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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

Kinderkrimi ...

Die Superaugen und der Schuhdieb von Heidi Troi

Klappentext / Inhalt:

Nachdem die Zwillinge Ulli und Olli an eine neue Schule kommen, werden sie gleich am ersten Tag von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen beschuldigt, ihre Schuhe gestohlen zu haben. Als Ullis Schuhe plötzlich auch verschwinden, entschließen sich die Zwillinge dazu, zusammen mit ihren neuen Freunden Djamila, Tim, Minimax und Oma Berta als Detektive „Superaugen“ diesen Fall zu lösen.

Gelingt es den neuen Freunden diesen rätselhaften Fall zu lösen? Und was haben die geheimen Botschaften von dem mysteriösen Mister X mit dem Schuhdieb zu tun? Ein spannendes und unterhaltsames Buch über die Kinderdetektive „Superaugen“, die bei ihrem ersten Fall mit so einigen Fragen und Ungereimtheiten konfrontiert werden. Freundschaft, Gemeinschaft, geheime Hinweise und Spurenlesen stehen im Mittelpunkt von Heide Trois neuem Kinderbuch.

Cover:

Das Cover wirkt rätselhaft und spannend. Alle schönen auf der Suche nach etwas zu sein. Es sind mehrere Kinder in der Nähe der Umkleiden erkennbar und es scheinen dort einige Sachen zu fehlen, was durch Fragezeichen angedeutet wird. Das Cover ist bunt und detailreich gezeichnet und macht neugierig auf das Buch.

Meinung:

Olli und Ulli sind Zwillinge und auf ihrer neuen Schule passieren merkwürdige Dinge. Nicht nur das die Neuen schnell beschuldigt werden, auch fehlen Ulli plötzlich ihre Schuhe, so fangen die Zwillinge gemeinsam mit ihren Freunden an zu ermitteln und gründen den Club "die Superaugen".

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker und gut lesen. Die einzelnen Abschnitte haben eine gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Zudem kommt durch die kurzen Kapitel Spannung auf und Tempo hinein. Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar.

Toll sind auch die wunderschönen schwarz-weiß Zeichnungen. Diese lockern das Schriftbild auf und runden die Geschichte sehr gut ab. Zudem kann man sich so noch besser ein Bild von den Charakteren und Handlungen machen. Die Situationen sind gut gezeichnet und wiedergegeben. Die Illustrationen machen viel Freude und passen gut zur Geschichte.

Die Geschichte ist interessant und spannend aufgebaut. Man kommt schnell in die einzelnen Handlungen und Charaktere hinein. es wird alles sehr gut beschrieben und man folgt gern den beiden Zwillingen Ulli und Olli. Die beiden sind recht unterschiedlich und auch der Geschwisterzwist zwischen dem ordentlichen Olli und der chaotischen Ulli kommt hier immer wieder sehr gut zum tragen.

Der Fall um den Schuhdieb ist spannend und interessant aufgebaut. Aber neben diesem Fall, geht es hier um noch viel mehr... Freundschaft, Umzug, Zusammenhalt und Akzeptanz spielen hier eine wichtige Rolle und werden geschickt mit eingeflochten. Ein spannender Kinderkrimi gemischt mit alltäglichen Situationen des Grundschullebens. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und wurde super umgesetzt.

Der erste Band dieser Reihe ist spannend, unterhaltsam und ein gelungener Einstieg in diese Kinderkrimi-Reihe.

Fazit:

Spannender Kinderkrimi, aber auch alltägliche Probleme des Grundschullebens spielen hier eine Rolle.

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Rezensionen von manu63:

Vielseitige Rezepte

Sweet Cooking von Julia Morat

Sweet Cooking Meine fabelhafte Welt der Desserts ist ein Kochbuch der Autorin Julia Morat. In ihrem Buch stellt sie vielseitige Rezepte rund um Süßspeisen vor.

Nach einer kurzen Einleitung geht es gleich los mit den ersten Rezepten unter der Devise Einfach und schnell. Hier werden Rezepte vorgestellt die man unkompliziert und mit wenig Aufwand zaubern kann.

Bei den Rezepten steht immer angegeben welche Größe die benötigte Form haben sollte. Viele der Rezepte sind für Backwaren, man sollte also gerne backen um alle Rezeptideen auszureizen.

