Kunden em pfehlungen
Rezensionen von cr:
spannender Fall
Die Akte Madrid von Andreas Storm
spannender Fall
"Die Akte Madrid" handelt von einem verschollenen Gemälde. Ein Gemälde das für alle Beteiligten von großer Bedeutung ist. Lennard Lomberg, ein Kunstexperte, erhält den Auftrag dieses ausfindig zu machen. Dabei hat er noch Unterstützung, und viele Dinge kommen bei der Suche ans Tageslicht - Dinge, die wohl lieber verborgen geblieben wären.
Die Handlung spielt im Jahr 2016, es gibt aber immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit. Das hat mir sehr gut gefallen und die Zeitsprünge erhöhen auch den Spannungsfaktor.
Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Anzahl der Personen, die in dem Buch vorkommen - es sind zu viele, den Überblick zu behalten ist schwierig und das stoppt auch immer wieder den Lesefluss.
Mir persönlich hat die Kombination von Kunst und Krimi sehr gut gefallen - tolle Kombination, toll gelungen und auch spannend mit gutem, durchdachten Ende.
Rezensionen von Lesemama:
Eine Zeitreise
MENSCH! von Susan Schädlich; Michael Stang
Zum Buch:
Wie entstand der Mensch, den wir heute kennen? Wir haben Menschen früher gelebt?
Sieben Millionen Jahre Entwicklung in einem Buch
Meine Meinung:
Wenn man das Buch zum ersten Mal aufschlägt braucht man fast eine Sonnenbrille. Der Buchvorsatz und auch die ersten Seiten sind schon sehr grell und für mich auch definitiv gewöhnungsbedürftig.
Aber das tut ja dem Inhalt nicht weh, denn der ist sehr gut und vor allem sehr interessant und lehrreich. Aber auf gute Art, so macht es Spaß.
Wir begleiten Tali auf einen Reise durch die Zeit, beginnend vor sieben Millionen Jahren. Da es ein Comis ist, liest es sich sehr leicht. Zwischendurch gibt es immer wieder Informationen über die Zeit in der wir uns gerade befinden. Es ist unterhaltend, interessant und lehrreich geschrieben und macht richtig Spaß Tali zu folgen. Für Kinder die sich für die Geschichte interessieren sehr gut geeignet. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen und ich werde es auf jeden Fall mit meinem Lesepatenkind zusammen nochmal lesen.
Rezensionen von Jule:
Zurück in Akranes
Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir
4,5 von 5
In "Verlogen" nimmt Eva Björg Ægisdóttir uns wieder mit nach Island, genauer Akranes.
Dieses Mal ermitteln Elma und ihr Team erneut in einem Mordfall, der viele Geheimnisse bereit hält und mitreißend ist.
Genauso mitreißend ist der Schreibstil. Er ist authentisch und unaufgeregt.
Wenige Details reichen um eine besondere Atmosphäre aufzubauen und das raue Island darzustellen.
Dazu kommen die wechselnden Perspektiven, die für Abwechslung sorgen und bis zum Ende nicht zu viel verraten, allerdings auch Verwirrung stiften, sodass am Ende ein "Aha!" Moment entsteht.
Dies ist ihr hervorragend gelungen, denn immer wieder war ich am rätseln wer was gemacht haben könnte.
Man verdächtigt jeden und doch den falschen?
Aufmerksam lesen ist angesagt.
Aber ob man dann schneller den Mörder findet als Elma und ihre Kollegen?
Um den Überblick, bei den ganzen Protagonisten, zu behalten, hilft das Personenverzeichnis am Ende des Buches weiter. So weiß man immer wer wer ist und besonders bei den isländischen Namen ist es hilfreich.
"Verlogen" ist ein Island Krimi, der durch psychologische Finesse heraus sticht und besonders für die kalten und dunklen Tage geeignet ist.
Ich freue mich definitiv auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten wieder mit Elma und Sævar zu ermitteln.
