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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SAW:

Die durchgeknallte Lebensmittelindustrie...

Besser essen. Wie wir über unseren Teller die Welt gestalten. Den Kreislauf der Zerstörung stoppen: Bewusster Konsum für mehr Umweltschutz. Vom Initiator des Volksbegehren Tierschutz. von Sebastian Bohrn Mena

Was alles passiert, bis unser Essen auf den Tisch kommt, ist völlig verrückt. Schweine und Kühe werden gemästet, auf Doppelspaltböden ohne Platz werden nach wenigen Monaten geschlachtet, sind dann bereits schwer krank und voller Antibiotika, Kälber werden in den Libanon transportiert und dort bei lebendigem Leib geschächtet.

Turbokühe sind nach einem Jahr ausgelaugt, der Milchpreis wird von der EU gestützt, die Milch als Pulver wird nach Nigeria transportiert und richtet dort die Bauern zugrunde. Unsere Bauern bekommen kaum etwas für ihre Produkte. Schrimps werden von Deutschland nach Marokko und wieder zurück gekarrt, weil die Marokkanerinnen sie spottbillig schälen.
Mit diesem System werden nur wenige Große reich, alle anderen leiden, die Natur geht kaputt. So kann es nicht weitergehen.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen des Finanzkapitalismus“

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Rezensionen von SAW:

Diskussion?

Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe. Zwischen Panikmache und Wissenschaft: welche Maßnahmen sind im Kampf gegen Virus und COVID-19 sinnvoll? ORIGINAL von Karina Reiss; Sucharit Bhakdi

Es ist in der Wissenschaft üblich, dass alle Argumente und Gegenargumente diskutiert und abgewogen werden. Auch wenn es eine Hauptmeinung gibt, bestehen doch alle Gegenargumente weiter und nicht selten gewinnen die auf lange Sicht die Oberhand. Drosten gegen Bhakdi das wäre doch ein spannendes Gespräch und jeder Zuhörer könnte sich seine eigene Meinung bilden.

De facto gibt es diese 2 Parteien, was Corona betrifft und es stimmt doch verdächtig, wenn eine Partei gewissermaßen ex cathedra spricht und keinen Widerspruch duldet. Ich jedenfalls finde Bhakdis Argumente sehr überzeugend und die gegenwärtige Panikmache für die Gesellschaft längst existenzgefährdend.
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Medizin ohne Seele. Wie man Chronisch Kranke züchtet"

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Rezensionen von SAW:

Eine KInderreise in die Natur

Layla im Land des Schneekönigs von Reinhold Messner

Der Schneekönig/die Schneekönigin ist eine alte archetypische Gestalt, die für den Winter, die Seele in Ruhe, die Anderswelt und vieles mehr steht. Bei Reinhold Messmer steht sie für die Berge, die er kennt wie kein anderer. Nachdem die KInder in der Stadt immer naturferner aufwachsen, versucht er ihnen in diesem Buch den Zauber der Natur und der Höhen nahezubringen und damit die Sehnsucht nach dem Bergwandern zu wecken.

Das gelingt ihm ganz gut. Wunderschöne Bilder des Illustrators, kindgerecht!
Dr Rüdiger Opelt, Autor von "Das Glück der Kinder. Wie Erziehung gelingt"

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Rezensionen von Bibliomarie:

Horrido und Halali

Waidmannsruh von Alexandra Bleyer

Ein kapitaler Einserhirsch sorgt im Mölltaler Revier von Aufsichtsjäger Flattacher für Aufregung. Vinzenz Hinteregger hatte ihn schon vor der Büchse, da kommt ihm ein Jäger zuvor, der ganz unwaidmännisch den Hirsch aus dem Auto heraus erlegte. Aber wozu gibt es Handys, die wunderbar alles filmisch dokumentieren.

Mit diesem Filmchen wird er Walter vor der Jägerschaft bloßstellen. Nur schlecht, dass Walter kurz danach ums Leben kommt und Vinzenz in Verdacht gerät.

Sepp Flattacher, nie ein diplomatisches Genie, fällt das Schlichten schwer, dafür läuft er beim Ermitteln zur Hochform auf. Für Martin Schober, dem örtlichen Postenkommandanten und sein Team, sind Sepps Einmischungen schon immer eine Heimsuchung gewesen, auch wenn er zugeben muss, dass Sepp schon mal den richtigen Riecher hat.

