Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PeLi:
auf der Suche nach Antworten
Simone von Anja Reich
Anja und Simone lernten sich als Teenager kennen, als Anja mit Simones Bruder liiert war. Sie lebten damals in der DDR. Die Liebesbeziehung zum Bruder hielt nicht, aber Anja und Simone blieben Freundinnen.
Als die Mauer fiel, führten die beiden Freundinnen völlig unterschiedliche Leben.
Anja heiratete, bekam ein Kind, fing zu arbeiten an und führte ein geregeltes Leben. Simone war eher der ruhelose Typ, sie reiste durch die Welt, besonders Südamerika hatte es ihr angetan, sie hatte jede Menge Männerbekanntschaften, wohnte in unterschiedlichen WG's, studierte ewig und wusste nicht so recht, was sie aus ihrem Leben machen sollte.
Obwohl die Leben der Freundinnen so unterschiedlich waren, hielten sie doch immer den Kontakt zueinander, telefonierten und trafen sich auch ab und zu. Eines Tages, im Jahr 1996 rief Simone dann mal wieder bei Anja an, wollte sie gerne treffen. Doch Anja hatte gerade keine Zeit für sie, vertröstete sie auf ein späteres Treffen.
Doch zu diesem Treffen kam es nicht mehr, denn Simone sprang einen Tag nach dem Telefonat aus dem 10. Stock ihres Wohnhauses. Anja war geschockt, machte sich seitdem Vorwürfe, stellte sich immer wieder die Frage, ob , wenn sie sich damals Zeit für Simone genommen hätte, die heute noch leben würde. Warum hat sie sich umgebracht? Gab es vorher irgendwelche Anzeichen, dass sie so unglücklich war? Oder war es überhaupt Selbstmord und nicht etwa ein Unfall? Diese Fragen stellte sich Anja viele Jahre und irgendwann hielt sie die Ungewissheit dann nicht mehr aus, sie wollte herausfinden, was mit Simone los war und ob sie selbst mitschuldig am Tod der Freundin war, die leider nur 27 Jahre alt wurde.
Also nimmt Anja über 20 Jahre nach Simones Tod, Kontakt zu deren Familie auf, sie trifft den Bruder, die Eltern, auch Freundinnen und Männer, mit denen Simone damals verkehrte. Sie kommt an Tagebücher und andere Aufzeichnungen und so setzt sich nach und nach ein Bild zusammen über das Leben der Freundin, es zeigt, wie zerrissen und einsam sie war und dass sie zwar immer viele Menschen um sich hatte, aber niemand wusste, was wirklich in ihr vorging.
Ich fand das Buch sehr berührend und aufwühlend. Anja Reich hat die Lebensgesichte ihrer Freundin fesselnd und interessant geschildert, es war traurig, zu lesen, dass Simone so einsam war, auch wenn sie viele Menschen um sich hatte. Von mir eine klare Leseempfehlung für "Simone"!
Rezensionen von Claudia R:
wundervoller Abschluss
Das finstere Erbe von Lyoness (Lyoness 2) von Sandra Regnier
Klappentext / Inhalt:
Im Kampf gegen eine neue Bedrohung muss sich die Schicksalsträgerin abermals beweisen.
Entscheidet sie sich für die Krone oder die Liebe?
Lyoness kann endlich aufatmen, seit Sara und ihre Gefährten die Insel vor dem Untergang bewahrt haben. Inmitten all der Veränderungen kämpft Sara allerdings noch mit ihren schwerwiegenden Verpflichtungen und wächst mithilfe von Kerr und deren gemeinsamen Zeitreisen langsam in ihre neue Rolle hinein.
Derweil braut sich jedoch etwas völlig anderes über ihnen zusammen: Die lang verschollen geglaubten Drachen tauchen auf und nun droht Lyoness eine weitaus größere – und extrem heimtückisch getarnte – Gefahr, als Sara und ihre Freunde sich jemals vorstellen könnten. Ein Krieg steht bevor. Und auch Kerr birgt ein folgenschweres Geheimnis …
//Dies ist der zweite Band der magischen Dilogie »Lyoness« von Sandra Regnier. Alle Bände der Fantasy-Liebesgeschichte:
-- Die magische Krone von Lyoness (Lyoness 1)
-- Das finstere Erbe von Lyoness (Lyoness 2)
Diese Reihe ist abgeschlossen.//
Cover:
Das Cover ist wundervoll gestaltet und ist zugleich nicht zu überladen, sondern sehr stilvoll und geheimnisvoll angelegt. Optisch passt es auch sehr gut dem Cover des ersten Bandes. Der Titel steht im Vordergrund, aber auch das Symbol des Drachen ist ein tolles Blickfang.
