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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dana:

toller zweiter Band, spannend, temporeich, gefühlvoll

Achtung: zweiter Band! Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf „Mind Ripper“ enthalten.

Für Edward Dunnington hatte die schnell vorangetriebene Entwicklung des Bioroboters hauptsächlich private Gründe. Doch seine Erfindung dürfte auch die Öffentlichkeit interessieren, stellt es doch für einige Menschen eine Möglichkeit da, ihr Leben zu verlängern oder ihrem gebrechlichen Körper zu entkommen.

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Angus McLean will er den Schritt wagen, seinen Roboter der Allgemeinheit zu präsentieren. Doch kann man dem machtgierigen, altmodischen Griesgram wirklich trauen oder verfolgt er seine eigenen Ziele? Und was ist mit seiner ziemlich schrägen, streitsüchtigen Familie? Obwohl Edward Dunnington versiert ist in dem, was er tut, läuft nicht alles glatt. Bevor es zur Übertragung des Bewusstseins kommen kann, wacht der Proband eines Morgens nicht wieder auf. Was ist mit Angus passiert? Kann das Projekt noch irgendwie gerettet werden?

Im Verlauf des Buches sind kleine Rückblicke eingebaut, die die wichtigsten Ereignisse aus dem ersten Band noch mal aufarbeiten. Die Charaktere haben einiges zu verarbeiten, zu durchdenken, teilweise nagt das schlechte Gewissen an ihnen. Durch die Gedanken, die die Figuren sich machen oder die Gespräche, die geführt werden, sind die Hinweise auf das vorangegangene Geschehen sehr angenehm und flüssig in die Gesamthandlung eingebunden. Da inzwischen einige Monate vergangen sind, sind einige der Schwierigkeiten, die zum Ende des Auftakts eine große Rolle gespielt haben, inzwischen etwas weniger problematisch. Dennoch sind diese Themen in die Handlung integriert und werden parallel mit den Fortschritten des Geschehens aufgearbeitet.

Viele der Figuren kennt man bereits aus dem ersten Teil der Reihe „Mind Ripper“. Durch die Adelsfamilie, bei der die Protagonisten die Sommerferien verbringen wollen, gibt es jedoch auch einige neue Charaktere, die jetzt im zweiten Band hinzukommen. Und diese Familie hat es echt in sich. Sie sind extrem schräg, streitsüchtig, teilweise sehr bedacht auf antiquierte Wertvorstellungen und mit ihren Äußerungen gern mal unter der Gürtellinie. Eine absolute Freakshow, die mir beim Lesen aber einige witzige Momente bereitet hat.
Man kann sich gut vorstellen, dass die Ferien bei dieser Adelsfamilie schnell unangenehm werden können, aber sie bieten auch die besten Voraussetzungen für den weiteren Verlauf der Handlung, denn jeder von ihnen könnte an den mysteriösen Ereignissen rund um Angus McLean beteiligt sein.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr angenehm und mitnehmend. Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt in der Geschichte und war sehr gespannt, was Jemma, Jamie, Zack und ihre Freunde in diesem Band erleben werden. Neben den spannenden Geschehnissen rund um den Griesgram der Adelsfamilie lernt man auch die Protagonisten besser kennen und bekommt weitere Einblicke in die Intensität der Verbindungen, die zwischen ihnen bestehen. Die Zusammenstellung der Charaktere ist richtig toll. Sie sind alle unterschiedlich, haben so ihre Ecken und Kanten, haben Probleme, mit denen sie sich rumschlagen, verhalten sich nicht immer richtig, sehen Fehler aber auch ein und sind damit einfach sehr authentisch und menschlich. Jede Figur hat ihre Eigenarten und Besonderheiten und auch wenn Jemma noch immer mein Liebling ist, haben Jamie und Zack ziemlich aufgeholt. Die beiden gemeinsam zu erleben, ist einfach wundervoll. Sie unterstützen sich, sind füreinander da, aber es ist bei weitem nicht immer alles harmonisch, denn die beiden Jungs treiben einige Sorgen um, über die sie auch nicht immer sofort offen reden. Umso mehr sie sich einander öffnen und aufeinander eingehen, umso mehr haben sie sich auch in mein Herz geschlichen. Es gab aber auch darüber hinaus noch einige wunderschöne Momente, in denen sehr viele positive Gefühle bei mir ankamen.

