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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Bereits jetzt eines meiner Lesehighlights des Jahres 2020!

Hate Notes von Vi Keeland; Penelope Ward

Dieses Buch ist einfach einzigartig, ich bin restlos begeistert!

Von den Autorinnen Vi Keeland und Penelope Ward hatte ich bereits die Rush Serie (- "Rebel Soul" und "Rebel Heart" -) gelesen und wusste, dass ihr wundervoller Schreibstil mich auch dieses Mal gewiss nicht enttäuschen würde.

Versteht mich bitte nicht falsch, die Rush-Dilogie hatte mir ganz gut gefallen (auf einer Skala von 1 bis 5: solide 4 Sterne) – aber "Hate Notes" ist eine ganz andere Liga. WOW!! Hier wären eher 10 funkelnde Sterne angebracht.

Handlung:
Für Charlotte kommt es knüppeldicke: Verlobter weg, Job weg. Durch Zufall ergattert sie eine Anstellung bei der ebenso erfolgreichen wie liebenswerten Iris, für die sie fortan als Assistenz arbeiten wird. Allerdings ist diese Position in verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt und Charlotte ist somit zeitgleich zur persönlichen Assistentin von Reed Eastwood – Iris‘ Enkel – geworden, mit dem sie erst kürzlich eine äußerst peinliche Auseinandersetzung gehabt hat...als sie noch dachte, sie würden sich nie wieder begegnen. Auch Reed reagiert gereizt auf die neue Angestellte und zeigt sich alles andere als kooperativ. Einzig Iris ahnt, dass Charlotte und Reed füreinander geschaffen sein könnten. Doch Reed hat gute Gründe, sich niemals mehr auf eine Beziehung einlassen zu wollen…

Figuren:
Reed Eastwood ist ein Hottie par excellence – attraktiv, gebildet, loyal und unter der harten Schale, die nach außen hin durchaus unterkühlt und arrogant wirken kann, schlägt ein Herz aus Gold. Sein trockener Humor ist der Knüller! Wie gerne hätte ich ihm so manche traurige Erfahrung erspart. Mitten in Reeds durchgetakteten Arbeitsalltag platzt der liebenswerte, lebenshungrige Wirbelwind namens Charlotte Darling und ich wage zu behaupten, dass kein Mann von Verstand sich ihrem Charme entziehen könnte. Von allen Büchern, die ich je in meinem Leben gelesen habe (- und glaubt mir, das waren einige -), ist Charlotte mit Abstand die sympathischste weibliche Hauptfigur, die mir jemals begegnet ist. Sie ist schlagfertig und kess, ambitioniert, gleichermaßen verträumt wie realistisch, warmherzig…wahrhaftig ein Darling, ein richtiger Schatz! Ich wäre gerne mehr wie sie und habe diesbezüglich einige Denkanstöße vom Roman erhalten. Auch die Nebenfiguren Iris und Max haben mich komplett für sich eingenommen und passen in diese Geschichte wie die Kirsche aufs Sahnehäubchen.

Schreibstil:
Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptprotagonisten. Oftmals stehe ich in Liebesromanen eher der weiblichen Figur nahe, in diesem Fall habe ich mich jedoch auch in Reed wunderbar hineinversetzen können. Mehr noch, ich konnte seine Denkweise, seine Argumente so gut nachvollziehen. Vor allem die erste Hälfte des Romans strotzt vor frechen, witzig-spritzigen Kommentaren und einer angenehm lockeren Erzählweise. Ab Mitte der Handlung haben mich die Tiefgründigkeit aufgrund des überraschenden Turning Points und die Erkenntnis, dass all die kleinen, vorab unauffällig eingestreuten Details sich zu einem vollständigen Puzzle zusammensetzen, wuchtartig überrollt. War ich bis dahin von der Geschichte fasziniert, hatte sie mich nun vollends in ihren Bann gezogen. Dass die ursprüngliche Leichtigkeit trotz ernster Elemente erhalten blieb, hat mich ungemein beeindruckt. Was für ein lebensbejahendes Werk! Die Autorinnen werden nicht ohne Grund als Erfolgsduo bezeichnet; sie verstehen es, Bilder und Emotionen in ihren Lesern hervorzurufen, die noch lange nach Beendigung der Lektüre nachwirken. Die Dialoge sind ein Traum! Man spürt förmlich in jedem Wortgefecht, wie sehr die Funken zwischen Charlotte und Reed sprühen und dass sich alles zu einem gewaltigen Feuerwerk der Gefühle aufbaut. Es knistert gewaltig! Dabei wird auf jeglichen Kitsch verzichtet, alle Gespräche wirken absolut authentisch und glaubwürdig. Ich habe noch nie zuvor so viele berührende Zitate in einem einzigen Roman entdeckt und hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Hier hat einfach alles gepasst. Apropos 'perfekt': auch die Covergestaltung ist weitaus durchdachter, als man zunächst vermuten würde...

