Kunden em pfehlungen
Rezensionen von AndilesOnaut:
Abtauchen und Staunen – Ein beeindruckendes Lexikon über die Weltmeere
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Mit dem „National Geographic Kids – Lexikon der Meere“ holen sich junge Entdecker ein echtes Wissensschatzbuch ins Regal. Auf über 250 Seiten nimmt das Lexikon Kinder mit auf eine spannende Reise durch die faszinierenden Ozeane unserer Erde und zeigt dabei, wie vielfältig und erstaunlich das Leben unter Wasser ist.
Schon die Gestaltung macht einen hervorragenden Eindruck. Das Buch ist hochwertig verarbeitet und steckt voller spektakulärer Fotografien. Die Aufnahmen sind gestochen scharf, farbenfroh und zeigen Tiere, Landschaften und Naturphänomene aus Perspektiven, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt. Dadurch wird das Blättern allein schon zum Erlebnis.
Inhaltlich bietet das Buch weit mehr als eine reine Sammlung von Meerestieren. Natürlich lernen die Leser zahlreiche Bewohner der Ozeane kennen – von Delfinen und Haien bis hin zu seltenen Tiefseebewohnern. Darüber hinaus werden aber auch spannende Themen wie Korallenriffe, Meeresströmungen, Gezeiten, Forschungsexpeditionen, Umweltprobleme und der Einfluss des Klimawandels behandelt. Die Informationen sind leicht verständlich erklärt und dabei dennoch erstaunlich umfangreich.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus kurzen Fakten, interessanten Hintergrundinformationen und vielen visuellen Eindrücken. Dadurch eignet sich das Buch sowohl zum gezielten Nachschlagen als auch zum entspannten Schmökern. Immer wieder entdeckt man neue Details, spannende Rekorde oder überraschende Fakten, die neugierig machen und zum Weiterlesen motivieren.
Auch die übersichtliche Gliederung trägt dazu bei, dass man sich schnell zurechtfindet. Die Themen sind logisch aufgebaut und die zahlreichen Bilder lockern die Seiten angenehm auf. So wirkt das Buch trotz seines großen Umfangs nie überfordernd.
Was mir ebenfalls gefallen hat: Das Lexikon vermittelt nicht nur Wissen, sondern weckt auch ein Bewusstsein für den Schutz unserer Meere. Themen wie Umweltverschmutzung und bedrohte Lebensräume werden altersgerecht erklärt und regen zum Nachdenken an.
Das Lexikon der Meere ist ein informatives, wunderschön gestaltetes Sachbuch, das Wissen und Unterhaltung hervorragend verbindet. Die beeindruckenden Fotos, die verständlichen Erklärungen und die große Themenvielfalt machen es zu einem Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt. Für alle Kinder mit Interesse an Natur, Tieren und Ozeanen eine klare Empfehlung.
Rezensionen von bedard:
Wer ist eigentlich "The Artist?"
The Artist von Lucy Steeds
Wer ist eigentlich "The Artist?"
Zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erhält der junge Journalist Joseph Adelaide die Gelegenheit, den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Auf der Suche nach einem Neuanfang reist er in die sonnenüberflutete Provence. Doch unter der scheinbaren Leichtigkeit des Sommers wirken die Folgen des Krieges noch nach.
Der Einstieg fiel mir trotz des schönen, atmosphärischen Schreibstils nicht ganz leicht. Die Handlung entwickelt sich eher langsam und erfordert ein wenig Geduld. Dennoch fand ich die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander spannend. Joseph ist ein sympathischer, aber sehr unsicherer junger Mann, der sich den Launen Tartuffes beugen muss, um sein Ziel – eine große Story – zu erreichen. Ettie erscheint zunächst fast wie ein Dienstmädchen, das kocht, putzt und die Ausbrüche ihres Onkels erträgt. Doch nach und nach zeigt sich, wie klug, ehrgeizig und künstlerisch begabt sie tatsächlich ist.
