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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

"Wer auffliegt, stirbt"

Bevor die Welt sich weiterdreht von Luca Brosch

Dieser historische Roman, der 1917 in einem Sanatorium in Davos (Schweiz) spielt, zeigt uns einen bislang wenig bekannten Aspekt des Ersten Weltkriegs: Die Rolle der neutralen Schweiz, die Geld mit der Erzeugung von Kriegsmaterial verdient, einige rekonvaleszente Soldaten aller Länder aufnimmt und gleichzeitig Drehscheibe für Spione und Geheimdienst aller Art ist.

Daneben erfahren wir, wie es unverheirateten Müttern geht. Ihnen werden die Kinder behördlicherseits abgenommen und die Frauen müssen ins Gefängnis. Dieses Schicksal droht auch Johanna Gabathuler, die hochschwanger von der Front, wo sie als Krankenschwester gearbeitet hat, nach Davos zurückkommt. Der Vater ihres Kindes ist in der Schlacht von Verdun gefallen ist, bevor noch geheiratet werden konnte.

Da Johannas Vater als Leiter eines Kurhauses ein wichtiger Mann in Davos ist, beschließen er und Johannas Mathilde, die Angelegenheit in eigene Hände zu nehmen. Nach der Geburt, die im Geheimen stattfindet, wird das Baby Elli zu einer Amme gebracht. Johanna wird im Unklaren gelassen und soll Großrat Thanner, einen einflussreichen Stadtpolitiker heiraten, von dem sich Vater Gabathuler finanzielle Vorteile erhofft.

Doch die als Spionin tätige „Gräfin“ kommt hinter Johannas Geheimnis, erpresst die junge Mutter und ermöglicht einen kurzen Kontakt mit ihrem Baby. Was nun folgt, ist Spionage und Gegenspionage, zahlreiche Tote und jede Menge Risiko für Johanna Gabathuler und ein wenig Herzklopfen. Ihr Ziel ist es, für ihre Spionagedienste mit einem Pass und Geld entlohnt zu werden, um mit Elli ein neues Leben außerhalb der Schweiz anzufangen. Entgegen alle Vernunft und mit dem Mut der Verzweiflung stellt sich Johanna recht geschickt an und wird auch für die Gegenseite ein lohnendes Ziel. Die Welt der Spione ist eine rüde. Es gibt keine Regeln außer: „Wer auffliegt, stirbt“.

Meine Meinung:

Das Buch ist lt. Klappentext als Begleitung zur TV-Reihe „Davos“ gedacht. Interessant wären einige zusätzliche Erklärungen zum historischen Hintergrund und zur Entstehung von Buch und Film gewesen. Vermutlich als Vorgeschmack (?) auf den Film werden Schlachtenszenen sowie Kriegsverletzungen detailliert geschildert. Das mag vielleicht nicht allen Lesern gefallen.

Dass die Schweiz sich in Kriegszeiten nicht immer so „nett“ verhalten hat, wie man es allgemein vermutet, kommt hier deutlich heraus. Sie ist Tummelplatz allerlei windiger Gestalten und Exilanten wie Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, der als einer von rund 600 Emigranten in der Schweiz lebt. Lenin will Russland zurückkehren und das Land aus dem Großen Krieg, wie man den Ersten Weltkrieg damals nannte, herausholen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Die historischen Zusammenhänge sind gut recherchiert, soweit das im Geheimdienstmilieu möglich ist, und werden geschickt in die Handlung eingebunden. Manchmal ist es nicht einfach, den Überblick zu bewahren, weil es auch innerhalb der jeweiligen Spionagegruppe Eifersüchtelei, Neid und Rivalitäten sowie Auffassungsunterschiede darüber gibt, wie ein Ziel zu erreichen ist.

Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Johanna, als Frontkrankenschwester, die eigenständig Soldaten operiert, ist ohnehin eine toughe Person, macht aber einen weiteren Entwicklungsschub durch. Ob sich die Vernunft oder das Herz durchsetzt, wird vielleicht eine Fortsetzung zeigen. Aktuell steht es 1:0 für die Vernunft.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman 5 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Ungewöhnllich

Endstation Malma von Alex Schulman

Zum Inhalt:
In einem Zug, der durch Schweden fährt sitzen verschiedene Menschen, deren Schicksal miteinander verwoben ist, doch das wissen sie zu diesem Zeitpunkt nicht. Alle sind unterwegs Richtung Malma. Es handelt sich um eine Ehepaar, dass in einer Krise steckt; ein Vater mit seiner Tochter und eine Frau, die das Rätsel um ihr Leben lösen will.