Rezensionen von S.:
Historienkrimi
Der Totengräber und der Mord in der Krypta von Oliver Pötzsch
Man rutscht ungebremst in die Handlung: eine Krypta, in der Besucher eine Art Gespensterbahnbesuch erwarten. Wie schön gruselt es sich hier … Ach nö, da liegt ja wirklich ein Toter, der vor kurzer Zeit noch sehr lebendig war! Hat da wirklich Jemand aus dem Jenseits heraus Rache genommen?
Die sympathischen Protas der Vorgängergeschichte treten wieder engagiert und mutig auf, ermitteln zielstrebig und lassen sich von missgünstigen Vorgesetzten, Neidern oder Andersdenkenden nicht einschüchtern.
Davon gibt es nicht wenige. Inspektor Leopold von Herzfeld und Polizeifotografin Julia Wolf, eine Frau mit interessantem Hintergrund, sind ein Vorzeigepaar. Sie kümmern sich nicht nur um schwebende Geister, weitaus dringlicher ist die Suche nach etlichen verschwundenen Jungen. Das leider mit einigen Längen.
Am meisten jedenfalls mochte ich Totengräber Augustin und seine Geschichten. Sein Charakter ist gut ausgearbeitet und glaubhaft. Dass nebenbei noch Historisches ( Elektrizität, Telefone, Daktyloskopie, Seancen und mehr) ebenso wie Wiener Lokalkolorit erwähnt wurde, wurde geschickt von Oliver Pötzsch einbezogen. Genau wie die erhellenden Begegnungen mit Sir Arthur Conan Doyle. Gelungene Fortsetzung der Totengräberstory!
Rezensionen von Lesemama:
Eine Nacherzählung
Psyche und Eros von Luna McNamara
Zum Buch:
Psyche wächst als einziges Kind der Herrscherfamilie von Mykene auf. Ihr wurde eine große Zukunft prophezeit, sie soll die größtes Heldin ihrer Zeit werden. Daher interessiert sie sich auch nicht für Mädchenkram, sondern will kämpfen und am Schwert ausgebildet werden. Auch die Götter werden auf das Mädchen aufmerksam und so schicken sie Eros los, der sie in ihre Gefilde locken soll.
Meine Meinung:
Eine ganz großartige Nacherzählung über die Götter und ihre Machenschaften. Ich las schon zwei Bücher aus der Reihe, die mir auch gut gefielen. So war auch dieses Buch sehr schön zu lesen. Mir gefiel die Story sehr obwohl ich zugeben muss, ich bin so gewandert in der ganzen Göttersache, anders als mein Kind, trotzdem konnte mich die Geschichte gut in ihren Bann ziehen und auch die Tatsache das es sich um eine Liebesgeschichte handelt.
Für alle Fans der griechischen Mythologie ein Muss, aber auch für "Anfänger" eine wunderschöne Geschichte.
Rezensionen von Claudia R:
würdiges Finale
Die Liebe des Pilgers von Petra Schier
Klappentext / Inhalt:
Intrigen, Machtkämpfe und große Gefühle im Koblenz des 14. Jahrhunderts
Eine verbotene Liebe, die nur heimlich gelebt werden kann – Palmiro weiß, wie gefährlich das ist, und doch zerreißt es ihm das Herz, als der Mensch, mit dem er sein Leben verbringen möchte, Koblenz verlässt.
Um sich abzulenken, stürzt er sich in sein noch junges Geschäft, den Handel mit kostbaren Pelzen und wertvollem Geschmeide, und wird immer mehr zum angesehenen und erfolgreichen Geschäftsmann. Doch Palmiro ahnt nicht, dass auch dieser Erfolg bedroht ist. Der ehemalige Inquisitor Erasmus von London hat geschworen, Palmiro der Ketzerei zu überführen. Er schreckt dabei vor nichts zurück und bringt damit auch Palmiros Freunde und Familie in Gefahr.
Das spannende Finale von Petra Schiers Pilger-Trilogie
Cover:
Das Cover wirkt historisch und auch edel mit den vielen kleinen Verzierungen und gibt auch die Epoche und die mittelalterliche Atmosphäre wieder. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt und auch von Stil her passend. Zudem passt es sehr gut zu den Covern der Reihe.
