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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Manfred Fürst:

„Wie soll das Ganze gedeutet werden?“

Der Choreograph von Håkan Nesser

Limitierte Sonderausgabe zum 70. Geburtstag - Håkan Nessers erster Roman erstmals auf Deutsch. Der Choreograph erschien 1988. Nessers Debütroman, eine Liebesgeschichte in Form eines Thrillers.

David. 28 Jahre Junggeselle, zwei Jahre verheiratet und zehn geschieden. Kinderlos, mittleren Alters, physisch in guter Form, mit einem nicht wirklich unvorteilhaften Äußeren und einem akzeptablen finanziellen Status.

Maria. Es war Frühling, der Winter war vorüber und jetzt geschah es: D. sah in einem Geschäft für Damenbekleidung die schönste Frau der Welt, in einem roten Kleid aus dünnem Baumwollstoff – und es überkommt ihn eine eigenartige Erregung, das kann schon mal vorkommen.

Carlo und D.: Einfache Regeln. Nacht. Das Messer liegt zwischen beiden. Der erste der das Messer nimmt, kann den anderen töten.

Der Roman hat viele lose Fäden, Maria mit Carlo, Ds späteren schriftlichen Notizen und die Ereignisse rundum. Nessers Erzählstil ist eigenartig. Ein richtiges selbstvergessenes Lesen kommt nicht auf, weil der Leser nach Anker sucht und dauernd mit Neuem konfrontiert wird: Seltsame Abkürzungen, Kollegen, Tierversuche in Klinik, Militär und Putsch, …

Professor G, „wie soll das Ganze gedeutet werden?“ Am Ende wird sich der Leser die gleiche Frage stellen wie Professor G.

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Rezensionen von Vicky:

Fake it till you make it

Rocky Mountain Luck von Virginia Fox

'Rocky Mountain Luck' ist ein Liebesroman der Autorin Virginia Fox. Das Buch bildet bereits den dreiundzwanzigsten Teil der 'Rocky Mountain' Serie.

Das Cover finde ich toll gestaltet, es ist sehr ansprechend und passend zum Inhalt gewählt. Auch fügt es sich gut ins Design der restlichen Reihe ein, der Wiedererkennungswert ist hier definitiv gegeben.

Der Roman umfasst vierundzwanzig Kapitel sowie einen Epilog. Außerdem gibt es am Ende wie immer eine kurze Rezeptsammlung. Unter 'Inhalt' kann man sich bereits einen guten Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Maya Anders und Phil Bukowski holen. Es kommen auch wieder bekannte Orte und Personen aus früheren Bänden vor. Es ist zwar nicht zwingend notwendig die Vorbände zu kennen, ich kenne bisher nur ein paar. Aber es schadet bestimmt nicht sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Außerdem ist die Wiedersehensfreude mit den Personen größer wenn man sie bereits kennt und man finde sich bestimmt einfacher zurecht mit ein gewissen 'Vorwissen' . Ich hole die anderen Bände auf jeden Fall noch nach denn ich habe Indepence ins Herz geschlossen!

Fazit: Der Schreibstil von Virginia Fox ist sehr angenehm und flüssig, gewürzt mit einer gewissen Prise Humor. Dadurch kam ich beim Lesen gut voran - die Spannung hat das noch verstärkt - ich finde dieser Teil war sehr spannend. Ich bin nun bereits sehr gespannt auf Donna und Bull, am liebsten würde ich nach dem Klappentext sofort mit dem nächsten Band weiterlesen :-) Ich liebe Independence und habe den fiktiven Ort mit den vielen verschiedenen Personen mittlerweile sehr ins Herz geschlossen.

Die Rezepte am Ende des Buchs sind wie immer EIN Highlight für mich! Dieses Mal hat es mir besonders der Erdbeerkuchen angetan :-)

ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Rezensionen von heinoko:

Achtsam und mit Respekt durch die Welt

Lotta entdeckt die Welt: Im Wald von Sandra Grimm


Wenn ich in meinem Umfeld beobachte, wie kleine Kinder völlig ungeniert und ohne jegliches Gefühl für Natur durch liebevoll angelegte Blumenbeete stapfen und Blütenköpfe abreißen, während die Mütter auf ihre Handys starren oder einander Wichtiges zu erzählen haben, bin ich immer wieder aufs Neue entsetzt.