Meine Meinung:
Der Beschreibung nach könnte man meinen, dass die Personen gleichzeitig im Zug sitzen und das hatte ich auch so erwartet, aber dem ist nicht so. Das zu begreifen, hat mich erst einmal eine Weil gekostet bis ich die Zeitsprünge wahrgenommen habe. So richtig kann ich gar nicht sagen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht, aber eins weiß ich auf jeden Fall und das ist dass ich den Schreibstil irgendwie mochte. Die Geschichten der Protagonisten sind emotional und tragisch und erst zum Ende des Buches im gesamten Ausmaß zu erfassen.
Fazit:
Ungewöhnlich

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Rezensionen von Island :

Der Mörder ist unter uns

Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict

Die mit 49 Jahren gerade freiwillig in den Ruhestand gegangene Ex-Kommissarin Ross will mit dem Nachtzug von London in die schottischen Highlands, wo ihre Tochter vorzeitig in den Wehen liegt. Ihre bunt zusammengewürfelten Mitreisenden in der Ersten Klasse wollen größtenteils zum weihnachtlichen Familienbesuch, das geben sie zumindest vor.

Das Schneechaos sorgt dann allerdings dafür, dass der Zug mitten auf freier Strecke, fernab jeder Zivilisation entgleist und dann gibt es auch noch Tote, sodass Ross wohl oder übel zurück in ihre alte Rolle schlüpfen muss, um Spuren zu sichern und den Mörder aufzuhalten.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre im edlen Nachtzug und in den winterlichen Highlands, wo dieser schließlich strandet, einzufangen und auch die Charaktere der verschiedensten Mitreisenden gestaltete sie sehr überzeugend und auch die persönliche Geschichte von Ross spielt immer wieder eine Rolle. Etwas verwirrt haben mich manchmal nur die vielen verschiedenen Namen, da musste ich mich teilweise erstmal wieder orientieren, wer nun genau wer ist. Was und wer genau hinter den Morden steckte, blieb lange spannend, da immer wieder falsche Fährten gelegt wurden. Somit handelt es sich um einen empfehlenswerten Krimi für die (Vor-) Weihnachtszeit und/oder eine lange Zugfahrt.

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Rezensionen von LeserinLu :

Nette Romcom

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen von Emily Henry

Emily Henrys "Book Lovers" entführt die Leser:innen in die idyllische Kleinstadt Sunshine Falls, wo die New Yorker Literaturagentin Nora Stephens wider Willen einen Sommer verbringt. Anders als die üblichen romantischen Heldinnen ist Nora tough, scharfzüngig und hat wenig Interesse an der großen Liebe - außer wenn es um ihre Schwester Libby geht.

Doch die romantische Kulisse von Sunshine Falls und die Begegnung mit dem arroganten New Yorker Lektor Charlie Lastra bringen unerwartete Wendungen in Noras Leben.
Die Geschichte entfaltet sich wie ein gemütlicher Hallmark Movie, was "Book Lovers" zu einer leicht verdaulichen Lektüre macht. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, und die Kulisse von Sunshine Falls fängt den Charme kleiner Städte wie aus "Gilmore Girls" ein. Der Roman bietet somit eine unterhaltsame Mischung aus Humor, Romantik und Familiendynamik..
Leider wird das positive Leseerlebnis durch zwei Aspekte getrübt: Die Übersetzung wirkt an einigen Stellen ungeschickt, besonders wenn bestimmte Begriffe wie "frat boys" unpassend mit "Burschenschafter" übersetzt werden oder das juicy Geheimnis auf einmal saftig wird. Dies hat mich immer wieder gestört. Zudem erscheint das Marketing für den deutschen Buchmarkt nicht optimal abgestimmt. Im Roman geht es um Frauen über 30, aber die Vermarktung betont TikTok und verweist mit dem Ausdruck "enemies to lovers" auf new adult-Trends, was möglicherweise falsche Erwartungen wecken kann. Ich persönlich fand dieses Label als Spoiler auch etwas schade, weil die Geschichte zwar schon voraussehbar war, aber Nora ja doch auch noch andere Optionen gehabt hätte.