Die Zutatenlisten sind einfach und die meisten Zutaten sind leicht erhältlich. Es gibt nur vereinzelt Zutaten die man ggfs. nicht in jedem Supermarkt/ Discounter bekommt. Außerdem gibt es Angaben zur Zubereitungszeit, Backzeit und dem Schweregrad der Herstellung. Die Angaben dazu finde ich plausibel und nachvollziehbar.

Glutenfreie und Laktosefreie Rezepte sind auch vorhanden. Nährwertangaben fehlen bei den Rezepten. Die Bandbreite der Rezepte bietet etwas für viele Geschmäcker. Immer wieder gibt es bei den Rezepten auch Tipps was man austauschen kann wie z. Bsp. Preiselbeeren gegen Blaubeeren oder getrocknete Marillen und Pekanüsse gegen anderes Trockenobst wie Rosinen, Feigen, Haselnüsse oder Mandeln.

Besonders gefallen hat mir das Rezept für Fruchtgummis, da es nur auf Fruchtsäfte und wenig Ahornsirup setzt.

Nach dem einfachen Rezepten folgen Aufwendigere Rezepte die mehr Zeit benötigen, aber auch darunter gibt es viele Rezepte die auch Einsteiger hinbekommen.

Wer nicht backen möchte findet vielleicht sein/ihr Lieblingsrezept unter der Rubrik Desserts aus dem Glas.

Als letztes Kapitel kommen Rezepte für besondere Anlässe. Darunter versteht die Autorin z. Bsp. Rezepte für Mitbringsel oder Geburtstagskuchen bzw. Süßes für besondere Anlässe wie Valentinstag oder Ostern.

Für alle Kapitel gilt das, was ich zu den Rezepten im Teil Einfach und schnell beschrieben habe.

Den Abschluss bildet ein Rezeptregister von A-Z und eine Auflistung der Rezepte die Gluten-oder Laktosefrei sind. Auch wer nach den Hauptzutaten suchen möchte kann das einer Liste entnehmen. Dann folgen noch Abkürzungen und Glossar sowie eine Austauschtabelle für die Mehlsorten, da die Autorin oft die italienische Bezeichnung der Mehle verwendet. Diese Tabelle berücksichtigt die Bezeichnungen aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mein Fazit, ein schönes Kochbuch für alle die gerne süße Backwaren mögen, wer lieber eine Creme als Dessert möchte kommt hier eher zu kurz.

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Rezensionen von Lerchie:

Wo ist das Mini-Sams

Das Sams 11. Das Sams und die große Weihnachtssuche von Paul Maar

Am Weihnachtsbaum sind Würstchenketten, die Weihnachtslieder werden mit dem Saxophon begleitet und es gibt eine ganze Menge Geschenke für die Samse. So hat dem Sams sein allererster Weihnachtsabend gefallen. Und genauso soll es am ersten Weihnachtstag weitergehen. Es soll das Mini-Sams weder in die Menschenwelt kommen.

Alle drei, Frau Rotkohl, Papa Taschenbier und das Sams vermissen es sehr. Doch das Mini-Sams müsste sich einen Zauberspruch merken um zu Papa Taschenbiers Zimmer zu gelangen und der ist kompliziert. So erlebt es einen ganz abenteuerlichen, lustigen Weihnachtstag.

Meine Meinung
Auch hier hat Paul Maar wieder ein wunderschönes, reich illustriertes Kinderbuch geschrieben. Es gelang mir sofort in die Geschichte reinzukommen und mit den Protagonisten zu fühlen, mich in sie hineinzuversetzen. Das Buch ist, wie von dem Autor gewohnt, kindgerecht geschrieben. Doch auch mir als Erwachsenem hat es viel Spaß gemacht, es zu lesen. Irgendwie tat mir das Mini-Sams leid, kam es doch an einem unbekannten Ort heraus. Es ist ein abenteuerliches Buch über die Samse, und erzählt, wie das Mini-Sams dann doch wieder bei Herrn Taschenbier gelandet ist. Es war lustig und hat mir sehr gut gefallen. Aber es barg auch einen gewissen Teil an Spannung, denn wie würde sich das alles wieder regeln? Zumal das Mini-Sams die ihm von dem Über-Sams geschenkten drei Wunschpunkte viel zu schnell verbraucht hatte. Verbraucht für Wünsche, die nicht notwendig gewesen wären, aber lustig. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es auch gerne weiter. Von mir die volle Bewertungszahl.