Haben Eltern nicht einen Erziehungsauftrag? Sollte Kindern nicht so früh wie möglich Achtung und Respekt vor der Natur übermittelt werden?
Das vorliegende Bilderbuch ist ein großartiges und wertvolles Beispiel, auf welch liebevoll-zugewandte Weise dies gelingen kann, und zwar schon bei den Kleinsten. Lotta beobachtet sehr genau, was es im Wald zu entdecken gibt. Zusammen mit ihrem Opa und dem Hund Zottel ist sie unterwegs, neugierig, mit offenen Augen. Sie ist leise, um die Tiere nicht zu erschrecken. Sie spürt die Weichheit der Blättchen eines winzigen Bäumchens. Lotta ist achtsam und sorgsam und entdeckt dadurch so viel Interessantes. Die fröhlich-positiven Zeichnungen von Katja Senner sind auf geschickte Weise eingebettet in Naturfotos, was einen ganz besonderen Zauber auslöst. Heile Welt? Ja, vielleicht. Warum auch nicht? Was kann es Besseres geben, als mit solchen Bilderbüchern bereits im frühesten Alter die Sehnsucht zu wecken nach dem reichen Erlebnis, das Natur denen bietet, die achtsam sind.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ausflug ins MIttelalter

Die Sündenbraut von Manuela Schörghofer

Die Autorin entführt ihre Leser in das Hochmittelalter als Deutschland noch ein Fleckerlteppich von kleineren und größeren Lehen des Heiligen Römischen Reiches war.

Fenja reist mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Die beiden verdienen ihren kargen Lebensunterhalt als Heilkundige und dadurch, dass Fenja durch ein heidnisch anmutendes Ritual die Sünden der Verstorbenen auf sich nimmt.

Bei ihren Wanderungen weichen sie großen Städten und Klöstern der Zisterzienser penibel aus. Als ihre Ziehmutter ermordet wird, gelten ihre letzten Worte einer Warnung an Fenja.

Mit dem Karren von Runhild und einem Stückchen Stoff auf dem eine Wappen eingestickt ist, begibt sich Fenja auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und trifft dabei auf Gerald von Aue, der als Handwerker verkleidet, in geheimer Mission für den Kaiser unterwegs ist. Die beiden vertrauen einander nicht wirklich, schließen sich aber zu einer Zweckgemeinschaft zusammen.


Meine Meinung:

Dieser zweite historische Roman von Manuela Schörghofer widmet sich abermals dem Mittelalter, das von Aberglauben und Machtstreben geprägt ist. Nicht nur die weltlichen Herrscher wollen ihren Einfluss mit allen Mitteln vergrößern, sondern auch die Kirche. Die einfachen Menschen richten ihr Leben stark auf das Jenseits aus und so ist es für viele eine Tragödie, ohne die Absolution eines Priesters zu sterben. Hier tritt dann Fenja auf den Plan, die die Sünden des Verstorbenen auf sich nimmt. Dieser Gedanke bzw. Brauch ist mir bislang unbekannt gewesen. Aber, hat nicht Jesus auch die Sünden der Welt auf sich genommen? Allerdings, wo käme die Kirche hin, wenn es mehr von diesen „Sündenbräuten“ gäbe? Ihr Einfluss würde zunehmend schwinden, daher ist das Ritual als heidnisch verboten.

Die Geschichte ist wunderschön erzählt und die Leser können Anteil an den Leben der Protagonisten nehmen. Herrlich sind die Wortgefechte zwischen Fenja und Gerald. Da musste ich mehrmals schmunzeln. Obwohl Fenja manchmal sehr moderne Ansichten vertritt, ist die Autorin mit ihrer Wortwahl im Mittelalter geblieben. Bei manchen Autoren schiebt sich ein moderner Begriff zwischen die Zeilen. Hier passt alles gut zusammen.

