig, trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen und muss einiges einstecken, wächst aber daran. Genau das macht sie so authentisch.
Issolas fand ich als Charakter ebenfalls richtig spannend. Nach außen stark und kontrolliert, aber mit viel mehr Tiefe, als man zuerst denkt.
Seine Hintergrundgeschichte hat mich am Ende echt überrascht.

Nicht so richtig warm geworden bin ich mit der romantischen Entwicklung zwischen den beiden. Der Slow Burn und das Knistern waren zwar da, aber emotional hat es mich nicht komplett abgeholt. Das wirkte stellenweise etwas erzwungen.

Dafür hat die Story umso mehr überzeugt. Die Handlung ist spannend, stellenweise richtig intensiv und vor allem nicht so vorhersehbar, wie man vielleicht denkt.
Gerade der Plotttwist hat mich echt erwischt. Auch das Ende fand ich gelungen – kein fieser Cliffhanger, aber genug, um unbedingt weiterlesen zu wollen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft. Besonders die handschriftlichen Notizen und Tagebucheinträge zwischendurch haben der Geschichte nochmal eine persönliche Note gegeben.
Gewünscht hätte ich mir eine etwas ausführlichere Beschreibung der Prüfungen.

Fazit:
Ein toller Auftakt mit einem großartigen Setting, einer überzeugenden Protagonistin und einer Story, die einen nicht mehr loslässt. Kleine Schwächen in der Romance, aber insgesamt absolut fesselnd – Band 2 ist definitiv Pflicht.

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Rezensionen von Hennie :

Mordermittlung in eigener Sache

Noch fünf Tage von Helena Falke

Die Autorin Helena Falke wählt für ihren Thriller zwei Stilelemente, die ich in anderen Büchern schon gelesen habe. Zum einen ermittelt das Opfer im eigenen Fall, zum anderen ist die Zeit dazu der wesentliche Faktor. Das hat sowohl seinen besonderen Reiz als auch einen wesentlichen Nachteil.

Zum Geschehen: Lis Castrop, eine Köchin von Weltrang, wird gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber, der Milliardärsfamilie Harman, mit einer tödlichen Dosis Polonium 210 vergiftet. Das Festmahl in der Silvesternacht überlebt die vierköpfige Familie nicht. Lis bleibt noch eine Frist von fünf Tagen, die sie im Pflegebett und am Tropf verbringt. Da sie die einzige Zeugin ist, wird sie von der Polizei verdächtigt. So fühlt sie sich gezwungen, auch um ihre minderjährige Tochter zu schützen und eine gesicherte Zukunft für sie zu erreichen, selbst aktiv zu werden. Sie muss ihre Unschuld beweisen und den Mörder finden.

Ich fand diesen Ansatz spannend. Fünf Tage! Und diese Vergiftung! Wie würde sich diese Story abspielen? Meine Neugier war geweckt.
Die fünf Tage sind gleichzeitig die Überschriften: Tag 1, Tag 2... und dazu sind die Kapitel mit der digitalen Uhrzeit versehen. Es beginnt mit 04:38 und der Einlieferung von Lis in die Luxusklinik. Ich habe schnell ins Geschehen reingefunden und ich muss sagen, dass ich sehr erstaunt war, wie gefasst Lis ihrem sicheren Tod in fünf Tagen entgegensieht. Die Uhr mit der digitalen Zeitangabe in ihrem Krankenzimmer sieht sie zunächst als ihren Freund bzw. Verbündeten an.
Die Geschichte verliert sich leider recht bald in endlosen Beschreibungen des Umfeldes der Spitzenköchin, der verschiedensten exentrischen Speisen, Zutaten und Zubereitungsarten. Die Welt der Superreichen, der Lifestyle, der Luxus und ihre Befindlichkeiten, ihre Neurosen... Lis berichtet ausführlich aus der Vergangenheit. Und das bei diesem Zeitdruck! Durch ihre Erzählung konnte ich keine verdächtigen Menschen in ihrem Umfeld herausfiltern, bis auf einen, der zum Ende wie Kai aus der Kiste bei ihr am Sterbebett erscheint.
Das Ende empfand ich als sehr fragwürdig. Ich kann es nicht glauben, dass das real war. Ich interpretierte es für mich so, dass Lis sich in den Uhrzeiten mit Fragezeichen im Sterbeprozess befand und die Abläufe in ihrem Gehirn stattgefunden haben, nicht in der Realität. So konnte sie in Ruhe sterben.

