Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Braucht zu lange, um interessant zu werden
Die Perlenfarm von Liza Marklund
Ich wollte das Buch unbedingt lesen, ich mag die Autorin sehr und dann noch das Setting auf einer Südsee-Insel, ich war sehr gespannt.
Das Buch ist ein Roman, kein Krimi wie sonst, umso neugieriger war ich. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch?
Anfangs spielt es tatsächlich sehr lange in der Südsee, auf einer nur durch eine schlechte Schiffsverbindung angebundenen einsamen Insel.
Das Alltagsleben, insbesondere der Beruf als Perlentaucherin war dann auch interessant, genau wie ich es mir erhofft hatte. Allerdings nicht über 200 Seiten! Denn es zog es sich, ohne dass nennenswert etwas passierte.
Nun gut, ein Fremder kam auf die Insel, die Perlentaucherin verliebte sich - aber bereits das war für mich seltsam blass, große Gefühle konnte ich nicht herauslesen.
Es plätscherte so vor sich hin und ich war kurz vom Abbruch - bis dann im letzten Drittel tatsächlich richtig Dynamik in das Geschehen kam.
Ja, so kenne ich die Autorin.
Insgesamt war mir der Plot aber dann doch zu weit hergeholt, zu unglaubwürdig und vor allem über weite Teile einfach zu langweilig.
Rezensionen von Claudia R:
Der Schein trügt
Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland
Klappentext:
Eine verzweifelte Mutter engagiert Privatdetektiv Willi Hübner, um ihre Tochter Ameli aufzuspüren, die seit Monaten in Amsterdam vermisst wird. Hübners Recherchen führen ihn ins Pianola-Museum, wo Ameli an einem Abend der offenen Tür zuletzt lebend gesehen wurde. Der pomadige Museumsdirektor kommt Hübner verdächtig vor, aber auch Amelis Ex-Freund Phil, ein Kleinkrimineller, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen.
Je tiefer Hübner in den Fall eintaucht, desto mehr begibt er sich selbst in Gefahr. Offenbar ist er einer größeren Sache auf der Spur, denn in höchsten Polizeikreisen versucht man, die Akte Ameli verschlossen zu halten. Und selbst der Amsterdamer Bürgermeister übt Druck auf Hübner aus, den Fall nicht wieder aufzurollen. Und obendrein steht aus heiterem Himmel auch noch Hübners 18-jähriger Sohn, zu dem er seit dessen Geburt keinerlei Kontakt hatte, unangemeldet vor seinem Hausboot...
Cover:
Das Cover zeigt eine Brücke in Amsterdam bei Nacht und auch der Vollmond drückt dabei eine ganz besondere Stimmung aus. Die farbliche Gestaltung und das Coverbild gefällt mir sehr gut und es macht auf jeden Fall neugierig.
Meinung:
Der Schreibstil ists sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich locker und leicht lesen. man kommt sehr schnell in den Fall und die Geschehnisse hinein.
Die Kapitel sind ansprechend kurz. So dass man zwischendurch immer mal Pausen einlegen kann. Das war für mich sehr gut, da ich es auf der Fahrt zur Arbeit und immer wieder für Zwischendurch gelesen habe. Dafür boten sich die kurzen Kapitel sehr gut an.
Die Geschichte dreht sich um die verschwundene Ameli und deren besorgte Mutter. Da die Polizei bereis die Ermittlungen eingestellt hat und die Akte für geschlossen erklärt hat, wendet sich Frau Lorenz, Amelis Mutter, an den Privatdetektiv Hübner. Diese ist eine Erscheinung für sich mit seinen hellblauen Bugatti Trenchcoat und so einigen weiteren Besonderheiten.
Dieser kniet sich sehr in den Fall hinein und bekommt nach und nach so einige Hinweise, denen er nachgeht und immer mehr Ungereimtheiten entstehen. Nicht nur ihr Ex-Freund Phil, hat so einiges zu verbergen und kommt als Hauptverdächtiger in Frage, auch der Museumsdirektor Herr Beelen, verheimlicht so einiges und auch Lonneke, die Freundin von Ameli, weiß mehr, als sie sagt.
Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte.
Aus einem anfänglich eher ruhigen Fall, entwickelt sich eine fesselnde und gut durchdachte Geschichte, mit einem für mich, sehr überraschendem Ende und so einigen unvorhersehbaren Wendungen.
