Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peppi:

Geschichte vom Erwachsenwerden

Sie flogen einen Sommer lang von Penelope Farmer

"Sie flogen einen Sommer lang" erzählt eine leise, poetische Geschichte über zwei Schwestern, deren Traum vom Fliegen plötzlich Wirklichkeit wird.
Der geheimnisvolle Junge, der Charlotte, Emma und ihren Schulfreunden das Fliegen beibringt, schafft eine magische Atmosphäre, die sich durch den ganzen Sommer zieht.

Fantasie und Realität vermischen sich.
Nur die Kinde und ihre Lehrerin können den Jungen sehen. Keiner der anderen Erwachsenen sieht ihn. Vielleicht weil Kinder noch offen sind für Magie.
Das Ende des Sommers ist als Symbol gemeint. Ein Abschnitt geht zu Ende, die Kinder müssen etwas loslassen
Fliegen , Freiheit, Abenteuer steht für die unbeschwerte Kindheit. Dass es nicht so bleibt ist Teil des Erwachsenwerdens.
Besonders gut haben mir auch die Illustrationen gefallen, sie sind stimmungsvoll und passen sehr gut zum Text.
Eine ruhige, fantasievolle Geschichte, die Kinder und auch Erwachsene lesen können.
Meine Buchempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peppi

Rezensionen von froschman:

Die Zeit drängt

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luisa Menkhoff verlässt die Uni und sieht auf einem Flugblatt das Foto der verschwundenen Nicole Klement. Sie hat sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber da sie ein sogenanntes eidetisches Gedächtnis hat, kann sie sich an alles erinnern, als ob es gerade erst gestern gewesen wäre. Sie selbst wurde im Alter von 5 Jahren entführt und dabei hat Nicole Klement eine Rolle gespielt, sie war die Lebensgefährtin des Entführers! Luisa meldet sich sofort bei der Polizei und schildert ihre Beweggründe.

Ramin Brunner; der gerade eine Cold-Case-Einheit aufbauen soll, ist von den Aussagen Luisas verblüfft – sie kann sich wegen ihres besonderen Gedächtnisses an alle Einzelheiten erinnern. Aber jetzt deutet alles darauf hin, dass Dr. Joachim Lichner, ihr damaliger Entführer, jetzt Nicole Klement in seiner Hand hat. Luisa wird als externe Beraterin hinzugezogen, begibt sich dabei aber selbst in große Gefahr.
Arno Strobel hat mit diesem Thriller den Beginn einer neuen Serie veröffentlicht. Auch diese Reihe wird wieder ein toller Erfolg werden, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein temporeicher Thriller mit starken Persönlichkeiten, Rückblicke in die Vergangenheit sowie kurze Kapitel erleichtern das Lesen ungemein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman

Rezensionen von Alo:

Mosaik einer Straße

Die Straße von Robert Seethaler


Mit "Die Straße" erzählt Robert Seethaler vom Alltag einer ganz normalen Wohn- und Geschäftsstraße. Über den Zeitraum eines Jahres begleiten wir die Straße und ihre Bewohner, mal länger, mal nur für einen kurzen Moment. Manche Figuren tauchen immer wieder auf, andere verschwinden nach wenigen Seiten wieder.

Die Form des Romans ist dabei wirklich besonders und sicher nicht für jeden etwas. Deshalb würde ich empfehlen, vorher auf jeden Fall eine Leseprobe zu lesen. Das Buch besteht nicht aus einem klassischen Fließtext, sondern eher aus vielen einzelnen Teilen: Gesprächsfetzen, Monologen, Briefen, Bekanntmachungen und kurzen Szenen. Nach und nach setzt sich daraus ein Gesamtbild zusammen, fast wie ein Mosaik. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch die Straße zu laufen und überall kleine Eindrücke aufzuschnappen.

Am Anfang fand ich das richtig toll und musste oft über die Bewohner schmunzeln. Mit der Zeit hat mich das Buch allerdings ein wenig verloren. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag oder ab welchem Punkt es passiert ist, aber irgendwann hat mich die Geschichte emotional nicht mehr ganz so erreicht wie zu Beginn.

