Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Nicht schlecht, aber komplett anders als erwartet
Traummann gesucht. Katzen vorhanden. von Sophie Faber
Dieser im April 2021 bei HEYNE erschienene Roman von Sophie Faber hat mich total überrascht, da ich aufgrund des Klappentextes einen anderen Inhalt erwartet hatte. Vorab möchte ich festhalten: Das Werk besticht durch einen locker-witzigen, angenehm umgangssprachlichen Schreibstil, daran gibt es nichts auszusetzen.
Liebenswerte Figuren und die Tatsache, dass in einem tierischen Roman auch wirklich eine Vielzahl an tierischen Protagonisten vorkommt, sind weitere Pluspunkte.
Laut Klappentext ist die weibliche Hauptfigur Beatrix Vogelsang (- Mitte Vierzig, alleinstehend, Katzenbesitzerin -) angestellt in einer Tierarztpraxis und verkuppelt für ihr Leben gern andere Menschen. Aufgrund dieser Fakten bin ich von einer Kombination aus niedlichem Wohlfühlroman und romantischer Geschichte ausgegangen und freute mich insbesondere über das kreative Setting: eine Tierarztpraxis im Berliner Kiez. – Toll! Das ist schließlich mal was ganz Besonderes und bietet allerlei Potential für eine interessante Story.
Trixie ist eine sehr herzliche, plapperfreudige, mit beiden Beinen im Leben stehende Frau, die mir unheimlich sympathisch war. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, schießt manchmal über das Ziel hinaus und liebt Tiere über alles. Seit dem Tod ihres Mannes ist einige Zeit vergangen und für die Tierarztpraxis, in der sie einst gemeinsam gearbeitet haben, hat Trixie einen neuen Arzt eingestellt: den jungen, frisch vom Studium entwachsenen und hoch motivierten Finn. Das Leben muss schließlich weitergehen und es nützt ja niemandem etwas, wenn das ohnehin schon marode, aber dennoch charmante alte Gebäude in Trixies Besitz ungenutzt verfällt. Außerdem benötigen die tierischen Patienten der Umgebung natürlich Unterstützung! Der Start mit Finn gestaltet sich etwas holprig aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Auffassungen - er: penibel korrekt, sie: spontan und quirlig -, doch eigentlich läuft es ganz gut. Wenn sich nur nicht lauter seltsame Vorfälle häufen würden! - Finns Onkel Spatzbach macht Trixie übertrieben intensiv den Hof und scheint es auf ihre Immobilie abgesehen zu haben, eine frühere Ärztin taucht unerwartet immer wieder in der Praxis auf und fragt Finn aus, und das Allerschlimmste: Im Kiez verschwinden immer mehr Haustiere…
Das gemächlich beginnende Werk steigert sich schnell in Sachen Spannung und ist definitiv fesselnd bis zum Schluss. In vielerlei Hinsicht wirkte es auf mich eher wie ein Krimi mit humorvollen Elementen; der Wohlfühlfaktor war für mich zu wenig ausgeprägt. Zwar waren die Dialoge amüsant und die skurrilen Nebenfiguren ein echtes Highlight - allen voran das egozentrische Katzenzüchter-Paar Jansen und der reizende (angebliche) Ex-Einbrecher Kaluppke, der mich mit seinem gemütlichen Berliner Dialekt immer wieder zum Schmunzeln brachte – aber insgesamt wirkte die Geschichte für mich zu überladen. Irgendwie war es nichts Halbes und nichts Ganzes: ein Hauch zu viel Action und Drama für eine Feel-Good-Story, ein Tick zu wenig Emotion für eine Romanze. Am ehesten würde ich den Roman der Kategorie Cosy Crime zuordnen, minus den genretypischen Mord. Diese Tatsache allein hätte mich nicht gestört, ich lasse mich immerhin gerne überraschen. Doch folgende Punkte empfand ich als negativ, da ich aufgrund des Klappentextes eine andere Entwicklung erwartet hatte:
1.
Trixies angekündigte Kuppelfreude hält sich enorm in Grenzen. Im Grunde ist dies während der gesamten Handlung nur einmalig und auch nur sehr kurz ein Thema. Ebenso nahm der Plot um ihr eigenes Liebesleben bzw. die angedeutete Änderung ihres Single-Daseins lediglich einen Randplatz in der Handlung ein und konnte mich emotional weder erreichen noch überzeugen.
