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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von carola1475:

Beckett bleibt sich auch mit der neuen Thriller-Reihe treu

Die Verlorenen von Simon Beckett

Jonah Colley ist Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit der Londoner Polizei. Seine Arbeit ist sein Lebensinhalt, mehr ist da kaum, er ist ein gebrochener Mensch seit sein vierjähriger Sohn vor 10 Jahren verschwand. Auch zu seinem ehemals besten Freund Gavin, ebenfalls Polizist, hat er seit Jahren keinen Kontakt mehr.

Nun ruft ihn Gavin abends an und bittet verzweifelt um Hilfe. Als Jonah um Mitternacht am verabredeten Treffpunkt, einem verlassenen Lagerhaus, vergeblich auf Gavin wartet und sich auf die Suche nach ihm begibt, beginnt ein Albtraum, der ihn schwer verletzt im Krankenhaus aufwachen lässt.

Jonah wird von der Polizei verhört und verdächtigt, er wird nicht an den Ermittlungen beteiligt und stellt eigene Nachforschungen an, anfangs langsam und mühselig, durch seine Verletzungen sehr gehandicapt und während des ganzen Buchs weiter gesundheitlich sehr angeschlagen.

Vom fulminanten Beginn an ist der Leser mitten im Geschehen, stößt mit Jonah an seine physischen und psychischen Grenzen und teilt seine Erinnerungen an Theo und dessen Verschwinden vor 10 Jahren und daran, wie es zum Bruch mit Gavin kam.

Der Thriller ist vielschichtig und atmosphärisch dicht, sehr geschickt konstruiert. Mit Jonah gewinnt auch der Leser allmählich immer mehr Erkenntnisse, überraschende Wendungen halten die Spannung durchgehend hoch und den Leser gefesselt. Wozu auch der düstere, intensive und flüssig zu lesende Schreibstil beiträgt.

Aus dem schockierenden Showdown geht Jonah nach langer Rekonvaleszenz psychisch gestärkt hervor. Er scheint ein wenig neuen Lebensmut zu finden, was dem vom Schicksal gebeutelten sympathischen Protagonisten von Herzen zu wünschen ist, und ich freue mich auf ein Wiedersehen im zweiten Band der Reihe.

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Rezensionen von April1985 :

Typische Young Adult Romance

Golden Campus von Ravensburger Verlag GmbH

Über Layla Paynes Trust my Heart bin ich durch Zufall gestolpert. Ich fand den Klappentext recht interessant, hatte aber nicht wirklich große Erwartungen. Aber was Leichtes für Zwischendurch kann ja nie schaden und so war das Hörbuch schnell geladen. Und eigentlich hätte mir der erste Teil der Golden Campus Trilogie auch richtig gut gefallen können, wären da nicht ein paar Dinge gewesen, die ich einfach unglaubwürdig fand, die für mich nicht stimmig waren und die nicht so richtig bei mir ankamen.

Aber fangen wir mal mit dem Positiven an. Layla Payne schreibt ganz wunderbar bildhaft, flüssig und sie lädt uns in die zauberhaft, charmante Kulisse South Carolinas ein. Alter Adel, Gründerfamilien, herrschaftliche Anwesen und viel Historie - Bilder, die meine Fantasie beim Lesen beflügelt haben und der Golden State Academy und ihren Schülern die perfekte Bühne geboten haben. Ja, ich mochte den Schauplatz richtig gerne, auch wenn die Einheimischen alles andere als freundlich eingestellt sind. Ein Problem, dass die 17-jährige May nur zu gut kennt. Durch ihre Großmutter ist May an der Golden State Academy aufgenommen worden. Als diese verstirbt, ist May plötzlich auf sich allein gestellt, muss sich mit ihren 17 Jahren alleine um alles kümmern und sich außerdem vor dem Gesetz für mündig erklären lassen. Es muss also dringend ein Job her und den findet May unverhofft als Nanny bei den reichen Brüdern Noah und Felix. May soll sich um die kleine Schwester der James-Brüder kümmern. Soviel zur Handlung, die zwar nicht wirklich originell ist, aber doch mein Interesse geweckt hat.
Leider muss ich aber im Nachhinein sagen, dass ich wirklich einiges unglaubwürdig und seltsam fand, was vorallem auch mit den Charakteren und deren Persönlichkeit zusammenhängt. So konnte ich Mays Verhalten zum Beispiel oft nicht nachvollziehen. May soll angeblich eine starke junge Frau sein; mir kam sie aber eher bockig und kindisch vor. Sie will einerseits als erwachsen angesehen werden, schiebt es aber immer wieder auf, die notwendigen Unterlagen einzuholen. Sie weigert sich ein klärendes Gespräch mit ihrer Mutter - schwere Vergangenheit hin oder her - zu führen und greift lieber zu illegalen Mitteln, um eine Empfehlung für das Jugendamt zu bekommen. Ganz ehrlich - es stellen sich mir sämtliche Nackenhaare auf, wenn so jemand als mündig erklärt werden würde. Das Verhalten ist absolut nicht erwachsen und zeigt eher, wie wichtig eine erwachsene Bezugsperson für May wäre. Ich glaube man merkt schon, dass May und ich bis zum Schluss nicht wirklich Freunde geworden sind.

