Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
Winterfeeling
Winter im kleinen Inselhotel hinterm Deich von Julia K. Rodeit
Klappentext / Inhalt:
Rache oder zweite Chance - Vorsicht mit den eigenen Wünschen!
Als der Ehemann einer Mandantin sie bedroht, bleibt Scheidungsanwältin Nella nichts anderes übrig, als die Flucht anzutreten. Auf Amrum kann sie endlich durchatmen. Bis sie unversehens auf Ben trifft. Jenen Mann, der ihr vor Jahren den Kopf verdreht hat, bevor er nach einer gemeinsamen Nacht spurlos aus ihrem Leben verschwunden ist.
Spontan beschließt sie, ihm das heimzuzahlen.
Doch ist verletzter Stolz wirklich ein guter Ratgeber? Schnell stellt Nella fest, dass Ben von seinem Charme kein bisschen eingebüßt hat. In kürzester Zeit befindet sie sich im größten Gefühlschaos. Aber sind Pläne nicht dazu da, um sie über den Haufen zu werfen? Gerade, als sie zu überlegen beginnt, ob Ben eine zweite Chance verdient hat, werden die Uhren auf Anfang zurückgestellt.
Ein zauberhafter Liebesroman über die zweite Chance und die Sehnsucht nach Mee(h)r …
Die ersten 4 Romane rund um das Inselhotel Deichblick sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Die Reihe im Überblick:
Frühling im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Winter im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Sommer im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Herbst im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Weihnachten im kleinen Inselhotel hinterm Deich
Cover:
Das Cover ist sehr atmosphärisch und schön gestaltet. Winter am Meer wird hier liebevoll herübergebracht. Verschneite Landschaft am Strand mit einem kleinen Häuschen welches zum wohligen ausruhen einlädt. Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt und bringt bereits winterliche Wohlfühlatmosphäre rüber.
Meinung:
Auch wenn ich froh bin, dass der Winter vorbei ist und bald der Sommer einkehrt, kann man diese Lektüre zu jeder Jahreszeit genießen. Zwar spielt das Buch im Winter, aber die Atmosphäre kommt einfach toll rüber und sorgt für eine tolle Abkühlung und wärmende Wohlfühlmomente. Emotionale und romantische Lektüre, auch wenn eine andre Jahreszeit im Fokus steht, kann man dennoch immer genießen.
Bella benötigt eine Auszeit und trifft auf Amrum auf einen alten Schwarm, der vor Jahren einfach verschwunden war, erst möchte sie ihm dies von damals heimzahlen oder vielleicht hat er doch eine zweite Chance verdient? Schnell bricht in Nella ein kleines Gefühlschaos aus.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker und flüssig lesen. Schnell ist man in den Situationen und Charakteren drin und auch die Emotionen sind sehr gut und nah spürbar.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind deutlich erkennbar und die kleinen Grafiken lockern es gut auf. Die Gestaltung und Gliederung ist sehr gut gelungen und passend umgesetzt. Die Geschichte ist emotional mit einer gewissen Tiefe.
Es ist der zweite Band dieser Reihe, der Autorin, aber man kann die Bücher bzw. Bände ganz unabhängig voneinander lesen, da sie in sich geschlossen sind.
Cosy Felling und Scecond Chance Storyline machen das Buch besonders und es ist sehr warmherzig und stimmungsvoll umgesetzt. Wunderschöne Beschreibungen und Wohlfühl-Momente rundes es gut ab. Winterliches Flair und bildliche Beschreibungen bringen den Leser nah ins Geschehen. Tolle Geschichte, die sich leicht und kurzweilig lesen lässt.
Fazit:
Winterfeeling mit Wohlfühlcharakter.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Spannend, aber noch bisschen Luft nach oben
Die Auszeit von Emily Rudolf
Mir hat dieser Thriller im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Es geht um die Influencerin Victoria, die zusammen mit fünf engen Freunden (oder sind sie es doch nicht?) ein paar Tage Auszeit in einem bayerischen Luxus-Retreat nimmt. Und dann gibt es einen Mord. Nichts ist wirklich in der schönen Scheinwelt.
