Kunden em pfehlungen
Rezensionen von chabli:
Die Wiedervereinigung einer Familie
Wort für Wort zurück ins Leben von Beth Miller
„Wort für Wort zurück ins Leben“ ist ein Roman von Beth Miller aus dem Jahr 2024.
Pearl Flowers und ihr Mann Denny leben seit Jahren in Frankreich und sind in ihrer ruhigen Idylle sehr glücklich. Das ändert sich, als sie einen Anruf aus England bekommen, dass Pearls Vater Francis im Sterben liegt.
Sofort steigen die beiden in das nächste Flugzeug. Nachdem Francis verstorben ist, wird Pearl von dessen Anwalt sein Vermächtnis überreicht. Durch dieses lernt sie ihren Vater besser kennen und kann einen neuen Anfang wagen.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich auf die Geschichte einzulassen. Die vielen Namen und Gegebenheiten benötigten erst einige Seiten, bis ich sie verinnerlichen konnte. Danach fand ich das Buch aber sehr gut. Der Text ist flüssig geschrieben und man fühlt sich in die Charaktere ein. Der Inhalt berührt und man wird gefesselt. Auch das Cover finde ich sehr eindrucksvoll und obwohl es sehr einfach gehalten ist, passt es wunderbar zu dem Inhalt. Das einzige Manko ist, dass ich mir mehr Passagen aus dem Tagebuch gewünscht hätte.
Fazit: Das Buch ist sehr schön geschrieben und berührt das Herz. Man fühlt mit den Charakteren mit und wird von der Geschichte gefesselt. Sehr empfehlenswert
Rezensionen von Caroline :
So gar nichts meines
Season Sisters - Frühlingsgeheimnisse von Anna Helford
Die Ausgangssituation finde ich richtig originell und deshalb wollte ich das Buch lesen. Eine Familie, die Season im Nachnamen heißt und vier Töchter hat und sie nach den Jahreszeiten Spring, Summer, Autumn und Winter genannt.
In diesem Buch geht es um Spring, die auf Grund von ein paar richtigen dummen Entscheidungen, Sozialstunden in London ableisten muss.
Sie landet bei Sophia, die strenge Regeln hat und in einer scheinbar recht teuren Wohnung wohnt, dieser aber schon recht abgenutzt wirkt.
Spring und Sophia stellen recht bald fest, dass sie beide aus Wales stammen und ihre Familien sogar Berührungspunkte hatten. Beide haben keinen guten Kontakt zu ihrer Familie und so steht recht schnell fest, dass sie gemeinsam nach Wales fahren wollen, um einiges zu klären.
Ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch und leider konnte mich die Story so gar nicht überzeugen. Obwohl es eine zweite Zeitebene gibt, die mir fast mehr gefallen hat, als die Gegenwartsgeschichte. Spring und ihre Familie hatten eigentlich nur eine Nebenrolle und ihre Eltern waren wirklich eine gewaltige Nummer.
Sophias Story nimmt mehr Platz ein. Damit verwebt sich auch der Vergangenheitsstrang und dennoch wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Zu Vorhersehbar und einige Figuren zu s/w gezeichnet.
Viele Themen werden hier erwähnt und leider bekommen sie nicht viel Zeit um sich zu entwickeln. Zu schnell werden Lösungen für Probleme gefunden. Ich brauche nicht ständig großes Drama, aber so glatt und problemlos, wie hier mit den Dingen umgegangen wurde, hat mich sehr gestört.
Dazu kommt der recht einfache Schreibstil. Ich mag es schnörkellos und muss nicht ständig Schachtelsätze lesen. Nur hier war es zu simpel.
Mir hat das Buch keinen Spaß gemacht, ohne der Leserunde hier auf Lovelybooks hätte ich es wahrscheinlich nicht fertig gelesen. Was mir wirklich leid tut, denn ich hatte mir eine nette Geschichte für Zwischendurch erwartet.
Rezensionen von yellowdog:
3 Sommer
Babas Schweigen von Özlem Çimen
Die Erzählerin ist als Tochter türkischer Einwanderer in der Schweiz geboren. In diesem Buch werden 3 Sommer geschildert, die sie in einem Dorf in der Türkei bei den Großeltern und der Familie verbringt.
Die Abschnitte wechseln kontinuierlich.
