Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anna625:
Ein schönes, wichtiges Jugendbuch mit Schwächen
Kate in Waiting von Becky Albertalli
Kate und Anderson sind seit Ewigkeiten die allerbesten Freunde. Und da Andy schwul ist, können sie sich sogar miteinander über Jungs unterhalten und gemeinsam für sie schwärmen. Denn, wenn man ehrlich ist: bisher ist bei keinem der beiden jemals eine Beziehung zustande gekommen, kein Problem also.
Dann ändert sich jedoch plötzlich alles, als sie in den Ferien in ein Camp fahren, in dem sie ihrem gemeinsamen großen Hobby, den Musicals, nachgehen. Denn natürlich lernen sie im Camp Matt kennen, der nicht nur großartig aussieht und toll schauspielert, sondern auch noch wirklich nett ist. Und als wäre es Schicksal, taucht ausgerechnet Matt nach den Sommerferien als neuer Schüler an ihrer High School auf und Kate und Anderson treffen ihn beinahe täglich bei den Musical-Proben...
Insgesamt mochte ich das Buch. Es ist unterhaltsam geschrieben und spricht, wie auch schon "Love, Simon", ein wichtiges Thema an: Homosexualität und Coming-Out Jugendicher. Diesbezüglich hat mir die Umsetzung auch gut gefallen.
Etwas gefehlt hat mir dagegen die Ausarbeitung der Nebencharaktere. Kate und auch Andy lernt man gut kennen, aber beispielsweise über ihre Freundinnen Brandie und Reina erfährt man kaum etwas, auch wenn die vier recht viel Zeit miteinander verbringen. Die restlichen Nebenfiguren bleiben ebenso blass. Dazu kommt, das das ganze Buch ein bisschen überdreht auf mich gewirkt hat, mir war es etwas zu "hyperaktiv", etwas zu viel typisches High-School-Klischee und dafür zu wenig ernsthaft. Von daher denke ich, dass es sich eher für jüngere Leser eignet.
Leider fand ich es auch ab einem bestimmten (recht frühen) Punkt sehr vorhersehbar, wie die Gschichte ausgeht; sowas ist immer ein bisschen schade, weil die Spannung dann weniger im WAS sondern mehr im WANN besteht und dann natürlich auch nicht mehr ganz so groß ist.
Abgesehen von diesen Kritikpunkten habe ich "Kate in Waiting" aber gerne gelesen, wenn es für mich auch nicht an "Love, Simon" heranreicht. Das Gefühl von Freundschaft, die Probleme eines gemeinsamen Schwarms, die Angst, dabei den besten Freund zu verletzen - all das wird gut transportiert.
Ich finde es wichtig, dass Themen wie Coming-Out und sexuelle Orientierung so auch Jüngeren zugänglich gemacht werden. Das, und auch das Verständnis dafür, sollte heutzutage ganz normal sein, ist es aber leider irgendwie immer noch nicht. Vielleicht kann dieses Buch ja ein kleines bisschen dazu beitragen?
Rezensionen von Verena Benedikt:
Spannend erzählte Zeitgeschichte
Die fremde Spionin von Titus Müller
Als Leseexemplar kam ich unverhofft zu diesem Buch. Da es sehr gut in mein momentanes Schema passt, habe ich mich sehr darüber gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman strotzt vor wahren Begebenheiten, ist offenbar sehr gut recherchiert, was die ellenlange Quellenangabe untermauert, und trotzdem packend und sehr spannend erzählt.
Die Erzählung handelt von Ria Nachtmann, einer jungen DDR-Bürgerin, der das Regime ordentlich mitgespielt hat. Ihr Vater wurde festgenommen und getötet, sie musste als Kind in eine regierungstreue Pflegefamilie und wurde von ihrer Schwester getrennt, die sie seither nicht mehr gesehen hat. Als sie im Ministerium zu arbeiten beginnt, rekrutiert sie der BND. Sie stimmt zu, da sie die Regierung für ihr Schicksal hasst und zur Strecke bringen will. Sehr rasch wird auch der KGB auf sie aufmerksam und hängt ihr an den Fersen. Ein fesselndes Drama um eine sehr mutige junge Frau nimmt seinen Lauf, das mit dem Mauerbau und den Ereignissen dieses Tages seinen vorläufigen Höhepunkt findet. Als erster Teil von drei geplanten weckt das Buch große Vorfreude auf die nächsten Teile.
