Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Warmherzige Familiengeschichte
Ein Riesenspaß für die ganze Familie von Jennifer E. Smith
Familiengeschichten ziehen mich fast immer in ihren Bann und auch „Ein Riesenspaß für die ganze Familie“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen vier Geschwister, die sich über Jahre entfremdet haben und durch ein chaotisches Familientreffen in North Dakota wieder miteinander konfrontiert werden.
Dabei geht es um alte Verletzungen, unerfüllte Wünsche und die Frage, ob ein Neuanfang auch nach langer Funkstille noch möglich ist.
Besonders mochte ich den flüssigen Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm leicht, ohne oberflächlich zu sein, und die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man jede Figur besser kennenlernt. Mit jedem Kapitel öffnet sich ein weiteres Fenster in das Leben der Geschwister und nach und nach setzt sich das Familienbild zusammen. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Da sie sehr unterschiedlich sind und ganz verschiedene Lebensentwürfe verfolgen, fand ich sie interessant und vielschichtig. Jede Figur bringt ihre eigenen Konflikte mit, sodass ich neugierig blieb, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln würden.
Das Erzähltempo war mir irgendwann allerdings etwas zu langsam. Manche Entwicklungen wurden für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt. Vor allem die wiederkehrende Betonung, dass die Geschwister trotz der jahrelangen Funkstille immer wieder aneinander denken und emotional miteinander verbunden bleiben, hatte ich schon früh verstanden. Hier hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, denn einige Wiederholungen haben die Handlung stellenweise ausgebremst.
Trotzdem hat mich der Roman mit seiner Mischung aus Familiengeheimnissen und emotionalen Konflikten gut unterhalten. Ein ruhiger, warmherziger Familienroman mit interessanten Figuren, der für mich nur ein wenig kürzer hätte sein dürfen!
Rezensionen von Peachybookdreams :
Eine packende, stürmische Flut.
The Sea Spinner von Julie Johnson
– Es gibt einige Reihen, die vom Fluch des zweiten Buches betroffen sind, doch diese Geschichte hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1. –
Der Schreibstil und das Worldbuilding waren einfach wieder grandios. Wie die Inselstadt Hylios mit den vielen Zitrusbäumen, Kanälen und dem schwimmenden Markt beschrieben wurde, war einfach traumhaft schön.
Die Geschichte ist deutlich ruhiger am Anfang, da sie sich sehr um die Charakterentwicklung dreht, aber genau das hat die Figuren nochmal so viel greifbarer und authentischer gemacht. Im ersten Band war die Stelle mit den Riesen-Tausendfüßlern eine meiner liebsten. Auch hier gibt es wieder einige neue Kreaturen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Was einem sofort auffällt, ist, wie sehr Rhya die Fyrenacht plagt. Sie versucht, so gut es geht, den Bewohnern mit ihrem Heilwissen zu helfen. Gerade in dieser schweren Zeit bräuchte sie selbst jemanden, der ihr zur Seite steht, aber Pen schirmt sich immer weiter ab bei dem Versuch, alles wieder geradezurücken. Viele Glaubenssätze haben sich in ihren Kopf eingenistet, wenn es um ihre Fähigkeiten geht. Doch sie spürt, dass Pens Ansatz für sie nicht die Lösung sein kann. Gemeinsam mit Soren versucht sie endlich, keine Angst mehr vor ihrer Macht zu haben. Was mir wirklich gefallen hat, war, dass man das Erlernen und Beherrschen von Rhyas Fähigkeiten auch wirklich miterleben konnte. In vielen Fantasy-Büchern können die Protagonisten einfach alles gleich, ohne wirklich dafür etwas machen zu müssen. Das war hier definitiv nicht der Fall. Auch wenn sie natürlich etwas Unterstützung von Soren bekommen hat, musste sie sich trotzdem vieles selbst erkämpfen.