Sehr spannend und auch ein wenig gruselig war das CyberGame, in das die Figuren dieses mal eintauchen. „House of Nightmares“ heißt eben auch nicht umsonst, wie es heißt. Das CyberGame spielt mit den Ängsten der Spieler und durch die detaillierten, schaurigen Beschreibungen wurden das Grauen und die Anspannung richtig lebendig.
Das Buch setzt sich aus verschiedenen Handlungssträngen zusammen, die parallel zueinander verlaufen und sich direkt bedingen. Durch die Perspektivwechsel wurden Tempo und Dynamik besonders in der zweiten Hälfte der Geschichte stark erhöht und ich konnte das Buch kaum mehr weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt und wie es weitergeht. Ab einem gewissen Punkt deutet sich die Auflösung an, dennoch empfand ich es als sehr spannend die weiteren Entwicklungen zu verfolgen und weitere Erklärungen zu den Geschehnissen zu bekommen. Mir hat auch die Kombination aus der Cyberwelt und den Ereignissen aus der „realen“ Welt wieder richtig gut gefallen. Das bringt schöne Facetten mit sich und macht die Handlung sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Fazit

Ein unglaublich spannender, temporeicher zweiter Band, in dem man sowohl lachen, ich gruseln und mit den Figuren dahinschmelzen kann. Die Entwicklungen zwischen den Charakteren sind richtig toll zu verfolgen. Man lernt die Protagonisten intensiver kennen, sie werden noch greifbarer und authentischer und auch die Beziehungen zwischen ihnen stehen noch mehr im Fokus der Handlung. Das alles lenkt jedoch nicht von den packenden Ereignissen rund um Angus McLean und das CyberGame ab, welche den anderen großen Punkt der Geschichte ausmacht. Gekonnt und harmonisch verknüpft ergeben die unterschiedlichen Geschehnisse ein fesselndes, sehr vielseitiges Buch, das Lust auf den nächsten Band rund um die Cyberkids macht.

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Rezensionen von Dana:

facettenreicher Auftakt: gruselig, spannende CyberGames & tolle Charaktere& viel Gefühl

Gaming Erlebnisse der besonderen Art: tauche selbst in das Spiel ein und steuere mittels deiner Gedanken deinen Avatar. Stürze dich in Abenteuer, besiege fiese Monster, wende Zaubersprüche an, löse mysteriöse Rätsel – dir sind keine Grenzen gesetzt. So ähnlich könnten wohl die Werbeslogans für die CyberGames im Jahr 2038 in London aussehen.

Das Cybernetz wurde intensiv ausgebaut, man kann sich nicht nur virtuell treffen und unterhalten, sondern auch die verschiedensten Spiele ausprobieren und sich durch umfangreiche Missionen arbeiten.
Jemma, Jamie und Zack treffen sich mit ihren Avataren regelmäßig in der CyberWorld und entfliehen so dem Alltag. Die drei halten allerdings nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch im echten Leben zueinander und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Als drei Jungen nach einem Aufenthalt in der CyberWorld ins Koma fallen, kann sich niemand erklären, was mit ihnen geschehen ist. Wer steckt dahinter? War es ein technischer Defekt? Haben die drei Jugendlichen sich einfach nicht an die Regeln gehalten? So sehr es die drei Freunde auch bestürzt, was passiert ist, nie hätten sie gedacht, wie schnell sie Teil der Ermittlungen werden und selbst auf die Suche nach Antworten gehen.