Der Thriller ist ab Anfang an spannend und gut aufgebaut. Es wird immer aus Sicht einer anderen Person erzählt. Dazu in verschiedenen Zeitebenen. Im Jetzt, also nach dem Mord, und in der Vergangenheit, in dem jeweils die Zeit bis zur Tat abläuft. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es hat sich flüssig gelesen, es gab auch keine langweiligen Passagen im Text. Das Ende ist schlüssig und gut nachvollziehbar. Für 5 Sterne hat es aber nicht ganz gereicht, da hat mir irgendwie noch ein bisschen mehr gefehlt. Aber trotzdem ein lesenswertes spannendes Buch.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Sehr bewegend
Und Großvater atmete mit den Wellen von Trude Teige
Trude Teige hat mich schon mit ihrem ersten Roman "als Großmutter im Regen tanzte" total überzeugt und berührt.
Auch in "und Großvater atmete mit den Wellen" begleiten wir Juni dabei wie sie wichtige Teile ihrer Familiengeschichte erfährt.
Wie in "als Großmutter im Regen tanzte" begibt sich die Protagonistin auf eine Spurensuche in die Vergangenheit die den Leser sowohl tief zu berühren als auch zu erschüttern vermag.
Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm zu lesen auch wenn die Geschichte die erzählt wird immer wieder wirklich schwer zu verarbeiten ist und nicht an grausamen Ereignissen spart.
Immer wieder kommt es zu Beschreibungen unheimlicher Gräueltaten und unermesslichem Leids das den Leser gefangen nimmt und so schnell nicht mehr loslassen wird.
Ein wirklich gelungenes und sehr berührendes wie aufrüttelndes Buch
Rezensionen von Gänseblümchen :
Farbenfrohe Gemüserezepte bereichern eine gesunde Ernährung - nicht nur für Veganer
Essen wie eine vegane Kriegerin von Jane Esselstyn; Ann Crile Esselstyn
Der New York Times Bestseller aus Amerika präsentiert sich mit einem farbenfrohen Cover voller ansprechender, gesunder Bowls.
Das Autorenduo der Familie Esselstyn besteht aus Mutter und Tochter, die 86 und 56 Jahre alt sind, und hat in den USA viele Fans. Die Familie lebt in dritter Generation vegan und möchte vermitteln, wie gesund und fit man dadurch bleiben kann.
Zusätzlich praktizieren beide aktiv Yoga.
In diesem Buch werden über 125 Rezepte vorgestellt, die oft auch schnell zubereitet werden können und von Frühstück, über Snack und Hauptgericht bis zum Nachtisch reichen.
Nach einer motivierenden Einleitung zum Thema vegane Ernährung lässt sich ein sehr übersichtlich gestaltetes Inhaltsverzeichnis mit Power-Frühstück, Soßen, Sandwiches und Brote, Salate, Tofu und Tempeh, Vorspeisen und Beilagen, Bowls, Gerichte auf die Hand, Abendessen und Desserts entdecken.
Für Veganer, Gemüse- und Rohkostfreunde sind die Rezepte ein wahrer Gaumenschmaus. Die Zutaten sind sehr übersichtlich aufgelistet und sind alle in einem gut sortierten Supermarkt erhältlich.
Zu den meisten Rezepten gibt es eine persönliche Erläuterung oder Anekdote. Die Zubereitung der Rezepte wird sehr gut in einzelnen Schritten erklärt, sodass das nachmachen leicht fällt.
Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Fotos der Gerichte, die absolut schön präsentiert werden und sehr farbenfroh sind. Bereits beim Blättern durch das Buch wächst die Freude, viele Rezepte auszuprobieren und die Motivation auf frische Küche steigt.
Dem Tipp für die Herzgesundheit Öl und Fetthaltiges, wie Avocado, wegzulassen würde ich nicht so zustimmen, da auch ein gewisses Maß an gesunden Ölen und Fetten besonders für die Gefäße, auch des Herzens, wichtig ist. Aber eben alles in Maßen.