Mir hat dieser Kriminalfall sehr viel Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Ich war lange Zeit auf der falschen Spur und wurde daher sehr überrascht.
Hier gilt: Der Schein trügt und man sollte sich nicht immer auf den ersten Eindruck verlassen. Manchmal steckt mehr dahinter, als man denkt, oder vermuten würde. Und manchmal ist man einfach auf der falschen Fährte, da man am falschen Punkt angesetzt hat. Ein kleiner Verwirrspiel, spannende und interessante Detektivarbeit, die es in sich hat, mit einem interessanten Ermittler, der auch mal andere Wege einschlägt.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, sie sind teils etwas skurril und überspitzt, aber das macht sie aus und auch besonders. Privatdetektiv Hübner mit seinen Eigenarten sorgt dabei für jede Menge Unterhaltung mit einem gewissen Humor und Charme.
Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer Kriminalfall, mit einer Portion Humor und Charme, der mich überraschen und fesseln konnte.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Magie und Western
Immernacht von Ross MacKenzie
Das Waisenkind Larabelle Fox ahnt nichts von der drohenden Gefahr, als sie ein geheimnisvolles Holzkästchen aus den Abwässern fischt. Mrs Hester, die bösartige Beraterin des Königs und mächtigste Magierin des Reiches, ist fieberhaft auf der Suche nach diesem Schatz, denn es ist der Schlüssel zur Immernacht, die Dunkelheit über das Königreich bringen soll.
Mrs Hester schickt einen Dschinn aus, der seine Freiheit nur wiedererlangt, wenn er das Kästchen mit dem Zauberspruch findet. Er verwandelt sich in einen Mann ohne Schatten und gerät bald auf Larabelles Spur … Eine magische Geschichte für alle Fantasy-Fans. (Klappentext)
Ich weiß nicht so genau was ich erwartete, aber das ganz sicher nicht. Ein Buch voller Magie, welches im wilden Westen spielt?
Ich dachte ja, anhand des Covers und der Kurzbeschreibung, das es sich um Steampunk handelte. Irgendwie tut es das wohl auch, aber auch der wilde Westen spielt eine Rolle.
Was mich allerdings am meisten stört, es ist ein Kinderbuch und dafür meiner Meinung nach viel zu Brutal.
So ganz wurde ich mit dem Buch nicht warm, wenn ich es aus Kindersicht betrachte ist es mir zu Brutal, für ältere Leser wiederum zu verträumt. Aber das Buch wird ganz sicher seine Leser finden, denn es hat was besonderes. Lesespaß hatte ich die meiste Zeit schon.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Zauberhaftes Sommerfeeling
Nur noch ein bisschen Glück von Ahrnstedt Simona
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte über eine Frau auf der Suche nach sich selbst und einen magisch schönen Ort
Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt.
Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat? (Klappentext)
Dies war mein erstes Buch der Autorin, aber ganz sicher nicht mein letztes, ich habe schon die Fühler nach anderen Titeln ausgestreckt.
Ein sehr schöner Schreibstil, gute Charaktere, sehr vielschichtig. Und die Geschichte konnte mich richtig begeistern. Prickelnd, romantisch, humorvoll, alles genauso, wie ich es in einem Liebesroman erwarte.
Ein Buch mit zauberhaftem Sommerfeeling, genau das richtige für die lauen Sommernächte. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Schrei nach Frieden und Freiheit
Nur noch ein bisschen Glück von Ahrnstedt Simona
Eine Liebe zwischen den Fronten ein historischer Roman von Maria W. Peter (Lübbe Verlag)
"...Welch grausame Ironie des Schicksals!... So nah bei Madeleine und zugleich unendlich weit von ihr entfernt. Getrennt von einem über Jahrzehnte angestauten Hass zwischen ihren Ländern, der sich jetzt in aller nur erdenkbaren Grausamkeit entlud.
" Paul S.151
Juli 1870:
Eine ungünstige Zeit haben sich Paul, ein preußischer Arzt und die Französin Madeleine für ihre Verlobungsfeierlichkeiten ausgesucht. Napoleon III hat Preußen den Krieg erklärt. Bismarck hat es erwirkt und Paul wird als Stabsarzt des preußischen Heeres im Kampf gegen Frankreich einberufen. Die Wege der Liebenden trennen sich und Madeleine kehrt zurück in ihre Heimat, Metz. ...