Nadine Erdmann hat mich mit ihrer Geschichte von der ersten Seite an mitgenommen und bis zum Ende nicht wieder losgelassen. Ich mag den Stil der Autorin sehr gern. Der Schreibstil ist flüssig und leichtgängig, trotz einiger schwerer Themen, die innerhalb der Handlung eine Rolle spielen, transportiert Emotionen, weiß zu fesseln und enthält eine gute Portion Sarkasmus und einen für meinen Geschmack sehr angenehmen Humor, was beides unter anderem in den facettenreichen Dialogen zum Tragen kommt.
Die Kombination aus realem Leben und den Gaming Episoden in der CyberWorld empfand ich als sehr gelungen. So wird die Handlung abwechslungsreich und bleibt durchweg spannend, da in beiden Bereichen kontinuierlich neue Dinge passieren. Durch die actionreiche Passagen in den Spielen wird das Tempo immer wieder angezogen, ich war gefesselt von dem Geschehen, obwohl ich selbst keine Zockerin bin. Es gibt aber auch ruhigere Momente, in denen man die interessanten Figuren Stück für Stück besser kennenlernen kann.

Das Buch beginnt sofort richtig spannend und actiongeladen mitten in einem der CyberGames. Während man erlebt, wie die Protagonisten gegen ihren Endgegner kämpfen, erfährt man erste Dinge über das System der CyberWorld und die Spielabläufe. Auch wenn man die Charaktere an der Stelle noch gar nicht weiter kennt, war ich gleich fasziniert von der virtuellen Welt, in die man eintaucht und von dem Zusammenhalt der Figuren, der spürbar über die Grenzen des Games hinaus geht.
Im Verlauf lernt man die Zwillinge Jemma und Jamie und dessen Freund Zack dann intensiver kennen und merkt schnell, wie unterschiedlich sie sind. Neben den dreien gibt es noch weitere Figuren, von denen einige von Anfang an dabei sind und andere erst mit dem Voranschreiten des Buches in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Insgesamt entsteht so eine sehr facettenreiche Personenkonstellation, in der es immer mal wieder zu Reibereien, Streitigkeiten, aber auch zu sehr schönen, bewegenden Momenten kommt.
Jeder der Protagonisten hat sein Päckchen zu tragen und auch wenn wir noch längst nicht alles erfahren, was die Charaktere bewegt und geprägt hat, so bekommt man doch erste Einblicke in die Dinge, die sie beschäftigen, die ihnen widerfahren sind, die sie belasten oder erfreuen, wofür sie einstehen und wer ihnen besonders wichtig ist. Ich freue mich schon darauf noch weitere Facetten an ihnen zu entdecken und mitzuerleben, wie sie sich weiter entwickeln werden. Mein aktueller Liebling ist Jemma. Sie ist einfach eine tolle Person und ich mag ihre oft eher ruhigere, ernstere Art. Bedingungslos steht sie zu den Menschen, die sie liebt und auch wenn sie sich nicht ständig überall einmischt, so findet sie doch die richtigen Worte, wenn sie ihre Meinung sagt. Zack und Jamie sind da beide deutlich temperamentvoller und gehen schneller an die Decke, wenn der Frust überkocht. Sie haben als Paar eine besondere Herausforderung zu meistern, die allerdings nichts mit ihrer Homosexualität zu tun hat. Dieser Aspekt ist sehr selbstverständlich und unaufgeregt in die Handlung eingebunden, was ich total angenehm fand. Durch die authentischen Beschreibungen der Situationen, Gedanken und Gefühle, konnte ich nachvollziehen, wieso es für Jamie oft so schwer und belastend ist, aber auch, was Zack manchmal auf die Palme bringt. Umso berührender waren dann die Gespräche, in denen die beiden nicht nur ihre Wut, sondern auch ihre positiveren Gefühle zum Ausdruck bringen.

