Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Wieder mal gut
Bretonischer Glanz von Jean-Luc Bannalec
Zum Inhalt:
Dupin möchte eigentlich die Mittagssonne auf der Terrasse des Amiral genießen, als sein Telefon klingelt. In Roscoff wurde eine junge Frau dort tot aufgefunden, wo gerade das berühmte Krimifestival stattfindet. Dupin, Kadeg und Riwal mache sich gleich auf den Weg. Dort angekommen, landen sie im Ausnahmezustand, denn die Mitarbeiter der Fährunternehmen streiken dort gerade, weil Entlassungen drohen.
Meine Meinung:
Ich mag die Romane um Dupin immer sehr und auch dieser hat mich überhaupt nicht enttäuscht, obwohl dieser schon ein wenig anders, denn wann haben wir Dupin mal so verletzlich erlebt? Doch auch in seinem derangierten Zustand lässt er sich nicht unterkriegen und mischt trotzdem kräftig mit. Die Story hat mir gut gefallen und durch viele Wendungen, die einen natürlich auch erst in die falsche Richtung geführt haben, kommt es dann zu einem Abschluss, den ich lange nicht habe kommen sehen. Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und mochte bei Varianten sehr.
Fazit:
Wieder mal gut
Rezensionen von brauneye29:
Nicht mein Buch
Offene Rechnung von Philippe Djian
Zum Inhalt:
Sowohl die Karriere als auch die Ehe von Nathan sind auf dem Tiefpunkt. Kompliziert ist die Situation auch noch dadurch, dass er im Verlag seiner Schwiegermutter arbeitet. Als der Verlag aufgekauft werden soll, wittert Nathan seine große Chance auf einen Knüller.
Meine Meinung:
Mir fällt es extrem schwer das Buch zu bewerten, ich habe mich förmlich durch das Buch gequält.
Irgendwie habe ich auch immer wieder den Faden verloren und wusste nicht mehr, worum es eigentlich geht. Das habe ich äußerst selten, aber hier ist mir das mehrfach passiert, was vermutlich daran liegt, dass mich die Geschichte einfach so gar nicht erreicht hat, wobei ich den Schreibstil an sich schon gut lesbar fand, aber das war nicht meine Geschichte.
Fazit:
Nicht mein Buch
Rezensionen von brauneye29:
Etwas langatmig
Sunshine Man von Emma Stonex
Zum Inhalt:
Birdie führt eine schönes Leben, aber es gibt eine Wunde, die nicht heilen kann. Ihre Schwester wurde vor Jahren ermordet. Jetzt erhält sie die Nachricht, dass der Mann, der ihre Schwester ermordet hat, aus dem Gefängnis entlassen wird. Der Tag, auf den sie gewartet hat. Mit einem Plan und einer Waffe macht sie sich auf den Weg und verfolgt ihn um den richtigen Moment zu erwischen, um den Plan auszuführen.
Meine Meinung:
Ich bin hin und her gerissen bei dem Buch, denn einerseits war es schon interessant, die Gedankengänge, die Ereignisse von heute und damals zu lesen, aber das Buch hat auch enorme Längen, die ich schon als anstrengend empfunden habe. Birdies Vorhaben und wie sie darüber denkt, kann man in Anbetracht der früheren Erlebnisse durchaus nachvollziehen. Die Persönlichkeit des Täters ist vielschichtiger als man das von der Geschichte erwarten könnte, das hat mir schon gefallen. Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht, aber ein wenig Straffung hätte dem Buch gut getan.
Fazit:
Etwas langatmig
Rezensionen von S.:
Zocker only
Carl's Doomsday Scenario von Matt Dinniman
Zocker only
Ballerspiele muss du mögen, sonst ist dieses Buch nichts für dich.
Carl ist nach zahlreichen Kämpfen in einer virtuellen Welt im nächsten Level angekommen. Begleitet von Prinzessin Donut und Mongo. Donut behält wunschgemäß ihren Katzencharakter und erhält einige neue Fähigkeiten, Carl entscheidet sich für die Figur Urwesen, ebenfalls mit einigen neuen Talenten.
Ihr Kampf um Publicity geht weiter, sie müssen hohe Klickzahlen generieren. Sehr oft geraten sie in Gefahr. Ein Spielsystem steuert die Spielebenen, ist unberechenbar und auf Einschaltquoten bedacht. Sehr fantasievolle Strafen, Belohnungen und Fähigkeiten würzen das Spiel. Eine mitunter recht drastische Ausdrucksweise tut ein Übriges. Oft eklig oder gespenstisch, tauchen irrwitzige Erscheinungen auf. Die Kommentare von Carl dazu sind Spitze. Und Prinzessin Donut ist DIE Cool Cat.