2.
Der erste Teil des Buchtitels, "Traummann gesucht.", ist irreführend gewählt worden. Trixie ist nicht auf der Suche nach einem neuen Partner, im Gegenteil. Sie klammert sich an die Gespräche, die sie im Geiste mit ihrem verstorbenen Mann führt. Prinzipiell wäre mir das kaum aufgefallen, doch hier erweckt der Titel den Eindruck einer flirtlustigen Person, die über eine neue Partnerschaft frohlocken würde, sogar bewusst auf der Suche danach ist (wie bei der Aufgabe einer Kontaktanzeige z.B.) – dies ist bei Beatrix nicht der Fall.
3.
Natürlich ist mir bewusst, dass der Alltag in einer Tierarztpraxis nicht immer eitel Sonnenschein ist, aber bei gewissen traurigen Szenen habe ich schwer schlucken müssen und Tränen in den Augen gehabt – Stichwort: 'Unfall mit Fahrerflucht'. Solche Fälle hätten, meiner Meinung nach, in einem Wohlfühlroman deutlich abgemildert werden können.
4.
Hätte ich geahnt, dass ein Großteil der Story von entführten Haustieren handelt, hätte ich dieses Werk bewusst nicht gelesen, da dies für mich (als Hundemama) ein sehr spezielles Thema ist und eine meiner größten Ängste darstellt. Insbesondere die wenigen Passagen aus der Sicht eines entführten kleinen Spitzes, der seine Menschen vermisst, haben mir das Herz zerrissen und von entspanntem Lesegenuss konnte keine Rede mehr sein. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass dies ein sehr individueller Kritikpunkt ist, der wohl kaum auf viele andere Leser*innen zutreffen wird, doch hier hätte ich zumindest einen andeutenden Halbsatz im Klappentext sinnvoll gefunden.
Nichtsdestotrotz ist der Roman mit dem entzückenden Kätzchen-Cover eine unterhaltsame Lektüre, die meinen Geschmack lediglich aufgrund meiner auf dem Klappentext basierenden Erwartungshaltung nicht getroffen hat, daher vergebe ich solide 3 ½ Sterne.
Rezensionen von Katzenmicha:
Familien Saga
Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang von Michaela Grünig
Dem Berliner Hotelier Heinrich Kuhlmann gelingt es 1912 sich einen großenn Traum zu erfüllen.Ein Luxushotel in Doberan-das Palais Heiligendamm,das in starker Konkorenz mit dem Grand Hotel Heiligendamm steht.Heinrich Kuhlmanns erster Sohn Friedrich ist Arzt in Berlin und so setzt Heinrich Kuhlmann all seine Hoffnung auf seinen jüngeren Sohn Paul.
Doch Paul hat kein Intresse für das Hotel-seine Intressen sind der Musik geschuldet.Eine seiner Schwestern Elisabeth ,anderes als Paul hat viel Intresse am Hotel.Ihre Eignschaft als Geschäftsfrau,ihre Auge fürs Detail und für das Personal wären optimal.Doch leider ist es in dieser Zeit für eine Frau nicht so einfach ein Hotel zu führen.Zumal ihre Eltern eher eine Standesgemässe Verbindung für ihre Töchter vorschwebt….
Die Autotin Michaela Grünig hat enen fließenden mitnehmenden Schreibstil.Durch ihre Erzählung baut sich dem Leser die Kulisse vor den Augen auf.Man hat das Gefühl alles selber zu erleben.Auch der Geschichtliche Hintergrund vom ersten Weltkrieg,die großen Umbrüche und der Standesdünkel erlebt der Leser mit.Ich fand es sehr interrisant alles mitzuerleben und in die Geschichte einzutauchen.Sehr gerne 5 Sterne für die Saga.Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht beim nächsten Teil der Saga.
Rezensionen von simone.maria:
Eine Geschichte mit wunderbaren Charakteren, zu Papier gebracht durch beeindruckende Schreibkünste
Die Senfblütensaga - Zeit für Träume von Clara Langenbach
!! Rezension enthält keine Spoiler !!
Ich weiß gar nicht wo ich beginnen soll! Das Buch hat mich von der ersten Seite an mit genommen und wollte mich nicht mehr so recht loslassen.