Das Mölltal und seine Jägerschaft sind ein idealer Hintergrund für die Kärntner Krimis von Alexandra Bleyer. Die urigen Typen, allen voran natürlich Sepp, bieten idealen Stoff für urkomische Szenen und Dialoge. Die sind übrigens oft im Kärntner Dialekt und dankenswerter Weise in einem sehr ausführlichen Glossar erläutert. Da komme ich schon manchmal in Versuchung ein paar Ausdrücke in meinen Wortschatz aufzunehmen ;-) Ihre Plots denkt sich die Autorin mit einem Augenzwinkern aus, spart dabei aber nie mit richtigen spannenden Krimiszenen. So hält sich der Humor mit dem Spannungsbogen gut die Waage und das macht für mich auch den Reiz dieser Krimiserie aus dem Emons Verlag aus.

Auch wenn Sepp Flattacher schon einige Male ermitteln durfte, bleibt jeder Fall in sich abgeschlossen und setzt keine Kenntnis der vorherigen Bände voraus. Aber besonderes Vergnügen macht es schon, wenn man die Ursachen der Kabbeleien zwischen Sepp und Piefke Heinrich kennt oder Sepps Reaktionen auf Jagdobfrau Irmi. Aber das kann man ja nachholen.

Für mich sind Alexandra Bleyers Krimis immer Lesespaß erster Güte und ich freue mich über jedes neue Abenteuer für Aufsichtsjäger Sepp.

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Rezensionen von Petra Gruber:

Zwischen Wut und Trauer

Der Moment zwischen den Zeiten von Marta Orriols

Im Katalanischen ist der neue Roman von Marta Orriols ein großer Erfolg und mit dem renommierten Premi Òmnium als bester Roman ausgezeichnet. Ob der Roman auch im Deutschen so erfolgreich sein wird, das wird man sehen!
Paula ist Anfang 40, ihre Beziehung läuft gerade nicht ganz rund, aber sie hatten schöne Zeiten, und sie fühlt sich sicher.

Paula liebt ihren Beruf als Neonatologin, ihr Leben ist gut und erfüllt. Doch dann passieren innerhalb kürzester Zeit zwei Dinge: Ihr Partner Mauro gesteht ihr, dass er sich in eine andere Frau verliebt hat und Paula verlassen wird, wenig später erleidet er einen Unfall und stirbt.
Paulas Welt bricht zusammen, sie schwankt zwischen Trauer und Wut und weiß nicht mehr wohin. Ihr Vater versucht einfühlsam für sie da zu sein, auch Freunde und Kollegen bemühen sich sehr. Doch Paula muss diesen Weg durch Trauer und wechselnde Gefühle selber gehen, Ablenkung durch Arbeit hilft, das Geschehene ungeschehen kann sie allerdings auch nicht machen.
Sehr berührend wird hier Paulas Geschichte erzählt, ich mochte das Setting in Barcelona und Umgebung sehr, Paulas Art zu leben, das war mir alles sehr vertraut aus den Jahren, in denen ich selbst in Spanien lebte. Die Geschichte war schön zu lesen, allerdings fand ich sie stellenweise (vor allem sprachlich) ein wenig trivial, besonders, wenn es um Begegnungen mit neuen Männern ging. Auch hätte für meinen Geschmack der Konflikt zwischen Trauer und Wut, das Dilemma zwischen Trauer um die Beziehung, Trauer um den verlorenen Menschen und Wut wegen des Verlassenwerdens etwas mehr heraus gearbeitet werden können.
Ein interessantes Buch, optisch ein echter Hingucker, bleibt es allerdings ein wenig an der Oberfläche, das gewisse Etwas, das ein 5-Sterne-Buch braucht, habe ich darin nicht gefunden.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe

Die Tote im Stadl von Stefan Maiwald

Ernstl Tiefenhauer, Star der Ski- und Snowboardschule Kraxler in Bad Kleinkirchheim in Kärnten, entdeckt bei einem Skikurs in der Holztür eines Stadls am Waldrand eine junge Frau mit einem Messer in der Brust.
Wendelin Kerschbaumer, 46, hat gerade seine Scheidung hinter sich und möchte seinen Body durch eine Fitness- und Diätkur in diesem idyllischen Ort auf Vordermann bringen.

