Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Ein Kochbuch der etwas anderen Art
Hetero-Haxe von Uwe Krauser
Schon alleine der Buchtitel und das ausgefallene Cover lassen vermuten, dass es sich hier um ein Kochbuch der etwas anderen Art handelt. Der Hinweis auf "Himmlische Rezepte" klingt jedenfalls vielversprechend und der auf "Höllisch peinliche Geschichten" ehrlich gesagt noch viel besser.
Zwischen den liebevoll gestalteten Buchdeckeln verbirgt sich viel mehr als Zutatenlisten, Kalorienangaben und monoton geschriebene Zubereitungshinweise. Hier gibt es Klatsch, Tratsch und jede Menge Fettnäpfchen zu entdecken.
Denn Autor Uwe Krauser, der anspruchsvollen Kochbuchlesern sicher durch sein vorheriges Werk "Tunten Toast" bekannt sein dürfte, plaudert mal wieder aus dem Nähkästchen und gewährt Einblicke in die Zeit, in der es ihn und seinen Mann Oliver, vom spanischen Benidorm in den Bayerischen Wald verschlagen hat. So erfährt man also beispielsweise, wie alles im idyllischen Bodenmais begann, was es mit schwarzhaarigen Blondinen auf sich hat und bekommt außerdem eine Anleitung, wie man garantiert lebenslängliches Hausverbot in einer Kirche erhält.
Der Schreibstil ist so lebendig, dass man das Gefühl hat, Uwe Krauser direkt gegenüberzusitzen. Man kann sich entspannt zurücklehnen und seine Geschichten genießen. Dabei lässt es sich allerdings nicht vermeiden, das ein oder andere Mal laut loszulachen. Falls man also vorhat, dieses Buch an öffentlichen Orten zu lesen, sollte man das bedenken.
Dennoch handelt es sich hier natürlich um ein Kochbuch und selbst in einem Kochbuch der etwas anderen Art, dürfen natürlich die Rezepte nicht fehlen. Die Überleitungen zwischen Geschichten und Rezepten sind (meistens) passend. Die Anleitungen sind in einem munteren Ton verfasst, wodurch man das Gefühl bekommt, die Umsetzung ebenfalls ausführen zu können, auch wenn man kein Profi ist. Der Autor vergisst dabei auch nicht, auf Gefahren bei der Zubereitung hinzuweisen. Die Zutaten sind nicht zu exotisch oder ausgefallen. Dadurch steigt die Motivation gewaltig, einfach mal etwas auszuprobieren. Es gibt außerdem Bilder, die zeigen, wie die Gerichte (bestenfalls) aussehen, wenn man das Experiment abgeschlossen hat.
"Hetero Haxe" ist eine gelungene Fortsetzung zum "Tunten Toast" und überzeugt wieder durch herrlichen Humor, leckere Gerichte und lebendige Geschichten.
Rezensionen von Meli:
Zweite Chancen für Liebe und Familie
Weil ich an dich glaube - Great and Precious Things von Rebecca Yarros
Seit dem Tod seines Bruders hat Camden sich nicht mehr in seine Heimatstadt gewagt, zu groß sind die Schuldgefühle. Doch als sein dementer Vater ihn um Hilfe bittet, ist Camden bereit, seine Pflicht zu erfüllen. Bei Camdens Ankunft erinnert sich sein Vater aber schon nicht mehr an seine Bitte und das macht die Dinge nicht gerade einfacher.
Camden fühlt sich wie ein Außenseiter und kann nicht umhin, sich immer wieder mit seinen zwei Brüdern zu vergleichen. Während Camden Schuld daran ist, dass sein Bruder Sullivan gestorben ist, ist sein älterer Bruder Xander der perfekte Sohn, der sich um alles kümmert und nicht gerade glücklich darüber ist, dass Camden sich plötzlich einmischen möchte. Obwohl seine Familie und die Gemeinschaft Camdens Anwesenheit und Pläne nicht akzeptieren wollen, gibt Cam aber nicht auf.
Auch die Beziehung zu Willow ist kompliziert, denn sie war nicht nur Cams beste Freundin, sondern auch Sullivans Freundin. Camden kann sich selbst nicht vergeben, was er ihr durch seine Entscheidungen angetan hat und traut sich auch nicht, seinen romantischen Gefühlen nachzugeben, die schon seit sehr langer Zeit heimlich in ihm schlummern.
