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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:

Sozialstudie in Form eines sehr lesenswerten Romanes

Schönwald von Philipp Oehmke

Für mich eine Art Sozialstudie über das System "Familie": Themen wie Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten - (zerplatzte) Träume und Hoffnungen - (unerfüllte) Erwartungen - Lügen - sexuelle Orientierungen - Familiengeheimnisse - Anschuldigungen - Macht - Selbstverwirklichung - (vermindertes) Selbstbewusstsein - auch Liebe skizzieren das Leben der Familienmitglieder der Schönwalds.

Manchmal witzig, stellenweise für mich etwas langatmig, aber trotzdem absolut lesenswert, kann man sich letztendlich mit der Frage beschäftigen, ob "sie alle" irgendwie noch die "Kurve kriegen". Gelingt es ihnen, den familiären Knoten zu lösen? Nach einem etwas schleppenden Beginn ein gutes und zu empfehlendes Lesevergnügen :).

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Rezensionen von Lesemama:

Mäuse-Dystopie

Scurry 1 von Mac Smith

Zum Graphic-Novel:

Scurry - Die totgeweihte Kolonie ist der erste Band einer Saga.
Die Mäusekolonie kämpft in einem verlassenen Haus darum, den Winter zu überleben. Alle Menschen sind verschwunden und mit denen auch alles Essen. Außerdem lässt die Sonne auch noch auf sich warten. Für die Mäuse-Kolonie, die von der jungen Mäuse Pic und ihrem Vater Orim geführt wird, wird es immer schwerer die Mäuse zu ernähren und die Krankheiten nehmen auch zu.

Meine Meinung:

Ich glaube, ich bin tatsächlich eher Typ Micky Maus als Typ Scarry. Dystopien lese ich dann doch lieber als "normales" Buch.
Das erste Buch enthält drei Teile der Saga und hat ein offenes Ende. Es wird in zwei Strängen erzählt, einmal in der Kolonie und einmal im "Irgendwo", wo zwei Mäuse nach Nahrung suchen und eine schreckliche Begegnung haben.
Die Illustrationen sind großartig, aber dennoch konnte mich sie Geschichte nicht überzeugen. Es gab auch wenig Text, auf manchen Seiten gar keinen. Das hat mir nicht so gefallen. Aber was ich ganz schrecklich fand war der sehr starke, chemische Geruch, der auch nach ausführlichem Lüften nicht verfliegt. Ich werde die Reihe eher nicht weiterverfolgen.

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Rezensionen von yellowdog:

eigentümlich-verschmitzt

Begabte Bäume von Bodo Hell

Ein schön gestaltetes Buch mit 23 Zeichnnungen von Linda Wolfsgruber
Ein Buch über Bäume, das keine weitere Handung im herkömmlichen Sinne benötigt. Und doch ist da viel an Themen versteckt.

Der 80jährige Bodo Hell ist eine Ikone der Avantgarde und ein Sprachkünstler. Und daher sopllte man sich die Texte vorgelesen vorstellen.

Dann entfalten sich die oftmals erstaunlichen Details, von denen es viele gibt.
Verschachtelte Sätze gibt es viele. Auch mal ein Gedicht.
Dann kommt auch mal zu den Bäumen etwas hinzu, wie z.B. der Text über Ilse Aichinger.
In vielen Texte blitzt immer wieder ein eigentümlicher Witz auf!

Begabte Bäume ist kein Buch, das man am Stück durchliest. Besser wirkt es in kleinen Portionen. Daher denke ich auch nicht, mit dem Buch schon fertig zu sein.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Leben der Loulou

Der Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent von Michelle Marly

Der Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent von Michelle Marly ist in der Hörbuchfassung von Carolin Haupt gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen.

Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Von Loulou de la Falaise hatte ich bisher noch nie etwas gehört - von Yves Saint Laurent dafür schon umso mehr. Umso größer war mein Interesse etwas über die Frau an seiner Seite zu erfahren. Natürlich handelt es sich hier nicht um eine Biografie oder ein historisch korrektes Sachbuch - dennoch habe ich die Interpretation, die die Autorin vorgenommen hat, als sehr lebensnah und authentisch wahrgenommen.
Das Leben der Protagonistin wurde in verschiedenen Kapiteln ihres Lebens nachgestellt, oftmals habe ich die erwähnten berühmten Persönlichkeiten nebenher gegoogelt, und versucht die aufgezeigten Verbindungen nachzuvollziehen. Hier fand ich den Schluss des Buches - was aus den einzelnen Personen geworden ist - sehr interessant!
Die beschriebenen Kapitel aus Loulous Leben waren für mich mal mehr, mal weniger interessant. Nicht alles konnte meine Aufmerksamkeit bei sich behalten und so habe ich mich von einigen Stellen des Hörbuchs "berieseln" lassen, ohne der Handlung all zu aufmerksam zu folgen. Die für mich vorhandenen Längen und wenig mitreißenden Stellen des Buches sind in meinen Augen auch der größte Kritikpunkt an diesem Buch. Die Story workt sehr gut recherchiert, auch die Charakterdarstellung ist facettenreich und lebensnah. Dennoch konnte mich die gesamte Handlung nicht durchgehend mitnehmen und hat mich immer wieder verloren.