Rezensionen von nil_liest:
Auf der Flucht verschwunden
Der Tintenfischer von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo
Wo Donna Leon bisher ein Monopol hatte, nämlich auf einen ermittelnden Commissario in Venedig, kommt nun Morello dazu! Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo nutzen auch die Traumkulisse dieser eindrucksvollen Stadt und gehen auf Verbrecherjagd und das auch schon zum zweiten Mal mit „Der Tintenfischer“, denn es gibt auch einen Vorgängerband „Der freie Hund“, den ich (noch) nicht kenne.
Allerdings muss ich allen Vendigfans schon hier ein wenig Einhalt bieten, zwar beginnt auch dieser Fall in Venedig, aber Morello wird in seine Heimat Sizilien zurückkehren um eine junge Frau zu retten. Seine Kollegin Anna Klotz hilft ihm dabei und beide gerade in einen Strudel der Ereignisse.
Bei diesem Fall steht die Misere der Flüchtlinge im Mittelpunkt und ist mit diesem Thema brandaktuell.
Ganz praktisch an diesem Krimi ist, dass vorne alle Charaktere aufgelistet sind, die auftauchen, also wenn man mal einen vergesslichen Moment hat, kein Thema, einfach nachschlagen. Und wie sollte es bei einem italienischen Krimi anders sein, hier gibt es natürlich auch immerzu leckeres Essen und wir können teilhaben, denn hinten stehen ein paar Rezepte die vorkommen drin. Auch besonders hilfreich ist eine Doppelseite mit italienischen Begriffen und Eigennamen die im Text vorkommen. Diese Hilfestellungen sprechen stark für das gedruckte Buch!
Fazit: Spannend, unterhaltsam thematisiert dieser Krimi die aktuelle Flüchtlingskrise im Zusammenhang mit der Mafia!
Rezensionen von begine:
Zeitgeschichte 1953
Der Nachtwächter von Louise Erdrich
In dem Roman „Der Nachtwächter“ schreibt die Schriftstellerin Louise Erdrich über ihren Großvater.
Sie ist Pulitzer Preisträgerin 2021.
Die Autorin hat einen hervorragenden Erzählstil. Ihr Roman ist große Literatur.
Die Geschichte Indianer spielt 1953. Es ist immer wieder erschreckend, wie Minderheiten alles erdulden müssen.
Louise Erdrich Großvater ist Tom arbeitet als Nachtwächter in einem Betrieb. Während seinen Prüfgängen schreibt er Briefe an an die Regierung. Er kämt gegen die Enteignung. Der Staat will die Ureinwohner auseinanderreißen. Sie schaffen es bis vor den Kongress in Washington.
Die Personen sind alle gut beschrieben, man kann sie sich genau vorstellen
Der Roman macht Lust auf mehr Lektüre dieser Autorin.
Rezensionen von Natalie:
Das Leben einer imponierenden Persönlichkeit
Frau Merian und die Wunder der Welt von Kornberger Ruth
Das Buch erzählt die Geschichte einer wahrlich bemerkenswerten Frau aus dem 17./18. Jahrhundert. Maria Sybilla Merian vereint zwei Lieben - die Kunst der Naturmalerei und das Erforschen von der Natur. Maria verlässt dafür ihren Mann und zieht mit den beiden Töchtern schlussendlich nach Amsterdam.
Doch ihr Herz zieht sie ins ferne Surinam mit all seinen noch nicht entdeckten Naturschätzen, wie Schmetterlinge, Raupen und andere Kleintiere. Sie möchte diese unzähligen Geschöpfe erforschen und zeichnen und sie so in ihrer Heimat und darüber hinaus bekannt machen. Für diesen Traum lebt sie und setzt mit Unterstützung ihrer Töchter alles daran. Mit ihrem Mut und ihrer Hartnäckigkeit schafft Maria es tatsächlich bis nach Surinam….
Der Roman erzählt, angelehnt an das wahre Leben von Maria Sybilla Merian, von ihren - für damalige Zeiten sehr unkonventionellen - Wünschen, Träumen und Taten. Ihre Liebe zur Natur und ihren Bewohnern ist bemerkenswert. Die Autorin schafft es mit ihrem Roman fesselnd über Maria zu berichten und uns heute ihr Wirken näher zu bringen. Ein absolut atemberaubender und bildhaft geschriebener Roman über diese tolle Frau, in dem man einiges lernen kann. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Sabina Haslinger:
Perfekt um sich Gusto für Wandertouren im Zillertal zu holen!
Das große Zillertaler Wanderbuch von Sektion Zillertal des Österr. Alpenvereins
Ein Buch mit dem man wunderbare Touren im Zillertal erleben kann!
