Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Frechdachs:
Wenn die innige Bande auf die Probe gestellt wird - Auf der Flucht ums Überleben
Feuer. Wasser. Erde. Sturm. - Zum Überleben brauchst du alle Sinne von Boris Pfeiffer
In Boris Pfeiffers Jugendroman "Feuer. Wasser. Erde. Sturm. - Zum Überleben brauchst du alle Sinne" bildet der Junge Drdjuck den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.
Sprichwörtlich alleine auf weiter Flur nach einer schweren Sturmflut, die ihm fast seine komplette Lebensgrundlage gekostet hat, ist er alleine auf sich gestellt.
Nach dem Aufbruch ist er in einer sehr kargen und lebensfeindlichen Gegend unterwegs. Naja, ganz alleine auch wieder nicht. Ihn begleitet eine stolze Büffelherde.
Die ganze Szenerie würde ich als unheimlich dystopisch bezeichnen und Pfeiffer gelingt es durchweg gut diese lebensfeindliche Gegend im Kopf der Lesenden zu verankern. Ich wähnte mich schnell Seite an Seite mit Drdjuck, der dann allen Gefahren trotzen muss und seine übrig gebliebene Familie, die Büffelherde, beschützt.
Der Junge Drdjuck ist mir schnell ans Herz gewachsen, da er sehr naturverbunden agiert und auch eine äußerst innige Beziehung mit der Büffelherde eingeht. Auch seine ganz besondere Gabe wurde gut herausgearbeitet und gefiel mir richtig gut.
Kein Wunder also, dass gerade diese Gabe dann Begehrlichkeiten von anderen Überlebenden weckt und sein Überleben aufs Spiel setzt.
Es entspinnt sich sehr schnell eine Hatz auf Leben und Tod, bei der alle Sinne gefordert und viele Emotionen angesprochen werden.
Einmal in Fahrt bricht die Spannung nie ab und man spürt fast förmlich die verschiedenen Bedrohungen. Die Erzählung selbst wirkt dadurch sehr kurzweilig beim Lesen und wird immer gut weiter gesponnen.
Summa summarum bietet der Jugendroman für die Nachwuchsleser ab 12 Jahren einen besonderen dystopischen Rahmen mit durchgängiger Spannung und nahbaren Protagonisten.
Rezensionen von Lesegockel:
Rechtsmedizinischer Thriller mit Tiefgang
Mit kalter Präzision von Michael Tsokos
Es ist mein erstes Buch von Michael Tsokos und ich war sofort beeindruckt von dem großen medizinischen Fachwissen des Autors. Hier zeigt sich die Besonderheit, dass Michael Tsokos als Rechtsmediziner beruflich mit speziellen Leichen und außergewöhnlichen Verbrechen konfrontiert wird.
Das Cover mit dem Titel in blutroter Farbe wirkt ansprechend.
Auch wenn ich mich erst in diese Fachwelt einlesen musste und am Anfang mit den ausführlichen medizinischen Beschreibungen der Untersuchungen nur langsam vorankam, hat mich der flüssige und realistische Schreibstil des Autors mit den Details zu den forensischen Untersuchungen dann doch schnell gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die kurzen Kapitel mit Zeitangabe und den unerwarteten Wendungen sorgen für eine anhaltende Spannung in diesem Thriller.
Die Frau des prominenten Schönheitschirurgen Roderich Kracht wird ermordet in ihrer Villa aufgefunden. Auffällig ist dabei die Abweichung zwischen dem Eintritt der Todesstarre und dem errechneten Todeszeitpunkt. Dr. Yao macht sich akribisch an die Aufklärung dieser Umstände und gerät bald in eine gefährliche Situation.
Mit Dr. Sabine Yao, der neuen stellvertretenden Leiterin der rechtsmedizinischen Spezialeinheit "Extremdelikte" des BKA, hat der Autor eine sympathische kompetente und perfekt erscheinende Protagonistin geschaffen. Eine gelungene Ergänzung finde ich dabei die Verknüpfung mit ihrem Privatleben, wie sie sich um ihre psychisch erkrankte Schwester Mailin kümmert.
Michael Tsokos hat dieses Buch mit seiner Liebe für die Rechtsmedizin und kriminalistische Details gekonnt perfekt geschrieben. Ich kann dafür nur eine absolute Leseempfehlung an alle Fans von Rechtsmedizin und True-Crime-Krimis aussprechen und freue mich schon auf die nächsten Bände.