Der Klappentext gefällt mir nicht ganz so gut. Er suggeriert, dass Fenja mit Feuer und Schwert die Mörder ihrer Familie und Ziehmutter zur Rechenschaft ziehen will. Dabei will Fenja einfach nur wissen, wer sie ist und woher sie kommt. Sie will zwar, nachdem sie den Urheber der Tragödie ausgeforscht hat, diesem das Handwerk legen, greift aber nicht zur Selbstjustiz.

Das historische Umwelt ist gut in die Geschichte eingebettet oder vielmehr die Fenjas Geschichte in den historischen Kontext.

Die Charaktere, gut oder böse, sind detailliert und plastisch beschrieben. Allerdings ist nicht jeder Charakter nur gut oder nur böse - wie die Menschen einfach so sind, steckt beides in jedem von ihnen (von uns).

Es sieht so aus, als ob dieses Buch das zweite einer Reihe von „Bräuten“ wäre. Bin schon gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt.

Fazit:

Ein gelungener hist. Roman, der uns ins Mittelalter entführt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Regt zum Nachdenken an

Zieht euch warm an, es wird heiß! Wie wir noch verhindern können, dass unser Wetter immer extremer wird von Plöger Sven

Sven Plöger ist studierter Meteorologe und versucht mit diesem Buch, das komplexe Thema Klimaveränderung seinen Lesern näher zu bringen.

In folgenden Kapiteln stellt er uns seine Ideen vor, wie man den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen kann:

Eine ehrliche Bestandsaufnahme
Den Klimawandel verstehen
Den Klimawandel vermitteln
Die Folgen des Klimawandels
Der Wettlauf zum Klimaziel - was jetzt zu tun ist
Klima und Gesundheit - ein Gastbeitrag von Eckart von Hirschhausen
Wie wollen wir die Welt?

Meine Meinung:

Das Buch ist in einem populärwissenschaftlichen Schreibstil gehalten und kann daher auch von interessierten Laien gelesen werden.

Es könnte durch Skizzen, Abbildungen und Fotos durchaus einprägsamer gestaltet sein. Als Geodätin ist mir die Neigung der Erdachse wohl bekannt, doch vielen Lesern ist diese Tatsache nicht so geläufig. Hier hätte sich ein Skizze zum besseren Verständnis angeboten.

Das Buch ist natürlich etwas zahlenlastig, was vielleicht ein paar potentielle Leser verschrecken könnte.

Immer wieder zitiert der Autor auf andere Wissenschaftler wie Stephen Hawking oder Jane Goodall.

Das umfangreiche Literaturverzeichnis findet sich auf der Verlagsseite online. Das ist ein wenig ungewöhnlich. Immerhin gibt es hierzu gleich am Beginn des Buches einen Hinweis, so dass man die Quellenangabe nicht vergeblich suchen muss.

Der Exkurs in die Vergangenheit hat mir gut gefallen. Denn, ungewöhnliche Wetter- bzw. Klimaphänomene hat es immer schon gegeben. Man denke nur an die „Kleine Eiszeit“ im 14. Jahrhundert.


Fazit:

Ein Sachbuch mit einem anspruchsvollen Schreibstil, vielen Gedanken zum Klimawandel, Klimaschutz, das zum Nachdenken und Handeln anregt, informieren aber nicht missionieren will. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Lehrt einen das Gruseln, was im Internet so alles passiert

Internet of Crimes von Gerald Reischl

Der österreichische IT-Security-Experte, Journalist und Buchautor hat hier ein Sachbuch geschrieben, das an einen SiFi-Roman erinnert. Doch leider sind die skizzierten Bedrohung keine Ausgeburten einer Autorenfantasie, sondern nackte Tatsachen.

In 13 Kapiteln erklärt und Gerald Reischl warum wir wirklich Angst vor Cyberkriminellen haben sollten und uns entsprechend schützen sollten.