Irrwitzig, verdreht, verrückt und wahnsinnig unterhaltsam. Game on!
Perfekt und ein Riesenspaß für Leser, die sich in Spielewelten versenken können.
Rezensionen von S.:
Die Drachenfarm
When Dealing With Dragons. Drachengold von Dana Swift
Die Drachenfarm
In einer schrecklichen Welt werden lebenden Drachen die wertvollen Schuppen herausgerissen. Skrupellose Besitzer werden reich und bestimmen die Geschicke derer, die Drachen anständig behandeln, sie nicht um Reichtum Willen quälen. Farren ist anders. Sie ist die engagierte Tochter eines ausgezeichneten Tierarztes, hilft bei der Pflege verletzter oder alter Tiere.
Den Sohn des reichen John kann sie gar nicht leiden. Er fliegt Drachenrennen und ist unnahbar. Wirklich? Er erweist sich als ganz anders, als es scheint. Er ist schon lange in Farren verliebt und nutzt einen gebrochenen Arm für ein Praktikum auf Farrens Drachen- und Gnadenhof. Farren versteht ihn nicht und muss außerdem ein großes und wichtiges Geheimnis hüten.
Dana Swift hat ein spannendes und mitnehmendes Buch über Freundschaft, Verantwortung und Menschlichkeit vorgelegt. Ihre Protagonisten zeigen nachvollziehbare Gefühle, kümmern sich engagiert um Mensch und Tier. Auch die Liebe spielt eine große Rolle.
Negativcharaktere gibt es ebenfalls, skrupellose Machtmenschen zeigen ihre häßlichen Seiten. Wie unsympathisch!
Die Autorin schreibt sehr anschaulich, enorm spannend und mit einigen überraschenden Twists. Das Buch mag man nicht zur Seite legen, schwankt zwischen Entsetzen und Hoffnung.
Liest sich super, fantasievoll, abenteuerlich und romantisch!
Rezensionen von Shilo:
Ein Sommer, der nichts so lässt wie es war
Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten von Annette Weber
Zwischen frischer Seeluft, Kuralltag und den Erwartungen einer ganzen Gesellschaft läuft eine Geschichte an, in der die Figuren klar im Mittelpunkt stehen. Man kommt schnell in ihre Lebenswelt hinein, weil Sorgen, Hoffnungen und Wünsche sehr nah erzählt sind.
Edith, Wally und Mette tragen jeweils ihre eigenen Belastungen.
Edith soll eigentlich zu Kräften kommen und sich auf ihre Zukunft vorbereiten, spürt aber immer stärker, dass andere über ihren Weg bestimmen wollen. Wally lebt in einer Rolle, die jederzeit kippen kann, weil sie auf einer Täuschung beruht. Bei Mette liegt der Druck vor allem in der Verantwortung für ihre Familie, während eigene Wünsche kaum Raum haben. Zwischen den Frauen wechselt die Perspektive, ohne dass es hektisch wirkt.
Das Leben auf Hiddensee zeigt sich nicht auf einen Schlag, eher Stück für Stück. Feste Abläufe im Kurbad, Wege über das Gelände, kleine Begegnungen zwischendurch und stille Momente am Wasser fügen sich nach und nach zusammen. Daraus entsteht ein Eindruck vom Alltag, der ruhig bleibt und trotzdem dicht wirkt.
Die Figuren bekommen Zeit, sich zu entwickeln. Gefühle werden eher angedeutet als ausgestellt, vieles ergibt sich aus den Situationen selbst. Dadurch wirkt das Geschehen nah und glaubwürdig. Immer wieder tauchen Fragen nach Selbstbestimmung und den engen Grenzen der Zeit auf, ohne dass sie betont in den Vordergrund rücken.
Nicht jede Passage läuft gleich rund. Vor allem in der Mitte zieht sich die Handlung an manchen Stellen etwas. Gleichzeitig passt genau dieses langsamere Tempo gut zur Insel und zu der Stimmung, die der Roman aufbaut.
Tragen tun die Geschichte am Ende vor allem die Figuren selbst. Ihre Entscheidungen, Unsicherheiten und kleinen Veränderungen bleiben hängen, nicht einzelne Ereignisse. Insel, Kurleben und persönliche Wege greifen ineinander und ergeben ein ruhiges Gesamtbild einer Zeit, in der Frauen nur wenig Spielraum hatten.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Kwinsu:
Fantasievoll, schrullig und ein klein wenig düster
Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel
Flora ist ein Mädchen, dass sich am Liebsten mit seiner besonderen Schreibfeder und Tinte beschäftigt und Geschichten über ihre (fiktive) Heldin Harriet zu schreiben. Nachdem ihr Vater schwerkrank ist und der Winter nicht weichen will, macht sie sich auf in den Wald, um ihren Großvater um Rat zu fragen.