Vor diesem Hintergrund zeichnet die Autorin ein Abbild des Deutsch-Französischen Krieges. Anhand von Einzelschicksalen und detaillierten Einblicken in die zeitgemäßen Geschehnisse von 1870 bis 1872 bekommt diese Geschichte eine wahrhaftige Tiefe mit äußerst aufwühlenden Passagen. Das ein oder andere Mal stimmen die Geschehnisse traurig. Doch dank des einfühlsamen Schreibstils der Autorin fügen sich warme Momente, ermutigende Begegnungen, hoffnungsvolle und lehrreiche Erkenntnissen in die komplexe Handlung ein. Der Drang nach Freiheit, der Wille zu Überleben und die Macht der Liebe sind in diesem atmosphärisch dichten Roman zu spüren. Neben historischen Persönlichkeiten agieren ganz unterschiedliche, fiktive, charakterstarke Figuren. Gerade Paul hat mich mit seiner besonnen Art begeistern können. Und auch Clement, Madeleines Bruder, eine ganz toll geschriebene Figur im Buch! Die unterschiedlichen Handlungsorte wie Coblenz, Saarbrücken, Metz oder Paris bestechen durch authentische Beschreibungen und lebhafte Bilder. Die Lokalitäten, Hintergründe und historischen Details sind sehr gut herausgearbeitet und bieten neben dem uneingeschränkten Lesegenuss einen großen Informationsgewinn.
Dank der den Kapiteln vorangestellten Orts-und Zeitangaben findet man sich sehr gut in der Geschichte zurecht. Im Nachwort beleuchtet der Autorin historische und persönliche Hintergründe. Eine Karte von 1870, ein Glossar, französische Übersetzungen und ein Personenverzeichnis runden den Roman ab.
Fazit: Die Autorin verpackt die Geschichte zweier Nationen in einen bewegendes Historiendrama. Dieser ergreifende Roman ist ein Zeitabriss deutsch-französischer Rivalitäten, eine Liebesgeschichte und zugleich ein Lehrbuch der Geschichte unter dem wachsamen Blick der eigenen Familiengeschichte der Autorin Maria W. Peters. Die umkämpfte Grenzregion Elsass und Lothringens wurden im Laufe der Zeit immer wieder zwischen den Mächten hin-und hergerissen. Die Verpackung für diese Auseinandersetzungen, Spannungen und zukünftige Hoffnungen ist der Autorin richtig gut gelungen. Hochinteressant und unterhaltsam auf hohem schriftstellerischen Niveau konnte sie mich wieder einmal restlos begeistern!
Rezensionen von mamaofhannah07:
Sympatische Piepmätze
Die siehst du! von Michael Schmolz
Die siehst du! Die Vögel um dich herum – der Kosmos Naturführer von Michael Schmolz
"Auch ein singendes Rotkehlchen an einem Wintermorgen, wenn es sonst im Wald ganz still ist, kann Glücksmomente auslösen. Man muss nur offen dem Schönen gegenüber sein und vor allem aufmerksam. ..."
Dieser Vogelführer spürt der Faszination der heimischen Vogelarten nach.
Diese Tiere sind inspirierende Lebewesen, die unsere Augen und besonders unsere Ohren erfreuen. Mit der übersichtlichen Sortierung der 139 Vogelarten nach Besiedlungsgebieten und Lebensräumen, wie Innenstadt, Wohngebiet und Dorf, Park und Stadtwald sowie Teich, Fluss und See erschließt sich ein kompaktes, handliches Werk. Der Autor beschreibt jede Vogelart mit dem deutschen und lateinischen Namen, Größe, Gewicht, Stimme sowie einem beschreibenden Text mit Besonderheiten, Merkmalen und ähnlichen Arten. Die zahlreichen, anschaulichen Fotos ergänzen die Erläuterungen perfekt. Abgerundet wird dieses Nachschlagewerk von ausgebüxten Neuzugängen und einem informativen Serviceteil. Herausgekommen ist ein Band, der uns facettenreich und ansprechend vor Augen führt, wie diese kleinen gefiederten Nachbarn ticken.
