Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bibliofreund:

Tolle, neue schwedische Krimi-Reihe

Der andere Sohn von Peter Mohlin; Peter Nyström

FBI-Agent John Adderley liegt nach einem missglückten Undercover-Einsatz in Baltimore schwerverletzt im Krankenhaus. Damit seine Identität nicht auffliegt und seine Leben in Gefahr gerät muss er ins Zeugenschutzprogramm. Er entscheidet sich mit neuer Identität in seine Heimatstadt Karlstad in Schweden zurückzukehren, die er als 12jähriger mit seinem Vater verlassen hat.

Seine Mutter und sein Halbbruder leben immer noch dort. Dieser wurde verdächtig als vor zehn Jahren dort eine junge Frau spurlos verschwand. Jetzt wird der Fall neu aufgerollt und sein Bruder wird erneut verhört. John versucht ihm zu helfen, da er beteuert unschuldig sein aber dies könnte seine geheime Identität auffliegen lassen und und somit in tödlicher Gefahr bringen.
Das Buch liest sich sehr spannend und in einem Rutsch durch. Gefallen haben mir die Charaktere und die Tatsache, dass die Aufklärung nicht einfach war. Ich werde mir auf jeden Fall merken, den nächsten Band nicht zu verpassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bibliofreund

Rezensionen von bibliofreund:

Geheimnisse kommen ans Licht

Stay away from Gretchen von Susanne Abel

Nachrichtensprecher Tom Monderath war bislang fast ausschließlich mit seinem eigenen Leben und seiner der Karriere beschäftigt und sein Leben gerät komplett aus der Bahn als sich herausstellt, dass seine Mutter Greta Demenz hat. Tom versucht das zu verdrängen und redet sich ein, dass alles wieder ins Lot kommen wird.

Doch dann beginnt sie erstmals von ihrer Vergangenheit in Ostpreußen zu sprechen, von dem Krieg und von ihrem unehelichen farbigen Kind, seiner Schwester Marie. Nur, dass er davon nichts wusste und somit beginnt auch für ihn eine große Veränderung. Wie der Roman ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten, soviel sei nur gesagt: es handelt sich um eine ausgesprochen lesenswerte Geschichte, mit viel Gefühl in der man sogar den unsympathischen Frauenhelden Tom an Ende mag und mit ihm mitfühlt.
Nebenher gibt es noch ein gutes Stück deutsche Geschichte die erzählt wird und den Leser bereichert. Mich hat die Geschichte überzeugt und ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bibliofreund

Rezensionen von bibliofreund:

Wissen für die ganze Familie

Alles, was wir wissen und was nicht von Christopher Lloyd

Das Cover des Buches erinnert ein wenig auch an den Vorgänger und ist im gleichen Stil gehalten. Die Enzyklopädie „Alles, was wir wissen und was nicht. Raketen, Vulkane, Mumien, Bienen, Kriege, das Gehirn und unsere Zukunft“ aus dem wbg THEISS Verlag ist ein sehr informatives Buch, dass versucht, soviel Wissen weiterzugeben wie nur möglich.

Natürlich kann man in einen Buch solche großen Thematiken nicht ausschöpfen, das ist klar. Jedoch bieten das Buch eine sehr gute Aufmachung und Grundkenntnisse, die man bei Bedarf erweitern kann.
Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt und jeder wird sicherlich sein Lieblingskapitel finden können. Das Buch ist sowohl für Erwachsene als auch für Heranwachsende gedacht, denn man kann mit den kindern auch sehr gut über Geschichte und diverses Wissenswertes wie das Universum oder die Ökologie sprechen, mit dem Buch als Anregung.
Meiner Ansicht nach ist das Buch für die komplette Familie informativ und darf in keinem Bücherregal fehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bibliofreund

Rezensionen von bibliofreund:

Ein Erbe mit Folgen

Enriettas Vermächtnis von Sylvia Madsack

Nach dem Tod der 85-jährigen Enrietta da Silva, einer weltberühmten Schriftstellerin aus Argentinien, lädt ihr Testamentsvollstrecker Leuthard die Erben Emilio, ein Schönheitschirurg aus Buenos Aires und Jana, eine Schauspiellehrerin aus Salzburg nach Zürich ein. Sie sollen in seiner Kanzlei über das große Vermögen von Enrietta sprechen, dass sie erben werden.