Die Geschichte wird um 1900 erzählt. Wobei wirklich nichts am damaligen Lebensstil ausgelassen wird und man sofort in die Zeit zurückversetzt wird.
Schnell wird einem klar, dass es Frauen damals bei Weitem nicht einfach hatten und um Bildung etc. regelrecht kämpfen mussten. Was mich immer wieder aufs Neue regelrecht wütend und fassungslos gemacht hatte, da waren bei mir wirklich alle Emotionen dabei beim Lesen.
Emma, die Protagonistin ist mein absoluter Liebling geworden! Mit ihrer teils unüberlegten, herzlichen und fürsorglichen Art würde ich sie sofort als Freundin in mein Herz schließen. Im Laufe der Geschichte wird sie oft an den Gebräuchen der damaligen Zeit anecken, was die Spannung nie ganz abflachen lässt.
Über die anderen Charakter, mit denen sich Emma im Laufe des Buches herumschlagen wird, will ich gar nicht zu viel verraten, nur so viel will gesagt sein: Langweilig wird es wirklich nie und es werden noch einige spannende Personen in ihr Leben treten, die jedes Mal aufs Neue alles durcheinanderbringen werden!
Absolute Kaufempfehlung für jeden der sich gerne auf eine wunderschöne Reise zurück in ein anderes Jahrhundert begibt! Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Teile!
Rezensionen von brauneye29:
Ganz interessant
Der Schneeleopard von Sylvain Tesson
Zum Inhalt:
Ein Fotograf und ein Schriftsteller brechen auf um das seltenste Tier der Welt zu finden. Sie wissen nicht, ob sie es treffen werden noch wie der Weg dahin sein wird. Über diese Reise handelt das Buch und es ist auch mehr als diese Suche.
Meine Meinung:
Ich fand das Buch ganz interessant aber den großen Wurf kann ich persönlich darin nicht erkennen.
Ja, der Autor weiß seine Worte zu setzen, deshalb ist der Schreibstil auch wirklich gut und das Buch lässt sich dadurch gut lesen, aber dass es geradezu in den Himmel gelobt wird als Art philosophisches Buch, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist eher so ein Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Buch, bei dem man nicht erkennen kann, was der Autor eigentlich wollte. Wollte er einen Roman erzählen oder doch eher ein Sachbuch. Ich fand es insgesamt ganz interessant aber auch nicht mehr.
Fazit:
Ganz interessant
Rezensionen von April1985 :
Faszinierende Fantasy über die Macht der Worte
Hush (Band 1) - Verbotene Worte von Dylan Farrow
Hush - Verbotene Worte ist ein Fantasyroman, bei dem die Meinungen ziemlich auseinandergehen. Und wie es letztlich so ist, hat bei mir die Neugierde gesiegt und ich habe mir kurzerhand das Hörbuch über Audible geladen, welches von der wunderbaren Dagmar Bittner eingelesen wurde. Dagmar Bittner hat Protagonistin Shea einen starken Ausdruck verliehen und ich habe mich recht schnell in der mittelalterlich gestalteten Welt verloren.
Natürlich ist es aber in erster Linie Dylan Farrows geschickter Umgang mit den Worten, welcher eine regelrechte Sogwirkung bei mir ausgelöst hat. Manipulation, Vertuschung, gefährliche Mächte, Wahnsinn und Realitätsverlust, eine mysteriöse und tötliche Krankheit - ziemlich geniale Themen, welche die Autorin aufgreift. Es hat sich zwar leider nicht alles komplett für mich erschlossen, aber bis auf ein paar kleine Schwächen habe ich mich tatsächlich bestens unterhalten gefühlt.
Dylan Farrow hat sich für ihr Fantasydebüt ein unglaublich faszinierendes Thema ausgesucht - die Macht der Worte. Protagonistin Shae lebt in einer Welt, in der gesprochene und geschriebene Worte äußerst gefährlich sein können. Einzig den Barden des Hohen Hauses, welche das verarmte Land mit eisener Hand regieren, ist es erlaubt mit Worten Magie zu wirken. Sie führen Beschwörungen aus, die sowohl für Glück und Segen, als auch für Verlust sorgen können. Es ist also kein Wunder, dass die Menschen den Barden sehr unterwürfig und ängstlich gegenüber stehen. Doch Shae selbst hat ebenfalls eine besondere Gabe, die sie vorallem vor den Barden geheim halten muss. Denn alles was sie stickt, wird Wirklichkeit. Als ein furchtbares Ereignis Shaes Leben komplett durcheinander wirft, sieht sich das junge Mädchen gezwungen Hilfe und auch Antworten bei den Barden zu suchen - eine Mission, welche Shae nahezu den Verstand raubt.