1990 ist sei gerade mal eine Jugendliche, 2013 erstmals schwanger.
Dann in der Gegenwart ist sie Mutter zweier Kinder.
Sie beginnt sich mit der Familiengeschichte zu beschäftigen. Als Schweizerin ist sie überrascht von der Zugehörigkeit ihres Vaters zu einer kurdischen Minderheit. Auch der Genozid an den Armeniern spielt eine Rolle.
Sprachlich hat das Buch viele poetische Momente.
Es ist ein schmales Buch. Man hat nicht das Gefühl schon fertig zu sein. Mal sehen, was die Autorin Özlem Çimen noch schreiben wird.
Rezensionen von nil_liest:
Frankfurter Geschichte in Gräbern – super gemacht!
Der Frankfurter Hauptfriedhof von Udo Fedderies
Das Wetter wird wieder besser und alle strömen nach draußen. Wieso nicht mal über den Frankfurter Hauptfriedhof spazieren und sich umschauen? Gute Idee! Dabei ist es auch praktisch zu wissen wo die Gräber sind und vor allem wer alles die Ehre hat, hier die letzte Ruhestätte gefunden zu haben und wie diese Herren und Damen mit der Geschichte Frankfurts zusammenhängen.
Ich habe ein Sachbuch entdeckt, dass dabei ungemein weiterhelfen kann! Aber nicht nur als Spazierbegleitung kann es eine spannende Lektüre sein, denn dieses Buch erzählt so viel Frankfurter Geschichte anhand der Gräber, dass es auch ohne Gang spannend sein kann. Aber kleine Vorwarnung, wer dies hier gelesen hat, will anschließend definitiv über den Hauptfriedhof spazieren!
Wie der Untertitel andeutet: 200 Jahre (Frankfurter) Stadtgeschichte in Biografien. Da ich seit über 10 Jahren in Frankfurt lebe, aber nicht ursprünglich aus der Region komme, hatte ich sehr sehr viele Aha-Momente beim Lesen. Seien es Namen, die mir durch Straßennamen oder Haltestellen - wie Varrentrapp – schon geläufig waren, ich aber nie wusste, wer sich hinter den Namen verbirgt.
Natürlich ist das Buch nicht auf Vollständigkeit aus, aber erzählt reichlich viel Geschichte. Der Hauptfriedhof beherbergt auch einige literarische und philosophische Herren, die uns mit ihren Werken beglückten. Sei es der Arzt Heinrich Hoffmann, der uns den Struwwelpeter schenkte oder auch Vordenker wie Schopenhauer oder Adorno. Auch die Verlagsgröße Unseld wird portraitiert.
Toll an den verschiedenen Kapiteln über die einzelnen Personen ist die Vielfalt und Bedeutung der Stadt Frankfurt auch im bundesdeutschen historischen Kontext zu lesen.
Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass leider nicht so viele Frauen portraitiert wurden. Aber auch hier der Zeit geschuldet, dass Frauen in der Menge nicht die Ämter inne hatten und ihr Schaffen und Gestalten so leben konnten wie es heute der Fall ist.
Das Buch enthält etliche farbliche Bilder von Gräbern, Personen und Orten, die zum Kontext passen. Und genialerweise am Ende Verzeichnisse nach Gewannen und Personen sowie Kartenmaterial damit die Gräber auch verortet werden können.
Fazit: Sollte jede/r Frankfurter/in und auch jede die im Begriff sind es zu werden, lesen!
Rezensionen von yellowdog:
Jimmy und Tristan
Der ehrliche Finder von Lize Spit
Der ehrliche Finder ist ein kurzer Roman über zwei Jungen. Jimmy und Tristan.
Angesiedelt ist die Geschichte in Belgien, aber Tristan ist ein Flüchtlingskind aus dem Kosovo.
Es wird leider nie aus Tristans Perspektive erzählt, daher bleibt er dem Leser ein wenig fremd.
Die Erlebniswelt von Jimmy aber lernt man gut kennen, doch auch hier ist kein Erzählen aus erster Person, dennoch erfährt man seine Eindrücke.
