Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Kalmann ist einzigartig
Kalmann von Joachim B. Schmidt
Kalmann ist langsam, langsamer als andere Menschen, und er denkt viel und gründlich nach. Er ist anders als andere und geht seinen eigenen Weg- er ist behindert, sagen manche. Aber er ist in Ordnung, sagt sein Großvater.
"Kalman" ist die berührende Geschichte eines jungen Mannes, der in einem abgelegenen Dorf in Island sein Leben meistert.
Die Weisheit und allmähliche Demenz der Großvaters, der wirtschaftliche Abstieg des Dorfes und ein rätselhafter Tod werden hier meisterhaft und sensibel geschildert, spannend und voller Überraschungen bis zuletzt.
Unvergesslich ist die Schilderung über die Herstellung von Gammelhai – tatsächlich eine Spezialität in Island- und unvergesslich sind auch Kalmanns weise Erkenntnisse, allen voran die Einsicht "unter einem Eisbären kann es sehr dunkel sein."
Rezensionen von Manfred Fürst:
Wer sprachliche Eleganz zu schätzen weiß, wird an Gerhard Roths jüngstem Roman seine Freude haben
Die Hölle ist leer - die Teufel sind alle hier von Roth Gerhard
Emil Lanz fühlt sich wie ein einsamer Fisch in einem Aquarium, ein Sonderling, der die Bücher von Schriftstellern in andere Sprachen übersetzte und in dieser Zeit zu einer oder mehreren erfundenen Figuren in einer erfundenen Welt wurde (S. 23).
Er würde sich nicht aus Verzweiflung umbringen, sondern in einem Moment der Gleichgültigkeit und Leere.
Er wünscht sich einen nebensächlichen Tod, einen undramatischen, von Gleichgültigkeit begleitetes Sterben.
Roth hat ein Faible für Venedig und damit für ihre Geo- und Topographie, ihre locande, pizzerie, chioschi, alberghi und ospedali. Beeindruckend und sehr bereichernd die Schilderungen der historischen Hintergründe des venezianischen Ghettos und des jüdischen Museums.
Alles war Teil eines unendlichen, komplizierten Rätsels und wenn Lanz glaubte es gelöst zu haben brachte es weitere Rätsel hervor und wenn er diese löste, stieß er auf Widersprüche, die seine Hypothesen und Theorien in Frage stellten. Er fühlte sich in einen Irrgarten hineingeboren zu sein, aus dem er sein ganzes Leben vergeblich einen Ausgang suchte.
Lanz bummelte von der Außenwelt in seine Innenwelt und von seiner Innenwelt in die Außenwelt, er spürte wie verwirrt er war. Er konnte zuerst nicht unterscheiden, was gerade geschah und was Erinnerung war.
Emil/Emilio geriet in eine Drehscheibenwelt, in der sich die Drehscheiben synchron bewegen und niemand sie versteht und jeder, der ihm nahesteht, sich an jedem reibt, sich selbst beschädigt und zuletzt im Leerlauf dahinvegetiert. Kaum hat sich das Betthäschen Julia verflüchtigt, hat Emilio wieder ein neues gefunden – Caecilia.
Die kriminalistische Handlung ist nicht sehr glaubwürdig, eher eine Persiflage und verleitet zum Schmunzeln, ist doch Gerhard Roth in ganz anderen literarischen Gefilden zu Hause. Ein Lesegenuss auf alle Fälle.
Cover
Venedig und der Karneval sind untrennbar verbunden und mit ihm die Masken. Langenasenmasken sind in Karneval sehr beliebt. Charakteristisch für diese sogenannten Halbmasken, die nur Augen und Nasen bedecken, sind die langen Nasen. Auch wenn im Buchtitel „Teufel“ steht, ist die abgebildete Maske keine Teufelsmaske. Bei einer Teufelsmaske dominiert die Farbe ROT und die Masken haben keine lange Nase. Die Abbildung auf dem Cover ist die sehr beliebte Zani Halbmaske in Schwarz, die etwas Düsteres mit sich bringt. Der Erzählung nach trug der Tod einst diese Maske als er sein Unheil in Venedig trieb. Daraus entstand auch die Pestarzt-Maske, die von Dottore della Peste, die sich von der Zani Halbmaske in einem wesentlichen Detail unterscheidet, vor allem, weil sie WEISS ist.
