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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marw76:

Magie und Tiermedizin

Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow

Gwendolynne Chan will nur ihren Abschluss am Seamere College für magische Tiermedizin schaffen und die Auszeichnung als Jahrgangsbeste erhalten. Doch Harrisford Briggs, ihr arroganter Kommilitone aus reichem Elternhaus, kommt ihr dabei ständig in die Quere.

Als gefährliche Magieexplosionen die Stadt erschüttern, die etwas mit den magischen Tieren in Gwens und Harrisfords Obhut zu tun haben, bleibt ihnen nur eins: zusammenarbeiten.

Zwischen knisternden Flirts, hitzigen Wortgefechten und einem mürrischen, sprechenden Kater steht plötzlich mehr auf dem Spiel als nur ihr Abschluss, nämlich das Schicksal der ganzen magischen Welt.

Der Schreibstil hat mich gleich sehr gut gefallen, er liest sich sehr leicht und angenehm und deshalb wollte ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Idee der magischen Tiermedizin fand ich sehr interessant und eine richtig spannende Idee die hier auch gut in die Geschichte gepasst hat. Auch die magische Welt wird gut beschrieben und ich mochte es sehr, dass es sich hier um eine magische Welt in unserer modernen Welt handelt. Manchmal hätte ich mir aber noch mehr, beziehungsweise früher mehr Infos über die Magie in der Welt gewünscht, das war mir manchmal nicht ganz klar.

Gwen mochte ich als Charakter gerne, gerade am Anfang ist sie sehr zielstrebig und lässt sich auch durch nichts von ihrem Traum abbringen das fand ich toll. Harrisford war erst sehr arrogant aber wenn man hinter die Fassade blickt, habe ich ihn zum Ende hin fast noch mehr gemocht als Gwen.

Die Geschichte ist spannend, interessant, mal actionreich aber es gibt auch spicy-Szenen. Etwas nervig fand ich allerdings, dass die Protagonisten immer wieder deutlich jünger gewirkt haben wie mitte 20. Da habe ich oft gedacht ich hätte es hier mit Teenagern zu tun.

Insgesamt aber ein wirklich toller Auftakt der Reihe, mit viel Magie und tollen fantasievollen Tieren und Charakteren. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

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Rezensionen von Marw76:

Wunderbares Buch von innen und außen

Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan

Das Cover ist schon ein Blickfang, aber ich habe eher mit einer seichten Geschichte gerechnet. das mich das Buch so in seinen Bann ziehen würde, hätte ich nicht erwartet und bin absolut positiv überrascht worden!

Inhaltlich dreht es sich um Roz die nach dem Tod ihrer Mutter Australien den Rücken kehrt.

Sie trägt nur einen Ring mit einem leuchtenden Opal bei sich, ein Erbstück, das sie bei der Räumung ihres Zuhauses entdeckt hat.

In London, zwischen den antiken Schätzen eines kleinen Ladens, fühlt sie sich auf beinahe mystische Weise von einem Gemälde angezogen, das vier Felsen an der Küste Schottlands zeigt. Von einer unstillbaren Sehnsucht getrieben, reist sie nach Skara, in die Heimat der verstorbenen Malerin.

Gemeinsam mit Drew, einem charismatischen Inselbewohner, enthüllt Roz nicht nur die Geschichte einer großen Liebe, sondern auch das tragische Geheimnis von vier Schwestern, das ihr eigenes Leben für immer verändern wird .

Der Schreibstil ist sehr locker zu lesen und ich wollte einmal mit dem Buch begonnen immer wissen wie es weiter geht. Auch die Beschreibungen der Landschaft hat mich wirklich umgehauen, ich hatte alles so schön vor Augen!

Die Charakteren wurden alle authentisch beschrieben und vorallem Roz war mir sehr schnell sympathisch. Aber auch Drew hat es mir nicht schwer gemacht ihn zu mögen und so konnte ich richtig gut mit ihnen mitfiebern und habe die Geschichte sehr genießen können!

das Buch ist nicht nur eine seichte Liebesgeschichte, mit etwas Familiengeheimnis wie zunächst erwartet. Sie ist so berührend, überraschend und auch voller Spannung das ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, bis zum Schluss!