Neben den persönlichen Entwicklungen der Figuren geht es im Verlauf um die mysteriösen Komafälle und die Alltags-Auszeiten in den CyberGames. Besonders gut gefallen hat mir die Mischung dieser unterschiedlichen Elemente innerhalb der Geschichte. Die Szenen in der CyberWorld sind düster, geheimnisvoll und sehr spannend. Immer wieder müssen die Charaktere sich neuen Quests und Gegnern stellen, wobei es häufig turbulent und dramatisch wird.
All die Fragen, die sich um die drei Jugendlichen im Koma ranken, laden zum Mitraten ein. Die Auflösung zum Mind Ripper war definitiv komplexer als ich sie erwartet hatte. Gut umgesetzt fand ich auch die durchaus kritische Auseinandersetzung mit den Dingen, die in dem Zusammenhang passieren bzw. passiert sind, die ich hier aus Spoilergründen aber natürlich nicht näher erläutern kann.
Der „Fall“ rund um den Mind Ripper ist am Ende des Buches abgeschlossen, die Geschichte der Protagonisten wird in den folgenden Bänden weitergehen. Ich bin super neugierig, werde definitiv weiterlesen und freue mich schon auf all die weiteren Abenteuer, die die Jugendlichen in der CyberWorld und auch in ihrem normalen Leben bestreiten werden, auf die persönlichen Entwicklungen und weitere tolle Gespräche.
Fazit

Der Ausflug in die CyberWorld war richtig spannend, cool und facettenreich. Ich mochte sowohl die düsteren, ereignisreichen Passagen in den CyberGames, als auch die von unterschiedlichen Emotionen geprägten Entwicklungen rund um die Protagonisten und die spannenden Ermittlungen rund um den Mind Ripper. Die Kombination der unterschiedlichen Elemente ist gelungen und harmonisch umgesetzt, obwohl die Aspekte so extrem unterschiedlich sind. Ich habe mit den Figuren gebangt, mich mit ihnen gefreut und geärgert, ein paar Tränchen für sie vergossen und hatte öfter das Bedürfnis, sie in den Arm nehmen zu wollen. Gleichzeitig war es jedoch auch total fesselnd und faszinierend sie in der virtuellen Welt zu begleiten. Ein gelungener Auftakt der Reihe, der neugierig auf weitere Abenteuer macht.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein Fall für ihre Majestät

Das Windsor-Komplott von Bennett S J

S.J.Bennett hat hier Band 1 der Reihe Die Fälle ihrer Majestät vorgelegt.

Die fast neunzigjährige Queen als heimliche Detektivin. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Ernst nehmen sollte man das nicht, sonst ist der Spaß schnell weg.
Unterstützung hat die Queen von der nigerianischen Privatsekretärin Rozie.

Ein weitere origineller Einfall. Rozie ist meine favorisierte Figur im Buch, da sie als noch neue im Haus Windsor noch einen Blick von Außen mitbringt und das ist interessant.
Die Gedanken der Queen bestimmen aber den Hauptteil des Romans. Hinzu kommen diverse Details über das im königlichen Haushaltes, des man so vielleicht nicht kennt.

Das cozy-typische reizte mich sehr an dem Buch und der Roman ist very british gestaltet, gerade bei den Dialogen. Gleichzeitig ist der Roman ziemlich zeitgemäß.
Das gefällt mir besser als wenn die Handlung in die Vergangenheit gelegt worden wäre. Obwohl, vielleicht hat sich für die Queen auch nicht so viel geändert.
Irgendwann war für mich der Reiz an dem ganzen dann doch nicht mehr so da, weil mich der maue Kriminalfall nicht so besonders überzeugte. Es bleibt aber ein solides Buch, obwohl ziemlich durchkalkuliert und auf Nummer sicher.

Ich denke, dass S.J.Bennett durch diese Reihe ausgesorgt hat. Viele werden sie um ihre Idee beneiden.

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Rezensionen von Gerda:

Flughäfen im lockdown

Aerial Observations on Airports von Nadine Barth

„Was geschieht nun, wenn Flughäfen sich im Ausnahmezustand befinden und plötzlich aufgrund von Gesundheitsvorkehrungen, wie es während der Corona-Pandemie der Fall war, stillstehen müssen? Tom Hegen nutzte auch diesen historischen Moment für seine Arbeit und unternahm Helikopterflüge, um einzigartige Luftaufnahmen diesmal von ruhenden Rollfeldern zu machen.