Trotz des Ernstes der Lage, ist dieses Buch recht ruhig erzählt, unblutig. Es ist kein Thriller. Dafür fehlt etwas für mich ganz Wesentliches – der durchgängige Spannungsbogen. Vielleicht kann man es als Milieustudie bezeichnen. Ich hab es trotzdem gern gelesen und kann es empfehlen, aber meine Bewertung liegt bei drei von fünf Sternen.

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Rezensionen von Danislesestube:

Ein Satz mit X, .....

Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf

Es gibt Bücher, die mich auf Anhieb begeistern können, dann gibt es welche, die ziemlich schnell bei mir durchfallen. „Die Auszeit“ und „Das Dinner“ haben mir wirklich gut gefallen. Etwas anderer Ansatz. Charaktere mit viel Substanz und eine Handlungshergang der nicht einfach zu durchschauen gewesen ist.

Insgesamt zwei sehr gelungene Thriller von Emily Rudolf. Dann gibt es „Die Housesitterin“, ein Buch, bei dem ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ab wann es mich endgültig verloren hat. Also: Wo fange ich da nur an?
Am besten bei der Grundidee. Cecilia arbeitet als Housesitterin (passt in der Abwesenheit der Bewohner auf das Haus auf) in einer Villa der Familie Waldner. Nicht zufällig, wie wir später erfahren. Unsere Protagonistin hat offenbar einiges an Vorarbeit geleistet, um so weit zu kommen. Aber warum? Um Johannes Waldner näherzukommen. Auch das ist kein Zufall, wie wir recht früh im Buch erfahren, oder wer zwischen den Zeilen des Klappentextes lesen kann, findet es auch so heraus. Prinzipiell bin ich voll fein mit der Idee. Hat recht viel Potenzial für eine interessante Umgebung. Am Anfang der Handlung, nach einem vielsagenden Prolog, wird auch angedeutet, dass wir uns auf Spannung freuen können. Nur um dann eine Vollbremsung zu machen, um erst einmal zu erläutern, wer Johannes ist, was er getan hat (auch hier lohnt sich ein Blick in den Klappentext). Ab diesem Moment begann meine Vorfreude zu bröckeln. Okay. Ich habe also erfahren, was Cecilia womöglich im Schilde führt. Dass Johannes sein dunkles Geheimnis hat. Worauf soll ich mich noch freuen, wenn ich ohnehin schon weiß, wie der Hase läuft? Richtig. WIE ist das alles eigentlich passiert. Ja, cool, rein ins Geschehen.
Zuvor lernen wir noch unsere beiden Protagonisten, deren Perspektive wir abwechselnd erleben, und die Nebencharaktere kennen. Zwei davon kann man aus offensichtlichen Gründen direkt aussortieren. Einer ist interessant und sorgte mit seinem Verhalten für etwas mehr Zündstoff, den das Buch definitiv nötig hatte. Denn Cecilia und Johannes sind unglaublich langweilige Charaktere. Von Grund auf unsympathisch, auch wenn mir die Handlung weiß machen wollte, dass ich schon irgendwie Mitgefühl empfinden sollte. Immerhin mussten beide durch eine schlimme Zeit durch. Aber nein, dieses Gefühl haben sie sich beide zerstört. Zum einen, weil Cecilia keine wirklichen Stärken hatte, Schwächen dafür einige. Johannes fiel bei mir direkt durch. So oft wie bei der Knalltüte das Wort f….. fiel ist nicht mehr normal. Genauso wie seine Gedankenwelt und sein Verhalten. Cecilia hatte offenbar Tomaten auf den Augen, aber wie bereits erwähnt, hat sie sich nicht einfach so in ihn verliebt. Und wie sieht es mit dem Zündstoff-Nebencharakter aus? Er war der Einzige, dem ich sein Verhalten abgekauft habe. Und die beiden anderen Charaktere? Die eine war nur da, um die schlechte Seite des einen Charakters zu zeigen und die andere ….. war existent. Yay.
Der Schreibstil ist für mich das einzig Positive an dem Buch. Der Rest, puh, nein, nicht mein Fall. Von einem Thriller erwarte ich Spannung, Wendungen, unvorhergesehene Entwicklungen und kein Liebes- und Familiendrama.

