Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Wissenschaftsgeschichte - immer noch top aktuell
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Lynn Cullen beschreibt in ihrem Roman nach wahren Begebenheiten das Leben und Wirken der Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. Dorothy Horstmann . Es geht um das Bemühen von Vielen, die schreckliche Kinderkrankheit Polio zu bekämpfen. Vorrechte, Eitelkeiten, Egoismen und das Ringen zwischen Männern und Missachtung gegenüber Frauen bekommen viel Platz.
Das Thema ist hoch interessant und passt durchaus immer noch in unsere Zeit. Gerade weil bei der Entwicklung für die Impfung gegen Polio nicht alle Forschungsergebnisse offen und ergänzend behandelt wurden und bei der Produktion finanzielle Aspekte gegenüber der Sicherheit überwogen, kam es zuerst zu Impfschäden. Die Auswirkungen davon spüren wir heute noch in Form von Impfskepsis und Vorbehalten gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen - nicht nur zu Coronazeiten.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn es der Autorin nicht gelungen ist, mich tatsächlich zu berühren. Die Sprache und Erzählweise haben mich immer ein Stück auf Distanz gehalten. Schade, denn der Inhalt hätte viel mehr Potenzial - und trotzdem: unbedingt lesenswert!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Baumkirchen)
Du solltest mich mit Krone sehen von Leah Johnson
Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Baumkirchen)
Liz Lighty versucht ein Stipendium an dem Pennington College School of Musik zu bekommen. Als sie sich auch schon sicher ist, dass sie es schafft, bekommt sie eine Absagemail und ist am Boden zerstört. Sie möchte unbedingt auf dieses College.
Klar, sie könnte ihre Großeltern, bei denen sie seit dem Tod ihrer Mutter lebt, um Geld bitten, doch dann würden sie das Haus verkaufen und das will Lizzy auf keinen Fall, denn es ist das einzige, das ihr von ihrer Mutter geblieben ist.
Also beschließt sie am Schulwettbewerb teilzunehmen, Abschlussballkönigin zu werden und das Preisgeld zu gewinnen. Schwer genug, dass sie eine klischeehafte Schwarze ist – arm, queer, (nur leider ohne Rhythmus Gefühl) – nimmt am Wettbewerb die süße, lustige, chaotische Mack teil, in die sie sich sofort verliebt, von der sie sich aber auf keinen Fall ablenken lassen darf. Mit Hilfe ihrer Freundinnen versucht sie, die Vorurteile zu überwinden und kämpft hart, um zu gewinnen.
Ein tolles Buch das einen auch zu Nachdenken bringt.
Rezensionen von marsu:
Starke Heldin
Atalanta von Jennifer Saint
Ich bin ja ein großer Fan der Neu-Erzählungen aus der griechischen Mythologie, wenn sie denn gut gemacht sind und möglichst im antiken Umfeld verankert bleiben oder innovativ eingebunden sind und nicht nur als Kulisse dienen für irgendwelche (abstrusen) Liebesgeschichten.
Atalanta ist mir bisher immer nur am Rande begegnet und ich muss zugeben, dass ich nicht so sehr viel über ihre Geschichte wusste.
Aber nun bin ich froh, mehr über sie gelesen zu haben, denn sie ist eine faszinierende Frauengestalt der antiken Mythologie.
Ihre Kindheit wird nur kurz behandelt und auch ihre Zeit bei Artemis dauert gar nicht so lange, bis sie ihren eigenen Weg geht und das größte Abenteuer ist wohl ihre Reise mit den Argonauten. Denn nur, wenn sie da besteht, wird Artemis ihr verzeihen.
Ein toller, oftmals feministischer Blick auf die "großen" Helden und auch auf die Göttinnen und Götter, die gar nicht so göttlich erscheinen.
Dennoch, eine heldenhafte und göttliche Unterhaltung.
Rezensionen von Claudia R:
tierisch magisch ...
Lynx - Das Geheimnis der alchimagischen Tiere von Miriam Kromeier
Klappentext / Inhalt:
Ein Kinderroman voll sprühender Fantasie, Tiermagie und Abenteuer.
Die 12-jährige Ria ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben. Doch als sie in der Taschenuhr ihres Vaters ein altes Foto von ihm mit einem Luchs und eine Nachricht findet, ändert sich alles. Auf den Spuren ihrer Familie entdeckt sie das Geheimnis der mächtigen Berge rund um ihren Geburtsort Firnspiegel.
Der Bach, der aus diesen Bergen kommt, sei verwunschen, sagen die Leute. Wer sein Wasser trinkt, verändere sich. Auf einmal bemerkt Ria, dass sie mit manchen Tieren sprechen kann. Und was hat es mit den geheimnisvollen Pulvern auf sich, die ihr Vater in seinem Labor zurückließ? Die Zeit läuft ihr davon, denn Unheil braut sich zusammen und in ihr selbst ist etwas Unbekanntes erwacht ...