Es entstanden streng strukturierte Kompositionen, die die größten deutschen Flughäfen in geometrischer Klarheit zeigen.“

Deutschland in einer Ausnahmesituation. Der Fotograf Tom Hegen hat diese Situation genutzt und sehr ästhetische Fotos von den ruhenden Flughäfen gemacht. Teilweise kamen sie mir sehr steril vor, aber so ist die Wirklichkeit zur Zeit. Ich war etwas erschrocken über diese Betonwüste, die gleichzeitig eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Text zu den einzelnen Bildern gewünscht. Ein Glossar der Flughafenkürzel fände ich auch angebracht. Ein Ausnahme-Buch zu dieser historischen Situation, für Flugzeugliebhaber ein ideales Geschenk.

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Rezensionen von Gerda:

Wofür essen wir?

Essen gut, alles gut von Heike Niemeier

„ Spüren, was dem Körper gut tut.“

Ja, das ist ein toller Satz! In diesem umfangreichen Buch erfahre ich alles, naja nicht ganz, über die Ernährung und was mit dem Essen in meinem Körper geschieht. Frau Doktor Niemeier beschreibt es mit einfachen Worten und sehr verständlich. Meiner Meinung nach ist es ein Buch für Einsteiger in dieses Thema, aber es ist auch gut als Nachschlagewerk.

Es ist kein Kochbuch, obwohl es einige Rezepte als Anregung enthält.

Mir war es etwas zu langatmig beschrieben, teilweise musste ich entweder vor- oder zurück-blättern. Es wirkte wie eine kleine „Doktorarbeit“.

Mein Fazit: das Buch hilft, um die ganzen Prozesse, die im Körper ablaufen, sehr viel besser zu verstehen. Es macht Mut und ich kann jederzeit bei Fragen im Buch nachschlagen.

Die Autorin hat wohl erst nach dem Studium bemerkt, wie wichtig qualitativ gute Grundlebensmittel sind. Sie scheint früher ohne rechten Genuß gegessen zu haben. Was mir doch sehr fehlte, ich leide unter Lebensmittelallergien, dies ist eine Krankheit die immer mehr Menschen betrifft. Vielleicht könnte sie in einem Kapitel darauf eingehen, z. Beispiel, wie finde ich bei Nussallergie passende Nahrungsmittel. Aber vielleicht würde es dieses Werk total sprengen.

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Rezensionen von Miro76:

Frau sein in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-Joo

Kim Jiyoung, ist 33 Jahre alt und eher ungewollt Hausfrau und Mutter. Ihre Tage erfüllen sie nicht und möchte sie sich einmal was gönnen, wird sie als Schma-mama-rotzer bezeichnet. Da beginnt sie plötzlich mit verschiedenen Stimmen zu sprechen. Es sind Stimmen der Frauen aus ihrem Umfeld, manche lebend, manche tot.

Wie kam es so weit mit Jiyoung?

Immerhin konnte sie studieren und ihre Fachrichtung schon selbst wählen! So viele Möglichkeiten hatte ihre Mutter noch nicht.

Doch auch Jiyoung musste Zeit ihres Lebens mit Misogynie kämpfen. Schon Zuhause mussten die Mädchen im Haushalt und bei der Heimarbeit helfen, während ihr Bruder verwöhnt wurde.

In der Schule waren die Mädchen einer strengen Kleiderordnung unterworfen, während sich die Jungen frei bewegen durften und selbstverständlich durften die Mädchen erst nach den Jungen in der Mensa essen. Ob dann noch genug Zeit blieb um ordentlich zu kauen, interessiert hier niemanden.

In Studium und Arbeitswelt ist es dann nicht wirklich anders. Jiyoung arbeitet härtet und effizienter als ihre männlichen Kollegen, wird trotzdem nicht befördert und verdient auch um ein Drittel weniger. Aber richtig schlimm wurde alles erst, als sie schwanger war. Eine 80 Stunden Woche lässt keine Kinderbetreuung zu und flexible Arbeitszeiten gibt es in dieser leistungsorientierten Gesellschaft nicht. Jiyoung hat keine Wahl. Sie muss ihr Kind selbst betreuen und das bedeutet, sie muss ihre Arbeit, die sie geliebt hatte, kündigen.

