Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
tolles Abenteuer mit viel Sachwissen
Der kleine Drache Kokosnuss bei den alten Griechen von Ingo Siegner
Wir sind schon lange große Kokosnussfans - und da sich meine Kids sehr für Geschichte interessieren, gefallen uns alle Geschichten, die sich um den Lasephaser drehen, besonders gut. Wir haben den kleinen Drachen Kokosnuss damit schon nach Rom und zu den Dinosauriern begleitet. Nun geht es ins Alte Griechenland, denn Mathilda braucht Input für die Schule.
Und so gehts ab in die Antike, wo die Drachen und Mathilda Philosophen treffen, die in der Tonne leben, einen Alexander, der sich als Alexander der Große herausstellt, und ein dreiköpfiges Wesen, das die Frage aufkommen lässt, ob es die Hydra doch gab oder ob es doch nur ein sagenhaftes Wesen gibt, dass es doch nicht nicht wirklich gibt?
Die Geschichte passt super zur Reihe. Die Charaktere sind wie immer überzeugend und auch mitreißend. Ich mag sie wirklich sehr, jeder einzelne von ihnen ist auf seine Art sehr liebenswert. Und darüber hinaus lernt man dabei so einiges über die Antike. Ein tolles Abenteuer!
Rezensionen von Lena:
Rasanter Ökothriller
Partikel von Wolf Harlander
Im Mittelmeer kentert ein Frachtschiff mit einer riesigen Ladung voller Plastik und verschmutzt das Meer und die umliegenden Küsten.
Die kleine Zoe hat Unmengen an Mikroplastik im Blut und droht dadurch an einem Leberkarzinom zu sterben. Ihre Tante Melissa, eine Journalistin deckt ein ganzes Netz aus Plastiklügen auf und bringt Verborgenes zum Vorschein.
Eine Firma will mit Algen die Lösung gegen Plastik gefunden haben.
Zwei BND Beamte verfolgen die Plastikmafia durch ganz Europa.
Verschiedene Erzählstränge haben einen gemeinsamen Nenner: Plastik.
Mein erstes Buch von Wolf Harlander und puh dieser Thriller hat mich ziemlich aus der Fassung gebracht und hat mich tatsächlich noch in meinen Träumen verfolgt. Das große Müll- und vor allem Plastikproblem der Welt war mir durchaus bewusst, aber dieser Ökothriller hat mir einmal mehr vor Augen geführt wie ausweglos und dramatisch die Situation eigentlich ist. Wir produzieren und verbrauchen Unmengen an Kunststoff und wissen gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Müll. Somit ist es natürlich auch möglich, dass damit viel illegales Geld gemacht werden kann. Wolf Harlander beschreibt in „Partikel“ ein überaus echtes Problem und ist dadurch umso brisanter und hat mich trotz der Länge des Buches wirklich mitgerissen. Mit Melissa, Tobias und der kleinen Zoe habe ich ganz besonders mitgefiebert und eine große Sympathie entwickelt. Die Seiten haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich verzichte schon lange, wenn möglich auf Getränke in PET Flaschen aber werde nochmal meinen Konsum und mein Kaufverhalten von Kunststoffartikeln überdenken. Jeder sollte „Partikel“ lesen, vielleicht werden dem ein oder anderen dadurch auch die Augen geöffnet. Die Welt kann nur eine bessere werden, wenn jede/r Einzelne/r sich dafür engagiert.
Rezensionen von Miro:
Was wirklich geschah
Meeresfriedhof von Aslak Nore
Meeresfriedhof ist der Auftakt einer Trilogie über eine der mächtigsten Reederfamilien Norwegens. Die Falck Familie hat altes Geld, Macht und politischen Einfluss und Olav Falck ist mit seinen 70 Jahren noch immer nicht bereit, seinen Sitz an eines seiner Kinder weiterzugeben.
Ein tragisches Unglück hat die Falks während des 2.
Weltkriegs heimgesucht. Store Thor kam beim Untergang eines Hurtigrutenschiffs ums Leben. Seine Frau Vera und ihr kleiner Sohn Olav überlebten durch einen beherzten Sprung ins eiskalte Wasser. Kurz bevor sich das Unglück zum 75. Mal jährt, nimmt sich Vera Falck das Leben und hinterlässt ihrer Enkelin Sasha einen Brief mit der Bitte, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Nicht alles hat sich damals so ereignet, wie es kolportiert wurde und so manche Helden werden ihr Ansehen dadurch verlieren.