Dieser schrullige Kerl ermutigt sie, die Maikönigin zu suchen, um sie zu fragen, wo denn der Frühling bleibt. Es beginnt eine fantasievolle und ungewöhnliche Reise mit allerhand außergewöhnlichen Begegnungen.
"Flora Brimble und der verlorene Frühling" ist eine äußerst fantastische Geschichte, die mit großem Ideenreichtum, äußerst schrulligen Charakteren und unerwarteten Wendungen auftrumpft. Während des Lesens staunte ich über die vielen abstrus-humorigen Ideen, die der Autor an den Tag legt und seinen Charakteren auf den Leib geschrieben hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr märchenhaft, auch weil in der Geschichte klassische Märchen-Charaktere wie ein Kobold, sprechende Tiere und eine Hexe auftauchen und stets ein moralischer Kompass mitschwingt. Ich persönlich würde deshalb das Buch eher als fantasievolles Märchen bezeichnen, als einen Fantasyroman, muss aber auch zugeben, dass ich bislang nur wenige Fantasybücher gelesen habe.
Teilweise war mir das Buch an Ideenvielfalt etwas zu viel und ich empfand es als überladen und langatmig, was zur Folge hatte, dass ich immer wieder eine Lesepause einlegte. Stellenweise sind Atmosphäre und Handlung auch sehr düster, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob die Altersempfehlung ab 10 Jahren nicht ein wenig in die Höhe geschraubt werden sollte.
Sehr schön empfand ich das gegenseitige Betrachten von Flora und ihrer erdachten Figur Harriet, die im Laufe des Buches zum Leben erweckt wird. Beide spiegeln füreinander das, wovon sie sich für sich selbst mehr wünschen. Im Prinzip gibt das Buch den Lesenden mit, dass es sich lohnt, an sich zu glauben - auch daran, dass man Eigenschaften in sich trägt, die man sich selbst gar nicht zutraut. Außerdem sehe ich es auch als Plädoyer für Fantasie und Kreativität, die man niemals vernachlässigen soll.
Mein Fazit: "Flora Brimble" ist eine fantasievolle und ideenreiche Geschichte über ein vom Schicksal gezeichnetes Mädchen, dass sich mit schrulligen Begleitern in ein märchenhaftes Abenteuer begibt und dabei allerhand fantastische und unerwartete Ereignisse zu bewältigen hat. Stellenweise wirkt das Buch ob der zahlreichen, kreativen Ideen etwas überladen, nichtsdestotrotz lohnt es sich die fabelhaften Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten.
Rezensionen von bookloving:
Fermentieren leicht gemacht
Fermentieren - Twist your Taste! von Nadine Schünemann
Das neue Sachbuch „Fermentieren – Twist your Taste!“ von Nadine Schünemann, erschienen im EMF Verlag, ist ein ebenso inspirierender wie fundierter Leitfaden für alle, die die faszinierende Welt der Fermentation kennenlernen oder vertiefen möchten.
Mit großer Leidenschaft und beeindruckender Sachkenntnis belebt die Autorin die einst als veraltet geltende Vorratstechnik wieder und bereitet ihr mit modernen kulinarischen Trends und nachhaltigem Bewusstsein ein cooles Comeback.
Von leckeren Frühstücksideen, Snacks aus knackigem Gemüse, innovativen Hauptgerichten, fruchtigen Drinks bis hin zu cremigen Bowls - Nadine, die Gründerin der beliebten Marke „Lieblingsglas“, zeigt uns, wie aus modernen Ferment-Basics unendlich viele gesunde Rezept-Variationen gezaubert werden können, die die volle Vielfalt der Fermentation und ganz neue, überraschende Aromen direkt auf den Teller bringen.
Diese Rezeptvielfalt zeigt eindrucksvoll, wie Fermente als Aromabooster funktionieren: Sie bringen Säure, Umami und Textur ins Spiel und ermöglichen es, aus wenigen einfachen Komponenten komplexe Geschmackserlebnisse zu zaubern.
Dieses Buch ist somit weit mehr als ein reines Kochbuch mit Rezepten zum Fermentieren, sondern soll uns eine Grundlage für jede Menge Experimentierfreude und einfache, kreative Anregungen für die Alltagsküche bieten. Gut gefallen haben mir die klare, übersichtliche Gliederung und die inspirierenden Erläuterungen, sodass man das Werk sowohl als Nachschlagewerk wie auch als Experimentierhandbuch nutzen kann.