Bevor aber die Konditionen festgelegt werden, taucht der junge Armando auf, der Anspruch auf den größten Teil des Erbes hat als angeblich leiblicher und sogar von Enrietta verheimlichter Sohn. Er soll nämlich aus einer geheimen Affäre stammen. Wird er dieses geheime Verhältnis zu der toten beweisen können?
Der Roman beschäftigt sich mit den Geschichten der drei Personen und geht, leider, weniger in die Lebensgeschichte von Enrietta ein. Der Schreibstil lässt mich etwas zwiespältig zurück, mal fand ich den Inhalt spannend, mal aber doch etwas langatmig. Ich denke schon, dass es ein lesenswertes Buch ist aber mit Potential noch nach oben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bibliofreund

Rezensionen von niknak:

Liebe am Bauernhof

Hundeherz und Liebesglück von Petra Schier

Inhalt (Klappentext):
Flugbegleiterin Elke hat sich auf entspannte Urlaubstage im Wellness-Hotel gefreut. Stattdessen ist sie jetzt in der Ferienwohnung auf einem Bauernhof untergebracht, wo sie sich völlig fehl am Platz fühlt. Nur schwer kommt sie mit der unverschämt offenen Art der Bäuerin klar und dass Schäferhündin Ania ihr kaum von der Seite weicht, macht ihr Angst.

Als dann auch noch Jungbauer Bruno auftaucht, ist Elke völlig überfordert. Warum rüttelt schon sein Anblick ihre Gefühlswelt so durcheinander? Am liebsten würde sie gleich wieder abreisen. Aber dann spürt sie, wie mit jedem weiteren Tag ihre Anspannung nachlässt. Langsam beginnt sie, sich auf das ruhige Landleben einzulassen, genauso wie auf die Liebe der treuen Ania und vielleicht sogar ein wenig auf Bruno.

Mein Kommentar:
Ich kenne bereits viele Bücher der Lichterhaven Reihe der Autorin und ich bin immer wieder gern an diesem Ort. Diesmal handelt es sich allerdings nur um einen Kurzroman, der aber nicht weniger toll geschrieben ist, als die längeren Bücher der Reihe. Dennoch hat ihn die Autorin anders gestaltet und ich war ein wenig überrascht.
So wird die Geschichte von einem Erzähler erzählt und wechselt immer wieder in der Zeit von Gegenwart zur Vergangenheit von vor 16 Jahren als sich Bruno und Elke kennen und lieben gelernt haben. Das war einmal ein ganz anderer Ansatz für ihre Bücher, da man normalerweise erst so langsam miterlebt wie die Protagonisten zusammenkommen. Und auch wenn ihre Bücher eigentlich immer ein Happy End haben, kommt man als Leser oftmals ins Grübeln, ob es gut ausgeht oder nicht. Diesmal ist es ganz anders und man liest schon auf der ersten Seite, dass sie nun schon seit Jahren glücklich miteinander sind. Trotzdem hat mir die Geschichte nicht weniger gut gefallen, als die anderen. Ein wenig schade fand ich allerdings, dass die Hündin Ania nicht so zu Wort kommt, wie ich es von den anderen Büchern der Autorin gewohnt bin. Trotzdem gab es sehr viele und schöne Szenen mit der Hündin, die sehr emotional und liebenswert waren. Auch der Humor kam nicht zu kurz und man musste Ania einfach gern haben.
Die Autorin hat es trotz der Kurzgeschichte wieder einmal geschafft, den Leser ans Buch zu fesseln und sympathische Protagonisten zu schaffen, die man als Leser sofort ins Herz schließt. Auch für Leser, die Lichterhaven noch nicht von anderen Büchern kennen, werden den Ort mit diesem Buch ins Herz geschlossen haben und die Bewohner liebgewonnen haben. Zumindest mir ging es wieder so. Ich freue mich immer auf einen Ausflug in diesen Ort und hoffe allerdings, dass nächstes Mal auch die Hunde wieder zu Wort kommen, da dies für mich ein kleines Highlight bei den Büchern von Petra Schier ist. Dennoch habe ich dieses Buch genossen und kann es jedem nur empfehlen.