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Rezensionen von liesmal:

Wunderbare Verknüpfung von Märchen und Realität

Der Magische Fisch von Nguyen Trung Le

In dieser Art habe ich bisher noch keine Graphic Novel, also Comic in Buchformat oder auch grafischer Roman genannt, gelesen.

Ich habe mich auf etwas Neues im Bereich Lesen gefreut und wurde nicht enttäuscht, denn bereits nach kurzer Zeit hat mich das Buch, das eine berührende Familiengeschichte erzählt, gefangen genommen.

Ich mag beim Lesen eines Romans den Wechsel zwischen verschiedenen Zeiten, und wenn es außerdem eine Mischung gibt aus Realität und Fiktion, so komme ich hier voll auf meine Kosten. Toll, dass ich allein durch unterschiedliche Farbgestaltung immer weiß, wo in der Geschichte ich mich gerade befinde.

Gerade noch in der Gegenwart unterwegs, bin ich im nächsten Augenblick in einem Märchen, wo ich mich gefangen nehmen lasse von seiner Geschichte, bevor ich ebenso plötzlich in die Vergangenheit eintauche, um mich bald darauf wieder in der Gegenwart einzufinden.

Diese unterschiedlichen Szenen sind liebevoll und wunderbar illustriert und beschrieben und außerdem auf so wundersame Weise miteinander verknüpft – auf einer Seite die Märchen in aller Schönheit, in Traurigkeit und Grausamkeit, und auf der anderen Seite das Leben, das für niemanden nur Schönes bereit hält, sondern für jede und jeden Gutes und Schlechtes, Trauriges und Schönes, Grausames und auch so manches Wunder.

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Rezensionen von readpassion9:

softer Mystery-Thriller

Der flüsternde Abgrund von Veronica Lando

Schauplatz ist der kleine Ort Granite Creek, nahe dem australischen Regenwald. Callum Haffenden hat den Ort nach seinem Unfall, bei dem er ein Bein verlor, als Teenager verlassen. 30 Jahre sind vergangen, jetzt ist er zurück. Ein Mann ist im Regenwald verschwunden, wie schon vor Jahren zwei Mädchen.

Eine Legende rankt sich um den Flüsterwald.

Callum befürchtet, dass der Mann sein Sohn ist und will bei der Suche helfen. Doch alle Hilfe kommt zu spät, der Mann kann nur noch tot geborgen werden. Callum stellt zusammen mit seinem ehemaligen Schulfreund, der inzwischen Polizist ist, eigene Ermittlungen an, denn an einen Unfall will er nicht glauben.

Mich hatte nach dem Klappentext vor allem der Schauplatz im Regenwald fasziniert. Die Autorin bringt die Atmosphäre auch sehr gut rüber. Der ständige Regen, der undurchdringliche Regenwald, die Natur, das alles hatte ich bildlich vor Augen.

Allerdings hat die Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllt. Zum einen bin ich mit Callum nicht warm geworden. Er ist zwar gut skizziert, aber mir fehlte der Draht zu ihm.

Zudem hat es gefühlt ewig gedauert bist klar war, wie die Beziehungen zu den einzelnen Personen sind und was damals bei Callums Unfall genau passiert ist. Das hätte ich gern schon viel früher erfahren, um die Personen besser einordnen zu können.

Der nächste Punkt ist die Spannung, die für mich für einen Thriller nicht ausreichend vorhanden war. Ja, es war zeitweise fesselnd, auch ein wenig spannend, aber nicht so, wie ich es von einem Thriller erwarte.

Fazit: Softer Mystery-Thriller, der mit Atmosphäre punktet, aber wenig Spannung bietet.

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Rezensionen von manu63:

Melissa und Lennart

Weihnachtszauber und Hundepfoten von Petra Schier

Weihnachtszauber und Hundepfoten ist der achte Band der Weihnachtshund Reihe der Autorin Petra Schier. Sie nimmt sich hier eines heiklen Themas an, Melissa ist mit ihrem Sohn Andy vor ohrem gewalttätigen Ehemann Matthias geflohen. Nachdem es ihr geglückt sich ein neues Leben aufzubauen tritt Lennart in ihr Leben und bringt ihre Gefühle durcheinander.