Soren… Ich muss mich wirklich zwingen, mich kurz zu halten, denn ich könnte viel zu lange über diesen Mann schreiben. Ich war schon im ersten Teil Team Soren, und meine Liebe zu ihm und den beiden hat sich nur noch vertieft. Ich habe die neckenden Dialoge der beiden so geliebt und teilweise beim Lesen mit den Füßen gekickt wie ein verliebter Teeny, haha. Ich habe das wirklich selten, dass mich das Knistern zwischen zwei Figuren so mitreißt. Schon im ersten Buch hatte er das, was mir bei Pendefyre gefehlt hat … Er sieht Rhya als ebenbürtig und traut ihr ihre Kräfte zu, anstatt sie kontrollieren zu wollen.
Pendefyre hat es mir wieder nicht leicht gemacht. Stellenweise wollte ich am liebsten die imaginäre Wand durchbrechen und ihn mal kräftig schütteln. Wie schon aus dem ersten Teil bekannt, kämpft er noch immer damit, Rhya ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen und sie nicht dauerhaft beschützen und verstecken zu wollen. Seine innere Zerrissenheit ist so spürbar und es wurde auch erklärt, warum er sich so verschließt. Es ist irgendwie auch nachvollziehbar. Trotzdem lösten manche seiner Sprüche bei mir eine Abneigung ihm gegenüber aus. Auch wenn er natürlich auch gute Eigenschaften hat.
Die Nebencharaktere haben einfach mein ganzes Herz. Durch sie ist die Reise so viel emotionaler geworden. Die Found Family aus Farley, Jac, Mabon, Cadogan und Carys bekommt aber noch Zuwachs. Einige der neuen Charaktere waren einfach zum Knuddeln. Besonders Vaughn hat es mir angetan. Was mir auch sehr gefallen hat, war die diverse Repräsentation der Figuren, denn es gab auch eine stumme Nebenprotagonistin, weshalb auch Zeichensprache in der Geschichte eine Rolle spielt.
In den letzten Kapiteln nimmt die Spannung noch einmal extrem zu und wird düster. Das Ende ist einfach absolut böse. Es bleibt so vieles offen und bei manchen Figuren weiß man wirklich nicht, wie es ihnen im nächsten Band ergehen wird.
Fazit: Nach diesem Buch ist mir klar, dass diese Reihe einen großen Platz in meinem Herzen hat. Wer Found Family liebt, wird mit den liebenswerten Nebencharakteren eine Freude haben. Dieser Band ist zwar nicht so kampflastig, aber trotzdem gibt es genug spannende Momente für meinen Geschmack. Die knisternde Romanze war für mich das Highlight. Rhya lernt viel Wichtiges über sich selbst und ihre Kräfte kennen, und so wie das Buch aufgebaut worden ist, habe ich das Gefühl, dass der letzte Band richtig episch werden wird. Ich kann und will gar nicht mehr länger warten, das nächste Buch lesen zu können.
Rezensionen von Havers:
Dit is' Berlin
Hope Joanna von Horst Evers
Horst Evers kannte ich bisher nur als Kabarettist, gelesen hatte ich noch nichts von ihm. Aber kann einer, dessen Markenzeichen hintergründiger Humor ist, auch Krimi? Ja, er kann, auch wenn das Ergebnis eher als ein etwas schräges Produkt daherkommt.
Das Cover, ganz im Stil des Sozialistischen Realismus des Arbeiter- und Bauernstaats gehalten, hat mich angesprungen und sticht ohne Frage aus der Masse der Neuerscheinungen heraus.
Und dann noch der Titel „Hope Joanna“. Wer da nicht sofort einen Ohrwurm hat und mit den Füßen wippt…
Die Story fängt dann ja auch so, wie man es von einem Krimi gewohnt ist, an. Zwei Tote, gebissen von einer Giftschlange. Dazu ein brisanter Brief aus dem Nachlass plus ein geheimnisvolles Elixier. Und schon sind wir in medias res…ähm…mitten in der Hauptstadt. Und es wird ziemlich schräg und chaotisch, mit viel trockenem Humor in den Dialogen, insbesondere was Berlin und die „arm aber sexy“ Berliner angeht, aber durchaus auch mit gesellschaftskritischen Untertönen, die die aktuelle politischen Lage im Land aufgreifen. Das ist zwar nicht immer ganz hasenrein, aber Kabarett lebt ja bekanntlich von Übertreibungen. Und unterhaltsam ist es auf alle Fälle.