Wer sich hier einen spannenden Thriller erwartet, könnte eventuell enttäuscht sein. Der Autor erzählt sehr ausufernd und streckenweise fühlt sich das auch etwas langatmig an. Dennoch bleibt die Geschichte spannend und vor allem der Schluss macht dann doch Lust auf mehr.
Man muss das Buch als Familiensaga lesen, die ihre Leichen im Keller hüten möchte. Es geht um Macht und Geld und deren Erhalt, frei nach dem Familienmotto "familia ante omnia". Leicht mafiöse Züge lassen sich da erkennen.
Ein bisschen erinnert dieses Buch an die Millennium -Trilogie. Auch hier gibt es einen Journalisten, der die Hintergründe beleuchtet und den Falck-Geheimnissen auf die Spur kommen möchte. Allerdings ist es nicht so spannend und die Charaktere sind auch nicht ganz so eckig und kantig. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band der Saga!
Rezensionen von KimVi:
Humorvoller Krimi
Weg vom Schuss von Jana DeLeon
Da ein Waffenhändler ein Kopfgeld auf die CIA-Agentin Fortune Redding ausgesetzt hat, beschließt ihr Chef, sie vom Radar verschwinden zu lassen und bringt sie, getarnt als ehemalige Schönheitskönigin und Bibliothekarin, in Sinful, einem abgelegenen Kaff in Louisiana, unter. Fortune soll sich dort unauffällig verhalten und möglichst den Kontakt zu den Dorfbewohnern meiden.
Doch dieser Plan ist zum Scheitern verurteilt, da Fortune direkt nach ihrer Ankunft einen menschlichen Knochen in ihrem Garten findet. Das ruft nicht nur den Deputy Sheriff der Stadt auf den Plan, sondern auch zwei ältere Damen, die auf den ersten Blick ziemlich harmlos wirken. Dennoch gelingt es den Ladys, Fortune immer tiefer in die Sache hineinzuziehen....
"Weg vom Schuss" ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe, in der Fortune Redding im Mittelpunkt steht. Die Handlung wird in der Ich-Form, aus ihrer Sicht, geschildert. Fortune wirkt vom ersten Moment an sympathisch, wodurch man sich in ihrer Haut äußerst wohlfühlt. Sie scheint ein ausgeprägtes Talent dafür zu haben, sich in unmögliche Situationen zu katapultieren. Da sie nicht nur schlagfertig ist, sondern auch über sich selbst lachen kann, ist man von Anfang an mitten im Geschehen.
Gemeinsam mit ihr erkundet man ihren neuen Aufenthaltsort und ist erstaunt, über die unerwarteten Regeln, die in Sinful gelten. Gut, dass Fortune die beiden alten Damen Gertie und Ida Belle kennenlernt, die ihr eigentlich helfen könnten, Fehltritte zu vermeiden. Leider nur eigentlich, denn mit Gertie und Ida Belle fängt der Ärger so richtig an. Unauffälliges Verhalten, um ja keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist mit den beiden schier unmöglich. Denn die beiden Damen hoffen darauf, dass Fortune sie bei der Aufklärung eines Mordes unterstützt.
Der Schreibstil ist locker und humorvoll, wodurch man förmlich durch die Seiten fliegt. Die Szenen werden so detailliert beschrieben, dass man sofort alles vor Augen hat. Da Fortune wirklich in jedes Fettnäpfchen tritt, das der kleine Ort zu bieten hat, muss man oft unverhofft schmunzeln. Der Krimianteil kommt allerdings nicht zu kurz. Auch wenn man meint, dass man alles sofort durchschaut, kann man sich auf einige Überraschungen einstellen.
Ein humorvoller Auftakt, der neugierig auf den weiteren Verlauf macht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Bretonisch mit Flammen von Gabriela Kasperski
Als das Reetdach eines alten Ferienhauses im malerischen Ferienort Camaret-sur-Mer in Flammen aufgeht, weiß noch niemand, dass man ausgerechnet den mit der Renovierung des Hauses beauftragte Handwerke Isidore dort seinen Tod finden wird. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, denn Isidore scheint vom Gerüst gestürzt zu sein.
Ein Fußabdruck auf dessen Rücken lässt die Buchhändlerin und Hobby-Ermittlerin Tereza Berger, die auch zu Isidores Kunden zählt, an der Unfalltheorie zweifeln.