Meinung:
Dies ist der dritte und letzte Band der Trilogie. Man kann die Bände auch unabhängig voneinander lesen, da die Handlungen je in sich abgeschlossen sind. Aber für das Verständnis und auch die Zuordnungen der Handlungen und Namen und das gesamte Drumherum ist natürlich ein Lesen in Reihenfolge vorteilhaft. Auch wenn die ersten beiden Bände schon ein wenig her waren, kam das Verständnis beim Lesen zurück. Auch brauchte ich ein wenig, die Namen und Familien zuzuordnen, aber ich kam schnell hinein und auch in die Zeit des Mittelalters war wider ein leichtes Hineinkommen, durch den bildlichen und tollen Schreibstil.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und bildlich. Man kann den Beschreibungen und Handlungen gut folgen. Auch in die Atmosphäre des Mittelalters kommt man gut hinein. Man fühlt sich in die Zeit und Gebräuche. Auch die Emotionen, Lebensweise und Gefühle kommen gut herüber. Liebe, aber auch Gefahr sind hier sehr nah. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und ausgearbeitet und in diese fühlt man sich schnell hinein und baut entsprechende Verbindungen auf.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge und auch die Kapitelanfänge sind sehr gut erkennbar und deutlich hervorgehoben. Optisch durch kleine Verzierungen des ersten Buchstabens stechen diese hervor.
Die Geschichte selbst steckt voller Emotionen und lässt den Leser gespannt der Handlung folgen. Ein wundervolles Finale für diese historische Reihe und ein gelungener Abschluss. Die verschiedenen Familien und deren Nachkommen werden gut aufgearbeitet und die Reihe würdig abgeschlossen. Unterhaltung, Spannung und Emotionen werden geboten. Mir hat dies sehr gut gefallen.
Fazit:
Würdiges Finale der Pilger Reihe, voller Emotionen, Spannung und Unterhaltung.
Rezensionen von MarcoL:
Ein Roman, lyrisch poetisch, frei von Konventionen. Eine Familiengeschichte über vier Generationen.
feuchtes holz von Sophia Lunra Schnack
Wenn die Zeilen verfließen, aus angedeuteter Prosa in ungewohntem Sprachstil plötzlich eine Lyrik entsteht, die einen durch den Text zieht und mitreißt, dann befindet man sich in diesem eindrucksvollen Debüt der Autorin. Oft weiß man nicht, wann und wo man sich aufhaltet, verliert sich in einer Blase ohne Dimensionen – ob Gegenwärtiges oder Vergangenes gerade im Fokus stehen.
Und dennoch, so widersprüchlich es klingen mag, entdeckt man sich während des Lesens nur in diesem geschaffenen Raum, wunderbar erzählt, frei ab von klaren und engen Strukturen.
Und genauso pendeln wir im Roman zwischen Erinnerung, Erzähltem und der Gegenwart hin und her, wie die Sprache scheinbar willkürlich zwischen Lyrik und Prosa wechselt.
Worum geht es (ohne zu viel zu verraten): die Erzählerin begibt sich zurück an den Ort ihrer Kindheit. Erinnerungen werden wach, verknüpfen sich zu Assoziationen mit Gerüchen (wie der von feuchtem Holz), Gefühlen und allen anderen Eindrücken, welche sich uns an bestimmten Orten unweigerlich ins Gedächtnis brennen, und sich auch dort wieder offenbaren. Aus dem Erinnern heraus schält sich eine Familiengeschichte, beginnend vor langer Zeit, als der Urgroßvater noch jung war. Von den Kriegen, den Großvater-Zwillingen, von der Großmutter. Der Gefangenschaft, den Denunziationen und der lange Weg zurück in ein bürgerliches Leben. Sie bilden einen Reigen, verschwimmen, schlagen Kreise wie in einem See, welche in poetischen Wellen auf uns einschlagen, schaukeln, einen sanften Sog bilden und uns durch die Geschichte treiben lassen.
Es ist das Leben ihrer Vorfahren, sowie dessen intensives Erleben, welches ebenfalls einen Kreis um die erlebte Kindheit schließt, im Gewässer der Erinnerung dümpelt, und sich manifestiert durch das Tagebuch. Es sind oft kleine Dinge, wie ein Fleck, oder ein Kleidungsstück, welche versteckte Emotionen hervorbrechen lassen.
