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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Zu bedenken: 1921

Jakob Wassermann, geboren 1873 in Fürth, veröffentlicht dieses Buch 1921. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits ein viel gelesener und recht bekannter Autor - sein erfolgreichster Roman „Das Gänsemännchen“ datiert auf das Jahr 1915 -, er besitzt ein Grundstück und bald eine Villa am Altaussee und ist im Begriff sich von seiner ersten Frau zu trennen.

Er setzt sich in dieser auch autobiographischen Schrift mit seiner Kindheit und Jugend auseinander, Vater und Stiefmutter sehen ihn als Kaufmann, er sich als Schriftsteller, er verlässt die Familie und schlägt sich durch, trifft auf Gönner und Mäzene, am schließlichen Durchbruch und Erfolg lässt Wassermann den Leser leider nicht teilhaben und auch die Auseinandersetzung mit seinem Juden- und Deutschtum bleibt oberflächlich, wenn auch Wassermann die menschenverachtende Zuspitzung des Antisemitismus im nationalsozialistischen Regime zu erahnen scheint. Es ist weniger ein aktuell bedeutsames Buch, eher ein Zeitdokument, nicht so sehr Stil und Semantik betreffend, als vielmehr eine Darstellung wie tiefgründig und offen autobiographische Literatur und Selbstflexion damals vor 100 Jahren möglich waren. Durch das Nachwort von Reich-Ranicki gewinnt das Buch.

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Rezensionen von Liliane Schemeth:

Schöner Start der Reihe

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura von Greta Milán

Zusammen mit ihrem Vater lebt Eden in San Francisco. Während all ihre Freunde auf verschiedene Colleges gehen, versucht Eden ein Stipendium zu erhalten um auch diese Möglichkeit zu bekommen. Doch dann wird sie in einer dunklen Seitenstraße angegriffen. Die Phönixkrieger retten sie aus dieser Lage und Eden erfährt, dass die Geschichte, die ihr Vater ihr immer erzählt hat, gar nicht erfunden ist.

Der Schreibstil von Greta Milán hat es mir leicht gemacht in die Geschichte einzutauchen. Zudem hat die Autorin einen flüssigen und eindrucksstarken Schreibstil. Dank der detaillierten Beschreibungen konnte ich mir die Handlungen bildlich sehr gut vorstellen.

Die Charaktere haben alle ihre Ecke und Kanten aber genau das macht sie so einzigartig und interessant. Auch die Verbindung zwischen Eden und Kane hat mir gut gefallen. Es ging nicht zu schnell aber es war authentisch und glaubwürdig. Die Anziehung zwischen ihnen konnte ich deutlich spüren.

Insgesamt war die Geschichte schon etwas vorhersehbar, da auch hier das Rad nicht neu erfunden wurde und bereits bekannte Elemente verwendet wurden. Aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und es konnte mich richtig fesseln. Es sind noch einige Punkte offen geblieben, die hoffentlich in Band 2 final geklärt werden. Ich bin schon sehr gespannt.

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Rezensionen von brauneye29:

Ganz nett

Vatermal von Necati Öziri

Zum Inhalt:
Eine Familiengeschichte über eine Familie, deren Leben davon gezeichnet ist von sozialen und auch politischen Umständen. Vom abwesenden Vater und eigentlich einer Familie, die eben ihr Leben lebt.
Meine Meinung:
So wie es mir schon schwer viel, etwas zum Inhalt zu schreiben, fällt es mir auch schwer eine Meinung dazu zu schreiben, denn mir persönlich hat das Buch so gar nichts gegeben.

Im Grunde plätschert hier eine Familiengeschichte vor sich hin und eigentlich geht es gefühlt um eine mehr oder minder normale Geschichte zweier Jugendlicher, die gefühlt nicht wirklich viel anders lebten als es die meisten Jugendlichen tun. Klar, gibt es aufgrund der Abstammung mal das ein oder andere unschöne Erlebnis, aber eigentlich ist auch das normal. Das Buch liest sich zwar gut, hat mir aber persönlich so gar nichts gegeben.
Fazit:
Ganz nett

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mir sehr gut gefallen

Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand

„La Jaconde, c’est partie!“

Wer kennst es nicht? Das berühmte Gemälde „La Gioconda“, besser bekannt als „Mona Lisa“ von Leonarda da Vinci? Ihr geheimnisvolles Lächeln bezaubert die Menschen seit dem 17. Jahrhundert und die Spekulationen, wer dafür Modell gesessen haben könnte, schraubt ihren Wert in die Höhe.