Meinung:
Dies ist bereits der zweite und abschließende Band dieser Dilogie. Der Erste ist bei mir schon eine Weile her, aber dennoch kam ich recht gut und schnell in die Ereignisse und Geschehnisse wieder hinein. Besonders die Ich-Perspektive macht es ab dem Beginn wieder sehr spannend und baut diese zugleich weiter auf. Man sollte hier schon auf jeden Fall Vorkenntnisse haben, um alle zusammenhänge zu verstehen und nachvollziehen zu können.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu sehr ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Details zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Die Schreibweise ist spannend angelegt und so weird man schnell an die Geschehnisse gefesselt. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelüberschriften machen neugierig auf mehr. Auch die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen und war stimmig zum Gesamtkonzept. Die kleinen Drachensymbole passen zudem sehr gut.
Toll fand ich auch die Entwicklung der Charaktere, besonders Sara ist sehr im Verlauf gewachsen und mutiger geworden. Aber auch verblüffende Erkenntnisse und Wendungen lassen mich als Leser das Buch immer mehr greifen und fesseln mich zugleich. Die Spannung wird gut aufgebaut und auch gehalten und auch die verschiedenen Emotionen kommen nicht zu kurz. Als Leser wird man hier gut unterhalten und auch das Ende passt sehr gut zu dieser wundervollen Dilogie. Mich konnte es auf jeden Fall überzeugen und begeistern.
Neben der Geschichte haben mich auch diese tollen Details, wie diese sehr gut ausgearbeitete Karte zu Beginn des Buches und auch diese Einrahmung, welche das Ganze sehr stimmig verziert. Solche Details machen das Ganze rund und perfekt.
Fazit:
Wundervoller Abschluss dieser Dilogie... spannend, ereignisreich und unterhaltsam.
Rezensionen von yellowdog:
Von Chur bis nach Istanbul
Unschärfen der Liebe von Angelika Overath
Das Buch erzählt von einer Liebes-Dreiecksgeschichte. Es sind 2 Männer, die sich lieben: Cla und Baran.
Da ist aber auch noch Clas frühere Verlobte Alva, die mit ihm zusammen eine kleine Tochter hat.
Man muss dazu sagen, dass Unschärfen der Liebe der zweite Teil einer geplanten Trilogie ist. Der erste Roman hieß Ein Winter in Istanbul.
Der dritte Teil wird noch folgen.
Wesentlicher Betandteil dieses Buches ist eine lange Zugfahrt von Chur nach Istanbul, die Baran unternimmt um zu Cla zu kommen.
Das bietet der Autorin die Gelegenheit Barans Beobachtungen und Erinnerungen zu beschreiben. Sie nutzt dazu ihre große Stärke, ihre poetische, außergewöhnliche Sprache. Dadurch gewinnt der Text eine große Lebendigkeit.
Viele Orte auf der Reise werden erwähnt, immer wieder wechseln Mitreisende und mit ihnen ihre geschichten. Aber Baran bleibt bei seinen Gedanken meistens bei seinem geliebten Cla, aber auch bei Alva, mit er er 3 Nächte verbrachte.
Die Autorin hat mit ihren sprachlichen Mitteln eine Form gefunden, die mich überzeugte!
Rezensionen von drachenzahn:
Anspruchsvoller Abenteurerroman
Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1) von David Farr
Der Besteller „Das Buch der gestohlenen Träume“ aus Großbritannien von David Farr ist ein mitreißendes Abenteuer, das auf intelligente Weise zu überzeugen weiß und nicht nur Kinder ab zehn Jahren begeistern wird. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es erscheint aber im September 2023 eine Fortsetzung auf Englisch.