Mein Fazit:
Ein gelungener Kurzroman der Autorin, der überraschend anders ist als ihre gewohnten Lichterhaven Bücher, aber dadurch nichts von seinem Reiz verliert. Man kann sich wohlfühlen und das Buch genießen. Leider war es diesmal viel zu kurz.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von niknak:

Schatten der Vergangenheit

Hundeherz und Liebesglück von Petra Schier

Inhalt:
Zandra Larkin hatte es nicht leicht in ihrer Vergangenheit und musste einen schweren Verlust verkraften. Doch da gibt ihr das Schicksal eine zweite Chance, doch wird sie diese nützen können?
Kane Price ist Arzt und alleinerziehender Vater. Er hat in der Vergangenheit hart gekämpft und alles erreicht, was er wollte, nur mit den Frauen klappt es nicht so ganz.

Er lässt sich auf keine längere Beziehung ein. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit ein.

Mein Kommentar:
Dieses Buch stammt von der Autorin Jessica Fox und ist der erste Teil der Reihe „Söhne der Sünde“. Ich kenne bereits ein paar Bücher der Autorin und sie hat einen flüssigen und gefühlvollen Schreibstil. Man ist als Leser sehr schnell in der Geschichte gefangen und fiebert mit den Protagonisten mit. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich – Perspektive von Zandra und Kane erzählt und so erhält man als Leser viele Hintergrundinformationen über die Beiden. Man lernt sie sehr gut kennen und verstehen. Beide haben ein großes Geheimnis, welches sie erst langsam Preis geben und dadurch haben sie eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Nun müssen sie versuchen das Beste daraus zu machen und zu schauen, ob es einen gemeinsamen Weg für sie gibt. Diesen Zwiespalt und ihre Unsicherheiten kann man im Buch sehr gut erkennen und man leidet mit ihnen mit.
Ich fand beide Charaktere sehr authentisch und sympathisch beschrieben und ich habe beide recht schnell ins Herz geschlossen, auch wenn ich nicht alle ihre Aktionen gleich verstanden habe und mich oft wunderte, warum sie auf diese Art und Weise agiert haben. Doch wenn man sie besser kennen lernt, versteht man sie auch besser.
Sehr sympathisch war mir von Beginn an Fox. Ihn habe ich am meisten ins Herz geschlossen, durch seine kindliche und freundliche Art. Er war ein richtiges Highlight für mich in diesem Buch.
Leider hat es mich ein wenig gestört, dass beim Buch von einer Arztromanze die Rede ist, da dies für mich eine zu untergeordnete Rolle spielt, als dass man es am Cover erwähnen sollte. Die einzige Verbindung dazu ist, dass Kane Arzt von Beruf ist, aber das war es auch schon. Ich finde, wenn es schon als Arztromanze betitelt wird, sollte darauf auch ein wenig eingegangen werden. Das hat mich ein klein wenig gestört. Aber ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und mich auch gut unterhalten.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsames Buch mit authentischen Charakteren, die einige Höhen und Tiefen in diesem Buch überwinden müssen, um die Chance auf eine gemeinsame Zukunft zu haben. Eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von gerlisch:

Die Macht des Geldes

Caldera von V. S. Gerling

Dieser Thriller ist der sechste und wohl leider auch der letzte Teil in der Reihe um den Sicherheitsberater Nicolas Eichborn. Auch ohne die Vorgängerbände gelesen zu haben ist man sofort mitten im Geschehen und lernt die Hauptprotagonisten sofort gut kennen.

Nicolas Eichborn nimmt den Kampf gegen Terroristen und dem Führer einer Weltmacht auf und geht damit einen sehr gefährlichen Weg.