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass das Gemälde, das nur 77 x 53 cm misst, in den Fokus von Kunstdieben gerät.

Und genau davon erzählt dieser historische Roman.

Als der korpulente Museumsaufseher am Morgen des 22. August 1911 den Salon Carré betritt, fehlt das Bild. Zunächst denkt er sich nichts dabei, denn Bilder werden immer wieder zum Restaurieren oder Fotografieren abgehängt. Doch als dann wenig später der leere Rahmen gefunden wird, ist klar: Entsetzlich, das Bild wurde gestohlen - „La Jaconde, c’est partie!“ geht der Aufschrei durch toute Paris.

Commissaire Lenoir wird mit den Ermittlungen beauftragt, was gar nicht so einfach ist. Denn nicht nur, dass der Louvre offen wie ein Vogelhaus ist, gibt es Dutzende Generalschlüssel und Hunderte Handwerker und Künstler, die aus- und eingehen können. Lenoir hat eine Mammutaufgabe vor sich. Unter den zahlreichen Verdächtigen ist auch Pablo Picasso, Künstler, ständig klamm und ein begnadeter Kopist - so passt er - genauso wie seine Freunde sehr gut in das Täterprofil.

Stellenweise liest sich der Roman wie das Who-is-Who der künstlerischen Avantgarde der Stadt Paris von 1911. Neben der Ausdruckstänzerin Isadora Duncan treffen wir auch Literaten, Musiker wie Igor Strawinsky und Claude Debussy sowie Satanisten und andere Scharlatane.

Während die Menschen von Paris in der Kathedrale Notre-Dame um die Rückkehr des Bildes beten, bieten Hellseher und Wahrsager der Polizei ihre Dienste an.

Ob Commissaire Lenoirs Ermittlungen von Erfolg gekrönt sind, verrate ich jetzt nicht.

Meine Meinung:

Der Diebstahl der Mona Lisa hat schon mehrere Autoren und Filmemacher beflügelt, ihre eigene Sicht auf das Geschehen darzulegen. Mir hat dieser Roman, der sich manchmal von eigentlichen Succus der Geschichte ein wenig weit entfernt, sehr gut gefallen. Das Flair der Belle Époche ist sehr gut eingefangen. Es sind nur mehr wenige Jahre bis zum Großen Krieg. Man trifft sich in Straßencafés, trinkt Absinth bis zur Bewusstlosigkeit und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.

Ich kenne einige von Tom Hillenbrands Krimis rund um den Koch Xaver Kieffer, die nicht ganz so gut gefallen, wie dieses Buch hier rund um La Jaconde.

Fazit:

Gut recherchiert und opulent erzählt, da macht auch das Abschweifen zu Nebenthemen nichts aus. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von nil_liest:

Dorfidyll mit fatalen Ansichten

Rotwild von Maria Grund

Mich hat der erste Band der Reihe in den Bann gezogen und ich konnte das „Fuchsmädchen“ nicht weglegen. Mir hat besonders der Schreibstil von Maria Grund gefallen und das tut er auch wieder in „Rotwild“. Landschaften zeichnen sich vor dem inneren Auge und der ermittelte Fall lässt die Seiten nur so fliegen.

Aber dieser Krimi ist nicht so gelungen wie Band 1 aus meiner Sicht. Gut, aber nicht so herausragend. Und was hier aus meiner persönlichen Sicht auch zum Tragen kommt, ist die Abfolge der Krimis ist entscheidet um die Ermittlerin zu verstehen.
Wir treffen wieder auf Sanna Berling und ihre Partnerin Eir Pedersen, es ist einiges an Zeit ins Land gegangen seit den Ermittlungen zum Fuchsmädchen und nun trifft Sanna auf einen sterbenden jungen Mann auf einer verlassenen Farm, der mit Wunde bedeckt ist. Sie und ihre ehemalige Kollegin Eir nehmen die Ermittlungen auf.
Die Spannungskurve steigt positiv an und dann flacht sie ab und gibt dem Privatlieben der Ermittlerinnen sehr viel Raum um dann den Fall mit Pauken abzuschließen.
Ich werde trotzdem den dritten Band lesen, da ich noch Hoffnung habe, dass dieser wieder so gut wird wie das Fuchsmädchen!