Ich bin beeindruckt von der Fülle der Möglichkeiten im Zillertal! Einfache Wanderungen, Mittlere und Schwierige werden hier in diesem Wanderführer perfekt beschrieben! (Einzig beim Inhaltsverzeichnis hätte ich mir die blau-rot-schwarze Einteilung der Touren auch schon gewünscht)
Im Text-Teil werden Besonderheiten des vorgestellten Weges gut hervorgehoben - die Übersichtskarten sind voller Details und sehr gut zu verwenden - sie vermitteln die Steilheit des Geländes und die umliegenden Gegebenheiten so gut, wie man es sich in einem Buch nur wünschen kann!
Sehr gut finde ich auch die Übersicht in Stunden zwischen den verschiedenen Zwischenzielen (zb.
von Gerlos bis zum Arbiskogel 2,5h, zur Kirchspitze 1,25h usw... auch die angegebenen Höhen der Ziele helfen, die Wanderung schon bei der Planung gut einzuschätzen... Hier kann ein Teil einer schwarzen oder roten Tour vielleicht zu einer blauen - familientauglichen - Tour werden!
Die übersichtliche Zusammenfassung am Beginn einer jeden Wanderung schätze ich sehr - den Charakter der Tour mit der Gesamtdauer, den Höhenmetern, Anfangs- & Endpunkt und ein paar Tipps sind spitze.
Ich muss schon sagen, ein super Wanderbuch, beim Lesen zu Hause für die Urlaubsvorbereitung war/ist es klasse - nun fehlen nur noch die Urlaubstage, wo ich mit meiner Familie auch die im Buch entdeckten Touren umsetzen kann...
Rezensionen von Solstice:
Perfekt für Bergliebhaber
Das große Zillertaler Wanderbuch von Sektion Zillertal des Österr. Alpenvereins
Wichtig sind bei Wanderbüchern aller Art nicht nur schöne Fotos, ein guter Überblick und Touren-Geheimtipps, sondern auch die leichte Lesbarkeit und Übersichtlichkeit aller Infos. Das ist den Autoren vom "Zillertaler Wanderbuch" mehr als nur gut gelungen: Alle wichtigen Detailinfos zu den wunderbaren Touren durch das romantische Zillertal sind auf den ersten Blick einfach zu erfassen.
Aber auch die Streckenführung ist detailliert ("...beim ersten Gatter entlang des Zauns die Markierung suchen...") und noch dazu mit historischen Fakten aufgewertet - man bekommt so nicht nur wertvolle Wandertipps, sondern gleichsam eine geführte Tour durch die Perle Tirols! Dazu flechten die Autoren immer wieder interessante Nebeninfos in die Texte ein, wie etwa die drohende Zerstörung von Rauenkopf und Kreuzjoch durch geplante Schipisten der Seilbahnwirtschaft. Unterm Strich ein höchst empfehlenswertes Tourenbuch in bewährter Tyrolia-Qualität, der in keinem Tiroler Wandersommer fehlen sollte!
Rezensionen von Bücherwurm78:
Spannender Auftakt zu einer neuen Thriller-Serie
Die Verlorenen von Simon Beckett
Jonah Colley arbeitet in einer Spezialeinheit bei der Londoner Polizei. Eines Abends ruft ihn plötzlich sein früherer bester Freund Gavin an und bittet ihn sich mit ihm zu treffen. Er hatte schon seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu Gavin, als damals Jonahs Sohn Theo spurlos verschwand. Als Jonah am vereinbarten Treffpunkt ankommt, findet er Gavin tot auf und drei weitere Leichen.
Nachdem mir die David Hunter Reihe von Simon Beckett sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf dieses neue Buch bzw. den Start einer neuen Serie um Jonah Colley gefreut. Und ich wurde auch nicht enttäusch. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, ich fand es vom Anfang bis zum Ende hin spannend. Es gab für mich auch keine langweiligen Passagen im Text. Der Schreibstil hat mir wie von Beckett gewohnt sehr gut gefallen, es ist flüssig geschrieben. Der Hauptdarsteller Jonah kommt bei mir als Leser sympathisch an, auch aufgrund seiner Vorgeschichte, dass er nicht weiß was vor 10 Jahren mit seinem Sohn Theo wirklich passiert ist.
Vom Stil her finde ich diesen Thriller schon anders als die Bücher um David Hunter, aber genauso gut. Auch das Cover gefällt mir und passt zum Buch.
Fazit: Eine neue spannende Thriller-Reihe hat begonnen.