Gegliedert ist es in drei Hauptabschnitte.
Im ausführlichen Grundlagen-Teil wird uns zunächst alles relevante Wissen rund um das Fermentieren und den Fermentationsprozess verständlich erklärt.
Der zweite, informative Basisfermente-Teil zeigt dann, wie man die verschiedensten Fermente herstellt und im Alltag als einigartige Würzmittel verwenden kann. Hier finden wir die Rezepte für 30 Basisfermente untergliedert in Getreide & Hülsenfrüchte, Gemüse & Obst, Basics & Dips sowie verschiedene Drinks. Passend dazu gibt es für die einzelnen Fermente unter der Rubrik „Mix & Match“-Ideen konkrete Vorschläge für deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten mit Verweisen auf den dritten Rezeptteil. Der Kreativität sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt. So lässt sich beispielsweise aus einem Glas fermentiertem Gemüse ein Dressing, ein Aufstrich, ein Topping oder sogar ein köstliches Hauptgericht zaubern. Äuerst spannend ist auch zu erfahren, was die einzigartigen Fermente in unserem Körper so alles bewirken und unsere Gesundheit unterstützen können.
Im letzten Mix-&-Match-Teil, in dem 60 originelle Fermentations-Rezepte für jeden Tag als Inspirationsquelle vorgestellt werden, erfahren wir schließlich wie wir die verschiedensten Fermente-Basics vielseitig einsetzen und kombinieren können. Hier sind der Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt!
Im Einführungsteil führt uns die Autorin zunächst in die Grundlagen der Fermentation ein und erklärt anschaulich, wie Mikroorganismen – Bakterien, Hefen und Pilze – natürliche Prozesse der Haltbarmachung und Geschmacksentwicklung steuern. Neben fundiertem Hintergrundwissen enthält der Theorieteil viele praxisorientierte Hinweise: zur Auswahl von Zubehör, zu Hygieneregeln, Haltbarkeit und Gärgefäßen. Zudem werden Themen wie Arten der Fermentation und Bedingungen oder auch Darmgesundheit und Mikrobiom ausführlich und verständlich vermittelt.
Dabei gelingt es ihr, viele wissenswerte Fakten mit praktischen Tipps und kulinarischem Enthusiasmus zu verbinden. Sehr gelungen sind auch Hinweise aus der Community und den Dos und Don’ts, die bei typischen Problemen weiterhelfen können und als erste Orientierungshilfe dienen .
Besonders aufschlussreich sind ebenfalls die Abschnitte zu Fermente als Würztechnik und Gewürze in Fermenten.
Die Rezepte sind insgesamt klar gegliedert und durchgehend praxisgerecht konzipiert, sodass der Einstieg leicht fällt. Nach einer kurzen Einleitung finden sich präzise Angaben zu den verschiedenen Zutaten, klare Schritt-für-Schritt Anleitungen für die Zubereitung, Hinweise zu Fermentationszeiten bzw. Gär-und Ruhezeiten sowie zur Lagerung. Die Basisrezepte sind für 2–4 Personen ausgelegt und können je nach Bedarf skaliert werden. Tipps zur Verwendung unterstreichen zudem, dass man fehlende Basisfermente problemlos durch andere Zutaten ersetzen kann und dass Geschmack sowie Fermentationszeiten je nach Saison, Temperatur und anderen Faktoren variieren können.
Besonders lobenswert ist die einfache, alltagstaugliche Darstellung vieler Rezepte, die Lust darauf machen, sofort loszulegen. Dennoch finden auch erfahrene Fermentationsfreunde genügend Herausforderung in komplexeren Projekten, die etwas mehr Geduld oder Erfahrung erfordern.
Von Turkish Eggs mit fermentierten Tomaten über Miso-Zitronen-Pasta mit Schnittlauch-Crunch bis hin zu Kefir-Mocktails, Milchkefir-Eis oder fermentiertem Porridge mit Bananenkaramell – bei diesen verführerischen Rezepten fällt die Entscheidung wirklich schwer.
Für die Wahl des Ferments, der Fermentationszeit und Würzmittel ist natürlich der persönliche Geschmack ausschlaggebend. Entsprechend sind auch die Angaben zu Salz, Zucker, Honig oder Knoblauch flexibel und können insbesondere bei den „Mix & Match“-Rezepten individuell modifiziert werden. Empfehlenswert ist es zunächst kleinere Mengen zu fermentieren und diese dann jeweils anzupassen.