Obwohl ihr Mann sehr verständnisvoll ist, ist auch er ein Kind dieser Gesellschaft. Seine Versicherungen, sie zu unterstützen helfen Jiyoung nicht, denn sie kann sehr wohl sehen, dass für das Kind beide verantwortlich wären. Doch von Gleichberechtigung ist Südkorea noch Jahrzehnte entfernt.

So lässt Cho Nam-Joo ihre Protagonistin sämtliche Stoplersteine im Leben einer selbstbestimmten Frau erleiden. Kim Jiyoung steht hier für alle südkoreanischen Frauen, die an den gesellschaftlichen Strukturen scheitern und schlussendlich mit einem Doktortitel in der Tasche als Eisverkäuferin landen.

Den Roman hat die Autorin gespickt mit Fakten und Zahlen. So liest sich das Buch stellenweise fast wie ein Sachbuch. Es ist ein Kompendium über die Geburt des Feminismus in Südkorea, zeigt Schwachstellen und Fallen auf und wie tief verwurzelt misogyne Ansichten in der Gesellschaft sind. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis sich Familie und Berufsleben dort vereinbaren lassen.

Ich habe Kim Jiyoung's Geschichte mit großem Interesse gelesen. Zum Teil macht es mich fassungslos, mit welchen Vorstellungen die Frauen da zu kämpfen haben und zum Teil finden wir diese Probleme in zwar abgeschwächter Form auch in unsere "modernen" Welt.

Ich bin froh, diesen Roman gelesen zu haben und fand den Blick in diese fremde Kultur sehr interessant. Und ich kam verstehen, dass Kim Jiyoung ihr Scheitern nicht so einfach hinnimmt. Sie flüchtet sich in bekannte Charaktere, wer weiß, was ich gemacht hätte, wäre ich zu so einem Leben verdonnert.

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Rezensionen von Miro:

Frau sein in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-Joo

Kim Jiyoung, ist 33 Jahre alt und eher ungewollt Hausfrau und Mutter. Ihre Tage erfüllen sie nicht und möchte sie sich einmal was gönnen, wird sie als Schma-mama-rotzer bezeichnet. Da beginnt sie plötzlich mit verschiedenen Stimmen zu sprechen. Es sind Stimmen der Frauen aus ihrem Umfeld, manche lebend, manche tot.

Wie kam es so weit mit Jiyoung?

Immerhin konnte sie studieren und ihre Fachrichtung schon selbst wählen! So viele Möglichkeiten hatte ihre Mutter noch nicht.

Doch auch Jiyoung musste Zeit ihres Lebens mit Misogynie kämpfen. Schon Zuhause mussten die Mädchen im Haushalt und bei der Heimarbeit helfen, während ihr Bruder verwöhnt wurde.

In der Schule waren die Mädchen einer strengen Kleiderordnung unterworfen, während sich die Jungen frei bewegen durften und selbstverständlich durften die Mädchen erst nach den Jungen in der Mensa essen. Ob dann noch genug Zeit blieb um ordentlich zu kauen, interessiert hier niemanden.

In Studium und Arbeitswelt ist es dann nicht wirklich anders. Jiyoung arbeitet härtet und effizienter als ihre männlichen Kollegen, wird trotzdem nicht befördert und verdient auch um ein Drittel weniger. Aber richtig schlimm wurde alles erst, als sie schwanger war. Eine 80 Stunden Woche lässt keine Kinderbetreuung zu und flexible Arbeitszeiten gibt es in dieser leistungsorientierten Gesellschaft nicht. Jiyoung hat keine Wahl. Sie muss ihr Kind selbst betreuen und das bedeutet, sie muss ihre Arbeit, die sie geliebt hatte, kündigen.

Obwohl ihr Mann sehr verständnisvoll ist, ist auch er ein Kind dieser Gesellschaft. Seine Versicherungen, sie zu unterstützen helfen Jiyoung nicht, denn sie kann sehr wohl sehen, dass für das Kind beide verantwortlich wären. Doch von Gleichberechtigung ist Südkorea noch Jahrzehnte entfernt.