Fazit: Überraschend tiefgründig und emotional, herrlich witzig und lebensnah, voller Schmunzelmomente und Augenblicke, in denen man die Protagonisten am liebsten in den Arm nehmen möchte… Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch!

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Rezensionen von Petra:

MANOMAMA

Heimat muss man selber machen von Sina Trinkwalder

Ich hatte schon von Sina Trinkwalder und ihrer vor einigen Jahren gegründeten besonderen Textilfirma gehört. Es hat mich sehr interessiert mehr über diese Frau und ihre Firma zu erfahren. Die von Frau Trinkwalder gegründete ökosoziale Firma bietet Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nur schwer oder gar nicht zu vermitteln sind eine zweite Chance.

Hier werden Langzeitarbeitslose, Migranten, Alleinerziehende, Ältere beschäftigt.
In ihrem Buch beschreibt Sina Trinkwalder wie sie das Leben ihrer hundertvierzig Mitarbeiter und deren Haltung sich selbst und anderen gegenüber verändert hat.
" Menschen geben sich wechselseitig »Heimat«, wenn sie sich mit Wertschätzung und Fairness begegnen, das funktioniert regional wie national und global. "Diese Erkenntnis teile ich.

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Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:

Falsche Erwartungen geweckt

American Spy von Lauren Wilkinson


,,Weit mehr als ein Spionagethriller", soll Barack Obama über ,American Spy' gesagt haben. Vielleicht hätte er besser ,,gar kein Spionagethriller" sagen sollen . Offensichtlich hat sich der Tropen-Verlag dazu hinreißen lassen, das Buch mit einem verkaufsfördernden Etikett zu versehen.

Allerdings wird man dem Roman dadurch in keinster Weise gerecht und weckt beim Leser völlig falsche Erwartungen.
Einzig die Eingangssituation, in der Marie Mitchell nachts in ihrem Haus von einem bewaffneten Mann angegriffen wird und ihn erschießt, weist thrillermäßige Spannung auf. Danach liest sich der Roman teilweise eher wie eine Art Rechenschaftsbericht, in dem Marie Mitchell ihren Kindern von ihrem Leben als amerikanische Spionin erzählt und wie sie von ihrer Geheimdienst-Vergangenheit eingeholt wird. Sie formuliert das als eine Art schriftlichen Nachlass, den ihre Söhne lesen sollen, wenn sie alt genug dafür sind.
Nach dem nächtlichen Angriff flieht Marie Mitchell mit ihren Söhnen zu ihrer Mutter nach Martinique. Dort erfährt man, wie sie in den Achtzigern als erste schwarze Geheimagentin beim FBI anfängt. Obwohl sie sehr gut in ihrem Job ist, muss sie sich mit Büroarbeiten und Papierkram abgeben. Doch dann wird ihr plötzlich die Teilnahme an einer Geheimoperation angeboten. Sie soll Thomas Sankara, den sozialistischen Präsidenten von Burkina Faso ausspionieren. Und Marie verliebt sich in den charismatischen Mann, was ihre Mission, aber auch sie selbst in große Gefahr bringt.
Man erfährt in dem Roman viel über Rassismus und Diskriminierung, die Verwicklungen und Intrigen der Geheimdienste, über das Leben als Spion, das nie ein privates ist, aber auch über politische und historische Entwicklungen in den USA und in Afrika
Dennoch konnte mich ,American Spy' leider nicht so recht packen, was nicht so sehr an der Thematik liegt, die durchaus interessant ist. Doch die rückblickende Perspektive Marie Mitchells und der tagebuchartige Stil ließen zu wenig Spannung aufkommen.