Rezensionen von Claudia R:
Trilogie Auftakt
Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit von Anna Claire
Klappentext / Inhalt:
Die große Reihe um drei Exilantinnen während des Zweiten Weltkriegs
Drei beste Freundinnen - jede von ihnen lebt in Nazi-Deutschland, jede in großer Gefahr. Ein unverzeihlicher Fehler zerstört ihre Freundschaft. Nun, rund 85 Jahre später, erfährt die junge Amerikanerin June, dass ihre verstorbene Großmutter Luise 1936 aus Deutschland in die USA immigriert ist.
Außerdem erbt sie ein Restaurant in Manhattan, das ihr aber nur zu einem Drittel gehört. Die anderen beiden Restaurant-Anteile soll June den verschollenen Freundinnen ihrer Großmutter, beziehungsweise ihren Erben zurückgeben. Ohne zu zögern, macht June sich auf die Suche und erfährt auch von dem Bruch zwischen den drei Frauen. Was ist damals geschehen? Und kann June diese Wunde heilen?
Cover:
Das Cover ist von der Gestaltung toll gemacht und geht auf die Thematik und Hintergründe ein. Hier entdeckt man einige Details, dir gut mit eingebunden wurden. Optisch und farblich ist es toll gemacht.
Meinung:
Dies ist der erste Band der Trilogie und der Auftakt der Reihe. Dieser handelt von Anni, Luise und Maria, drei Freundinnen, die während des zweiten Weltkrieges in Nazi-Deutschland leben und irgendwann, aus den unterschiedlichsten Gründen, um ihr Leben kämpfen müssen. 85 Jahre später erbt June, die Enkelin von Luise ein Restaurant. Doch gehört es ihr nur zu einem Drittel, der Rest bzw. die beiden anderen Anteile gehören Luises damaligen besten Freundinnen bzw. deren Nachkommen. June begibt sich auf die Suche nach Anni und Maria, bzw. deren Nachkommen, um ihnen ihr Erbe zukommen lassen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. In die verschiedenen Zeit- und Handlungsstränge kommt man gut hinein und auch die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Die Charaktere haben mir gut gefallen und ich konnte mich gut in diese hineinversetzen. Auch in die verschiedenen Zeiten kam man gut hinein. So hat mit die Gegenwart mit June gut gefallenen, aber auch die Szenen in der Vergantet mit den Freundinnen Luise, Anni und Maria sind spannend und interessant. Schnell wird man von den verschiedenen Handlungen und Geschehnissen gefangen genommen.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gut Länge und lassen sich gut lesen. Die Kapitelanfänge sind gut sichtbar und die Orts- und Zeitangaben hilfreich.
In die Geschichte findet man sich schnell hinein und wird zugleich gut unterhalten. Der Auftakt der Reihe ist sehr gut gelungen und um mehr zu erfahren, wird auch hier bereits das Interesse auf die nächsten Bände geweckt. Die beiden Handlungsstränge, der Vergangenheit und Gegenwart, haben mir gleichermaßen gefallen und auch die Entwicklungen sind toll und fesselnd aufgebaut. Das offene Ende weckt die Neugier auf mehr und so bin ich bereits jetzt auf den nächsten Band schon sehr gespannt.
Emotionen und Gefühle kommen gut und nachvollziehbar herüber. Die Charaktere sind toll gestaltet und die Storyline spannend. Die verschiedenen Zeiten werden gut erfasst und in diese findet man sich zudem gut hinein.
Fazit:
Gelungener Auftakt einer spannenden und emotionalen Trilogie.
Rezensionen von Maria:
Wie in Spanien
Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit von Anna Claire
Tolles Buch. Ich habe die erweiterte Gold Edition gekauft.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von MariaRezensionen von Maria:
Tolles Buch
Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit von Anna Claire
Super Tapas Rezepte und sogar Hauptspeisen orginal Spanische Gerichte.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von MariaRezensionen von yellowdog:
Ein aufregendes Leben
Der Romantiker von William Boyd
Das Buch trägt den auffälligen Titel Der Romantiker: Das wahre Leben des Cashel Greville.
Anhand des langen Leben seiner 1799 geborenen Hauptfigur Cashel
zeigt William Boyd das 19.Jahrhundert in verschiedenen Facetten.