Das Thema dieser fiktiven Story ist eine Verschwörung auf höchster Ebene in den USA mit Unterstützung von superreichen weißen Männern.

Der Aufbau der Story ist authentisch und dementsprechend erschreckend, da so eine Verschwörung durchaus Realität werden könnte.

Gut gefallen hat mir der überaus fesselnde Schreibstil des Autors, der gespickt ist mit humorvollen und leicht sarkastischen Dialogen.

Durch relativ kurze Kapitel und immer neu hinzukommende Handlungsstränge, wurde der Spannungsbogen extrem hoch gehalten.

Ein wahrer Pageturner.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gerlisch

Rezensionen von niknak:

Entscheidung für die Liebe

Caldera von V. S. Gerling

Inhalt (Klappentext):
Für die alleinerziehende Eventmanagerin Sarah ist das Wiedersehen mit dem finnischen Musiker Alex Morgan ein Wechselbad der Gefühle. Sie wird einfach nicht schlau aus ihm. Mal ist er abweisend, dann wieder total charmant. Und da wäre auch noch James Hartfield, begehrter Rockstar und offensichtlich interessiert an ihr.

Sarahs Tochter Lilly hat sich immer erträumt, er würde einmal ihr Papa werden. Bei Alex’ Anblick hingegen bekommt Sarah immer noch Schmetterlinge – und die beiden verbindet mehr, als er weiß.
Alex traut seinen Augen kaum, als er Sarah nach all den Jahren im Berliner Grand Hotel wieder sieht. Sie war seine Traumfrau und dann sein absoluter Alptraum, weil sie ihn einfach so verlassen hat. Aber er wird sich an ihr rächen. Nur dumm, dass Sarah überhaupt nicht das Biest ist, für das er sie hält. Und wer ist dieses kleine Mädchen, das ihn an irgendwen erinnert …?

Mein Kommentar:
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans „Groß, blond, Rockstar! Traummann?“ der Autorin Sandra Helinski. Ich kenne das Originalbuch nicht, von daher kann ich auch nichts dazu sagen, was sich verändert hat.
Die Autorin hat einen einfachen und flüssigen Schreibstil und erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. So wird teilweise aus Sarahs Sicht und aus Alex Sicht die Geschichte erzählt und manchmal erzählt einfach nur ein Erzähler ganz neutral das Geschehen. Das fand ich sehr abwechslungsreich und hat mir gut gefallen.
Das Buch an sich ist ein Wechselbad der Gefühle. Es gibt viele romantische und gefühlvolle Szenen, aber auch viel Humorvolles. Dennoch kommen auch die Eifersucht und das Wechselbad der Gefühle nicht zu kurz, wodurch ein wenig Spannung aufrechterhalten wird. Sarah muss sich immerhin zwischen zwei Männern entscheiden, die sie beide am liebsten in ihrem Leben haben möchte. Zum einen ist bei Alex ihr Herz voll dabei und die Funken fliegen einfach, und zum anderen ist James, der Partner auf den sie sich immer verlassen kann und der ihr ein wirklich guter und wichtiger Freund ist. Man merkt die Problematik, die Sarah hat sehr deutlich und versteht auch ihren Zwiespalt der Gefühle. Zumal sie auch noch auf ihre Tochter Lilly Rücksicht nehmen muss und schauen, was für sie das Beste ist. Man versteht ihre Gedankengänge und Ängste als Leser sehr gut, auch wenn sie mir im Laufe des Buches manchmal ein wenig zu langatmig vorkamen. Im Gegensatz dazu war mir das Ende fast ein wenig zu überstürzt. Da hätte man die Seiten einbauen können, die man meiner Meinung nach vorher einsparen hätte können. Aber das ist nur meine Meinung, deshalb auch der Punkt Abzug.
Dennoch hat mich das Buch wirklich gut unterhalten und ich hatte ein interessantes und kurzweiliges Lesevergnügen. An manchen Stellen war mir das Buch fast ein wenig zu vorhersehbar, aber das ist manchmal ja auch nicht schlimm, dann muss man weniger mitdenken beim Lesen. Doch diesmal fand ich es ein wenig schade, denn durch die vielen Eifersuchtsszenen und dem hin und her zwischen den Männern, hätte man sicher auch über einen längeren Zeitraum den Spannungsbogen aufbauen können.
Die Protagonisten waren sehr schön und auch mit der nötigen Tiefe beschrieben und Lilly fand ich einfach nur bezaubernd und war für mich oftmals ein großes Highlight im Buch. Sie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Im Gegensatz dazu war ich mir bei Alex und James nicht immer so ganz sicher, wie ich dran war, auch wenn beide ihren eigenen Charme haben. Und Sarah fand ich zwar nett, aber manchmal ein wenig sprunghaft. Sie konnte sich nie so richtig entscheiden und hoffte manchmal, dass andere für sie die Entscheidungen abnahmen. Sie stand nicht so wirklich fest im Leben und wusste nicht, was sie wollte. Aber diese Eigenschaft machte das Buch natürlich manchmal auch wieder spannend.

