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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Familienband

Bei euch ist es immer so unheimlich still von Alena Schröder

In diesem Buch erzählt Autorin Alena Schröder die Geschichte von Evelyn und Silvia Borowski, die bereits aus dem ersten Roman der Autorin ("Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid") bekannt sein könnten. Ich selbst habe den ersten Roman der Autorin nicht vorher gelesen und hatte keinerlei Schwierigkeiten, da die Handlungen ineinander abgeschlossen sind und nicht aufeinander aufbauen.

Mir hat das Setting dieses Buches sehr gut gefallen: eine süddeutsche Kleinstadt, die so lebensnah und gleichzeitig bedrückend und eng geschildert wurde, dass ich mich sehr gut in die Szenerie hineinversetzen konnte. Insgesamt hat mich der Schreibstil der Autorin ab der ersten Seite in den Bann ziehen und begeistern können.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Frauen erzählt und springt auch in den Zeitebenen - zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das bringt eine angenehme Dynamik in das Buch und lässt mich als Leserin zugleich Hintergründe, wie aktuelle Geschehnisse wissen. Ich habe den Verlauf der Handlung gebannt befolgt, für mich haben sich in dem Buch keine Längen ergeben. Die Protagonistinnen waren zum Teil nicht sehr facettenreich charakterisiert, jede für sich ist jedoch authentisch und lebensnah beschrieben, so dass ich stets das Gefühl habe mich einer reellen Person gegenüber zu sehen.
Insgesamt konnte mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" vor allem durch die erzeugte Atmosphäre und stimmige Charaktere begeistern. Nun werde ich auf jeden Fall auch das vorangehende Buch lesen!

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Rezensionen von Gavroche:

Eine andere Welt

Scurry 1 von Mac Smith

Bei diesem Buch beeindruckt bereits das Cover. Eine Maus sitzt auf einem Totenschädel, vom Licht geblendet, überrascht, in Fluchtstellung. Im Hintergrund zwei Augen eines großen Tieres. Und der Titel sieht aus, als sei er aus Feuer geschrieben.
Scurry ist nicht der Name des Mäuserichs, sondern der der Kolonie.

Verlassen von den Menschen gibt es immer weniger Lebensmittel für die Mäuse und Ratten. Aber die Katzen sind immer noch da und werden immer gefährlicher. Die Stadt scheint keine Alternative zu sein, der Wald jagt allen Angst ein, weil es dort gefährliche Kreaturen gibt.
Ein sehr düsterer Comic mit Endzeitstimmung. Die Illustrationen sind sehr detailliert und vermitteln ein gelungenes Bild der Atmosphäre und der Siedlung. Besonders die Katzen fand ich sehr gelungen in ihrer Gefährlichkeit und Grausamkeit.
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger.

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Rezensionen von Gavroche:

Spannend

Die letzte Nacht von Karin Slaughter

Ich habe bereits viele Bücher von Karen Slaughter gelesen. Die letzten, die ich gelesen habe, waren nicht mehr so gut wie die früheren, aber als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch aus der Will-Trent-Reihe gibt, konnte ich einfach nicht widerstehen und das war gut so, denn die Autorin knüpft meiner Meinung nach hier an ihr altes "Spannungspotential" an und ich habe dieses Buch in kürzester Zeit "verschlungen".

Sara und Will stehen kurz vor ihrer Hochzeit, eigentlich sollte das ja eine Zeit voller Vorfreude und Vorbereitungsstress sein, doch nun scheint die Vergangenheit Sara einzuholen. Vergewaltigungen junger Mädchen, Traumata und unantastbare Ärzte. Eine rasante Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen. Ein Thriller, der es schafft, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten und mit einer guten Auflösung zu überraschen.
Für Fans der Reihe kommen natürlich die privaten Geschichten dazu, aber ich denke, der Fall ist auch so spannend.