Ich habe Shae trotz all ihrer Schwächen als Protagonistin sehr lieb gewonnen. Ja, sie ist sehr naiv, sie vertraut zu schnell, sie ist stur und ihre Handlungen teilweise überstürzt. Und doch beweist Shae Mut, als sie sich den Barden anschließt. Ich habe jedenfalls sehr mir ihr mitgefiebert, auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte.
Bis zu Shaes Aufbruch zu den Barden wird die Geschichte eher ruhig erzählt. Wir bekommen einen ersten Eindruck von Montane, einer mittelalterlich anmutenden Welt, in der die Menschen in Angst vor den blauen Flecken leben. Auch Shaes Bruder ist als Kind den blauen Flecken zum Opfer gefallen, was dazu geführt hat, dass Shaes Mutter verstummt ist. An dieser Stelle erhalten wir schon mal ein gutes Bild davon, welch tötliche Macht Wörter und Tinte in Montane haben können. Ich hätte gerne noch mehr dazu erfahren, doch Dylan Farrow bleibt hier eher wage und so müssen wir uns als Leser leider mit ein paar wenigen Informationen zu dieser schrecklichen und mysteriösen Krankheit zufrieden geben.
Überhaupt geizt die Autorin mit tiefergehenden Informationen, insbesondere was das Worldbuilding und die Magie betrifft. Wir erfahren zwar so einiges aus dem Wirken und Handeln der Barden, so richtig begreifen und fassen, konnte ich die Magie aber bis zum Schluss hin nicht richtig. Und auch die Barden selbst warfen Fragen bei mir auf. Ich hätte gerne mehr zu ihnen erfahren; woher zum Beispiel ihre Begabung kommt oder wie sie überhaupt an die Macht gekommen sind. Trotz dieser Lücken war ich dennoch durchwegs gefangen und an die Seiten gefesselt.
Wie ich oben schon geschrieben habe, hat Dylan Farrow ihre Geschichte eher ruhig, dafür sehr stimmungsvoll aufgebaut. Das ändert sich als sich Shaes Weg mit dem der Barden kreuzt. Ab da wird die Geschichte lauter, teilweise aber auch verwirrender. Genauso wie Shae konnte auch ich bald nicht mehr Realität und Wahnvorstellung voneinander unterscheiden. Was entspricht noch der Wirklichkeit? Wer ist Freund, wer Feind? Ein Spiel der Irrungen und Wirrungen und zugleich eine Tatsache, die eine unglaubliche Sogwirkung auf mich hatte. Hush punktet im weiteren Verlauf auch noch mit so einigen überraschenden Wendungen und Handlungsverläufen, die mich tatsächlich verblüfft haben. Auch das Ende hat mich überrascht und macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Der zweite Teil ist es auch, in dem ich meine Hoffnungen setze, dass so manche Lücke noch gefüllt wird und meine offenen Fragen zur Gänze beantwortet werden. Trotz einiger Schwachpunkte, die vorallem mangelnde Tiefe betreffen, habe ich Hush sehr gerne gehört und daher gibt's auch eine Lese- bzw. Hörempfehlung.
Fazit
Hush - Verbotene Worte ist ein beeindruckender und faszinierender Debütroman aus der Feder von Dylan Farrow. Die amerikanische Autorin hat sich eines unglaublich spannenden Themas bedient - die Macht, die hinter Worten - egal ob gesprochen oder geschrieben - steckt. Hush ist eine Geschichte über Manipulation, Vertuschung, Wahnsinn und Realutätsverlust, sowie gefährliche Mächte und eine mysteriöse, tötliche Krankheit. Auch wenn in der Umsetzung so einige Schwachstellen sind, habe ich gebannt die Geschichte verfolgt, denn Dylan Farrow weiß es geschickt mit Worten umzugehen und Spannung aufzubauen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Claudia R:
Clementine Churchill
Lady Churchill von Benedict Marie
Klappentext:
London, 1908. Clementine und Winston Churchill sind ein wahres power couple, gemeinsam gestalten sie Winstons beispiellose Karriere und bekommen fünf Kinder. Doch Clementine hadert mit ihrer Rolle als Mutter, sie bringt weit mehr Leidenschaft für ihre Arbeit als für die Kindererziehung auf.