Die Autorin schafft es Melissas und Lennarts Gedankenwelt gut dar zu stellen und als Leserin konnte ich Melissas Ängste und Sorgen gut verstehen. Lennart entpuppt sich als liebevoller Mann der auch gut mit Andy umgehen kann. Das langsame Annähern von Melissa und Lennart finde ich glaubwürdig geschrieben. Der Hauptteil der Geschichte wird aus den Perspektiven von Lennart und Melissa erzählt.

Dieses mal hat der Hund in der Geschichte eher weniger zu tun und ist meist nur freundliches Beiwerk. Auch die kleinen Episoden beim Weihnachtsmann und seiner Frau sind dieses mal eher Nebensache.

Schön war es auch die Hauptfiguren aus den vorherigen Bänden als Nebencharaktere wieder mit zu erleben und zu erfahren was aus den Paaren geworden ist.

Insgesamt fand ich die Geschichte trotz des ernsten Themas unterhaltsam und ich freue mich schon auf den nächsten Roman aus dieser Reihe.

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Rezensionen von Lerchie:

Der dritte Band über die Queen

Die Queen von Eva-Maria Bast

Elisabeth II. führt seit zwei Jahrzehnten das Volk durch den Wandel, doch die späten 70er Jahre sind turbulent. Die Schwester der Queen sorgt für die erste royale Scheidung und dadurch für Aufsehen. Und auch in politischen Sachen wird Eliesabeths Diplomatie erprobt. Margaret Thatcher wird zur ersten weiblichen Premierministerin und das Verhältnis der beiden ersten Frauen im Land ist nicht ohne Spannungen.

Zum Glück hat Charles endlich in Diana Spencer eine passende Frau gefunden. Wird es nun endlich Ruhe geben im Palast?

Meine Meinung
Auch dieses Buch ist wieder durch gründliche Recherchen geprägt. Natürlich ist es keine Autobiographie, sondern eben nur eine Romanbiographie. Das heißt, dass es eben auch vieles gibt, das nur fiktiv ist. Dass Dialoge erfunden werden müssen kann sich wohl jeder denken. Doch gibt es auch manches, was wirklich so vorgefallen ist. Es wird, wie in den Vorgängerbänden, das Leben Elisabeths I. beleuchtet, und natürlich das ihrer Kinder. Vor allem geht es hier um Charles, der in diesem Buch Diana Spencer findet und heiratet. Nach der Lektüre dieses Buches bin ich der Ansicht, dass die beiden nie hätten heiraten sollen. Mehr sage ich darüber aber nicht. In diesem Buch gab es viel Spannendes und auch vieles, was ich vorher noch nicht wusste. Es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen Zu lesen, dass es auch in Elisabeths Leben manches gab, das sie verärgerte, das sie traurig machte und dass sie das nie zeigen durfte. Bestimmt gibt es noch ausführlichere Informationen über die verstorbene englische Königin Elisabeth II., aber auch in diesem Buch kann man vieles erfahren und es ist nicht so trocken, wie vielleicht eine reine Biographie. Von mir eine Empfehlung sowie fünf Sterne.

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Rezensionen von Frechdachs:

Wenn "Spionagemarionetten" ihre Fäden kappen und anfangen ein Eigenleben zu führen

Der Spion und der Verräter von Ben Macintyre

Eines vielleicht gleich vorweg, Ben Macintyres aktuelles Werk "Der Spion und der Verräter - Die spektakulärste Geheimdienstgeschichte des Kalten Krieges" lässt uns Otto Normalos, die wir Agenten vielleicht aus den Hollywoodblockbustern zu glauben kennen, hinter die Kulissen der Spionage zu Zeiten des Kalten Krieges blicken.

Die Kunstfiguren Ethan Hunt oder James Bond mögen vielleicht vom Papier her Agenten sein, aber welche realen Details Macintyre hier im Buch präsentiert, lässt einen selbst in eine ganz andere Spionagewelt ein- und auch tief abtauchen. Dabei kommt, wie zu erwarten war, beispielsweise viel weniger Glamour als bei James Bond auf.

Für mich war die weite Reise in der Zeit zurück richtig spannend zu lesen. Verbunden mit dem erzählten Schicksal von Oleg Gordijewski bzw. besser gesagt dessen Vita ergibt sich ein richtig guter Einblick hinter die Kulissen der damaligen propagierten Spionage. Ich verfing ziemlich schnell in diesem spinnengleichen Geflecht und konnte mich nicht mehr davon entziehen.