Fazit: Mir haben die Zeilen viel Spaß gemacht. Ich gehe jetzt mit offen Augen zum täglichen Spaziergang über die Wiesen und durch den Wald, beobachte die Vögel in unserem Garten oder lausche ihrem Gesang. Michael Schmolz schreibt praktisch, informativ, modern, klug mit einer grandiosen Liebe zum Detail beim Text sowie den Fotografien. Die siehst du ist mir bis dahin ein treuer Begleiter geworden. Ein besonderer Bonus beinhaltet dieses Buch. Mit dem Herunterladen der Kosmos-Plus-App bekommt man die Möglichkeit, sich die 119 Vogelstimmen der vorgestellten Arten anzuhören. Es lohnt sich die fliegenden Mitbewohnern näher kennen zu lernen, mit dem Kosmos-Naturführer macht das doppelt Spaß!
Rezensionen von Ele:
Christina backt mit Kindern
Kinder backen mit Christina von Christina Bauer
Kinder backen mit Christina, Kochbuch von Christina Bauer, 176 Seiten, mit Fotografien von Nadja Hudovernik und Katharina Mühlbacher, erschienen im Löwenzahn-Verlag.
Leben. Entdecken. Kosten. Spielen. Spaß haben
Christina Bauer ist bekannt durch ihre Backbücher, ihren Blog und ihre einfachen aber qualitativ hochwertigen Rezepte.
Mit der Zeit ist daraus eine regelrechte Backen-mit-Christina-Bewegung entstanden und Christina ist weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt.
Vorliegender Band enthält 30 einfache Rezepte, mit Geling-Garantie und viele spannende Geschichten rund um den Bauernhof. Das Buch gliedert sich in 5 Teile:
1. Eine Einführung
2. Alles über die Zutate
3. 8 Tipps fürs Backen mit Kindern
4. Rezepte
5. Komm mit auf unseren Bauernhof
Im 2. Teil werden die Zutaten und ihre Herkunft bzw. die Herstellung vorgestellt. Vom Mehl über Milchprodukte, Öle und Eiern bis hin zu den Gewürzen, gibt es viel Wissenswertes über die Zutaten zu erkunden die in den anschließenden Rezepten Verwendung finden. Reich bebildert z.B. wie man Butter selbst herstellen kann.
Zu Teil 4: In einfachen und übersichtlichen Schritten werden die Rezepte aufgeführt. Es ist wirklich ganz einfach, nach Vorschrift leckere Brötchen, Hefegebäck, Kuchen, Pizza, Muffins und Kekse mit den Kindern herzustellen. Die Zutaten sind in einer Extraspalte übersichtlich aufgeführt. Die Schokomuffins und Apfeltaschen, sowie die Schneckenbrötchen, die ich ausprobiert habe, waren anhand der Rezepte sehr leicht nachzubacken und das Ergebnis sah genauso aus wie die Backwaren im Buch. Geschmeckt hat es sehr lecker! Die Apfeltaschen musste ich am nächsten Tag noch einmal herstellen, die kamen bei meiner Familie sehr gut an.
Der größte Teil des Buches jedoch ist der 5. Teil. Hier kann man lesen was Bäuerinnen und Bauern auf ihrem Hof machen, z.B. wie die Tiere versorgt werden. Wie ein Jahr auf dem Bauernhof, im Verlauf der Jahreszeiten abläuft. Der Bauerngarten und was dort wächst wird ebenfalls erklärt. Zum Schluss ist beschrieben wie sich Ferien auf einem Bauernhof gestalten könnten.
Das Buch ist wirklich reizend gestaltet und mit wunderbaren Bildern illustriert. Anfangs hat es sehr stechend chemisch gerochen, doch der Geruch war nach einem Tag auf der Terrasse verflogen. Die von mir getesteten Rezepte funktionieren und sind lecker. Kinder aber auch Erwachsene können mit diesem Buch das Leben auf dem Bauernhof gut kennenlernen. Und nebenher lernen wie man selbst Butter, Joghurt und auch Marmelade herstellen kann. Für Leser die mit ihren Kinder backen wollen hervorragend geeignet. Leider habe in diesem Buch etwas anderes gesucht. Ich wollte einfache Rezepte nach den bewährten Christina Rezepten, die man mit Kindern einfach nachmachen kann. Die ganzen Informationen drum herum über Landwirtschaft und Leben auf einem Bauernhof, haben mich nicht interessiert. Dafür sind mir 30 Rezepte einfach zuwenig gewesen. Ich werde dieses Buch an eine Bekannte weitergeben, die mit ihrer Familie auf dem Bauernhof lebt, Ihre Kinder sind auch im Alter der Bauer-Kinder. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Ich habe einfach etwas anderes erwartet. Von mir deshalb 3 Sterne.
