Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von hexenaugen:

Unterhaltsame Geschichte

Forever and ever von Samantha Young; Kristen Callihan

Inhalt:

Der ersehnte Job ist für Parker zum Greifen nah. Das Einzige, was sie von ihrem Traum trennt, ist ihr Single-Dasein. Denn Parkers Chef hat die verstaubte Vorstellung, nur ein fest liierter Mitarbeiter mit Eigenheim sei ein guter Angestellter. Also engagiert sie für ein Firmenessen jemanden, der ihren Freund spielt.

Doch dieser taucht zu dem ersten Fake-Date nicht auf, sondern sein Bruder Rhys. Und aus dessen sexy Mund kann sie sich so einiges anhören. Dann nimmt der Abend eine seltsame Wendung: Ihr Boss ist begeistert von dem Ex-Boxchampion, und Rhys ist plötzlich der Mann an ihrer Seite. Je besser Parker ihn kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch von Leidenschaft stand nichts in den Geschäftsbedingungen …

Meinung:

Parker versucht, in der Firma, in der sie arbeitet, eine Festanstellung zu bekommen. Um das zu erreichen, muss sie aber in einer ernsthaften Beziehung sein und ihren Mann zu einigen von der Firma gesponserten Veranstaltungen mitbringen.
Rhys' jüngerer Bruder sollte diese Rolle spielen, aber Rhys wollte nicht zulassen, dass sein Bruder seine Ivy-League-Ausbildung in den Wind schießt, um ein bezahlter Escort zu werden. Er wollte sich mit Parker treffen und ihr die Meinung sagen, aber er nimmt den Platz seines Bruders ein, als er merkt, dass das Arrangement ihm helfen könnte, sein familieneigenes Fitnessstudio zu retten.
Young und Callihan konnten fesseln, sie fingen als vorgetäuschte Freund/Freundin an, aber es dauerte nicht lange, bis sie merkten, dass ihre Gefühle sehr real wurden und nicht nur vorgetäuscht waren. Der locker leichte Schreibstil konnte aber auch mit emotionalen Parts fesseln.
Es war eine fabelhafte Lektüre, die ein Lächeln auf mein Gesicht und warme Gefühle in mein Herz gezaubert hat und auch das Buchcover konnte mit Motiv und Farbgestaltung überzeugen.

Fazit:

Wenn man nach einer Lektüre mit Humor sucht, liegt man mit diesem Buch genau richtig, es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von hexenaugen

Rezensionen von Petra:

Eine Suche

Zwischen uns ein ganzes Leben von Melanie Levensohn

Jacobina verspricht ihrem Vater ihre Halbschwester zu suchen, die während der Naziherrschaft in Paris verschollen ist. Sie hat es nicht getan, jetzt im hohen Alter hat sie ein schlechtes Gewissen und will mit Hilfe von Beatrice dieses Versprechen erfüllen. In der Vergangenheit ist Judith in Christian verliebt gemeinsam wollen sie aus Paris fliehen.

Dann ist sie auf einmal verschwunden.
Die Autorin erzählt sehr sprunghaft die Geschichte der drei Frauen. Mal sind wir in der Gegenwart und erleben die Geschichte von Jacobina oder von Beatrice. Dann wieder sind wir in Paris und begleiten Judith und Christian.
Ich mochte bis auf Christian keine der Figuren.
Christian ist sehr fürsorglich, intelligent und reif für sein Alter. Judith ist unvorsichtig obwohl sie als Jüdin von den Gefahren weiß nimmt sie wenig Rücksicht ob sie andere auch in Gefahr bringt.
Jacobina hält ihr Versprechen nicht, nicht weil es viel Arbeit und Mühe wäre, eher ist Eifersucht auf die unbekannte Schwester der Grund.
Beatrice ist nur unzufrieden, eigentlich will sie Karriere hat aber nicht genug Ellbogen dafür, anstatt das zu akzeptieren haben alle anderen Schuld.
Die Gegenwart ist eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Vergangenheit ist eine Liebesgeschichte in einer grausamen Zeit. Das Gleichgewicht stimmt für nicht. Die Vergangenheit nimmt zu viel Raum ein, die Suche die meiner Meinung das interessantere Thema ist läuft einfach nebenher,#´
Es ist von allem etwas aber nicht genug vom Wichtigen, die Autorin verliert sich manchmal in Details die wenig mit der Geschichte an sich zu tun haben.
Am Ende bleiben zu viele Fragen offen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Marie aus E.:

Ich konnte das Buch nicht weglegen

Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff

Ein zwar dünnes, aber doch großes Buch über Familie, Freundschaft, Trauer, Neid, Verlust und Hoffnung.