Trotzdem mochte ich die besondere Idee und die Atmosphäre des Buches. Ich habe auch mal kurz in das Hörbuch reingehört und kann das sehr empfehlen: Matthias Brandt spricht die vielen unterschiedlichen Stimmen und Stimmungen wirklich großartig ein.

Insgesamt ein ungewöhnlicher Roman mit interessanter Form und vielen kleinen Beobachtungen über das Leben. 3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Rezensionen von froschman:

Die Zeit drängt

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luisa Menkhoff verlässt die Uni und sieht auf einem Flugblatt das Foto der verschwundenen Nicole Klement. Sie hat sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber da sie ein sogenanntes eidetisches Gedächtnis hat, kann sie sich an alles erinnern, als ob es gerade erst gestern gewesen wäre. Sie selbst wurde im Alter von 5 Jahren entführt und dabei hat Nicole Klement eine Rolle gespielt, sie war die Lebensgefährtin des Entführers! Luisa meldet sich sofort bei der Polizei und schildert ihre Beweggründe.

Ramin Brunner; der gerade eine Cold-Case-Einheit aufbauen soll, ist von den Aussagen Luisas verblüfft – sie kann sich wegen ihres besonderen Gedächtnisses an alle Einzelheiten erinnern. Aber jetzt deutet alles darauf hin, dass Dr. Joachim Lichner, ihr damaliger Entführer, jetzt Nicole Klement in seiner Hand hat. Luisa wird als externe Beraterin hinzugezogen, begibt sich dabei aber selbst in große Gefahr.
Arno Strobel hat mit diesem Thriller den Beginn einer neuen Serie veröffentlicht. Auch diese Reihe wird wieder ein toller Erfolg werden, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein temporeicher Thriller mit starken Persönlichkeiten, Rückblicke in die Vergangenheit sowie kurze Kapitel erleichtern das Lesen ungemein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman

Rezensionen von froschman:

Die Zeit drängt

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luisa Menkhoff verlässt die Uni und sieht auf einem Flugblatt das Foto der verschwundenen Nicole Klement. Sie hat sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber da sie ein sogenanntes eidetisches Gedächtnis hat, kann sie sich an alles erinnern, als ob es gerade erst gestern gewesen wäre. Sie selbst wurde im Alter von 5 Jahren entführt und dabei hat Nicole Klement eine Rolle gespielt, sie war die Lebensgefährtin des Entführers! Luisa meldet sich sofort bei der Polizei und schildert ihre Beweggründe.

Ramin Brunner; der gerade eine Cold-Case-Einheit aufbauen soll, ist von den Aussagen Luisas verblüfft – sie kann sich wegen ihres besonderen Gedächtnisses an alle Einzelheiten erinnern. Aber jetzt deutet alles darauf hin, dass Dr. Joachim Lichner, ihr damaliger Entführer, jetzt Nicole Klement in seiner Hand hat. Luisa wird als externe Beraterin hinzugezogen, begibt sich dabei aber selbst in große Gefahr.
Arno Strobel hat mit diesem Thriller den Beginn einer neuen Serie veröffentlicht. Auch diese Reihe wird wieder ein toller Erfolg werden, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein temporeicher Thriller mit starken Persönlichkeiten, Rückblicke in die Vergangenheit sowie kurze Kapitel erleichtern das Lesen ungemein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman

Rezensionen von froschman:

Die Zeit drängt

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Luisa Menkhoff verlässt die Uni und sieht auf einem Flugblatt das Foto der verschwundenen Nicole Klement. Sie hat sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber da sie ein sogenanntes eidetisches Gedächtnis hat, kann sie sich an alles erinnern, als ob es gerade erst gestern gewesen wäre. Sie selbst wurde im Alter von 5 Jahren entführt und dabei hat Nicole Klement eine Rolle gespielt, sie war die Lebensgefährtin des Entführers! Luisa meldet sich sofort bei der Polizei und schildert ihre Beweggründe.