Winston Churchills Einsatz an der Front im Ersten Weltkrieg, der Tod der zweijährigen Tochter Marigold, Winstons Kampf gegen die Nazis und schließlich die triumphale Rückkehr ins Unterhaus sind nur einige Herausforderungen dieser außergewöhnlichen Ehe, in der wieder einmal eine starke Frau hinter ihrem Mann steht und die Geschicke klug zu lenken weiß.
Cover:
Das Cover schein in der Zeit zurückversetzt und zeigt London in altem Charme. Man erkennt eine Lady im blauen Mantel mit rotem Hut, welches sehr elegant wirkt und im Hintergrund ist als schwarz-weiß Bild die Skyline von London mit Big Ben erkennbar.
Meinung:
In diesem historischen Roman geht es nicht um den bekannten Winston Churchill, sondern vielmehr um seine Frau Clementine. Eine sehr starke Persönlichkeit, die meist eher im Hintergrund stand, aber durch dieses Buch ins Gedächtnis der Menschen geholt wird.
Über Winston Churchill ist so einiges bekannt, doch hier wird noch einmal ein ganz anderes Licht, auf diese Familie geworfen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Man kommt sehr schnell in die Geschehnisse und Ereignisse hinein.
Der bildliche Schreibstil ermöglicht es, dass man sich die Dinge sehr gut vorstellen kann und fast alles direkt vor Augen hat.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Ort und Zeitangaben ermöglichen, dass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Die chronologischen Aufzeichnungen erinnern an Tagebucheintragungen und durch die Erzählweise in der Ich-Perspektive bekommt das Ganze eine sehr persönliche Note.
Durch die Ich-Perspektive kommt man sehr gut in die Charaktere hinein und auch die Emotionen und Gefühle werden sehr gut transportiert. Clementine und ihre Ansichten werden hier sehr gut verdeutlichet und auch der Einfluss auf Winston Churchill wird hier verdeutlicht. Man lernt die Lebensumstände und auch die damalige Situation näher kennen. Man fühlt sich in der Zeit zurück versetzt und erlebt die Anfänge des 20. Jahrhunderts mit.
Ein aufschlussreicher und interessanter, historischer Roman, der mir an einigen Stellen jedoch ein wenig zu ausschweifend war. Manchmal wäre etwas weniger mehr gewesen. Im Großen und Ganzen hat es mir aber sehr gut gefallen und konnte mich gut unterhalten. Man lernt an dieser Stelle noch einiges hinzu und eine wichtige Persönlichkeit kennen, die bisher eher im Hintergrund stand.
Dies ist übrigens der zweite Band der Reihe "starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte". Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da sie in sich geschlossene Geschichten sind und jeweils andere Persönlichkeiten näher beleuchten.
Fazit:
Ein interessanter historischer Roman, der einen Einblick, auf eine bisher unscheinbare Persönlichkeit, bietet.
Rezensionen von Claudia R:
fesselt, konfrontiert und berührt
Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
Klappentext:
Drei junge Frauen, eine bedingungslose Freundschaft und eine Nacht, die alles ins Wanken bringt. Voller Wucht und Furor erzählt Shida Bazyar in ihrem neuen Roman von den Spannungen und Ungeheuerlichkeiten der Gegenwart. Davon, was es heißt, wegen der Herkunft immer und überall unter Verdacht zu geraten.
Und von dem außergewöhnlichen Bündnis dreier Freundinnen, die zusammenstehen, egal was kommt.
Cover:
Das Cover zeigt lodernde Flammen, die in rot und gold, den Blickfang für sich einnehmen. Besonders durch die glitzernden Effekte, wird es zu einem richtigen Hingucker. Ein zwar recht einfaches, aber passendes Cover, mit tollem Effekt.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt gut in die Handlungen und Denkweisen hinein und wird von Beginn an, von der Geschichte gefesselt.