Besonders gefallen haben mir die Einblicke in die Welt der Malerei. Die Beschreibungen des künstlerischen Arbeitens und die Frage, wem Kreativität und Talent zugeschrieben werden, ziehen sich als roter Faden durch den Roman. Dabei wird auch deutlich, wie schwer es für Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts war, Künstlerinnen zu sein und als solche ernst genommen zu werden.
Interessant fand ich zudem die Entwicklung Tartuffes. Zunächst wirkt er wie das Klischee des genialen, aber unerträglichen Künstlers. Im Verlauf der Geschichte werden jedoch immer stärker seine Einsamkeit, seine Verletzlichkeit und sein Ringen mit den eigenen Ansprüchen deutlich, sodass die Figur an Tiefe gewinnt.
Mit der Liebesgeschichte zwischen Ettie und Joseph habe ich mich dagegen zeitweise etwas schwergetan. Vor allem im Mittelteil nahm das Hin und Her für meinen Geschmack zu viel Raum ein. Dafür konnte mich das Ende umso mehr überzeugen. Besonders gelungen fand ich, dass Etties Weg nicht in erster Linie von einer romantischen Beziehung geprägt wird, sondern von ihrem Wunsch nach künstlerischer und persönlicher Unabhängigkeit.
Auch der Titel erhält dadurch eine spannende zusätzliche Bedeutung: Wer ist eigentlich „The Artist“? Der gefeierte Tartuffe? Ettie? Oder vielleicht beide? Gerade diese Frage macht den Reiz des Romans aus.
Ein atmosphärisches Debüt mit interessanten Figuren, anschaulichen Einblicken in den Entstehungsprozess von Gemälden und einem Ende, das mich nach einem etwas schwierigeren Mittelteil wieder mit dem Roman versöhnt hat.
Rezensionen von Ameland:
Ich fand es öfters seltsam
Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts von Marietheres Wagner
Mira ist ein interessanter Charakter. Sie nimmt viele Dinge wahr, die anderen Menschen gar nicht auffallen oder wichtig erscheinen. Interessant fand ich, dass eine Zehnjährige sich bzw. ihre Gedanken und Schlussfolgerungen in Frage stellt. Mir hat gefallen wie im Laufe dieser Detektivgeschichte, die sie mit ihren neuen Freunden erlebt, gut zu verfolgen ist wie ihr Selbstbewusstsein mit den Herausforderungen wächst.
Ehrlicherweise hat mich das Buch öfters verwirrt oder ich habe mich gefragt: echt jetzt? Das begann schon mit dem Schreibstil. Gerade zu Beginn dachte ich, dass ich Seiten übersprungen oder etwas überlesen hätte. Den Rest hat mir aber das Verhör durch Philippa Kern gegeben. Ich sage selbst ja gerne Übertreibung macht anschaulich, aber das war mir doch zu sehr übertrieben. Jetzt gehöre ich auch nicht gerade zur Zielgruppe und es mag sein, dass Kinder im Grundschulalter das anders sehen, aber von mir gibt es daher nur drei Sterne.
Rezensionen von Katzenmicha:
Drei Schwestern-ein Erbe
We Break And Heal von Natalie Erlach
Juliet, Sage und Cleo kehren nach elf Jahren nach Spring Mountains zurück,die Testamentseröffnung steht an.Ihre Großeltern sind verstorben und sie sollen erben.Neben Renovierungsarbeiten, stehen aber auch ungelöste Konflikte und eine geheimnisvolle Klausel im Testament im Raum.Und dann trift Cleo auch noch auf ihren Ex Freund Dax.
Das wirft Cleo komplett aus der Bahn, denn Dax hat sie vor vielen Jahren einfach sitzen lassen.Nun treffen sie sich nach 11 Jahren in ihrer alten Heimatstadt wieder und die Gefühle blühen wieder auf.Dax fällt es schwer, die Hintergründe zu seinem damaligen Verhalten zu erklären.Tun sich Juliet, Sage und Cleo zusammen um das Geheimnis zu lüften?
