Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
wusch ...
Ich mach dich froh! von Corrinne Averiss
Klappentext / Inhalt:
Meine allergrößte Freude bist du!
Die kleine Lea liebt ihre Oma über alles und verbringt gerne Zeit mit ihr. Doch plötzlich hört die Oma auf zu lächeln und kümmert sich um nichts mehr. Lea ist besorgt und will, dass sie wieder glücklich ist. Doch wo findet man Freude? Lea macht sich auf die Suche.
Auch wenn sie die Freude nicht einfangen kann: Als Lea der Oma von ihrer Suche erzählt, fängt sie wieder an zu lächeln… Dieses wunderbare Bilderbuch erzählt von einer ganz besonderen Beziehung zwischen Großmutter und Enkelin. Eine behutsame Annäherung an das Thema Verlust von Lebensfreude.
Warmherzig und emotional.
Das großartige Bilderbuch nähert sich altersgerecht und mit Fingerspitzengefühl den Themen Traurigkeit und Einsamkeit. Mit kraftvollen Illustrationen und einem einfühlsamen und altersgerechten Text erleben wir die Geschichte von Lea und ihrer Oma. Sie erzählt von einer ganz besonderen Beziehung zwischen der Großmutter und ihrer Enkelin und lenkt den Blick auf die kleinen Freuden im Alltag. Ein wunderbares Buch für Groß und Klein!
Cover:
Das cover ist sehr farbenfroh und fröhlich gestaltet. Man erkennt ein Mädchen einen Strudel aus Farbe herunterrutschen und ihr freudiges Gesicht lächelt einen nahezu an. Optisch und farblich ist es wunderschön und ansprechend umgesetzt.
Meinung:
Eine wunderschöne, mutmachende, erklärende und warmherzige Geschichte zum Thema Depressionen und Freude. Lea möchte ihre Oma gern wieder Lächeln sehen, doch diese scheint seit einiger Zeit eher betrübt und keine Freude mehr zu haben. Doch was ist Freude und wie fängt man diese ein, um sie jemanden anderen zu schenken?
Eine warmherzige und berührende Geschichte, die auch farblich wunderschön illustriert ist und zugleich auch zum Nachdenken anregt. Das Thema ist kindgerecht und gut verständlich umgesetzt.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Kurze Textpassagen sorgen dafür, dass man dem Gelesenen gut folgen kann. Auch das Bild-Text-Verhältnis ist stimmig. Die Geschichte wird stimmungsvoll erzählt und die Emotionen kommen direkt beim Leser an und werden zudem sehr schön veranschaulicht durch die wunderschönen Illustrationen.
Die bunten Bilder setzen das Gelesene sehr gut um und geben zudem auch die Emotionen und die Atmosphäre sehr gut wieder. Die Bilder sind liebevoll gestaltet und man merkt, dass hier in der Geschichte und auch den Illustrationen sehr viel Herzblut steckt.
Ein wundervolles Buch über Freude und das "Wusch" im Leben. Jeder kann etwas von diesem "Wusch" gebrauchen nd sollte sich stets an diese wundervollen freudigen Momente erinnern.
Die Geschichte ist sehr berührend und emotional und zugleich auch sehr liebevoll und warmherzig umgesetzt. Mir hat diese sehr gut gefallen.
Fazit:
Ein wundervolles Buch über Freude und das "Wusch" im Leben.
Rezensionen von Sago:
Wieder düsterschön
Starling Nights 2 von Merit Niemeitz
"Vielleicht musste man, wenn man nichts Helles finden konnte, eben selbst versuchen, es zu sein."
Nachdem wir im ersten Teil der Dilogie mit etlichen Fragen zurückblieben, vor allem wie es mit den Mitgliedern des Geheimordens vom Bund der Stare nach der Zerstörung des Artefakts weitergehen würde, ist es Merit Niemeitz im Abschlussband gelungen, mich mehrfach zu überraschen.