Venedig Krimi-Tipps
Der Film „The Tourist” mit Angeline Jolie und Johnny Depp, 2010.
Neben unzähligen Autorinnen und Autoren, die Venedig als Krimischauplatz gewählt haben, ist Donne Leon der unerreichte Star unter ihnen: Die US-amerikanische Schriftstellerin Donna Leon (geboren 1942) lebt seit 1981 in Venedig und schreibt seit 1992 Jahr für Jahr einen neuen in Venedig spielenden Kriminalroman. Bis 2020 hat sie bereits 29 Krimis veröffentlicht, alle mit dem Commissario Guido Brunetti als Protagonisten.
Der Venedig-Klassiker von Daphne du Maurier „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ 1971/Film 1973 mit Julie Christie und Donald Sutherland.
Rezensionen von SAW:
Es hat funktioniert ...!!! :)
Zaubere Dein Leben von Rüdiger Opelt
Rezension von Lucky Explorer
Ich habe dieses Buch gelesen und gelebt! Ich war zu diesem Zeitpunkt 37 Jahre alt; Für mich war es ein wunderbarer roter Faden, der mich in den letzten 7 Jahren begleitet und in die Zukunft geführt hat! Ich habe bis heute alle meine gesetzten Ziele erreicht!! Meine Wünsche sind auch alle in Erfüllung gegangen.
Herzlichen Dank! Ich würde es sofort wieder kaufen, nur etwas früher ... :))
Rezensionen von SAW:
Sooo wahr!
Erst lieb ich mich, dann find ich dich von Rüdiger Opelt
Rezension von Manuela Guschelbauer
Sehr gut geschrieben und soooo wahr. Ohne Selbstliebe funktioniert gar nichts im Leben.
Dieses Buch ist sehr einfühlsam. Sollte auch jeder Mensch mal gelesen haben.
Rezensionen von SAW:
Echte Hilfe
Familienmuster von Rüdiger Opelt
Rezension von Andrea Taday
Danke. Kann diesem Autor nur danken, dass er Licht in diese, doch recht junge Wissenschaft der vererbten Traumen, gebracht hat. Mir persönlich hat es sehr viel erklärt und hilft auch nun die positiven Gefühle verstärkt fließen zu lassen. Die Ahnen geben einem nicht nur - und das ist nach dem Wegräumen des seelischen Schutts für mich nun möglich - die seelischen Belastungen mit, sondern auch ein großes Potential an schöpferischen Möglichkeiten.
- Darum macht man das alles. Um frei zu werden von den Belastungen, aber auch um seinen festen Platz im Leben einzunehmen, in dem die Kraft der Wurzeln von unten nach oben fließen kann. Die Früchte dieser Arbeit sind eine neue Standfestigkeit, die ihre Kraft aus dem Schmerz und dessen Heilung bezieht. Dann wird auch das Geschenkt dahinter, eine neue Resilienz erlebbar.
Wer also schon lange an seinen Lebensthemen tüftelt, und merkt, er kann sie weder wegmeditieren, wegbeten noch wegbesprechen, der sollte sich mal ganz von seiner Jetztzeit abwenden und den Blick zurück entlang der Kette der Ahnen wenden. Oft sitzt da der Schmerz. Und der wartet darauf, seine Erlösung zu finden.
Rezensionen von SAW:
Ein lesenswertes Buch, das neue Ansätze zum Verständnis deutscher Geschichte bietet!