William Boyd ist ein Schriftsteller, der meine Sympathien hat, da er schon sehr gute Bücher geschrieben hat, Sehr positiv erinnere ich mich an seinen große Erfolg Ruhelos.
Auch Der Romantiker ist ein guter Roman, jedoch ist die Romankonstruktion ziemlich vorhersehbar.
Auch ist das Buch ein wenig zu lang für meine Geschmack.
Für das Buch sprechen der erzählerische Wortwitz und ein Detailreichtum bei gleichzeitig beibehaltener Leichtigkeit.
Rezensionen von Claudia R:
besondere Freundschaft
Ein Hoch auf die Freundschaft! von Milla Shan
Klappentext / Inhalt:
Poetisch und herzerwärmend - eine besondere Freundschaftsgeschichte
So etwas Komisches hat das Eichhörnchen noch nie gesehen! "Bist du ein Stein?", fragt es die Schildkröte und turnt auf ihr herum - keine Antwort! "Bist du eine riesige Nuss - oder gar eine Erdhalbkugel?", löchert es weiter, da verkriecht sich die Schildkröte missmutig in ihren Panzer.
Doch als das quirlige Eichhörnchen wenig später in Gefahr gerät, kann selbst das grummelige Reptil nicht anders, als die flauschige Nervensäge mit seinem Rückenschild zu schützen. Und jetzt - endlich! - fällt der Groschen. "Ich weiß, wer du bist", ruft das Eichhörnchen: "Mein Freund!" Und das gefällt selbst der mürrischen Schildkröte.
Ein Bilderbuch mit Tiefgang, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen berührt - von dem belgischen Bilderbuchkünstler Frank Daenen meisterhaft in Szene gesetzt.
Cover:
Das Cover und der Titel passen gut zusammen. Es zeigt ein munteres Eichhörnchen, wie es eine Schildkröte in die Luft hält und mit sich trägt. Die Schildkröte schaut etwas verdutzt, aber das Eichhörnchen wirkt frohen Mutes. Die Zeichnung ist wundervoll umgesetzt und es wirkt zudem sehr liebevoll und auch etwas lustig. Als Schildkröten Fan hat mich das Cover sofort neugierig gemacht.
Meinung:
Ein wundervolle, rührende, humorvoll, ernste und auch etwas philosophische Kindergeschichte. Ein Eichhörnchen trifft auf ein merkwürdiges Ding und dieses scheint zu antworten, ist dabei aber etwas mürrisch. Ob das Eichhörnchen rausbekommt, um was oder wen es sich dabei handelt?
Ja genau das, sei hier noch nicht verraten, denn der Weg hin zur Erklärung ist wirklich sehr besondre, ein wenig schräg, humorvoll, liebevoll und emotional und auf jeden Fall lesenswert. Mehr mag ich hier aber nun wirklich nicht verraten, schaut einfach selbst ins Buch hinein. Es lohnt sich.
Der Schreibstil ist besonders. Fast ein kleiner Sinndialog zwischen dem Eichhörnchen und dem vermeintlichen Ding, der Schildkröte. Toll ist auch, dass die unterschiedlichen Textpassagen farblich verschieden sind. So wird das was das Eichhörnchen sagt in orange und der text der Schildkröte in grün abgebildet. Die erzählenden Elemente verbleiben in schwarz. Durch diese farblichen Unterschied kann man gut unterschieden wer was sagt und kann diesem auch eine ganz eigene Stimme und Stimmung verleihen. Ich finde es wirklich toll, dass dies farblich so herausgearbeitet wurde, dass macht es auch beim Vorlesen sehr angenehm.
Die kurzen Texte und die einfache lockere Erzählung macht es sehr gut verständlich. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und man findet sich gut in das neugierige Eichhörnchen und die etwas skeptische und mürrische Schildkröte hinein. Auch die Entwicklung dieser ist sehr süß mitanzusehen.
Abgerundet wird das Ganze durch die wunderschönen farbigen Illustrationen. Diese geben auch sehr gut die Emotionen durch die Gesichtsausdrücke wieder. Die Bilder sind wunderschön und detailreich gearbeitet und man merkt, dass hier auch viel Liebe zum und im Detail liegt. Niedliche, humorvolle und liebevolle Illustrationen, die Freude beim Betrachten bringen.
Das Ende kommt recht plötzlich und überraschend, gern hätten wir noch mehr über das Eichhörnchen und die Schildkröte erfahren, aber zugleich passt das Ende such sehr gut und ist ein wenig zum Nachdenken und herzerwärmend.