Das betrifft vor allem den Perspektivwechsel und das mir dieser dann auch noch so unerwartet gut gefiel. Während Cliff und Mabel, die Hauptpersonen des ersten Bandes, zwar noch wichtige Rollen spielen, stehen nun Ashton und Zoe im Vordergrund. Zoe hatte im ersten Teil einen eher oberflächlichen Eindruck hinterlassen. Ashton war sogar ein echter Antagonist. Es ist daher um so bemerkenswerter, wie es der Autorin gelingt, dass man relativ schnell Mitgefühl für Ashton und seine Motive gewinnt und Zoe ins Herz schließt.
Der Bund der Stare hat einen Großteil seiner Macht verloren, weswegen die Dark Academia Vibes leider etwas schwächer ausfallen. Dafür wird die Liebesgeschichte um so überzeugender dargestellt und die Mitglieder des Geheimordens haben noch die eine oder andere Überraschung in der Hinterhand. Vor allem fasziniert natürlich die Frage, ob sie tatsächlich nur noch kurze Zeit zu leben haben. Das runde Ende lässt zum Glück keine Fragen offen.
Rezensionen von Claudia R:
begeistert ...
Arelion - Die Dämmerung (Band 5) von A. Kissen
Klappentext / Inhalt:
„Traue niemandem, vor allem nicht dir selbst!“
Wir schreiben das Jahr 2011.
Ein Krieg wurde gewonnen – die dunkle Welt erlöst.
Doch Zeit für Erholung gibt es nicht, denn unerwartet steht eine Doppelgängerin vor Lina, die behauptet, aus einer anderen Zeitlinie zu sein.
Sie spricht von einer Bedrohung für die gesamte Menschheit.
In einem Netz aus uralten Geheimnissen und Lügen muss Lina rasch herausfinden, wer ihre Freunde und Feinde sind.
Sie weiß nicht, wem oder was sie glauben soll.
Kann sie die Menschheit retten und den neuen Feind vernichten?
Doch wie soll dies möglich sein, wenn das mächtigste Wesen der Erde ihr Gegner ist?
Cover:
Das Cover ist stimmungsvoll und geheimnisvoll zugleich. Die recht dunkle Farbgebung macht es sehr interessant. Ein Tor, verschiedene Türme und eine wunderschöne Frau erwecken die Neugier und zeichnen sich vom Cover ab. Zudem passt es vom Stil und der Gestaltung sehr gut zu den anderen Covern dieser Reihe.
Meinung:
Dies ist bereits der fünfte Band der Arelion Reihe. Am Ende des Buches gibt es eine kurze Zusammenfassung des dritten und vierten Bandes. Dies finde ich sehr gut und hilfreich, da dieser bei mir schon eine Weile her war und so die Erinnerungen aufgefrischt wurden, denn ansonsten ist hier zu empfehlen, die Reihe mit Vorkenntnissen und in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Ereignisse und geschmissen aufeinander aufbauen und auch um in die Charaktere und deren Entscheidungen besser hineinzufinden.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Zu Beginn der Kapitel ist ersichtlich aus welcher Sicht erzählt wird. Auch die Überschriften sind gut erkennbar und zugleich verraten diese nicht zu viel, wecken aber die Neugier.
Die Charaktere sind gut durchdacht und man findet sich schnell und gut in diese hinein. Emotional und berührend ist man hier bei den Charakteren sehr nah, was die Ich-Perspektive zusätzlich unterstützt. Lina und auch Alaric haben mich wieder gepackt und es ist wieder richtig der Hammer. Spannung, Emotionen und einfach so wunderschön geschrieben und erzählt. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Man sollte auf jeden Fall diese Vampir Reihe nicht verpassen und hier reinlesen. Man merkt, dass alles gut durchdacht wurde und auch wenn anfangs einiges verwirrend scheint, so ist der rote Faden hier stets vorhanden und es klart und klärt sich im Verlauf mehr und mehr auf.
Toll fand ich neben der Zusammenfassung von Band 3 und 4, auch das umfangreiche Glossar mit Informationen zu den Personen und Begriffen.
Mich hat auch dieser Band gepackt und begeistert. Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung.
Fazit:
Spannend und begeisternd ist auch dieser Band der Vampirreihe Arelion.
