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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Krani:

Toll!

Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon

Im Universum von Asterix und Obelix ist eine Menge los. In Lutetia, das von den Römern besetzt ist, lebt eine Gruppe von Tieren, die hier für Gerechtigkeit sorgt. Es ist die Bande von Idefix. Die Charaktere sind sehr schräg und komisch, und auch der Wortwitz macht großen Spaß. Die Zeichnungen sehen genauso aus wie die „Originale“.

Auch hier gibt es viele Details, die ein wiederholtes Anschauen der Bilder und ein Nachlesen lohnen. Die Texte sind witzig und anspielungsreich. Zentrale Themen sind Freundschaft und Gerechtigkeit. Und der Widerstand gegen die Römer!
Dies ist bereits der neunte Band der Idefix-Reihe. Das Buch ist nur etwa halb so groß wie die bekannten Asterix-Comics, und es enthält drei Geschichten, die unabhängig von einander sind. Besonders gefiel mir die Geschichte um einen Straßenmaler. Wie er tauchen einige Figuren aus den Asterix-Bänden hier auf.
Idefix hat alles, was die Asterix-Bände auch haben. Für Fans und jene, die es bald sein werden.

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Rezensionen von manu63:

Es wird kompliziert

The Things Gods Break – Schattenverführt von Abigail Owen

Der zweite Band der Schattenverführt Reihe trägt den Titel The things gods break und die Reihe wurde von der Autorin Abigal Owen geschrieben.

Im Mittelteil der Trilogie muss sich Lyra etlichen Aufgaben im Tartaros stellen und gewinnt neue Erkenntnisse über die Titanen. Diese Aufgaben sind noch komplizierter als die im Crucible und auch härter.

Die Grundidee der Geschichte finde ich eigentlich gut, was mir weniger gefiel, waren die Aufgaben und die gefühlten ewigen Wiederholungen und auch die Zeitsprünge waren mir einfach zu viele. Durch das hin und her konnte man schnell den Überblick verlieren über die Zeitabfolge. Wer sich nicht bei den griechischen Gottheiten und Titanen auskennt verliert auch bei den Charakteren den roten Faden. Es tauchen immer wieder neue Gottheiten auf, die nicht großartig vorgestellt werden.

Die Momente zwischen Hades und Lyra und ihre Dialoge glichen sich oftmals und das erhöhte die Spannung auch nicht sonderlich. Es fühle sich für mich wie ein im Kreis drehen an und eine straffere Erzählweise wäre an etlichen Stellen besser gewesen. Denn es passiert zwar viel, aber das bringt die Geschichte nicht voran.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt und ich befürchte anhand des Cliffhangers das der dritte Band ähnlich aufgebaut ist.

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Rezensionen von Camilla :

page turner

Red Star Rebels von Amie Kaufman

Also ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war ein richtig spannender Liebesroman ;) Also ein totaler Page-Turner!
Ich bin total begeistert!
Beide Charaktere sind super sympathisch - und was mir total wichtig ist: rational und sie handeln logisch und es gibt keine Unstimmigkeiten im Plot.

Das Setting auf dem Mars ist futuristisch aber realistisch und echt gut recherchiert. Es ist sehr plausibel und eben es liest sich einfach wunderbar. Und ist super unterhaltsam. Ich habe total mitgefiebert, auch wenn ich defintiv ein Ticken älter bin als die eigentliche Lesezielgruppe ;) die wahrscheinlich Teenager oder junge Erwachsene sind.
Alles in allem ein super gelungenes Buch. Hat mich ein bisschen an die Hazelwood Liebesromane erinnert weil die auch so ein bisschen wissenschaftliches Setting haben und man hat das Gefühl nicht nur total stupide Lektüre zu lesen ;

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Rezensionen von ingrid78:

Kampf um die Ressourcen

Insel der Ratten von Jo Nesbø

Die Welt hat sich geändert, nachdem eine Pandemie gewütet hat. Armut und Hunger herrschen vor, Banden machen die Stadt unsicher. Auf dem Dach eines Hochhauses stehen zwei (ehemalige) Freunde. Colin Lowe ist kurz davor, seine Familie in Sicherheit zu bringen, sie warten auf einen Hubschrauber, der sie auf ein Schiff bringen soll.

Will Adams hat jahrelang für Colin gearbeitet. Nachdem Colins Sohn Wills Tochter getötet hat ist von der Freundschaft nicht mehr viel übrig.

