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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nil_liest:

Wir kolonialisieren die Zukunft

Der gute Vorfahr von Roman Krznaric


Immer mal wieder Bedarf es einer Lektüre, die uns den Kopf an die richtige Stelle rückt und einen positiven Blick in die Zukunft erlaubt.
Das Buch, welches im Original bereits 2020 erschien unter dem erst irritierenden und dann doch sehr sinnvollen Titel „Der gute Vorfahr“ bringt uns Nahe wie wir momentan keine guten Vorfahren sind.

Der Autor Roman Krznaric ist promovierter Soziologe und bekannter TED-Talker.
Einleuchtend bringt er uns Nahe wie wir im Grunde die Zukunft mit unserer nicht-nachhaltigen Lebensweise momentan kolonialisieren und zugleich von den vielen Errungenschaften unserer eigenen Vorfahren profitieren, seien es medizinische Weiterentwicklungen, moderne Techniken und Erfindungen und soziale Errungenschaften, die das Leben heute sehr viel besser machen. Und was tut die moderne Menschheit? Wir beuten die Natur aus und entwickeln uns zu schlechten Vorfahren.
Es wird also Zeit das Ruder herumzureißen! Dieses Buch enthält eine Fülle von Ideen, die schon heute in einigen Teilen der Erde praktiziert werden als innovativen Ansatz um die Zukunft zu beschützen. Sechs Wege zum langfristigen Denken Ist das Herzstück dieses Buches und erlaubt wieder mehr Hoffnung zu schöpfen und Tatendrang zu entwickeln. Dann folgt die sogenannten Zeitrebellion, die zu langfristigen politischen Entscheidungen drängt.
Es geht um generationsübergreifende Solidarität, langfristiges Denken und um die Kraft die eigenen Lebensräume wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sonst sieht es nicht gut aus für unsere Kinder, Kindeskinder und alle weiteren Generationen, die nach uns folgen.
Fazit: Lasst uns den Anspruch haben auch gute Vorfahren zu werden, wie es viele Generationen vor uns auch schafften. Ein Buch das viele spannenden Ansätze vermittelt! Lesenswert.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ispettore Emmenegger hat´s nicht leicht

Merano fatale von Elisabeth Florin

Im Café Unterweger am Tappeinerweg oberhalb von Meran sitzt an einem Tisch zusammen gesunken ein Stammgast vor Kellnerin Rosalinde Herzinger. Tot. Wie sich später herausstellt mit einem Herzmedikament vergiftet.
Ispettore Emmenegger und seine Freundin und Partnerin Eva Marthaler vom Kommissariat der Polizia di Stato am Meraner Kornplatz tun sich bei den Ermittlungen nicht leicht.

Erst recht nicht, weil Evas Mutter behauptet, sie habe den Mord an dem deutschen ehemaligen Tänzer und Gentleman der alten Schule Ulrich Brünner begangen.
Mit den beiden darf ich nun in der feinen Gesellschaft des Schlosshotels Principe und einer Tanzschule ermitteln.