Rachel und ihr älterer Bruder leben im Land Krasnia, das vom Faschismus geprägt ist. Der Diktator Charles Malstain verbietet alles, was seiner Ideologie entgegensteht. So verbannt er bestimmte Bücher und hasst Kinder. An Rachels zwölftem Geburtstag stehlen die Geschwister zusammen mit ihrem Vater ein seltsames magisches Buch, das verbrannt werden soll. Ihr Vater gerät dabei in Gefangenschaft und die Kinder werden bei dem Versuch, das Buch zu schützen, getrennt.
Das Buch mag zwar David Farrs erstes Kinderbuch sein, man merkt aber, dass er durch seine Tätigkeiten als Drehbuchautor und Regisseur jede Menge Erfahrungen gesammelt hat, um eine in sich stimmige, sprachlich kraftvolle Geschichte zu entwickeln. Mich hatte am Anfang irritiert, dass der allwissende Erzähler den Leser direkt ansprach. Diese Ansprachen dienen jedoch lediglich der Rahmung. Da die Geschichte selbst vor allem aus den Blickwinkeln von Rachel, Robert und Josef erzählt wird.
Der magische Anteil der Geschichte begrenzt sich allein auf die Fähigkeit des Buches. Insgesamt ist die Story jedoch überaus realistisch gehalten. Das gilt insbesondere für die Darstellung des Faschismus, der deutliche Parallelen zu historischen bzw. aktuellen Beispielen aufweist. So gibt es Propaganda, fingierte Gerichtsprozesse, Straflager, die Geheimpolizei, Folter, Exekutionen … Es tauchen immer wieder grausame Momente auf. Diese verkommen jedoch nie zum Selbstzweck und werden auch nicht zur Effekthascherei eingesetzt. Stattdessen zeigen sie recht nüchtern und realistisch die Kälte des Faschismus.
Das Buch ist durchgehend sehr spannend geschrieben und man fiebert gebannt mit den liebenswerten Protagonisten mit. Es gibt aber nicht nur rein schwarze und weiße Charaktere. Einige entwickeln sich im Laufe der Geschichte und zeigen ihre zahlreichen Facetten. Rachel und Robert treffen auf ihrer Reise sehr vielen unterschiedlichen Figuren. Doch auch wenn manchen nur wenige Seitenzahlen vergönnt sind, bleiben sie einem dennoch eindrucksvoll im Gedächtnis.
Die Geschichte lebt zudem von zahlreichen witzigen Vergleichen, die nur im ersten Moment absurd erscheinen, aber im Grunde perfekt passen. Zudem findet man mehrere Gedichte aus dem „Buch der gestohlenen Träume“ und Ausschnitte von Vernehmungsprotokollen sowie Zeitungsartikeln.
Das Buch von David Farr mag an einigen Stellen düster und für den ein oder anderen vielleicht zu politisch sein. Es ist aber stets kurzweilig, immer wieder mit Humor und Herz durchsetzt und überaus intelligent. Aus diesem Grund denke ich, dass es nicht nur bei Kindern und Jugendlichen großen Anklang finden wird, auch mich als Erwachsenen hat das Buch mehr als überzeugt. Der Folgeband befindet sich bereits in meinem Warenkorb.
Rezensionen von Gaby 2707:
Toni und Güntherlein ermitteln auch im Urlaub
Mord am Saar-Hunsrück-Steig von Marion Demme-Zech
Antonia „Toni“ Kuppertz hat Geburtstag, den 35 und sie begeht ihr 15jähriges Dienstjubiläum. Klar, dass sich die lieben Kollegen da ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht haben. Sie schicken Toni zusammen mit dem Polizeihund in Ausbildung, Dackel Günther, der unbedingt abspecken muss, auf eine Wandertour auf den Saar-Hunsrück-Steig.
Güntherlein ist von der Idee, dass er Toni begleiten darf, genau so wenig begeistert wie sie selbst. Hundetrainerin Lodi van der Pütten, die in finanziellen Schwierigkeiten steckt, hat für diese Tour als Wanderguide angeheuert. Zusammen mit Grundschullehrerin Conny, den Öko-Reisebloggern Kola und Anja, Survivaltrainer und Wildniscoach Walli, Witwe Regine, Felix Brecht vom Adrenalin Innovationsmanagement in Köln, der au der Tour den Fotografen spielt und Jungwinzer Myong Hoseok Schmitt, geht es von Perl in 8 Etappen über den Saar-Hunsrück-Steig bis nach Trier.