Wie schon in den vier Vorgängern beginnt sie, sehr zum Leidwesen von ihrem Freund, dem Polizisten Gabriel Mahon, Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt sie nicht nur auf eine Vermittlungsagentur, die nahezu jedes (Ferien)Haus in ihrem Katalog hat, sondern auch auf Machenschaften des örtlichen Bauamtes, das - so scheint es - bei der Erteilung von Genehmigungen für Um- oder Zubauten eine eigenwillige Kreativität an den Tag legt sowie Gesetze und Vorschriften nach Gutdünken (und Geldbörse der Antragsteller) interpretiert.
Als dann Gabriel Mahon suspendiert wird, weil er gegen die Anordnung des Präfekten, den Tod von Isidore als Unfall zu den Akten zu legen. Auch die in diesem Zusammenhang aufgetauchten Malversationen sollen unter den Teppich gekehrt werden. Doch der Präfekt rechnet nicht mit dem kongenialen Ermittler-Duo Tereza und Gabriel.
Meine Meinung:
Auch dieser 5. Fall für Tereza Berger und Gabriel Mahon liest sich flott und flüssig. Gabriela Kasperki erzeugt durch zahlreiche unerwartete Wendungen eine spannungsgeladen Atmosphäre. In diesem Geflecht von Amtsmissbrauch, Korruption und Gier wird ohne Rücksicht gemordet. Eine Straftat zieht die nächste (zur Vertuschung) nach sich, wie es die alten Römer schon ausgedrückt haben: Crimen ciminem invocat.
Wie immer spielt die Landschaft, das Meer und die Mentalität der Bretonen eine große Rolle. Der Prolog hat mich sehr neugierig macht. Hier bin ich persönlich ein wenig enttäuscht worden, dass die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in weiterer Folge kaum mehr eine Rolle gespielt haben. Da hätte sich noch ein fesselnder Nebenstrang ergeben können.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem fesselnden 5. Fall für Tereza Berger und Gabriel Mahon 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Macht Appetit
Vegan – Vegetarisch – Vergara von Josué Vergara
„Die beste Motivation und Inspiration für eine gesunde Ernährung sind schnell und mühelos nachzukochende Gerichte!“
Mit diesen Worten leitet der aus Ecuador stammende und durch die Welt gereiste Koch und Autor Josué Vergara dieses Kochbuch ein. Wobei „mühelos“, „schnell“ und „einfach“ wohl im Auge des Betrachters liegen.
Nicht alles, was ein Profikoch aus dem Handgelenk schüttelt, ist für (Hobby)Köche leicht zuzubereiten.
Sehr gut gefällt mir die Tabelle auf S. 11 in der die Möglichkeiten vegetarische Zutaten durch vegane zu ersetzen, aufgeführt sind. Das ist vor allem für Anfänger hilfreich.
Die Rezepte sind wie folgt zusammengefasst:
Aufstriche & kalte Saucen
Vorspeisen
Suppen
Salate
Hauptspeisen
Desserts, Smoothies & Shakes
Manches ist hinlänglich bekannt, manches ist neu. Die Fotos der Speisen machen Appetite und laden zum Nachkochen ein. Mir gefällt die Doppelseite 100/101 am besten. Hier sind drei Sorten von Risotto in den Farben rot, gelb und grün abgebildet: Einfach, nahrhaft und hübsch anzusehen.
Schmunzeln musste ich über das Wortspiel im Titel der Buches. „Vegan - Vegetarisch - Vergara“. So manche(r) wird sich vielleicht denken „Vergara“ welche Art von Gerichten ist das?
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Kochbuch 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mordsmäßig gelungen!
Mordsmäßig durchgebrannt von Saskia Louis
Endlich ist es soweit! Die Vorbereitungen zur Hochzeit von Louisa Manu und Joshua Rispo laufen auf Hochtouren. Nicht immer ganz nach den Wünschen des Brautpaares, mischen doch viel zu viele andere Personen mit: Louisas Mutter, die erstmals auftretende Großmutter, Trudi, Louisas höchstschwangere Schwester Emiliy sowie die Rispo-Brüder und natürlich eine Leiche.
Doch der Reihe nach: Es beginnt damit, dass die Hochzeitsanzeige der beiden im „Rheinischen Boten“ (Whats App sei Dank) fehlerhaft ist, was Louisa erheitert, aber ihre Mutter zu Weißglut treibt. Um des lieben Friedens (oder ist es doch nur eine Waffenruhe?) willen, fährt Louisa in die Redaktion der Zeitung, trifft auf einen aufgelösten Redakteur und - erraten - eine Leiche. Der Schock ist umso größer, als sich herausstellt, dass es sich bei dem Toten ausgerechnet um jenen Mann handelt, der die Mutter der Rispo-Brüder vor 17 Jahren ermordet hat ...
