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Rezensionen von LEXI:

Stellas Traum vom Eis

Stella auf Eis von Angelika Hesse

Stellas Traum vom Eis

Die Nachricht vom Auftritt einer ehemaligen Profi-Eiskunstläuferin bei einem Eismärchen des städtischen Eiskunstlaufvereins versetzt die „Rolling Angels“ in große Aufregung. Sie möchten die einmalige Gelegenheit nutzen, an einem Eiskunstlauf-Schnupperkurs mit der berühmten Katja Hübsch teilzunehmen und setzen alle Hebel in Bewegung, um sich diesen ganz großen Weihnachtstraum zu erfüllen.

Die drei Protagonistinnen Stella, Nelly und Lou genießen im dritten und finalen Band der beliebten Buchreihe die Vorweihnachtszeit und anstelle ihrer geliebten Rollschuhe kommen nun Eislaufschuhe zum Einsatz. Nebenbei schmieden die Elfjährigen bereits Pläne für das Basteln von Geschenken und machen sich Gedanken zur Gestaltung der schulischen Weihnachtsfeier. Stella hat sich vorgenommen, den Advent diesmal ganz besonders zu genießen, ihre geplanten Vorhaben hat sie bereits in einer To-Do-Liste zu Papier gebracht. Doch Stella muss die bittere Erfahrung machen, dass das Leben manchmal auch Pläne durchkreuzt…

Der vorliegende Abschlussband der Stella-Reihe war für mich der schönste Teil dieser Trilogie aus der Feder von Angelika Hesse. Die Vorweihnachtszeit ist das beherrschende Thema dieses Romans und Stella möchte „das beste Weihnachten ever!“ erleben. Die Autorin erzählt in einem sehr einnehmenden Schreibstil und in einer flapsig-saloppen, der jugendlichen Zielgruppe angepassten Sprache, wie die drei Mädchen mit ihrer Leidenschaft für das Tanzen auf Rollschuhen und in Eislaufschuhen die Vorfreude auf das Fest zelebrieren. Die gesamte sechste Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums ist mit dem Schmieden von Plänen für das Weihnachtswichteln und einen ganz besonderen Schulausflug beschäftigt. In Stellas Elternhaus gibt es neben den lieb gewordenen Ritualen des Advents auch allerlei Geheimniskrämerei.

Die Faszination für den Eiskunstlauf nimmt in diesem Band einen beinahe ebenso hohen Stellenwert ein wie das Tanzen auf Rollschuhen. Doch auch Vergebung und christliche Nächstenliebe sind relevante Themen dieses Buches. In anschaulichen Worten vermittelt die Autorin ihrer jugendlichen Leserschaft, wie wichtig nicht nur Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme, sondern vielmehr auch ein Blick für Menschen in Not ist. Die elfjährige Protagonistin Stella verspürt aufgrund eines prägenden Erlebnisses vor den Festtagen tiefe Dankbarkeit für ihr liebevolles Zuhause, für die Geborgenheit und Wärme ihrer harmonischen, von gegenseitiger Wertschätzung und großer Zuneigung geprägten Familie.

Angelika Hesses aktuelle Neuerscheinung wird im Präsens aus Sicht der Ich-Erzählerin Stella geschildert, ein lesefreundlicher Großdruck mit einem angenehmen Zeilenabstand und liebevollen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Edda Skibbe runden den positiven Gesamteindruck ab. Auf der ersten und letzten Buchinnenseite befindet sich jeweils eine farbenprächtige Abbildung der sechs jugendlichen Hauptfiguren, diesmal in weihnachtlicher Ausführung. Liebevoll gezeichnete Charaktere, sympathische Nebenfiguren und eine herzerwärmend schöne und abwechslungsreiche Handlung sind auch diesmal ein Garant für allergrößtes Lesevergnügen.

FAZIT: Ich habe nach der Lektüre von „Stella auf Eis“ das Buch mit wehmütigem Bedauern geschlossen und werde Stellas liebenswerte Familie, die Rolling Angels und die Skating Devils vermissen. Die drei Bücher der Stella-Reihe sind interessante, unterhaltsame und inhaltlich wertvolle Jugendbücher, die mir ausnehmend gut gefallen haben. Angelika Hesse verstand es hervorragend, die Gedanken, Emotionen und Handlungen der sechs Elfjährigen zum Ausdruck zu bringen, deren Herzen für das Rollschuhlaufen, das Eislaufen und das Skaten schlagen. Die Jugendlichen machen die Erfahrung, dass das Leben Pläne manchmal zwar durchkreuzt, innig gehegte Wünsche aber trotz aller Widrigkeiten in Erfüllung gehen können. Das Buch weckt darüber hinaus schon jetzt die Vorfreude auf die Adventzeit und ich konnte es nach dem Aufschlagen der ersten Seite kaum mehr aus der Hand legen.