So lässt Cho Nam-Joo ihre Protagonistin sämtliche Stoplersteine im Leben einer selbstbestimmten Frau erleiden. Kim Jiyoung steht hier für alle südkoreanischen Frauen, die an den gesellschaftlichen Strukturen scheitern und schlussendlich mit einem Doktortitel in der Tasche als Eisverkäuferin landen.

Den Roman hat die Autorin gespickt mit Fakten und Zahlen. So liest sich das Buch stellenweise fast wie ein Sachbuch. Es ist ein Kompendium über die Geburt des Feminismus in Südkorea, zeigt Schwachstellen und Fallen auf und wie tief verwurzelt misogyne Ansichten in der Gesellschaft sind. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis sich Familie und Berufsleben dort vereinbaren lassen.

Ich habe Kim Jiyoung's Geschichte mit großem Interesse gelesen. Zum Teil macht es mich fassungslos, mit welchen Vorstellungen die Frauen da zu kämpfen haben und zum Teil finden wir diese Probleme in zwar abgeschwächter Form auch in unsere "modernen" Welt.

Ich bin froh, diesen Roman gelesen zu haben und fand den Blick in diese fremde Kultur sehr interessant. Und ich kam verstehen, dass Kim Jiyoung ihr Scheitern nicht so einfach hinnimmt. Sie flüchtet sich in bekannte Charaktere, wer weiß, was ich gemacht hätte, wäre ich zu so einem Leben verdonnert.

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Magisch, aufregend und überaus emotional!

Nordstern – Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller

Sommer 1949: In Deutschland hat es die 14-jährige Erla unheimlich schwer. Nicht nur die Nachkriegszeit und ihr verstorbener Vater machen ihr zu schaffen - Erla kann Wesen wahrnehmen, die kein anderer sieht.
Gemeinsam mit ihrer Mutter wandert sie nach Island aus und hofft, dort ein völlig neues Leben anfangen zu können.

Doch in Island fällt den beiden der Start alles andere als leicht: Kaum angekommen, werden Erla und ihre Mutter auch schon zwei verschiedenen Bauernhöfen als Arbeitskräfte zugeteilt. Und Erla fühlt sich auf dem Hof so gar nicht wohl. Zum Glück gibt es Drifa. Das Pferd gibt ihr Halt und lässt sie ein Gefühl von Geborgenheit erfahren...

Vorab: Bei "Nordstern" handelt es sich um das Prequel zur "Nordlicht"-Reihe. Wir haben die Reihe noch nicht gelesen, hatten aber dennoch keinerlei Einstiegsschwierigkeiten oder Verständnisprobleme.

Der Einstieg in das Buch ist uns dementsprechend gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist, wie wir es bereits von der "Pferdeamulett"-Trilogie gewohnt sind, angenehm zu lesen und gleichzeitig schön bildhaft. Karin Müller schafft es im Laufe des Buches eine traumhafte, isländisch angehauchte Atmosphäre zu kreieren. Dazu haben auch zahlreiche isländische Wörter und Namen beigetragen. Prinzipiell finden wir die Idee dahinter toll. An einigen Stellen war das Lesen dadurch allerdings leider ein wenig holprig, weil wir mit der richtigen Aussprache zu kämpfen hatten. Einige wenige Textstellen haben wir deshalb gleich doppelt gelesen.

Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wir haben Erla sehr gerne auf ihrer Reise begleitet und hätten am liebsten direkt mehr von ihr gehört. Sie ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, die durch ihre authentische und tierliebe Art besticht. Wir konnten uns optimal mit ihr identifizieren. Ihre Gefühle waren toll nachvollziehbar, ihre Unsicherheit und Angst in einem vollkommen fremden Land waren förmlich spürbar.