Drei Mädchen mit Migrationshintergrung, die gemeinsam aufwachsen, treffen sich bei einer Hochzeit wieder und die Freundschaft wird erneut entfacht. Doch politische Gegebenheiten und private Verwirrungen trüben das Aufeinandertreffen. Das Schubladendenken der Menschen sorgt hier für Aufsehen und ein Konfrontationskurs steht an, der den Leser zum Nachdenken bringt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel vorweg nehmen, denn dies sollte man selbst lesen und daher möchte ich hier nicht Spoilern.
Gut hat mir die Erzählung aus der Ich-Perspektive gefallen, da man so sehr gut in die Handlungen und die Denkweise hineinfinden konnte. Auch brachte mich dies den Figuren und Charakteren näher.
Die drei Frauen sind sehr stark und taff und besonders Saya kommt sehr cool, aber auch lodernd, wie das Für rüber. Die drei Freundinnen Saya, Kashi und Hani stehen zusammen, wie ein Fels in der Brandung und etwas ganz besonderes geht von den dreien aus.
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und auch ihre Eigenschaften und Emotionen sind sehr gut herausgearbeitet.
Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und mit sehr viel Tiefe bestückt ist. Freundschaft, Migration, Selbstbestimmung, Benachteiligung und Stärke spielen hier eine große Rolle.
Die verschiedenen Perspektiv- bzw. Zeitwechsel sorgen für Spannung und fesselnde Unterhaltung. Die offene und lockere Schreibweise sorgt für Konfrontation und lässt einen hier den Alltags-Rassismus fast direkt spüren. Es regt dadurch zum Nachdenken an und dem Ganzen wird zusätzlich sehr viel Tiefe verliehen.
Ein Buch, dass das Schubladendenken aufgreift und offen mit dem Alltags-Rassismus umgeht und den Leser mit diesem konfrontiert. Spannungsvoll, direkt und tiefgreifend.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es fesselt einen von Beginn an und berührt, konfrontiert und stimmt nachdenklich. Ein Buch, das bewegt.
Fazit:
Ein Buch, welches den Leser von Beginn an fesselt, sowie berührt, konfrontiert und nachdenklich stimmt.
Rezensionen von Hexenaugen:
Zufällig Liebe
Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
Inhalt:
Nach einem wunderschönen Urlaub mit ihrem Verlobten setzt sich Hannah im Nachtzug aus Versehen in den falschen Waggon und wacht am Morgen nicht wie geplant in Amsterdam, sondern in Paris auf.
Der nächste Zug nach Amsterdam geht erst am Nachmittag. Wohl oder übel muss Hannah den Tag in Paris bleiben, aber was soll sie mit der Zeit anfangen, ganz allein?
Léo ist das gleiche Missgeschick passiert.
Auch er ist aus Versehen im falschen Waggon gelandet, auch er muss am gleichen Abend geschäftlich in Amsterdam sein.
Aber anders als Hannah kennt Léo Paris wie seine Westentasche.
Die beiden treffen sich am Ticketschalter und beschließen, den Tag zusammen zu verbringen
Meinung:
Und dann, war es Liebe ist, ein perfekter Coming-of-Age-Roman.
Ich mag Hannah als Protagonistin aber sie ist übermäßig abhängig von ihrem Freund, unsicher über ihr Talent, kümmert sich zu sehr um die Meinung anderer und vergleicht sich immer mit anderen.
Léo scheint ein netter Charakter zu sein.
Hannah ist in Paris gelandet, nur mit einer überzogenen Kreditkarte, einem Telefon (das sie bald verliert) und ihrer Kamera. Leo, dessen Musik sie wachgehalten hatte, hat ein ähnliches Schicksal erlitten
und sie landen zusammen in Paris und warten auf den nächsten Zug nach Amsterdam. Als sie ihre Mutter anruft, ist diese wenig hilfsbereit und erinnert Hannah daran, dass sie immer im Schlamassel landet.
Ich mochte Hannah, sie ist ziemlich schusselig, unorganisiert und nervös und sie hat sich sehr auf ihre Mutter verlassen. Als Leo mit einem Motorrad auftaucht und ihr anbietet, sie zur Polizeiwache zu bringen,
denkt sie, dass er sie vielleicht entführen will, aber er steht zu seinem Wort.
Leo bietet ihr an, sie auf eine Tour durch Paris mitzunehmen, worüber sie sehr beunruhigt ist. Es ist eine wunderbare Reise durch Paris, Hannah hat sich von Simon wie ein Kind behandeln lassen
und sie beginnt mit Leos Hilfe zu entdecken, dass sie mutiger sein kann. Leo scheint seine eigenen Geheimnisse zu haben, die er nicht so einfach teilen will.