Zwei Paare, beste Freunde, leben in engster Nachbarschaft.
Doch die Freundschaft hat einen tiefen Riss, seitdem Sophie und Thies ihr Kind verloren haben und in einer Mischung aus Trauer und Schuldgefühlen, aber auch Neid auf das scheinbar perfekte Leben ihrer Freunde versinken.

Als ein fremde Frau in den Ort und ihr Leben kommt, beginnt eine eigenartige Dynamik im Leben der zwei Familien.

Ich mochte die Entwicklung, die die Geschichten nahm. Zeitweise hatte der Roman auch Züge eines Krimis - er war tragisch, aber auch sehr spannend.
Die Figuren so, dass ich mich in fast alle hinein versetzten konnte, lediglich bei Thies habe ich mich schwergetan.

Interessant fand ich auch die mal völlig andere Beschreibung eines Kindes, fernab der klassischen Zuweisung bei so jung Verstorbenen. Und was dies mit den Eltern gemacht hat.

Bei all der Düsternis war es aber nie richtig hoffnungslos.

Es fällt mir schwer, die Sogwirkung des doch relativ dünnen Buches zu beschreiben, es passt nicht richtig in meine Schubladen.
Aber vielleicht habe ich es gerade deswegen so gerne gelesen?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Die sympathische griechische Großfamilie stiehlt die Show!

Kiss me in Mykonos von Rider Catherine

Der Untertitel dieses Werkes, 'A Summer Romance', hält auf jeden Fall, was er verspricht – "Kiss me in Mykonos" (cbj Verlag, Mai 2021) ist ein süßer Jugendroman über unerwartete Gefühle unter griechischer Sonne. Für mich war es das erste Buch vom Autoren-Duo Elliot & Noble alias Catherine Rider und angetan vom vielversprechenden Klappentext, freute ich mich auf ein paar entspannte Lesestunden.

Bereits das sommerliche, in harmonischen Blau- und Orangetönen gehaltene Cover weckt Erinnerungen an Griechenland bzw. die Sehnsucht nach einem Urlaub am Mittelmeer. Insbesondere die strahlend weißen Häuschen mit ihren bunten Fenstern und Türen verströmen das typisch griechische Flair. Durch die collageartige Anordnung der verschiedenen Bilder wirkt das Cover wie eine Sammlung von Schnappschüssen und passt sehr gut zum Genre.

Izzy aus New York wollte ihren Sommer eigentlich als Sängerin auf einem schicken Mittelmeer-Kreuzfahrtschiff verbringen, zusammen mit ihrem Freund Tyler. Doch kurz vor der Abreise kracht es zwischen den beiden und trotz Trennung müssen sie sich nun eine Kabine teilen. Hinzu kommt, dass sich Izzys Job als totaler Reinfall entpuppt: Statt auf der Bühne umjubelt zu werden, muss sie im peinlichen Hummer-Kostüm die Kinder bespaßen, während ihr Ex mit der heißen Lead-Sängerin anbandelt. Als sie denkt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, strandet sie bei einem Landgang versehentlich auch Mykonos, wo sie prompt einem anderen Amerikaner über den Weg läuft. - Zach aus Chicago ist mit einer schwierigen Mission in seine ursprüngliche Heimat zurückgekehrt: Nach dem Tod seiner Großeltern möchte er seinen Erbanteil aus ihrem luxuriösen Anwesen ausgezahlt bekommen, um seine Karriere voranzutreiben. Seine griechische Verwandtschaft ist entsetzt und denkt nicht im Traum daran, das mit wertvollen Erinnerungen behaftete Haus zu verkaufen. Gewitzt setzen sich Onkel, Tanten, Cousinen & Co. zum Ziel, Zach mit einem netten griechischen Mädchen zu verkuppeln, um ihm die Flausen auszutreiben…und staunen nicht schlecht, als dieser ihnen plötzlich eine fremde Amerikanerin präsentiert, die dringend eine Unterkunft benötigt…