Die Geschichte selbst konnte uns vor allem durch die magischen Einlagen überzeugen. Die unsichtbaren Wesen sind fantastisch geschildert, auch ihre Welt ist wundervoll authentisch gezeichnet. Stück für Stück lernt man als Leser beides näher kennen, wird sanft an die fremde Welt herangeführt.
Das soll jedoch keineswegs heißen, dass "Nordstern" nur für Fantasyliebhaber geeignet ist. Die Geschichte knüpft nah an die Realität ein, enthält einige historische Anspielungen, Briefe, welche die Erzählung auflockern, und natürlich auch ein wenig Material für Pferdeliebhaber. Getoppt wird all das durch einige aufregende Entwicklungen und zahlreichen Wendungen, die den Leser mitten ins Herz treffen.
Gerade zum Ende hin kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Hier hätten wir uns für das perfekte Leseerlebnis allerdings noch gewünscht, dass die Spannungskurve ein wenig ausgeglichener wäre. Denn während sich die Handlung zuvor etwas Zeit lässt, geschieht zum Schluss alles Schlag auf Schlag.

Nichtsdestotrotz empfehlen wir dieses Jugendbuch gerne weiter. Wer Pferde und ein wenig Fantasy liebt, wird hierbei sicherlich genauso viel Freude wie wir haben. Wir freuen uns schon auf weitere Abenteuer mit Erla!
4/5 Sterne

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Rezensionen von melanie82:

Ernstes Thema unterhaltsam verpackt

Bucket List - Nur wer fällt, kann fliegen lernen von Georgia Clark

Lacey ist 25 als bei ihr eine vererbbare Genmutation - BRCA1 - entdeckt wird, die das Risiko erhöht an Brustkrebs zu erkranken. Schon ihre Mutter war an Krebs gestorben, als Lacey noch ein Kind war. Vor diesem Hintergrund steht sie vor der Entscheidung, wie sie mit der Diagnose umgeht - mit regelmäßigen Kontrollen und der Angst, dass Krebs ausbricht, leben oder das Risiko minimieren, indem sie sich vorsorglich die Brüste abnehmen muss.

Lacey erstellt eine Bucket List mit Dingen, die sie auf jeden Fall erleben und tun will, bevor sie sich final entscheidet und beim Abarbeiten dieser Liste wird für sie nicht nur der Entscheidungsprozess klarer, sondern sie lernt vor allem viel über sich selbst, über Freundschaft und Liebe und erkennt so ihr wahres Ich.

Durch die Ich-Perspektive Laceys, die sehr warm und herzlich beschrieben ist, fühlt man sich ihr nahe und verbunden, fiebert und leidet mit ihr mit. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich finde, dass ihre erotischen Erlebnisse teils unnötig ausführlich und explizit geschildert sind - das tut meiner Ansicht nach nichts für die Story, wertet sie aber natürlich auch nicht ab und soll vermutlich einfach auch die Breite der Emotionen, die Lacey erlebt, zeigen.

Das eigentlich ernste und traurige Thema ist in „Bucket List“ sehr locker und humorvoll verpackt und bringt einen vielleicht gerade dadurch dazu, im Nachgang zu reflektieren, was man selbst in einer solchen Situation tun würde und was wichtig ist im Leben.

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Rezensionen von büchernarr:

Könnte besser umgesetzt werden

Das Windsor-Komplott von Bennett S J

Schloss Windsor organisiert einen Empfang von der Queen persönlich als ein toter Mann, ein russischer Pianist, aufgefunden wird. Sofort sind die Spür - und Ermittlungssinne der Queen alarmiert und die beschließt zusammen mit ihrer Privatsekretärin Rozie den Fall zu lösen. Wird es den beiden Frauen gemeinsam gelingen, dem Mörder auf die Spur zu kommen, bevor der MI5 den Fall als Vorwand für einen diplomatischen Bruch sieht?
Das Windsor-Komplott ist der erste Fall für Queen Elizabeth als heimliche Detektivin.

Die Cosy-Crime-Reihe aus England soll die Leser amüsant unterhalten und mit Witz und Charme einen Krimi mit Humor verbinden. Ist dieser Versuch gelungen? Jaein, würde ich sagen. Ein paar Pasagen waren zu schmunzeln komisch aber er fehlte definitiv an Spannung. Gut, man weiß schon im Voraus, dass man bei dem Buch kein Chris Carter vorfindet, aber ein wenig mehr Action wäre nicht schlecht gewesen.
Die Einblicke im Palast sowie die Ausbreitung der Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die Kriminalfall an sich eher mäßig. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne.

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