Von Jo Nesbo habe ich einige Bücher gelesen und war auf dieses besonders gespannt. Die Idee dazu ist gut, allerdings war mir die Story zu düster, sie zieht dich beim lesen runter. Die Gewaltszenen tragen auch dazu bei. Die ca. 200 Seiten reichen nicht aus, um die Protagonisten gut zu skizzieren. Will ist greifbar, die anderen nicht wirklich. Der Schreibstil ist Nesbo-typisch flüssig zu lesen, Spannung hätte es etwas mehr sein dürfen. Gute Story, doch Insgesamt habe ich etwas mehr erwartet.

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Rezensionen von gabiliest:

Pompsi braucht eine Geschichte

Eine Tür für den Pomps von Judith Spörl

Was passiert in der fantastischen Kinderbuchwerkstatt? Neben Schreiblingen und Farbklecksis tummeln sich hier Figuren, die aus Kinderbüchern ausgebüxt sind. So auch Marie, die an einem Plakat malt, als plötzlich ein kleiner grüner Kerl aus dem Bild herauspurzelt- richtig, der Pomps oder Pompsi, wie Marie ihn nennt.

In dieser magischen Buchwerkstatt erzählt Schreiblingin Judith Spörl fantasievoll darüber, dass Pompsi eine eigene Geschichte braucht, um unvergänglich zu werden, sonst würde er verblassen und letztlich verschwinden. Unvergänglich- das sind Kinderbuchfiguren ja wohl! Doch niemand will etwas schreiben, auch Marie nicht, sosehr Pompsi auch darum bittet. Warum kann Marie das nicht? Das hängt mit ihrem Geheimnis zusammen, doch da kann Pompsi helfen. Und als Marie sich endlich traut, bekommt auch Pompsi eine großartige Geschichte, in der er ein Held sein darf.

Autorin Judith Spörl und Farbklecksin- also Illustratorin- Arabell Watzlawik haben ein tolles Kinderbuch geschaffen, das die kleinen Lesenden dazu ermutigen soll, sich etwas zu trauen, ihre Träume zu verwirklichen und so zum Helden oder zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden. Das Buch überzeugt mit Warmherzigkeit, Fröhlichkeit und besonderen Ideen. Freundschaft und gegenseitige Hilfe werden groß geschrieben, die Figuren finden einen geschützten Raum vor, in dem sie sich kreativ entwickeln und wachsen können. Kinder werden ermutigt, eigene Ideen umzusetzen, dann letztlich brauchen alle eine eigene Geschichte, in der sie eine wichtige Rolle spielen.

“Eine Tür für den Pomps” überzeugt durch kurze Kapitel, eine besonders klare Schrift und eine Erzählung, die Spannung bietet. Die Kinder werden Pompsi und Marie sowie die anderen sehr liebevoll ausgeführten Figuren des Buches sofort in ihr Herz schließen und sie gerne nicht nur in die Kinderbuchwerkstatt, sondern auch in den Kompostwald begleiten, wo sich alle Ideen finden, die nicht verwirklicht wurden, um dort zu wachsen und Blüten zu treiben. Diese schönen Sprachbilder werden durch detailreiche, künstlerische Illustrationen begleitet, für die die Farbe grün gewählt wurde, ein sehr guter Kompromiss zwischen schwarz- weiß Zeichnungen und bunten Bildern. Hier kommt das Auge zur Ruhe, die Kinder können gedanklich innehalten, denn oft ist uns Erwachsenen gar nicht bewusst, wie schwierig es für Anfänger ist, lesen und schreiben zu lernen. Das Buch gibt dafür eine behütende Atmosphäre vor, in der Benotungen und Kritik keinen Platz haben, genau so, wie man es sich in der Realität für die Kinder wünschen würde. Das Buch wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen, durch sein praktisches Taschenbuchformat passt es gut in jeden Rucksack und auch in den Urlaubskoffer. Es eignet sich sehr gut dazu, im Schulunterricht eingesetzt zu werden, um die Kinder dazu anzuregen, ihre eigene Heldengeschichte zu schreiben.

“Eine Tür für den Pomps” ist ein kluges, außergewöhnliches und genau für das Lesealter der Zielgruppe gestaltetes Buch, das ich gerne weiterempfehle und mit fünf Sternen bewerte.