Die Kapitel sind, neben Vorwort und Prolog wie folgt:

Fakeworld
Das Darknet
It’s a hacker‘s world - die Guten und die Bösen
Waffen der Hacker und Geheimdienste
Internet of health
Digitale Assistenten - Wie Siri, Alexa & Co uns ausspionieren
Follow the money - Attacken auf unser Geld
Social engineering
Connected cars - selbstfahrend, autonom und Datenunsicher
„Plane Hacking“ und Piraterie 4.0 - so verwundbar sind die Luft- und die Schifffahrt
Das Internet der gehackte Dinge
Cyberhacker im Aerospace
Internet of food

Ein ausführliches Stichwort- und Endnotenverzeichnis ergänzt dieses interessante Buch.

Meine Meinung:

Mein erster Impuls, schon während des Lesens war: Raus aus dem Internet, kündigen aller Verträge - doch nachdem sich die erste Panik gelegt hat, habe ich mich zu einem weniger radikalen Schritt entschlossen: Aufrüsten im Bereich IT-Security. Das ksotet zwar Geld, doch sind das Peanuts im Vergleich zum Schaden, den Cyberkriminelle anrichten können.

Selbst wenn man Siri, Alexa & Co. keinen Platz im Leben einräumt, wird man durch andere „nützliche“ Features ausspioniert und häufig auch manipuliert.

Gerald Reischl gelingt es mit diesem Buch Privatpersonen und auch Firmen aufzurütteln und in IT-Sicherheit zu investieren sowie dem Versuch zu widerstehen, jedes eMail öffnen zu wollen.

Fazit:

Ein sehr gut gelungenes Buch, dass die Menschen von heute aufrüttelt. Gerne gebe ich für dieses Buch 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wanderschuhe schnüren und los!

Rauf auf den Untersberg! von Christian Heugl

Der mächtige Untersberg im Grenzgebiet Salzburg/Bayern ragt wie der sprichwörtliche „Fels in der Brandung“ auf. Erdgeschichtlich ist er ein solcher, denn vor Jahrmillionen war er von Tethys, dem Urmeer umgeben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man hier den berühmten Untersberger Marmor, mit seinen eingeschlossenen Schnecken und Muscheln abbaut.

Doch der Untersberg ist nicht nur für seinen Marmor bekannt sondern auch für seine Naturschönheiten und Sagenwelt.

Um diese Naturschönheiten dreht sich dieser Wanderführer, der uns auf 45 Routen auf, um und manchmal auch in den Untersberg führt.

Als Ausgangspunkt nimmt Autor Christian Heugl die fünf Hauptorte Großgmain, Grödig, Marktschellenberg, Berchtesgaden und Bischofswiesen. Es ist möglich auf das Auto zu verzichten und mit Öffis die Ausflüge zu absolvieren.


„Der Untersberg ist wunderschön, doch braucht man nicht hinaufzugeh‘n, weil man kann ihn ja von unten seh’n!“

Dieser originelle Reim findet sich auf einer alten Ansichtskarte und hat nicht ganz Unrecht. Auf Schritt und Tritt begegnet uns in Salzburg-Stadt der Untersberger Marmor und das Untersberger Quellwasser, das in wunderschön gearbeiteten Brunnen leise vor sich hinplätschert.

Christian Heugl stellt die 45 Touren mit folgenden Infos vor:

Fotos und Kartenausschnitt
Einkehrtipps
Infos zu Gehzeiten und Schwierigkeitsgraden
Erreichbarkeit mit Öffis

Also, schnürt die Wanderschuhe und packt den Rucksack, und dann „Rauf auf den Untersberg“!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine berührende Lebensgeschichte

Hana von Alena Mornštajnová

Dieser Roman wird in drei Teilen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.

Im ersten Teil ist es ein Sonntag im Februar 1954, der das Leben der neunjährigen Mira auf den Kopf stellt. Da sie sich den Anordnungen ihrer Mutter widersetzt hat, wird Mira damit bestraft, dass sie keinen der kleinen Spritzkuchen als Nachtisch erhält.

Ihr Ungehorsam und das Vorenthalten des Desserts rettet Mira das Leben, denn der Rest der Familie stirbt an Typhus, mit dem der Kuchen verseucht war. Nach einer Zwischenstation bei einer befreundeten Familie, muss Mira ihr Leben mit ihrer verschrobenen Tante Hana teilen.