Rezensionen von Claudia R:
Geschichten und Sachbuch in einem
Zeit der Bronze von Linda Dielemans
Klappentext / Inhalt:
Was ist das Wertvollste, das du besitzt? Das Teuerste, das Schönste, das Ausgefallenste. Würdest du das wegwerfen? Nein. Niemals im Leben.
In der Bronzezeit, vor ungefähr 4.000 Jahren, haben die Menschen genau das getan. Bronze war unglaublich wertvoll. Und doch landeten schöne Schmuckstücke und glänzende Schwerter in Sümpfen und Flüssen.
Sie verschwanden dort auf Nimmerwiedersehen.
Die Archäologin Linda Dielemans erzählt in diesem Buch die faszinierende Geschichte der Bronze. Eine Geschichte voller spannender Ereignisse, mysteriöser Orte und goldglänzender Objekte. Eine Geschichte, die das größte Geheimnis der Bronzezeit ergründet: Warum warfen die Menschen damals ihren wertvollsten Besitz weg?
Cover:
Der Titel wird auf dem Cover passend umgesetzt und man fühlt sich in die entsprechende Zeit zurückversetzt. Zwei Menschen, mit einer geschmolzenen Substanz, versuchen sich hier bei der Herstellung etwas Neuem. Optisch und auch farblich ist es sehr schön und gelungen umgesetzt.
Meinung:
Ein tolles Buch und eine gelungene Mischung aus fiktiven Geschichten und Sachbuch. Man taucht ein in die Bronzezeit und erlebt anhand von spannenden Geschichten und Erzählungen, diese Zeit sehr hautnah mit und wird direkt in diese versetzt, durch die persönliche und direkte Ansprache der Erzählweise.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Durch die teils direkte Anspräche wirkt es interessant und man fühlt sich dem Ganzen sehr nah. Die Geschichten in dem Buch sind abwechslungsreich und spannend. Das Wissen wird sehr informativ und gut vermittelt, wie die Menschen in der Bronzezeit lebten, was sie alles durchmachen mussten und wie sie den Alltag gestaltet haben, dies und noch viel mehr erfährt man in diesem Buch. Die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Diese ist toll durchdacht und umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Die Überschriften sind gut erkennbar, wecken die Neugier, verraten aber gleichzeitig nicht zu viel.
Toll sind auch die Illustrationen, Bilder und Symbole. Diese sind passend und toll dazu gezeichnet. Die Zeichnungen sind auch von der Farbwahl und der stimmungsvollen Umsetzung toll gewählt. Die Zeichnungen runden das Ganze zusätzlich sehr gut ab und lockern den Text dabei gut auf.
Die Geschichten sind interessant, lehrweich und wissenswert. Aber die Sachinformationen kommen hier keinesfalls trocken herüber, sondern sind spannend und interessant verpackt und werden nachvollziehbar vermittelt.
Mir hat dies sehr gut gefallen und besonders die Mischung aus Geschichten und Sachbuch ist hier sehr gut gelungen.
Fazit:
Ein tolles Buch und eine gelungene Mischung aus fiktiven Geschichten und Sachbuch.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ganz schön viel los in der Schluck-Familie
Die Chemie unserer Herzen von Lotte R. Wöss
Jaqueline „Jackie“ Schluck arbeitet weiterhin als Chemikerin im Familienunternehmen der Schluck-Säfte. Neben ihrer Arbeit sitzt sie stundenlang auf dem Dachboden und stöbert in Kisten und Kartons aus lange vergangenen Zeiten. Diesmal ist sie nahe dran das Verschwinden ihrer Ahnin Anna aus dem Jahr 1890 zu entschlüsseln.
Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf ihren Freund und ehemals große Liebe aus Abi-Tagen Kai Behrens, der als Archivleiter in Stade arbeitet. Und die Liebe, die sie so weit in ihren Hinterkopf verbannt hatte, ist gleich wieder da. Ob es Kai genau so geht? Und vor allem – kann sie ihm sein damaliges Verhalten verzeihen?
Außerdem ist da noch Cynthia Young-Schluck, eine Schwester von Familienoberhaupt Wolfgang Schluck, die Ansprüche auf ihr Erbe anmeldet. Auch geht ein Feuerteufel um und macht auch vor den Schlucks nicht halt. Und wer steht da so plötzlich vor der Gartentür von Christines und Philipps neuem Haus?