Familienmuster von Rüdiger Opelt
Rezension von Literaturfreund
In seinem neuen Buch „Heiles Deutschland? – Geschichte, Lösungen, Zukunft“ widmet sich der Psychologe Dr. Rüdiger Opelt den Traumata aus 2.000 Jahre deutscher Geschichte. Dabei schreibt er jedoch nicht eine bloße Geschichtsabhandlung. Der Autor geht einen Schritt weiter und stellt einen oft übersehenen (bewusst oder unbewusst), aber gleichwohl wichtigen Aspekt in den Mittelpunkt seiner Betrachtung: das nationale Selbstwertgefühl der Deutschen.
Denn nur wenn man die Befindlichkeiten eines Volkes wirklich versteht (und verstehen will), ist eine umfassende Betrachtung und Beurteilung seiner Geschichte möglich.
Im ersten Teil des Buches analysiert der Autor fundiert das deutsche Gewalttrauma. Im zweiten Teil zeigt der Autor auf, welche Genozide die Deutschen im Laufe ihrer 2000-jährigen Geschichte ausgesetzt waren. Damit rührt er durchaus an tabu-besetzten Themen. Aber Dr. Opelt wäre nicht Psychologe, wenn er nicht im dritten Teil des Buches Wege aufzeigen würde, wie mit diesem Trauma umzugehen ist und wie Lösungen für die Zukunft aussehen könnten.
Fazit: Ein lesenswertes und gut zu lesendes Buch, das neue Ansätze zum Verständnis deutscher Geschichte und der Deutschen bietet.
Rezensionen von brauneye29:
Gute Unterhaltung
QualityLand 2.0 von Marc-Uwe Kling
Zum Inhalt:
QualityLand geht in die nächste Runde. Peter Arbeitsloser ist zum Maschinentherapeut aufgestiegen und schlägt sich nun mit Beziehungsproblemen von Haushaltsgeräten herum. Aber er hat beste Aussichten. Kiki Unbekannt wird verfolgt, Martyn Vorstand kämpft um den Levelaufstieg. Dies und noch viel mehr abstruses erwartet uns in diesem Band.
Meine Meinung:
Direkt vorweg: Ich finde, man muss den ersten Band unbedingt gelesen haben, sonst fehlen einem Vorkenntnisse und das wäre einerseits schade, andererseits macht es manches schwerer nachvollziehbar. Das Buch ist wieder einer wie ein kleines Irrenhaus. So viele abstruse Ideen, Dialoge, Geschehnisse hat der Autor sich wieder einfallen lassen, so dass es wieder ein ungeheuer unterhaltsames Buch ist. Auch wenn ich mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt habe, fand ich den ersten Band schon noch ein bisschen besser. Vielleicht weil eben jetzt schon das ein oder andere bekannt und zu erwarten war. Aber wer den ersten Teil mochte, sollte auch den zweiten Teil lesen.
Fazit:
Gute Unterhaltung
Rezensionen von April1985 :
Bezauberndes Gute-Nacht-Buch
Mein Puste-Licht-Buch: Wenn im Dunkeln Sterne funkeln von Christina Nömer
'Wenn im Dunkeln Sterne funkeln' ist ein bezauberndes, interaktives Bilderbuch von Marina Rachner und Christina Nömer.
Emma Ente, Fine Fuchs und Milo Maus sind kleine, müde Tierbabys. Sobald die Sternchen am Himmel leuchten, können die Tierchen gut in den Schlaf fallen. Gemeinsam mit meiner 13 Monate alten Tochter werden jetzt jeden Abend vor dem zu Bett gehen die Sternchen 'angepustet'.
Ja, richtig gelesen. Das Buch hat einen Sensor eingebaut. Sobald man auf diesen pustet, leuchten kleine Lämpchen am Sternenhimmel auf. Meine Tochter ist wirklich begeistert davon! Allerdings wäre es schön gewesen, wenn die Lichter ein bisschen länger leuchten würden, als ein paar Sekunden. Außerdem reagieren die Lämpchen auch wenn man leicht auf das Buch klopft.