Trotz all der Trauer und der unterdrückten Gefühle schaffen sie es, ihre Freundschaft wieder zu kitten, es entsteht neues Vertrauen zwischen ihnen und Willow unterstützt Camden während der Herausforderungen, die ihm auf seinem Weg begegnen. Diese Herausforderungen und Camdens große Pläne fand ich sowohl spannend als auch emotional, allerdings nicht besonders abwechslungsreich und ich hatte schon manchmal das Gefühl, dass sich die Handlung ein kleines bisschen in die Länge zieht.
Rezensionen von _Le4_:
Stereotypisch und Mittelmäßig
School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager
Im Buch geht es um Devin, die nach einem Tag am See herausfindet, dass sie eine Nixe ist. Um mehr über ihre Herkunft zu erfahren und Kontrolle über ihre Kräfte zu erlernen, wechselt sie kurz darauf auf die School for Myth and Magic in Norwegen. Abseits dessen, dass sie die Verhaltensregeln der unterschiedlichen Arten nicht kennt und dadurch in einige Fettnäpfchen tritt, geht irgendeine dunkle Macht um.
Grundsätzlich fand ich die Idee mit der magischen Schule, die halb unter Wasser und halb über Wasser ist, ziemlich cool. Es hat mich vom Humor und der Hauptcharakterin ganz leicht an Rubinrot erinnert.
Leider hat mir das Buch an vielen Stellen mit zu vielen Stereotypen der Medien aus den 2000ern aufgewartet. Es gibt eine “Schulzicke”, die Hauptcharakterin ist die einzige ganz besondere Nixe mit ganz besonderen Kräften, sie ist nicht so wie die anderen Mädchen und der begehrteste, heißeste Junge der Schule will sofort was von ihr. Wenn ich in nostalgischerer Stimmung gewesen wäre, hätte ich es vielleicht ganz gerne gelesen, so hat es sich aber einfach fast schon altmodisch angefühlt.
Die Story selbst war nichts Herausragendes, aber unterhaltsam genug. Ich habe gerne mal wieder ein Buch über Nixen gelesen. Die Mystik war ziemlich cool. Es war interessant zu sehen, wie die verschiedenen Arten miteinander interagieren und was so bestimmte Stereotype sind und dass diese teilweise sehr fragwürdig sind. Das bietet vor allem Stoff zum Nachdenken für die nächsten Teile.
Das Set-Up am Ende für den nächsten Band war spannend. Auch wenn ich kein riesiges Interesse habe, den nächsten Band zu lesen, sorgt das doch dafür, dass ich ihn zumindest auf dem Schirm behalten werde.
Das Buch wartet mit einigen stereotypen Dingen aus älteren Medien der 2000er und 2010er auf, was ich anstrengend fand, was aber auch nicht in einem Ausmaß stattfand, dass ich grundsätzlich vom Buch abraten würde. Ansonsten war es unterhaltsam, aber nicht herausragend.
Rezensionen von rewareni:
Abwechslungsreich
Kaleidoskopische Welten von Dario Schrittweise
Der Autor Dario Schrittweise lässt den Leser in seinem Kurzgeschichten Band ,,Kaleidoskopische Welten“ in eine bunte Mischung an verschiedenen Kurztexten eintauchen, die zum Nachdenken anregen, die Stellenweise auch ein kleines Schmunzeln entlocken können und auch solche die phantastische Inhalte bieten.
Es sind eher einfach gehaltene Geschichten wo man verschiedene Themengebiete präsentiert bekommt. Das Unterthema - Fantastisches und Märchenhaftes hat dabei mehr mein Interesse getroffen, da diese Geschichten einen besonderen Reiz haben.
Ebenso amüsant habe ich die Dramatischen Wendungen gefunden, wo man unter anderem wie Theaterstücke aufbereitete Geschichten findet, die überraschend und interessant zu lesen waren.
Bei anderen Texten, die Lebensweisheiten zum Thema haben, wo es um Glück oder dem Sinn des Lebens geht, sowie alltägliche Erlebnisse und Ereignisse, bei denen hat mir immer wieder noch ein kleiner Höhepunkt oder eine überraschende Wende gefehlt, damit mich diese Geschichten wirklich überzeugen hätte können.
Auf alle Fälle lassen sich die Geschichten schnell lesen und man hat dabei einen angenehmen Zeitvertreib.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Traumland Georgien?