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Rezensionen von Ecinev:

Zur Schule mit Oma Bergmann

Nicht, dass noch einer sitzenbleibt! von Renate Bergmann

Als die Tochter ihres Neffen, Lisbeth, eingeschult wurde, wird Renate Bergmann mit den Misständen an den Schulen konfrontiert. Kurzerhand heuert sie als Aushilfslehrerin in der Grundschule an. Schließlich ist sie schon mit 60 in Rente gegangen während man heute bis 67 arbeiten muss.

Außerdem sind die Grundlagen ja noch immer unverändert, so kompliziert kann das also mit den Kindern von heute nicht werden.

Dabei wundert sie sich über die Probleme von heute, mit ausgefallenen Stunden wegen Lehrermangel durch Burn-out, überforderten Eltern die den Kindern zu Hause noch nicht einmal das wesentlichste beibringen.

Wie gewohnt ist es ein heiteres Buch mit lustigen Begebenheiten aber auch mit ernsten Hintergrund. Der Schreibstil gewohnt, frei nach Schnauze, in der Oma Bergmann eigenen Rechtschreibung.

Ich freue mich auf weitere Bücher aus dieser Reihe.

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Rezensionen von Camilla :

schöne Bilder

Plötzlich wach! 1: Mit der Queen ne Kutsche kapern von Maja von Vogel

Ich habe das Buch meinen zwei Söhnen (6 und 8 Jahre alt) vorgelesen. Der

Ältere hätte wahrscheinlich es auch geschafft selber zu lesen. Aber vorgelesen bekommen ist nun mal schöner ;) Die Kapitellänge ist sehr gut gewählt, die Bilder ergänzen die Geschichte sehr gut.

Alle Charaktere waren uns von Anfang an sehr sympathisch.

Alle Fragen die wir so hatten (Wo ist Annemies Papa? Warum sind sie denn in die Stadt zu Oma gefahren? Wieso haben sie ein Wachsfigurenmuseum? etc.) wurden im Laufe des Buches beantwortet.

Es war sehr unterhaltsam zu lesen und die Kinder konnten der Story gut folgen. Die Queen als erste Hauptfigur hat ihnen gut gefallen. Das das Buch auch aktuell ist und somit auch ihr Tod thematisiert wird ist gut. Dann ist es nicht so schnell veraltet.

Am Ende des Buches sind noch genug Fragen offen und genug Spannung, sodass man schon gespannt auf die Fortsetzung ist!

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Rezensionen von heinoko:

Hinreißend gestaltetes Bilderbuch über unsere geschwundene Welt

Mein Leben als einsamer Axolotl von Linda Bondestam


Die finnische Autorin hat ein ganz besonderes Bilderbuch geschaffen, das sowohl vom Text her als auch von den Illustrationen und der dahinterstehenden Botschaft absolut ungewöhnlich und besonders ist. Ein Bilderbuch, das für Vorschulkinder in allen Facetten vielleicht noch nicht verständlich ist, aber das beim Vorlesen und begleitenden Gesprächen mit den vorlesenden Erwachsenen durchaus seine Botschaft verständlich werden lässt.

Und ein Bilderbuch, das älteren Kindern und Erwachsenen mehr als Herz geht als man vielleicht erwartet.
Der namenlose Axolotl ist der letzte seiner Art. Er ist einsam, aber er freut sich dennoch seines Lebens. Er erfreut sich an Fundstücken, die die Plumplinge ins Wasser werfen. Er besucht die Unterwasserschule und hat eine Weile lustige Tigersalamander-Freunde, bis diese an Land auswandern. Das Wasser wird trüber, die Luft wird heißer, die Einsamkeit wird größer. Bis eine Riesenwelle den Axolotl durch die Gegend schleudert und er, völlig unerwartet, in eine neue Zukunft startet.
Von der naiv wirkenden, aber unsagbar eindringlichen Gestaltungskraft von Linda Bondestam bin ich hingerissen. Ich wüsste nicht, welche Geschichte über die Zerbrechlichkeit unserer Erde mir bisher so sehr ans Herz gegangen wäre. Der liebenswerte Axolotl, der sich mit allem, was ist, zufrieden gibt, hat es verdient, zu überleben und letztlich sein Glück zu finden. Vielleicht ganz ohne Plumplinge. Denn die Erde weiß sich zu helfen. Wenig einfacher und doch sehr aussagekräftiger Text ist eingebettet in intensivfarbige großflächige Illustrationen, aus denen der winzige Axolotl hervorscheint. Vieles aus unserer gegenwärtigen Umwelt lässt sich in den Bildern finden. Und der Wandel, den die Erde vollzieht, ist elementar. Was Plumpiane nicht schaffen, gelingt Axolotl wie von selbst: unerschöpflicher Lebensmut.

