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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Supermächte

Kollision von Matthias Naß


Kollision hat den dramatischen Untertiel “China, die USA und die weltpolitische Vorherrschaft im Indopazifik“.
Und das nicht ohne Grund, denn da kann es zur Kollision der Supermächte kommen. Verschiebungen im politischen Machtgefüge sind wahrscheinlich.

Es ist ein komplexes politisches Sachbuch, dass sich dem immer rasanteren Aufstieg Chinas widmet und die entstehenden Konflikte klar benennt.

Manche Abschnitte sind vielelicht auch zu detailliert, aber für einen Weg muss man sich halt entscheiden und Mathias Naß zeigt die Positionen vieler Länder, wie Russland, Japan, Indien, Frankreich, Deutschland etc. und der Nato.

Asienexperte Matthias Naß ist ein Experte, der ganz offensichtlich über viel Hintergrundwissen zum Thema verfügt und der in der Lage ist, das Geschehen zu analysieren und in einer Gesamtheit zu zeigen.
Es erscheinen zur Zeit einige Bücher über China, aber Matthias Naß hat hier dieses Jahr einen hohen Maßstab gesetzt.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Erinnerungen an Simone: eine Spurensuche

Simone von Anja Reich

Anja Reich ist Journalistin und Autorin. In ihrem neuen Roman “Simone” verarbeitet sie autobiografisch den Selbstmord ihrer gleichnamigen Freundin.

Wie so oft steht an erster Stelle die unvermeidliche Frage nach dem Warum.

“Wir brauchen einen Sündenbock, einen Grund, eine Erklärung, versuchen zu verstehen, was wir nicht verstehen können, um selbst weiterleben zu können.

”

Zusätzlich quält sich Reich mit starken Schuldgefühlen, denn Simone hat vor ihrem Suizid telefonisch versucht ihrer langjährigen Freundin etwas wichtiges anzuvertrauen.

„Simone“ ist mehr als der Versuch einer Analyse einer unbegreiflichen Tat. Reich skizziert und analysiert während ihrer Recherche das komplette, wenn auch kurze, Leben Simones.
Können bereits in kurz nach der Geburt Anzeichen entdeckt werden, die auf dem späteren Suizid Simones hindeuten?

Als Baby kam Simone in eine DDR-typische Wochenkrippe, von denen man heute weiß, dass sie das Bindungsverhalten für immer schädigen können.

“Trennung von Menschen, die ihr viel bedeuteten, warfen sie aus der Bahn, riefen Angst in ihr hervor”

Beide Mädchen werden im DDR-System groß und freunden sich an. Reich kommt für eine Weile mit Simones Bruder zusammen.

Dann der Mauerfall. Euphorie.

Aber es ist auch ein großer Umbruch, den einige nicht gut verkraften. Und Simone? Wie hat sie den Systemwechsel erlebt?

Während Reich beruflich Fuß fast und eine Familie gründet, ist Simone Dauerstudentin, hat Wechselnde Männerbekanntschaft. Aber immer die falschen, nicht verfügbaren Männer.
Wünscht sich Bindung und Nähe, aber hält sie nicht aus.

Das besondere an Reichs Recherchen sind neben dem bewegenden individuellen Leben von Simone, das sie sehr sensible beleuchtet, die gesellschaftlichspolitische Dimension, die immer mit einfließt.

So thematisiert Reich den Selbstmord als großes gesellschaftliches Tabu, das immer noch oft ausgeblendet oder verschwiegen wird.

Diese Mischung Spurensuche, Tagebüchern und Gespräche mit Angehörigen und Expert*innen macht den Roman für mich äußerst lesenswert. Emotional ergreifen mich vor allem die Enthüllungen der letzten Lebensjahre von Simone, die nicht glücklich, sondern von verzweifelter Suche nach Nähe geprägt sind.
Auch ich frage mich, ob Simones Leben anders verlaufen wäre, wenn manche Umstände vielleicht anders gewesen wären.