Behandelten die ersten beiden Bänder der Schluck-Saga die Geschichte von Christine mit Philipp und Alexander mit Gundi, geht es hier hauptsächlich um Jackie, ihre Oma Johanna und Kai. Ihre Geschichte, ihre Gedanken und Gefühle werden in der Vergangenheit erzählt. Die Dialoge, die sie mit anderen führen, sind spritzig und gut mit zu verfolgen. Ihre Gedanken schweifen oft in die Vergangenheit ab. Bei Jackie und Kai in die Zeit, wo sie ein Liebespaar waren; bei Johanna zu ihrer verstorbenen Tochter Monika.
Ich habe es so genossen, die Menschen, denen ich nun schon den dritten Besuch abstatte, alle wiederzulesen. Die Mitglieder der Familie Schluck mag ich ja von Anfang an. Hier nun haben sich Kai und sein Omchen Hilja Kolster meine Sympathien gesichert. Schade, dass Jackies beste Freundin Tomke doch wieder mit einem Schiff auf Kreuzfahrt geht. Von ihr würde ich auch gerne noch mehr erfahren. Dass Jackies Chef, Chefchemiker Michael Langenhaupt nun andere Wege gehen wird, stört mich nicht. Er wird mir nicht fehlen. Und Kai soll seine beiden Freunde bitte erst mal in den Wind geschossen lassen. Ich lese so gerne, wie sich Johanna um ihre Freundin Margret und neuerdings auch um Hilja kümmert. Sie ist so eine tolle Frau, der ich auch mal wieder ein bisserl Glück gönne.
Die Geschichte an sich ist so emotionsgeladen, so liebevoll, aber auch voller Zweifel und Argwohn. Die widersprüchlichen Empfindungen, die Jackie im Gegensatz zu Kai, der genau weiß was er will, immer wieder quälen, bringt Lotte R. Wöss so gut rüber. Ich liebe ihren bildhaften, eingängigen Erzählstil, der mir sofort Bilder in den Kopf zaubert. Ich fühle mich fast wie ein halbes Familienmitglied, so nahe bringt sie mich an die Menschen heran.
Auch verschiedene Krankheiten, die im Alter vorkommen, wie Parkinson, die Brüche bei Hilja und andere Verletzungen werden thematisiert, genau so wie die Zeit mit Corona, eine längst fällige Aussprache und der Tod einer guten Freundin.
Eine wundervolles Buch so voller Emotionen, Liebe, Leidenschaft, Gefühl, purem Glück und Geborgenheit. Aber auch Herzschmerz, Verzweiflung, Unentschlossenheit und Trauer. Eine Geschichte, die mich berührt, beeindruckt und sehr gut unterhalten hat. Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Familie Schluck bzw. mit Julian weiter geht und wer da plötzlich vor der Gartentür steht.
Rezensionen von yellowdog:
Jack Unterweger
Austrian Psycho Jack Unterweger von Malte Herwig
Austrian Psycho ist ein True Crime Buch von Malte Herwig, der mir als Handke-Biograph positiv aufgefallen war. Mit True Crime kenne ich mich nicht besonders aus, daher kannte ich den Mörder jack Unterweger auch nicht und lese hier zum ersten Mal von ihm, seinem Taten, seinem (angeblichen) Schreiben.
Nach anfänglichen lireraischen Erfolgen setzten sich bekannte Schriftsteller für ihn ein und sein Lebenslang endet nach 16 Jahren.
Man erfährt, wie er nach seiner Freilassung durch seine Bücher Deckung fand und weiter morden konnte.
Der Kulturbetrieb hatte Jack Unterweger als Häfen-Poet gefeiert. Ich verstehe das als Warnung vor kritiklosen Akzeptieren und Großmachen von Blendern.
Malte Herwig hat eine etwas umständlichen Schreibstil gewählt, aber ansonsten mehr als ordentliche Arbeit geleistet. Das kurze Buch ist schnell durchgelesen.
Rezensionen von Claudia R:
Stiefmütterchen?