Die Autorin Natalie Erlach hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Die Geschwisterbeziehung fand ich sehr schön,machte die Geschichte wunderschön rund.Das Cover fand ich ein Higliht,sanfteFarben die auf die Geschichte des Buches neugierig machten.Sehr gerne 4 Sterne und ich bin gespannt auf den nächsten Teil.
Rezensionen von Nina_xx:
Ein Jahres-Highlight!
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner
Das Buch handelt von Charlie Henderson, die aufgrund einer Erbschaft zurück in ihren Heimatort kommt. Dort trifft sie wieder auf August Green, ihr bester Freund aus der Kindheit. Die Kapitel begleiten die Leser dabei, die Geschichte von Charlie und August mitzuerleben. Dabei haben mir die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut gefallen.
Durch den leicht verständlichen Schreibstil und die beschrifteten Kapitelnamen, verliert man nicht den Überblick. Stattdessen bin ich in einen Lesefluss geraten und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Protas, aber auch die Nebencharaktere, werden lebendig beschrieben und wir lernen sie über das Buch hinweg immer besser kennen, sodass sie mir auch ans Herz gewachsen sind. Gäbe es die Aussicht auf einen zweiten Teil, würde ich mir diesen sofort besorgen. Ich bin in der Geschichte förmlich versunken, durch das Setting und Worldbuilding hat sie eine Comfort-Athmosphäre, die perfekt für den Sommer ist. Ich habe sämtliche Emotionen während des Lesens verspürt, doch keine einzige hat sich erzwungen angefühlt; Die Geschichte berührt das eigene Herz. Das Buch hat diesen natürlichen Charakter, der mir sehr gut gefallen hat.
Ich konnte die Motive und Handlungen der Protas gut nachvollziehen. Über die Kapitel hinweg, konnten wir die Entwicklung der beiden miterleben und das, was sie über sich und das Leben gelernt haben, kann man durchaus auch auf das eigene Leben beziehen. Ich hatte das Gefühl, dass sich Lucy Astner viele Gedanken darüber gemacht hat, wie sie diese Geschichte präsentieren möchte, und was sie mit ihr vermitteln möchte, daher kann ich sagen, dass sie mich letztlich voll und ganz überzeugt hat. Dass sie auch Drehbücher schreibt, wundert mich kein bisschen, da sich das Buch unglaublich lebendig angefühlt hat. Während dem Lesen, hatte ich stets Bilder im Kopf, was das beiseite Legen des Buches nur noch umso schwerer machte.
Die Geschichte, kombiniert mit dem farbenfrohen Cover und Farbschnitt ist definitiv ideal für den Sommer und ein must-read. Für mich war es ein 5-Sterne Erlebnis und auch ein Jahreshighlight, somit empfehle ich es auch an alle, die diese Rezension lesen. Es ist einfach ein Buch, das im Kopf bleibt.
Rezensionen von Nina_xx:
Perfekt für den Sommer!
Mit dir bin ich echt von Mounia Jayawanth
Das Buch "Mit dir bin ich echt" von Mounia Jayawanth handelt von Neyla, die ihre Sommerferien in einem marrokanischen Küstendorf verbringt. Seit ihre Mutter verstarb, war sie nicht mehr dort. An diesem Ort begegnet sie dann einem Freund aus ihrer Kindheit, von dem sie glaubte, dass er nur eine Einbildung war.
Mir hat das Lesen dieser Geschichte viel Freude bereitet. Ich fand die Charaktere verständlich und liebenswert. Es gab glückliche, romantische, lustige, aber auch traurige Passagen. Durch den Schreibstil der Autorin, welcher sich total flüssig lesen lässt, hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Das Buch ist von innen genauso schön, wie von außen. Die Orte wurden so beschrieben, dass man zwar eine ungefähre Vorstellung im Kopf hat, sich aber dennoch selber kreativ ausleben kann.