Insgesamt ist es für mich ein vielfältiges und leckeres Gemüse-Kochbuch, das nicht nur für Veganer geeignet ist, sondern für alle, die mehr Variation an Rohkost und Gemüse in ihren Alltag integrieren möchten. Viele Rezepte lassen sich in überschaubarer Zeit umsetzen und können entsprechend dem eigenen Geschmack angepasst werden.
Eine Empfehlung für alle (nicht nur für Veganer), die neue Inspirationen für eine leckere und alltagstaugliche Gemüseküche suchen und farbenfrohe Gerichte auf ihrem Teller haben möchten.
Rezensionen von Daggy:
Lakritz, Meer und neue Freunde
Lakritz-Sommer von Anna Beringer
Ich mag Lakritze und ich war enttäuscht, dass Nella keine Lakritze mag, sondern mit dem Duft, den die Lakritz-Tagetes verbreiten, die negative Veränderung in ihrem Leben verbindet. Denn mit dem Entschluss ihrer Mutter die alte Mühle, Nellas geheimem Rückzugsort, zu renovieren und als Ferienhaus zu vermieten, kam der Duft.
Auch das Hofcafé, dass gleichzeitig in der Scheune eröffnet wird, trägt den Namen Café Lakritz.
Nella wohnt auf dem alten Familienhof mit ihrer Mutter, ihrer großen Schwester Tilke und dem dementen Opa Ocko. Als erste Mieter zieht ein Elternpaar mit Zwillingen in die Mühle, die selbstbewusste Tasha mäkelt ständig an dem schweigsamen, ängstlich wirkenden Kiran herum. Doch Nella, die ständig ihre Schritte hat sofort einen Draht zum dem zarten Jungen. So merken die beiden schnell, dass der Mann, der zunächst im Anzug auftaucht, ständig im Ort und im Café herumstöbert. Was hat der Mann wohl vor? Nella schwant nichts Gutes.
Im Laufe des Buches verändern sich die drei gleichaltrigen Kinder und ihre Einstellungen, sie werden zu guten Freunden und ziehen an einem Strang.
Meer, Watt, ein Schiffswrack, eine Kutsche, Urlaubsgefühl und Ermittlungsarbeit machen diese Buch zu einer wundervollen Urlaubslektüre, die man aber auch zu anderen Zeiten und ohne Urlaub genießen kann. Das Cover gibt uns einen guten Eindruck davon, wenn die Mühle auch etwas nah am Wasser steht.
Rezensionen von Daggy:
Fantastisch und abenteuerlich
Die Hüter des magischen Waldes - Finde die geheimen Kristalle! von Cee Neudert
Diese Abenteuerspielbuch bietet wirklich eine Menge, man kann sich einen Charakter aussuchen, die Beschreibung findet man am Ende des Buches, und kann in die Rolle dieses Tieres schlupfend im Buch agieren. Die drei Tiere auf dem Cover des Buches begleiten dann den Lesenden bei seinen Abenteuern, auch die Drei habe einen festgeschriebene Identität, die man auch am Ende des Buches nachlesen kann.
Dort gibt es auch ein „Notizbuch“ und einem „Rucksack“ mit der Möglichkeit ihn zu befüllen. So findet man zum Beispiel während de Spieles immer wieder Nüsse, die Zahlungs- und Nahrungsmittel sein können. Ganz vorne im Buch ist die Landkarte des „Wilden Waldes“ mit den drei Orten, in denen die Spieler ihre Abenteuer bestehen müssen.
Nachdem der Neuling willkommen geheißen wird, geht es an die Auswahl der „Spielfigur“, mit der man sich im Laufe des Spiel völlig identifizieren kann. Ich hatte mich für die Maus entschieden, sie ist geschickt, aber leider nicht sehr stark. So wurde ich zum Bestandteil der Geschichte und wurde immer direkt angesprochen. Es gibt ein Problem mit dem „Großen Baum“ und seine Hüter kommen zusammen und wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Je nachdem wie ich mich nach einem kurzen Kapitel, von denen es 207 gibt, entscheide, lese ich an einer anderen Stelle weiter. Zum Glück gibt es ein Lesebändchen und ich kann mir merken, wo ich zuletzt war.