Was die Gruppe da alles sieht und vor allem erlebt, und wie Güntherlein sich todesmutig in die Ermittlungen und eine Rettung stürzt, das lest ihr in dem neuen Wanderkrimi von Marion Demme-Zech „Mord am Saar-Hunsrück-Steig“.
Ich bin nun schon einige Jahre mit der Autorin im Saarland auf krimineller Mission unterwegs. Und auch diesmal hat es mir in der Gegend, die sie mir hier auf einer Wanderung vorstellt, sehr gut gefallen. Durch Kola, der sich anscheinend hervorragend auf die Tour vorbereitet und eingelesen hat, erfahre ich einige interessante Begebenheiten und Legenden aus der Gegend, die die Gruppe hier durchwandert. Aber es ist diesmal nicht nur die Gegend, die fasziniert. Es gibt auch einige unschöne Begebenheiten in die die Wandertruppe da hinein gerät, und die diese auf dramatische Weise verkleinert.
Zu jeder Etappe der Wanderung gibt es einen Kartenausschnitt, wo ich den Verlauf und die Länge der Strecke mit den Sehenswürdigkeiten, die voraussichtliche Dauer und die Höhenmeter angezeigt bekomme.
Die Teilnehmer der Wanderung sind lebensecht und farbig gezeichnet, so dass ich sie mir bald gut vorstellen kann. In den einzelnen Kapiteln kommt auch jeder von ihnen mal zu Wort, was die Story mit der Ich-Form-Erzählung noch lebendiger macht und die Vorkommnisse aus den verschiedenen Blickwinkeln zeigt. Ein älteres Ehepaar, das in saarländischer Mundart darauf pocht, als erstes ins Kneippbecken zu dürfen, trägt zum typisches Flair des Saarlandes genau so bei wie die verschiedenen Spezialitäten, die hier richtig Appetit machen.
Bei dem, was hier alles so passiert, hatte ich schon mal den ein oder anderen in Verdacht. Der Täter allerdings wird von der Autorin so gut getarnt, dass ich auf den nie gekommen wäre. Für mich auch immer sehr wichtig, dass alles so aufgeklärt wird, dass ich es gut nachvollziehen kann. Und genau so ist es hier. Ich bin mit der Aufklärung und auch dem Ende rundum zufrieden.
Ein spannender Regionalkrimi in einer Landschaft, bei der es sich lohnt, sie mal zu besuchen, mit einem Schuss Humor und sehr interessanten Menschen. Mir hat der Besuch im Saarland großen Spaß und gute Unterhaltung gebracht.
Rezensionen von stina23:
Kann man vom Leben schreiben?
Eigentum von Wolf Haas
Ja, Wolf Haas kann!
In seinem neuesten Buch schreibt er über die letzten Tage seiner Mutter. Sie lebt in einem Altersheim, er verbringt viel Zeit mit ihr und es ist abzusehen, dass der Abschied naht. Wieviel Autobiographisches und wieviel Fiktion in seinem Werk stecken, bleibt unerklärt.
Schon bei der Beschreibung ihrer kleinen, gebeugten Gestalt, die sich mit Mühe im Rollstuhl, der an den Esstisch geschoben wurde, versucht aufzurichten, wurde ich unweigerlich an meine Großmutter erinnert.
Obwohl sie ein ganz anderer Typ Mensch als die Mar. Haas war, gleichen sich ihre Erzählstile. Die Wiederholungen, das sich während des erzählens-doch-wieder-an Details-Erinnern, die Berichte über die Entbehrungen während des Kriegs und danach,… sind mit sehr vertraut. Marianne Haas ist getrieben, Eigentum zu erwerben, Grund, der ihr gehört, den ihr niemand wegnehmen kann. Dies gelingt ihr schlussendlich erst bei der Beisetzung im Familiengrab. So tragisch einiges in diesem Buch auch ist, der Autor schreibt darüber trocken aber nicht unemotional. Auf mich wirkte das richtiggehend wohltuend.