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Rezensionen von Krani:

Verrückte Geschichten in Schilf

Nincshof von Johanna Sebauer

Nincshof liegt am Neusiedler See im österreichischen Burgenland. Es ist klein, unbedeutend und kaum bekannt. Das soll auch so bleiben! Doch Neue ziehen zu: Ein Ehepaar aus Wien hat hier eine alte Mühle restauriert und sich südamerikanische Ziegen angeschafft.
Die Autorin stammt aus dem Burgenland und kennt die Gegend und die Sonderbarkeiten der Einheimischen sehr gut.

Dies ist ihr erster Roman; eine frühere Fassung erhielt bereits einen Preis.
Die Menschen, die in Nincshof leben, sind fast ganz normale Leute. So selbstverständlich wie sie einen schwulen Schwiegersohn akzeptieren ( „du hast doch auch einen Mann zuhause!"), so schräg sind ihre Einfälle. Ist es nicht naheliegend, in heißen Sommernächten im Pool der Nachbarin zu schwimmen, wenn diese in Urlaub ist? Ist es nicht vernünftig, Straßenschilder zu entfernen, wenn man von Fremden nicht aufgesucht werden möchte?
Einer Legende zufolge lag das Dorf einst vollkommen unbekannt und vor der Außenwelt verborgen im Schilf, ohne Bürgermeister und Pfarrer, ohne Geld, ohne Steuern und ohne Gesetze. Dann wurde es eines Tages „entdeckt".
Ist das wahr? Und ist es wichtig, ob das wahr ist? Hier prallen die Vorstellungen der Zugezogenen Isa Bachgasser und der Einheimischen Erna Rohdiebl aufeinander. Es sei, so Erna Rohdiebl, die erzählte Wahrheit. Die Geschichte wird aus der Perspektive dieser beiden Personen geschildert. Beide sind sehr sympathisch, verändern sich aber kaum im Laufe dieses Sommers.
Beim Lesen kommt kein Zweifel auf, dass alles wirklich so passiert ist. Dass mitten in Europa so ein versteckter Ort noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts existiert hat.
Schilderungen der Sommerhitze und der Umgebung lesen sich durchweg poetisch, ebenso wie Betrachtungen über das Leben. Zum Schluss glaubt man sogar, dass Irrziegen beim Gebären zu leuchten beginnen. Das ist verrückt, schön und wirklich ausgefallen. Eine ganz besondere Geschichte. Lesen!

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Rezensionen von Krani:

Heldin ohne Profil

Die Einladung von Emma Cline

Alex ist eine Prostituierte, aber niemand würde das so nennen. Sie lebt davon, dass reiche Männer sie jung und hübsch finden und sie deshalb einladen - zu einer Nacht, einem Wochenende, einem Urlaub oder noch mehr. Im Gegenzug tut sie alles, damit der Mann, der sie gerade eingeladen hat, sich mit ihr wohlfühlt.