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Rezensionen von Gute_Laune:

Köstlich, abwechslungsreich, traditionell und doch modern

Teigtaschen aus den Alpen von Irene Hager

Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!

Irene Hager hat ein Gesamtwerk verfasst. Beginnend mit einem Theorieteil, der nicht nur die Herstellung erklärt, sondern auch die Geschichte und Tradition der Teigtaschen.

Das ist spannend und interessant zu lesen. Anschließend folgen die verschiedenen Rezepte. Danach findet man die Teige für die Teigtaschen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, sie wären vor den Rezepten, doch das ist Moppern auf hohem Niveau.

Nicht selten nehmen die Rezepte mehrere Seiten in Anspruch. Neben dem Foto der fertigen Teigtasche gibt es sehr oft auch weitere Fotos, die die Herstellung der Teigtaschen erklären und zeigen. Die Rezepte selbst sind ausführlich beschrieben und klar strukturiert. Neben der Teigart findet man die Zutatenlisten für die Füllung und das Anrichten. Die Arbeitsschritte sind unterteilt in Teig vorbereiten, Füllung zubereiten, Teigtaschen formen, kochen, anrichten. Wer Wert auf die Nährwerte legt, wird hier enttäuscht. Mir fehlen sie jedoch nicht.

Mich haben die Rezepte dazu inspiriert, Teige und Füllungen nicht nur wie im Buch zu kombinieren, sondern neu zusammenzustellen. Das macht Spaß und bringt noch mehr Abwechslung auf den Tisch. Die Zutaten sind teilweise nicht ganz so einfach aufzutreiben, im Großen und Ganzen aber doch im Supermarkt zu finden. Wer gern Spezialitäten aus anderen Ländern kocht, kennt das Prozedere. Man darf auch nicht unterschätzen, wie aufwendig diese leckeren Gerichte sind. Es lohnt sich aber! Für Anfänger in der Küche etwas sportlich, aber wer gern und viel kocht, wird das Buch so lieben, wie ich. Von daher gebe ich die vollen fünf Sterne.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein Volltreffer für kleine Fußballfans!

Kosmos SchlauFUX Fußball, von Birk Grüling

Ich bin wirklich begeistert von dem Buch „Fußball“ von Dirk Grünling. Für mich ist das Konzept nahezu unschlagbar: Kinder werden hier nicht einfach nur mit Informationen „gefüttert“, sondern wirklich ernst genommen und dazu eingeladen, sich auf ihre ganz eigene Art Wissen rund um den Ball anzueignen.

Genau das macht dieses Buch so besonders.
Erschienen ist das Buch im Kosmos Verlag und gehört zur Reihe SchlauFUX. Auf unglaublichen 64 Seiten stecken hier nicht nur jede Menge fundierte Informationen, sondern auch herrliche Fotos, die das Gelesene lebendig machen und zusätzlich begeistern.
Besonders gut gefallen mir die klar strukturierten Kategorien, die durch gleichbleibende Icons sofort erkennbar sind. Das sorgt für Orientierung und macht es auch jüngeren Leserinnen und Lesern leicht, sich zurechtzufinden und gezielt in Themen einzutauchen, die sie gerade interessieren.
Inhaltlich lässt das Buch für mich keine Wünsche offen. Es deckt wirklich alles ab, was man über Fußball wissen kann: von den Anfängen des Spiels über große Superstars und Vereine bis hin zu Taktik, kuriosen Fakten und spannenden Einblicken in den Frauenfußball. Auch Themen wie Fußball auf verschiedenen Kontinenten, die Bundesliga, wichtige Trophäen und Pokale, die Rolle der FIFA sowie Fußball im Fernsehen und Radio werden anschaulich behandelt.
Ich habe das Gefühl, dass hier ein echtes Gesamtpaket entstanden ist. Es ist so umfassend, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendetwas Wichtiges fehlt. Mein kleiner Fußballexperte wird dieses Buch ganz sicher nicht mehr aus der Hand legen. Für alle fußballbegeisterten Kinder ist es aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung.