Diese Fragen können und werden nie beantwortet werden. Was Reich aber mit ihrem Roman erschafft ist etwas Bleibendes: es eine Erinnerung an eine verlorenen Freundin, Schwester und Tochter. Die Erinnerung an Simone.

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Rezensionen von brauneye29:

Sehr düster

Schatten – Der Pakt (Schatten 1) von Timo Parvela

Zum Inhalt:
Pete würde alles tun, damit es seiner unheilbar kranken Freundin Sara wieder besser geht und sie gesund wird. Dann erhält er das Versprechen, dass Sara gesund wird, allerdings muss er dafür seinen Schatten hergeben. Sara wird zwar gesund, allerdings merkt Pete schnell, dass er mit der Aufgabe seines Schattens mehr als diesen verloren hat.

Und so beginnen Sara und Pete zu überlegen, wie sie den Schatten zurückholen können.
Meine Meinung:
Das Buch ist ganz schön düster, gerade auch die Illustrationen stützen diesen Eindruck, so dass ich finde, dass das Lesealter ab zehn Jahren schon ganz schön früh ist. Allein würde ich das keinen Zehnjährigen lesen lassen. Die Geschichte hat mir aber trotz der Alterseinschränkung sehr gut gefallen. Man fiebert sehr mit und der Cliffhanger ist nicht von schlechten Eltern.
Fazit:
Sehr düster

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Rezensionen von yellowdog:

Live fast – die young

Schnell leben von Brigitte Giraud

Die französische Schriftstellerin hat ein Buch über den Unfalltod ihres Mannes geschrieben. Dazu nutzt sie eine ungewöhnliche Struktur. Das ganze Buch kreist um die Fragen, welche Entscheidungen zu einer Änderung dieses Schicksals hätten führen können. Das macht sie kapitelweise in diversen, fast ermüdenden Thesen.

Dafür hat die Autorin sogar den bedeutendsten Literaturpreis Frankreich, den Prix Concourt gewonnen, aber für mich hat es auch etwas Vergebliches.
Dennoch ist es ein Stück Bewältigungsarbeit.
Der Stil ist zurückhaltend, relativ sachlich, fast trocken.

Ich halte viel von der Autorin, besonders mag ich ihren Roman Das fremde Jahr. Doch schnell leben erfreute mich weitgehend nicht. Dennoch ist es gut, dass dieses sehr persönliche Buch übersetzt wurde, denn der autofiktionale Text zeigt ein Stück Trauerarbeit.

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Rezensionen von Sheilo:

Wenn die Liebe nie stirbt

One Second to Love von Kristina Moninger

Avery fällt es schwer nach ihrem Umzug neue Freunde in der USA zu finden und wird von allen nur "The German Girl" genannt. Nur einer ist ihr ein wahrer Freund - Jake - ebenfalls neu in der Stadt und das ab dem ersten Tag, an dem sie sich kennenlernten.
Freundinnen hat Avery nur an einem Ort gefunden, auf der Insel Harbour Bridge.

In einem Surfcamp lernte sie Lee, Josie, Odina und Isabella kennen. Jedes Jahr trafen sie sich dort und verbrachten wundervolle Sommer miteinander. Für Avery waren diese Wochen immer die Auszeit von Jake die sie brauchte, da sie unglücklich in ihn verliebt war. Doch dann nahm sie ihn mit nach Harbour Bridge. Es folgte ein Sommer der von Freude und Leid geprägt war, bis Josie plötzlich verschwand.