Von der Aufmachung her ist das Bilderbuch wirklich hochwertig. Es besteht aus dicker, robuster Pappe. Bis jetzt hat es mein Töcherlein noch nicht geschafft das Buch zu zerreißen. Sie geht nämlich nicht gerade zimperlich mit ihren Buchschätzen um.
Die Illustrationen sind ebenfalls ganz toll. Große bunter Bilder mit knalligen Farben laden zum Bestaunen ein.
Von uns gibt's für das Buch aus der 'Mein Puste-Buch Reihe' eine klare Empfehlung und 4 leuchtende Sterne.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Laune der Charaktere färbt ab
Winter in Bloomsbury von Annie Darling
Die Reihe um den Happy-Ends-Buchladen in Bloomsbury steigerte sich von Band zu Band. Während mich in Band 1 Posy mächtig nervte, gefielen mir die Geschichten mit Nina und Verity gut bis sehr gut. Deshalb war ich gespannt, wie sich Mattie aus dem Café und Tom aus dem Buchladen im vierten Band nun schlagen.
Geschlagen haben sie sich oft, zum Glück ausschliesslich in einem verbalen Schlagabtausch, der es aber in sich hatte. Die zwei, die sich die leer werdende Wohnung oberhalb des Buchladen in Zukunft teilen dürfen, pflaumen sich fast kontinuierlich an. So heftig, dass es auf mich abfärbte und ich nach einer Stunde lesen im Zug, beim Aussteigen selbst jemand Nerviges anpflaumte.
Lachen hingegen musste ich, als ich einmal gerade eine Szene las, in der jemand vom Buchladen-Team für das kalte Wetter ungeeignet angezogen durch den Schnee lief und ich gleich danach beim Rolltreppe fahren auf der anderen Seite jemanden sah, der in T-Shirt und kurzem Rock bei gerade mal nasskalten 9° hinunter fuhr. Zugute halten kann man "Winter in Bloombury" also, dass die Lektüre die Leser*innen gefühlsmässig mitnimmt.
Die Story an sich konnte mich aber nicht überzeugen, denn neben den ewig streitenden Protagonisten, nimmt sich Posy hier hochschwanger viel zu wichtig und jammert endlos und übertrieben herum und kontrolliert ihre Mitarbeiter. Posy nimmt so viel Raum ein, dass die Geschichte um Mattie und Tom nicht zur Geltung kommt.
Mattie wäre eine interessante Figur. Ihre Gründe, weshalb sie Paris, Weihnachten und das Thema Liebe hasst, wurde glaubhaft skizziert. Tom hingegen bewahrte sein Geheimnis zu seiner Biografie bis fast zum Ende, seine Beweggründe hätte man aber früher und intensiver einbauen können. Gemeinsam haben sie ihren Hass gegen Weihnachten, bei Mattie wars klar, bei Tom weniger.
Wortwitz war wie immer vorhanden, der Humor leider zu oft übertrieben, geniessen konnte ich den Roman nicht. Mir fehlten die kleinen liebevollen Details wie in Band 2 den Bezug zu Jane Austen und in Band 3 zu den Brontë-Schwestern, mir fehlte Tiefgang und Romantik. Schuld daran war vor allem und für einmal mehr Posy, die mir ja schon in Band 1 mächtig auf den Wecker ging. Durch diese Drama-Queen kann sich die Story nicht entfalten, auch interessante Nebenfiguren wie Cluthbert gehen total unter.
Fazit: Emotional war ich beim und kurz nach dem Lesen total genervt, die Laune der Charaktere färbte ab auf mich. Deshalb ist die Lektüre von "Winter in Bloomsbury" eher etwas für Leute, die anstatt auf "fröhliche Weihnachten" auf "nervige Weihnachten" stehen.
3 Punkte.