Ramin Brunner; der gerade eine Cold-Case-Einheit aufbauen soll, ist von den Aussagen Luisas verblüfft – sie kann sich wegen ihres besonderen Gedächtnisses an alle Einzelheiten erinnern. Aber jetzt deutet alles darauf hin, dass Dr. Joachim Lichner, ihr damaliger Entführer, jetzt Nicole Klement in seiner Hand hat. Luisa wird als externe Beraterin hinzugezogen, begibt sich dabei aber selbst in große Gefahr.
Arno Strobel hat mit diesem Thriller den Beginn einer neuen Serie veröffentlicht. Auch diese Reihe wird wieder ein toller Erfolg werden, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein temporeicher Thriller mit starken Persönlichkeiten, Rückblicke in die Vergangenheit sowie kurze Kapitel erleichtern das Lesen ungemein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman

Rezensionen von bedard:

Geschichte einer starken, modernen Frau in einem traditionellen Dorf

Die Briefträgerin von Francesca Giannone

Geschichte einer starken, modernen Frau in einem traditionellen Dorf

„Die Briefträgerin“ von Francesca Giannone hat mich vor allem durch die besondere Atmosphäre überzeugt. In den Dialogen der Dorfbewohnerinnen und auch im Umgang mit Anna spürt man sofort dieses lebhafte, herzliche, aber manchmal auch leicht missbilligende Miteinander, das für mich perfekt zum italienischen Dorfleben passt.

Genau diese Mischung macht die Geschichte unglaublich authentisch.

1934 zieht Anna mit ihrem Mann Carlo und ihrem Sohn Roberto aus Norditalien in Carlos Heimatdorf Lizzanello in Apulien. Für Carlo ist es ein Heimkommen, für Anna dagegen der Beginn eines Lebens als Außenseiterin. Sie ist selbstbewusst, unabhängig und passt mit ihrer Art nicht in die traditionellen Vorstellungen des Dorfes. Dass sie schließlich sogar als erste Frau die Stelle der Briefträgerin übernimmt, sorgt natürlich für Gesprächsstoff und Widerstand.

Besonders gefallen hat mir, dass der Roman nicht nur Annas persönliche Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig ein sehr lebendiges Bild des süditalienischen Dorflebens über mehrere Jahrzehnte zeichnet. Man begleitet die Familie durch Höhen und Tiefen, erlebt Konflikte, Liebe, Verlust, Freundschaften und die vielen kleinen Dynamiken innerhalb der Dorfgemeinschaft. Die Figuren wirken dabei nie eindimensional – jeder trägt seine eigenen Wünsche, Schwächen und Geheimnisse mit sich.

Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch. Die Autorin beschreibt das Dorfleben und die Menschen so anschaulich, dass man beim Lesen die italienische Hitze und das enge Miteinander fast spüren kann. Trotz der historischen Kulisse wirken viele Themen erstaunlich aktuell, besonders die Frage danach, wie viel Freiheit Frauen zugestanden wird und wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu gehen.

Für mich ist „Die Briefträgerin“ eine berührende Familiengeschichte über Mut, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung mit starken Charakteren und viel italienischem Flair. Unterhaltsam und lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bedard

Rezensionen von bedard:

Mehr Anekdoten als Handlung

Mirabellentage von Martina Bogdahn

Mehr Anekdoten als Handlung

Anna ist seit vielen Jahren die Haushälterin des Priesters Josef im kleinen fränkischen Ort Blumfeld. Beide kennen sich seit ihrer Kindheit, in der sie sich als Außenseiter verbunden fühlten. Inzwischen sind sie beliebte und geschätzte Mitglieder der Gemeinschaft geworden; Anna engagiert sich weit über ihre Rolle als Haushälterin hinaus in der Gemeinde.