Der zweite Punkt, den ich als äußerst kritisch ansehe, ist die Tatsache, dass May mit ihren 17 Jahren als Nanny für die etwas schwierige Schwester der James-Brüder engagiert wird. Sophie, welche ihre Eltern früh verloren hat, bräuchte eher psychologischen Beistand, als die Hilfe einer verkorksten Schülerin. Und auch die Tatsache, dass Felix, dass Sorgerecht für seine Schwestern erkämpfen will, habe ich dem Bad Boy nicht abgenommen. Sein Verhalten spricht zumindest nicht wirklich dafür, gelten seine Augen und seine Aufmerksamkeit eigentlich nur May. Ich musste wirklich oft Augenrollen und Kopfschütteln.

Ganz besonders erschreckend fand ich dann aber, dass sich selbst die Erwachsenen - wie zum Beispiel die Schuldirektorin - wie ein zickiger Teenager benimmt. High Society hin und her, aber die Darstellung war absolut realitätsfremd.

Weil ich gerade mit den Protagonisten so meine Problemchen hatte, kam die Love Story bei mir auch nicht so recht an. Mir fehlte es an Tiefgang, Emotionen und Knistern. Trotz allem habe ich die Geschichte aber gerne verfolgt. Das klingt jetzt vielleicht seltsam, ist aber so. Layla Payne hat es mit ihrer einnehmenden Art doch irgendwie geschafft mich zu fesseln und wie ich eingangs schon geschrieben habe, ein tolles Setting erschaffen. Und auch die Handlung hätte mir besser gefallen können, wenn die Protagonisten sich etwas authentischer verhalten hätten.
So hats zwar nicht zum Highlight und Must Read gereicht, aber für Zwischendurch war das Buch wirklich okay.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Hörbuch. Ich habe tatsächlich etwas gebraucht, um mich an die Stimme von Katja Sallay zu gewöhnen. Vorallem die erwachsenen Personen kamen extrem nervig rüber und ich habe der Sprecherin die Rollen einfach nicht abgenommen. May und Felix waren aber ganz gut getroffen, sodass ich das Hörbuch dann doch recht zügig durchgehört habe.

Fazit:

Layla Paynes Trilogieauftakt, konnte mich leider nicht gänzlich begeistern. Die Autorin schreibt unglaublich einnehmen, locker und flüssig und hat ein wunderbares Setting kreiert. Leider wirken die Charaktere aber alles andere als authentisch und aufgesetzt, was die gesamte Handlung irgendwie unglaubwürdig hat werden lassen. Für Zwischendurch war das Buch aber okay und daher gibt's auch 3 Herzchen. Weiterverfolgen werde ich die Reihe aber eher nicht.

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Rezensionen von Jituschka:

Ein bibliophiles Leseerlebnis mit dem Charme und Elan der 1920er Jahre

Berlin 1922 - Crime Mysteries von Michaela Küpper

Mit diesen Kriminalerzählungen zum Mitraten kann man in das Berlin der 1920er Jahre eintauchen. Als Ermittlerteam treten stets ein Kommissar Hartmann und seine neue Polizeiassistentin Rosalie Menzel auf, die Ich-Erzählerin der Geschichten, die als Frau bei der Polizei, die auch noch Auto fahren kann, mit einigen Vorurteilen zu kämpfen hat.