Rezensionen von Lesemama:
Der kleine Bär hat Hunger
Die Geschichte von der kleinen Löffelei von Annika Kirner; Ninja Bender
"Ein Buch, das Kinder mit Leichtigkeit ans Essen heranführen."
Zum Buch:
Der kleine Bär mag am liebsten Milch, nur Milch. Aber davon wird er nicht mehr satt, er hat ständig Hunger.
Da ist es ja gut, das der Bär viele Freunde hat und die ihm zeigen, was sie gerne mögen ...
Meine Meinung:
Ein niedliches, kleines Bilderbuch im Querformat.
Die Zeichnungen sind sehr einfach gehalten, aber dennoch sehr ansprechend. Sie überfordern die Kleinen auch nicht, denn dieses Bilderbuch ist für die Kleinsten LeserInnen, ab vielleicht zwei Jahre. Aber nicht zum selberblättern, dazu sind die Seiten zu empfindlich. Aber zum Vorlesen und gemeinsam darin blättern ist es prima, da kommt auch die kleine Größe dann sehr gut an.
Der Inhalt ist kurz, die Bilder passen zum Gelesenen.
Es geht um das leidige Thema Essen. Wer Kinder hat, weiß wie schwierig es sein kann, damit die lieben Kleinen mal was anderes probieren als immer dasselbe, das sie schon immer essen.
So versucht der Bär verschiedene Obst und Gemüsegarten, auch Getreide und am Ende ... das sei nicht verraten, ein wenig spannung soll schon noch sein.
Ein ganz kleines bisschen erinnert mich das Buch an "Die Steinsuppe". Für kleine Kinder mag es aber vielleicht ei Anstoß sein, über den Tellerrand zu blicken und auch mal anderes zu probieren.
Auch hält das Buch den ein oder anderen Lernmaterial bereit, denn es werden die verschiedenen Lebensmittel mit Bild vorgestellt, so lernt das Kind auch wie sie aussehen und wo sie wachsen.
Ein wirklich süßes Buch für die jüngsten Leser
Rezensionen von petris:
Rafik Schamis Regenbogenwelt
Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami
Rafik Schami, geboren in Damaskus, seit 1971 lebt er in Deutschland. Er hat einen Doktor in Chemie und ist ein begnadeter Erzähler. Sein Stil verbindet die arabische Erzählkunst mit einem analytischen Blick, blumige Beschreibungen mit klaren Fakten und Erklärungen. Aus dieser Mischung ent- und bestehen seine Erzählungen.
Im neuen Erzählband sind die Geschichten nach Themen angeordnet: Geburtstag, Lachen, Reisen, Geheimnis, Tiere, Sehnsucht.
Die Vorfreude war groß, als ich diesen neuen Erzählband von Rafik Schami entdeckte. Ich habe fast alles von ihm gelesen und liebe seine Bücher. Auf jeden neuen Titel freue ich mich, nur live habe ich ihn leider bisher nicht erlebt. Ich hoffe sehr, dass mir das noch gelingen wird.
Auch im aktuellen Buch findet sich all das wieder, was ich so an diesem Autor schätze. Er schaut tief in die Seele der Menschen. Manche Geschichten wirken fast fantastisch und dennoch haben sie einen wahren Kern. Sie sind romantisch, sie sind gesellschaftskritisch, sie halten uns den Spiegel vor, sie schicken uns auf eine Reise, sie regen zum Nachdenken an, sie spielen in Schamis alter Heimat und in seiner neuen. Nicht alle konnten mich gleich begeistern, aber das ist meist so bei Erzählbänden.
Eine Geschichte, die mich besonders berührt hat, steht im Abschnitt „Reisen“, der Titel: Wie Herr Moritz die Welt bereiste
Nach dem überraschenden Tod seiner geliebten Frau, beschließt Herr Moritz, dem Dorf zu entfliehen und um die Welt zu reisen. Er beginnt erstmal damit, Wanderungen in die nähere Umgebung zu machen. Dabei lernt er John kennen, einen Geflüchteten aus Nigeria. Mit dieser Begegnung beginnt seine Reise um die Welt, nach Nigeria, nach China, nach Persien,… Dabei muss er gar nicht weit weg gehen. Wunderschön erzählt, sehr berührend.
Rafik Schami hat mich wieder mitgenommen in seine Regenbogenwelt voller Weisheit, Freude, Traurigkeit und schöner Erzählkunst. Ich mag diesen Autor einfach und freue mich schon auf weitere Bücher aus seiner Feder.










