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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nuean:

Leider sehr langatmig, für die spannenden Ereignisse hätte auch die Hälfte der Seiten gereicht.

Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan von Cassandra Clare

Ich habe die ersten drei Teile der Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare geliebt und die Bücher verschlungen. Die Reihen danach die im Schattenjäger-Universum spielten habe ich dann eher nur noch als Hörbuch gehört, da mir das alles zu langatmig war. Nun habe ich die neue Reihe entdeckt und wollte es noch einmal probieren.

Das Buch ist wirklich wunderschön, der Farbschnitt und das Cover sind echte Hingucker. Auch das Innendesign ist toll gestaltet.
Kel ist von Kindheit an, an der Seite des Prinzen Conor, als Schwertfänger, ein Doppelgänger, der den Prinzen in brenzligen Situationen „doubelt“. Und Kel´s Loyalität zu Conor kennt keine Grenzen. Als Kel aber merkt, dass der Prinz ihm neuerdings einiges verschweigt und er weiter nachforscht, stößt er auf eine Verschwörung deren Ausmaße keine Grenzen zu kennen scheint. Nur der Heilerin Lin und einem unerwarteten Verbündeten kann er nun trauen.
Der Prolog hat mich sofort abgeholt. Kel´s Schicksal als Kind hat mich sehr interessiert und er war sofort sympathisch. Ich hätte gern mehr über die gemeinsame Kindheit von Kel und Conor erfahren. Aber es geht dann erst weiter als beide erwachsen sind und es um Conors Heiratskandidaten geht. Während ich Kel wirklich mag, auch wenn seine absolute Treue zu Conor sich für mich manchmal wie Selbstaufgabe angefühlt, habe ich zu Conor einfach keinen Draht. Er hat vielleicht ein Herz für Kel, aber ansonsten ist er verwöhnt und hat nervige Freunde. Ich hatte auch wirklich Probleme mir die ganzen Namen der Adligen zu merken, weil man mit Informationen nur so bombardiert wurde. Die Einzige die hängen blieb ist Antonetta, als einzige Frau immer bei der Clique dabei und ein spannender undurchschaubarer Charakter mit vielen Geheimnissen.
Das Buch ist in der dritten Person mal aus Kels, mal aus Lin´s Sicht geschrieben. Ich mag die 3. Person nicht so, weil ich dann nicht so in die Charaktere eintauchen kann. Ich musste auch immer erstmal gucken, um wen es nun gerade ging. Lin ist Heilerin und gehört zum Volk Ashkar, dass nur in einem bestimmten Bereich leben darf und deren Frauenbild leider auch nicht wirklich toll ist. Aber Lin beißt sich durch und will alles daran setzen ihre Freundin von einer Krankheit zu heilen. Lin ist stur und neugierig, sie hat ihr Herz am richtigen Fleck und ich finde sie ist ein toller Charakter.
Am spannendsten fand ich aber den Lumpensammlerkönig und sein Gefolge, von dem man leider viel zu wenig mitbekommen hat. Ich hätte mir viel mehr von ihm gewünscht.
Mein größtes Problem an diesem Buch war, dass auf knapp 800 Seiten fast gar nichts weltbewegendes passiert ist. Es gab zu viele Beschreibungen von Dingen, die nie wieder vorkamen. Ich finde eine ausführliche Beschreibung der Welt schon wichtig, aber hier haben die Beschreibungen immer wieder spannende Handlungen gestört. Generell wurde, sobald es bei Lin spannend wurde, zu Kels Sicht gewechselt oder andersrum. Das hat mir einfach die Lesefreude genommen, weil ich das Gefühl hatte nicht voranzukommen. Der einzige Lichtblick waren die Auszüge über die Geschichte der Ashkar am Ende eines jeden Kapitels. Die waren kurz voller Spannung und haben etwas Licht ins Dunkel gebracht.
Fazit: Leider viel zu langatmig für meinen Geschmack. Das hätte auch in der Hälfte der Seitenanzahl erzählt werden können. Ich weiß nicht ob ich Band 2 noch lese, eventuell höre ich es in doppelter Geschwindigkeit. Sehr schade.

