Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Geschwisterzwist
Die Weihnachtsgeschwister von Alexa Hennig von Lange
Die ehemalige Pop-Literatur-Ikone Alexa Hennig von Lange ist inzwischen eine der profiliertesten deutschen Autorinnen, wenn es gilt, gesellschaftsrelevante Themen zu beschreiben, insbesondere das familiäre ist im Mittelpunkt.
Hier sind es 3 sehr unterschiedliche Geschwister, die zu Weihnachten bei ihren alten Eltern zu Besuch kommen.
Die eine ist eher hart und zynisch, die jüngste Schwester weich und harmoniebdürftig. Der Bruder steht irgendwo dazwischen.
Wie sie zu diesem Fest aufeinanderprallen, hat Alexa Hennig von Lange präzise beschrieben und sie lässt die kleinen Sticheleien sichtbar werden.
Ursachenforschung findet sich zum Teil in einer gewissen Ernüchterung der Lebensumstände.
Mich hat das Buch beeindruckt, wie auch schon der letzte Roman Kampfsterne, aber man hätte noch mehr aus dem Buch machen können, wenn etwas mehr Raum gegeben würde. Die 160 Seiten sind rasch ausgelesen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Der ‚Luft beim Vorbeiwehen zusehen‘
Lost in Fuseta - Spur der Schatten von Ribeiro Gil
Die seltsame Moral des Herrn Nélson. Der ‚Luft beim Vorbeiwehen zusehen‘ oder darauf achten, dass die Straße nicht gestohlen wird – portugiesisches „Savoir-vivre.“ Eines müsste auf jeden Fall allen auf der Welt klar sein, dass die östliche Algarve um Fuseta das herrlichste Azul hat, für das jede Beschreibung völlig unzureichend ist.
Dass sich Leander Lost bei Kollegin Teresa Fiadeiro bezüglich „Vaterschaft“ erkundigt, lässt Graciana bereits von Tante und Schwager von Leander träumen. Das war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Graciana hat dabei nicht mit der überlegten Klugheit ihrer Schwester Soraia gerechnet. Dank an den Autor, er bewahrt uns vorerst vor romantischen Liebesgeplänkel.
Asperger-Typen hören sich gerne reden und werden von ihren Mitmenschen oft „Klugscheißer“ oder „Besserwisser“ genannt. Auf die Aufforderung, ‚halt den Mund‘ antwortet ein Asperger, ‚ich kann ihn nicht halten, sie ist mir angewachsen.‘ An Demenz stirbt man nicht, man entrinnt der Wirklichkeit.
Gil Ribeiro, der Hamburger kennt und liebt die östliche Algarve, die Gegend und Lebensart der Portugiesen. Er ist ein Gourmet und bringt uns die kulinarischen Genüsse näher: Bica (portugiesische Espressovariation, Beba Isto Com Açúcar -'Trink dies mit Zucker', stark und bitter, mit Zucker bleibt der Löffel stecken, Moamba de Galinha - Hähnchen in Erdnusscreme, eigentlich aus Angola; die Speise ist sicher ein Tribut an Flores Yola. Sumo de laranja - simpler Orangensaft, almôndegas - in Hamburg sicher Bouletten, gambas da costa azeite de oliva a coentro - Garnelen von der Küste in Olivenöl mit Koriander, salsa e alho - Petersilie und Knoblauch, sopa da Pedra - eigentlich Steinsuppe, reichhaltige Suppe mit Fleisch, Würstchen, Bohnen, Kohl, Karotten und Kartoffeln, der Stein in der Mitte des Tellers wird für die nächste Zubereitung aufbehalten, Peixinhos da Horta - in Teig gebackene grüne Bohnen, sehen aus wie Sardinen, sind aber keine, chouriço assado - scharfe Paprikawurst über offenen Feuer gegrillt, linguado - Steinbutt oder Seezunge, Amèijoas - Herzmuscheln, Percebes - Entenmuscheln, gibt es wirklich, tarte de Limão - Zitronentarte, chouriço com couve galega - Knoblauchwurst mit Kohl, Suppe?.
Gil Ribeiro, der Hamburger zeigt große Empathie für den seinen comissário Leander Lost, den Hamburger Aspi. Mit dessen unglaublicher Logik und Unterstützung seiner Kolleginnen und Kollegen ‚fliegt‘ er zunächst durch eine falsche Tür, um schlussendlich doch richtig zu liegen. Am Ende wird es dann auch Leander bewusst, dass er ein Herz hat und auf dieses – unter außer Acht lassen all seiner Logik – hört. Aber vielleicht ist das eben seine Logik.