Bisher hatte ich noch kein Buch von Lize Spit gelesen, auch nicht ihren Erfolgsroman Und es schmilzt. Ich war ein wenig überrascht, über die mehr oder weniger schlichte Sprache. eigentlich hat Lize Spit überhaupt keine Sprache. Literarisch war ich enttäuscht. Doch das der Text präzise verfasst wurde, kann ich zugestehen. Auch sind einige Passagen mit den beiden Jungs durchaus ergreifend. Doch als Flüchtlingsgeschichte hat es mich zu wenig erreicht. Meine Wertung bewegt sich daher im Mittelfeld.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gefallen
Nostalgia Siciliana von Patrizia Di Stefano
Zum Inhalt:
Der Anruf aus Sizilien führt die Berlinern Tita tief zurück in ihre Vergangenheit, denn ihr Vater kam von dort und war einer der ersten Gastarbeiter in Berlin, der dort eine Familie gründete und sein Glück fand. Ihr Onkel ist verstorben und das Landgut Magni wird nun vererbt. Statt des geplanten Verkaufs übernimmt Tita das Gut und wird von frühen Kindheitserinnerungen überrollt.
Meine Meinung:
Was ich zunächst nur als fiktive Familiengeschichte gelesen habe, entpuppt sich im Laufe des Buches doch als etwas anderes und dadurch bekommt das Buch doch eine ganz andere Note, auch wenn es dennoch auch literarische Freiheiten gab. Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich etwas schwer getan, gerade auch die italienischen Worte störten für mich zunächst den Lesefluss, aber das legte sich irgendwann. Am Ende hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn ich mir in Bezug auf das Landgut einen anderen Ausgang gewünscht hätte.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von brauneye29:
Sehr unterhaltsam
Over My Dead Body von Maz Evans
Zum Inhalt:
Da wird man wach und muss feststellen, dass man tot ist. Was für ein Mist! und dann glaubt das gesamte Umfeld auch noch, dass man sich selbst umgebracht hat. Miriam kann es nicht fassen und sie ist fest entschlossen zu beweisen, dass sie ermordet wurde, denn sie will nicht in der Vorhölle festhängen bleiben bis zu ihrem normalen Lebensende, aber das ist als Geist gar nicht so einfach!
Meine Meinung:
Schon Cover und Titel haben mich magisch angezogen und das Buch hält was es verspricht, denn es ist echt witzig und sehr unterhaltsam geschrieben.
Klar, ist die Idee nicht neu, dass jemand im Zwischenrreich festhängt und versucht etwas zu klären, aufzudecken oder sich zu rächen, aber auf das wie kommt es an und das finde ich hier sehr gut gelungen. Ich hatte die Hörbuchversion und fand diese auch gut gelesen und so war das eine sehr kurzweilige Unterhaltung.
Fazit:
Sehr unterhaltsam
Rezensionen von brauneye29:
Sehr spannend
Die Influencerin von Rebecca Russ
Zum Inhalt:
Sarah ist Lifestyle-Influecerin und gerade auf dem Höhepunkt der Karriere als alles zusammen bricht wie ein Kartenhaus. Man macht sie für den Tod einer Followerin verantwortlich. Sie verkriecht sich und zieht sich komplett aus Social-Media-Welt zurück. Doch der Hass erreicht sie auch zuhause und ein Fake-Account unter ihrem Namen wurde erstellt.
Wer will sie fertig machen?
Meine Meinung:
Das Buch spielt ganz schön auch mit den Ängsten des Lesers. Die Vorstellung ständig beobachtet zu werden ist schon sehr gruselig und man möchte das auch nicht erleben. Die Geschichte ist äußerst spannend und macht auch die Gefahren der ganzen Onlinewelt etwas greifbarer. Die Vorstellung, dass man im Grunde auch mit allem allein da steht und selbst herausfinden muss, wer da ein böses Spiel spielt, weil einem keiner glaubt, weil man ja sonst auch so viel von sich preisgegeben hat, ist auch erschreckend. Und die Lösung, wer da ein böses Spiel spielt hatte ich wirklich nicht erahnt. Ich fand sowohl Buch als auch Hörbuch sehr spannend und auch interessant.