Ich habe mich so gefreut meine Meraner Bekannten aus den letzten Jahren alle wieder hier zu treffen. Seien es Emmenegger und Eva, Polizeichef Claudio Branga, der mir auch immer sympathischer wird, Paul Tschugg, der junge Schauspieler und selbsternannte Hundeflüsterer mit Hund Hilde und die Mitglieder der Flying Taifl Hellboy und Dude, die für ihren Motorradclub ein neues Zuhause gefunden haben. Sie alle habe ich zum Teil schon aus der Zeit mit Commissario Pavarotti, dem Vorgänger vom Emmenegger, richtig ins Herz geschlossen. Und alle haben mit diesen neuen Fall mehr oder weniger zu tun.
Es ist richtig viel Ermittlungsarbeit nötig um hier Licht ins Dunkel zu bringen. Denn immer wieder werden kleine Geheimnisse gelüftet, die dem Fall dann wieder eine Wendung geben. Ich war auch diesmal richtig gefangen in dem Fall, habe mit ermitteln können, hatte immer mal wieder einen Verdacht, der sich aber nicht erhärten ließ. Und zum Schluss hat mir der Täter fast schon ein bisserl leid getan. Denn den mochte ich eigentlich auch recht gerne.
Neben dem spannenden kriminellen und außergewöhnlichen Fall gibt es auch wieder so unglaublich komische Szenen, bei dem mir die Lachtränen gekommen sind. Ich denke da an Hund Hilde beim Herrenausstatter hinterm Vorhang und Evas Vater Hans Marthaler im Schlosshotel beim Fango. Einfach herrlich und pures Kopfkino.
Diese Mischung aus Krimi und Humor machen diese Reihe für mich absolut lesenswert. Dazu ein tolles Ende mit einem wunderschönen Happy End.
So schade, dass mein Kurzbesuch in Meran schon wieder vorbei ist. Ich habe ihn wieder sehr genossen. Bei Speckknödeln und Mohnkrapfen – die Rezepte dazu finde ich hinten im Buch - werde ich mich immer mal wieder nach Südtirol träumen und hoffen, dass es mit dem nächsten Fall nicht mehr lange dauert. Denn der wartet ja schon. Und außerdem hat Emmenegger ja auch noch einen Punkt bei Eva offen.

Ein spannender, interessanter Fall mit einer guten Prise Humor in einer Stadt, die ich sehr mag, eingebettet in eine wunderschöne Umgebung und liebenswerten Menschen, den ich sehr gerne gelesen habe. Autorin Elisabeth Florin hat mich mit diesem Krimi wieder voll von ihrem Ideenreichtum und ihrer Schreibkunst überzeugt.

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Rezensionen von Bücherwurm78:

Schön und berührend, ein Roman fürs Herz

Glow Like Northern Lights von Sarah Stankewitz

Lilly hat ihren herzkranken Zwillingsbruder Luca verloren und findet bei ihren Eltern in Berlin keinen Trost. Kurz entschlossen fliegt sie spontan nach Island. Dort will sie Aron treffen, der ihr in den letzten Monaten in einem Forum Halt gegeben hat. Bei ihrem ersten Zusammentreffen ist er aber abweisend, aber bald kommen sie sich näher.

Dies war der erste Roman den ich von Sarah Stankewitz gelesen habe und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihr sein. Dieses Buch ist einfach nur richtig schön und berührend. Es war von Anfang an emotional, als beschrieben wird wie Lilly die letzten Minuten mit ihrem Bruder Luca verbringt bevor er stirbt. Auch in Island haben wir Lilly auf ihre emotionale Reise begleitet. Als Leser konnte man immer mitfühlen. Es war berührend geschrieben, aber es wurde nie zu kitschig. Der Schreibstil war auch sehr gut, flüssig geschrieben, es gab keine langweiligen Passagen im Text. Personen- und Ortsbeschreibungen waren immer präzise und man hatte immer ein Bild vor Augen.
Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und bin gespannt wie es mit Lilly und Aron ausgehen wird.
Das Cover des Buches mit dem Farbschnitt finde ich sehr schön gestaltet und passt genau zum Inhalt des Buches.
Fazit: Klare Leseempfehlung, sehr berührend und emotional.

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Rezensionen von Nele33:

ungemein fesselnd

Krähentage von Benjamin Cors

Krähentage von Benjamin Cors hat mich absolut in seinen Bann gezogen.

Eine neue Ermittlungsgruppe, genannt Gruppe 4 wird zusammengestellt. Geleitet wird sie von Jakob Krogh und Mila Weiss, die aus Wien nach Deutschland zurückgekommen ist. Direkt an ihrem ersten Tag werden sie zu dem Schauplatz eines Verbrechens gerufen.