Auch die Handlung hat mich vollumfänglich überzeugt. Die Autorin spricht dabei wichtige Themen, wie Kultur, Identität und menschliche Beziehungen an. Im Buch haben sich die Charaktere weiterentwickelt und reflektiert, doch auch als Leser kann man viel daraus für sich selbst mitnehmen. Zugleich ist es einfach eine wunderschöne YA-Summer-Romance, die einen nicht mehr loslässt. Für mich hat sie sich weder unnötig in die Länge gezogen angefühlt, noch gehetzt. Ich empfand die Geschwindigkeit der Geschichte angenehm und gut zu folgen.
Es war nun mein erstes Buch von Mounia Jayawanth, welches ich gelesen habe und kann sagen, dass sie mich auf jeden Fall überzeugt hat und ich weitere ihrer Bücher lesen möchte. Somit kann ich "Mit dir bin ich echt" auch an alle sowieso schon Interessierten empfehlen, aber auch an alle, die Romance mögen oder einfach ein Buch für den Sommer suchen, das sie vom warmen Alltag abschalten lässt.
Rezensionen von Nina_xx:
Perfekt für den Sommer!
Mit dir bin ich echt von Mounia Jayawanth
Das Buch "Mit dir bin ich echt" von Mounia Jayawanth handelt von Neyla, die ihre Sommerferien in einem marrokanischen Küstendorf verbringt. Seit ihre Mutter verstarb, war sie nicht mehr dort. An diesem Ort begegnet sie dann einem Freund aus ihrer Kindheit, von dem sie glaubte, dass er nur eine Einbildung war.
Mir hat das Lesen dieser Geschichte viel Freude bereitet. Ich fand die Charaktere verständlich und liebenswert. Es gab glückliche, romantische, lustige, aber auch traurige Passagen. Durch den Schreibstil der Autorin, welcher sich total flüssig lesen lässt, hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Das Buch ist von innen genauso schön, wie von außen. Die Orte wurden so beschrieben, dass man zwar eine ungefähre Vorstellung im Kopf hat, sich aber dennoch selber kreativ ausleben kann.
Auch die Handlung hat mich vollumfänglich überzeugt. Die Autorin spricht dabei wichtige Themen, wie Kultur, Identität und menschliche Beziehungen an. Im Buch haben sich die Charaktere weiterentwickelt und reflektiert, doch auch als Leser kann man viel daraus für sich selbst mitnehmen. Zugleich ist es einfach eine wunderschöne YA-Summer-Romance, die einen nicht mehr loslässt. Für mich hat sie sich weder unnötig in die Länge gezogen angefühlt, noch gehetzt. Ich empfand die Geschwindigkeit der Geschichte angenehm und gut zu folgen.
Es war nun mein erstes Buch von Mounia Jayawanth, welches ich gelesen habe und kann sagen, dass sie mich auf jeden Fall überzeugt hat und ich weitere ihrer Bücher lesen möchte. Somit kann ich "Mit dir bin ich echt" auch an alle sowieso schon Interessierten empfehlen, aber auch an alle, die Romance mögen oder einfach ein Buch für den Sommer suchen, das sie vom warmen Alltag abschalten lässt.
Rezensionen von kaloy54:
Die Tragikomödie eines Metzgers
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Manik Sarkar hat mit seinem Buch "Ochsenkopf" einen amüsanten und intellektuellen Gesellschaftsroman geschrieben, in der er die Gleichgültigkeit der Gesellschaft hervorhebt. Der Protagonist Rensing junior hat seinem Vater schon als kleiner Junge in der eigenen Metzgerei geholfen und möchte jetzt, als Erwachsener, alles besser und moderner für seine Kunden machen.