Mein Fazit:
Ein schöner Sommerroman mit einer Herz Schmerz Geschichte, die nicht immer geradlinig verläuft und bei der die Protagonisten erst ihren Weg im Leben suchen müssen. Eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch mit vielen Höhen und Tiefen für die Protagonisten. Wirklich lesenswert.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von Lesestern:

Ein rätselhafter Mord und die Wunden der Vergangenheit

Die Ruhe vor dem Sturm von Lynn H. Blackburn

„Ruhe vor dem Sturm“ von Lynn H. Blackburn ist im Januar 2021 im Brunnen-Verlag erschienen.

Dies ist der dritte und letzte Band einer Reihe um die Polizistin Anissa Bell, die als Tauchexpertin zusammen mit ihrem Team für die Mordkommission arbeitet.

Dabei verfolgt sie ein schon jahrelang zurückliegender Fall, der nie aufgeklärt werden konnte.

Ihre beste Freundin Carly wurde Opfer in einem Entführungsfall, zu dem bis heute keine Spur gefunden wurde. Besonders tragisch ist es für Anissa, dass Carly zur falschen Zeit am falschen Ort war. Anissa wäre eigentlich an ihrer Stelle gewesen, denn es war ihr Babysitter Job, den sie in ihren Augen aus selbst verschuldeten Gründen nicht wahrnehmen konnte und bei dem die hilfsbereite Carly für sie einsprang. Nicht nur, dass Carly ermordet wurde, auch die damals dreijährige gekidnappte Jillian gilt seither als vermisst.

Dieses um lange Jahre zurückliegende Verbrechen ist der Grund, warum Anissa zur Polizei ging und nicht mit ihrer Missionarsfamilie weit weggezogen ist.

Angesichts dieses neuen Mordfalls sieht Anissa sich erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und alte Wunden brechen wieder auf.

Ausgerechnet der für sie suspekte und ehemalige Undercover Ermittler Gabriel Chavez findet einen Zugang zu ihrem schuldbeladenen Herzen…

Mein Leseeindruck:

Eine Geschichte, die einem abtauchen lässt, fesselt und ab zu den Atem nimmt und damit auch in ihrem Schreibstil genial zum Thema des Tiefsee-Tauchens und immer wieder Atemholens genau passt.

Es ist der dritte Band und somit das Finale einer angelegten Krimi-Reihe, bei dem mir auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger nichts gefehlt hat.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen und wichtige Informationen aus den vorangegangenen Büchern werden in Rückblicken geliefert.

Mein Fazit:

Ein Buch, das man einmal angefangen, ungern aus der Hand legt und dessen gut ausgearbeitete Charaktere sich zu Freunden während dem Lesen entwickeln. Dies geschieht nicht zuletzt durch ihre in die Tiefe gehenden Gedanken und Glaubenseinstellungen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesestern

Rezensionen von PMelittaM:

Hat leider meine Erwartungen nur teilweise erfüllt

Lady Churchill von Benedict Marie

Der Roman erzählt ausgewählte Ereignisse im Leben der Ehefrau Winston Churchills, beginnend mit dem Hochzeitstag. Die gewählten Ereignisse sind prägend, nicht nur für Clementine Churchill, sondern auch für Großbritannien – neben Clementines privatem Leben wird auch das politische in den Mittelpunkt gestellt, letzteres sogar ein bisschen deutlicher.