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Rezensionen von yellowdog:

vom sterben

Mutter von Melitta Breznik

Melitta Breznik ist Schriftstellerin und Ärztin, arbeitete in der Psychiatrie und hat mit „Mutter. Chronik eines Abschieds“ ein Buch über ihre 90jährige Mutter geschrieben. Bei der alten Frau wird Krebs ohne Heilungschancen festgestellt. Die Autorin schildert detailliert die letzten Monate, die ihre Mutter zu Hause verbringt.

Die Mutter ist noch geistig klar und eigenständig, aber durch die Krankheit bedarf sie Pflege und das und die Sterbebegleitung leistet Melitta Breznik.
Die Mutter ist eine würdevolle Persönlichkeit, manchmal stur.

Es kommen die Erinnerungen an die Vergangenheit und die manchmal nicht einfache Beziehung zwischen ihnen. Auch Melitta Brezniks Vater, der schon lange verstorben ist, wird mal erwähnt. Über ihn hat die Autorin auch schon geschrieben.

Wie Melitta Breznik ihre Erfahrungen mit dieser Situation beschreibt ist überaus respektvoll und spricht mich auch aufgrund der literarischen Qualitäten sehr an.

Das Buch ist nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2020 und ich halte das Buch trotz des Themas für chancenreich.

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Rezensionen von Gudrun7:

vielfältige Hilfe - oftmals mit einem Augenzwinkern

Mutter von Melitta Breznik

Das Cover hat mich überrascht, denn in natura sieht es wertvoller aus als am PC. Man erkennt die Liebe zum Detail. Wert gelegt wurde sowohl auf Stimmigkeit, wie auch auf Haptik.

Diese Bestandteile finden sich auch im Innenteil, denn das Geschriebene wird unterstrichen durch viele Beispiele mittels Bildern, Skizzen und Ähnlichem.

Der humorvolle Schreibstil hat es mir angetan. So erläutert die Autorin die Tipps, Tricks und das Wie und Warum auch oft mit einem Augenzwinkern. Schmunzeln war hier für mich auf jeden Fall mit dabei.

Sicherlich benötigt es einige Zeit, um die vielfältigen Hilfestellungen gekonnt umzusetzen. Aber, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und der Lernprozess muss hier eben etwas sacken und sich dann Stück für Stück entwickeln. Dadurch gelingt die eigene Schreibe gelungener.

Nur überflogen habe ich auch einige Abschnitte. Dies liegt aber an der großen Auswahl der Unterstützung. Die einen passen für den jeweiligen Menschen besser und die anderen weniger. Das sehe ich als positiven Aspekt, denn so erkennt man, dass Vera Anders sich Gedanken für die unterschiedlichsten Bedürfnisse gemacht hat.

Mein Fazit: vielfältige Hilfe - oftmals mit einem Augenzwinkern

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Rote Stiefel und gelbe Rosen

Eisblumenwinter von Anne Barns

Die drei Schwestern Rina, Pia und Jana haben die Leser*innen bereits in "Drei Schwestern am Meer" kennen gelernt. Dort ging es um Rina und Oma Annie - und um ihre Familiengeschichte.

Etwas mehr als zwei Jahre nach diesen Ereignissen, am ersten Advent, sitzen wir mit den Schwestern, Oma Annie, deren Schwester Erika und Nachbarin Thea in Annies gemütlichem Haus und erfahren beim Kuchenessen, dass es noch mehr Geheimnisse gibt im Familienstammbaum.

Denn plötzlich stehen die von Annie vermissten roten Stiefel vor ihr. Das Rätsel um diese speziellen Stiefel wurde bereits im ersten Band angesprochen - und hier gelöst. Es stellt sich daraus, dass Erika und Annies Tante, die 95jährige Hedwig, noch lebt.