Seit dem ersten LOST IN FUSETA von Gil Ribeiro wissen wir, dass er die Algarve liebt, seine Protagonisten, die Lebensart der (Süd-)Portugiesen, die kulinarischen Genüsse und seinen Anti-Held Leander Lost. Die Führung eines Kommissariats fast wie ein Familienunternehmen mag zwar einer Wunschvorstellung entsprungen sein, aber wir lesen es gern. Und im Kern auch noch ein Kriminalfall, der nicht an Spannung zu wünschen übriglässt. Auf Überblickskarten und Detailausschnitten können wir die Wege unserer "Helden" verfolgen, Superservice. Fehlt noch ein kleines Portugallexikon. Auf zu LOST 3.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Schönstes Bücher je gelesen.
Das Atelier in Paris von Musso Guillaume
Grundsätzlich muss der Leser bereit sein, sich auf diese Geschichte einzulassen; bereit, den Autor auf einer Lesereise zu begleiten. Es braucht viel Empathie für die Hauptprotagonisten Madeline, Gaspard und den Plot. Dann ist es ein sehr großes Leseerlebnis für denjenigen, der sich gerne und ohne zu zögern auf einer Gefühlswoge dahingleiten lässt.
Weihnachtszeit in Paris: Die Ex-Polizistin Madeline Green aus Machester möchte in Paris zur Ruhe kommen und in einen neuen Lebensabschnitt eintreten. Gaspard Coutances, erfolgreicher Theaterautor, Misanthrop und Soziopath, mag weder sich noch die Welt, kommt nach Paris, um ein neues Stück zu schreiben. Beide treffen sich ungewollt in einem Haus, das sie für ihren Aufenthalt gebucht hatte. Was beide vereint ist die gegenseitige Abneigung. Das Haus, in dem der Künstler Sean Lorenz gewohnt hat birgt eine ungeahnte Magie, die Madeline und Gaspard anfangs nicht wirklich ahnen, die sie jedoch nicht nur nicht mehr loslässt, sondern immer mehr in ihren Bann zieht. Sie suchen nach den drei verbliebenen Gemälden von Lorenz. Beide recherchieren voneinander unabhängig und finden diese Bilder. Eines davon, welches nur in der Dunkelheit phosphoreszierend eine mystische Nachricht offenbart, schickt Madeline und Gaspard auf eine schicksalhafte Reise nach New York. Musso setzt den Leser unzählige Erzählpuzzle vor. Nichts ist wie es scheint. Die losen Fäden werden am Ende - nach atemlosen und spannendem Lesen - verknüpft. Das Herz des gefühlsempfänglichen Lesers erwärmt sich. Madeline und Gaspard erleben eine ungeahnte schicksalhafte Transformation ihrer Persönlichkeit, die sie nie für möglich gehalten hätten, finden zu ihrem wahren ICH und ihrer insgeheim gesuchten Bestimmung.
Eines der schönsten Bücher je gelesen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Aufarbeitung des politischen Systems in der Ukraine.
Tödliche Schuld von Caroline de Vries
Beachtenswerter Ansatz der Autorin, die ihre journalistischen Berufserfahrungen mit dem politischen System in der Ukraine Anfang des 21. Jahrhunderts zu einem aufweckenden Politthriller verbindet. Das korrupte politische System, die Anbiederung deutscher Unternehmer, die große Diskrepanz zwischen Arm und Reich und das Leben auf dem Lande werden thematisiert.
Katharina Iswestja, eine 25jährige Ukrainerin, als 5jähriges Kind mit ihrer Mutter nach Deutschland geflohen erhält einen Rechercheauftrag ihrer Hamburger Zeitung in der Ukraine. Katharina erzählt ihre dramatischen Ereignisse in Kiew und der Ukraine in ICH-Form.
Es beginnt eine Investigation der dunkelsten Seite der ukrainischen Politik mit Katharinas Auseinandersetzung eigener Vergangenheit. Geschickt wechselt die Autorin vom Kiew 2003/04 in das Kiew 1993, denn dort hatte die „tödliche Schuld“ ihren Ursprung.