"One Second to Love" ist der wundervolle erste Band der Reihe "Breaking Waves" von Kristina Moninger. Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig, sodass man das sich sehr schnell in der Geschichte verliert. Die Spannung wird dabei bis zum Ende aufrecht erhalten. Im Buch lernen wir die Erlebnisse aus Sicht von Avery kennen, die in der Gegenwart aber auch verschiedenen vergangenen Jahren spielt. Am Ende gibt es einen Cliffhanger, der die Spannung zum Folgeband aufbaut.
Besonders an der Buchreihe ist, dass alle vier Bücher zusammen ein Bild ergeben und sie einen wunderschönen Farbschnitt in der ersten Auflage besitzen.
Avery lernen wir sehr gut kennen und es ist toll zu beobachten, wie ihr Selbstvertrauen im Laufe der Zeit zunimmt. Avery ist geprägt von der unerwiderten Liebe zu Jake, sodass sie sich immer mehr zurückzieht. Dabei ist Jake trotzdem ihr bester Freund und sie verstehen sich blind, jedoch fokussiert sich Avery immer mehr auf sich selbst.
Ich liebe Jake und seine lockeren und witzigen Sprüche, es fällt aber auch auf, dass er sich gerne hinter ihnen versteckt und ernste Gespräche scheut.
Das Buch ist geprägt von Missverständnissen, Misstrauen, fehlendem Selbstwertgefühl, unerwiderter Liebe sowie mangelnder Kommunikation. Es wird teilweise sehr emotional und es fiel mir sehr leicht, mich in die Protagonisten hinein zu versetzen.

Alles in allem ist "One Second to Love" eine wunderschöne Second-Chance Rockstar Romance und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung "Two Lives to Rise", welche sich um Isabellas Perspektive drehen wird.

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Rezensionen von Peachy_Bookdreams:

Ein ausdrucksstarkes Kinder-Jugendbuch

October, October von Katya Balen

Inhalt: In October October begleiten wir October ein junges Mädchen, das mit ihrem Vater in einer Hütte im Wald lebt. October findet ein Eulenbaby und verpflegt dieses gemeinsam mit ihrem Papa. Doch an ihrem Geburtstag wartet eine böse Überraschung auf sie und ihr Vater erleidet einen Unfall. Während Octobers Papa im Krankenhaus ist, muss sie gemeinsam mit der Frau, die ihre Mutter ist, in die Großstadt ziehen.

Alles ist zu viel und zu Hecktisch im Vergleich zu dem friedlichen Wald leben. Doch manchmal bergen Veränderungen eine Überraschung.

Fazit: October October ist ein wundervolles Kind und Jugendbuch. Der poetische und Detail reiche Schreibstil macht das Buch zu etwas ganz besonderen, und bietet ein magisches Lese-Erlebnis, das auch ältere Leser begeistern kann. Für ganz junge Leser könnte der Schreibstil dadurch etwas überfordern sein. Die Geschichte um October hat mich sehr berührt und hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Fazit zum Hörbuch: Auch das Hörbuch konnte mich restlos begeistern, die Sprecherin hat eine angenehme und klare Stimme, und der Erzählstil passt sehr gut zum Buch.

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Rezensionen von brauneye29:

Nicht meins

Der Vorweiner von Bov Bjerg

Zum Inhalt:
Bürgerkriege und Naturkatastrophen haben die Welt nahezu zerstört. Der Rumpfkontinent wird durch eine dicke Betonschicht über dem Meeresspiegel gehalten. In Auffanglagern versammeln sich diverse Flüchtlinge aus aller Herren Länder. Einer von ihnen ist Jan, der bei A. wie Anna in den Dienst als Vorweiner tritt, denn echte Trauer kann keiner mehr wirklich zeigen.

Meine Meinung:
Das Cover und auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht, nur leider hat mich das Buch und die dystopische Geschichte überhaupt nicht gepackt und ich habe letztendlich das Buch abgebrochen, weil ich weder einen roten Faden in der Geschichte fand, noch mit dem verworrenen Stil des Buches etwas anfangen konnte. Auch dieses hin und her Gespringe zwischen den Protagonisten hat mich mehr verwirrt als das Buch lebhaft zu machen. Nach der Hälfte habe ich schließlich aufgegeben.
Fazit:
Nicht meins

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Rezensionen von Petra:

Auszeit auf dem Land

Landgang von Linda Zervakis

Etwas verwundert hat mich das Intro des Buches. Nachdem ich voller Mitleid dachte, Frau Zervakis hätte ihre Mutter verloren, wurde später erklärt, dass der Text über den fiktiven Tod ihrer Mutter von ihrer Freundin Vivi stammt. Nach dem Tod von Wellensittich Beatrix und der geplatzten Hochzeit von Freundin Vivi ging es dann aber mit der Auszeit auf dem Land los.