Da er ja schon mal da ist, bekommt er von seinem Vorgesetzten die Order die Ermittlungen zu übernehmen. Seine Kollegen aus Bad Kleinkirchheim erwarten den Wiener Chefinspektor bereits.
Da die Tote ihren Ausweis dabei hat, ist sie schnell als Swetlana Kastelic, eine Slowenin, die als Putzfrau im Hotel Pulracher arbeitet, identifiziert. Was wollte die junge Frau, zwar mit dicker Daunenjacke und Schal, aber nur mit Halbschuhe bekleidet, dort oben am Berg? Gemeinsam mit Inspektorin Hilde Hofgärtner und Revierinspektor Volker Feiersinger macht Kerschbaumer sich auf, den Fall zu lösen.

„Die Tote im Stadl“ ist der erste Krimi, den ich von Stefan Maiwald gelesen habe. Mit seinem feinsinnigen, trockenen, manchmal hintergründigen Humor trifft er bei mir mit diesem Krimi voll ins Schwarze. Bei den Bildern, die er mir in den Kopf pflanzt, habe ich oft schmunzeln und manchmal sogar laut lachen müssen. Durch seine bildhaften Beschreibungen von Bad Kleinkirchheim habe ich mich dort schnell richtig wohl gefühlt. Da es hier gerade scheußlich kalt ist, kann ich mir die winterliche Atmosphäre sehr gut vorstellen. Ich habe Lust bekommen, mir diesen kleinen Ort in den Gurktaler Alpen mal in Natura anzuschauen.

Gleich nach den ersten Seiten ist mir der Wiener Chefinspektor mit seiner ruhigen, besonnenen Art sympathisch. Er, der nach seiner Scheidung immer noch etwas angeschlagen wirkt, startet seinen Neuanfang mit einer Sport- und Diätkur. Ihn sich mir im Fitnessstudio keuchend Hanteln stemmend vorzustellen, um ihn herum lauter junge Hüpfer mit Muckis ohne Ende, fand ich sehr erheiternd. Auch seine Erklärungen, die sich immer wieder gegen seine Diät stellen, haben meine Mundwinkel nach oben ziehen lassen. Auch mit Inspektorin Hilde Hofgärtner und Revierinspektor Volker Feiersinger habe ich mich schnell angefreundet. Aber wie überall gibt es auch hier Menschen, mit denen ich nicht befreundet sein möchte.

Der Kriminalfall ist spannend, gibt einige Rätsel auf und wird schließlich gut und nachvollziehbar gelöst. Vor allem kann ich mit rätseln, mit ermitteln und mich auch auf falsche Spuren führen lassen.

Sehr phantasievoll gestaltet finde ich auch das Cover. Vor allem fällt der blaue Schnitt sofort ins Auge.
Witzig zu lesen sind vor jedem Tag, der die Ermittlungen andauert, ein Wetter- und ein Pistenbericht. Im Anhang kann ich mich noch zu einer kulinarischen „Tatortbegehung“ aufmachen. Der lokale Anstrich des Krimis kommt hier immer wieder sehr gut heraus. Und Dank Frau Google kenne ich nun auch das „Binnenmajuskel“.

Alles in allem ein spannend aufgebauter Krimi mit viel Lokalkolorit, der mich sehr gut unterhalten hat.

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Rezensionen von nanu?!:

Die verrückten Rivers

Super reich von Polly Horvath

Rupert wohnt mit seiner Familie bei den ärmsten der Armen am Stadtrand. Er hat so viele Geschwister, dass selbst seine Eltern den Überblick verloren haben.
Jeden Abend gibt es dünnen Haferbrei mit den Essensresten aus den Mülltonnen zu essen, geschlafen wird unter dem Bett, da sonst der Platz für alle nicht reichen würde.