Worauf ich gerne verzichtet hätte, war die übersinnliche Schiene. Das hat meiner Meinung nach nicht gepasst. Aber ansonsten eine coole Story mit pointierten Dialogen und sympathischen Protagonisten.
Rezensionen von askyfullofpages:
Wie das Leben spielt
Du in meinem Leben von Nayantara Roy
Ich habe Du in meinem Leben von Nayantara Roy als Hörbuch angehört und mochte es wirklich sehr gern.
Es geht um Familie, Schwesternliebe, Beziehungen und all die Dinge, die einen manchmal ein Leben lang begleiten. Die Charaktere waren für mich gut ausgearbeitet und ihr Erleben fühlte sich für mich authentisch an.
Ich möchte nicht mehr zum Inhalt sagen, weil ich auf keinen Fall spoilern möchte. Ich kann aber sagen, dass ich die Geschichte richtig gut fand.
Ein großes Lob geht auch an die Sprecherin Sarah Dorsel. Sie hat das Hörbuch sehr gut eingesprochen. Ihre angenehme Stimme und ihre feine Art zu erzählen, haben die Atmosphäre der Geschichte wunderbar eingefangen. Sie hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich richtig in die Handlung hineinversetzen konnte.
Das fulminante Ende hat mir besonders gut gefallen. Damit habe ich so nicht gerechnet. Die Geschichte hat einen richtig starken Schluss.
Für mich war das ein ganz tolles Hörerlebnis. Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Rezensionen von Niko:
Freundschaft auf Backman-Sprache
Freunde fürs Leben von Fredrik Backman
Auf einem verlassenen Pier in einer kleinen Küstenstadt verbringen vier Teenager – Joar, Ali, Ted und C. Jat – lange Sommertage miteinander. Zwischen ihnen entsteht eine tiefe Freundschaft, denn der Pier ist ihr Zufluchtsort vor einem schwierigen Alltag. Alle vier kommen aus belastenden Familienverhältnissen und müssen sich mit Gewalt, Zukunftsängsten oder Vernachlässigung auseinandersetzen.
C. Jat wird später ein berühmter Maler und schafft das Gemälde, das viele Jahre danach Louisa tief berührt und sie dazu bringt, sich auf die Suche nach den vier Freunden zu machen.
Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: dem magischen Sommer, der im Gemälde festgehalten ist, und der Gegenwart, 25 Jahre später, in der Louisa die Jugendlichen aus dem Bild wiederzufinden versucht.
Fredrik Backmans Schreibstil ist eine wunderschöne Mischung aus Herzerwärmendem und Herzzerreißendem. Niemand wird bei ihm schwarz‑weiß gezeichnet – jede Figur trägt tausend Schattierungen in sich. Besonders in Freunde fürs Leben zeigt sich, wie viel Empathie Backman für seine Charaktere empfindet. Seine Figuren sind sorgfältig gebaut: ganz normale Menschen, die hoffen, Fehler machen und Angst haben.
Gerade in Freunde fürs Leben schreibt Backman poetischer und melancholischer, als ich es von ihm gewohnt war. Vielleicht möchte er, dass wir noch stärker diese Sehnsucht nach einer Zeit spüren, die viel zu schnell vergeht – eine Zeit, die untrennbar mit dem Weg ins Leben verbunden ist, mit der Jugend.
Das zentrale Thema des Buches ist die Freundschaft. Louisa versteht dieses Thema aus eigene Erfahrung – vielleicht ist sie deshalb so tief von dem Gemälde Das vom Meer berührt. Als sie Ted begegnet, erfährt sie die Geschichte der Freundschaft der vier Jugendlichen und wie das Bild entstanden ist. Gleichzeitig vertieft der Roman das Motiv der Freundschaft immer weiter.
Fazit:
In all seinen Büchern schreibt Backman mit einem leisen, warmen Humor über ernste Themen und schafft es, Leserinnen und Leser im selben Satz zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Er ist ein Meister der großen Gefühle – besonders dann, wenn es um ganz normale Menschen geht.
In Freunde fürs Leben kommt zu seinem typischen Ton eine zusätzliche Schicht aus Melancholie und poetischer Sprache. Der Roman trägt eine Sehnsucht in sich: nach jener Zeit, in der Freundschaften noch unschuldig, selbstverständlich und ganz natürlich entstehen – nach der Jugend, die so schnell vergeht und doch ein Leben lang nachhallt.