Die Geschichte ist voller Überraschungen und ich habe es genossen, diese hinter Leo und Hannah herauszufinden, je mehr ich las, desto mehr wurde ich in das Leben der beiden hineingezogen.
Fazit:
Dieses ist ein großartiges Buch, lustig, und herzerwärmend ein Buch was ich sehr gerne empfehle.
Rezensionen von hexenaugen:
Auf Umwegen ins Glück
Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
Klappentext
Manchmal liegt das Glück eben doch auf der Straße …
Romy betreibt ziemlich erfolglos einen Food Truck. Als ihr der ohnehin schon unattraktive Stellplatz am Bahnhof auch noch gekündigt wird, eine saftige Steuernachzahlung droht und ihr Freund sie verlässt, steht Romy vor einem Scherbenhaufen.
Widerwillig stimmt sie zu, den geliebten Truck an ihren unsympathischen Nachbarn Leonard zu verkaufen. Allerdings nur unter einer Bedingung: Sie will damit ein letztes Mal nach Italien reisen, wo sich Streetfood-Artist Quinto aufhalten soll, eine Art Banksy der Kochkunst. Doch auch Leonard hat eine Bedingung: Er will mit nach Italien
Meinung
Wer leichte Romane mag und Frohsinn für den Urlaub oder ein Wochenende sucht, kann mit diesem Roman nichts falsch machen.
Ein mitreißendes Buch. Nicht zu tiefgründig, voll Gefühl, wunderbar zu lesen
Ich habe dieses Werk mit großer Freude gelesen.
Die Figuren sind leicht verschroben, aber so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gerne haben muss.
Die Autorin schafft es mit einigen Wendungen und den interessanten Protagonisten, der Geschichte eine Dynamik zu verleihen, die einen zum Weiterlesen zwingt.
Fazit:
Der erfrischende Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch war sehr abwechslungsreich, ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Unterhaltsamer Einstieg zum Thema Tod und Sterben
Abschied von Hermine von Jasmin Schreiber
Nach der Lektüre von „Abschied von Hermine“ lässt niemanden mehr der Tod kalt und es ist überraschend, wie oft man im Alltag mit dem Altern, Sterben und dem Ende des Lebens konfrontiert wird. Die Lektüre war manchmal unbequem und an einer Stelle etwas unappetitlich, aber überraschend leicht zu lesen, unterhaltsam, interessant und in der Betrachtung vielfältiger, als ich gedacht hätte.
Manches „unnütze“ Wissen werde ich nicht so schnell vergessen und den Sterbeprozess an einem Hamster zu erläutern fand ich wesentlich erträglicher, als das darauf folgende Beispiel an einem (fiktiven) Menschen. Vieles wusste ich bereits, manches war mir neu. Aber alles ist verständlich und unkompliziert beschrieben. Mir hat besonders gefallen, dass sich die Autorin nicht so ernst nimmt, dabei authentisch bleibt, sich aber trotzdem auch kritisch äußert und immer wieder ihre persönlich Meinung einbringt. Ihre friedvolle Haltung gegenüber Tieren und der Natur empfand ich inspirierend, insbesondere das Schneckenkrankenhaus. An das Gendern musste ich mich erst gewöhnen und fand es beim Lesen eher störend und stellenweise auch übertrieben. Über das Ehrenamt der Autorin als Sternenkindfotografin hätte ich gern mehr erfahren. Außerdem hätte ich mir mehr Ausführlichkeit zu den verschiedenen Bestattungsritten gewünscht und einer wissenschaftlicheren Betrachtung von dem Gefühl der Trauer, das mir am Ende zu kurz kam. Ich hoffe, ich werde vor meinem Tod wenigstens noch erfahren, was es mit dem Inhalt ihres Gefrierschranks auf sich hatte - ein fast schon fieser Cliffhanger.
Insgesamt ein gutes Buch, über das Leben, das Sterben und den Tod, das den Leser an die Hand nimmt und mit Witz, Trost und Stärke unterhält und informiert. Es sei besonders denen ans Herz gelegt, die Angst vor dem Tod haben, denn es hilft zu verstehen, warum er unschön, aber wichtig ist.