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Rezensionen von MarcoL:

Fantasy vom Feinsten, eingepackt in eine Sprache voller Anmut und Magie

Der Weg der Wünsche von Patrick Rothfuss

Patrick Rothfuss is back! Mit einer wunderbaren Novelle aus seiner Königsmördertrilogie (deren Abschlussband sehnsüchtigst erwartet wird). In wunderbaren Sätzen voller Anmut und Poesie erzählt uns der Meister der Fantasy von einem Tag im Leben des Fae Bast.
Dieser arbeitete abends in der Wirtschaft seines Herren Kvote.

Aber tagsüber streifte er draußen herum, hatte seine eigenen magischen Plätze, an welchen er sich wohlfühlte.
Und er liebte Tauschgeschäfte. Das hatte sich natürlich längst herumgesprochen, und so kamen immer wieder Personen zu ihm, meist Kinder, die einen Rat von ihm benötigten. Aber ist gab nichts ohne Gegenleistung. Manchmal wurde es ziemlich knifflig, Bast schien sich manchmal in ziemliche Schwierigkeiten hinein zu manövrieren. Mit viel Geschick und Anmut schwindelte er sich wieder aus diesen kleinen Fallen. Denn die Fragesteller, die zu ihm kamen, konnten ebenfalls sehr listig sein.
Es war ein Spaß, ihn den ganzen Tag zu begleiten, von seinen Ritualen am Blitzbaum, oder an einem versteckten Weiher. Die ihm anvertrauten Geheimnisse wusste er gut zu seinem Vorteil auszunützen. Oder er benützte sie, um manche Dinge ins rechte Licht zu rücken und um zu helfen.
Der Junge Rike hatte es ihm angetan, denn dieser kam mit einem sehr besonderen Anliegen zu Bast. Dieses Problem zu lösen erforderte einiges an Scharfsinn und Energie, und der Lohn, den Bast dafür verlangte, war nichts anderes als die komplette Unterwerfung Rikes.
Doch Basts Herz war groß und leitete ihm oft andere Wege, als er sie eigentlich beschreiten wollte. Die Lösung war genial wie anrührend …
Und bevor ich jetzt zu viel verrate und noch mehr ins Schwärmen komme: Lest das Buch! Es ist so wunderbar geschrieben, voller Sanftmut und Melodie. Von den ersten Zeilen an schwebt man mit in dieser Welt, hört das Gras unter den Füssen rascheln, den Bach plätschern, die Bienen summen oder den Wind durch das Blätterwerk rauschen.
Rothfuss besitzt eine eigene Magie des Schreibens, welche einen sofort verzaubert und mitnimmt. Dieses Buch ist Fantasy vom Allerfeinsten. Und ich bin mir sicher, seine Zeilen verzaubern nicht nur Fantasy-Fans. Absolute Leseempfehlung für diese Kostbarkeit in Buchform.
Ein Riesenlob gehört natürlich auch dem Übersetzer Jochen Schwarzer, der das schier Unmögliche möglich gemacht hatte und die wunderbaren Worte des Autors für uns übersetzte, sodass wir mitfliegen können durch diese Welten.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Fesselnd ab der ersten Seite

Spur der Finsternis von Nora Roberts

Morgan Albright hat hier in Baltimore, Maryland, in der Newberry Street nach den dauernden Umzügen mit ihrer Familie endlich Wurzeln geschlagen. Mitbewohnerin Nina Ramos ist ihr zu einer richtigen Freundin geworden. Ihren Traum vom eigenen Haus hat sie sich bereits verwirklicht. Um auch den Traum von einer eigenen Bar wahr werden zu lassen, arbeitet sie als Büroleiterin in einem Bauunternehmen und abends hinterm Tresen einer kleinen Kneipe.