Eine große Leseempfehlung von meiner Seite.
Rezensionen von JennifersBooks:
Ein Buch, das Neurodivergenz kindgerecht erklärt
Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan
Ich habe mich bei Vorablesen auf Konfetti im Kopf beworben, weil mein Sohn Autismus mit ADS (ohne Hyperaktivität) hat und viele der beschriebenen Merkmale sich überschneiden: mangelnde Konzentration, fehlende Organisation, Chaos im Kopf, Reizüberflutung. Als Mutter suche ich seit Jahren nach Büchern, die diese Themen kindgerecht erklären, ohne sie zu vereinfachen oder zu dramatisieren.
Doch der Markt ist dünn. Es gibt Ratgeber für Erwachsene, pädagogische Fachliteratur oder Bilderbücher für die ganz Kleinen – aber fast nie Bücher, die Kinder selbst lesen können, um ihre eigene Neurodivergenz zu verstehen. Genau deshalb hat mich dieses Buch so positiv überrascht - zumal es bereits für Kinder ab 5 Jahren geeignet ist, aber auch ältere Kinder wunderbar davon profitieren können.
Doreen Aldugan schafft es, komplexe Inhalte verständlich zu machen, ohne sie zu verwässern. Das Buch ist klar gegliedert und führt Schritt für Schritt durch die wichtigsten Bereiche: Was ist AD(H)S, wie funktioniert das Gehirn, welche Routinen helfen im Alltag. Besonders gelungen fand ich den Vergleich mit der Konfettimaschine im Kopf. Mein Sohn konnte dieses Bild sofort greifen. Er hat direkt Situationen aus seinem Alltag damit verknüpft und verstanden, warum manche Tage reibungslos laufen und an anderen plötzlich „Stau auf dem Fließband“ entsteht. Dieses Bild begleitet uns seitdem im Alltag und hilft ihm, seine Gefühle und Überforderungen besser einzuordnen.
Viele der vorgeschlagenen Strategien nutzen wir bereits, aber wir konnten auch einiges Neues mitnehmen – vor allem für die Hausaufgaben und das Etablieren neuer Routinen. Ich schätze sehr, dass der Text so geschrieben ist, dass Kinder selbst darin lesen und sich die Ideen heraussuchen können, die zu ihnen passen. Das vermittelt Selbstwirksamkeit und stärkt das Selbstvertrauen, ganz anders als klassische Elternratgeber, bei denen Kinder nur das fertige Ergebnis präsentiert bekommen.
Ein echtes Highlight ist das kindgerechte Glossar am Ende, in dem wichtige Begriffe wie Reizüberflutung oder Neurodivergenz erklärt werden. Dazu kommen kleine Textkästen mit Informationen für Eltern sowie Impulsen der Diplom‑Psychologin Anke Kaupp, die in wenigen Sätzen Klarheit schaffen und Hintergründe verständlich machen. Die Illustrationen von Emily Claire Völker runden das Buch ab. Sie sind stimmungsvoll, erklärend und helfen besonders Kindern, die visuelle Reize brauchen, beim Verstehen. Viele Szenen sind aus dem Alltag gegriffen und schaffen sofort Nähe.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Manche Seiten sind sehr voll und können Kinder mit AD(H)S schnell überfordern. Das Auge springt von einem Punkt zum nächsten, was ermüdend wirken kann. Trotzdem überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich.
Fazit: "Konfetti im Kopf" ist eines der wenigen Bücher, das Kinder wirklich dort abholt, wo sie stehen. Es erklärt, stärkt, begleitet und gibt ihnen das Gefühl, verstanden zu werden. Für uns war es ein wertvoller Gewinn – sowohl emotional als auch praktisch im Alltag.
Rezensionen von Niko:
„Fünf, sechs, sieben, acht“
Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz
Ich bin auf das Buch Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz wegen seines Titels aufmerksam geworden. Der Titel zieht einen sofort in eine Welt voller Leidenschaft hinein – und plötzlich versteht man auch den Protagonisten viel leichter.
Auch das Cover und die gesamte Gestaltung des Buches sind wunderschön gelungen.