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Rezensionen von yellowdog:

Fansi

Der gute König von Leonhard Hieronymi

Leonhard Hieronymi ist mir zum ersten mal beim Bachmann-Wettbewerb 2020 aufgefallen, aber jetzt hab eich ihn das erste mal gelesen.
Icherzähler in Der gute König ist Fansi, der Abitur hat und als Handwerker arbeitet. Er ist der letzte Mitarbeiter seines leicht exzentrischen Chefs Hieronymus Bosch.

Sie bilden ein Team, dass mich anfangs fatalerweise als Figuren aus Werner-Comics erinnern, aber später wird ihr Verhältnis als eng betrachtet. Fansi hält zu ihm, auch nachdem er schon gekündigt hatte.

Überhaupt erzählt das Buch viel von Beziehungen. Nicht nur Fansi und sein Chef sondern auch mit seinem Kumpel und seiner Freundin.
Hinzu kommen eine erstaunliche Einfälle. Teilweise lässt mich das Buch ratlos, aber es gab doch einige gute Momente, die das Buch rechtfertigen.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Aufwühlender Roman über ein wichtiges Thema

Frag nach Jane von Heather Marshall

In ihrem Debütroman "Frag nach Jane", in dem es um das zentrale Thema Selbstbestimmte Mutterschaft geht, erzählt die kanadische Autorin Heather Marshall in drei Handlungssträngen, die am Ende zusammengeführt werden, die Geschichte dreier Frauen.

Toronto 1960: Die junge Evelyn Taylor erwartet von ihrem verstorbenen Verlobten ein Kind.

Sie wird von ihrem Vater in das Sankt Agnes-Heim gebracht, einem Heim für ledige Mütter, das von Nonnen geführt wird. Dort macht man ihr klar, dass ihr Kind nach der Geburt an ein Ehepaar zur Adoption gegeben wird. Evelyn erlebt eine traumatische und leidvolle Zeit im Heim, ist Schikanen ausgesetzt und sämtlicher persönlicher Freiheiten beraubt. Später absolviert sie ein Medizinstudium. Neben ihrer Tätigkeit als Hausärztin hilft sie verzweifelten Mädchen und Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind. Sie führt Schwangerschaftsabbrüche durch und schließt sich dem illegalen Abtreibungsnetzwerk "Jane" an.

Toronto 1979: Die 18-jährige Nancy begleitet ihre Cousine Clara, die ihr sehr nahesteht, zu einer Abtreibung. Ein Jahr später, sie lebt inzwischen nicht mehr bei ihren Eltern, erhält sie von ihrer demenzkranken Großmutter einen Hinweis und hat Grund zu der Annahme, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Wenige Jahre später wird auch Nancy ungewollt schwanger und sucht auf Vermittlung von "Jane" Evelyn Taylor auf. Zwei Jahre später schließt sie sich dem Netzwerk an.

Toronto 2017: Angela, die Leiterin eines Antiquitätenladens, und ihre Frau Tina wünschen sich ein Baby. Das Kinderzimmer ist bereits eingerichtet, doch Angela hatte nach mehreren Kinderwunschbehandlungen Fehlgeburten. In einer Kommode findet sie den Brief einer ihr unbekannten Mutter an ihre Tochter, in der sie dieser offenbart, dass sie nach ihrer Geburt adoptiert wurde. Der Brief stammt aus dem Jahr 2010, und Angela begibt sich auf die Suche nach der rechtmäßigen Empfängerin.

Heather Marshall beschreibt in schönem Sprachstil und mit sehr viel Empathie die Schicksale der drei Frauen. Dabei verflechten sich ganz langsam die Handlungsstränge miteinander. Die Autorin zeichnet die starken Figuren absolut authentisch und bildhaft, und sie lässt uns tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Einen Handlungsschwerpunkt bildet Evelyns Leben. Wir begleiten sie ab dem Jahr 1960 und erleben ihren Aufenthalt im Heim für ledige Mütter und die unnachgiebige Härte, mit der sie dort von den Nonnen behandelt wird. Das geht unter die Haut und ist oft nur schwer zu ertragen.

Das emotionale Buch, in dem außer Abtreibung auch Adoption und unerfüllter Kinderwunsch thematisiert werden, hat mich vom Beginn bis zum überraschenden Ende gefesselt, es hat mich zu Tränen gerührt, aber auch wütend gemacht. Sehr lesenswert ist auch das Nachwort der Autorin, in dem sie u.a. das System der Entbindungsheime und der Netzwerke beschreibt und ihrer Enttäuschung über die Aufhebung des Roe-Urteils im Jahr 2022 Ausdruck verleiht.