Haas springt in seinem Werk zwischen dem Abschiednehmen und den Erinnerungen der Mutter, die in ihren jungen Jahren ein sehr ereignisreiches Leben geführt hat und eine sehr eigenwillige Person war. Vor allem eines wird dabei klar. Er liebt seine Mutter. Er beschreibt sie und all ihre Eigenschaften mit Humor, einer liebevollen Bissigkeit, einer Schonungslosigkeit und immer mit einer tiefen Verbundenheit.
Die Passagen, in denen sich die Mutter erinnert, sind mit vielen österreichischen Dialektausdrücken gespickt. Das macht die Erzählungen sehr authentisch. Besonders schön finde ich, dass sich am Ende der Kreis der Geschichte durch einige Sätze über eine Alltäglichkeit schließt.
Für mich fühlte es sich an, als ob ich 157 Seiten lang in Wolf Haas‘ Hirn und Herz zu Gast war. Es war ein sehr schöner und auch aufschlussreicher Besuch. Danke, gerne wieder.
Rezensionen von MariasBooks:
Second Chance Jugendbuch
Infinity Falling - Mess Me Up von Sarah Sprinz
Infinity Falling von Sarah Sprinz ist ein Romance Jugendbuch, dass die Geschichte von Aven und Hunter erzählt.
Die beiden verbindet bereits eine Fake-Dating Vergangenheit, die damals von ihren Agenturen eingefädelt worden war. Danach passierten einige Dinge und der Kontakt zwischen den beiden brach ab, was im Laufe des Buches durch Rückblenden erzählt wird.
Deswegen ist die Stimmung auch sehr aufgeladen, als sich herausstellt, dass die beiden die Hauptrollen in einem neuen Film spielen sollen.
Das Buch ist aus der Sicht von beiden Protagonisten geschrieben, was einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken und den Probleme bietet, mit denen die beiden zu kämpfen haben. Hier werden wichtige und erste Themen angesprochen, also unbedingt auch die Trigger Warnings lesen.
Ich fand gut, wie ausführlich die Probleme und Toxic Culture der Filmindustrie ausgeführt und behandelt wurden und man ein sehr gutes Bild vom rauen Leben in Hollywood bekommt.
Auch die beiden Protagonisten und ihre Dynamik haben mir sehr gut gefallen.
Ich habe am Anfang etwas gebraucht, bis ich in das Buch hineingefunden habe und auch zwischendurch gab es immer wieder Längen und Szenen, die etwas zu sehr geplottet waren. Es bediente sich vieler bekannter Klischees und Story Elemente, wer allerdings genau das mag, wird hier zufrieden sein.
Ich persönlich bin ja ein großer Sarah Sprinz Fan, vor allem von ihrem Buch "In unserem Universum sind wir unendlich" In Infinity Falling habe ich etwas die Magie und den poetisch-leidenschaftlichen Schreibstil vermisst, den sie in genannten Buch hatte.
Im Buch sind mehrere Zeichnungen eingebaut, was mir sehr gut gefallen hat.
Alles zusammengefasst, ist es für mich ein gutes, aktuelles Jugendbuch, mit einem starken Paar und einem spannenden Setting, bin mir aber nicht sicher, ob ich die nächsten Teile noch lesen werde.
Rezensionen von lesen=liebe:
Ein Sachbuch, das kleine Wünsche offen lässt
MENSCH! von Susan Schädlich; Michael Stang
Mensch - Eine Zeitreise durch die Evolution, ist ein Sachbuch für Kinder, erschienen im Carlsen Verlag. Das Buch umfasst ca. 78 Seiten und ist eine Mischung aus Comic und Wissen.
Tali, ein 11-jähriges Kind (Geschlecht unbekannt) besitzt die Fähigkeit durch die Zeit zu reisen. Diese will es sich zu Nutze machen, um die Vorfahren des heutigen Menschen zu besuchen und sie zur Geburtstagsparty der Oma mitzunehmen.
Auf der Reise in die Vergangenheit hat Tali den elektronischen Freund Xyzo mit, der als Übersetzer fungiert.