Cover:
Das Cover wirkt geheimnisvoll und spannend. Ein Mädchen ist erkennbar und dahinter der Kopf eines Luchses. Auch die wunderschöne Umgebung mit den Bergen und der Natur ist gut eingefangen. Die umwirbelnden Windböen machen das Ganze sehr geheimnisvoll. Optisch und farblich wurde es sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Ria wächst ohne ihre Eltern, bei ihrer Tante Caro auf und ist eigentlich soweit zufrieden. Doch dies ändert sich, als sie die Taschenuhr ihres Vaters und damit verbundene Geheimnisse entdeckt. Ein spannendes Abenteuer beginnt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel darüber verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Man kommt schnell in die Charaktere und Handlungen hinein. Es ist fantasievoll und spannend angelegt. Neben Ria habe ich vor allem Leo schnell ins Herz geschlossen. Die Geschichte ist sehr liebevoll, fantasievoll und spannend aufgebaut. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss.
Auch die Gestaltung und Verzierungen sind traumhaft und wunderschön gewählt. Die kleinen Illustrationen lockern das Schriftbild auf und runden das Buch perfekt ab. Die Gestaltung und Gliederung ist sehr gut gelungen.
Das Buch beginnt recht geheimnisvoll und nach und nach wird mehr davon erklärt. Durch die bildlichen Beschreibungen findet man sich gut hinein und zurecht. Auch die Charaktere sind sehr sympathisch und liebenswert. Die Geschichte steckt voller Emotionen, Spannung und bereitet gute Unterhaltung. Eine Mischung aus Abenteuer, Tiermagie und Fantasy ist hier gegeben. Die Geschichte wirkt lebendig, locker und voller sprühender Kreativität und Fantasie.
Fazit:
Eine wundervolle Geschichte voller Spannung, Abenteuer, Tiermagie und Fantasy.
Rezensionen von marsu:
Ja
Der Achte Tag von Dianne K. Salerni
Jax lebt seit dem Tod seines Vaters bei Riley, doch der ist auch noch nicht richtig erwachsen und wenn Jax sich nicht um die Einkäufe kümmern würde, dann würde es oft gar kein Essen auf dem Tisch geben. Außerdem scheint sich Riley nicht so wirklich um Jax zu kümmern und sich für ihn zu interessieren, aber eigenartigerweise tauchte er nach dem Unfalltod von Jax Vater auf einmal auf und behauptete auch noch, dass er von nun an der Vormund von Jax sein würde.
Alles sehr eigenartig und Jax setzt alles daran, doch bei seiner Tante leben zu dürfen, auch wenn die auf einmal gar nicht mehr so viel Wert darauf zu legen scheint.
Aber Jax' Welt ändert sich von einem Tag auf den anderen, als er den zusätzlichen, den achten Tag, zum ersten Mal erlebt. Ein weiterer Wochentag und nur Nachfahren von Merlin, Nimue und den Rittern der Tafelrunde erleben ihn. Und es ist gefährlich für Jax. Gemeinsam mit Jax lernen wir diese neue Welt kennen und erleben eine aufregende Zeit.
Was für eine sprühende Fantasie und welch tolle Ideen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin ILKA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Der Riss in unserem Leben von Barry Jonsberg
Testleserin ILKA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Die zwölfjährigen Aiden und Amanda sind eineiige Zwillinge der wohlhabendsten Eltern Australiens. Sie haben einander versprochen, aufeinander aufzupassen.
Amanda beschließt, während der Schulzeit, in einen nahegelegenen Park zu gehen, um Mongos zu pflücken, und daraufhin folgt Aiden ihr wie immer, um auf sie aufzupassen, obwohl er es für eine schlechte Idee hält.
Im Park angekommen treffen sie auf keine Mangos, sondern auf eine Gang, welche sofort erkennt, dass die Zwillinge gute Beute sind. Doch überraschenderweise lässt die Anführerin Xena sie einfach gehen. Die beiden sind mehr als verwundert. Als sie zur Schule zurückkehren, stellen sie fest, dass ihr Verschwinden nicht unbemerkt geblieben ist. Nach längeren Überlegungen beschließen ihre Eltern, dass Aiden und Amanda doch mit zu einem anstehend Schülercamp fahren dürfen. Doch das werden sie später noch bereuen…
Das Buch spielt einige Jahrzehnte in der Zukunft, weswegen sich der Alltag der Charaktere sehr von unserem heutigen unterscheidet. Auch
der Klimawandel und künstliche Intelligenz spielt eine große Rolle.
Das Buch ist sehr spannend und abenteuerlich geschrieben, ich kann es sehr weiterempfehlen.
Rezensionen von begine:
Nahe Zukunft.
Ein heißes Jahr von Philippe Djian
Der Roman Ein Heißes Jahr, von dem
französische Autor Philippe Djian spielt in der nahen Zukunft.
Die Klimakatastrophe hat schon krass stattgefunden. Das Wetter ist extrem trocken, wenn es mal regnet verdunstet das Wasser.