Sie ist zufrieden, ja fast glücklich, bis zu dem Tag an dem ihre Freundin ermordet wird und das FBI ihr eröffnet, dass sie es hier mit einem narzisstischen Serientäter zu tun haben, der es auf sie abgesehen hat. Dieser Mann nimmt ihr alles: ihr Haus, ihre Identität, ihr Selbstbewusstsein, ihr Vertrauen und ihre Ersparnisse. Aber es kommt noch schlimmer. Sie kennt den Mann, der ihr das alles antut, der sie charmant um den Finger gewickelt hat, in den sie sich sogar ein bisschen verliebt hat. Völlig verstört bricht sie ihre Zelte ab und flüchtet in den Nordosten der USA nach Vermont zu ihrer Mutter Audrey und Großmutter Olivia. Ihr Verfolger Gavin Rozwell aber bleibt ihr auf der Spur.

Puh, was für eine heimtückische und fast unglaubliche Geschichte. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass so etwas wirklich passieren kann. Von Cyberkriminalität und auch von Identitätsdiebstahl hört man ja immer wieder mal. Aber in dieser spannenden Geschichte wird mir deutlich vor Augen geführt, was das alles nach sich zieht und vor allem, was es mit dem Menschen macht, den es trifft.
Morgan Albright ist eine so liebenswerte junge Frau mit einem riesengroßen Herzen, die ihren Job hinter der Bar nicht nur als Broterwerb sieht. Sie habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Auch ihre Mom und ihre Gram waren mir sofort sympathisch. Bis auf den Psychopathen gibt es für mich hier fast niemanden, den ich nicht mag.
Nora Roberts stellt mir die Menschen mit denen ich es hier zu tun habe, alle sehr eingehend vor, so dass ich schnell ein Bild von jedem einzelnen vor Augen hatte. Auch ihr Handeln, warum sie etwas wie und wann tun, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Der Serienkiller kommt ebenfalls immer wieder zu Wort und ich kann seinen Weg der Grausamkeiten genau wie Morgan gut verfolgen.
Die sich ganz langsam anbahnende Liebesgeschichte zwischen Morgan und Miles, die schnell zu einer festen Verbindung wird, lockert die Grausamkeiten des Serienmörders etwas auf. Es ist so schön zu beobachten, wie die Pflanze der Liebe zwischen den Beiden ganz langsam wächst und Miles alles dafür tut, dass es Morgan gut geht.
Nora Roberts ist auch diesmal die Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte vervollständigt durch eine Prise Humor sehr gut gelungen. Leider war das Buch trotz seiner 526 Seiten viel zu schnell ausgelesen.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Hammergeschichte, die einen nachdenklich zurücklässt

Spur der Finsternis von Nora Roberts

Das Buch , die Geschichte beginnt mit einem Schulausflug, bei dem der kleine David, der allerbeste Freund von Valerie spurlos verschwindet, Trotz sofortiger suche mit Polizei und Spürhunden, bleibt David spurlos verschwunden. Valerie ist sehr traurig darüber und Davids Mutter wird dadurch psychisch krank da David ihr Augapfel war.

Sogar im Erwachsenenalter hatte Valerie David nicht vergessen können, sehr zum Leidwesen vom Davids Bruder Lothar, der immer im Schatten von David gestanden ist. Seitdem David geboren wurde war Lothar zum Nichts geworden und das hat ihn geprägt er wurde ein Narzisst ohne gleichen, somit beginnt alles und alles nimmt seinen grausamen Lauf. Lothar steigt auf zum Oberarzt, er hat einen wachen Verstand, einen fitten Körper und Chancen bei den tollsten und schönsten Frauen aber seine Seele ist schwarz und verletzend und tödlich. Ich möchte nicht so viel schreiben ohne zu spoilern . ihr müsst es einfach selbst lesen. Die Geschichte ist echt der Hammer, ich konnte meine Hände nicht vom Reader lassen bis ich alles wusste warum und wieso und weshalb das so ist, Glaubt mir es tun sich Abgründe auf von dem ich nichts geahnt habe und es hat mich schon etwas nachdenklich gemacht. Ich empfehle es sehr gerne weiter und ich würde sehr gerne mehr von der Autorin lesen.

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Rezensionen von heinoko:

Welch ein kluges Buch!

Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte von Axel Hacke


Immer schon war ich ein ernster Mensch, auch schon als Kind. Mir fehlt sie völlig, die Leichtigkeit der Heiterkeit. Deshalb sprang mich dieser sperrig-lange Buchtitel regelrecht an. Wie gerne würde ich leicht-heiter leben können. Aber ist das wirklich möglich?
Axel Hacke fängt mich sofort ein mit seinem geistreich-lockeren Plauderton.