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Rezensionen von yellowdog:

Ich bin eine Kraft der Vergangenheit

Sinkende Sterne von Thomas Hettche

Was im Klappentext beschrieben ist, wird auf leicht poetische und reflektierende Art erzählt.
Der Erzähler reist in  die Schweiz in das Ferienhaus seiner Eltern, das seiner Jugend. Dss erweckt natürlich Erinnerungen. Und sie führen ihn weiter durch Stationen seines Lebens.
Hettches Blick auf die Vergangenheit ist teils wehmütig verklärend, teils bereuend und desilludioniert, doch die Gegenwart ist erschreckend.

Beeindruckend auch die vielen Zitate aus Film und Literatur sowie Philosophie. Dennoch behindert dass das handlungsorientierte.

Es tat gut, mal wieder ein Buch von einem Autor zu lesen, dem die Sprache wichtig ist und die er sorgfältig einsetzt.

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Rezensionen von yellowdog:

derb und rasant

Baise-moi – Fick mich von Virginie Despentes

Virginie Despentes Baise-moi ist nicht nur aufgrund der gleichnamigen Verfilmung berüchtigt. Das Buch hat eine derbe Sprache, die aber effektiv eingesetzt wird. Hinzu kommen Beschreibungen expliziter Art.
Es entsteht ein hohes Tempo, das durchaus bemerkenswert ist.
Das 1994 erstmals erschienene Buch wollte und sollte provozieren und legte einen Maßstab.

Heutzutage vermag das Buch aber nicht mehr so stark zu schockieren, da es seitdem im Zuge einer gesellschaftlichen Verrohung schon viel Vergleichbares gibt.
Virginie Despentes ist inzwischen eine sehr anerkannte Autorin geworden mit einer Reihe erfolgreicher Romane. Eine Empfehlung für Baise-moi möchte ich nicht geben. Vielleicht liest man besser die neueren Bücher. Wer sich aber sehr für Virginie Despentes interessiert, kann auch ihren Debütroman ohne Verluste lesen.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein Drama, welches ich mein Leben nenne

DRAMA von Arad Dabiri

Drama heißt der Debütroman des Wiener Schriftstellers Arad Dabiri, der beim Septime-Verlag erschienen ist. Und das Buch befindet sich aktuell auf der Shortlist Debüt 2023 des Österreichischen Buchpreises.
Es ist ein originelles Werk, bei dem der Bewusstseinszustand des Erzählers im Vordergrund steht.

Es beginnt mit einem Flug Richtung Wien und seine Nerven liegen blank.

Arad Dabiri schreibt Dialoge, die Wortwitz haben, z.B. die Auseinandersetzung des Protagonisten mit der Stewardess oder später mit einer Psychiologiestudentin. Sonst gibt es auch viele Selbstgespräche des jungen Mannes.
Ihn beherrscht ein Skeptizismus, ein Weltschmerz.Rätselhaftes begleitet das Buch.
Mir persönlich ist der Protagonist fremd geblieben, aber ich habe das Buch dennoch ganz gerne gelesen.

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Rezensionen von Vicky:

Thriller ja, Psycho nein

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

‘Der Trip‘ ist ein Psychothriller des bekannten Autors Arno Strobel.
Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, es gefällt mir ausgesprochen gut und ist ansprechend gestaltet. Nicht zu überladen aber dennoch zieht es den Blick auf sich.
Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um die forensische Psychologin Evelyn Jancke und ihren Bruder Fabian holen.

Der Thriller umfasst einen Prolog, 53 Kapitel sowie einen Epilog.
Ich finde der Prolog ist ein heftiger Einstieg – nachträglich betrachtet das heftigste am Buch. Das erste Kapitel, direkt danach, fand ich äußerst spannend. Leider machen wir dann eine Zeitsprung von zwei Jahren - meine Wehmut hielt aber nicht lange an, denn die Geschichte geht dort spannend weiter. Allerdings fehlte mir bis zum Schluss das gewisse etwas. Versteht mich nicht falsch, das Buch ist äußerst spannend und ich habe die Hinweissuche genossen. Der Schreibstil ist wunderbar, die Seiten fliegen dadurch nur so dahin. Aber mir hat dieser gewisse ‚Arno Strobel‘ Funke gefehlt der seinen Büchern normalerweise innewohnt. Überhaupt hätte ich das Buch eher als ‚normalen‘ Thriller als mit Psychothriller betitelt – aber das ist wohl Geschmackssache und mein persönliches Empfinden.
Ich finde die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und dargestellt. Es ist interessant zu verfolgen wie sie sich im Verlauf der Geschichte entwickeln und auch die persönlichen Informationen und Verwicklungen fand ich gut.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch mit starken Figuren und einem spannenden Fall. Ich würde es aber wie gesagt eher als ‚normalen‘ Thriller betiteln. Weil es meine Erwartungen an einen Psychothriller nicht erfüllt hat, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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Rezensionen von begine:

Island Krimi

Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir


Die isländische Schriftstellerin Eva Björg Ægisdóttir schreibt Die Serie Island Krimis.
Die Autorin hat Soziologie, das erkennt man in ihren Romanen.