Ich habe mich richtig gefreut, es endlich in den Händen zu halten.
Anton ist mit seinen sechzig Jahren noch immer ein leidenschaftlicher Stepptänzer. Umso härter trifft es ihn, als das Theater seinen Vertrag nicht verlängert – das Team soll jünger werden, und damit wird Anton ersetzt. Niemand bereitet ihn darauf vor, dass ausgerechnet seine eigene Tochter die Choreografie übernehmen wird.
Das wirft Anton in eine Lebensphase, in der er gezwungen ist, zurückzublicken – auf das, was war, und auf das, was er verloren hat. Doch genau dadurch gelingt es ihm später, wieder mit echter Freude nach vorne zu schauen.
Der Autor Ewald Arenz lässt uns sehr eindrücklich spüren, wie es Anton in dieser Situation geht. Anton weiß genau, dass er nicht mehr der Jüngste oder der Schnellste ist. Er tanzt jedoch mit ungebrochener Leidenschaft – und das Publikum feiert ihn weiterhin, was das Loslassen nur noch schwerer macht.
Als er erfährt, dass ausgerechnet seine Tochter Emma seinen Platz einnimmt, ist er zugleich wütend und stolz auf sie. Auf ihrer gemeinsamen Reise nach Irland werden die Konflikte zwischen Vater und Tochter noch deutlicher – Arenz bringt sie mit großer Sensibilität ans Licht.
Das Buch ist ruhig erzählt und widmet sich dem Altwerden, dem Loslassen, der Familie und der Frage, ob man im Leben die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Ewald Arenz hat mit Anton eine authentische Figur geschaffen und lässt uns aufmerksam beobachten, wie sich sein Protagonist weiterentwickelt.
Ganz besonders haben mir die Beschreibungen des Tanzens gefallen. Sie vermitteln noch stärker das Gefühl von Leidenschaft und lassen einen spüren, wie viel Emotion mit Tanzen verbunden ist.
Ein tolles Buch für alle, die das Tanzen im Herzen tragen und sich mit der zweiten Jugend beschäftigen möchten.
Rezensionen von Havers:
Von Seethaler bin ich Besseres gewohnt
Die Straße von Robert Seethaler
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber jetzt ist es passiert! Ich habe ein Buch des Autors, den ich über die Jahre schätzen gelernt habe, entnervt abgebrochen.
Seit Seethaler „Trafikant“ bin ich ein großer Fan des Autors, habe alle seine Romane nicht nur mit großer Freude, sondern auch persönlichem Gewinn gelesen.
Sie haben mich angefasst, weil er immer wieder die grundlegenden Themen der menschlichen Existenz, des Seins, des Miteinanders, in den Mittelpunkt gestellt hat. Absolut gelungen in „Das Café ohne Namen“.
Daran wollte er wohl mit „Die Straße“ anknüpfen, aber meiner Meinung nach ist ihm das hier nicht wirklich gelungen. Zu kurz die Einwürfe der jeweiligen Bewohner, zu wenig Das habe ich leider in diesem Porträt der Straße nicht entdecken können. Zu kurz die jeweiligen Einwürfe, eine Ansammlung von Banalitäten, nichtssagend in ihren Andeutungen einer Gesellschaftskritik.
Und leider lässt auch die (einmal mehr) gewählte Erzählstruktur, ob ihrer kurzen Beiträge und permanent wechselnden Perspektive, ein unbefriedigendes Gefühl zurück, wird der Leserin/dem Leser doch damit nicht nur die Möglichkeit genommen, eine wie auch immer geartete Verbindung zu dem Leben der Sprechenden aufzubauen, ganz zu schweigen davon, eine Vorstellung des Lebensraums dieser Menschen zu bekommen.
Leichte Kratzer an der Oberfläche ohne Empathie und Handlung. Von Seethaler bin ich Besseres gewohnt.
Rezensionen von Havers:
Die Straße von Robert Seethaler
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber jetzt ist es passiert! Ich habe ein Buch des Autors, den ich über die Jahre schätzen gelernt habe, entnervt abgebrochen.
Seit Seethaler „Trafikant“ bin ich ein großer Fan des Autors, habe alle seine Romane nicht nur mit großer Freude, sondern auch persönlichem Gewinn gelesen.