Eine fantasievolle, spannende Geschichte, in die ich eintauchen kann und zusammen mit mystischen Figuren die Rettung des Baumes auf abenteuerliche Weise bewerkstelligen. Man kann das Spiel auch mehrfach machen und sein erworbenen Stärken behalten.
Mir ist diese Art Buch und Spiel neu und ich habe solchen Spaß dabei gehabt, dass ich das Buch nur empfehlen kann.
Rezensionen von Daggy:
Eine rundum schöne Erzählung
Mensch, Bär! von Knut Krüger
Bruno ist ein etwas ängstlicher, verträumter Bär, mit wenig Orientierungssinn. Seine Geschwister toben ohne ihn durch den Wald und oft ist er alleine unterwegs. Emily, die alte Eule, hilft ihm zur Höhle zurückzufinden, wenn sie auch mit ihm schimpft und sich freut „nicht seine Mutter zu sein.“ Kurz vor Vollmond kommt der Bärenvater zur Familie und warnt sie vor dem Werbär, der nach bestimmten Vorzeichen in der Vollmondnacht auftaucht und alles zerstören wird.
Die Tiere haben unterschiedliche Meinigen zu dieser alten Spukgeschichte, die einen treffen Vorsorge und die anderen finden die Geschichte ist ein Witz. Dieses Kapitel bringt Spannung und auch ein bisschen Grusel mit sich.
Bruno fürchtet sich durchaus, aber trotzdem geht es wieder allein im Wald herum. Da sieht er einen angelnden Jungen und die beiden können sich verständigen.
Diese Begegnung wird so herzerfrischend und humorvoll geschildert, dass das Lesen einfach Spaß macht. Zusätzlich denkt sich Bruno immer kleine Reime aus, die den Text zusätzlich auflockern.
Auf dem Cover sehen wir die beiden Bruno und Noah, wie sie locker über einen Baumstamm gehen. In der Geschichte ergibt sich dazu eine sehr aufregende Szene, nach der Noah seinen Bärenfreund mutig nennt.
So kommt es, dass der Bär am Ende der Erzählung mit viel Selbstvertrauen und Mut seinen Weg zur Höhle ohne Hilfe findet.
Ein liebenswerter Bär, der viele Eigenschaften unserer Kinder vereint und der zu seiner Freundschaft steht und seinem Freund hilft. Ich freue mich sehr aufs Vorlesen dieser schönen Geschichte, die durch ebenso schöne Bilder ergänzt wird.
Rezensionen von Daggy:
Beeindruckende Illustrationen, die uns die Blumenfrau näher bringen
Die Blumenfrau von Anne-Christin Plate
Schon auf dem Cover sehen wir die alte Frau, die wohl aus einem osteuropäischen Land stammt auf einer Decke sitzend Blumen anbieten. Auf der ersten Seite ist sie mehrfach abgebildet, so sehen wir sie mühevoll den Einkaufswagen ziehen, eine Tüte mit Gräsern im Arm. Während im Hintergrund die Bahn zu sehen ist, sitzt die alte Frau an einem Zaun, um sie herum viele eilige Menschen.
Die Buntstiftzeichnung spiegeln realistisch die Situation am Bahnhof wider. Im Laufe des Jahres wechselt das Blumenangebot, dass wir auf der nächsten Seite bewundern können. Im Winter, wenn es keine Blumen gibt, sitzt die Frau da und hat einen Becher aufgestellt. Mit nur wenigen Strichen sehen wir das verhärmte Gesicht der Frau, sie schaut auf die Beine der Menschen. Dann taucht Wanja auf, auf ihn freut sich die Blumenfrau, manchmal kauft er Blumen bei ihr und dann strahlen die Gesichter der beiden. „Und so schauen sie immer nach einander, die Blumenfrau und Wanja.“ Doch dann ist die Frau nicht mehr an ihrem gewohnten Platz.