Doch dann stirbt Josef völlig überraschend mit nur 57 Jahren. Sein letzter Wunsch stellt Anna vor eine Herausforderung: Er möchte seine letzte Ruhestätte im Meer finden. Gleichzeitig muss sie die offizielle Begräbnisfeier organisieren, den neuen Priester willkommen heißen und sich zudem mit ihrer eigenen ungewissen Zukunft auseinandersetzen.

Neben der Gegenwartshandlung beschreibt die Autorin vor allem in zahlreichen Rückblicken und episodischen Anekdoten Annas Leben. Josef spielt dabei keine unbedeutende Rolle, bleibt jedoch eher eine Randfigur. Der Ton ist meist humorvoll, häufig sogar mit einer Tendenz zum Klamauk. Daneben gibt es aber auch einige ernstere Szenen und Begegnungen, die berühren und dem Roman etwas Tiefe verleihen.

Die sehr bildhaften Naturbeschreibungen vermitteln ein lebendiges Gefühl für die Kleinstadt und ihre Umgebung. Ebenso erwecken die teils skurrilen Charakterzeichnungen die Bewohner*innen zum Leben. Über weite Strecken bleibt allerdings offen, wann die Gegenwartshandlung genau spielt – jedenfalls deutlich später, als das Leben in Blumfeld, das Handeln der Figuren und ihre Gedankengänge zunächst vermuten lassen.

Das Verhältnis der beiden Zeitebenen fällt klar zugunsten der Vergangenheit aus. Auch die Handlung bleibt überwiegend in Blumfeld verortet; erst gegen Ende kommt das Meer tatsächlich in Sicht.

Der zweite Roman von Martina Bogdahn nach ihrem großen Erstlingserfolg ist flüssig und leicht lesbar geschrieben. Trotz der ernsten Ausgangssituation handelt es sich jedoch eher um einen Wohlfühlroman, der mich letztlich nicht überzeugen konnte. Ich hätte mir eine stringentere Handlung und mehr Tiefgang gewünscht – dafür weniger episodische Anekdoten und klamaukigen Humor.
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden; deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch durchaus seine Fangemeinde finden wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bedard

Rezensionen von bedard:

Genug Sympathie für den Teufel?

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Genug Sympathie für den Teufel?

Der Roman von Esther Schüttpelz erzählt von einer Frau, die sich einmal im Monat mit ihrer einzigen Freundin im Kino trifft. Danach fährt sie in ihrem alten Golf Kombi mit Rolling-Stones-Aufkleber, defektem Blinker und Türen, die sich nicht mehr richtig verschließen lassen, zu ihrem Mann nach Hause.

An diesem Abend jedoch zwingt eine Umleitung sie durch die Straßen ihrer früheren Kunststudentinnenzeit. Sie verfährt sich, will an der nächsten roten Ampel wenden – doch alle Ampeln stehen auf Grün.
Was folgt, ist eine scheinbar ziellose Fahrt durch die Nacht, getragen von einem inneren Monolog.

Schüttpelz verzichtet fast vollständig auf Namen und reduziert das Personal auf ein Minimum. Statt Handlung dominiert Reflexion: über das Leben der Protagonistin als Ehefrau eines erfolgreichen Anwalts und über ihre künstlerische Entwicklung. Dabei entsteht ein konstant unterschwellig bedrohliches Gefühl.

Ein Einschnitt erfolgt im Morgengrauen durch einen Rehunfall – wie vieles in diesem Roman von symbolischer Bedeutung. Später nimmt sie zwei Anhalterinnen mit, eher aus Überrumpelung als aus freier Entscheidung. Als sie nach ihrem Namen gefragt wird, nennt sie sich spontan „Amy“, inspiriert von einem Song von Amy Winehouse. Mit diesem Namen verändert sich auch ihr Verhalten: Sie wirkt offener, interessierter, beinahe befreit. Erst als eine der jungen Frauen ihre Fassade durchdringt, bricht diese Rolle zusammen – und die Protagonistin flieht.