Die verschiedenen Geschichten sind sehr abwechslungsreich. Die Kriminalhandlungen an sich fand ich aber in der Regel nur mäßig spannend – als viel spannender und oft amüsant empfand ich hingegen das Setting und die Dialoge. Erzählt werden die Geschichten mit viel Witz und einem auf angenehme Weise altmodischen und zugleich beschwingten Charme. Bei manchen Zeugen kommt auch der berlinerische Dialekt zum Vorschein, ohne dass ich mich als Nicht-Berlinerin überfordert fühlte.
Die Gestaltung verdient bei diesem ungewöhnlichen Buch besondere Erwähnung: Jede Seite ist liebevoll illustriert mit Zeichnungen und Fotografien, die die Atmosphäre der 1920er Jahre aufleben lassen und perfekt zu den Kriminalerzählungen passen. Die Frage, wie viele der Fotos tatsächlich aus der Zeit stammen und welche nachgestellt wurden, bleibt allerdings leider offen (oder muss mühsam anhand der Angaben im Bildnachweis recherchiert werden) – sehr schade, denn ein kleines "Making-of" am Ende des Buches hätte ich bei dieser beeindruckenden Gestaltung interessant und auch als Anerkennung für diese Leistung angebracht gefunden. Dafür gibt es ein weiteres ungewöhnliches Gestaltungsmerkmal: Auf einigen Seiten steht jeweils unten eine Frage, bei der die Leser:innen ihre Beobachtungsgabe und ihr Detektivtalent unter Beweis stellen können. Ich habe dabei leider meist kläglich versagt, aber es hat Spaß gemacht! Die Lösungen kann man dann jeweils im weiteren Verlauf der Erzählung erfahren.
Dies alles machte dieses Buch für mich zu einem ganz besonderen bibliophilen Leseerlebnis, das ich sehr genossen habe!

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Rezensionen von Hexenaugen:

Spannende Familiengeschichte

Die Frauen vom Jungfernstieg. Antonias Hoffnung von Lena Johannson

Klappentext:

Hamburg, 1901. Oscars und Gerdas Unternehmen floriert. Zusammen unternehmen sie Reisen in die ganze Welt und lassen sich eine Villa an der Alster bauen. Gleichzeitig verstärkt Oscar sein gemeinnütziges Engagement, stets unterstützt von Antonia. Mit der Hilfe eines neuen Forschers glaubt Oscar die Cremeherstellung revolutionieren zu können.

Doch dann sieht es so aus, als ob ein alter Gegner ihm endgültig einen Strick drehen könnt

Meinung:

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und locker zu lesen. Ich konnte sehr schnell wieder in die Geschichte abtauchen und habe das Buch verschlungen.
Mir hat es sehr gefallen, dass sich die Autorin Zeit lässt die Geschichte zu erzählen. Wir können die Protagonisten in Ruhe kennenlernen.
Wir wissen ja, um welche Firma es sich handelt.
Trotzdem ist es klasse wenn man lesen kann, wie die Creme in der blauen Dose entwickelt wurde.

Fazit:

Ich warte ungeduldig auf Band 3, weil mir der 2. Band so gut gefallen hat.
Gern gebe ich eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Hier scheiden sich die Geister

Evie und die Macht der Tiere von Matt Haig

Das war mal wieder ein Buch, über das der Austausch mit dem Kind besonders interessant war.


Ich habe das Buch zuerst gelesen. Mir hat es ganz gut gefallen, mehr aber auch nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich das Grundthema inzwischen schon drölfzigmal gelesen habe und fand, dass es zu wenig "außenrum" gab.

Der Fokus lag so gut wie ausschließlich auf der besonderen Eigenschaft Evies und dem Kampf gegen einen Bösewicht. Ich hätte mir noch mehr rund um Evies Alltag und Freundschaften gewünscht. Für mich ein klassisches drei Sterne Buch, das ich auch umgehend weitergegeben hätte.