Was Hedwig mit den roten Schuhen zu tun hat, erfahren wir auf eine spannende Weise, denn die Familiengeschichte ist sehr interessant und birgt einige Überraschungen für alle Beteiligten.

Während Annie sich auf die Begegnung mit Hedwig freut, hat Pia Kummer. Ihr stellt sich die Frage: Nordsee oder Ostsee? Sie liebt Paul, aber der will nicht von Juist weg, und Pia möchte auf Rügen bleiben. Ob ihre Beziehung so eine Chance hat, steht in den Sternen. Auch Jana hat ein Beziehungsproblem, denn sie ist sich auf einmal nicht mehr sicher, ob sie ihren Freund Hendrik oder einen andern liebt. Rina hingegen ist sich mit Miro sicher, doch der spricht plötzlich von einem Umzug nach Polen, was Rina sich nicht vorstellen kann.

Doch die Probleme der Schwestern werden nicht in den Vordergrund gepackt. Da steht ganz klar die Verwandtschaftsgeschichte - die Gründe, weswegen Tante Hedwig plötzlich aus Annies Leben verschwand.

Daneben wird natürlich auch viel gebacken, gekocht und genossen. Mir gefiel die adventliche Frauenrunde und die gemütliche, positive Stimmung in der Geschichte, die Autorin Anne Barns vermittelt. Es braucht nicht in allen Roman eine Drama Queen oder viel Streit, frau kann auch schöne Romane schreiben ohne superdramatische Twists oder schwierige Charaktere. Das mag ich sehr in Anne Barns Romanen und das kommt auch in "Eisblumenwinter" zum Tragen. Zum sich Wohlfühlen trägt zudem bei, dass die Autorin ein Auge auf Kleinigkeiten legt. Details wie die bezaubernden Lampenfrauen zum Beispiel, oder die diversen Karamellvarianten - einfache, aber schöne und wohlschmeckende Dinge.

Nach zwei Romanen fühlt man sich auch schon fast als Cousine oder Tante der drei Schwestern und würde natürlich seine Verwandten gerne wieder einmal "sehen". Deshalb bin ich nun gespannt, ob wir der sympathischen Frauenrunde wieder einmal, sei es im Advent oder in irgendeiner anderen Jahreszeit, begegnen werden.

Fazit: Ein schöner "Einkuschel"-Roman, den man sich am nächsten Wochenende gönnen sollte. Spätestens aber am ersten Adventswochenende solltet ihr "Eisblumenwinter" lesen - dann habt ihr das perfekte Buch-lese-Date!
4 Punkte.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wie Giesbert in die Regentonne kam

Giesbert in der Regentonne von Daniela Drescher

Giesbert ist ein kleiner Wicht in einer grünen Latzhose und einem grünen Blatthut auf dem Kopf. Er lebt in der Regenrinne eines alten Hauses. Eines Tages, als es gar nicht mehr aufhören will zu regnen, rutscht er durch die Regenrinne davon und fällt in ein altes Weinfass, das als Regentonne genutzt wird.

Von hier aus startet er nun seine Abenteuer und lernt viele Freunde kennen…

Nachdem ich „Giesbert und der Gluckerbach“ zusammen mit meinem kleinen Enkel angeschaut und gelesen habe, war er so begeistert von dem kleinen Wicht, seinen Freunden und den Geschichten, die sie zusammen erleben, dass ich sofort die anderen beiden Bücher aus dieser Reihe auch noch gekauft habe.