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Rezensionen von ravenmoon:

Atmosphärisch, geheimnisvoll und fesselnd

Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig

⭐⭐⭐⭐⭐

**Ein Haus aus Salz und Tränen** hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte vereint Märchen, Mystery, Gothic-Horror und Romantik zu einer ungewöhnlichen Mischung, die erstaunlich gut funktioniert.

Besonders die Atmosphäre hat mich begeistert.

Das alte Herrenhaus auf den Klippen, die stürmische Küste, die allgegenwärtige Trauer und das Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein neues Geheimnis lauert – all das erzeugt eine düstere, fast schon märchenhaft-unheimliche Stimmung. Man spürt förmlich den Wind vom Meer und das Salz in der Luft.

Die Handlung orientiert sich lose am Märchen von den zwölf tanzenden Prinzessinnen, entwickelt daraus aber etwas ganz Eigenes. Immer wieder glaubte ich zu wissen, wohin die Geschichte führt, nur um kurze Zeit später festzustellen, dass ich völlig falsch lag. Die Autorin versteht es hervorragend, falsche Fährten zu legen und die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.

Auch die Figuren haben mir gefallen, allen voran Annaleigh, die sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt und entschlossen nach der Wahrheit sucht. Dazu kommen Magie, alte Legenden, ein geheimnisvoller Fluch und eine zarte Liebesgeschichte, die sich angenehm in die Handlung einfügt.

Und das wunderschön gestaltete Cover passt hervorragend zur düsteren Märchenstimmung der Geschichte und ist ein echter Blickfang im Bücherregal.

Fazit: Für mich war dieses Buch wie ein dunkles Märchen – geheimnisvoll, atmosphärisch und voller Überraschungen. Wer märchenhafte Stoffe mit einer ordentlichen Portion Spannung und Gänsehaut mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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Rezensionen von ravenmoon:

Ein bisschen Paris fürs Herz

Nächstes Mal für immer von Lucien Marant

Manche Bücher lesen sich wie ein Kurzurlaub – und genau so ging es mir mit *Nächstes Mal für immer*.
Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen. Die rosa Farbtöne, die Dächer von Paris und der Eiffelturm im Hintergrund versprechen Fernweh, Romantik und große Gefühle.

Und genau das bekommt man auch.

Die Geschichte von Mona hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Durch die wechselnden Zeitebenen erfährt man nach und nach, was während ihres ersten Paris-Aufenthalts passiert ist und warum sie zwanzig Jahre später zurückkehrt. Dieses Stück-für-Stück-Aufdecken der Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Lucien Marant. Er schreibt bildhaft, leicht und mit einer wunderbaren Wärme. Paris wird dabei nicht nur zur Kulisse, sondern fast zu einer eigenen Figur. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch kleine Seitenstraßen zu schlendern, in Cafés zu sitzen und dem Leben der Stadt zuzusehen.

Die Figuren haben für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Mona ist eine Protagonistin, deren Weg man gerne begleitet. Noch mehr begeistert hat mich allerdings Lou. Mit ihrer direkten Art, ihrem Humor und ihren herrlich trockenen Sprüchen hat sie jede Szene bereichert. Und natürlich wäre da noch Thibauld, der zunächst schwer zu durchschauen ist, aber genau deshalb neugierig macht und der Geschichte eine besondere Dynamik verleiht.

Was mir besonders gefallen hat: Der Roman erzählt nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Es geht um Freundschaft, um verpasste Chancen, um Entscheidungen, die uns ein Leben lang begleiten können, und um die Menschen, die Spuren in unserem Herzen hinterlassen, selbst wenn sie nur für eine bestimmte Zeit Teil unseres Lebens waren. Dabei wechseln sich berührende Momente mit feinem Humor ab, sodass die Geschichte trotz aller Emotionen nie schwer wirkt.

Am Ende blieb bei mir vor allem ein wohliges Gefühl zurück – und der Wunsch, noch ein wenig länger in dieser Geschichte bleiben zu dürfen. Für mich ist *Nächstes Mal für immer* ein warmherziger, emotionaler und wunderschöner Roman, der perfekt zu einem gemütlichen Sommernachmittag passt und gleichzeitig noch lange nach dem Zuklappen nachhallt.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die Paris lieben, romantische Geschichten mögen und Bücher schätzen, die das Herz ein kleines bisschen leichter machen.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Düsteres Märchen voller Geheimnisse und Gänsehaut

Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig

Das wunderschöne Cover und der märchenhafte Titel haben mich schon ab der ersten Seite an ein Märchen aus meiner Kindheit erinnert – ich glaube, es waren „Die zertanzten Schuhe“. Im Mittelpunkt steht Annaleigh und ihre elf Schwestern. Bereits zu Beginn sind vier von ihnen auf mysteriöse und unerklärliche Weise ums Leben gekommen, und schnell wird klar, dass hinter all dem mehr steckt.