Katharina wird mit den ukrainischen „Besonderheiten“ bereits mit dem Eintritt in das Land ab dem Flughafen konfrontiert. Von der naiven, schreckhaften und der ohne Kenntnis der Vergangenheit ihres Vaters Grigorij Iswestja, von Beruf Journalist in Kiew herumirrenden Katharina wird eine Powerfrau, die ihre stahlbewehrten Stiefel einsetzt und eine Killerin.
Katharina wird auf Schritt und Tritt beobachtet und verfolgt von Boris, dessen Absichten und Auftraggeber ihr zunächst zweifelhaft erscheinen. Mandelow, der engste Mitarbeiter von Grigorij stirbt ausgerechnet in den Armen von Katharina, die darauf hin verhaftet wird und sich ab diesem Zeitpunkt in der „Obhut“ von Igor Wolkow, dem Staatsanwalt befindet.
Victor Abramow, ukrainischer Oligarch und Präsidentschaftskandidat Alexander Karkow planten 1993 die Beseitigung Tatjana Setschenka, Inhaberin mehrerer Printmedien und eine Konkurrentin um das Amt des Präsidenten der Ukraine. Ein „begabter Zögling“, der später noch eine zentrale Rolle spielen sollte wird mit der „Beseitigung“ von Setschenka, nicht ohne Aussicht auf Karriere, Reichtum und Macht betraut. Setschenka wird nach dem Fick ihres Lebens mit ihrem Bodyguard Karl von diesem in ihrem SUV im Dnjepr versenkt. In Zusammenhang mit diese diesem Mord soll es ein Video geben, das im Besitz von Grigorij Isvestja vermutet wird. Auftraggeber dieses Mordes möchten unbedingt in den Besitz dieses kompromittierenden Videos gelangen und schrecken dabei vor Einschüchterungen, Entführung und Mord nicht zurück.
Katharina trifft ihren Vater, beide fliehen in die Ostukraine werden aber ständig verfolgt. In Donezk in einem Bergwerk von Abramow kommt es zum Showdown. Katharina tötet Abramow.
Igor Wolkow, der Staatsanwalt bekundet nicht ohne Grund ein besonderes Interesse an dem Video und lässt Katharina und ihren Vater nach Kiew zurückfliegen. Igor präpariert das ihm übergebene Video, um seine weiße Weste zu demonstrieren. Doch Grigorij, später von Häschern ermordet hat eine Kopie vom Original gemacht, die Igor als den „begabter Zögling“ entlarvt.
Es ist nur dem großen Herz der Autorin zu verdanken, dass sie einen unblutigen Schluss wählt: Katharina rächt sich nicht an Igor und tötet ihn nicht. Es folgt ein Diskurs mir Igor über das politische System in der Ukraine, mit welchen Maßstäben die Handlungen der korrupten Mächtigen in der Ukraine zu beurteilen sind.
Die vielen Puzzles, die entstehen werden in gutem Erzähl- und Schreibstil am Ende zusammengefügt, lassen aber den Leser in besonderer Besinnung - von der Autorin bewusst gewünscht - zurück.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Ursprünglicher Titel „Der Neid des Fremden“ passt besser.
Tödliche Schuld von Caroline de Vries
Es ist wirklich ein vergnügliches leichtes Lesen, ein noch nicht ernst zu nehmendes, sprich anspruchsloses Geplausche und Geschreibsel über einen Menschen, nicht nur von Hybris geblendet und von inneren Dämonen gejagt, sondern der wirklichen Hilfe benötigt. Ab in die Nervenheilanstalt zu den Koryphäen, die mit Läserstrahl im Gehirn umgehen können.
Absoluter GirlsTalk, vom Vernachlässigen bis zum Überfliegen. FENN, der arme Tropf plant seine „Karriere“ über die Sekretärin Sonia. Die Mädels tauschen Parfum, ach wie süß. (nochmal) Der arme Fenn - erste Absage und bereits von einem Hurrikan erfasst. Fenn sollte sein Gehirn an ein Anatomisches Institut "verkaufen" und dafür eine finanzielle Entschädigung für die Körperspende erhalten, ist er doch so klamm. Er ist ein Muster eines total Bekloppten. Doppelt gefährlich?
