Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Brigitte S.:
Sehr enttäuschend
Die Spiele von Stephan Schmidt
Ein Mord an dem IOC – Funktionär Charles Murandi stört den Kongress zur Vergabe der Olympischen Sommerspiele. Die Sicherheitskamera zeigt den Journalisten Thomas Gärtner beim Verlassen des Tatortes, der Täter ist gefasst. Doch der erinnert sich an nichts und für die Konsularbeamtin Lena Hechfellner könnte das ein spannender Fall werden, wenn sie selber nicht in das Visier der Behörden geraten würde.
Ich habe mich mit Freude an das Buch gemacht und wurde aber schnell enttäuscht. Es wurde als Kriminalroman verkauft und ich muss leider sagen, wer Krimis liebt ist hier falsch. Dieses Buch ist kein Krimi, eher ein Sachbuch oder Politthriller. Ich bin sehr enttäuscht, auch der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dieses Buch kann man nicht flüssig lesen, zumal die Zeitsprünge alles andere als einfach sind. Ich finde Bücher, die in verschiedenen Zeitebenen spielen super, aber hier ist das schlecht umgesetzt. Dann haben mich die ziemlich rüden Ausdrücke gestört, das ist schon teilweise vulgär und auf die Sexszenen hätte ich verzichten können. Für mich ist dieses Buch eine einzige Enttäuschung. Allein für das Cover vergebe ich einen Punkt.
Eine Frau geht ihren Weg
Der süße Duft der Reben von Tara Haigh
Isabell erfährt mit einundzwanzig, das sie Rafael heiraten soll, den Sohn eines Rosinenbarons, den sie noch nie mochte. Sie kann sich ihre eigenen Träume nicht erfüllen und geht schweren Herzens auf das Schiff, das sie zu ihrem „Bräutigam“ bringen soll. Doch kurz vor der Ankunft ergibt sich die Möglichkeit, das Schiff ungehindert zu verlassen.
Auf ihrer Flucht trifft sie ihre Jugendliebe Fernando wieder und leider auch Rafael. Doch ein dunkles Familiengeheimnis liegt über der ganzen Geschichte und so kommt es wie es kommen muss. Doch Isabell gibt nicht auf und setzt ihren Kampf fort.
Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde von der Geschichte nicht enttäuscht. Tara Haigh hat auch einen tollen Schreibstil und man liest das Buch sehr flüssig. Isabel mochte ich sofort, wie kann ein Vater so mit seiner Tochter umgehen? Aber Isabell ist eine starke Frau und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. In der Geschichte lernt man die Rosinenbarone kennen, wie skrupellos manche sind und sie gehen, wenn es sein muss über Leichen – schreckliche Menschen. Auch Isabell macht so einiges durch, ich glaube, da wäre ich schneller an meine Grenzen gekommen – sie ist eine tolle mutige Frau. Da gibt es Sachen in ihrem Leben, die keiner erleben will, aber sie gibt nie auf. Ein Buch, das es in sich hat und man nicht gerne aus der Hand legt, denn die Spannung bleibt bis zum Schluss.
Wer historische Roman liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei.