Ich freue mich schon jetzt sehr auf den nächsten Teil der Reihe, den der Auftakt konnte mich absolut von sich überzeugen.

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Rezensionen von Sternzauber:

Ein tolles Buch – inhaltlich und optisch!

Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte

Ich finde das Cover von „Au Revoir und Tschüss“ von Gudrun Lochte sehr ansprechend und wunderschön. Eigentlich ist ja gar nicht so viel zu sehen, aber der teilweise dargestellte Frauenkörper in dem weißen Sommerkleid strahlt für mich ein Gefühl von sommerlicher Leichtigkeit und Nähe aus. Zudem gefallen mir dir Farben sehr und ich finde die Gestaltung insgesamt sehr gelungen.

Doch auch das Buch überhaupt ist wirklich eine Augenweise. Nimmt man den Schutzumschlag ab, so erwartet uns LeserInnen ein weiteres, ähnliches, aber doch verändertes Bild auf dem Buchumschlag und ganz begeistert war ich auch von einer durchscheinenden Seite in der Mitte des Buches, die ein sehr ansprechendes Bild zeigt und das Buch noch weiter aufwertet. Nicht zu vergessen ist, dass es auch noch mit Farbschnitt ausgestattet und somit ein attraktives und hochwertiges Gesamtpaket ist.

Und auch die Geschichte hat mich absolut überzeugt. Sie erzählt von Caro, die sich selbst im Trubel des Familienalltags immer mehr verloren hat und die von ihrem Mann und den Söhnen mehr als Haushälterin, denn als Persönlichkeit verstanden wird. Doch dann bricht sie mutig aus der Routine aus und geht nach Frankreich, um einen Sprachkurs zu machen. Wir dürfen sie dort hin begleiten und mit ihr den französischen Süden erkunden, Menschen kennen lernen und ein neues Lebensgefühl finden, in dem Caro auch ihre eigene Stimme wieder zu hören beginnt…

Gudrun Lochte hat mit diesem Buch eine Geschichte geschrieben, die mich vor allem von Anfang an hat mitfühlen lassen. Ich konnte ohne Fremdheitsphase gleich ins Geschehen einsteigen und habe mich Caro sofort sehr nahe gefühlt. Ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen und bin unglaublich gerne mit ihr ausgebrochen sowie verreist, doch am allerschönsten war es für mich, dass ich ihre Entwicklung mit verfolgen durfte. Diese ist für meinen Geschmack stimmig und authentisch geschildert, so dass mich diese mit allem Hadern, Zaudern und Freuen wirklich berührt hat.

Der Text liest sich zudem sehr leicht und flüssig, so dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin und ich wollte Caros Geschichte gar nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich einmal eingetaucht war. „Ein Roman über Sommerlicht und Schatten, über das Gehen und Bleiben – und über die leisen Zwischentöne des Lebens“ steht hinten auf dem Buch und diese Zusammenfassung fängt das Gefühl beim Lesen für mich hervorragend ein. Es gibt nicht die großen Aktionen, Dramen und Spannungen, wohl aber all die Facetten eines Lebens, einer Familienkonstellation und einer langjährigen Ehe. Eben die leisen und eher kleinen Dinge, die uns aber allen mehr oder weniger vertraut sind und die wir als LeserInnen daher auch wunderbar nachfühlen und uns einfinden können. An mancher Stelle hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt und es macht Mut – Mut sich selber anzuhören, seine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und Mut, die Dinge zu verändern, die nicht mehr passen.

Ernsthafte Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Leben, federleichte Sommertage in Frankreich und eine tolle Mischung aus all den Möglichkeiten des Daseins. Für mich ist dieses Buch inhaltlich wie optisch wirklich ein Highlight, denn es hat mich berührt und mir eine tolle Lesezeit geschenkt. Daher empfehle ich es von Herzen gerne all jenen LeserInnen, die Lust auf einen Neuanfang und all das haben, was damit einher geht – viel Freude in Frankreich!

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Rezensionen von Marw76:

Das Internet- großes Glück oder Gefahr?