Rezensionen von *RC*:
Naturwunder Wald
Lotta entdeckt die Welt: Im Wald von Sandra Grimm
In diesem wunderbaren lehrreichen Bilderbuch begleiten wir Lotta, ihren Opa und Hund Zottel auf einem Spaziergang durch einen heimischen Wald. Auf 16 farbenfrohen Seiten mit kindgerechtem Text wird hier eine schöne kleine Alltags-Abenteuer-Geschichte erzählt. Viele Waldtiere wie Eichhörnchen, Rehe, Igel, Waldmäuse gilt es hier zu entdecken.
Besonders gelungen finde ich, dass der Handlungsort - der Wald - fotografisch dargestellt ist, die Protagonisten auf diesen realen Hintergrund gezeichnet sind. Ich habe die Protagonisten, Lotta, das aufgeweckte kleine Mädchen mit ihrer knalligen gelben Jacke und dem süßen Lächeln gleich ins Herz geschlossen. Auch Zottel, der Hund, ist ein echt knuffiges Kerlchen. Und der Opa mit seinem Fernglas, der Lotta viel erklärt, ist echt klasse.
Neben der Tatsache, dass der Text gut verständlich geschrieben ist, ist dieser auch in der optischen Darstellung oftmals verspielt dargestellt - passend zur Wortbedeutung: klein (kleine Schrift), groß (große Schrift), hochgestellt, wortmalerisch halt!
Die Bilder laden auch immer ein, selbst Tiere in den Bäumen, auf Stämmen oder so zu suchen.
Nach dem Lesen dieses Buches wird die Lust auf einen Spaziergang durch die Natur bestimmt geweckt. Lottas Tatendrang ist echt ansteckend und animierend!
Das Buch ist im Ravensburger Verlag (Reihe: Mein NaturStart) erschienen und richtet sich an junge Leser ab 18 Monate. Dadurch dass das Buch ein mit abgerundeten Ecken quadratisches Format hat, es sich um dicke, stabile Pappseiten handelt, können auch schon die Kleinsten darin blättern, was zudem auch die Feinmotorik schult.
Ich bin gespannt, wie viele Entdeckungsreisen Lotta noch macht (oder ein anderes Kind).
Für das Buch gebe ich die absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen!
Rezensionen von Ele:
Operation Judas
Der rote Judas von Thomas Ziebula
Der rote Judas, Kriminalroman von Thomas Ziebula, 380 Seiten, erschienen im Wunderlich Verlag.
Leipzig 1920, der Krieg ist vorbei, das Töten nicht.
Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig zurück. Dort kann er sofort als Kriminalinspektor an seinen alten Arbeitsplatz in die Wächterburg in Leipzig zurückkehren.
Der schwer traumatisierte Stainer, wird mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert. Bei den Ermittlungen zusammen mit seinem jungen Kollegen Junghans, scheint es, als ob die Kriminaler direkt in ein Wespennest gestochen hätten, denn sie sind bei ihren Nachforschungen in Bereiche gestoßen, die den Widerwillen gewisser Amtsträger erregen. Was hat es mit der „Operation Judas“ auf sich?
64 spannende Kapitel aufgegliedert in zwei Teile, I – der Heimkehrer und II – der Ermittler. Obwohl durch die zahlreichen Charaktere und diverse Erzählstränge am Anfang etwas Verwirrung gestiftet wurde, hat es nicht lange gedauert und Lesefluss hat sich eingestellt. Durch die auktoriale Erzählweise schafft es Ziebula trefflich, die Ansichten der Täter wie auch die der Ermittelnden Beamten von allen Seiten zu beleuchten. Durch die bildhaften Beschreibungen z.B. S.10 Und dann beugte er sich so tief über die Schreibmaschine, als wollte er die Stirn hineinhauen, und seine Finger hieben, stachen und hämmerten weiter in die Tasten, und alles, was er sah, hörte und roch, verwandelte sich in Sätze und Absätze, und füllte Seite um Seite. Und durch den flüssigen Erzählstil fliegen die Seiten nur so dahin. Ich fühlte mich bestens unterhalten, die schlagfertigen Dialoge beleben die Geschichte.