Es reiht sich eine langweilige Szene an die andere: Kind-Kind-Mutter-Vater-Geplapper. Das Hüpfen der Vögel ist deren Sprache, überaus originell und bewusstseinserweiternd. Trautes Heim nicht allein: Fenn und Sonia (Sony), noch unspektakulärer geht es nicht mehr (und das ist noch freundlich ausgedrückt). Caroline Graham wird es schwer haben, um den Ansprüchen einer Nachfolgerin von Agatha Christie gerecht zu werden. Manche Szenen haben Monty Python-Muster.
Greg, dass er von einem bestimmten Ufer kommt lässt sich an den Dialogen köstlich erahnen. „Orgiastische“ Szenen - Fenn und Sonia im Kamasutra.
Ganz im Gegensatz lesen sich Kapitel 7 und 8. Atemlose Spannung bei der Suche nach Sonia, die erschütternde Entdeckung und die Aktivitäten der Polizei. Man ahnt, weil man Fenn noch nicht gefunden hat, dass seine Polizeiuniform zum Einsatz kommen wird. Und das tut sie. Showdown mit Rosa und Fenn. Mit dem finalen Schuss löst sich die Spannung.
Caroline Graham entpuppt sich mit „Der Fremde in deinem Leben“ als eine brillante Krimiautorin im typischen britischen Schreib- und Erzählstil; der bereits 1988 erschienene Krimi hat nichts von seiner literarischen Qualität verloren. Der ursprüngliche Titel „Der Neid des Fremden“ trifft den Krimi besser.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Sarah, 12 Jahre aus Innsbruck,
Agatha Oddly (Band 1) - Das Verbrechen wartet nicht von Lena Jones
Agatha wäre so gerne eine richtige und professionelle Detektivin, aber sie hat einfach keinen richtigen Fall. Statt herumzuspionieren muss sie in einer Eliteschule sitzen und sich das Gerede von den Lehrern anhören. Eines Morgens stolpert sie endlich über ein Verbrechen: Eine alte Dame wird von einen Motorradfahrer angefahren und ohnmächtig und Agatha muss schnell handeln.
Sie findet ein geheimnisvolles Tattoo, sie beginnt zu ermitteln und wird dabei immer tiefer in die dunklen Geheimnisse Londons hineingezogen. Was hat ihre verstorbene Mutter mit all dem zu tun? Agatha kann niemandem mehr vertrauen - wer ist Freund wer ist Feind? Ein gefährliches Spiel hat begonnen…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war interessant und extrem spannend!!!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleser Gernot, 11 Jahre aus Hall,
J.C. - Agent gegen den Rest der Welt von Joe Craig
Jimmy Coates, ein 13-Jähriger Superagent, will verhindern, das die stattfindenden Wahlen manipuliert werden. Er ahnt nicht, dass sein Freund, Christopher Viggo, selbst dahinter steckt. Dieser hat ein Team dafür beauftragt. Doch dann wird er entführt. Jimmy versucht mit seinen Freunden die Entführer zu finden.
Kann er alles aufklären und wird Jimmy es überleben?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich Actionbücher mag. Es war an vielen Stellen spannend. Ich würde es unbedingt weiterempfehlen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Anspruchsvolle Prosa für anspruchsvolle Leser
Die Unsichtbaren von Roy Jacobsen
So muss es gewesen sein - vor über 100 Jahren. Im Norden Norwegens auf einer kleinen Insel Barrøy. Inselleben. Eine einzige Familie. Fern ab vom Festland. Für dieses sind die Inselbewohner Exoten. Sprödheit der Insel – Sprödheit der Menschen. Es beginnt die Geschichte der Ingrid Marie Barrøy, einem dreijährigen Mädchen.
Das Leben auf der Insel wird durch Ebbe und Flut, von Wind und Wetter und den Jahreszeiten bestimmt. Vom Älterwerden, vom Geborenwerden und Sterben. Die Familie wird auf natürliche Weise dezimiert und auf unerwartete vermehrt. Es werden Tote und Halbtote an die Küste gespült. Ein halbtoter russischer Flüchtling erholt sich ganz gut – Ingrid wird nach neun Monaten eine Tochter Kaja zur Welt bringen. Der Russe entpuppt sich als Alexander Michailowitsch Nischnikow und die Suche nach ihm wird zum Auslöser einer alptraumhaften „Rundreise“ durch Norwegen und Schweden im ersten Jahr nach dem Ende des 2. WK. „Die Reise war zu einer verzweifelten Suche nach dem Wendepunkt geworden“ (Zitat aus „Die Unsichtbaren“) ist der Glanzsatz für Ingrids Such nach Alexander, mit der sie innerlich abgeschlossen hatte. Ingrid ist eine hartnäckige Spurensucherin, findet ihren Frieden mit der Rückkehr nach Barrøy, und in Mariann ihr Alter Ego.