Fazit:
Sehr spannend
Rezensionen von Katzenmicha:
So super unterhaltsam
Elli gibt den Löffel ab von Tessa Hennig
Eleonore, genannt Elli, führt eine schlecht laufende Videothek in Rosenheim. Ihr Mann Josef, mit dem sie in jungen Jahren ein Kino besaß, ist schon einige Jahre tot.Und so führt die die Videothek alleine nun weiter,mehr recht wie schlecht .Den die große Zeit der Videotheken ist vorbei und viele Kunden hat Elli nicht mehr.
DerFreundeskreis löst sich durch Tod und Umzug langsam auch auf. Und das wäre schon genug da kündigt die Bank auch noch ihren Kredit.Da kommt ihr einen Brief aus Capri gerade recht, der ihr ein mögliches Erbe verspricht. Kurzentschlossen setzt sie sich in ihren alten,klapprigen Käfer und macht sich auf den Weg nach Capri.Doch leider schafft ihr Käfer es nicht mehr ganz bis zum Ziel und so lernt sie Heinz und seinen Hund Oskar kennen, die beiden führen ein ganz anderes Leben als Elli.Sie nehmen Elli mit ihrem seinem Wohnmobil mit bis Neapel mit. Auf der Fähre nach Capri erwartet Elli eine Überraschung.Den auch ihre Schwester hat einen Brief bekommen und würde ebenso gerne erben……
Die Autorin Tessa Hennig hat das Buch überarbeitet und neu aufgelegt mit einen anderen Cover.Ihre Beschreibungen von Italien und Capri waren super.Ich hatte das Gefühl als wäre ich dabei.Obwohl ich das erste Buch gelesen ,den Film gesehen habe fand ich es super mit Elli und Heinz und nicht zu vergessen dem kleinen Oskar.5 Sterne und am liebsten hätte ich auch gerne mehr Sterne gegeben.
Rezensionen von MarcoL:
Eine ehem. Tänzerin in der Nervenklinik um 1890. Literarisch anspruchsvoll.
Nachtblaue Blumen von Alexander Kamber
Paris 1890, der Schauplatz ist die berühmt-berüchtigte Nervenheilanstalt Salpêtrière. Ein Arzt möchte der Krankenheit „Hysterie“ auf den Grund kommen – seine Patientinnen und Opfer: junge Frauen. Die Behandlungen finden teils vor Publikum statt, es entstehen oft mehr Fragen als Antworten, da sich das Verhalten der Frauen, auch mit den verabreichten Medikamenten, in unvorhergesehene Richtungen verändert.
Die Anstalt wurde nicht umsonst die „weibliche Hölle genannt.
Eine Tänzerin wird von ihrem Patron eingeliefert, da sie nicht mehr tanzen wollte. Um während des Aufenthaltes nicht völlig den Verstand zu verlieren, zeichnet sie ihre Erfahrungen in einem Notizbuch auf.
Der Nervenarzt gibt sich freundlich, verständnisvoll, doch man kommt ihm nicht auf die Schliche, ob sein Getue nur gespielt ist. Es gibt bestimmte Momente zwischen Arzt und Patientin, die auf der einen Seite fast schon väterliche Fürsorge entdecken lassen, auf der anderen Seite kommt es zu ungewollter Nähe. Der Autor spielt mit dem Vertrauen zum Arzt – es könnte eines da sein. Es wird versucht, es den Leser:Innen einzuflößen, genauso wie den Patientinnen. Doch zu sehr sind die Vorurteile mit dem Ort verschränkt. Die Tänzerin passt sich an, spielt ihrerseits, um diesen Klauen zu entwischen. Der Patron, der sie anfangs noch besucht, damit sie wieder in den Club kommt, und auf sie einredet, was er alles für sie getan hat, scheint irgendwann sein Interesse zu verlieren und kommt nicht mehr.
Dabei ist der einzige Grund, warum die junge Frau in der Anstalt ist, weil sie partout nicht mehr tanzen will.
Die Erzählung liest sich leicht, ist von einer bestimmten Spannung durchdrungen, hat mich aber dennoch irgendwie unschlüssig zurückgelassen. Auch wenn sich viel zwischen den Zeilen findet, eine Quintessenz habe ich nicht gefunden – außer dem immerwährenden Umstand, das Frauen den alten weißen Männern hilflos ausgeliefert waren und sind.
Wer sich gerne für ein literarisches Abenteuer, zumal noch schnell gelesen, einlassen möchte, kommt hier sehr auf seine Kosten.