Nach den ersten Seiten und den vielen Bällen und zertanzten Schuhen kommen einem natürlich einige Vermutungen. Ich selbst hatte von Anfang an einen ganz bestimmten Verdacht – vor allem, was die Schwiegermutter der Mädchen betrifft. Mehr verrate ich aber nicht.
Die Geschichte ist düster und lädt zum Miträtseln ein. Das alte Herrenhaus auf den Klippen, die stürmische See und die raue Küste erschaffen eine fantastische Atmosphäre. Man spürt die Trauer der Familie und hat ständig das Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein Geheimnis lauert und jeden Moment etwas Unheimliches geschehen könnte.
Annaleigh ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist klug, mutig und einfühlsam und möchte nur das Beste für ihre Schwestern und ihre Familie. Doch wird sie herausfinden, was hinter all den Ereignissen steckt? Liegt wirklich ein Fluch auf ihrer Familie?
„Haus aus Salz und Tränen“ ist ein wunderbares modernes Märchen voller Magie, dunkler Geheimnisse und überraschender Wendungen. Die Mischung aus Spannung, geheimnisvoller Atmosphäre und einer kleinen Portion Gänsehaut hat mir richtig gut gefallen. Und das Beste: Meine Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt!
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die düstere Märchen und geheimnisvolle Geschichten lieben.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hier ist wenig, wie es scheint

Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit von Tom Sacher

Der zweite Fall für Kaiserin Elisabeths Kammerdienerin Liesel und dem Hoffotografen Viktor Angerer spielt kurz nach dem verheerenden Brand des Wiener Ringtheaters 1881, bei dem Hunderte Menschen getötet worden sind und nur wenige gerettet worden sind. Weil man der Gasbeleuchtung einen großen Anteil an dem Brand zumisst, wird versucht, die Beleuchtung auf elektrischen Strom umzustellen, was naturgemäß der Gaslobby, die vor allem aus Kohlegrubenbesitzern besteht, die um ihre Gewinne fürchten, nicht gefällt.

Wie man weiß, ist Kaiser Franz Joseph Neuerungen ziemlich abhold, weshalb er von den „Funken einer neuen Zeit“ rein gar nichts hält. Das wiederum setzt seine Gemahlin Kaiserin Elisabeth in Marsch, ihm durch mehr oder weniger subtile Interventionen, versucht, das „neumodische Teufelszeug“ schmackhaft zu machen.

Doch zurück zum Buch!

Während einer Veranstaltung kommt die junge Tänzerin Noelani, Mitglied der Reisegruppe des hawaiianischen Königs, der gerade in Wien weilt, ums Leben. Schnell stellt sich heraus, dass Noelani sowohl männlich als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aufweist, was man in Hawaii zu schätzen weiß, in Wien aber als Kuriosität gilt. Ist nun auch Lili, die Schwester des Königs in Gefahr?

Kaiserin Elisabeth beauftragt ihre pfiffige Kammerdienerin Liesel und Viktor Angerer den Mord aufzuklären. Instinktiv will Liesel eigentlich Wien nicht verlassen. Doch kann man der Kaiserin von Österreich widersprechen?

Widerwillig begeben sich Liesel und Angerer zunächst einmal nach Brünn, um wenig später nach Prag reisen zu müssen und dort einen weiteren Auftrag der Kaiserin zu erfüllen.

Meine Meinung:

Tom Sacher, hinter diesem Namen verbirgt sich niemand anderer als Krimi-Autor Michael Seitz, hat uns hier einen interessanten Krimi, in dem er reale Personen mit fiktiven Charakteren geschickt mischt, beschert. So lässt der Herr Autor den realen und an technischen Neuerungen interessierten Dichter Ludwig Ganghofer (1855-1920), der im Herbst 1881 tatsächlich als Dramaturg, des im Dezember des gleichen Jahres abgebrannten im Ringtheaters beschäftigt gewesen ist, die fiktive Schauspielerin Lolo aus der brennenden Künstlergarderobe retten. Dabei trägt sie schwere Verbrennungen davon und muss ihre Karriere nicht nur deswegen beenden.