Fällt nun die Hochzeit aus, weil Joshua endlich mit dem Mord an seiner Mutter abschließen will?
Meine Meinung:
Der 10. und leider letzte Teil der Reihe rund um die Blumenladeninhaberin (Oh-Ton und Selbstbeschreibung) Louisa Manu und den charismatischen Kriminalbeamten Joshua Rispo ist ein wahres Feuerwerk an komischen Situationen, die mich immer wieder laut auflachen lassen. Sei es, dass Emily glaubt, dass sie nach der Geburt des Kindes „ausruhen“ kann (haha, mordsmäßig irre und völlig daneben) oder sei es, dass die anderen Rispo-Brüder, trotz Kenntnis der Humorlosigkeit von Joshua einen Polterabend veranstalten, der nicht ganz so abläuft wie geplant.
„Viele glaubten, dass Joshua Rispo seine Mundwinkel nicht oft benutzte und seine Fähigkeiten sich darauf beschränkten, Mörder zu fangen, Liegestütz und seine vier Brüder zur Sau zu machen. Ach ja, außerdem brillierte er natürlich noch darin, mich mit düsterem Blick und einer Menge Fantasie daran zu hindern ihm dabei zu ... ähem nannten wir es mal - zu helfen, Kriminelle hinter Gitter zu bringen. Doch die meisten seiner Bekannten würden behaupten, dass er nicht gut darin war, zu lachen Spaß im Leben zu haben und den Moment zu genießen. Und sie hatten absolut recht. Außer, er war mit mir zusammen.“
Auch Trudi mit ihren Keksen sowie Louisas erstmals auftretende Großmutter, vor der vor allem Gitti Manu einen Heidenrespekt hat, kann mit ihren humorvollen Einlagen wieder voll Punkten.
Dieser Band kann problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Dennoch empfehle ich die Reihe von Beginn an zu lesen, da man sich sonst um herrliches Lesevergnügen brächte.
Mordsmäßig schade, dass die Reihe nun zu Ende ist.
Fazit:
Mordsmäßig grandios wie immer, weshalb es natürlich mordsmäßige 5 Sterne und eine mordsmäßige Leseempfehlung gibt.
Rezensionen von Anndlich:
Das Leben in einer Scheinwelt
That Girl von Gabriella Santos de Lima
Gabriella Santos de Lima schreibt in That Girl über Tess Raabe, die ihr Leben in den sozialen Medien preisgibt und ein Bestsellerbuch über all ihre gescheiterten Tinder-Dates geschrieben hat. „That Girl“ ist die Bezeichnung für einen Stereotypen und bezeichnet eine Frau, die einen gesunden und geregelten Lifestyle hat, wunderschön aussieht und einfach das perfekte Leben führt.
Das ist Tess in auf ihren sozialen Kanälen, doch wie sieht ihr wahres Leben aus?
Vielleicht hätten bei mir schon die Alarmglocken bei der Erwähnung „That Girl“ klingeln sollen, dafür hätte mir der Begriff jedoch vorab geläufig sein müssen. Wobei ich die Differenzen zwischen dem wahren und dem medialen Leben interessant finde und dies gewiss auch ein wichtiger Punkt bei jüngeren Menschen ist, die noch Gefahr laufen könnten, dieser Trugwelt Glauben zu schenken.
Diese Differenzen konnten gut dargestellt werden, jedoch fand ich die Protagonistin Tess Raabe von Beginn an furchtbar nervig. Es ist das eine, seine Follower eine Scheinwelt zu zeigen und ihnen das Bild einer perfekten Welt darzubieten. Bedenklich wird es, wenn die Protagonistin sich aber durchweg verstellt, um diesem Ideal entsprechen zu können und sich dabei sehenden Auges ins Unglück rennt.
Wenn man mit einem Stereotypen arbeitet und die Story darauf aufbaut, dann wundert es vermutlich auch nicht, dass viele Klischees mitschwingen. Leider ein weiterer Punkt, der mich nicht abgeholt hat.