Dieses ist das erste Buch der Reihe und erzählt in einer kindgerechten Sprache, wie Giesbert aus der Regenrinne ungewollterweise in der Regentonne gelandet ist. Zuerst muss er auch noch seine Flöte suchen, die zu ihm gehört wie sein grüner Blätterhut. Dann macht er sich auf und erlebt verschiedene Abenteuer. Er trifft z.B. ein hungriges Rotkehlchen, freundet sich mit dem für ihn riesigen Kater Munz an, bekommt Husten und hat Liebeskummer. 15 kleine Geschichten sind auf 110 Seiten verteilt und lassen sich, da sie nicht so lang sind, sehr gut auch als Gute-Nacht-Geschichten lesen.
Ganz besonders finde ich auch die wunderschönen Illustrationen. Die Bilder sind so farbenfroh gestaltet und es gibt so vieles zu entdecken, dass wir uns zuerst den Bildern gewidmet haben und dann die Geschichten lesen.

Die Giesbert-Bücher werden bei uns immer wieder aus dem Bücherschrank geholt. Dank des harten Einbandes und der etwas dickeren Seiten hat es bisher auch gröbere Behandlungen gut weggesteckt.

Ein wunderbares Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren, das ich absolut empfehlen kann.

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Rezensionen von Miro:

Wenn eine Freerunnerin stürzt ...

Bären füttern verboten von Rachel Elliott

Sydney ist 10 Jahre alt, als ihre Mutter im Urlaub tödlich verunglückt. Sie gibt sich selbst die Schuld daran und ihr Vater und ihr Bruder tief in deren Inneren eigentlich auch.

Die Familie zerbricht daran. Der Vater schafft es nicht sich und seine beiden Kinder aus seiner Trauer herauszuholen.

Er bleibt für immer allein. Jason, der Sohn zieht weit fort und versucht eine Familie zu gründen, doch auch seine Ehe scheitert und Sydney verliert sich im Freerunning und setzt mit diesem Extremsport ihre Beziehung aufs Spiel.

Als sie 40 wird, wagt sie endlich eine Reise an den Ursprung des Übels, St. Ives, an der Küste Südenglands. Mit ihren Stunts auf den Dächern der Kleinstadt mischt sie diese gehörig auf, bis sie abstürzt, denn für Sprünge über Hausdächer braucht man einen klaren Kopf und Sydney sitzt in ihren Gedanken fest.

Was dieser Sturz bei ihr und ihren Lieben bewirkt, wird hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: Der Sturz verändert alles.

Stilistisch ist das Buch ganz großartig aufgebaut. In kurzen Kapitel lernen wir verschiedenste Sichtweisen kennen. Da kommt auch mal ein Notizbuch oder ein Hund zu Wort und vervollständigt unser Bild der Protagonist*innen. In feinsinnigem Humor nähert sich der Autor dieser berührenden Tragödie und nimmt so seiner Geschichte an Schwere. Wir dürfen auch mal lachen bei der Lektüre, trotz der großen Trauer, die die Geschichte umfängt.

Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Exkurse, die immer wieder mal eingeschoben werden. Da kommt ein veganer Fleischer als Nebenfigur, der ebenfalls ein Gesicht bekommt oder der Autor verzettelt sich in den Kommentaren auf Social Media, was mich sehr zum Lachen brachte.

Ich mag solche multiperspektivischen Geschichten sehr und diese hier finde ich äußerst gelungen. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und kann es ohne Vorbehalte weiterempfehlen!

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Rezensionen von Miro76:

Wenn eine Freerunnerin stürzt ...

Bären füttern verboten von Rachel Elliott

Sydney ist 10 Jahre alt, als ihre Mutter im Urlaub tödlich verunglückt. Sie gibt sich selbst die Schuld daran und ihr Vater und ihr Bruder tief in deren Inneren eigentlich auch.

Die Familie zerbricht daran. Der Vater schafft es nicht sich und seine beiden Kinder aus seiner Trauer herauszuholen.

Er bleibt für immer allein. Jason, der Sohn zieht weit fort und versucht eine Familie zu gründen, doch auch seine Ehe scheitert und Sydney verliert sich im Freerunning und setzt mit diesem Extremsport ihre Beziehung aufs Spiel.

Als sie 40 wird, wagt sie endlich eine Reise an den Ursprung des Übels, St. Ives, an der Küste Südenglands. Mit ihren Stunts auf den Dächern der Kleinstadt mischt sie diese gehörig auf, bis sie abstürzt, denn für Sprünge über Hausdächer braucht man einen klaren Kopf und Sydney sitzt in ihren Gedanken fest.