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Rezensionen von Ecinev:

25 Jahre später

Eine halbe Ewigkeit von Ildikó von Kürthy

Cora Hübsch, die Protagonistin aus von Kürthys erstem Buch, Mondscheintarif, ist beim Ausmisten und vollbeladen auf dem Weg zum Papiercontainer. Vor dem übervollen Container angekommen, fällt ihr der Karton runter und sie findet ihr altes Tagebuch. Noch auf der Straße beginnt sie darin zu lesen und trifft auf eine alte Bekannte, Wanda die mit anderen Leuten im Ohnsorghaus wohnt.

Cora ist voller Selbstzweifel, die Kinder aus dem Haus, die Ehe eher Gewohnheit als Abenteuer fühlt sich bei dem bunten Haufen im Ohnsorghaus bestens aufgehoben und willigt ein als Fotografin bei der stattfindenden Hochzeit zu arbeiten. Dort an der Ostsee nimmt das Chaos seinen Lauf mit einem vertauschten Kleid und Höhen und Tiefen.

Wie bei allen Büchern von Kürthys sind die Personen herrlich dargestellt mit all ihren Facetten und Fehlern. Neben lustigen Abschnitten gibt es auch melancholische Passagen vom Loslassen und einem Neubeginn. Der Schreibstil ist sehr lebendig, voller Tragik und Leichtigkeit.

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Rezensionen von Meli:

Oberflächlich und langatmig

Starling Nights 1 von Merit Niemeitz

Mabel macht sich Sorgen um ihre beste Freundin Zoe, denn deren seltsame Beziehung mit Ashton lässt bei Mabel alle Alarmglocken klingeln. Zoe ist der Meinung, dass mit Ash alles wunderbar ist, auch wenn sie sich Sogen macht, wenn er sie länger mal nicht kontaktiert. Obwohl sie weiß, dass Mabel sich dort unwohl fühlt, überredet sie sie immer wieder dazu, gemeinsam zu den Partys zu gehen, die Ashton und seine Freunde veranstalten.

Ich konnte schon nicht verstehen, warum Mabel Zoe überhaupt begleitet und dann auch immer wieder. Es ist ja schön, dass sie auf ihre etwas naive Freundin achtgibt, aber sie selbst stellt sich auch nicht viel schlauer an. Obwohl sie meint, die Gefahr zu kennen, hält sie sich nicht von Ashton und seinen Freunden fern.

Sie ist schon in einer ähnlichen Lage wie Zoe, denn sie ist sofort fasziniert von Blake, auch wenn er sich komisch benimmt und sie von sich stößt. Bei Zoe merkt man aber, dass sie nicht mehr wirklich Herr ihrer Sinne ist, während Mabel trotz ihres unguten Gefühls, Blakes gemischtem Verhalten und etwas mehr Wissen über die geheimnisvolle Gruppe immer wieder unkluge Entscheidungen trifft – gleichzeitig hat sie aber schon eine hohe Meinung von sich selbst.

Da auch Blake eine eigene Perspektive hat, ist auch von Anfang an klar, dass hier Übernatürliches im Spiel ist, aber es dauert sehr lange, bis es da mal irgendwelche Fortschritte gibt. Das Buch hat schon in jeder Hinsicht ein langsames Tempo: Die Erklärungen sind lang, sie brauchen lange für neue Erkenntnisse und es gibt nur wenige Fortschritte - auch in der Liebe.

Blake ist unglücklich mit seinem Leben und was sie den Menschen antun, aber er ist auch loyal gegenüber seinen Freunden. Für beide Protagonisten sind Freundschaft und Loyalität sehr wichtig, eigentlich haben sie kaum andere Eigenschaften oder Motive.