Von mir gibt es für dieses zauberhafte Jugendbuch uneingeschränkte fünf Bewertungssterne und eine Leseempfehlung für alle Kinder, Jugendliche und junggebliebenen Erwachsenen, die sich für Roll- und Eiskunstlauf begeistern und sich der Faszination des Tanzens in Rollschuhen bzw. auf Kufen nicht entziehen können!

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Rezensionen von Claudia R:

Naturverbundenheit

Nelumbiya - Im Land der magischen Pflanzen,1 Audio-CD, 1 MP3 von Margit Ruile

bezogen auf das Hörbuch
Klappentext / Inhalt:

Launische Baumriesen, ein heldenhafter Löwenzahn und ein Mädchen mit ungeahnten Kräften. Nelumbiya entführt Fantasy-Fans ab 10 Jahren in eine Pflanzenwelt voller Wunder und Magie.
Tara lebt in der kargen Felsenstadt Ornata, die von dem finsteren Askiel beherrscht wird.

Hier erzählt man sich vom verbotenen Land Nelumbiya, aus dem wilde Pflanzen einst alle Menschen vertrieben haben. Trotzdem hat Tara schon immer eine unerklärliche Sehnsucht danach, dieses Land kennenzulernen. Ob es an dem Zeichen auf ihrem Arm liegt, von dem niemand wissen darf? Als Askiel alle Menschen mit einem Zeichen suchen lässt, muss Tara fliehen. Mit ihrem Freund Semur und der Fürstentochter Helena wagt sie die gefährliche Reise nach Nelumbiya. Ob es ihnen gelingt, das Land der magischen Pflanzen zu finden und die Menschen wieder mit der Natur zu versöhnen?
Ungekürzte Lesung mit Ilka Teichmüller
1 mp3-CD | ca. 10 h 14 min

Cover:

Man erkennt ein Mädchen mit orangen Haaren durch einen zauberhaften und überwucherten Wald rennen. Es wirkt magisch und geheimnisvoll. Pflanzen bestimmen hier das Cover Bild und zu einem Löwenzahn scheint das Mädchen eine magische und besondere Bindung zu haben. Optisch und farblich ist es sehr schön umgesetzt und macht neugierig auf mehr.

Meinung:

Eine zauberhafte und magische Geschichte über eine besondere Pflanzenwelt und das Wunder der Freundschaft. Tara scheint ungeahnte Kräfte zu haben und auf der Suche ihrer Herkunft gemeinsam mit ihren Freunden muss sie einige spannenden Rätsel lösen und Abenteuer bestehen, denn die Erzählungen von einem fernen Land mit magischen Pflanzen scheinen sich zu bewahrheiten. Ein Abenteuer über Freundschaft, Naturverbundenheit und Mut.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu bedeckt.

Die Geschichte ist toll und spannend erzählt. Die Sprecherin macht ihre Sache gut. Man hört gern der Geschichte und den Geschehnissen zu. Anfangs braucht es etwas, um alles zu zuordnen, aber schnell taucht man in die kreative und magische Pflanzenwelt ein.

Die Charaktere sind gut durchdacht, die Hintergründe fantasievoll und kreativ. Die Story ist spannend und unterhaltsam aufgebaut. Die einzelnen Hörabschnitte haben eine gute Länge und man wird schnell an die Geschehnisse gefesselt und diese machen neugierig auf mehr.

Den Geschehnissen kann man recht gut folgen und auch der Verlauf ist gut verständlich. Die Erzählweise ist beschreibend und bildlich, so dass man sich alles gut vorstellen kann.

Die Sprecherin hat eine gute Aussprache und auch die Tonierungen sind gut gewählt. Sich Lautstärke und Tempo sind gut gewählt. Für die verschiedenen Charaktere versucht sie durch die Stimme Unterschiede zu setzen, so dass man dies gut erkennen kann.