Sicher kann man Clementine nicht ohne ihren berühmten Ehemann sehen, aber, Clementine hat ebenso wie er eine politische Stimme, die sie zum einen dafür nutzt, Winston zu unterstützen, die sie aber auch selbst laut werden lässt, manchmal dezent und im Hintergrund, ihre Position nutzend, manchmal aber auch laut und deutlich. Ihre Stimme ist dabei zunächst vor allem feministisch, sie setzt sich z. B. für das Frauenwahlrecht ein, später aber auch patriotisch, wenn sie nicht nur versucht, die Lage der Briten, vor allem die der Frauen und Kinder, im 2. Weltkrieg zu verbessern, sondern auch z. B. die US-Amerikaner zum Einstieg in den Krieg zu überzeugen, um Großbritanniens Lage zu verbessern.

Die Zeit des 2. Weltkrieges nimmt mehr als ein Drittel des Romanes ein – und mit dem Krieg endet auch der Roman – leider. Clementines Leben ist da noch lange nicht zu Ende, aber die Autorin hat beschlossen, uns am Rest nicht mehr teilhaben zu lassen. Mich hätte das schon interessiert, z. B. Clementines Gedanken zu Queen Elisabeth, zu Churchills zweiter Amtszeit oder zu seinen letzten Jahren. Ich hätte Clementine gerne bis zum Schluss begleitet.

Wobei ich sagen muss, dass ich zuerst sehr begeistert war, z. B., dass die Autorin ihre Protagonistin selbst in Ich—Form erzählen lässt, und man ihr als Leser dadurch näher kommen könnte, aber leider war dem dann doch nicht durchgehend so, zumindest bei mir. Ja, zunächst kam ich ihr tatsächlich näher und konnte mich in sie hineinversetzten, später dann deutlich weniger, und tatsächlich fiel es mir immer schwerer, den Roman in die Hand zu nehmen, auch wegen zunehmender Längen.

Ich glaube, es war auch die Art der Erzählung anhand Spotlights, die mir dann doch nicht so gut gefallen hat, dazwischen liegt oft viel Zeit, manchmal Jahre. Manches erfährt man zwar kurz im Rückblick (dieses dann im Präteritum, während der Rest des Romans im Präsens erzählt wird), aber Clementine bleibt in meinen Augen relativ oberflächlich, ihre tiefsten Gefühle erfahre ich nicht, z. B. wenn sie psychisch am Ende ist – ich kann nicht wirklich mit ihr mitleiden.

Dennoch habe ich dieses Buch mit Interesse gelesen, einfach, weil es wichtig ist, sich mit dieser interessanten Frau zu beschäftigen, und dafür bietet dieses Buch zumindest einen Einstieg. Winston Churchill kennt jeder, aber seine Frau nicht, in Großbritannien ist sie vielleicht präsenter, aber ich selbst habe mir bisher nicht viele Gedanken über sie gemacht, und wusste nicht, wie sehr sie mitmischte.

Leider hat der Roman nicht alle meine Erwartungen erfüllt. Ich habe Clementine Churchill kennengelernt und erfahren, dass sie nicht nur „die Frau an seiner Seite war“, sondern auch tatkräftig mitmischte. Clementine als Mensch ist mir allerdings recht fern geblieben, obwohl die Erzählweise in Ich-Form zum Gegenteil hätte beitragen können. Auch hatte der Roman zunehmend Längen, so dass ich mich manchmal sogar zwingen musste, ihn weiter zu lesen. Ich vergebe daher nur 3 Sterne, wer sich aber für die Ehefrau Winston Churchills interessiert, kann hier einen Einstieg finden, mehr über sie zu erfahren.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PMelittaM