Neben dem äußerst interessant wirkenden Lebenslauf des Hauptprotagonisten Gordijewski, der schon fast auch einem Psychogramm gleicht, bekommt man quasi fast nebenher auch tiefe Einblicke in die russische Seele sowie den russischen Staats- und Geheimdienstapparat. Ein richtiges Katz- und Mausspiel entspinnt sich hier verbunden mit den noch involvierten anderen aktiven Geheimdiensten.

Diese vielen unterschiedlichen präsentierten Facetten überraschten mich teilweise, machten mich teils sprachlos und bestätigen allerdings auch in Teilen landläufige Meinungen zum russischen Staatsapparat.

Als reinen Spionagethriller würde ich das Buch selbst nicht bezeichnen. Für mich wandelt es zwischen bestimmten Genres und so hat es Züge eines autobiographischen Werkes, verbunden mit historischen Einordnungen und ganz klaren Thrillermomenten. Aber genau dieser interessante Genremix macht für mich dieses Buch dann erst aus.

Ethan Hunt und James Bond schlagen sich sicherlich gegen die Bösewichte auf der Blockbusterleinwand durch. Die wahren Helden dahinter, darunter namentlich einer davon Oleg Gordijewski, sind es denen wir viel mehr Beachtung schenken sollten. Ihre Geschichten sollten erzählt werden, denn das wahre Leben schreibt immer noch die aufregendsten Geschichten.

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Rezensionen von Gaby 2707:

6 packende Fälle der Miss Marple aus der Neißestadt

Görlitzer Goldbroiler von Eveline Schulze

Das auch in Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands, das Verbrechen tobt, demonstriert Autorin Eveline Schulze in ihrem neuen Buch an sechs packenden Kriminalfällen aus der Neißestadt.
Da ist der Fall Dietmar Bath, der wegen Mordes an einer Frau, Exhibitionismus, Vergewaltigungsversuch, Heiratsschwindel und anderer Vergehen in der JVA Nürnberg einsitzt und dort am Fenster seiner Zelle seinem Leben ein Ende setzt.

Bäcker Werner Müller ist immer wieder irritiert von einem faulig-süßen Gestank, der seit Wochen durchs Haus zieht. Dann finden zwei Jungs im Kohlenkeller des Mieters Franz Krüger ein Bein. Und die Angestellte seiner Eltern, Hanna Schmidt, ist verschwunden.
Regina Zeck bringt ihren Verlobten Dietmar Atzdorn dermaßen auf die Palme, dass er zum Klingeldraht greift und die erwürgt.
Ganz schlimm und krass finde ich die Geschichte der kleinen Nadine Krüger. Da ich selbst Mutter zweier Kinder bin, hat mich der Fall richtig erschüttert. Was es damit auf sich hat, solltet ihr selbst lesen. Genau wie die anderen Geschichten, die es richtig in sich haben.

Da mir das erste Buch „Mörderisches Sachsen“ mit 6 spektakulären Kriminalfällen aus und um Görlitz der Autorin schon sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, auf die neuen Fälle, die sie ausgearbeitet hat. Und sie hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.
Mit ihrer eingängigen Schreib- und Erzählweise zieht mich die Autorin sofort in ihre Geschichten hinein. Sehr gut gefällt mir auch hier, dass ich einen eindrucksvollen Blick in das Leben und das soziale Umfeldes der Täter werfen kann. Hier kann ich mir andeutungsweise ein Bild machen, warum sie so wurden wie sie hier beschrieben werden.
Darüber hinaus bekomme ich einiges an Hintergrundwissen zu den verschiedensten Bereichen und dem damaligen Leben in der DDR. Ich mag es, wenn ich beim lesen nicht nur gut unterhalten werde, sondern auch noch etwas lernen kann. Das ist auch hier wieder der Fall.
Ergänzt werden die Geschichten durch verschiedene Fotos, die den jeweiligen Fall sehr wirkungsvoll ergänzen.

Ein spannendes und interessantes Buch, das nicht nur Sachsen oder Leser aus den neuen Bundesländern lesen sollten. Diese Fälle sind für alle interessant, die Krimis vorzugsweise TrueCrime mögen.

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