Malerische Naturszenen um das Dachsteingebiet runden den Roman ab, wecken selbst Erinnerungen an längst vergangene Tage und werfen (zumindest für mich) viele Fragen auf, wie es damals, zu jenen leidvollen Tagen, wirklich war. Sophia Lunra Schnack nimmt uns hier mit auf eine wunderbare Reise, aufgewühlt von nie aufgearbeiteten Traumata einer Familie, die von den Kriegen und der Zeit danach geprägt war (und ganz gewiss stellvertretend für ganz viele Schicksale stehen mag).
S. 110:
„seine ruhe nach der flucht
für hergenommene nerven
im haus das am waldrand
das schwebt
über dem see
darin wieder aufgenommenes atmen
wieder ansetzende knospen
bis bald ein neues
erwachen“
Ich könnte noch weiterschwärmen – für mich eindeutig ein literarisches Jahreshighlight und ganz klar eine riesengroße Leseempfehlung.
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Gelungener Familienroman
Schönwald von Philipp Oehmke
In diesen Familienroman konnte ich voll und ganz abtauchen.
Die Sprachlosigkeit der Protagonisten, sei es aus Scham, Pragmatismus oder Naivität, forderten mich dazu auf, an den Personen "rütteln" zu wollen, damit sie sich endlich ihren Problemen uns Wünschen stellen.
Mehr davon!
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Klischeehaft
Mit dem Schnee kommt der Tod von Nicola Upson
Dieser Krimi war mir leider viel zu farblos und klischeehaft.
Keine Gänsehaut !
Kein Mitfiebern!
Schade!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Thriller mit kleinen Schwächen
Rot. Blut. Tot. von Anne Nordby
Dieser Krimi ist der zweite Band rund um Marit Rauch, die eine sogenannte Super-Recognizerin ist. Sie merkt sich also sehr leicht Gesichter und kann diese auch sehr gut wieder erkennen. Mit dieser Begabung, die ihr manchmal auch Kopfzerbrechen verursacht, hilft sie der Kopenhagener Polizei bei deren Ermittlungen.
Hans Erik Rask wird nach der Verbüßung seiner Haftstrafe nach 30 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und findet naturgemäß schwer in ein neues Leben. Als wenige Wochen nach seiner Rückkehr in seinen Heimatort eine brutale Mordserie die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, ist für die meisten klar, dass Rask wieder der Täter sein muss.
Die Vorverurteilung und die gekonnte Inszenierung der Leichenlassen das Kopenhagener Ermittlerteam rund um Kirsten Vinther und Jesper Bæk an der Täterschaft Hans Erik Rasks zweifeln.
Will hier jemand Hans Erik Rask zum Sündenbock machen? Und warum? Hat man damals geschlampt? Ist Rask einem Justizirrtum zum Opfer gefallen? Es gibt mehr Fragen als Antworten.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist mein erstes von Anne Nordby. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, zahlreiche Spuren zu legen, die ins Abseits oder in Sackgassen enden. Dazu passt sehr gut, dass auf der Insel Møn, von der Rask stammt, einige Einwohner einer Sekte, die nordische Mythen verehrt, anhängen. Daraus lässt sich natürlich trefflich ein Thriller weben!
Allerdings haben meiner Meinung nach die Charaktere ein wenig Luft nach oben. Ich hätte mir ein wenig mehr über das Phänomen des Gesichter-Wiedererkennens erwartet. Vermutlich ist es anstrengend, diese Fähigkeit zu besitzen und kann den gewöhnlichen Alltag beeinträchtigen. Als Hauptfigur kommt Marit nicht wirklich zur Geltung, was ich schade finde, denn sie und ihre Zweifel sind durchaus ausbaufähig.
Der Showdown in den letzten Kapiteln und die schlüssige Auflösung entschädigt dann wieder für die eine oder andere kleine Schwäche.
Fazit:
Ein Thriller, der die eine oder andere kleine Schwäche hat. Ich schwanke bei der Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen, gebe mit Nachsicht 4 Sterne.