Oliver und die Sache mit dem Stiefmütterchen von Susanne Ospelkaus
Klappentext / Inhalt:
Jeden Morgen bringt Julia Oliver in den Kindergarten, so wie Mütter das tun. Für Oliver ist das ganz normal. Doch an diesem Tag als er mit seinen Freunden draußen spielt, passiert etwas, das sein ganzes Weltbild ins Wanken bringt.
Seine Freunde prahlen damit, was ihre Eltern so alles können - mit heftigen Übertreibungen.
Als Oliver von Julia erzählen will, bekommt er zu hören: Du hast doch gar keine Mama. Julia ist doch deine Stiefmutter. Und Stiefmutter klingt wie ein Schimpfwort. Bedrückt verkriecht sich Oliver und mag Julia später gar nichts über seinen Tag im Kindergarten erzählen.
Am Abend platzt es dann aus ihm heraus und er erzählt Julia, was die anderen Kinder über sie gesagt haben. Julia nimmt das sehr gelassen. Ein Stiefmütterchen zu sein, ist doch etwas Schönes. Sie zeigt Oliver, wie ein Stiefmütterchen aussieht. Und er beobachtet in den nächsten Tagen sehr genau, was Julia so alles macht, und stellt fest: Auch eine Stiefmutter tut das, was eine richtige Mama tut.
Das einfühlsame Buch hilft, positiv auf Problemen zu reagieren, die in jeder Patchworkfamilie vorkommen können. Ein hilfreiches Buch für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen.
Cover:
Die Stimmung ist traurig, was man gut am Gesicht des Kindes erkennen kann. Mit den armen auf den Boden aufgestützt, liegt der Junge auf seinem Zimmer Boden und so führt bereits das Cover in die Stimmung der Geschichte ein.
Meinung:
Julia bringt Oliver, wie jeden Tag, in den Kindergarten. Als es zwischen den Kindern zum Austausch über ihre Väter und Mütter geht, möchte auch Oliver sich beteiligen, aber ein anderes Kind kommt ihm zuvor und konfrontiert ihn damit, dass er keine richtiger Mutter hat, sondern nur ein Stiefmütterchen. Hier wird auf die verschiedenen Situationen und Umgang mit Patchwork Familien eingegangen und diese Thematik sehr feinfühlig behandelt.
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Informationen dazu zurück.
Die Geschichte und die Thematik wird liebevoll und feinfühlig behandelt und sehr kindgerecht umgesetzt. Der Text ist gut verständlich und auch altersentsprechend umgesetzt. Die kurzen Textabschnitte und die passenden Bilder und Illustrationen dazu sind gut gewählt. Die Bilder sind sehr realitätsnah gezeichnet und besonders die Gesichter geben die Emotionen sehr gut wieder. Die Illustrationen geben das Gelesene gut wieder und setzen es entsprechend um. Auf den Bilder gibt es fiel zu sehen und diese Passen gut zum Text und auch die entsprechende Stimmung wird gut vermittelt.
Der liebevolle Umgang von Julia und auch die Gespräche passen sehr gut. Stiefmutter, Mutter, Patchworkfamilie all diese Gegebenheiten werden hier angerissen und bieten Raum für Gespräche. Besonders gut zeigt es, dass es egal ist, wer der andere ist, Hauptsache der liebevolle Umgang stimmt und derjenige ist für einen da und gibt auf ihn acht.
Fazit:
Eine sehr feinfühlige und wunderschöne Geschichte über Familie mit Stiefmutter Thematik.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Lisa ist verschwunden
Eric Holler: Wo ist Lisa? von Roman Just
Nachdem ich mit Band 4 in die Reihe eingestiegen bin, war ich natürlich gespannt darauf, wie alles begann. Also habe ich angefangen, die Bände 1 bis 3 zu lesen. Der Privatdetektiv Eric Holler agiert im Gelsenkirchener Stadtteil Buer, einem Ort, den ich leider nicht kenne, außer aus den Büchern von Roman Just.