Im zweiten Teil des Romans, dessen Überschrift „Die vor mir“ trägt und den Zeitraum von 1933 bis 1945 umfasst, werden die Vorfahren von Hana (bzw. von Mira) beleuchtet.

Der dritte Teil wird aus Hanas Sicht erzählt und deckt die Zeit zwischen 1942 bis 1963 ab. Hier wird es sehr persönlich und der geneigte Leser wird ahnen, was Hana erlebt hat. Denn, dass die Frau so ist wie sie ist und überall eine Schnitte Brot versteckt hält, kommt nicht von ungefähr.

Meine Meinung:

Dieser Roman, der auf wahren Begebenheit ruht, ist eine meisterhafte Erzählung.
Das Schicksal dreier Generationen und mehrerer Familien ist dicht verwoben.
Langsam und dann immer schneller werdend, erzählt die Autorin, wie das Leben der beiden ungleichen Hauptfiguren Hana und Mira mitgespielt hat. Beide haben Schuldgefühle und Gewissensbisse. Denn bewusstes oder unbewusstes Handeln oder Nichthandeln, hat Konsequenzen. Für Hana trifft das gleich mehrfach zu, denn letztlich hat sie diese Spritzkuchen für ihre Schwester Rosa anlässlich deren 30. Geburtstags gekauft. Sowohl Hana als auch Mira sind die einzigen Überlebenden ihrer Familie in jeweils einer Generation. Das Wissen darum lässt die beiden einander näher kommen.

Das Buch ist auch ein eindrucksvolles Stück Zeitgeschichte.
Wer sich über das Cover wundert, dem sei gesagt, dass die Erklärung im Buch wartet.

Fazit:

Ein berührender Roman, der unter die Haut geht. Das Buch erhält von mir 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ziemlich trocken, etwas für Insider

Hitlers Parteigenossen von Jürgen W. Falter

Autor Jürgen W. Falter hat bereits 1991 ein ähnliches Buch mit dem Titel “Hitlers Wähler“ herausgebracht. Seit damals hat ihn dieses Thema nicht mehr losgelassen. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2012 ist er im Rahmen eines Forschungsprojektes noch tiefer in die Materie und verstaubte Archive eingestiegen.

Das Ergebnis ist dieses Sachbuch, das ein paar interessante, bislang doch eher unbekannte Details bereit hält. So soll Hitler nie mehr als 10% der Bevölkerung als PG (= Parteigenossen) gewollt haben. Mit rund 10,2 Millionen Parteimitgliedern scheint dies gelungen zu sein. Mehrmals wurde ein Aufnahmestopp verhängt, tausende wieder ausgeschlossen, rund eine halbe Million starben bis 1945 und ja, 760.000 sind auch wieder aus der Partei ausgetreten.

Die Statistiken, die der Autor in seinem sehr, sehr trockenen Buch den Lesern an den Kopf wirft, sind nicht leicht zu überprüfen. Sie basieren auf einem Sample mit 50.000 Datensätzen. Man muss schon einige Kenntnisse in Statistik und Stochastik haben, um den Ausführungen folgen zu können.

Leider gibt es keine Zusammenfassung oder Conclusio, so dass ich ob des Ergebnisses ein wenig ratlos grüble. Kann es also doch stimmen, dass die Mehrheit der Deutschen keine Nazis waren? Oder bezieht sich dieser Satz nur auf die Mitgliedschaft in der NSDAP? Wieso haben dann die meisten weggesehen als ihre jüdischen Nachbarn verschleppt wurden? Kann man auf Grund der Parteizugehörigkeit und gleichzeitig dem Fehlen einer solchen auf den Charakter schließen? Oder sind viel nur deswegen der Partei beigetreten, weil sie sich Vorteile erhofft haben? Das würde aber den Intentionen Hitlers widersprochen haben, der keine Partei für alle wollte, sondern nur für eben die 10% „Elite“.

Denn wie gilt es den Aufnahmestopp zwischen Mai 1933 bis April 1937 und dann ein zweites Mal Februar 1942 bis Mai 1945, zu interpretieren?