Fazit
Insgesamt fand ich das Buch oberflächlich und langatmig, weil die Charaktere ewig auf der Stelle treten. Das Ende war mir zu einfach und das fand ich schon enttäuschend, obwohl es zu erwarten war.

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Rezensionen von Ecinev:

Fesselnd

Kaltblütige Lügen von Karen Rose

Nachdem Kit McKittrick als Jugendliche ihre Schwester durch einen Mord verloren hat der auch nach Jahrzehnten nicht aufgeklärt werden kann, schwört sie, selbst Polizistin zu werden. Jetzt ist sie erfolgreiche Polizistin im San Diego Police Department mit ihrem Partner Baz Constantine der schon bei dem Mord ihrer Schwester mit ermittelt hat.

Eines Tages erhält das SDPD einen anonymen Anruf von einem eventuellen Leichenfundort in einem Park. Nach kurzer Zeit haben die Beamten Gewissheit, ein junges Mädchen gefesselt mit pinkfarbenen Handschellen. Mit diesem Merkmal wurden die ganzen Jahre schon öfter Leichen gefunden. Bei dem nächsten anonymen Anruf begeht der Anrufer einen Fehler und wird von der Polizei festgenommen. Es handelt sich um den Psychologen Sam Reeves der seine Unschuld beteuert. Doch ist er wirklich so unschuldig wie er vorgibt?

Dieses Buch hat mich echt gefesselt, vom emotionalen Prolog bis hin zum Happy End der Erwartungen auf einen Nachfolgeband weckt. Ich hatte längere Zeit keine Bücher von Karen Rose gelesen die am Ende eher einem Romantic-Thrill ähnelten. Von dem flüssigen, spannenden Schreibstil war ich sehr angetan. Die wenigen Längen waren allesamt nötig um wieder zum atmen zu kommen zwischen den Geschehnissen. Es ging wirklich Schlag auf Schlag mit gleichbleibenden Spannungsbogen. Ich bin gespannt auf einen Folgeband.

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Rezensionen von nil_liest:

Setting hätte mehr Tiefe hergegeben

Die Postbotin von Elke Schneefuß

Wer auf der Suche nach einer leichten und unterhaltsamen Lektüre ist, die wenig mit dem alltäglichen Grauen der Gegenwart zu tun hat, der ist mit „Der Postbotin“ gut aufgestellt. Im Fokus dieser Geschichte steht die Protagonistin Regine und Eva. Beide arbeiten im Postamt und sind gerne unabhängig, brauche das Geld allerdings auch um überhaupt über die Runden zu kommen.

Es ist nämlich das Jahr 1919, der erste Weltkrieg ist vorüber und das Leid groß.
Nun hat sich das Blatt für die Frauen gewandelt, alle die zu Kriegszeiten Jobs gemacht habe, weil die Männer an der Front waren, sollen nun ihre Arbeitsplätze wiederbekommen und die Frauen zurück in die Heimarbeit. Das wollen und können die Frauen oft nicht, denn sind sie zu den Ernährerinnen ihrer Familien geworden und viele Heimkehrer nicht mehr in der lange, sei es durch Verwundungen oder physischer Probleme, zu arbeiten.
Regine ist Postbotin, macht ihre Touren gerne und steuert damit maßgeblich zum Familienunterhalt bei. Sie ist eine der tragenden Figuren um sich gegen die Kündigungswelle zu erheben und nimmt Kontakt mit einer Gewerkschaft auf. Außerdem sucht sie noch fortwährend nach ihrem Bruder, der nicht aus dem Krieg nach Hause kam.
Evi arbeitet im Postamt in der Schaltzentrale und stellt Telefonverbindungen her. Sie hatte ein Verhältnis mit einem der Vorgesetzten und misst die Zuneigung in vielerlei Hinsicht.
Leider ist der Roman sehr flach geblieben was die Ausgestaltung der Charakteren anbelangt, alle ein wenig Schablonenhaft. Insgesamt bleibt der Text weit hinter seinen Möglichkeiten. Weder die Nachkriegssituation wird weiter vertieft und was das sowohl wirtschaftlich als auch psychologisch mit den Menschen machte. Auch die Streikwilligkeit der Frauen und das über die Kriegsjahre geschöpfte Selbstbewusstsein wurde angedeutet, aber war schwacher als es hätte sein können. Getoppt von Liebeleien und Frauen, die schmachten.
Berlin Mitte ist Schauplatz und wird auch beschrieben mit seinen Lokalitäten. Das ist eines der positiven Aspekte der Geschichte.
Leider ist mir auch das Ende zu abrupt und mir scheint, hier hätte man ein wenig fulminanter ein können.
Aus meiner Sicht keine erstrebenswerte Lektüre.