Ab hier hat mir dann das Buch richtig gut gefallen. Linda braucht eine Auszeit und Vivi einen Neuanfang. In einem Dorf in Schleswig-Holstein fand man auch die geeignete Immobilie. Alles schien so wunderbar zu sein und dann begann die Realität, die wirklich wunderbar mit etwas Witz und Charme von Frau Zervakis beschrieben wurde. Wir erfahren viel von den Tücken eines renovierungsbedürftigen Hauses, von Nachbarschaftshilfe auf dem Land, dem Zusammenhang von Fleisch essen und Tiere töten .
Eine sehr unterhaltsames Buch, welches ich gern weiter empfehle.

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Rezensionen von brauneye29:

Tolles Buch

Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne von Sina Scherzant

Zum Inhalt:
Katha hat gelernt sich allem und jedem anzupassen, sich zu kümmern und keinen Ärger zu machen. Als sie Angelica, die Mutter einer Klassenkameradin, kennenlernt, wird diese für sie ein Mittelding zwischen Freundin und Ersatzmutter, denn sie hört ihr zu. Und sie fängt an ihre Einstellungen und ihr Handeln zu überdenken und so wird Angelica zur wichtigsten Person für Katha, doch dann passiert etwas Schrechliches.

Meine Meinung:
Das war ein richtig schönes Buch, dass einen einfach mitnimmt auf die Reise einer jungen Frau bei der wir dann deren Entwicklung mit erleben durften. Wir erleben Höhen und Tiefen, Schmerz und Liebe, einfach das ganz normale Leben. Gerade auch Angelica fand ich tief berührend und wie sehr sich Katha von ihr angenommen fühlte auch. Ein Buch, dass mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben wird.
Fazit:
Tolles Buch

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

A Whisper Around Your Name von Emma Scott

In diesem Buch geht es um ein sehr junges Pärchen. Jo ist gerade frisch in den Ort gekommen und startet auch neu mit der Schule durch. Dort trifft sie auf Evan, der als Freak gehandhabt wird, aber für sie gar nicht aussieht wie ein Freak....

Für mich ist die Geschichte wirklich heftig gewesen und ich kann sagen: das ist nichts für schwache Nerven.

Die Triggerwarnung empfehle ich deshalb unbedingt zu lesen und danach zu entscheiden, ob das Buch etwas ist oder nicht.
Ich fand beide Charaktere so gezeichnet vom Leben, dass der Charakter ihrer Persönlichkeit durch die ganzen Narben kaum erkennbar war. Demensprechend tat ich mir schwer, mich in die Personen hineinzuversetzen. Stattdessen empfand ich nur Mitleid. Kein Jugendlicher sollte so eine Geschichte durchmachen müssen, weder die von Evan noch die von Jo. Das mir ein Hinfinden in die Charaktere noch erschwert hat, war der Grund für Evans Freak-Dasein. Damit konnte ich so gar nicht, es ist schwer zu schreiben, was mich gestört hat, ohne zu spoilern. Aber ich denke, die, die das Buch gelesen haben, werden verstehen, was ich meine. Ich hab einfach mit dieser Wendung nicht gerechnet und rechnete einfach mit einer realistischeren Geschichte.
Der Schreibstil ist typisch Emma Scott und hat mir schon gut gefallen. Ich hab das Buch auch nicht weggelegt, einfach weil ich einen Abschluss brauchte. Für mich war die Handlung bis kurz vor Ende eine einzige Abwärtsspirale und ich wollte nur mehr ausbrechen.
Ich würde das Buch selbst für mich nicht mehr lesen - kann es aber jedem empfehlen, sich selbst ein Bild von der Geschichte zu machen.

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