Dann gibt es Personen in einem Labor. Der Chef Anton gibt falsche Ergebnisse raus und Greg hilft ihm das zu vertuschen.
Greg ist eigentlich sympathisch, er geht sogar mit seiner Nichte auf Demonstrationen.
Dann stirbt ein Mensch an einem giftigen Mittel, das sie vertuscht hatten. Da dreht er durch.
Das hat der Autor perfekt erzählt, es war oft dramatisch.
Der Autor hat die Innere Monologe Gregs und seine Ängste gut eingefangen.
In dem Roman hat er das Thema Umweltschutz gut umschrieben.
Er schreibt fesselnd spannend.
Ich konnte mich in diese Geschichte so richtig hinein ziehen lassen.
Rezensionen von MarcoL:
Nordisch düster. Spannend bis zum Abwinken.
NACHT von Yrsa Sigurdardóttir
Das Setting ist perfekt für einen Thriller. Ein abgelegener Fjord in Island, das Wetter schmuddelig bis stürmisch. Eine Familie, welche sich einen Bauernhof zu einem modernen Domizil umfunktioniert hatte, gab seit einer guten Woche kein Lebenszeichen von sich. An und für sich war das dort nicht besonders ungewöhnlich.
Der Nachbar schaute dann doch vorbei und entdeckte ein grausames Blutbad.
Ein Ermittlerteam wurde abgestellt, darunter auch Karo und Tyr, welche zur Unterstützung aus der Hauptstadt angereist waren. Sie hatten zwar nicht die Befugnis, den Fall im Alleingang zu lösen, sondern mussten sich jeden Schritt von ihren Vorgesetzten absegnen lassen, aber sie kamen langsam hinter gewisse Geheimnisse, zögerlich …
In Rückblenden erzählt die Autorin vom Leben der Familie, und was in den Tagen vor der Tat geschah. Hauptprotagonistin ist die Hausangestellte Soldis. Sie kümmerte sich ums Essen und vor allem um das Wohl und den Unterricht der beiden Mädchen (15 und 8). Wohl war ihr auf dem Anwesen nie so richtig. Ein unbestimmtes Grauen baute sich auf. Kleine Dinge, unbedeutend könnte man meinen, passierten. Dinge verschwanden, tauchten wieder auf. Undefinierbare Geräusche, Schritte, und dazu das oft sehr eigenartige Verhalten der Hausherren. Die Frau, Asa, war sehr resolut, schien alles im Griff zu haben. Ihr Mann Reynir litt an den Folgen eines Gehirntumors, und war nach dem Massaker zugleich der einzige … und einen massiven Streit mit einem Nachbar gab es auch ... und wo war eigentlich Soldis Vorgänger … und …
Das sind alles wunderbare Zutaten für einen meisterhaften Thriller, nordisch düster bis zur Perfektion.
Was mich ein klein wenig gestört hatte, war, dass keine einzige der handelnden Personen für mich so richtig authentisch rüberkam. Besonders beim Polizisten Tyr hatte ich so meine Zweifel. Denn seine Vergangenheit, die er während der Ermittlungen in Erfahrung brachte, machte für mich den Roman ein wenig holprig – und ich denke: vielleicht etwas zu viel des Guten.
Trotzdem: gerne gebe ich eine Leseempfehlung, den Spannung kann die Autorin.
Rezensionen von brauneye29:
Das war nicht meins
Ein heißes Jahr von Philippe Djian
Ich habe mir echt Mühe gegeben in das Buch respektive die Geschichte reinzukommen, aber irgendwie ist es mir nicht gelungen. Ich fand die Geschichte irgendwie verworren, mit Personen und Details überfrachtet. Hinzu kam, dass ich aufgrund des Klappentextes eher eine andere Geschichte erwartet hatte, die sich eher mit der Klimaproblematik befasst oder auch eben mit dem was Greg in Sachen Pestizide veranstaltet, aber dieser Teil kam mir viel zu knapp vor und es stand eher die Familie und das Liebesleben von Greg im Vordergrund.
Nein, das war nicht wirklich meins.
Rezensionen von begine:
So ist das Leben
Was es braucht, das Leben zu lieben von Fatou Diome
Die im Senegal geborene Schriftstellerin Fatou Diome hat einen wunderbaren Schreibstil.
Der Roman, Was es braucht, das Leben zu Lieben, zeigt einige interessante Episoden von Personen , deren Leben nicht so einfach ist.
Die Personen sind besonders liebevoll gestaltet. Es wird jedes mal ein anderes Thema bearbeitet.
Allerdings braucht es bei ihnen eigentlich doch viel um das Leben zu lieben. Das Schicksal ist schwer.
Es sind beeindruckende Episoden.
Die Autorin spielt mit den Worten und spinnt daraus gute Geschichten.Sie ist eine großartige Schriftstellerin, die ich gerne lese.
Das Buch möchte ich gerne weiter empfehlen.