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Rezensionen von Ecinev:

Fantastisches Abenteuer

Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten - Flederratten! von Claudia Scharf

Fill Willekin ist ein ganz normaler Tagling. Er lebt mit seinem Vater der Quascheln züchtet, spielt Sonnenball und geht mit seinen Freunden in die Schule. Doch sobald die Sonne untergeht müssen alle drinnen sein denn dann kommt Nox und andere schreckliche Kreaturen. Seine Mutter ist dabei sogar ums Leben gekommen.

Doch nach der Rettung eines Pixies verspätet er sich und sieht das erste Mal den Sonnenuntergang und ist fasziniert von dem Lichtspiel.

Dann gibt es Ärger mit einer sprechenden Pfanne und seine Katze bricht aus. Fill klettert durch das Fenster und ist in Nox. Dort wird er von einem sprechenden Glühwürmchen willkommen geheißen und lernt eine Nachtling kennen mit deren Hilfe er dem Quaschelgarten seines Vaters helfen will.

Das Buch ist eine schöne fantastische Geschichte für jung und alt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und die Trennung von Tag und Nacht wird durch die Farbe der Seiten bestimmt. Der Schreibstil ist passend für die Lesegruppe aber auch ältere Leser werden daran ihre Freude haben. Die Illustrationen lockern das Geschriebene zusätzlich auf.

Ich bin gespannt welche Abenteuer Fill und Lenia noch erleben werden

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Loplop

Max von Markus Orths

Eine kluge Reihenfolge: zuerst die Ausstellung incl. kompetenter Führung zu Max Ernst im Stadtturm von Gmünd besuchen, dann die nüchterne, eher faktenbasierte Biographie von Lothar Fischer lesen und nun eintauchen in das wunderbare Buch „Max“ von Markus Orths, erstmals erschienen 2017. Die Biographie Max Ernsts wird verwoben mit den Biographien der sechs wichtigsten Frauen in seinem so facettenreichen Leben: alles außergewöhnliche Frauen mit außergewöhnlichen Biographien.

In der chronologischen Zeitreise ausgehend von Max Ernsts Heimatstadt in Deutschland und dem inneren wie äußeren Abschied von der Welt des Vaters begleiten wir ihn während der stetigen Entwicklung seiner künstlerischen Ausdruckskraft und neuer kreativer Techniken immer auf der Suche nach der tief im Menschen verankerten unbewussten Ur-Kraft und Ur-Sehnsucht. Er trifft auf später berühmte Zeitgenossen, er trifft auf Frauen, deren Biographien sich der seinen annähern, mit seiner verflechten, und bis auf die von Dorothea Tanning meist dramatisch enden. Max Ernsts Lebensreise führt von Deutschland zuerst nach Paris, dann tiefer nach Frankreich hinein, nicht zuletzt auf der Flucht vor den Nazis und den Schrecken des Krieges - das Trauma des ersten Weltkriegs darf sich nicht wiederholen - über Spanien nach Lissabon und schließlich mit Hilfe von Peggy Guggenheim nach Amerika und zu Erfolg und Ruhm, eine Reise durch das 20. Jahrhundert. Ein sehr schönes, umfassend recherchiertes, detailreiches Buch, es bleibt ein Gefühl der Rührung angesichts der Entwicklung des Kindes „Loplop“ im Mann.