Die Geschichte ist wirklich toll und das Thema Natur, Freundschaft, Naturverbundenheit und Mut kommt hier sehr gut rüber. Die verschiednen Baumgestalten, Pflanzen und magischen Wesen machen die Geschichte besonders und auch diese Magie kommt gut herüber. Ein naturverbundene Fantasygeschichte, der man anmerkt, dass viel Herzblut darin steckt und deren Magie an den Hörer weitergegeben wird.

Fazit:

Wundervolle Fantasygeschichte über Naturverbundenheit, Mut und Freundschaft.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Gelungener Auftakt

Schule der Meisterdiebe von J. J. Arcanjo

Gabriel ist ein dreizehnjähriger Junge, der gerne mal bei anderen in die Tasche greift. Aber nur, weil der Hunger groß ist. Als er von Caspian Crook erwischt wird, holt dieser nicht die Polizei sondern er lädt Gabriel ein, bei ihm in die Schule für Meisterdiebe zu gehen. Eine Schule für zukünftige Robin Hoods.

Dort werden die Kinder tatsächlich unterrichtet, wie man stiehlt ohne erwischt zu werden mit dem Hintergedanken, gutes zu tun. Und in Crookhaven lernt Gabriel gleichgesinnte kennen.


Mich sprach das Cover schon total an, es hat ein bisschen was von Robin Hood. Der Klappentext war auch interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine Geschichte, die ich teilweise etwas grenzwertig finde, denn ist Unrecht, wenn man damit etwas Gutes tut weniger Unrecht? Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen, ich habe es gerne gelesen. Kurze Kapitel, einfach zu lesen, ab und zu eine kleine Illustration. Ich denke es passt gut für Kinder ab zehn Jahren und ich finde gut, dass es ein Auftakt einer neuen Reihe ist. Mir hat es Spaß gemacht und ich kann es gut empfehlen.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Emotionales Buch über eine Freundschaft

Rattensommer von Juliane Pickel

Lou und Sunny verbringen während eines heißen Sommers viel Zeit gemeinsam in einem verlassenen Schwimmbad. Während Lou sich ihrer Familie oft unwohl fühlt hat Sunny ganz andere Probleme. Hagen Bender, der Mörder ihrer Mutter, wird aus der Haft entlassen.


Sunny ist voller Wut auf Hagen, hat er ihr doch die Mutter genommen und Lou versucht alles um Sunny beizustehen und bei der Verarbeitung ihres Verlusts zu helfen, so seht das sie selbst auf der Strecke bleibt.

Die Geschichte wird von Lou in der Ich-Persektive erzählt, so bekommt man beim Lesen ein gutes Gefühl für Lou, aber auch für Sunny, da Lou sehr mitfühlend ist . Mit hat die Geschichte jedenfalls gefallen, wenn man bei solch einem Thema überhaupt von gefallen reden darf. Spannend und authentisch erzählt. Es ist keine leichte Story, beide Mädchen haben ihre Päckchen zu tragen und tragen schwer daran. Das Ende fand ich jetzt nicht ganz überzeugend, da für mich viele Fragen offen geblieben sind.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Tiefgründig und berührend

Bei euch ist es immer so unheimlich still von Alena Schröder

Vor zwei Jahren hat Alena Schröder mich mit ihrem Debütroman "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" begeistert. Nun ist im dtv-Verlag ihr Buch "Bei euch ist es immer so unheimlich still" erschienen, die Vorgeschichte ihres Debüts.
Beide Romane können unabhängig voneinander gelesen werden, da die Handlungen ineinander abgeschlossen sind.

Die Autorin erzählt die Geschichte wie bereits im ersten Buch auf zwei Zeitebenen, die gekonnt miteinander verflochten sind.  

1989, West-Berlin: Silvia, Anfang Dreißig und frischgebackene Mutter, lebt in einer Hausbesetzer-Wohngemeinschaft. Der Vater der kleinen Hannah ist verheiratet und hat kein Interesse, seine Tochter kennenzulernen. Kurzentschlossen "leiht" Silvia sich das Auto ihres Mitbewohners Dirk aus, um nach Baden-Württemberg zu ihrer Mutter zu fahren, die sie seit über 15 Jahren nicht mehr gesehen hat.

1950, Ildingen: Die junge Evelyn heiratet den traumatisierten Kriegsheimkehrer Karl. Beide studieren Medizin und treten eine Stelle im Krankenhaus an. Nach Silvias Geburt gibt Evelyn ihren Beruf auf, um sich ihrem Kind und dem Haushalt zu widmen. Doch es fällt ihr schwer, sich in die neue Rolle einzufinden, ihre Tochter ist ihr fremd, und sie vermisst ihre Tätigkeit im Krankenhaus schmerzlich.