Just Watch Me von Lior Torenberg

Dell Danvers braucht dringend Geld. Ihre Schwester liegt im Koma, das Krankenhaus will die lebenserhaltenden Maschinen abstellen.

In ihrer Verzweiflung startet Dell einen siebentägigen Livestream, um Spenden zu sammeln: schlagfertig, wütend, voller Schmerz und Schärfe - im wahrsten Sinne des Wortes, denn bald feiert das Internet ihre Chili-Challenges.

Je größer die Aufmerksamkeit, desto mehr entgleitet ihr die Kontrolle. Wie viel kann man von sich preisgeben, ohne sich selbst aufzugeben?

Mich hat das Thema des Buches und der Klappentext schnell faszinieren können. Wie wichtig ist heutzutage das Internet, manche verdienen viel Geld damit, haben Fans und Follower. Da stellt sich immer wieder die Frage: Internet-Fluch oder Segen?

Dieses Buch geht dem Thema mit viel Atmosphäre und Leidenschaft auf den Grund. Ich mochte zum Beispiel den Schreibstil sehr, der nicht nur Fließtext, sondern auch Chatnachrichten vereint. Das macht das Thema noch echter und greifbarer und man hat sich wirklich sehr nah an diesem Thema "Livestream" gefühlt.

Dell Danvers als Protagonistin ist nicht immer ganz einfach zu verstehen für mich als Leser. Sie handelt teils aus Trotzigkeit und sehr impulsiv und reflektiert das Verhalten in dieser Zeit wenig. Hier ist es mir manchmal schwer gefallen an sie als Mensch ranzukommen.

Das Buch ist auf jeden Fall sehr fesselnd und interessant geschrieben und einmal mit dem lesen angefangen ist es mir schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen. Man fiebert schon sehr mit und möchte immer wissen wie es weiter geht, es entwickelt sich eine Sogwirkung.

Andererseits ist es schon auch nichts für schwache Nerven, denn es geht hier auch darum die eigenen Grenzen zu testen und wie weit man eigentlich gehen kann/würde.

Ich finde das Buch richtet sich an ein breites Publikum, es ist auf jeden Fall etwas für junge Erwachsene, die ja auch viel in der Welt des Internets unterwegs sind, aber auch andere interessierte Leser werden sicher in den Bann gezogen werden. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

Familie und Literatur

Fliegt, Wilde Schwäne von Jung Chang

Obwohl die in London lebende Jung Chang keine politische Aktivistin ist, haben ihre Bücher durchaus Wirkung. Das gilt insbesondere für ihren Welterfolg Wilde Schwäne und dann durch ihre kritische Mao-Biographie, durch die sie den Unmut Pekings auf sich zog. Sie durfte noch in China einreisen, wurde aber überwacht und eingeschränkt.

Um ihre Mutter weiter besuchen zu können, lenkt sie ein. Sie schreibt dann unverfänglich über die Kaiserinwitwe Cixi:

Ich fand es sehr interessant von ihren Recherchereisen und Interviews zu lesen. Das wurde zuletzt schwierig für sie, denn es bestand die Gefahr, die Staatssicherheit zu ihren Interviewpartnern zu führen, was die gefährdet hätte können.
Mit ihrem irischen Ehemann Jon Halliday arbeitet sie vielfach zusammen. Er ist Historiker und mit der Geschichte Asiens vertraut.

Das Buch ist außerdem in einigen Teilen auch ein Porträt von Jung Changs Mutter, eine starke Frau.

Am Ende geben Jung Changs Schilderungen auch ein Bild des heutigen Chinas unter Xi Jinping, dass sie an Maos Zeiten erinnert.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Ruhiger Sommer- und Familienroman

Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra

Überwältigt vom allgegenwärtigen Stress-lass-nach-Gefühl und beflügelt vom ansprechenden Klappentext war ich so was von ready für einen literarischen Ausflug nach Rügen!