Dann kam die elfjährige Tochter, die das Buch an einem Tag ausgelesen hatte und ganz anderer Meinung ist.
Sie fand das Buch richtig spannend und konnte es gar nicht weglegen. Auch zum Grundthema war sie anderer Meinung. Klar gibt es schon viele Bücher, bei denen die Heldi:innen die Sprache der Tiere verstehen, aber hier war es doch wieder ganz anders umgesetzt. Sie mochte es total gerne, dass so viel aus der Tierperspektive zu lesen war und Evie den Tieren so zur Seite stand.
Nicht gefallen hat ihr dagegen, wie der finale Umgang mit dem Bösewicht war. Ich will hier nicht spoilern, deshalb kann ich nicht weiter darauf eingehen.

Die Altersempfehlung des Buches ist "ab neun Jahre" - das würde ich auch auf keinen Fall unterschreiten. Eher sogar etwas heraufsetzen, es ist zeitweise schon etwas grausam, deshalb wäre ich hier bei "ab zehn Jahre"

Die Illustrationen im Buch sind übrigens absolut großartig, ein echter Genuss.

Insgesamt war das Gesamturteil des Kindes: "5 Sterne, ein richtig tolles Buch!" Nachdem es ein Kinderbuch ist, zählt hier die Kindermeinung.

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Rezensionen von Hexenaugen:

lesenswerte Story

Es war einmal in Hollywood von Quentin Tarantino

Klappentext:

Los Angeles, Hollywood 1969
RICK DALTON - Einst der Star seiner eigenen Fernsehserie, ist er heute ein abgewrackter Schurke, der seine Sorgen in Whiskey Sours ertränkt. Wird ein Anruf aus Rom sein Schicksal retten oder es besiegeln?
CLIFF BOOTH - Ricks Stuntdouble und der berüchtigtste Mann an jedem Filmset, weil er der Einzige ist, der mit einem Mord davongekommen sein könnte.

..
SHARON TATE - Sie verließ Texas, um dem Traum von Hollywood nachzujagen – mit Erfolg. Sie lebt jetzt unbeschwert hoch in den Hollywood Hills.
CHARLES MANSON – Ein Haufen Hippies hält den Ex-Knacki für ihren spirituellen Führer, aber er würde alles dafür geben, ein Rock 'n' Roll-Star zu sein.
HOLLYWOOD 1969 - DU HÄTTEST DABEI SEIN SOLLEN

Meinung:

Ich habe gestern am späten Nachmittag angefangen, dieses Buch zu lesen und ich habe es gerade beendet.
Es ist schwer, das Buch mit dem Film zu vergleichen, es existieren fast zwei getrennten Geschichten und behalten trotzdem einen Hauch von Vertrautheit, da wir Szenen, Charaktere und sogar einige Teile des Dialogs aus dem Film kennen.
Man taucht ein in Tarantinos brillante Erzählweise, die dieses Buch zu einem unterhaltsamen Begleiter zum Film macht, der tiefer in die Charaktere von Rick und Cliff eindringt und ihre durch und durch fesselnden Hintergrundgeschichten mit einer Menge Details ausschmückt.
Film ist ein visuelles Medium, und die späten 1960er Jahre waren auch eine visuelle Ära.
Vor diesem Hintergrund ist es beeindruckend, dass Tarantino es schafft, die Bedeutung dieser Zeit in seinem Buch sehr gut darzustellen.
Tarantino gibt uns ausführliche Hintergrundgeschichten zu seinen Helden Dalton und Booth plus Brandy, dem Pitbull, wir erfahren sogar, was wirklich mit Booths Frau passiert ist.
Im Film soll er sie getötet haben.
Es ist inzwischen klar geworden: Dies ist kein handlungsorientierter Roman, was aber dem Lesevergnügen durchaus keinen Abbruch tut.

Fazit:

Ein reizvolles Buch was ich mit Vergnügen gelesen habe und was ich mit Freuden weiterempfehle

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Rezensionen von yesterday:

Unterhaltung, die nachdenklich macht

Die Toten vom Gare d'Austerlitz - Kriminalroman (Eddie Giral 1) von Chris Lloyd

Hier stimmt einfach alles. Umschlag und -text umfassen den wunderbaren historischen Krimi von Chris Lloyd optimal. Lloyds Recherche und Gespür für Atmosphäre machen die Geschichte rund um den fiktiven Inspecteur Édouard Giral (leider am Umschlag falsch geschrieben) lebendig und beklemmend.