Die Geschichte von Tali und Xyzo ist in Comicform erzählt. Der Comic streckt sich über das gesamte Buch. Nahezu auf jeder Seite gibt es auch einen Wissensteil. Die Fakten befinden sich meist in einem neongelben Kästchen. Da Tali durch die Zeit reist, sieht man an einem Zahlenstrahl am unteren Rand der Seite, in welcher Zeit sich Tali gerade befindet. Vor jedem Zeitsprung gibt es noch ein Doppelseite, auf der die Menschenarten detailliert beschrieben werden.
Das Sachbuch ist nett gemacht und unterscheidet sich definitiv von anderen Wissensbüchern. Die neongelbe Farbe ist außergewöhnlich und macht das Buch besonders. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ganz nebenbei wird Wissen vermittelt.
Den Comic hätte man etwas aufregender schreiben und gestalten können. Man hätte neben dem Zeitstrahl durchaus ein Bild mit Blitzen, oder eine Art Slogan im Comic einfügen können. Und was nach persönlicher Meinung einfach fehlt, ist die direkte Gegenüberstellung der Menschenarten. Es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie sich verändert und im Laufe der Zeit aufgerichtet haben. Ähnlich wie das Bild von Darwin, das jeder kennt.
Rezensionen von lesen=liebe:
Mein Beileid
Eigentum von Wolf Haas
Das Buch, Eigentum von Wolf Haas, erschienen bei Hanser, gibt einen Einblick in das Leben der Mutter des Autors.
Die letzten Tage der Mutter von Wolf Haas sind angebrochen. Dieses Buch erzählt von ihren letzten Tagen vor dem Tod und von ihrem früheren Leben, das geprägt von Krieg und Inflation war.
Marianne Haas, Tochter eines Wagnermeisters, wurde 1923 - in dem Jahr der Hyperinflation - geboren. Dieses Ereignis hat ihr ganzes Leben geprägt, denn es hieß sparen, sparen, sparen. Kurz vor ihrem Tod, ruft ihr Sohn, der Autor dieses Buches, ihre Erzählungen in Erinnerung und schreibt sie nieder. Kann man von Leben schreiben? Ja, kann man. Wolf Haas hält wichtige Erzählungen einer Zeitzeugin fest und gibt Einblicke in die Geschichte Österreichs. Er bezeichnet sich selbst, als externe Festplatte seiner Mutter, was ihn sogar ärgert. Aber er hat ihre Geschichten mehrfach erzählt bekommen und erinnert noch sehr genau an ihre Worte.
Wenn man die Erzählungen der Mutter liest, dann kann man sie sich dabei genau vorstellen, ohne sie jemals gekannt zu haben. Es werden teileweise Wörter im Dialekt verwendet und Füllwörter wie NIT und GELL. Für österreichische Leser natürlich sehr sympathisch.
Es ist nicht gerade das beste Buch von Wolf Haas, aber es liest sich sehr gut, ist interessant und es gibt viele Stellen, bei denen man schmunzeln muss.
Rezensionen von Franziska Fiske:
Emotionales Thema!
Wie ein Stern in mondloser Nacht von Marie Sand
Emotional!
Das Buch behandelt ein Thema, was heute noch aktuell ist. Das Cover finde ich hier sehr schön ausgewählt.
Es geht um Henni, die aus armen Verhältnissen kommt.
Sie wuchs mit ihrer Mutter und ihren kleinen kranken Bruder in einer Kellerwohnung Nähe Berlin Kuhdamm auf.
Lernt dann den Arztsohn Ed kennen und lieben, von dem sie schwanger wird.
Das Kind lässt sie sich abtreiben, da die Familie von Ed dagegen waren.
Wenige Jahre später wurde Henni Hebamme wurde.
Henni ist eine unglaubliche starke Hauptprotagonistin, die die erste Baby Klappe in Berlin eröffnet hat und Kinder rettet.
Es ist emotional geschrieben und ich wollte es nicht aus der Hand legen! Einfach großartig. Marie Sand hat da echt ein Talent für ein spannend zu schreiben.
Eine kleine Zeitreise in die Geschichte Berlins!
Wieder mal ein Jahreshighlight für mich!