Optisch ist das Buch eine wahre Augenweide. Das gelungene Layout ist sehr übersichtlich und ästhetisch ansprechend. Es bildet eine perfekte Mischung aus Information und Inspiration. Die hochwertigen, natürlichen Fotografien von Cara Schanuel und Lena Pfetzer fangen gekonnt die Faszination für das Fermentationsverfahren ebenso ein wie die Schönheit der fertigen Fermente und die appetitanregenden Gerichte.
FAZIT
Ein praktischer Begleiter für alle, die Fermentation aus der Theorie in die tägliche Küche holen wollen, mit einem gelungenen Mix aus verständlichem Grundlagenwissen, vielen tollen Tipps und vielseitig kombinierbaren Rezepten.
Ein sehr empfehlenswerter Fermentationsratgeber!
Rezensionen von Marianna H.:
Von Freunden durchs Leben getragen
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Die letzten Monate ihres Lebens möchte Claire mit ihren zwei besten Freundinnen verbringen. Ihr Mann Eliot zieht aus dem gemeinsamen Haus aus, um ihr diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Verletzt, widerwillig. Das Drama nimmt seinen Lauf, denn für ihn ist sie Alles.
Der Gedanke, von dem diese Geschichte getragen wird, ist sehr beeindruckend.
Wie entlastend ist es, wenn die Liebe deines Lebens nicht nur Partner oder Partnerin sein müssen, sondern auch langjährige enge Freunde.
Ganz unerwartet werden die Lesenden Beobachter aus der Ferne. Was sich zwischen den drei Frauen abspielt, bekommt man durch Eliots Augen mit. Seine Gefühle, sein Hin- und Hergeworfen sein und sein Versuch sich in dieser bedrückenden Situation zu finden, werden spürbar und stehen im Vordergrund.
Die Atmosphäre zwischen Eliot und den Frauen ist sehr geladen und die distanzierte Sichtweise auf Claire trägt dazu bei. So wird Eliots Kontrollverlust, seine Ohnmacht und das Außen vor gelassen werden spürbar.
Die Geschichte regt zum Nachdenken an, ist sehr aufwühlend. Es ist schwer mitanzusehen, wie Claire am Leben hängt und wie belastend es für das Umfeld ist, auf ihren Tod zu warten.
Das Warten wird im Laufe der Geschichte immer spürbarer, die Erzählung langwierig und ausufernd. Ich konnte zeitweise nicht folgen. Das Ende hat mich etwas versöhnt, weil sich Manches klärt.
Rezensionen von Marianna H.:
Wohlfühlroman mit Schwächen
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Für Ina ist das Leben nicht wie ein Fest, aber allen anderen macht sie es leicht. Ihr Sohn, den sie alleine aufgezogen hat, zieht bald aus. Wie groß der Schmerz ist, ohne Vater aufzuwachsen, wird er bald noch mehr spüren. Und da sind noch viele Menschen in ihrer Siedlung, die nebeneinanderher leben, scheinbar führen sie geordnete Leben.
Doch von oben betrachtet sieht alles ganz anders aus und ein Fest wird es erst, wenn ein Miteinander entsteht.
Über lange Strecken ließ sich die Geschichte mit Vergnügen lesen. Auch Spannung war dabei. Es war berührend in die einzelnen Menschenleben einzutauchen, die so unterschiedliche Lebensperspektiven haben und auch ihre schmerzhaften Erfahrungen mit sich tragen. Dabei gelingt es der Autorin die Außensicht und Innensicht wertschätzend nebeneinanderzustellen. Die Absurditäten und harten Wahrheiten spricht sie mit einem Augenzwinkern aus, das für Leichtigkeit sorgt. Immer wieder war ich berührt von der liebevollen Beschreibung einzelner Wesenszüge. Vieles scheint mir aufmerksam beobachtet. Ina und ihre Nachbarschaft sind mir schnell ans Herz gewachsen.
Die Geschichte lässt sich gut nachverfolgen und entwickelt eine gewisse Spannung, die jedoch zum Ende hin etwas abflaut. Das liegt bestimmt auch daran, dass sie besonders zum Ende hin konstruiert wirkt. Es passieren ein paar zu viele Zufälle und es ist ein bisschen zu gut. Die Gefühle, die noch im mittleren Teil sehr anrühren sind zum Ende hin nicht mehr zu spüren. Irgendwie geht der Tiefgang verloren. Das ist enttäuschend.
Die Stärke dieses Romans liegt darin, dass die Härten des Lebens mit einer Leichtigkeit vermittelt werden und der stärkenden Botschaft, dass es erst im Miteinander ein Fest werden kann. Anfang und Mitte sind berührend, das Ende stark konstruiert und deswegen enttäuschend.