Aktuell gibt es immer wieder Bücher, die in der Zeit zwischen den großen Kriegen angesiedelt sind. Ich bin eine begeisterte Leserin davon. In vorliegendem Band hat es der Autor hervorragend verstanden, Lokal- wie auch Zeitkolorit dem Leser nahezubringen, die politischen Geschehnisse der Weimarer Republik, die Versailler Verträge, Abdankung des Kaisers, Russische Revolution und Frauenwahlrecht kommen zur Sprache und lassen keine Zweifel in welcher Aera, die Handlung spielt. Eine bewegende Zeit, deutscher Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir die Figur Paul Stainer, seine posttraumatische Belastungsstörung und die damit verbundenen Albträume und Halluzinationen sind glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Alle Charaktere sind hervorragend gezeichnet und haben Tiefe, die guten wie die Bösen. Unvorhergesehene Geschehnisse konnten mich immer wieder überraschen, Spannung ist vorhanden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Faszinierend waren die Methoden, die den Ermittlern zu der Zeit zur Verfügung standen, da liefern sich Gangster und Polizei, Schießereien auf offener Straße, Einbrecher haben noch Stethoskope und Schweißbrenner dabei. Täter flüchten mit der „Elektrischen“. Das alles hat mir gut gefallen.
Ein weiterer interessanter Aspekt, die Lage der Ehefrauen, die in Kriegszeiten und evtl. anschließender Gefangenschaft ohne Nachricht und Lebenszeichen ihrer Männer neue Beziehungen eingingen und bei der Rückkehr ihrer Gatten somit heikle Situationen geschaffen haben.
Gerne würde ich Paul Stainer und seinen sympathischen Kollegen Siegfried Junghans noch auf weitere spannende Ermittlungen begleiten, da hoffe ich mal auf weitere Folgen. Vorliegendes Buch hat mich auch auf die anderen Bücher Ziebulas, seine Gedichtbände, Kinderbücher und Fantasy-Epen neugierig gemacht. Eines ist gewiss, „Kriminalromane“ kann er hervorragend und deshalb dafür 5 verdiente Sterne.
Rezensionen von Gaby 2707:
Hier kann jeder kreativ werden
Lieblingssteine von Christine Rechl
Gegenüber unserer Wohnanlage hat ein Kinder- und Jugendtreff an der Straße entlang viele bunt bemalte Steine ausgelegt. Immer wieder habe ich mir gedacht, dass ich auch gerne so malen und gestalten können würde. Dann habe ich das Buch „Lieblingssteine - Steine bemalen zum Freuen, Behalten und Verschenken von Christine Rechl bekommen.
Ich war total begeistert. Und nicht nur ich.
Zusammen mit unserem Enkel bin ich los und wir haben Steine gesammelt, uns im Bastelgeschäft zum Ausprobieren mit wasserfesten Filzstiften und UV-Lack eingedeckt und dann ging´s los.
Naja, die ersten Versuche waren nicht so toll. Aber mit der Zeit haben wir dank der tollen Tipps aus dem Buch wunderschöne Steine angefertigt.
Christine Rechl erklärt ganz genau, was ich bei der Vorbereitung und beim Finish beachten muss. Neben einer kleinen Steinkunde weiß ich nun, was ich zum Bemalen alles brauche, sie stellt mir die verschiedensten Stifte, Pinsel, Farben und Tuschen vor. Ich lerne die Freu-Fische und die Hab-mich-lieb-Katzen und -Hunde, die Papunya-Tula-Schafe sowie das verträumte Einhorn kennen. Naja, bis ich das auf einen Stein bekomme, wird es wohl noch eine Weile dauern. Mir persönlich gefallen die „Magischen Symbole“ und die „Runen-Orakel“ sehr gut. Unser Kleiner möchte die Einschlaf-Steine haben oder selbst malen.
Zum Schluss bekomme ich noch jede Menge Vorlagen mit Katzen, Lily & Leo und Hunden. Inspiration und Ideen bekomme ich ebenfalls von den vielen buntbemalten Steinen auf Tellern und in Schüsseln, die überall im Buch verteilt sind.
Ein wunderschönes bunt bebildertes Buch für alle, die ihre Kreativität an Steinen ausprobieren möchten. Für Anfänger, wie mich und unseren Enkel. Aber auch für Fortgeschrittene und alle Menschen, die kreativ gestalten und sich ausdrücken wollen.
Ein inspirierendes Buch, das von uns die volle Punktzahl von verdiente 5 Sternen bekommt.