Das kleine handliche Büchlein mit dem nützlichen Lesebändchen lädt ein zum Zwischendurch-Lesen, zum Lesen von ein paar Seiten, wenn man warten muss oder eine kurze Pause hat. Man muss, nein, man sollte dieses Buch nicht am Stück konsumieren. Man sollte es eher sehen wie eine bereichernde Plauderei mit dem Autor, an der man teilnehmen darf, in herrlich geistreich-lockerer Weise. Denn die Gedanken von Axel Hacke zu lesen, regt meine eigenen Gedanken an. Und an seinem Wissen teilhaben zu können, erweitert meine eigene Gedankenwelt. Ich folge sehr willig den Ausführungen, weil sie nicht unangenehm-belehrend sind, sondern den Leser oftmals zum Lächeln bringen, ihn sozusagen ganz zwanglos in eine heitere Stimmung versetzen. Und ich bin begeistert von dem unglaublich großen Fundus an Facetten aus allen Bereichen des Wissens, die Axel Hacke in seinem Buch ausbreitet und damit einen weiten Bogen spannt rund um das Thema Heiterkeit. Triviales findet seinen Platz ebenso wie Literarisches, Philosophisches und Psychologisches. Immer schon gab es harte oder herausfordernde Zeiten, und immer gab und gibt es Geschichten, die auch in diesen Zeiten Hoffnung geben. Im Zahnarzt meiner Kindheit hing im Wartezimmer ein gerahmter Spruch: „Tröste dich, auch das geht vorüber“. Diese Art von zuversichtlichem Durchstehen belegt der Autor mit vielen unterschiedlichen kleinen Geschichten. Sich nicht in Ängsten zu verlieren, sondern mutig-gelassen durch das hindurchgehen, was wir nicht ändern können. So wird Leben leichter, und in der gewonnenen Leichtigkeit liegt viel Heiterkeit. Man lese nur ein paar Seiten im vorliegenden Buch und man spürt selbst die Wirksamkeit des Bewusstwerdens, dass Heiterkeit immer da ist, auch in dunklen Stunden.
Das Buch ist kein Selbsthilferatgeber, sondern eine intelligente, kluge Wanderung durch die Kultur der Heiterkeit mit der Chance, uns anzustecken. Was mir persönlich geblieben ist, unverrückbar, ist, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Überhaupt, so vieles nicht so wichtig zu nehmen. Den ganzen mit Wichtigkeit prall gefüllten Rucksack beiseite zu stellen. Und stattdessen Wohlwollen einzupacken, Freundlichkeit, vielleicht noch ein bisschen Neugierde dazu. Axel Hacke hat mich dazu ermuntert.

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Rezensionen von Anna625:

Zu langatmig

Wilde Minze von Nina LaCour

Sara, die in ihrer Jugend die Mutter wegen einer Überdosis verloren und der Familie den Rücken gekehrt hat, um in LA von vorne anzufangen, ist mittlerweile angesehene Barkeeperin. Auch Emilys Schwester ist drogenabhängig, und Emily leidet unter der fehlenden Aufmerksamkeit, die ihr als kleiner Schwester zukommt; die Folge ist ein Leben, in dem sie zwischen ihrem Job im Blumenladen, ihrem niemals endenden Studium und Beziehungen hin- und herpendelt.

Die erste Begegnung zwischen Sara und Emily verläuft ebenso intensiv wie zunächst folgenlos. Denn es ist zwar erste Liebe auf den ersten Blick, als die beiden im Yerba Buena, einem schicken Restaurant, aufeinandertreffen, doch verlieren sie sich im Anschluss aus den Augen. Erst später begegnen sie sich wieder und beginnen eine Beziehung, die jedoch nicht unangetastet bleibt von dem, was sie in ihrer Kindheit und Jugend erleben mussten.