Verlogen isst der zweite Teil mit der Kommissarin Elma und ihr Team.
Es ist wieder interessant, allerdings gefiel mir der erste Teil noch besser.

Dieser zweite Teil was etwas ruhiger und es war oft nicht so viel Action.
Hier gab es zwei Mütter mit je einer Tochter.
Marianne wurde schon mit 15 Jahren schwanger und war dann eine alleinerziehende Mutter. Sie hat lange keinen richtigen Zugang zu ihrer Tochter gefunden.+
Margaret zieht ihre Tochter auch allein groß. Die ist etwas schwierig.

Dann geschieht ein Mord Und Elma und ihr Team bekommen Arbeit. Erst sieht es wie ein Selbstmord aus, aber als die Leiche gefunden wird, müssen sie den Fall wieder aufrollen.

Das ganze geschieht in der isländischen Landschaft, die dabei noch zur Geltung kommt.

Der Krimi war gut und ich werde auch den nächsten Teil gerne lesen.

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Rezensionen von dorli:

Gute Atmosphäre, mäßige Spannung

Schwarzvogel von Frida Skybäck

Frida Skybäck beginnt den ersten Band ihrer in der südschwedischen Provinz Skåne län spielenden Krimiserie mit einem spannenden Prolog: Die 84-jährige Gun Storm muss an einen kalten Januarmorgen hilflos mitansehen, wie Nomi Pedersen wie von Sinnen auf das viel zu dünne Eis des Vombsjön rennt, einbricht und ertrinkt.

Ein tragisches Unglück? Womöglich Suizid? Oder steckt mehr dahinter? Um die Sachlage zu klären, wird die Mordkommission Lund alarmiert. Mit dem Fall betraut werden die Ermittlerin Fredrika Storm, die gerade aus Stockholm in ihre alte Heimat zurückgekehrt ist und ihr Kollege Henry Calment, ein vermögender, etwas exzentrisch wirkender Mittvierziger, der sich trotz mehrerer Studienabschlüsse entschlossen hat, als einfacher Polizist zu arbeiten.

Die Ermittlungen werden für Fredrika mehr und mehr zu einer persönlichen Odyssee, denn mit jedem neuen Hinweis zum Tod von Nomi wird deutlicher, dass nicht nur ihre Familie in den Fall verstrickt ist, sondern dass auch das spurlose Verschwinden ihrer Mutter vor über zwanzig Jahren mit dem aktuellen Geschehen verwoben zu sein scheint.

Frida Skybäck hat einen angenehm zügig zu lesenden Schreibstil - schnell ist man mittendrin im Geschehen und kann den unterschiedlichen Ereignissen problemlos folgen.

Ganz besonders punkten kann die Autorin mit der Schilderung von Land und Leuten. Das beschauliche Harlösa, idyllisch gelegen zwischen Wald und dem See, in dem Nomi auf so grausame Weise zu Tode kommt, wird sehr anschaulich beschrieben. Auch die dörfliche Atmosphäre ist absolut stimmig: jeder kennt jeden, doch eigentlich weiß niemand so richtig, was seinen Nachbarn bewegt und beschäftigt. Wird ein Schuldiger gesucht, zeigt man gerne auf denjenigen, der als Sonderling gilt. Unzulänglichkeiten werden unter den Teppich gekehrt, damit man nicht zur Zielscheibe von Klatsch und Tratsch wird.

Falsche Fährten, zahlreiche Verdächtige und immer wieder neue Hinweise halten die Handlung lebendig, dennoch wollte bei mir keine wirkliche Spannung aufkommen. Das lag vor allen Dingen daran, dass Fredrikas Familiengeschichte zwar interessant ist, aber dennoch viel zu viel Raum bekommt. Zudem habe ich Fredrikas Verhalten als sehr unglaubwürdig empfunden. Dass eine Polizistin ständig ohne Absprache mit dem Team handelt, dabei immer wieder sich selbst und ihre Mitmenschen in Gefahr bringt, ihre Familie vor den Kopf stößt und sogar eine Einstellung der Ermittlungen riskiert, weil sie laufend wider besseres Wissen ihrem Bauchgefühl folgt, halte ich für wenig realistisch.

Auch das Ende lässt mich ein wenig unzufrieden zurück. Dabei ist die Auflösung des Falls für mich durchaus nachvollziehbar, auch wenn Fredrika den ausschlaggebenden Hinweis eher zufällig entdeckt. Es sind die Ereignisse danach, die mir nicht gefallen haben. Über 20 Jahre Geheimniskrämerei und hartnäckiges Schweigen lösen sich mit einem Ruck in Wohlgefallen auf. Jegliche Missstimmung ist wie weggewischt. Dass überall plötzlich Harmonie und Eintracht herrscht, war mir zuviel des Guten.

„Schwarzvogel“ hat mir über weite Strecken gut gefallen - ein etwas holperiger Auftakt einer neuen Krimireihe.

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