Was ich an diesem von Naturliebende strotzenden Werk besonders gemocht habe:

❏ unzählige liebevolle Details wie die glänzenden Brombeeren auf dem Cover sowie inkludierte Pflanzen-Steckbriefe;

❏ der atmosphärische, sehr detailverliebte, bildhafte Schreibstil - emotional, aber nicht überdramatisch und voller herrlicher Farb- & Naturbeschreibungen … die entschleunigte Erzählweise passt perfekt zum ruhigen Verlauf der Geschichte;

❏ Setting: 10/10 - ein idyllisches Gutshaus, das trotz kleiner Mängel voller Charme steckt;

❏ ernstere Themen (Stichwort: postoperatives Delir) wurden gleichermaßen interessant wie sensibel eingebunden;

❏ Aurel (!!), weil … riesengroße Hunde-Liebe!;

❏ die Darstellung der speziellen, von enttäuschten Gefühlen und Unsicherheit geprägten Vater-Tochter-Dynamik.

Zudem hatte ich das große Glück, mich über einen beiliegenden Brief der Autorin freuen zu dürfen, aus dem deutlich hervorgeht, wie viel Persönliches und Herzblut in der Geschichte stecken.

Fazit:
Ein feinfühlig erzählter Familien- und Lebensroman, den ich insbesondere Pflanzenliebhabern ans Herz lege.

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Rezensionen von Paul Kretzschmar:

Die Fragen des Lebens

Zeit für Fragen im Café am Rande der Welt von John P. Strelecky

John Streleckys "Zeit für Fragen-im Cafe am Rande der Welt" ist nicht nur ein Ratgeber in Lebensfragen, sondern so viel mehr.
Mit diesem Buch widmet sich der erfolgreiche Autor den 46 wichtigsten Fragen seiner Leser, die ihn im Laufe seiner schriftstellerischen Karriere immer wieder erreichten.

Die Bandbreite seiner Antworten ist zwischen außergewöhnlichen, skurrilen und philosophischen Ratschlägen angesiedelt.
Leicht verständlich, lehrreich und humorvoll taucht er auf höchst unterhaltsame Weise tief in lebensverändernde Erfahrungen ein, die ihm geholfen haben, aus Alltagsproblemen tiefgreifende Erkenntnisse für ein glückliches Lebensumfeld zu gewinnen, und diesen Wissensschatz an seine Leserschaft weiterzugeben.
Anhand von zahlreichen eigens erlebten Beispielen, wird so viel Nützliches generiert, und neue Wege aufgezeigt, dass Jeder für sich einen großartigen Gewinn aus den tiefgründigen Antworten entnehmen kann.
Ich habe viel interessante Anwendungsmöglichkeiten für mich gefunden, die mir halfen, eine positivere Einstellung zum Leben zu finden, und vieles mehr.
Ich fühle mich dadurch bereichert und zusammenfassend bestens unterhalten.
Es ist eine außerordentlich wichtige Ergänzung seiner bisherigen Werke, und wem diese zusagten, der kommt an diesem inspirierenden Buch nicht vorbei!

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Rezensionen von Kalligrafin :

Bildhafte Sprache

The Artist von Lucy Steeds

Der Roman "The Artist" von Lucy Steeds ist eine Symphonie an Farben, bildhafter Sprache und der Liebe zur Malerei.

Bereits der Prolog zieht einen in den Bann und begleitet den Leser von der Gegenwart im Jahr 1957 in London in die 1920er Jahre in der französischen Provence, wo Ettiie als Mädchen für alles ihrem schroffen Onkel und dem berühmten Maler zur Hand geht.

Wie bei einem Gemälde legt sich Schicht für ein Schicht ein Geheimnis dar, das tiefer geht, als zunächst vermutet.

Besonders angetan hat mir die Liebe zur Malerei, die die Autorin auf sanfte und gemächliche Weise vorträgt. Namhafte Künstler wie Van Gogh oder Cézanne werden kurz angerissen und untermauern die Affinität zum Spiel mit den Farben, die in der von Lavendelfeldern geprägten Provence wichtig für die Malerei im frühen 20. Jahrhundert waren.

Fazit: Der Roman ist vielschichtig, unterhaltsam und auf eine positive Art belehrend. Er deutet auf die Rolle der Frau und die Schwierigkeiten als Malerin im 20. Jahrhundert hin. Das Cover lädt dazu ein, zu träumen und sich auf das Farbenspiel der bildhaften Sprache einzulassen. Absolut empfehlenswert!