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst etwas schwer, da ich mit Zach und Izzy, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird, nicht richtig warm wurde. Beide sind sympathische Figuren, aber mir fehlte es bei den Hauptprotagonisten einfach an Tiefe; es dauerte eine Weile, bis ich mit ihnen mitfiebern konnte. Zudem spielen jahrzehntealte Briefe eine wichtige Rolle, die anfangs jedoch ohne Erklärung eingestreut werden und deren Bedeutung sich erst nach und nach erschließt, was mich beim Lesen irritiert hat. Das Highlight der Geschichte war für mich Zachs laute, warmherzige Großfamilie, die den Roman ganz klar aufwertete, vor allem seine zwei partywütigen Cousinen.

Der Schreibstil ist locker und unkompliziert, also absolut dem Genre entsprechend. Gerade zu Beginn erschienen mir allerdings einige Dialoge hölzern und wenig authentisch. Izzys Gespräch mit einem 7-jährigen Jungen wirkte auf mich z.B. nicht realistisch (in Bezug auf die zu erwachsene Ausdrucksweise des Kindes).

Hinsichtlich des Settings hätte ich mich über intensivere Beschreibungen der Umgebung und mehr Mykonos-Flair gefreut; zwar wurden hier und da griechische Begriffe eingestreut und das legendäre Nightlife der Insel in die Story eingebunden, aber abgesehen davon hätte die Handlung an jedem anderen Ort am Meer spielen können.

Insgesamt war es ein angenehm kurzweiliges Lesevergnügen, für das ich gerne 3 ½ bzw. 4 aufgerundete Sterne vergebe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von brauneye29:

Guter Auftaktband

Hush (Band 1) - Verbotene Worte von Dylan Farrow

Zum Inhalt:

Sprache bedeutet Macht, zumindest ist das im dem Land Montane so. Die Barden regieren mit harter Hand. Denn sie wollen die Magie kontrollieren. Shea hat große Angst vor den Barden, denn sie hat ein Geheimnis. Doch dann passiert erwas, was ihr nur eine Wahl lässt. Sie muss ausgerechnet bei den Barden die Antwort suchen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist sehr fantasievoll und Auftaktbandlebt auch von der Fantasie. Mir hat Shea als Typ sehr gut gefallen, aber auch die Welt, in der sie lebt. Die andersartigen Lebensumstände. Die Geschichte ist sehr gut erzählt und hat auch einen tollen Schreibstil. Ich bin schon gespannt, wie die Geschichte wohl weiter gegen wird und freue mich auf eine Fortsetzung. Bemerkenswert finde ich, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, das macht das Buch noch mal besonderer.

Fazit:

Guter Auftaktband

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von Claudia R:

Leon Ritter ermittelt wieder

Verhängnisvolles Lavandou von Remy Eyssen

Klappentext:

Duftende Lavendelfelder, azurblaues Meer und ein dunkles Geheimnis.
Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt.

Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …

Cover:

Das Cover wirkt sehr maritim und idyllisch. Einzig der etwas verdunkelte Himmelt lässt ein wenig düstere Stimmung aufkommen. Vor allem die Farbgebung hat mir bei diesem Cover sehr gut gefallen und durch die Boote am Steg und dem Ort im Hintergrund, kommt gleich ein wenig Urlaubsfeeling auf.

Meinung:

Dies ist bereits Leon Ritters siebenter Fall und ich war schon sehr gespannt. Doch gleich diesen bewegenden und heftigen Moment hätte ich nicht erwartet. Diesmal geht es sehr brutal und auch sehr berührend zu. Allein schon, dass dieser Fall mit dem Fund einer Kinderleiche beginnt ist nicht leicht zu ertragen und dann auch noch ein Junge in einem Kleid, der wie ein Paket verschnürt wurde und in einer alten Mülltonne gefunden wurde. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche.