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Rezensionen von PMelittaM:

Ich bin auf Band 2 gespannt

Nightingale von Danielle Weidig

Gerade aus den Flitterwochen zurück, soll nun Lydia Nightingales neues Leben als Countess beginnen. Schon am ersten Tag wird sie in einen Mordfall verwickelt, und ihr Ehemann Nigel bald als Täter verdächtigt. Was bleibt ihr anders übrig, als selbst zu ermitteln und den Fall zu lösen. Zum Glück steht ihr dabei Godfrey Goodfellow, der Butler ihrer Schwiegermutter zur Seite.

Ein britischer Cosy Crime, der in der heutigen Zeit spielt, sich aber trotzdem in Adelskreisen bewegt, dazu der Start in eine neue Reihe, das machte mich zusätzlich zum Klappentext neugierig.

Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Erzählstil, zu viel ging es um die Beschreibung des Äußeren, die Kleidung und vor allem das Make up, doch dann las ich, dass Lydia von Beruf Kosmetikerin und Maskenbildnerin ist, und so konnte ich es zumindest akzeptieren, im weiteren Verlauf wird es auch weniger.

Lydia ist mir sympathisch, aber mein Favorit unter den Charakteren ist ganz klar der Butler, der durchaus die butlerübliche Verhaltensweisen an den Tag legt, aber auch darüber hinaus gehen kann, und zum Beispiel die Zeit nutzt, wenn seine Chefin anderweitig beschäftigt ist, und seine Dienste voraussichtlich nicht benötigt. Außerdem besitzt er die eine oder andere nützliche Fähigkeit, kennt sich an den Örtlichkeiten aus, und ist ziemlich liebenswert. Dass er zudem gerne Sprichwörter, diese aber grundsätzlich falsch, benutzt, lässt einen immer wieder schmunzeln.

Lydias Schwiegermutter, die für das junge Paar ihr bisheriges Domizil im Castle aufgegeben und in ein Herrenhaus gezogen ist, hat natürlich gewisse Allüren, man kann sie aber mögen, auch wenn sie Probleme gerne in Sherry ertränkt. Das Personal der Familie und einige Bewohner:innen des nahegelegenen Örtchens spielen ebenfalls eine Rolle, manche wird man sicher wiedertreffen.

Die Polizei, in Form von Liam Lawson, der Lydias Ehemann von Kindheit an kennt und anscheinend nicht so richtig mag, schießt sich schnell auf Nigel ein. Ihn auf andere Spuren zu bringen ist nicht so einfach, zumal wirklich einige Indizien auf Nigel hindeuten. Am Ende wird der fall einigermaßen nachvollziehbar aufgeklärt.

Dieses Ende allerdings hat mir den Roman etwas verleidet. Viel zu früh erfährt man die Auflösung, und dann wird über viele Seiten hinweg erklärt, was passiert ist, natürlich von dem:der Täter:in hochstpersönlich. Das Drumherum zu diesen Erklärungen, ich möchte das aus Spoilergründen nicht näher ausführen, soll wohl spannend sein, ist es vielleicht auch für einige, mich konnte es nicht überzeugen, mir war das Ganze viel zu langatmig und wirkte auf mich etwas weit hergeholt und nicht immer logisch. Die Motivation konnte ich schon erkennen, aber das Drumherum empfand ich als eher albern.

Ich bin gespannt, ob im nächsten Band, der schon am Ende diesen Bandes seinen Auftakt hat, noch einmal auf die Geschehnisse zurück gekommen wird. Ich würde es begrüßen, auch um zu erfahren, wie es für manche aus- beziehungsweise weiterging.

Der erste Band der Reihe konnte mich, trotz seines weniger ansprechenden Endes, unterhalten. Ich mag das Setting und besonders den die Protagonistin bei ihren Ermittlungen unterstützenden Butler. Ich vergebe hoffnungsvolle 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde, und bin auf Band 2 gespannt.

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