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Rezensionen von Kwinsu:

Dystopisch, sperrig, grandios

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft von Fiona Sironic

Era ist 15 und kann hautnah miterleben, wie die Welt durch die Klimakatastrophe zu Grunde geht. Wasser ist Mangelware, somit auch frisches Essen, allerorts brennt es, ein lebbarer Wohnraum ist knapp, eine nach der anderen Vogelart stirbt aus - und die Reichen bleiben priviligiert. In diesem Setting aufzuwachsen ist nicht nur bedrückend, sondern auch zu gewissen Maße auch langweilig.

Bis die Schwestern Maya und Merle in Eras Leben treten. Die beiden Töchter bekannter Influencer-Moms jagen samstags Dinge in die Luft, filmen das Spektakel und stellen es ins Netz. Anonymität ist den beiden Schwestern das höchste Gut. Doch Era schafft es sich mit den beiden zu befreunden - und sie und Maya werden ein Paar. Sie treten eine gemeinsame Flucht an, um aus ihrem Leben auszubrechen - irgendwie hoffnungslos.

Fiona Sironic ist mit "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" eine eindringliche und realistische Dystopie gelungen, die eine Zukunft zeigt, die nicht allzu sehr in der Ferne liegt und erschreckenderweise genau so stattfinden könnte. Der Roman hat eine weltuntergangshafte Atmosphäre, ist dementsprechend frustrierend und vor allem: sperrig. Die knapp 200 Seiten lesen sich nicht flott, sondern ziehen sich wie Kaugummi, sind extrem intensiv, schockierend und drängen förmlich die Frage in den Kopf: warum fahren wir unsere Welt so an die Wand? Ich erachte es als besondere Kunst ein Buch zu schreiben, das gleichermaßen abstoßend und anziehend ist, es fühlt sich an als würde die geschaffene Welt jene sein, die erwartet wird, die wir aber um keinen Preis haben wollen. Die Figuren sind gefangen in einer aussichtslosen Welt, die dem Niedergang geweiht ist und doch versuchen sie das Essentielle: zu leben.

Schafft man das Buch bis ans Ende, weiß man: man hat als Lesende hart gearbeitet und wird dafür auch belohnt. Mit der Erkenntnis, dass Sironic hier große Literatur geschaffen hat, so unpackbar, dass sie irgendwie grandios ist. Das Buch ist wie ein Fiebertraum, in dem man aufwacht und nie wieder freikommt: die erzeugten Bilder brennen sich in den Kopf und werden vermutlich nie ganz verschwinden. Man weiß: das ist unsere Zukunft - der Planet stirbt, die Tiere sterben und schließlich auch wir Menschen, wenn wir nicht umgehend etwas ändern. Alles deutet darauf hin, dass wir das nicht tun. Im Nachhinein kann aber gesagt werden: Fiona Sironic hatte eine Ahnung.

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Rezensionen von Streiflicht:

Gute Unterhaltung

Giftiger Grund von Thomas Knüwer

Schon beim ersten Blick auf das giftgrüne Cover, das so gut zum Titel Giftiger Grund passt, und auf die interessante und packende Kurzbeschreibung war mir sofort klar, dass ich dieses Buch wahnsinnig gerne lesen möchte. Es hat 2024 den deutschen Krimipreis gewonnen - da bin ich dann eigentlich immer vorsichtig, denn leider sind gehypte Bücher oft nicht das, was mir dann wirklich gefällt.

Hier aber war ich nach wenigen Seiten mittendrin und habe das Buch sehr gerne und flott gelesen. Es bietet alles, was ein guter Krimi haben sollte: Gänsehaut, Grusel und immer wieder den Drang, noch schneller zu lesen, um endlich zu wissen, was passiert ist, warum wer wie agiert hat und wie es ausgehen wird. Bis zur letzten Seite hat mich das Buch spannend in Atem gehalten und mir viele Stunden Lesegenuss geschenkt. Gerne mehr davon, das war spitze!

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