Der Fall wird spannend inszeniert und ist zugleich auch sehr bewegend, da Kinder involviert sind. Kinderleichen machen hier den Fall nicht gerade leicht und treffen schon sehr die Seele des Lesers. Bewegend und berührend wird hier der Fall aufgegriffen und ermittelt. Mal wieder sind Leon Ritter und auch seine Partnerin Capitaine Isabelle Morell involviert.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch die Hintergrundinformationen, die man über sie erhält sind gut durchdacht und wohl dosiert. Auch die örtlichen Beschreibungen und das Flair der Umgebung wird sehr gut wiedergegeben und hat seine ganz eigene Stimmung. Dadurch bekommt der Krimi mehr an Charaktere und wirkt sehr authentisch.

Man bekommt einen Eindruck von den Örtlichkeiten wo es sich abspielt, aber auch die Handlungen und Geschehnisse werden sehr gut und nachvollziehbar beschrieben und auch die Ermittlungen sind nachvollziehbar und stimmig. Mich konnte dieser Krimi sehr gut unterhalten, jedoch ist dieser nichts für Schwache Nerven und auch nicht immer leicht zu verdauen.

Heftige Entwicklungen und ein aktuelles Thema über junge Flüchtlinge in Frankreich, runden diesen Krimi perfekt ab.

Die kurzen Kapitel ermöglichen ein angenehmes Lesen und auch die Gliederung des Buches hat mir gut gefallen. Der Erzählstil ist angenehm und spannend und lässt sich gut und flüssig dadurch lesen.

Fazit:

Spannender Krimi mit heftigen, emotionalem und aktuellem Thema.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von Anja:

insgesamt zu langatmig, trotz berührender Momente

Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor

Das Buch hat mich etwas zwiespältig zurückgelassen. Einerseits enthält es einige lehrreiche und wertvolle Passagen. Andererseits habe ich die Geschichte als recht langatmig empfunden.
Wirklich viel passiert nicht – zumindest für mich. Mason hat da eine ganze andere Wahrnehmung, denn es werden ganz viele kleine Situationen beschrieben, die ihm wichtig waren, die ihm in Erinnerung geblieben sind oder ihn aufgewühlt haben.

Und seine Begeisterung für die einfachen Dinge ist durchaus schön zu lesen. Aber dennoch passiert mir halt einfach zu wenig.

Nun ist Mason insgesamt ein sehr spezieller Charakter:
Er ist Legastheniker und wohl auch Synästhetiker.
Er ist anscheinend ein wenig zu groß und kräftig für sein Alter.
Er schwitzt so stark, dass er sich mehrfach am Tag umziehen muss.
Und denkt ein wenig langsamer als andere Kinder seines Alters.

All das sorgt dafür, dass Mason, der als Ich-Erzähler fungiert, eben seine ganz eigenen Themen in den Vordergrund stellt, wie Kleinigkeiten, die er über den Tag hinweg erlebt und wie er beispielsweise das regelmäßige Umziehen aufgrund des Schwitzens in seine Aktivitäten einbaut, was im Ergebnis zu vielen Wiederholungen führt. Auch in seiner Erzählweise hat Mason einige Phrasen, die er immer und immer wieder wiederholt, was ich mit der Zeit als recht anstrengend empfunden habe.

Ansonsten ist die Sprache aber passend für die Zielgruppe (und für die Art, wie Mason dargestellt wird). Eher einfach gehalten, einfache Sätze, größtenteils leicht verständlich.

Da Mason viele Dinge anders wahrnimmt und nicht immer alles sofort durchschaut, was um ihn herum geschieht, passiert allerdings unglaublich viel zwischen den Zeilen – was sich aus dem Verhalten oder Aussagen der Figuren ableiten lässt, bei Mason aber nicht entsprechend ankommt und dementsprechend keine weitere Erwähnung oder Erklärung findet.

Und das, wo die Geschichte an sich schon keine leichte Kost ist:
Mason hat seine Eltern und seinen besten Freund verloren. Letzterer starb vor einem Jahr auf der Plantage von Masons Familie, wobei Mason die ganze Tragweite des tragischen Unfalls gar nicht versteht, obwohl immer wieder ein Polizist bei ihm zuhause auftaucht und Fragen stellt.
Zudem wird Mason heftig gemobbt, nicht nur verbal. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf ihn und seinen neuen Freund, die zwar einige Erwachsene wahrnehmen, aber gegen die niemand etwas unternimmt. Ein Punkt, der mich wirklich stört, weil das Mobbing letztlich komplett unkommentiert und folgenlos bleibt.
Auch den Umgang mit der Trauer, oder den fehlenden Umgang damit, finde ich ein wenig schwierig dargestellt. Oft wirkte Mason auf mich mit der Situation allein gelassen – obwohl seine Großmutter und sein Onkel prinzipiell für ihn da sind.