Eine Geschichte über das Suchen, Finden und eine besondere Freundschaft.
Fazit:
Ein wundervolle, rührende, humorvoll, ernste und auch etwas philosophische Kindergeschichte über eine besondere Freundschaft.
Rezensionen von Marie aus E.:
Abwechslungsreiches Kochbuch mit alltagstauglichen Rezepten
Kochen mit Christina von Christina Bauer
Ich mag die Bücher von Christina Bauer sehr gerne und habe einige davon in der Küche stehen. Bislang aber ausschließlich Backbücher - nun gibt es ein Kochbuch, wie fein!
Das Konzept hat mich sofort angesprochen "Gutes ganz einfach" - perfekt für mich. Die Buchrückseite verspricht gutes, bodenständiges, alltagstaugliches Essen, das garantiert schmeckt.
Genau mein Ding.
Aber hält das Buch das Versprechen?
Es startet mit einer Einführung und Grundlagen rund um Ofengerichte, Infos und Tipps wie Wochenpläne, Lagerung und Haltbarkeit sowie Grundrezepten für Hefe-Mürb- und Strudelteig.
Das macht das Buch zu einem idealen Buch für Einsteiger*innen, da man auch viele Basics erklärt bekommt und die nachfolgenden Rezepte auch schön einfach sind.
Für Menschen, die schon einiges an Kocherfahrung mitbringen sind die (meisten) Rezepte jetzt nicht neu - allerdings alle ofentauglich, auch die, die man normalerweise anders zubereitet. Zum Beispiel Milchreis, ansonsten klassisch im Topf hier in einer Ofenvariante.
Es sind aber immer noch Ideen dabei, die ich so nicht kannte und die mich begeistert haben.
Die Herkunft der Autorin aus Österreich zeigt sich am süßen Kapitel, das ist umfangreich und geht von Marillenknödel über Topfenstrudel zu Salzburger Nockerl und noch mehr. Lecker! Wobei mir das fast zu viel war, denn im späteren Kapitel "Spar dir Herdzeit: wenn wirklich jede Minute zählt" kommen noch weitere Süßspeisen, z. B. gleich zwei Schmarrn-Varianten.
Das Cover hat mich zuerst getäuscht, es wirkte auf den ersten Blick so, als ob es um vegetarische Rezepte geht, dem ist nicht so. Es ist insgesamt ziemlich fleischlastig, hat aber ein Kapitel mit vegetarischen Gerichten und eben den großen Süßspeisen-Teil.
Die Rezepte sind auch keine Fix-Rezepte, das hatte ich auch falsch eingeschätzt (war aber mein Fehler, wurde so nicht beworben). Auch wenn letztlich alle Zutaten irgendwann im Ofen landen - vieles muss vorher geschnipselt und in der Pfanne angebraten werden, etwas Zeit und Geschirr braucht man meistens schon auch.
Mein Lieblingsgericht (bis jetzt, es steht ja noch ganz viel auf meiner Nachkoch-Liste) sind die gefüllten Zucchini, hier in der Veggie-Variante mit Couscous und gebratenem Gemüse. So lecker - das habe ich in der Kombination noch nie gegessen.
Sehr gut gefällt mir auch das Kapitel "Wenn Besuch kommt" - denn das ist so praktisch. Alles im Backofen und man hat Zeit für die Begrüßung der Gäste und steht bei Ankunft nicht hektisch in der Küche.
Ein schönes Buch, fernab von ChiChi und mit vielen Rezepten, die ich sofort nachkochen wollte.
Rezensionen von Petra Sch.:
für mich der schwächste Band der Reihe
Rehragout-Rendezvous von Rita Falk
Entweder bin ich von der Reihe gesättigt, oder Rita Falk ist es (aus verständlichen Gründen) nicht gelungen, im 11. Band der Eberhofer-Reihe wieder wie zuvor zu überzeugen.
Der Franz ging mir diesmal echt auf die Nerven mit seiner Art. Klar, er war immer schon faul, aber diesmal will er ja überhaupt nichts tun, nimmt die Sorgen der Mooshammer Liesl nicht ernst und auch dann ist es mal wieder definitiv nicht ihm zu verdanken, dass der Fall gelöst wird.