Durch einen Zufall lernt Rupert die Familie Rivers kennen, die zu den superreichen der Stadt gehört. Die laden Rupert spontan zum Weihnachtsessen ein und seitdem hat Rupert immer wieder mit ihnen zu tun.
Man könnte jetzt denken, dass sich Ruperts Leben durch die Rivers zum Besseren verändert, da er nun so reiche Leute kennt. Verändern wird sich sein Leben auch, aber anders als erwartet.

Mir hat die Geschichte um den armen Rupert sehr gut gefallen, auch wenn sie durch die vielen Ungerechtigkeiten die Rupert erfahren muss, manchmal schwer zu ertragen ist.
Der Familie Rivers kommt Rupert eigentlich sehr gelegen, denn so muss sie den Weihnachtstag für einmal nicht genau gleich feiern wie jedes Jahr. Rupert sorgt unfreiwillig für Abwechslung.
Ab da macht die Familie Rupert ständig Hoffnungen auf ein leckeres Essen oder wärmere Kleidung. Rupert erlebt zwar die drolligsten Abenteuer mit den Rivers, am Ende ist er aber trotzdem immer der Dumme.

Ich mochte die Abwechslung in dem Buch. Die Geschichte ist teiweise richtig verrückt und witzig, es passieren viele magische Dinge die man nicht erwartet.
Die winterliche Stimmung finde ich sehr gelungen. Die verschiedenen Viertel von Superreich bis Bitterarm kann man sich sehr gut vorstellen.
Auch die Figuren sind sehr besonders, wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Die Rivers möchte man gerne mögen, aber sie machen dieses Gefühl durch ihren Egoismus und ihrer Unbekümmertheit selbst zunichte.
Rupert dagegen ist ein echter Goldjunge. Es sorgt sich um Menschen die seine Sorge eigentlich überhaupt nicht verdient haben. Und selbst nach den größten Enttäuschungen, glaubt er trotzdem noch an das Gute in ihnen. Am Ende muss sich Ruperts Familie selbst um ihr Glück kümmern, da sie sich sonst auf niemanden verlassen können, was ich ehrlich gesagt für ein Kinderbuch doch sehr deprimierend finde.
Ich kann mir gut vorstellen, dass da einige Kinder nach der Lektüre noch Fragen haben werden.

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch sehr gerne gelesen, da es in der Geschichte viele verrückte und magische Momente gibt, und einen Jungen, den man einfach nur gern haben muss.

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Rezensionen von Gudrun7:

lässt mit auf der Welle reiten

Super reich von Polly Horvath

Das Cover hat es mir gleich auf Anhieb angetan. Die intensiven Farben und die Aussage machen einfach Lust auf das Buch und neugierig. Dieser Eindruck setzt sich auf den Klappeninnenseiten fort. Super einladend.
Der Schreibstil ist locker-flockig und lässt sich flüssig lesen. Dabei vergisst Liz Clark nicht, auch ernste und brisante Themen gekonnt zu erläutern.

Diese Verknüpfung zwischen der Leichtigkeit und der Brisanz eindringlicher Gedanken ist hier hervorragend gelungen.
Die wunderschönen Bilder, die zuhauf eingebettet sind, unterstreichen das Ganze und lassen den Leser mit auf der Welle reiten.
Die Charaktere kann man wunderbar vor Augen haben und so mit am Geschehen teil haben.
Auch für Nichtsegler und -surfer wie mich äußerst interessant und aufschlussreich. Eine gute Kombi aus den unterschiedlichsten Bereichen, die hier gekonnt zusammenstehen.

Mein Fazit: lässt mit auf der Welle reiten

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Rezensionen von Anna625:

Ohne Tiefgang

Miss Guggenheim, 1 Audio-CD, MP3 von Hayden Leah

Während 1941 in Europa der Krieg tobt, flieht die Kunstmäzenin Peggy Guggenheim wie viele andere Künstler nach Amerika. Kurz zuvor hatte sie Max Ernst kennengelernt und zieht nun mit ihm gemeinsam nach New York. Auch ihre Bildersammlung wird dorthin verschifft und Peggy begibt sich auf die Suche nach geeigneten Räumen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ihr Leben in dieser Zeit ist geprägt von der kriselnden Beziehung zu Max einerseits und dem Austausch mit ihren Künstlerfreunden andererseits.