That Girl von Gabriella Santos de Lima ist eine Abrechnung mit der Fakewelt des Internets und wird sicherlich denjenigen gefallen, die mit Tess Raabe mitfühlen können. Ich konnte mit ihrem Denk- und Handlungsweisen hingegen weniger anfangen, weswegen ich inhaltlich leider erst gegen Ende etwas abgeholt wurde.
Rezensionen von Harakiri:
nimm dir Zeit für dieses Buch
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann
Zeit ist das wichtigste, das Menschen haben können.
So sieht das auch ein Serientäter, der seine Opfer mit den Worten „hast du Zeit?“ entführt.
Das Buch ist mal etwas Anderes: nicht die Polizei ermittelt, sondern ein Kommissar im Ruhestand.
Für mich zog sich die Handlung dieses Mal ein wenig, weil es so gar keine Anhaltspunkte gab, die das Buch voranbrachten und auch nicht so viel Spannung aufkam.
Für mich waren die Szenen mit den Opfern am aufregendsten, hiervon hätte ich gerne mehr gelesen, was dann aber vielleicht die Überraschung geschmälert hätte. Denn überraschend ist die Handlung allemal. Und sie wirft viele Fragezeichen auf.
Ich mochte vor allem Grotheer, den ehemaligen Polizisten sehr gerne und Lily, die Freundin eines der Opfer. Wie Grotheer ermittelt hat mir sehr gut gefallen.
Nicht gefallen haben mir die Kapitel des Täters – die waren sehr unverständlich. Wahrscheinlich hat man sie aber gebraucht, um sich in die Psyche des Täters hineinversetzen zu können. Und die hat es in sich. Denn was er mit den Opfern anstellt sorgt allemal wieder für wohlige Schauer.
Fazit: Hast du Zeit für dieses Buch? Wenn nicht, dann nimm sie dir
Rezensionen von jam:
Der erste eigene Fall für Oma Käthe - hoffentlich nicht der letzte!
Der tote Kurschatten von Sylt von Dany R. Wood
"Zwar zählten Mordermittlungen nicht gerade zu ihrer Kernkompetenz, aber anderen auf den Zahn zu fühlen, dafür war sie prädestiniert. Und dafür, unbequeme Fragen zu stellen, sowieso."
Kapitel 9
Ja, das kann sie gut, die Oma Käthe. Fans der Familie Backes ist sie längst ein Begriff, Käthe, die Schwiegermutter des eigenwilligen Dorfbullen Jupp Backes aus dem Saarland.
Noch gebeutelt von ihrer letzten Trennung darf Käthe zur Kur - nach Sylt. Doch kaum ist sie dort angekommen, stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes über eine Leiche und das wars dann mit der Ruhe. Denn neugierig ist sie, und ein untrügliches Gespür hat sie auch. Und so stehen statt Fango und Ruhe Ermittlungen auf ihrer Tagesordnung. Denn so lapidar als Selbstmord, wie es die örtliche Polizei sieht, will sie den Todesfall nicht abtun. Gut, dass auch der pensionierte Leiter der Kripo Sylt, Hinnerk Rasmussen, das so sieht und mit ihr eine gute Verbündete hat, die direkt in der Kuranstalt quasi verdeckt ermitteln kann.
Als begeisterte Leserin der Reihe habe ich mich sehr darauf gefreut, Oma Käthe alleine in Aktion erleben zu dürfen - und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Sie ermittelt auf die ihr eigene Art, spielt dabei auch gerne mal die verwirrte Oma, um mehr zu erfahren. Und wer Dany R. Wood kennt, weiß, dass dabei der Humor nicht zu kurz kommt!
Herrlich auch die kurzen Gastauftritte der restlichen Familie Backes, denn ganz ohne die Oma können Jupp und Inge dann doch nicht sein!
Aber auch für Quereinsteiger ist es eine gute Möglichkeit, die Backes kennenzulernen!
Wie immer hat es auch der Fall in sich, es gibt viele Spuren, denn der Verstorbene war ein Schürzenjäger und ließ keine Masche aus, um die Frauenwelt zu verführen! Bereitwillig bin ich dem Autor in jede Falle getappt und habe mich täuschen lassen, um am Ende eine schlüssige Auflösung serviert zu bekommen.
Ich hoffe, dass das Ende des Falles erst der Anfang ist und freue mich auf neue Fälle mit Hinnerk und Käthe - ob auf Sylt oder sonstwo!
Fazit: Der erste eigene Fall für Oma Käthe - hoffentlich nicht der letzte!