Sie haben mich angefasst, weil er immer wieder die grundlegenden Themen der menschlichen Existenz, des Seins, des Miteinanders, in den Mittelpunkt gestellt hat. Absolut gelungen in „Das Café ohne Namen“.
Daran wollte er wohl mit „Die Straße“ anknüpfen, aber meiner Meinung nach ist ihm das hier nicht wirklich gelungen. Zu kurz die Einwürfe der jeweiligen Bewohner, zu wenig Das habe ich leider in diesem Porträt der Straße nicht entdecken können. Zu kurz die jeweiligen Einwürfe, eine Ansammlung von Banalitäten, nichtssagend in ihren Andeutungen einer Gesellschaftskritik.
Und leider lässt auch die (einmal mehr) gewählte Erzählstruktur, ob ihrer kurzen Beiträge und permanent wechselnden Perspektive, ein unbefriedigendes Gefühl zurück, wird der Leserin/dem Leser doch damit nicht nur die Möglichkeit genommen, eine wie auch immer geartete Verbindung zu dem Leben der Sprechenden aufzubauen, ganz zu schweigen davon, eine Vorstellung des Lebensraums dieser Menschen zu bekommen.
Leichte Kratzer an der Oberfläche ohne Empathie und Handlung. Von Seethaler bin ich Besseres gewohnt.
Rezensionen von ReiShimura:
Zurück in Story Lake – und ich wollte gar nicht mehr weg
Mistakes were Made von Lucy Score
Dieses Buch wurde von mir bereits sehnsüchtig erwartet. Mit dem ersten Band der Reihe konnte mich Autorin Lucy Score bereits überzeugen und ich hoffte, dass der Erfolgskurs weitergeht. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht.
Lucy Score hat mit Story Lake eine wirklich entzückende Kleinstadt geschafften, die sich aber deutlich von anderen Orten abhebt.
Die teilweisen skurrilen Traditionen und die noch seltsameren Bewohner des Städtchens machen einen Großteil des Charmes des Buches aus.
In diesem Buch gibt es ein Wiedersehen mit vielen geliebten Charakteren und einige Handlungsstränge aus dem ersten Teil werden fortgesetzt. Die Bücher könnten theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden. Meiner Meinung nach, sollte die richtige Reihenfolge aber unbedingt eingehalten werden.
Im Mittelpunkt steht dieses Mal natürlich wieder einer der Bishop Brüder. Die weibliche Hauptrolle nimmt dieses Mal Zoey ein, die Literaturagentin von Hazel Hart. Zoey und ihre chaotische Art haben mich von der ersten Sekunde an begeistert. Auch wenn ich nicht immer mit allen Entscheidungen und Handlungen von Zoey einverstanden war, habe ich sie doch tief ins Herz geschlossen.
Die Geschichte besticht durch ihre witzigen Dialoge, skurrilen Figuren und einer wunderbaren Handlung. Gespickt wird das ganze dann natürlich noch mit einem Haufen pikanter Szenen. Von letzterem bin ich kein besonderer Fan und könnte gerne darauf verzichten. Lucy Score schafft aber eine gute Mischung. Sie bindet sie gelungen in die Handlung ein, sodass sie nie überhandnehmen.
Lucy Score arbeitet wieder einmal alle Punkte ab, die für eine spicy RomCom nötig sind und lässt dabei kaum ein Klischee aus. Wenn die Geschichte nicht so gut geschrieben und fesselnd wäre, hätte mich dies eventuell gestört. So kann ich aber getrost darüber hinwegsehen.
Trotz seiner doch recht beachtlichen Seitenanzahl für einen Romance Roman wird das Buch an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Die Lesezeit ist wie im Flug vergangen und am liebsten würde ich sofort mit dem nächsten Band weitermachen. Leider ist dieser noch nicht erschienen und es heißt wieder Geduld haben.
Dieses Buch bzw. die Buchserie möchte ich all jenen ans Herz legen, die auf der Suche nach einem herzerwärmenden, lustigen und unglaublich unterhaltsamen Roman sind. Klare Weiterempfehlung meinerseits.