In Alena Schröders Buch steht die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung im Mittelpunkt. Die beiden Frauen begegnen einander sehr distanziert, es fällt ihnen schwer, über die Vergangenheit und die alten Konflikte zu reden. Die Autorin beschreibt ganz wunderbar und mit viel Empathie, wie Evelyn und Silvia sich ganz langsam nach den vielen Jahren der Trennung wieder einander annähern. Nach und nach wird die Vergangenheit mit all ihren Geheimnissen und Verletzungen aufgeblättert, und es wird klar, warum Silvia vor Jahren aus dem Elternhaus geflohen ist.

Die Geschichte hat mich vom Beginn bis zum stimmigen Ende sehr gefesselt und berührt. Ich mag den schönen und intelligenten Sprachstil der Autorin und die Art, wie sie die interessanten Charaktere beschreibt, uns in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen lässt. Nicht nur die beiden Hauptpersonen, auch die Nebenfiguren, wie Karl, Betti, Rüdiger und Monika sind ganz wunderbar und authentisch skizziert. Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin auch politische und historische Ereignisse, wie die Fußballweltmeisterschaft 1954 und die Öffnung der Berliner Mauer, in die Romanhandlung hat einfließen lassen.

Absolute Leseempfehlung für diesen wunderbaren und tiefgründigen Roman!

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Rezensionen von Petra Gruber:

Die guten alten Zeiten

Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster

Die guten alten Zeiten, in denen die Menschen zwar arm waren, aber so fest zusammen hielten und so gut zueinander waren.

Eine Mähr, die immer wieder erzählt wird und auf die sich vor allem rechte und extrem konservative Mächte gerne berufen.

Helga Bürster lässt diese Zeiten sehr differenziert auferstehen.

In ihrem neuen Roman geht es um ein Dorf im Moor wenige Jahre nach dem Krieg.

Der Fortschritt ist da, aber auch viel Leid und Trauma aus dem Krieg. Und wie immer braucht es einen Sündenbock. In diesem Fall sind es Edith und ihre Tochter Betty. Der Scharlatan und selbsternannte Heiler Fritz kann die Nachbarin und ehemals Freundin überzeugen, dass "die Hexen" Schuld sind an ihrem ganzen Leid. Wie immer braucht es einen Sündenbock und wie immer gibt es Verführer, die daraus ihren Vorteil ziehen.

Wunderbar erzählt, sehr genau recherchiert, sehr weise, immer mit einem Funken Hoffnung.

Ich bin wieder begeistert und kann den Roman wärmstens empfehlen.

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Rezensionen von Tara:

Auf den Spuren der Vergangenheit

Ich träumte von einer Bestie von Nina Blazon

„Ich träumte von einer Bestie“ ist ein außergewöhnlicher Roman der in Stuttgart lebenden Autorin Nina Blazon.

Fleur ist eine introvertierte junge Frau die als als Datenforensikern arbeitet und ihre gewohnte Umgebung nur ungern verlässt. Als ihr Vater stirbt, erbt sie die Wohnung ihrer Großmutter in Frankreich.

Sie macht sich auf den Weg dorthin und muss sich damit ihrer Familiengeschichte stellen. Einer Geschichte, die mit der Legende der Bestie des Gévaudan verbunden ist.

Der Schreibstil von Nina Blazon liest sich leicht und angenehm. Fleurs Emotionen, ihre Gedanken und Bedenken sind nachvollziehbar. Bei ihrer Reise in die karge Gegend der Auvergne hatte ich die Umgebung direkt vor Augen.

Bei der Bestie des Gévaudan handelt es sich um Raubtier, das im 18. Jahrhundert Menschen angegriffen hat. Diese historischen Ereignisse wurden hier gut mit den fiktiven Erlebnissen von Fleur verbunden. Ihre Reise in die Vergangenheit ihrer eigenen Familiengeschichte ist gleichermaßen interessant, fesselnd und spannend.

Mich hatte die Geschichte bereits nach wenigen Seiten gepackt, da ich es unvorstellbar fand, wie sich eine Legende aus der Vergangenheit auf das heutige Leben der Protagonistin auswirken kann. Es ist ein wirklich außergewöhnliches Buch, das ich durchaus empfehlen kann.

In ihrem Nachwort geht die Autorin nochmals darauf ein, was in ihrem Buch fiktiv ist und was einen realen historischen Hintergrund hat und rundet ihren Roman damit gelungen ab.