Das schlägt jedoch auf den Preis für seine Fleischwaren und die Kunden wandern ab zum nächsten Supermarkt. Rensing junior will aber nicht aufgeben und verliert sich in seinen Traumvorstellungen von dem perfekten Laden und dem perfekten Fleisch. Manik Sarkar schafft es perfekt seinen Protagonisten mit seiner Sturheit und Dickköpfigkeit darzustellen. Trotz aller Tragik seiner Hauptfigur ist der Roman unterhaltsam, klug und gesellschaftskritisch geschrieben.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Lesenswert: Das große Buch vom Kaffee
Das große Buch vom Kaffee von Deutscher Kaffeeverband; Britta Mattern; Holger Preibisch
„Der Tag beginnt nach dem ersten Kaffee“ ist mein Leitspruch. Davor sollte man mich nicht ansprechen *grins*. In Deutschland und Österreich konsumieren Menschen im Schnitt rund 2,75 Tassen Kaffee täglich. Hochgerechnet bedeutet das über 1000 Tassen pro Jahr und Person.
Für alle, die verstehen wollen, was die Kaffeebranche in Deutschland heute prägt und welche Entwicklungen sie morgen bestimmen werden, ist das Buch des Deutschen Kaffeeverbandes sehr zu empfehlen.
Der Deutsche Kaffeeverband ist seit 1969 das Netzwerk der Kaffeebranche. Heute vereint der Verband rund 380 große und kleine Kaffeeunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Nachhaltigkeit über Handel und Röstung/Verarbeitung bis hin zu Technik, Logistik und Analytik.
Das Buch zeichnet die Reise des Kaffees nach: von seinen Ursprüngen und dem traditionellen Handwerk in Äthiopien bis hin zu seinem heutigen Status als alltäglicher Begleiter auf der ganzen Welt. Wie entsteht Qualität? Welche Prozesse durchläuft die Bohne? Was bedeutet Verantwortung in der Welt des Kaffees? All diese Fragen werden eingehend behandelt.
Fazit: Das Buch ist eine empfehlenswerte, fundierte Einführung für alle, die die Kaffeebranche in Deutschland und ihre zentralen Themen besser verstehen wollen. Eine Schwäche bleibt der Abschnitt zur europäischen Verbreitung: Hinweise auf Wien nach der Zweiten Türkenbelagerung 1683 und auf Triest als wichtigen Transporthafen für den Kaffeeimport nach Italien und Zentraleuropa würden die historische Einordnung deutlich abrunden.
Rezensionen von Rinoa:
Voller Menschlichkeit und Wärme
Pina fällt aus von Vera Zischke
Was für ein wunderbares Buch! Schon von der ersten Seite haben mich die Geschichte und der schnörkellose Schreibstil gefangen genommen.
Die Autorin schafft es, so viel Gefühl und Wärme hineinzulegen, ohne dabei auch nur annähernd ins Kitschige oder Triviale abzugleiten.
Jeder der wirklich sehr unterschiedlichen Charaktere ist so wunderbar gezeichnet, mit allen Schwächen, Zweifeln, Unzulänglichkeiten und inneren Kämpfen, aber auch mit (zum Teil neuentdeckten) Stärken und ganz viel Empathie.
Dass bei dem Versuch, sich um Leo zu kümmern, nicht alles glatt läuft und es auch Rückschläge gibt, macht es für mich nur umso realistischer und menschlicher.
Dies ist kein Heile-Welt- oder Alles-Wird-Gut-Roman. Es ist die Geschichte von Menschen, die über sich hinauswachsen, Dinge tun, die sie selbst nicht (mehr) für möglich gehalten haben und dafür umso mehr zurückbekommen.
Und auch, wenn das Haus und die Gemeinschaft in der Hansastraße nur Fiktion sind, geben sie doch Hoffnung und für mich die Botschaft, über den Tellerrand zu schauen, besser hinzuschauen, nicht nur nebeneinander her, sondern miteinander zu leben.
Ich bin immer noch ganz begeistert und muss meinerseits aufpassen, hier nicht kitschig zu werden. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, für mich ist es ein Juwel und die Autorin eine absolute Entdeckung.