Das Hörbuch lässt sich ganz gut hören, auch wenn ich teilweise etwas Schwierigkeiten damit hatte, mich über einen längeren Zeitraum auf das Geschehen zu konzentrieren. In meinen Augen hätte etwas mehr Tiefe der Geschichte gutgetan, denn über weite Strecken dreht sich alles um die Beziehungsprobleme Peggys. Ich frage mich, ob man das nicht etwas hätte kürzen können, um den Fokus mehr auf andere Aspekte zu lenken; den neuen, ungewohnten Alltag in New York etwa, das kam mir zu kurz. Man lernt zahlreiche Künstler kennen, mit denen Peggy verkehrt, aber wie sich ihr Leben abseits der Öffentlichkeit gestaltet hat, bleibt dem Hörer nahezu vollständig verborgen.

Was mich ebenfalls irritiert hat, ist die Nebenhandlung, die im Jahr 1957 in Venedig spielt. Der Mehrwert für die Geschichte hat sich mir leider gar nicht erschlossen, denn eine wirkliche "Handlung" in dem Sinne gibt es dort nicht - vielmehr unterhält Peggy sich mit einem alten Freund über frühere Zeiten, eine Art Rückblick also auf die Phase, die zwischen den beiden Handlungssträngen liegt. Da stellt sich mir die Frage - warum nicht Seiten sparen, indem die Beschreibungen der Beziehung zu Max gekürzt werden und man sich auf die Haupthandlung beschränkt, und dafür den Zeitraum dieser vergrößern?


Mein Fazit also: Nicht schlecht, aber zu sehr auf Peggys Beziehung fokussiert. In jeder anderen Hinsicht kratzt es mir zu sehr nur an der Oberfläche, sodass es mich bis zum Ende nicht wirklich packen konnte. Schade, da wäre mehr möglich gewesen!

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Rezensionen von heinoko:

Intelligent, bissig, kurzweilig

Das Tartarus-Projekt von Gerd Schilddorfer

Der Autor war mir bislang unbekannt. Mir gefällt die kritische Intelligenz des Autors, mir gefällt, wie er mit den Klischees spielt und den Finger durchaus satirisch-humorvoll auf so manche Wunde legt.

Es beginnt mit einer Nobelparty der Reichen und Schönen in Münchens Nobelvorort Grünwald, die mit einem entsetzlichen Mord am Gastgeber endet.

Michael Landorff, Journalist und Autor, war völlig überraschend zu dieser Party eingeladen gewesen und beginnt nun zusammen mit der professionellen Pokerspielerin Alexandra Buschmann auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Die beiden stoßen auf ein schier undurchdringliches Geflecht von wirtschaftlichem und politischem Kalkül, von Geheimdienst-Aktivitäten und undurchsichtigen privaten Verstrickungen. Nicht nur Landorff und Buschmann geraten in Lebensgefahr, die ganze Welt ist einer ungeahnten Bedrohung ausgesetzt.

Ein bisschen viel an Themen bringt der Autor in diesem Thriller unter. Die teilweise perversen Marketingaktionen der Buchbranche bekommen ihr Fett weg. Politische reale und aktuelle Geschehnisse werden in ihrer Brisanz benutzt, um fiktive Zukunftsideen zu entwickeln. Technikwahn, Menschenhybris, Schönheits- und Gesundheitsideale, und vor allen Dingen die Macht des Geldes, ach ja, nicht zu vergessen, die ewige Parkplatzsuche – in der Fülle der Themen blieb mir am eindrücklichsten die Entwicklung einer stechmückengroßen Drohne, die mit ihrem Stachel den Menschen gefährliche Viren appliziert... Ja, die Gefahren sind näher als wir glauben, das macht den Thriller besonders spannend. Die humorvoll-sezierende Schreibweise des Autors gefällt mir sehr gut. Er jongliert gekonnt mit geistreichen Gedanken. Allerdings blieben für mich der Protagonist Landorff und die weiteren Akteure im Buch sehr fern, weil sie nüchtern-distanziert und weitgehend emotionslos geschildert werden. Auch die Dialoge wirken mitunter hölzern und lebensfern. Dennoch in der Summe ein durchaus unterhaltsamer und lesenswerter Thriller.

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