Als Österreicherin interessiert mich das Kapitel „Sonderfall Österreich“ natürlich sehr.

Da die NSDAP zwischen 1933 und dem Anschluss 1938 verboten war, soll es ca. 275.000 illegale Parteimitglieder gegeben haben. Das erscheint bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 6,6 Mio (1939) nicht unerheblich. 1940 gelten dann rund 750.000 Personen als Parteimitglieder. Ein ganz besonderer Aspekt ist, dass in Österreich (der späteren Ostmark) rund 22% der Parteimitglieder Frauen waren. Im Vergleich dazu traten im Altreich nur rund 12% der Frauen der Partei bei.

Die Schwund von 208.000 Mitgliedern bei Kriegsende kann nicht nur durch die Kriegstoten erklärt werden. (1945 stellten die Alliierten nur mehr ca.
542.000 registrierte Mitglieder fest).
Einige hoch gerechnete Statistikdaten lesen sich interessant. So seien nur 4-5% der Oberschicht, aber mehr als 50% der unteren Mittelschicht und rund 40% der Unterschicht NSDAP-Mitglieder gewesen. Erklärungen dazu gibt es keine.

Um sich hier ein besseres Bild machen zu können, wer zu Ober-, Mittel- oder Unterschicht gezählt wird, wären es passend gewesen, die entsprechenden Einkommen gegenüber zu stellen. So lassen die Tabellen, wie häufig im Buch, großen Interpretationsspielraum zu.

Das finde ich schade, denn der Aufwand, den Jürgen W. Falter bei seinen Recherchen getrieben hat, muss immens gewesen sein.

Fazit:

Ein dickes Kompendium an Tabellen, Statistiken und ein Anhang mit zahlreichen Literaturangaben, das vermutlich nur echte Insider
anspricht. Ich habe hier etwas anderes erwartet und kann diesem Buch leider nur 3 Sterne geben.

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Rezensionen von Hennie :

Rettet den Steinkauz!

Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz von Annett Stütze; Britta Vorbach

Wie schon bei der Wildkatze, so bin ich auch hier beim Thema "Expedition Natur“ in der Reihe WILD! beim Buch über den Steinkauz total begeistert! Es ist tatsächlich eine „eine einzigartige Mischung aus spannender Geschichte und Sachbuch. Was für eine wunderbare Erzählung, was für eine gründliche Recherche von den beiden Autorinnen Annett Stütze & Britta Vorbach.

Aufgeteilt ist dieses unübertreffliche Buch in eine Geschichte über den Steinkauz, sein Leben und Überleben (über einen Zeitraum von November bis Ende August), sowie in ein Sachbuch, wo alles Wissenswerte detailreich dargestellt wird. Es erfolgt eine Sensibilisierung für die Belange des kleinen Eulenvogels in einer besonderen Art und Weise, fesselnd und berührend.

Vieles wurde an Fakten zusammengetragen und die Fragen zur Arterhaltung und zum Naturschutz werden thematisiert. Was benötigen sie und andere Tiere unserer Heimat, um zu leben und zu überleben? Sehr eindringlich wird der brutale, erbarmungslose Kampf um die blanke Existenz dargestellt, der tägliche Kampf ums Futter. Es geht oft nur darum, wer geht als Sieger vom Platz, wer ist der Stärkere, wer hat die meisten Reserven. Da ist es enorm wichtig, dass Lebensräume erhalten bleiben und die Lebensbedingungen stimmen. Einige der Fragen, die ungeheuer bedeutsam für die Erhaltung des Steinkauzes sind, möchte ich herausgreifen.
Wie können wir sie schützen? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden? Was kann der einzelne Mensch tun, egal ob Kind oder Erwachsener?

Gemeinsam mit dem BUND gelang dem Verlag Moses mit dem Autorinnenduo ein pädagogisch wertvolles, reich und wunderschön bebildertes Buch – eine Art Lexikon über den Steinkauz.

Die Illustrationen von Bente Schlick bereichern zusätzlich das Gesamtbild.

Lesealter ab 8 Jahre.

Voller Begeisterung gebe ich fünf von fünf Sternen und meine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung für große und kleine Leute!

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