Eine junge Frau wurde in ihrer Wohnung üerfallen. Durch Zufall wird darauf die Leiche einer alten Frau in der Nebenwohnung entdeckt-seltsam nur, dass sie nach ihrer Ermordung nachweislich noch gesehen wurde. Es soll nicht bei diesem einem Fall bleiben und was hat es mit den Krähen an den Tatorten auf sich.
Das Sonderermittlungsteam steht vor einem Rätsel und sucht nun einen grausamen Serientäter. Und welche Geheimnisse verbergen sowohl Jakob als auch Mila?

Nach dem Lesen gehe ich von einem Auftaktband zu einer Reihe aus und muss sagen ich bin restlos begeistert. Der Autor hat ein tolles Team geschaffen, mit genügend Spielraum für weitere Bände. Die einzelnen Protagonisten sind gut charakterisiert und wirken authentisch. Die Spannung war von der ersten Seite gegeben und steigerte sich zum Finale ausreichend.

Ein durch und durch runder Thriller aus der Feder von Benjamin Cors.

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Rezensionen von xx:

Netter Krimi ohne Spannung

Der blaue Salamander von Luca Ventura

Das neue Buch 'Der blaue Salamander' spielt auf Capri. Der Kommissar und seine Partnerin klären einen Fall in welchem es um einen mysteriösen Mord und eine verschwundene Handtasche geht. Das Buch ist schön geschrieben, hier und da kommen Urlaubsgefühle auf und lassen einen Träumen. Der Krimi erzählt von teils verlassenen Buchten, dem Glitzern des blauen Meeres, den italienischen Gassen, Obstständen.

..

Leider konnte ich - obwohl es ein Krimi ist - keine Spannungskurve ausmachen. Vielmehr verstand ich als Leser, dass es sich hierbei um eine Bücherreihe handelt. Vorherige Bücher muss man nicht zwangsläufig gelesen haben um die persönlichen Geschichten der Charaktere zu verstehen, warm geworden. bin ich leider mit diesen auch nicht.

Wer einen schönen, dahin plätschernden Krimi ohne große Aufregung sucht, ist hiermit sicherlich gut bedient. Mich lies es leider etwas enttäuscht zurück.

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Rezensionen von liesmal:

Lust auf Slowenien geweckt

Reisehandbuch Slowenien von Magda Lehnert

Ich habe mich bereits 2019 ein wenig in Slowenien verliebt. Damals haben slowenische Frauen den Gottesdienst des jährlich stattfindenden Weltgebetstags vorbereitet und dabei auch Land und Leute präsentiert. Eine unglaubliche Vielfalt an Landschaftsbildern hat mich fasziniert.

Darum war ich jetzt sehr interessiert an dem Reisehandbuch Slowenien.

Durch die Art, mit der Magda Lehnert das Land in all seiner Schönheit vorstellt, konnte meine Begeisterung noch gesteigert werden. Allein die Vorstellung des Landes auf zweieinhalb Buchseiten unter dem Titel „Ein kleiner Überblick“ ist umfassend und sehr gut gelungen. Was die Slowen*innen lieben, was ihnen wichtig ist und worauf sie weniger Wert legen, wird ebenfalls kurz erklärt unter der Überschrift „Typisch slowenisch“.

„Slowenisch für Anfänger“, „Roadtrips“, „GPS-Download“ sind nur einige von vielen Themen, die wissenswert sind schon vor Reiseantritt.

Wie man einige Tage in Ljubljana, in Celje oder in Maribor verbringen kann, liest sich in Bild und Wort wie eine Stadtführung.

Die Vorstellung der wunderschönen Landschaften macht Magda Lehnert mit Herz und Verstand. Toll, dass sie immer wieder auch kleine Legenden und Geschichten mit in ihre Beschreibungen einfließen lässt. Die vielen Fotos, Landkarten und auch Bilder aus der Küche sorgen für Abwechslung und gutes Verständnis. Und mit den Hinweisen auf Restaurants, Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten und vielen weiteren Informationen ist man auf eine Reise nach Slowenien gut vorbereitet.

Ein Buch aus dem Verlag Reisedepeschen hat mich bisher noch nie enttäuscht. Das Layout ist wieder einmal gut gelungen. Gern teile ich meine Begeisterung mit einer Empfehlung für dieses Reisehandbuch.