Im Nachwort berichtet die Autorin uns von ihrer Blumenfrau und lässt uns überlegen, wie wir diesen Menschen begegnen, die am Rand er Gesellschaft leben und doch mitten zwischen uns.
Ein Buch zum Nachdenken und um Kindern die Scheu, die wir alle haben etwas zu nehmen und vielleicht mal die Blumenfrau am Bahnhof nach ihrem Namen fragen oder sie zumindest anzulächeln. Wanja kann uns da als Vorbild dienen.
Ein ungewöhnliches Thema für eine Bilderbuch mit wunderschönen Buntstiftzeichnungen, die sehr eindringlich die Situation aufzeigen.
Rezensionen von div:
gemütlicher / langatmiger Krimi
Was der See birgt von Lenz Koppelstätter
gemütlicher / langatmiger Krimi
Das Cover finde ich sehr schön, und auch gut passend für einen lokalen / regionalen Krimi.
Gianni Pitti ist Polizeireporterin und schreibt für eine Lokalzeitung am Gardasee. Sie ist selbstbewusst, und lässt sich nicht so leicht übers Ohr hauen - eine durchaus gelungene Protagonistin in meinen Augen.
Am See wird ein toter gefunden - Gianni kennt die Person, mehr noch, am Tag davor haben sie sich noch gesehen. Sie beginnt zu ermitteln und recherchieren - es wird ungemütlich für sie.
Der Schreibstil ist in meinen Augen sehr eintönig und es wird nicht geschafft eine Atmosphäre aufzubauen.
Ich muss sagen, so ganz einfangen konnte mich der Krimi leider nicht, zum Einstieg ist es so dahingeplätschert - gemütlich wie eine Erzählung, aber ohne großen Spannungsbogen, wie ich es bei Krimis gerne habe. Die eigentliche Krimihandlung kommt nur schleppend in die Gänge, in der zweiten Hälfte wird es dann eine Spur besser.
Als Urlaubslektüre vielleicht ganz nett, aber ansonsten kann ich das Buch an Krimifans nicht wirklich weiterempfehlen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wider das Vergessen
Salzkammergut - Orte der Erinnerung von Thomas Neuhold
Thomas Neuhold stellt in diesem Buch, das am 8. Mai 2024, also 79 Jahre nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland erschienen ist, 30 Erinnerungsorte im Salzkammergut vor. Diese Orte sind in folgende Gruppen eingeteilt:
Villen und Schlösser
NS-Opferorte
Verstecke und Fluchtrouten
Denkmäler und weitere Kunstinstallationen
öffentlich und vergessene Schauplätze
Er widmet dieses Buch allen jenen, die der NS-Diktatur zum Opfer gefallen sind.
Sei es. dass sie Juden oder Sozialisten bzw. Kommunisten waren oder Widerstand geleistet haben. Manche wie Agnes Primocic (1905-2007) waren Kommunistin UND Widerstandskämpferin. Frauen, wie Agnes Primocic, Resi Pesendorfer oder Marianne Feldhammer haben ihr eigenes Leben riskiert, um anderen zu helfen. Ihnen ist zugute gekommen, dass die Gestapo die Frauen nicht ernst genommen haben.
Diese 30 Erinnerungsorte sind auf der beiliegenden Karte eingezeichnet und laden ein, sie zu besuchen.
Interessant ist, dass sich hier im Salzkammergut die Wege der Opfer und Täter kreuzen. Man kann den Spuren von Rebellen und Kämpferinnen, Opfern und Verfolgten sowie den Kriegsverbrechen und hochrangigen NS-Tätern folgen.
Das NS-Opfer-Mahnmal in Gmunden (S.58) , das 60 Opfer namentlich anführt, wurde erst im März 2023 seiner Bestimmung übergeben. Das vom Gmundner Architekten Kurt Ellmauer gestaltete Mahnmal ist so konzipiert, dass die Namen weitere Opfer der Stadt Gmunden ergänzt werden können. Denn noch längst ist die Geschichte nicht aufgearbeitet.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem kleinen Buch, das die Widersprüche dieser Region sichtbar macht, 5 Sterne.