A pro pos Fall, das dauert auch eeewig, bis da endlich was passiert. Sehr lange Zeit wird sich immer nur Sorgen gemacht (von der Mooshammer Liesl), dass einer verschwunden ist (und zwar der Bauer Lenz Steckenbiller), und der Eberhofer das als Spinnereien abtut.
Die Auflösung hat mir dann allerdings gefallen! Die war überraschend, authentisch und nicht einfach-geradlinig, sondern wunderbar komplex-verkettet.
Gestört hat mich auch das Verhalten aller am Hof, nachdem die Oma - verständlicherweise!! - mit über 80 beschlossen hat, es reicht ihr. Sie macht nix mehr am Hof. Nix kochen, nix putzen, nix waschen. Immerhin leben ja jede Menge Erwachsene am Hof. Die allerdings nichts machen. Und DAS fand ich echt sehr unrealistisch!! Klar, wenn man bis jetzt immer von vorne bis hinten bedient wurde, ist es eine Umstellung. Aber dass jeder die Arbeit/das Kochen an einen anderen abschieben will, und im Endeffekt macht es niemand, darüber konnte ich nur erstaunt den Kopf schütteln.
Hier hat mich tatsächlich der Leopold positiv überrascht!! Als Einziger macht er sich die Mühe, zu kochen. Und zwar für alle. Und als Dank gibt es nur Gemotze. Achja, und abwaschen darf er danach auch noch selber. Und die Küche putzen.
Weiters gibt es noch Probleme mit der Liebe vom Simmerl-Filius und mit Leopolds Frau Panida und den Kindern, die aufgrund einer Epidemie in Thailand festhängen.
Und natürlich die Susi, die etwas Karrierewahn bekommt, weil sie den verunfallten Bürgermeister vertreten soll und nun alles im Ort ändern will, nur noch in Business-Klamotten rumläuft und ihre Freundin (und eigentlich alle) von oben herab behandelt.
Ich hoffe, der nächste Teil kann mich wieder mehr überzeugen.
Fazit:
Für mich ein schwacher 11. Fall für den Eberhofer Franz, aber mit einem Kriminalfall, der - als er endlich so richtig losgeht - eine überraschende und zufriedenstellende Auflösung bereit hält. Ich erwarte gespannt den kommenden Band.
Rezensionen von Minangel:
Schloss Liebenberg. Hinter dem goldenen Schatten von Hanna Caspian
Meine Meinung: Der dritte Band bringt uns tiefer in den Prozess rund um den Fürsten zu Eulenburg. Wie es damals auch in Wirklichkeit war, so habe ich auch als Leserin das Gefühl, dass sich diese Gerichtsverhandlung schon ewig zieht. Die politischen Aktionen verdichten sich, jeder verfolgt skrupellos seine Ziele und hat seine Geheimnisse – genauso wie die Schlossherren und die Bediensteten.
Zum Beispiel Opitz, der Haushofmeister wähnt sich in seiner Macht als unantastbar und agiert gewissenslos. So leiden die Bediensteten vor allem die Frauen noch mehr und man hofft auf ein gutes Karma. Das Leben bestimmt dann auch einige Wendungen und Adelheid muss endlich die Entscheidung treffen, wem sie beisteht und dabei erwachsen werden. Auch liebgewonnene Figuren wie Hedda und Victor dürfen wir weiterbegleiten. Erstaunt hat mich, dass ich bei der Grafenfamilie doch einige menschliche Züge entdecken konnte… doch lest ruhig selbst!
Hanna Caspian schafft es wiederrum, uns ein komplexes Bild der damaligen vor allem politischen Landschaft aufzuzeichnen. Dabei muss ich gestehen, dass ich gerne ein bisschen weniger Politik, dafür noch mehr alltägliche Lebenseinblicke in die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gehabt hätte.
Der Schreibstil hat mich vor allem im letzten Drittel nicht mehr losgelassen, sodass ich die Lektüre nicht mehr weglegen konnte. Die Charaktere zeigen sich mehr oder weniger menschlich, sie entwickeln sich und wecken Emotionen und Gefühle beim Leser.
Fazit: ein gelungener Abschluss dieser Reihe und ich würde mich ja so freuen, wenn es einige Bedienstete auf einen Abstecher nach Amerika in einem Extraroman schaffen würden ????. Abgesehen von meinem Wunsch möchte ich allen auf Schloss Liebenberg 5 historisch lesenswerte Sterne geben.