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Rezensionen von Kunde:

Sehr witzig

Donald Duck - Bitte lächeln! von Walt Disney

Das Cover hat mich schon vor dem Lesen mit der orginellen Donald-Figur zum Schmunzeln gebracht. Dieses Buch liegt sehr angenehm in der Hand. Hier sind einige Comic-Sequenzen von Donald Duck und seinen Freunden sehr schön zusammengefasst. Donald Duck feiert ja jetzt seinen neunzigsten Geburtstag. Solange gibt es ihn schon und er wird überhaupt nicht alt.

Diese kurzen Comic-Abfolgen haben mir sehr gefallen. Ich fand sie sehr lustig und musste häufig lachen. Es war sehr kurzweilig, sie zu lesen. Dadurch, dass die Szenen so kurz sind, kann man so ohne Probleme auch zwischendurch lesen, z.B. wenn man unterwegs ist. Ich empfehle diese lustigen Comic-Strips allen ab acht Jahren, die Donald Duck und seine Freunde mögen. Auch Ältere können damit ihre Freude haben und es kommt vielleicht bei ihnen auch Nostalgie hoch.

Sehr lustige Comic-Strips von Donald Duck und seinen Freunden für alle ab acht Jahren geeignet.

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Rezensionen von Kunde:

Tolle Graphic-Novel

Allzumenschliches von Catherine Meurisse

Diese wunderbare Graphic-Novel hat meine Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Sie ist im großen Format herausgebracht und farbig illustriert. Das hat mich sehr angesprochen. Durch dieses großes Format kann man auf den Illustrationen alles sehr gut erkennen. Die Autorin Catherin Meurisse hat jeweils auf zwei Seiten einen Philosophen im Graphic-Novel Style in kurzer Sequenz dargestellt.

Am Ende der zwei Seiten im unteren rechten Eck sind ein paar Zeilen geschrieben, um den Philosophen näher zu erläutern und zu erklären. Von Sokraten, Heraklit bis Arthur Schopenhauer wird ein breites Sprektum abgedeckt. Ohne Vorkenntnis der einzelnen Philosphen versteht man nicht alles. Aber mir haben diese Zeilen zu des Philosphen sehr gefallen. Dadurch wurde ich auf einige aufmerksam gemacht, die ich noch nicht kannte, und wo ich mir noch einige Informationen dazu anlesen konnte.

Ausgezeichnete großformatige Graphic-Novel über zahlreiche Philosophen.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

vielschichtig und tiefgründig, guter Auftakt der Trilogie

Refugium von John Ajvide Lindqvist

Refugium" war mein erster Roman von Lindqvist, und schon beim Auspacken hat mich das beeindruckende Cover fasziniert. Das schwarze Design mit dem weißen Ast erinnert wohl an den Mittsommer in Schweden – sehr ausdrucksstark! Die Hauptfiguren, Julia und Kim, werden von Anfang an außergewöhnlich und spannend in die Geschichte eingeführt.

Besonders begeistert hat mich, dass Julia eine ehemalige Polizistin und Schriftstellerin ist, die die Millennium-Reihe fortsetzen soll. Ihre Zusammenarbeit mit Kim Ribbing, einem Experten für die digitale Welt und selbst traumatisiert, führt zu einer aufregenden Affäre.
Als jedoch der Auftrag für die Millennium-Reihe scheitert, zieht sich Julia in ihr Ferienhaus im schwedischen Schärengarten zurück. Dort wird ihr Mittsommerabend von lauten Schüssen und einem fliehenden Boot unterbrochen. Gemeinsam mit Kim eilt sie zum Nachbargrundstück und entdeckt den Unternehmer Helander und seine Festgesellschaft erschossen auf der Terrasse. Nur die Tochter, die sich unter einem Tisch versteckt hatte, hat überlebt. Traumatisiert spricht sie kein Wort mehr, aber Kim, der selbst schwere Kindheitserlebnisse hatte, findet einen Zugang zu ihr. Die Polizei, darunter auch Julias Ex-Mann, beginnt mit den Ermittlungen, doch diese verlaufen im Sande. Julia und Kim übernehmen daraufhin selbst und machen erschreckende Entdeckungen, die weit über das Vorstellbare hinausgehen.
Mehr möchte ich nicht verraten, aber "Refugium" ist definitiv eine klare Leseempfehlung. Jetzt warte ich gespannt auf die Fortsetzung!