Der Roman liest sich schnell, konnte mich dabei aber nicht packen. Die ersten paar Kapitel, die die Jugend der beiden Protagonistinnen beschreibt, fand ich spannend und intensiv zu lesen; irgendwann bald danach hat die Geschichte mich leider verloren. Erzählt wird abwechselnd aus den Leben Saras und Emilys, die viele Ähnlichkeiten aufweisen, jedoch lange Zeit parallel verlaufen und erst spät im Buch zueinanderfinden. Für mich hat sich das mehr gelesen wie zwei einzelne Geschichten, zwischen denen man immer wieder abwechselt, und nicht wie zwei Einzelstränge einer Geschichte. Das Gefühl des Verlorenseins, die Traumata, die aus dem Erlebten resultieren, die Suche nach einem Ort zum Ankommen - all das wird großartig transportiert und aufgearbeitet durch die unaufgeregte Sprache und die zarten Gefühle, die im Roman beschrieben werden.
Mir war das aber leider zu wenig. Die ersten Jahre des Erwachsenenlebens der beiden waren mir zu ausführlich und langatmig beschrieben, hier hätte man mMn stark kürzen bzw. mit der Begegnung und Beziehung der beiden einfach etwas früher ansetzen können.

So war "Wilde Minze" für mich ein Roman, der zwar ganz schön ist, aber kaum in Erinnerung bleiben wird.

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Rezensionen von carola1475:

Abwechslungsreiche Alltagsgeschichten

Geschichten aus der Wundertüte von Christiane Ulmer-Leahey

In den 'Geschichten aus der Wundertüte' geht es um Alltagsgeschichten aus verschiedensten, auch ungewöhnlichen Perspektiven, nicht nur Menschen erzählen von Begebenheiten oder Sorgen, tauchen in die Vergangenheit, erinnern sich an 'früher'.
Die Geschichten sind unterschiedlich lang und die in der zweiten Hälfte haben mir am besten gefallen, in denen es um weibliche Selbstbestimmung geht oder um die Unberechenbarkeit des Lebens.

Manche Erzählungen haben ein überraschendes Ende, andere ein offenes, so dass ich mir Gedanken über verschiedene Alternativen gemacht habe und die Geschichte in meinem Kopf noch nachhallte. Gelungen finde ich die gesellschaftskritischen Aspekte in einigen Geschichten, ob es um Hochhaussiedlungen am Stadtrand geht oder Pflegeheimkosten.
Auf jede Erzählung folgt ein thematische passendes Gedicht, das augenzwinkernd auf das Vorausgegangene Bezug nimmt oder eine neue Perspektive hinzufügt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, in Teilen fand ich Einzelheiten zu sehr 'auserzählt', da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Alles in allem habe ich Christiane Ulmer-Leaheys neues Buch gern gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Rezensionen von KimVi:

Wahnsinnig spannend!

Stille Falle von Anders de la Motte

Kriminalinspektorin Leo Asker steht kurz vor ihrer Beförderung, als sie plötzlich von einem aktuellen und medienwirksamen Entführungsfall abgezogen und in eine ihr unbekannte Abteilung versetzt wird. Ihr wird zwar vermittelt, dass es sich um eine Beförderung handelt, doch Leo wird schnell klar, dass die "Abteilung für hoffnungslose Fälle" eigentlich ein Abstellgleis ist.

Doch dann stößt Leo ausgerechnet in dieser Abteilung auf Hinweise, die für den aktuellen Entführungsfall entscheidend sein könnten...

Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, da es der Autor hervorragend versteht, sofort Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Kapitel entsprechend gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten.

Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen so problemlos vorstellen, dass man alles unmittelbar vor Augen hat und dadurch ins Geschehen eintauchen kann. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr lebendig. Man fasst spontane Sympathien, fiebert mit, betrachtet allerdings auch manche Akteure misstrauisch. Denn zunächst kann man nicht alle richtig einschätzen.

Leo Askers Nachforschungen sind durchgehend interessant. Gemeinsam mit ihr versucht man, das Rätsel um die vermissten Personen zu lösen und den Drahtzieher auszumachen. Da es auch Perspektiven gibt, in denen man dem Täter über die Schulter schaut, ist man Leo mit den eigenen Überlegungen zwar einen Schritt voraus, kann aber dennoch nicht genau einschätzen, ob man richtig liegt. Die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, ist zuweilen düster und bedrohlich und gibt diesem Krimi einen ganz besonderen Reiz. Die Spannung ist von Anfang an spürbar, kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar steigern.

Ein wahnsinnig spannender Krimi, der dazu anregt, eigene Überlegungen anzustellen. Krimi-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.

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