Holler, normalerweise total ausgebucht, ist als ehemaliger CIA-Agent dennoch unterfordert – bis zu dem Tag, als er den Auftrag erhält, die verschwundene Lisa zu suchen. Plötzlich findet sich Holler in einem Strudel von irrsinnigen und verworrenen Vorfällen wieder, die sein ganzes kriminalistisches Kalkül erfordern und ihn fast an den Rand des Wahnsinns treiben. Während all dieser skurrilen Ereignisse bleibt immer noch eine Frage offen: "Wo ist diese Lisa?" Der erste Gelsenkrimi zieht einen nicht nur wegen des Charmes seiner Charaktere in den Bann. Plötzlich auftauchende, unerwartete Wendungen und überraschende Momente, kombiniert mit einem atemraubenden Schreibstil, führen den Leser atemlos von einem Cliffhanger zum nächsten, um das Rätsel der verschwundenen Lisa zu lösen. Dabei gerät er wiederholt auf Irrwege, und schließlich steht der Schweiß nicht nur Eric Holler auf der Stirn.
Ein unterhaltsamer Krimi mit subtilen Überraschungen und einem sympathischen Detektiv, der nicht locker lässt. Mir hat der Krimi ganz gut gefallen. Roman Just verwebt geschickt Spannung, Humor und eine fesselnde Handlung, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Für Fans von Krimis mit originellen Charakteren und unvorhersehbaren Handlungsverläufen ist "Wo ist Lisa" definitiv eine Empfehlung.
Rezensionen von Gavroche:
KI-Thriller
Die Burg von Ursula Poznanski
Ein Escape-Room, der durch eine KI gesteuert wird - das ist ein Szenario, wie es aktueller nicht sein könnte, da es zwei Themen beinhaltet, die zurzeit gerade gefühlt in aller Munde sind. Vor der Lektüre des Buches habe ich mir allein schon beim Lesen des Klappentextes so meine Gedanken gemacht und meine Vorfreude auf den Roman war groß.
Die einzelnen Räume und die Welt, die hier suggeriert wird, waren sehr einfallsreich und mein Kopfkino hatte gut zu tun.
Maxim ist Besitzer eines Escape-Rooms und wird eingeladen in die Burg, die Escape-Rooms auf ein ganz neues Niveau heben soll, durch die intelligente Steuerung einer KI. Doch schnell gerät die Situation aus dem Ruder und aus der Lösung spannender Rätsel wird Horror - für alle Sinne. Die einzelnen Szenarien, in die die Spieler und Spielerinnen geraten waren sehr einfallsreich und wurden anschaulich beschrieben. Neben Maxim gibt es noch eine Influencerin, einen Historiker und noch zwei weitere.
Durch den Perspektivwechsel sind wir mal im Spiel, mal schauen wir von außen zu.
Einfallsreich und kreativ, nichts für zartbesaitete Gemüter. Die ganze Idee hat mir gut gefallen, allerdings bin ich mit den einzelnen Charakteren nicht so recht warm geworden.
Rezensionen von Brigitte S.:
Sehr enttäuschend
Die Spiele von Stephan Schmidt
Ein Mord an dem IOC – Funktionär Charles Murandi stört den Kongress zur Vergabe der Olympischen Sommerspiele. Die Sicherheitskamera zeigt den Journalisten Thomas Gärtner beim Verlassen des Tatortes, der Täter ist gefasst. Doch der erinnert sich an nichts und für die Konsularbeamtin Lena Hechfellner könnte das ein spannender Fall werden, wenn sie selber nicht in das Visier der Behörden geraten würde.
Ich habe mich mit Freude an das Buch gemacht und wurde aber schnell enttäuscht. Es wurde als Kriminalroman verkauft und ich muss leider sagen, wer Krimis liebt ist hier falsch. Dieses Buch ist kein Krimi, eher ein Sachbuch oder Politthriller. Ich bin sehr enttäuscht, auch der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dieses Buch kann man nicht flüssig lesen, zumal die Zeitsprünge alles andere als einfach sind. Ich finde Bücher, die in verschiedenen Zeitebenen spielen super, aber hier ist das schlecht umgesetzt. Dann haben mich die ziemlich rüden Ausdrücke gestört, das ist schon teilweise vulgär und auf die Sexszenen hätte ich verzichten können. Für mich ist dieses Buch eine einzige Enttäuschung. Allein für das Cover vergebe ich einen Punkt.