Wir folgen Giral von 14.

bis 23. Juni 1940 durch Paris. Seine hartnäckige Art und dass er das Herz am rechten Fleck hat, sind gleichermaßen bewundernswert wie beängstigend. Er stellt sich allen Hindernissen mutig in den Weg und im Paris zu Beginn der deutschen Besatzung gab es unendlich viele davon.

Man könnte vermuten, dass die eine oder andere Leiche, ein Toter mehr, ein Selbstmord da, keine große Rolle spielten zu dieser Zeit. Für viele war das so, aber ein paar wenige sahen das anders. So auch Giral. Er macht keinen Unterschied nach Glaube, Rasse oder Ansehen.

Vier Polen werden grausam ermordet und trotz fehlender Unterlagen und vieler zu Fuß zurückgelegter Kilometer, schwierigen Ermittlungen bleibt er letztlich immer an diesem Fall dran. Durch die Figur des Inspecteurs und jene, die er trifft, zeigt Chris Lloyd viele verschiedene Facetten und Typen auf.

Der alleinlebende Mann und Vater, Soldat im ersten Weltkrieg, traumatisiert und nach der Rückkehr ohne psychologische Beratung geblieben. Die verschiedenen Deutschen: regimetreue Gestapo-Schergen, nationalistische Führer-Kritiker oder Kollaborateure. Journalisten, Flüchtlinge, Deserteure, alle aus diversen Ländern, … in Paris traf sich auf gewisse Weise die halbe Welt.

In “Die Toten vom Gare D’Austerlitz” spielen Fiktion und Tatsachen einander in die Hände, der Krimi unterhält und vermittelt gleichzeitig Begebenheiten, die wir nie vergessen sollten.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Anregende Sommerlektüre

Der Brand von Daniela Krien

Der titelgebende Feuerbrand zwingt das Ehepaar Rahel und Peter zur Umstrukturierung ihrer Urlaubspläne. Einem Hilferuf folgend, landen sie schließlich in einer ländlichen Idylle. Während jeder für sich eine Rolle einnimmt, wird das Schweigen unerträglich. Wo ist das gegenseitige Begehren geblieben?
Was nach einem Beziehungsdrama klingt, ist tatsächlich ein vielschichtiger Roman, in dem es nicht nur um eheliche Differenzen geht.

Sowohl der belesene Professor Peter, als auch die feinfühlige Therapeutin Rahel sind reizvolle Persönlichkeiten, die auch einen Konflikt innerhalb der Familie nicht scheuen.
Ebenso mitreißend: kritisches Hinterfragen der eigenen Gedanken und Taten und aktueller Themen, wie diskriminierungsfreie Sprache, frühkindliche Bindungsstörung und der Frage, wie man Wespen am besten fern hält, wenn man im Freien essen möchte.
Rahel macht sich als Ich-Erzählerin viele Sorgen, in denen stets der Wunsch nach Liebe und Begehren mitschwingt. Ihren Gedankengängen zu folgen, war meistens ein Vergnügen, weil sie sich nicht darin verliert und die Erkenntnisse in ihren Entwicklungsprozess aufnimmt. Ich mochte die klare Struktur des Romans, den Gesetzmäßigkeiten der Zeit folgend: Jedes Kapitel ein Tag, drei Wochen lang - Veränderung und Fortschritt deutlich sichtbar.

Ein literarischer Einblick in das Leben eines langjährigen Ehepaares, mit seinen Höhen und Tiefen und dem Zyklus des Lebens. Der klare Erzählstil schwingt mit gekonnter Leichtigkeit und fängt die Freiheit eines Sommerurlaubs und das Ehefrau- und Muttersein beispielhaft ein. Am Ende bleibt ein positives Gefühl, und die Erinnerung an einen Sommerurlaub, der gab und nahm. Empfehlung für alle, die ein Buch für die Ferien mit Anspruch und Sommerfeeling suchen.

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Rezensionen von Minangel:

Gesammelte Spielideen, die man intuitiv anwenden sollte

Five Minute Mum - Das Ideenbuch für Eltern von Daisy Upton

Unsere Meinung: Was hatten wir doch für hohe Erwartungen an das Buch, alleine schon der Tatsache geschuldet, dass Duden für Qualität steht. Doch leider mussten wir unsere Vorfreude etwas herunterschrauben, um doch noch mit den Spielideen Spaß zu haben. Dies lag an wenig neuen innovativen Spielideen und auch an der Tatsache, dass wir uns mehr Outdoorideen gewünscht hätten.