Was in der Geschichte wirklich schön thematisiert wird, ist der Wert der Freundschaft. Mason und sein neuer Freund ergänzen sich perfekt, obwohl die Jungen komplett verschiedenen sind, sowohl körperlich als auch geistig. Sie geben ein super Gespann ab, respektieren einander, unterstützen einander und verlieren – im Gegensatz zu vielen Kindern ihres Umfelds – nicht ein schlechtes Wort über die vermeintlichen „Fehler“ des anderen. Und sie hören einander zu – etwas, was einige Erwachsene im Verlauf erst noch lernen müssen.

Masons Unvoreingenommenheit ist toll, ebenso seine Hingabe für Dinge, die ihm am Herzen liegen.

Ganz am Ende wird auch das Thema Familie und Zugehörigkeit auf sehr rührende Weise aufgegriffen.

Fazit

Mason ist, keine Frage, ein interessanter und liebenswerter Charakter. Aber ist er auch eine Figur, in die sich 10-jährige Kinder hinversetzen können? Da bin ich mir nicht sicher. Zumal viele von Masons Besonderheiten nicht wirklich näher erklärt werden.
Ich empfand die Handlung insgesamt als wenig spannend. Sie ist sehr ruhig, weil Mason sich an so vielen Kleinigkeiten erfreut, die er ausführlich schildert (wobei mir grundsätzlich gefällt, wie der Junge seine Prioritäten setzt und wofür er sich einsetzt). Ebenso wie er lange die Probleme wälzt, die sich ihm in den Weg stellen. Erst kurz vor Schluss gibt es einige dramatische Momente, auf die die Geschichte bereits die ganze Zeit hinarbeitet.
Die ungleiche Freundschaft ist toll beschrieben. Und auch wenn die Sprache für die Zielgruppe passt, würde ich das Buch aufgrund der ruhigen, streckenweise zähen, Handlung, der vielen Zwischentöne und der teils heftigen, unbearbeiteten Themen, noch keinem 10-jährigen Kind einfach so in die Hand geben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anja

Rezensionen von yellowdog:

Ein origineller Berlin-Roman

Berlin Heat von Johannes Groschupf

Der Roman beginnt mit einem Paukenschlag in einem Wettbüro.
Die nervliche Anspannung und die Hitze meint man als Leser spüren zu können.
Ein wenig sehe ich den Autor Johannes Groschupf als einen Erben von Krimiautoren wie Dick Francis, natürlich mit jüngeren Sound. Den Vergleich beziehe ich in erste Linie auf die Kenntnisse menschlicher Psyche und das schätze ich sehr.

Gleichzeitig ist er auch sehr heutig sogar leicht in der Zukunft den die Corona-Pandemie ist bezwungen.

Der Protagonist, der gleichzeitig Icherzähler ist, halte ich für ebenso interessant wie ambivalent. So ganz koscher ist er auch nicht. Spielsucht, Schulden und nicht ganz einwandfreie Geschäfte, aber er ist im großen und Ganzen ein vernünftiger und cooler Typ, nur halt mit Schwächen.
Aber er ist momentan doch ziemlich am Boden und hat jede Menge Probleme. Ein Sumpf, in der versinkt. Das ist teilweise so intensiv geschrieben, das man es mit Beklemmung liest.
Manche Passagen sind rüde oder sogar drastisch.
Ein Roman, der sich nicht scheut, konsequent zu sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Gaby 2707:

Sehr abwechslungsreich und unterhaltsam

Es könnte wehtun von Johannes Groschupf

Bov Bjerk, Thilo Bock, Horst Evers, Nils Heinrich, Günter Herlt, Karsten Lampe, U.S. Levin, Dr. Marco Moor, Lea Streisand, Peter Vollmer und Janine Wagner haben unter den Rubriken im Wartezimmer, die Diagnose, unterm Skalpell, bittere Medizin und Ärzte haben´s auch nicht leicht je eine oder auch mal zwei Geschichten zu diesem kleinen Buch beigesteuert.