Zentrales Thema des Romans ist Gewalt in Beziehungen, insbesondere in ihrer subtilen, schwer greifbaren Form. Explizit benannt wird die physische Gewalt erst auf Seite 49; bis dahin bleibt sie eine Ahnung. So ergeht es auch der Freundin der Protagonistin: Sie spürt, dass etwas nicht stimmt, begegnet dem Ehemann, der nach außen charmant und kontrolliert wirkt, und gerät dennoch kurz in seinen Bann.
Gerade darin liegt die Stärke des Buches: Es zeigt, wie geschickt toxische Dynamiken verborgen werden und wie schleichend Manipulation das Selbstvertrauen der Betroffenen untergräbt, bis ihnen die Kraft zur Flucht fehlt.

Schüttpelz arbeitet stark mit Symbolen. Nahezu jedes Detail ist bedeutungstragend, besonders die im Radio gespielten Songs. Der Rolling-Stones-Aufkleber zu Beginn findet seine Entsprechung am Ende in „Sympathy for the Devil“ – ein möglicher Wendepunkt, an dem die Protagonistin erkennen könnte, dass ihre „Sympathie“ für den Teufel ein Ende haben muss.

„Großartig“ trifft es, auch wenn das Buch keine leichte Lektüre ist. Die präzise, durchdachte Sprache verlangt Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch auf jeder Seite. Die Namenlosigkeit der Figuren unterstreicht dabei die eigentliche Aussage: Diese Geschichte könnte jede treffen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bedard

Rezensionen von bedard:

Alltagsnahe Psychologie mit Tiefgang

Was dein Leben leichter macht von Sina Haghiri

Alltagsnahe Psychologie mit Tiefgang

Meine Erwartungen an "Was dein Leben leichter macht" waren zunächst eher verhalten. Zu oft verbergen sich hinter solchen Titeln vereinfachte Ratgeber mit schnellen Lösungen. Hier ist das jedoch anders. Sina Haghiri verfolgt keinen klassischen „So wirst du glücklicher“-Ansatz, sondern lädt dazu ein, die eigenen Denk- und Verhaltensmuster besser zu verstehen – und genau darin liegt die Stärke des Buches.

Inhaltlich spannt sich der Bogen über verschiedene Lebensbereiche wie Alltag, Psyche, Gesellschaft und Gesundheit. Die Themen sind vielfältig und reichen von ganz konkreten Situationen bis hin zu grundlegenden Fragen darüber, wie wir denken, entscheiden und miteinander umgehen. Vieles wirkt vertraut, und gerade deshalb entsteht häufig ein Moment des Wiedererkennens, der zum Weiterdenken anregt.

Besonders gelungen ist die Art der Vermittlung: Hintergründe werden verständlich erklärt und durch anschauliche Beispiele ergänzt – mal aus der Forschung, mal aus realen Begebenheiten. So bleiben nicht nur die Inhalte besser im Gedächtnis, sondern auch die Bilder und Geschichten, die sie transportieren. Der Stil ist dabei angenehm zugänglich, ohne ins Oberflächliche abzurutschen.

Die kurzen, in sich geschlossenen Kapitel erleichtern es, das Buch in den Alltag zu integrieren. Einzelne Abschnitte lassen sich unabhängig voneinander lesen, ohne dass der rote Faden verloren geht, und liefern dennoch immer wieder neue Impulse. Nicht jedes Thema ist gleich spannend, und stellenweise wirkt die Zusammenstellung etwas unsystematisch – was angesichts der thematischen Breite jedoch kaum überrascht.

Unterm Strich ist es ein Buch, das weniger konkrete Handlungsanweisungen bietet als viel mehr Denkanstöße liefert. Wer sich für psychologische Zusammenhänge interessiert und Lust hat, sich selbst und andere besser zu verstehen, wird hier fündig.
Auch langjährige Profis können hier noch Anregungen für ungewöhnliche Lösungswege finden – insbesondere dann, wenn bewährte Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Zudem stellt der Autor aktuelle Forschungserkenntnisse vor, die im professionellen Handeln berücksichtigt werden sollten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bedard