Auch der Aufenthalt des hawaiianischen Königs samt Entourage in Wien, der mir schon bekannt gewesen ist, trägt dazu bei, die Story farbenprächtig und lebendig zu gestalten. Gleichzeitig erhalten wir Einblick in die Abgründe wie mit der die feine Wiener Gesellschaft Andersartigkeit begegnen. Der Standesdünkel, mit dem der alte (oft verarmte) Adel auf den (Geld)Adel verächtlich herabsieht, ist schwer zu ertragen. Ebenso sind Antisemitismus, Verschwörungstheorien rund um die Freimaurerei und verbotene Duelle geschickt in den historischen Krimi verwoben.

Gut gefällt mir, wie die technischen Details der Stromerzeugung sowie die lebensgefährlichen Zusammenhänge von Wasser und Elektrizität, so quasi im Vorbeigehen, erklärt werden. Die neugierige Liesel ist hier perfekt in Szene gesetzt. Obwohl sie Analphabetin ist, ist ihr eine schnelle Auffassungsgabe in die Wiege gelegt. Ich denke, dass sie endlich lesen und schrieben lernen sollte, egal ob die Kaiserin das goutiert oder nicht. Das absichtliche „dumm halten“ von Untertanen ist mir immer wieder ein Gräuel. Bayern hin oder her, herrscht nicht auch dort die Schulpflicht? Angerer oder Ganghofer böten sich hier als heimliche Lehrer an.

Schmunzeln musste ich über den Auftritt des „Amerikaners“ William Cody Johnson. Hier hat der Autor Anleihen beim echten Varieté-Star William Frederick Cody (1846-1917), genannt Buffalo Bill, genommen, der mit seiner Wild-West-Show mehrere Jahre durch Europa gereist und im Mai 1890 auch im Wiener Prater aufgetreten ist. Auch ein Onkel von Albert Einstein hat einen kurzen Auftritt, bei dem er sich um die Sprachlosigkeit und den Geisteszustand des kleinen Albert sorgt.

Die Darstellung der Kaiserin Elisabeth lässt sie in einem differenzierten Licht sehen. So wählt sie ihre Hofdamen nicht (nur) unter dem Aspekt der Genealogie aus, sondern wegen deren „gesunden Füßen“. Wenn man sich die Schuhe der damaligen Zeit ansieht und die Gepflogenheiten Elisabeths, flotten Schrittes über Stock und Stein zu eilen, eigentlich durchaus vernünftig. Trotzdem kommt sie nicht umhin, Speichelleckerinnen wie Gräfin von Tolna, die eifersüchtig auf Liesel herabsieht, um sich zu dulden.

Für diejenigen, die sich am realen Wiener Hof nicht so gut auskennen, gibt es ein Personenverzeichnis. Natürlich darf auch Luziwuzi, das Enfant Terrible der Habsburger, Erzherzog Ludwig Viktor, der jüngste Bruder des Kaiser, der schwul ist und immer wieder in Frauenkleidern anzutreffen ist, nicht fehlen. Zudem gibt es im Nachwort Hinweise auf die Entstehungsgeschichte dieses historischen Krimis sowie was Fakt und was Fiktion ist.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem zweiten Fall für das ungleiche Ermittlerpaar Liesel und Viktor, der im historischen Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Lili-Marie:

Die Wunder der Natur

Supermond und Kugelblitz von Emily Hawkins; Vlad Stankovic

In diesem wunderschön gestaltetem Buch werden die Wunder der Natur oberflächlich aber durchaus informativ vorgestellt und erklärt. Dabei ist das Buch in fünf verschiedene Kategorien (Weltraum, Wetter, Pflanzen, Tiere und Naturschauplätze) eingeteilt. Hier ist für jeden etwas spannendes dabei und auch die großen Leser können hier noch etwas mitnehmen.

Mir hat das Thema Wetter sehr gut gefallen, denn hier habe ich noch einiges Neues erfahren und konnte ein bisschen was mitnehmen. Vom Tierreich habe ich etwas anderes erwartet und dieser Teil des Buches hat mir am wenigsten gefallen.

Ganz hinten im Buch befindet sich ein Glossar, dass noch mal einige Begriffe aufgreift und eine kurze Erläuterung bietet.

Die Texte sind sehr leicht verständlich und schön kurz gehalten, sodass die Aufmerksamkeit nicht abhanden kommt.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und die Aufmachung finde ich auch sehr gelungen. Die Illustrationen sind sehr anschaulich und helfen den Text gut zu verstehen.

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