Die Altersangabe könnte manche leistungsorientierte Eltern stark verunsichern, da die Spiele zum Beispiel mit Buchstaben, Zahlen zu jung angesetzt wurden und somit ihr Kind dieses Spiel nicht ganz schaffen wird bzw. noch gar kein Interesse zeigt. Dazu sei erwähnt, dass ich in einer Kleinkindergruppe (- die Zielgruppe dieses Buches) arbeite und sie bei manchen Spielideen einfach überfordert waren. Bei einem 3jährigen Kind ist es nicht in der Regel, dass es gerade Linien ziehen kann und schon gar nicht, Zahlen der Reihe nach zu verbinden, dass ein Spinnennetz entsteht – um ein konkretes Beispiel zu nennen. Hier war es dann wie so oft im Elternalltag Zeit zum Improvisieren und Adaptieren, damit es doch noch ein freudiges Spielerfolgserlebnis gab.
Gefallen hat mir wiederrum, dass alte Spielideen mir wieder in Erinnerung gebracht wurden, wie zum Beispiel Memory mit Gegenständen, Tempelhüpfen usw. und wir einige gute neue Spielinputs bekommen haben.
Fazit: um es auf den Punkt zu bringen: eine nette Sammlung von altbekannten und auch neuen Ideen. Wenn man es mit der Altersangabe nicht so genau nimmt, intuitiv bleibt und über einiges hinweg liest, was „empfohlen“ wird und auf die goldene Regel pfeift, hat man sicherlich Freude daran. Dafür gibt es von uns befriedigende 3 verspielte Sterne.

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Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:

Düster- melancholisch

Unter dem Sturm von Christoffer Carlsson


Als in einer kalten Novembernacht 1994 im kleinen südschwedischen Marbäck der Hof der Familie Markström brennt und darin die Leiche der jungen Lovisa Markström gefunden wird, weist alles auf ein Verbrechen hin. Der Täter ist sowohl für die Polizei als auch für die Dorfbewohner schnell ausgemacht: Edvard Christensson war mit Lovisa befreundet und er ist, wie schon sein Vater, berühmt-berüchtigt für seinen aufbrausenden Charakter.

Zudem wird Edvard in der Nacht des Feuers mit Brandwunden im nahegelegenen Wald verletzt aufgefunden.
Edvard wird verurteilt, doch sowohl sein Neffe Isak, für den Edvard ein Vaterersatz und eine Art bester Freund war, als auch für den jungen Polizisten Vidar, bleiben Zweifel an Edvards Schuld bestehen.
Bei Isak verfestigt sich während seiner Kindheit und Jugend die Vorstellung, dass er den Keim des Bösen in sich trägt, wie sein Onkel Edvard und wie auch schon sein Großvater, und so gerät er immer wieder in Schwierigkeiten. Mit 18 sitzt er dann wegen Diebstahls vor dem Polizisten Vidar, der sich durch Isak an Edvards Verhaftung zurückerinnert Aufgrund seiner nun wieder erwachenden Zweifel rollt er den Fall erneut auf und stößt auf einige Ungereimtheiten.
Der Kriminalroman ist geprägt durch eine eher düster-melancholische Grundstimmung. Sowohl Vidar als auch Isak sind keine lebensfrohen oder glücklichen Figuren. Erinnerungen, Schuldgefühle, Unausgesprochenes verstärken die triste Atmosphäre, was gelegentlich auf Kosten der Spannung geht. Allerdings ist die Handlung geschickt angelegt, zwei Zeitsprünge, einmal 9 Jahre später, einmal 12 Jahre später, lassen den Leser Isaks und auch Vidars Leben mit allen Höhen und Tiefen mitverfolgen. So zieht sich auch der eigentliche Fall über Jahrzehnte, bis er endgültig aufgeklärt werden kann.
,,Unter dem Sturm“ ist eher ein nachdenklicher, melancholischer Kriminalroman, der den Leser durch die menschlichen Fehler der Beteiligten bewegt.

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