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Rezensionen von Claudia R:

tolle Kurzgeschichte

Coralee und die entlaufene Mumie von Mira Lindorm

Klappentext / Inhalt:

Feen sind freier als der Wind. Der wird immerhin noch durch Wände aufgehalten, eine Fee nicht. Freiheit ist die Feennorm. Für Coralee ist der aktuelle Notruf daher so unverständlich wie ein Funksignal vom Mars. Eine entlaufene Mumie wieder einfangen und in ihren Sarkophag verfrachten?
Warum, bitteschön, hatte die sich überhaupt darin einsperren lassen?
Mal abgesehen davon, dass Coralee bislang gedacht hat, Mumien seien tot.

Aber da muss sie sich wohl geirrt haben. Diese spezielle Mumie zeigt höchst lebendige Neigungen

Cover:

Das Cover zeigt eine Mumie, die schon recht gruselig wankend auf einen zu kommt und Pyramiden sind im Hintergrund erkennbar. In der Schrift des Titels ist die Namensgeberin bzw. Protagonistin erkennbar. Optisch und farblich ist es toll gestaltet.

Meinung:

Eine wundervolle, fantasievolle und humorvolle Kurzgeschichte, die für gute Unterhaltung sorgt, mit der richtigen Portion an schwarzem Humor, der hier sehr gut passt. Die Geschichte liest sich kurzweilig und locker. Auch ohne den ersten Band zu kennen kommt man gut und schnell in die Geschehnisse und Handlungen hinein. Die Geschehnisse werden gut erklärt. Die Charaktere sind toll und gut herausgearbeitet und machen die Story besonders. Coralee und auch Salem sind toll und mir hat dieses Buch viel Freude gemacht.

Inhaltlich möchte ich Bier nicht ins Detail gehen, da besonders bei einer Kurzgeschichte die Gefahr besteht, zu viel zu verraten oder gar zu spoilern und dies möchte ich unbedingt vermeiden.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Die einzelnen Abschnitte bzw. Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Ich-Perspektive macht es persönlich und gut nachvollziehbar. So findet man sich besonders in Coralee hinein und kann Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen. Skurril und besonders macht es spannend und schnell wird man hier an den Verlauf gefesselt und kommt gerade dadurch auch sehr gut und schnell voran. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, aber genau das macht sie aus.

Mich konnte diese kurze Fantasy Geschichte begeistern und gern würde ich mehr über Coralee und auch über Salem und die anderen lesen.

Fazit:

Eine wundervolle, fantasievolle und humorvolle Kurzgeschichte.

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Rezensionen von Sago:

Kaninchenloch der Geheimnisse

Ich träumte von einer Bestie von Nina Blazon

Ich liebe Nina Blazon für ihre einzigartigen Fantasy-Romane. Umso mehr ist es herauszuheben, dass sie mich auch mit ihren Mainstream-Romanen ein ums andere Mal zu überzeugen weiß. "Ich träumte von einer Bestie" als Mainstream zu bezeichnen, ist aber im Grunde ein Understatement. Der Roman erzählt eine ungewöhnliche Geschichte, die einem das Gefühl gibt, etwas derartiges noch nicht gelesen zu haben.

Fleur lässt außer ihrer Familie niemanden an sich heran. Selbst einem Liebhaber, der ihr wirklich zusagt, nennt sie beim Kennenlernen übers Internet zunächst nicht ihren wirklichen Namen. Was verbirgt sie noch außer den Narben, die sie mit Camouflage-Makeup überschminkt? Ein Todesfall in der Famile und ein Erbe führen Fleur nach Frankreich und zurück in ihre Vergangenheit. Dort hat sie das Gefühl, in ein Kaninchenloch der Geheimnisse zu trudeln. Und auf mysteriöse Weise scheinen ihre Ahnen verbunden mit der Legende um die gefährliche Bestie, die im 18. Jahrhundert die Auvergne unsicher machte...

"Musik ist ein Gegenzauber, der mich aus dem Reich hinter den Schwellen zurückholt."

Voller Faszination bin ich mit Nina Blazon und Fleur hinter die Schwellen gereist. Und habe wieder einmal erfahren, warum Nina Blazon zu meinen Lieblingsautorinnen gehört. Ich bin in Fleurs Suche nach sich selbst und den schönen Sprachbildern der Autorin liebend gern versunken.

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Rezensionen von April1985 :

Zu viele offene Fragen

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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