Absolute Leseempfehlung von mir für diesen zutiefst berührenden Roman über ein wichtiges Thema!

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Familiengeschichte

Schönwald von Philipp Oehmke

Schönwald von Philipp Oehmke ist in der Hörbuchfassung vom Autor selbst gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören.

Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Auch wenn mir das Cover von diesem Buch nicht gefällt, hat es mir der interessante Klappentext angetan, der auf eine sehr vielschichtige und konfliktbeladene Familiengeschichte hinweist. Beim Hörbuch habe ich einige Momente gebraucht, um gut in die Story hinein zu finden.
Der Spannungsaufbau ist dem Autor gut gelungen. Erzählt wird die Story immer mal wieder aus einer anderen Perspektive, so dass ich als Leserin viele verschiedene Protagonistinnen kennen lernen durfte. Ein wenig irritiert haben mich die Zeitsprünge, die in der Hörbuchfassung nicht vorab kenntlich gemacht wurden. Die Story wirkte an einigen Stellen jedoch auf mich ein wenig zu konstruiert. Der Autor nimmt viele zeitgenössische Themen auf, spricht viele wichtige Themen an und schmeißt alles in einen Topf - stellenweise war es ein wenig zu viel. Gut aufgezeigt werden generationale Schwierigkeiten und die Nachwirkungen des anhaltenden Schweigens.

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Rezensionen von yellowdog:

Der Grenzbereich

Die Erinnerungsfotografen von Sanaka Hiiragi

Der Fotograf Hirasaka empfängt in seinem Atelier gerade Verstorbene in einem Zwischenbereich hin zur Ewigkeit. Er ist ihr Wegbegleiter und zeigt ihnen Fotos, die ihr Leben dokumentieren. Für jeden Tag des Lebens eine Aufnahme.

Noch einmal anhand eines Fotos einem besonderen Moment im Leben zu zeigen.

Mit dieser Methode kann SanKa Hiragi verschiedene Geschichten erzählen und sie durch diesen Rahmen zusammenhalten.

Die erste Episode dreht sich um Hatsue, die Kindergärtnerin und Erzieherin war. Eine Aufgabe, der sie mit Leidenschaft nachging. Für mich der stärkste Abschnitt. Aber auch die nächsten Kapitel haben einiges zu bieten.
Der nächste Gast ist ein eigenes Kaliber, ein gewalttätiger Yakuza.
Mitsuro, ein Mädchen als letzter Gast schließt das Buch mit einer Überraschung ab.

Die Übersetzung aus dem Japanischen von Yukiko Luginbühl und Sabine Mangold kommt mir gelungen vor, da sich der Text gut und flüssig lesen lässt. Wirklich ein Lesevergnügen.
Ein lesenswertes Buch!

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Rezensionen von reimon:

Sperrig wie der Titel

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe von Doris Knecht

Die Kolumnen von Doris Knecht lese ich immer wieder sehr gern, vor allem im „Falter“. Mit ihren Büchern hab ich’s nicht so leicht. Auch mit diesem Buch mit dem sperrigen Titel geht’s mir so.
Die Lebensphase, in der sich die Protagonistin - und wohl auch die Autorin - gerade befindet, ist mir sehr vertraut.

Die Kinder sind erwachsen und verlassen die elterliche Wohnung. Da die Mutter vom Vater der Kinder getrennt ist, wird ihr diese Bleibe zu groß und vor allem auch zu teuer. So beschließt sie nach einigem Hin und Her, in ihr kleines ehemaliges Rückzugsrefugium zu ziehen. Das bedeutet natürlich, sich von vielen Dingen zu verabschieden, die dann einfach keinen Platz mehr haben werden. Nicht ganz allerdings, denn es gibt auch noch das kleine, alte Häuschen auf dem Land.
Sich von Besitz zu trennen, der auch meist mit Erinnerungen verbunden ist, das fällt wohl niemandem leicht. Ich habe den Roman allerdings über weite Strecken als „Sudern“ erlebt. Erst am Schluss kommt Hoffnung auf, dass die Ich-Erzählerin in ihrem neuen Leben gut ankommen kann und sich nicht mehr ständig mit ihren scheinbar so perfekten Schwestern vergleichen muss.

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