Sex steht dabei nicht im Zentrum. Doch im Augenblick ist sie auf der Flucht und froh darüber, sich bei Simon verstecken zu können, einem wohlhabenden Kunsthändler mittleren Alters, der ein Sommerhaus am Meer hat. Aber der will sie plötzlich auch nicht mehr haben, und sie steht vor dem Nichts.
Die Geschichte ist ganz aus der Sicht von Alex geschrieben. Wir begleiten sie durch Pools und Partys reicher Leute und beim geschickten Einschleichen in Gruppen von Jugendlichen, die einander noch nicht so genau kennen. Sie lernt eine Menge Leute kennen, die wie sie in den Häusern der Reichen arbeiten. Sie fühlt sich ihnen verbunden, denn auch sie verkauft eine Dienstleistung.
Was treibt diese Frau an? So richtig nah kommt man ihr nicht. Liebe ist es nicht, Macht ist es auch nicht. Selbst der Reichtum scheint ihr egal zu sein. Sie will keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Sie braucht jemanden, der sie versorgt und ihr sagt, wer sie sein soll.
Der Stil ist gut zu lesen und macht Freude. Die zwischenmenschlichen Situationen und die Personen sind sehr genau beobachtet. Die Oberflächlichkeit der Reichen und die Anpassung derjenigen, die für sie arbeiten werden anschaulich dargestellt, man ist fast dabei. Manchmal liest es sich wie eine Dystopie, in der man am besten reich auf die Welt kommt. Aber auch die Kinder der Reichen sind nicht glücklich. Sie sind ebenso unselbständig und hilflos wie Alex. Warum sollten sie auch Verantwortung übernehmen, wenn sie doch reich sind? Was könnte sie antreiben?
Die „Einladung” ist ein Angebot, auf ein eigenes Leben und eine eigene Identität zu verzichten. Weil es das ist, was Alex tut, wird auch nicht klar, wer sie wirklich ist und was sie will. Das ist ungewohnt zu lesen: eine Hauptperson ohne Profil. Wer das aushält, findet einen unterhaltsamen Sommerroman, der zum Nachdenken anregt.

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Rezensionen von M.C.F.:

Unterhaltsam

Ich wollt, ich hätt ein Huhn. Fakten & Haltung, neuer Stand der Forschung. Beziehung Mensch & Huhn. Unterhaltsam & informativ: Geschichten über Hühner & Ratgeber über Hühnerhaltung. von Astrid Drapela

Schon lange habe ich kein so unterhaltsames Buch , dass Wissen und Humor vereint gelesen. Wissen das sich vom Wildhuhn bis zum Haushuhn erstreckt und mit Quellenangaben versehen ist. Also nichts, was man sich aus den Fingern saugt um vermeintlich Neues zu vermarkten. Nein, echtes Wissen. Hunderte Bücher gibt es über Hundeverhalten und nur so wenig über Hühnerverhalten , und das obwohl es millionen Hühner auf der Erde gibt.

Es wurde Zeit und ich kann es jeder/m empfehlen. Man merkt übrigens, dass es von einer Frau geschrieben wurde, das ist für mich ein zusätzlicher Pluspunkt. Einfühlsam und lustig.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir wieder gut gefallen

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher

Zum Inhalt:
Anna ist nach wie vor die einzige Frau in der Münchener Gerichtsmedizin, mit Skandalreporter Fritz ist sie weiterhin freundschaftlich verbunden. Als ein toter Säugling im Schwabinger Künstlerviertel gefunden wird, beginnt Fritz für seine Zeitung zu recherchieren und Anna hilft ihm dabei.

Doch der einzige Zeuge stirbt, was nun? Dass der Krieg ausbricht macht die Sache nicht leichter.
Meine Meinung:
Mir hatte der erste Teil um Anna Zech schon gut gefallen, denn ich mag Typen, die eben nicht so 0815 sind und das ist Anna für ihre Zeit nun wirklich nicht. Die Recherche zum Fall wird immer wieder erschwert und immer wieder müssen neue Ansätze gefunden werden. Die schließliche Lösung habe ich so nicht kommen gesehen und das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war wieder sehr gut und sehr angenehm lesbar. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung der Serie um Anna Zech.
Fazit:
Hat mir wieder gut gefallen

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