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Rezensionen von SalMar:

Interessante Zutaten, hat mich gut unterhalten

Brynmor University – Geheimnisse von Dominik Gaida

Als Samuel sein Sportstudium an der Brynmor University anfängt, weiß keiner, dass er das vorwiegend tut, um herauszufinden, wie es zu dem Unfall seines Bruders kam, der noch immer im Wachkoma liegt. Dieses Geheimnis lässt ihn Abstand zu seinen neuen Kommilitonen halten – nur bei Connor fällt ihm das verdammt schwer…
An Ideen bringt dieses Debüt so ziemlich alle Zutaten mit, die bei mir Interesse wecken: Dark Academia, Spannung, eine Liebesgeschichte – und dann noch auch noch einem wunderschönen Ort.

Entsprechend hat sich das Buch auch superschnell weggelesen und mich auf jeden Fall auch gut unterhalten.
Allerdings war es mir stellenweise ein bisschen viel gewollte Dramatik – vor allem im Hinblick auf den Unfall seines Bruders und der „geheimen“ Studentenverbindung. Ich glaube, das hätte man ruhig etwas runterfahren können, dann hätte man sich mehr auf die Entwicklung von Samuel bzw. auf die Liebesgeschichte konzentrieren können.
Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen. Als Highlight kann ich es aber nicht ganz bezeichnen, dazu war es nicht herausragend genug.

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Rezensionen von Tessi:

Toller Lesestoff

Karma von Katja Wilhelm

Das Buch ist echt lesenswert! Spannung und gute Unterhaltung bis zur letzten Seite! Und der Kommissar ist echt ein netter Kerl. ❤️???? Überhaupt ist das Team der Soko Reha echt eine schräge Gesellschaft

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Rezensionen von mari_liest:

Die liegende Frau

Die liegende Frau von Laura Vogt


Die drei Freundinnen Romi, Nora und Szibila schmieden Pläne für einen gemeinsamen Urlaub in Berlin. Doch kurz davor reist Nora zu ihrer Mutter, verschwindet da im alten Kinderzimmer, legt sich ins Bett und verfällt in eine Art Katharsis. Szibila und Romi entscheiden ihr zu folgen, checken vor Ort in einem Wellnesshotel ein.

Während Romi, die gerade in einer Phase der Selbstfindung und Neuerfindung ihrer Partnerschaften steckt, von Noras Verhalten stark verstört ist, zeigt Szibila, die den Männern abgeschworen hat und keine Bindungen eingehen möchte, wenig Besorgnis über Noras Zustand, kann diesen sogar total verstehen. Dennoch äußert sie ihr Verständnis dafür nicht komplett in die Tiefe. In den darauffolgenden fünf Tagen nähern sich Romi und Szibila nicht nur sich selbst, sondern auch einander an. Und sie versuchen auch eindringlich Nora wieder ins Leben zurückzuholen.
Laura Vogt kreiert Charaktere mit Stärken, Schwächen, ambivalenten Gefühlen, inneren Widersprüchen/Monologen sowie Vorstellungen vom Leben, wie sie gelernt haben, dass es zu sein hat. Sie erzählt die Geschichten von drei Freundinnen, die mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Nora hadert ab und an mit ihrer Mutterrolle. Romi ist schwanger mit ihrem zweiten Kind, entdeckt die Polyamorie, fürchtet das Versagen. Szibila steht der Abhängigkeit von Männern im Leben skeptisch gegenüber und stelle die Existenz der Menschheit in Frage. Gemeinsam jedoch vereint sie der Wunsch sich von gesellschaftlichen Normen zu befreien. Vogt wirft feministische Fragen auf, zeigt die Schwierigkeiten, gesellschaftliche Prägungen abzulegen, und lässt den endgültigen Verlauf der Geschichte offen. Es war eine gute Geschichte, konnte mich aber irgendwie nicht komplett abholen.

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