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Rezensionen von Internetmaus:

Ein Wechselbad der Gefühle

Blankenese - Zwei Familien von Michaela Grünig


Der zweite Teil der Serie knüpft unmittelbar an das vorherige Geschehen an. Man sollte ihn gelesen haben, damit man die Zusammenhänge kennt. Das Personenregister, der doch recht umfangreichen Familienmitglieder ist dabei recht hilfreich.

Dieser Band spielt in der Zeit von 1939 bis 1949. Gleich auf den ersten Seiten lesen wir von der Gestapo und den politischen Meinungen im Kinderhospital. Dort beginnt Fanny ihre Ausbildung im Februar 1929 zur Kinderkrankenschwester. Dieses Haus wird streng nach den Maßstäben der Nationalsozialisten geführt.

Es hat mich sehr beeindruckt, wie blind doch ein gestandener Reeder sein kann. Viele Seiten warnen John Casparius. Aber er, wie auch einige andere, können sich nicht vorstellen, was die Nationalsozialisten mit den Juden vorhaben. Alle, egal ob Halb- oder Volljude sind unerwünscht. Verständlich, dass er seine Firma weiter führen will. Doch wie der Buchtitel schon ankündigt, es sind wirklich schwere Entscheidungen zu treffen und das nicht nur für die Reederei. Die politische Lage bietet den Menschen kaum Alternativen.
Es übernimmt Leni, Johns Ehefrau, gemeinsam mit ihre Tochter Sonja die Geschäfte. Sie werden oft vor fast unüberwindbare Hürden gestellt. Felix Mansfeld, ein ehemaliger Freund wurde zum ärgsten Feind. Er will das einträgliche Schifffahrtsunternehmen der Familie Casparius besitzen. Jedes Mittel ist ihm dazu recht.

Die oft sehr tragische Handlung wird aus mehreren Perspektiven der ehemaligen Kinder erzählt. Max und Charlotte Casparius sowie Kurt Jacobson wurden auf Grund ihrer jüdischen Herkunft nach England verschickt. So wurden die Familien auseinandergerissen. Flüssig und sehr gut recherchiert erlebte ich diese furchtbare Zeit.
Michaela Grünig stellt die Jahre 1939 bis 1949 sehr realistisch dar . Es ist nicht einfach zu lesen, da die Autorin nichts beschönigt. Hautnah erlebte ich die Bombardierungen Hamburgs und das daraus entstehende Leid der Bewohner. Eine schöne und stolze Stadt liegt zum großen Teil in Schutt und Asche. Es ist eine grausame Zeit, voller Leid und Elend.
Entbehrungsreich geht es auch nach Kriegsende weiter. Kurt, der auf abenteuerliche Art und Weise Pilot bei der Royal Air Force wurde, fliegt Dauereinsätze um die Berliner Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen.

Ein Buch das unter die Haut geht. Protagonisten wie Kurt, der Entscheidungen treffen muss, die ihm alles abverlangen. Sehr akribisch hat Michaela Grünig recherchiert. Die Judenverfolgung mit all ihren Konsequenzen, die schrecklichen Bombardierungen Hamburgs, die Berliner Luftbrücke. All dies ist sehr gut in die Handlung integriert.
Der Roman sollte gerade in der aktuellen Situation gelesen werden und zum denken anstoßen damit sich diese grausame Geschichte der Rassenhetze nicht wiederholt.

Von mir erhält die Autorin für diesen spannend und emotional erzählten Band das Prädikat ausgezeichnet.

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