Was dieser Sturz bei ihr und ihren Lieben bewirkt, wird hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: Der Sturz verändert alles.

Stilistisch ist das Buch ganz großartig aufgebaut. In kurzen Kapitel lernen wir verschiedenste Sichtweisen kennen. Da kommt auch mal ein Notizbuch oder ein Hund zu Wort und vervollständigt unser Bild der Protagonist*innen. In feinsinnigem Humor nähert sich der Autor dieser berührenden Tragödie und nimmt so seiner Geschichte an Schwere. Wir dürfen auch mal lachen bei der Lektüre, trotz der großen Trauer, die die Geschichte umfängt.

Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Exkurse, die immer wieder mal eingeschoben werden. Da kommt ein veganer Fleischer als Nebenfigur, der ebenfalls ein Gesicht bekommt oder der Autor verzettelt sich in den Kommentaren auf Social Media, was mich sehr zum Lachen brachte.

Ich mag solche multiperspektivischen Geschichten sehr und diese hier finde ich äußerst gelungen. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und kann es ohne Vorbehalte weiterempfehlen!

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Rezensionen von Sabine M:

Berührend, fesselnd, emotional - ein großartiges Buch

Kinder ihrer Zeit von Winter Claire

Januar 1945. Bei der Flucht aus Ostpreußen werden die elfjährigen Zwillinge durch einen dramatischen Zufall getrennt. Emma wächst bei ihrer Mutter in Westberlin auf. Alice wird von einem russischen Soldaten vor dem Tod bewahrt und in ein ostdeutsches Kinderheim gebracht. Zwölf Jahre später spielt wieder das Schicksal seine Karten aus und die beiden Schwestern treffen aufeinander.

Noch sind Besuche zwischen den Zonen problemlos möglich, aber die Fronten verhärten sich und der Mauerbau steht kurz bevor.

Claire Winters Roman hat mich schwer beeindruckt. Ihr Schreibstil ist berührend und fesselnd zugleich. Die häufigen Perspektivenwechsel und die meist recht knappen Kapitel bringen unheimlich viel Spannung. Alle Fäden werden am Ende geschickt zusammengeführt und verbunden mit einer genauen Recherche und der richtigen Mischung aus Spionagethriller, Familiendrama, Zeitgeschichte und, natürlich, ein wenig Liebe wird daraus ein grandioses Buch. 

Ich wünschte meine Geschichtslehrer hätten mir nur halb so viel vermitteln können, wie ich in diesem Roman über unsere Vergangenheit gelernt habe. Gut, dass es Autoren, wie Claire Winter gibt, die trockene Geschichtsfakten so interessant verpacken können, denn trotz der knapp 600 Seiten liest sich das Buch wie im Fluge. Man mag es gar nicht mehr weglegen und fiebert ständig mit den Protagonisten mit. Diese hat die Autorin so realistisch und authentisch geschaffen, dass man meint sie zu kennen. 

Die beiden Zwillingsschwestern wachsen zwar in unterschiedlichen Regimen auf und stehen auch dazu. Da kommt es natürlich zu Unstimmigkeiten und kontroversen Meinungen. Aber als nach und nach all die Grausamkeiten der Stasi ans Licht kommen, wird das Band zwischen den beiden wieder enger. Dieses interessante Detail aus der Zwillingsforschung hat Claire Winter geschickt in ihren Roman eingebaut. Ein weiteres Beispiel für ihre gründliche Arbeit.

Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, der sich für die deutsche Geschichte interessiert. Und Liebhaber von schönen Details kommen mit der geschmackvollen Gestaltung des Buches, den Landkarten im Umschlag und dem informativen Nachwort sowieso auf ihre Kosten. 

Der Roman selbst ist sehr facettenreich und trifft sicher so manchen Nerv, denn er lässt sich durch seinen ungewöhnlichen Mix gar nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen. Meinen hat er auf jeden Fall getroffen und ich muss mir unbedingt noch die anderen Romane der Autorin besorgen. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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