Vor einem großen Walde von Leo Vardiashvili
Ein Buch, das tiefe Einblicke in ein von Krieg und Krisen gebeuteltes Land gibt.
Nur wenig funktioniert in Georgien so, wie wir es gewohnt sind. Ein Teil der Bevölkerung gehorcht blind und führt Befehle aus, ohne über deren Sinnhaftigkeit nachzudenken. Ein anderer Teil kämpft sich sehr erfinderisch durch den Alltag.
Kein Wohlfühlbuch!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Kindheitstraumata
Die Zeit im Sommerlicht von Ann-Helén Laestadius
Wieder ein Buch, von dem ich restlos begeistert bin.
Die Autorin erzählt von fünf Kindern, die in den 50er Jahren im selben Nomadeninternat waren. Und, aus deren Leben 30 Jahre später. Die Schule hatte sie alle traumatisiert. Laestadius beschreibt, wie sie ihr Leben meistern. Und die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Ihre Mutter war auch auf so einer Nomadenschule.
Bedrückend, herzzerreißend. Sehr gut geschrieben leidet man mit den Kindern und den Erwachsenen.
Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Geschichte interessant erzählt
Marseille 1940 von Uwe Wittstock
Ein Sachbuch, das sich spannend wie ein Thriller liest. Leider keine Fiktion sondern Realität.
1940 - viele der künstlerischen Elite Deutschlands sind nach Frankreich geflohen. Bis sie nach der Machtergreifung Hitlers auch hier nicht mehr sicher sind und erneut fliehen müssen.
Das Buch beschreibt das Leben, das Denken und die Flucht vieler Schriftsteller und anderer Künstler.
Dabei wirkt es nie belehrend, wie es Sachbücher manchmal tun. Ich wollte immer wissen, wie die Geschichten nun weitergingen und konnte es nur schwer aus der Hand legen.
Große Empfehlung!
Rezensionen von Buster:
Sehr spannend
Das falsche Blut von Philipp Gravenbach
Ein Mädchen, das nicht spricht, flüchtet vor jemandem und landet zufällig genau vor einem Polizisten, der sie erstmal rettet. Aber die Verfolger geben nicht so leicht auf. Außerdem hat sie ein Foto von einer Agentin vom deutschen Militärischen Abschirmdienst bei sich, die früher Auftragskiller in für die türkische Mafia gewesen ist.
Ihr Name: Ishikli Caner. Was hat sie mit ihr zu tun?
Der französische Staatsschutz ist auch noch an dem Kind interessiert und irgendwie ist noch ein Pharmakonzern darin verwickelt!
Das Buch beginnt gleich sehr spannend mit der Flucht des Mädchens und die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Es gibt einige Höhen, die zum Ende ihren Höhepunkt erreichen, aber sie ist nie ganz weg.
Ich war von Anfang an gefesselt von diesem Werk und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Unglaublich mitreißend und viel, gut geschilderte, Aktion macht es zu einem wahren Thriller!! Der Schreibstil ist flüssig lesbar und die Charaktere gut geschildert.
Ich habe leider den ersten Teil nicht gelesen, was nicht so schlimm ist, denn das Buch lässt sich auch gut alleine lesen. Allerdings interessiert mich schon, wieso Ishikli von der türkischen Mafia in den deutschen Militärischen Abschirmdienst kommt!!
Das Ende ist ein absoluter Cliffhanger und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Schicksal!?
Der Fluss und das Meer von Natascha Wodin
I
ch bewundere diese Frau. Natascha Wodin beschreibt hier verschiedene Ereignisse/Begebenheiten aus ihrem Leben. Schonungslos ehrlich. Sie hat keine Wurzeln, gehört nirgendwo dazu. Eindrucksvoll lässt mich dieses Buch nachdenklich zurück und wird wohl noch sehr lange nachklingen.
Ich kann alle Bücher der Autorin vorbehaltlos empfehlen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Sprachgewaltig
Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne von Saša Stanišić
Der Autor erzählt einzelne Geschichten die irgendwie lose zusammenhängen.
Urkomisch!
Obwohl die Themenauswahl sehr ernst ist - von Papamonat über Enkeltrick bis zur einsamen Witwe ist hier alles vereint - wird es sehr lustig erzählt.
Grandiose Sprache, kluge Sätze.
Bitte lesen - unbedingt!