Die witzigen, aussagekräftigen Illustrationen kommen von Elizabeth Shaw.

Ab einem gewissen Alter bleibt ein gelegentlicher Arztbesuch nicht aus. Da trifft man auf den Mann, der nach stundenlangem Warten selbst nicht mehr weiß, was ihm fehlt; ein anderer fragt sich, ob er in einer Arztpraxis oder in einem Schönheitsinstitut gelandet ist. Ein weiterer schleppt sich mit Bauchschmerzen in die Arztpraxis, um sie von Winden befreit wieder zu verlassen.

Aber auch die Ärzte treffen auf die verschiedensten Patienten. Z.B. auf eine Frau (es ist wirklich eine Frau), die meint an ihrem Schnupfen zu sterben. Oder ein Mann, dessen Freund an seiner Stelle operiert wird. Und einer, der wegen Appendix nicht in den Himmel kommt.

Man mag nicht glauben, was es hier alles gibt. Ich habe geschmunzelt und auch mal laut gelacht; mit dem Kopf geschüttelt und ungläubig weiter gelesen. Die Geschichten sind so unterschiedlich, eine gelungene Mischung, wie ich finde, bei der auch der schwarze Humor nicht zu kurz kommt. Einiges wird stark übertrieben dargestellt oder mit einem zwinkernden Auge. Aber alle bieten beste Unterhaltung.

Ich würde dieses kleine Buch in jeder Arztpraxis auslegen. Denn Lachen ist die beste Medizin.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von Claudia R:

unterhaltsam und authentisch ...

Es könnte wehtun von Johannes Groschupf

Klappentext:

Der siebzigjährige Rentner Paul Kerk lebt in Blankenberge an der belgischen Küste. Obwohl sich sein Freund Jakob regelmäßig über dessen Drang, Pfandflaschen zu suchen, lustig macht, kann Paul nicht widerstehen. Eines Abends trifft er an der Strandpromenade auf eine Gruppe alkoholisierter junger Männer, die ihn provozieren und zu einer Mutprobe herausfordern.

Paul kann sich nicht entziehen. Er lässt sich darauf ein, weil er keinen Ausweg sieht. Er springt vom Pier ins Wasser und kann sich retten. Aber danach beginnt sein eigentlicher Kampf. Er muss sich gegen einen Mordverdacht wehren.

Cover:

Das Cover zeigt einen älteren Herrn auf eine Plattform im Wasser zugehend. Optisch ist es an sich nicht schlecht, spricht mich persönlich jedoch nicht Direkt an. Da kenne ich schönere Cover von Büchern dieses Autors. Aber dies ist ja auch nur Geschmacksache.

Meinung:

Eine bewegende Geschichte, die den Leser von Anfang an mit nimmt. Die Geschichte rund um Paul wird sehr authentisch und realistisch erzählt, so dass man sich sehr gut in ihn hineinversetzen kann und die Situationen drumherum sehr gut nachvollziehen und verstehen kann.

Auch die Emotionen und Gefühle werden sehr gut rüber gebracht und die Handlungen und Geschehnisse sind nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut und locker lesen.

Im Gegensatz zu seinen bisherigen Krimis, wirkt dies in erster Linie, wie ein Erzählroman, mit einer leichten Liebesgeschichte am Beginn und kiminalistischen Zügen und Szenen, die sehr gut mit eingebunden sind.

Ein sehr authentischer Plot, der realistisch rüberkommt und bei dem man direkt mitleidet und sich hinein empfinden kann. Fesselnd und spannend, wird man von unvorhersehbaren Wendungen überrascht.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten, da ich hier nicht vorweg nehmen möchte.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sowie locker und authentisch.

Eine Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat und die mir auch vom Erzählstil gut gefallen hat. An einigen Stellen, hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Spannung erwünscht und erwartet.

Fazit:

Authentisch, realistisch und eine sehr unterhaltsame Kriminalgeschichte, die ich gern weiter empfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R