„Die Unsichtbaren“ von Roy Jacobsen erfordert konzentriertes Lesen und Überwindung. Ein halbes Jahrhundert norwegischer Geschichte, besetztes und befriedetes Norwegen mit bitteren Nachwehen der Kriegszeit. Anspruchsvolle Prosa für anspruchsvolle Leser, so sollten diese wenigsten sein. Die gewohnte direkte Sprache wird oft von der ungewohnten indirekten Sprache abgelöst. Die deutsche Übersetzung klingt manchmal wie die aus einem Übersetzungs-Automaten. Drei Teile auf über 600 Seiten, Durchhaltevermögen ist eine Voraussetzung. Bewundernswerte literarische Dichtheit über Land, Mensch und Leben. Pflichtlektüre für alle Norweger.
In dieser Insel-Saga „Die Unsichtbaren“ von Roy Jacobsen verbirgt sich eine unglaubliche Magie, der sich der Leser nicht entziehen kann.
Rezensionen von begine:
Frohe Weihnachten
Die Weihnachtsgeschwister von Alexa Hennig von Lange
An die Romane von Alexa Hennig von Lange habe ich immer große Erwartungen und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht.
Die Wintergeschwister ist ein wunderbarer realistischer Weihnachtsroman.
Tamara, Elisabeth und Ingmar treffen sich jedes Weihnachten mit ihren Familien bei den Eltern. Mit der Zeit gab es zwischen den Geschwistern Meinungsverschiedenheiten.
Sie stritten sich, weil sie es ihrem eigenen Leben nicht so gut läuft. Da gibt es Neid, Angst und Unzufriedenheit. Die Emotionen kochen hoch.
Dazwischen sind die Großeltern und Enkel als Leidtragende.
Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Stimmung zu erfassen. Teilweise hat man schon ähnliche Situationen erlebt. Bei diesem Roman muss ich auch das Cover mal loben, es zeigt das Dreigespann im Schnee. Wunderbar passend.
Dieser verhältnismäßig kurze Roman hat es in sich und hat gerade die richtige Länge. Er unterhält und ist unbedingt zu empfehlen.
Rezensionen von C. P.:
Aroma- und Texturerlebnisse von 15 Gemüsearten
Abenteuer Geschmack! von Antje de Vries
Unterhaltsam und leicht verständlich erfährt man in diesem Buch, wie Geschmack und Aromen entstehen, wie die unterschiedlichen Sinne an deren Wahrnehmung beteiligt sind und durch welche Zubereitungsarten besondere aromatische Erlebnisse aus verschiedenen Gemüsesorten herausgeholt werden können. Neben Hintergrundwissen und ein wenig Warenkunde zu den 15 im Buch gewählten Gemüsesorten wie Karotte, Kürbis, Rote Bete oder Fenchel gibt es zu jedem Gemüse Rezeptbeispiele für unterschiedliche Aroma- und Texturerlebnisse.
Dabei sind die Rezepte für mein Empfinden verständlich formuliert und regen zum Nachkochen an. Zu jedem Rezept gibt es ein entsprechendes Bild mit dem fertigen Gericht und auch ansonsten ist das Buch voller Bilder, welche dem theoretischen Teil den Sachbuch-Charakter etwas nehmen und bereits das Lesen zu einem kleinen Erlebnis machen. Da wurde sich wirklich Mühe gegeben, die Texte mit dem Wissen über Geschmack und Gemüse so zu gestalten, dass man nicht die Lust verliert durch zu lange oder komplizierte Texte. Ebenso hat die Autorin auf eine in meinen Augen unnötige Selbstdarstellung verzichtet, wie es viele andere Kochbuchautoren momentan leider handhaben. Ich muss sagen, das Buch ist sehr interessant und es gibt tatsächlich so einiges darin zu entdecken. So wär ich nie darauf gekommen, grüne Bohnen in Kaffee zu blanchieren.










