Kunden em pfehlungen
Rezensionen von froschman:
Designer-Probleme
Der blaue Salamander von Luca Ventura
Der Inselpolizist Enrico Rizzi ist wieder einmal auf der Insel Capri im Einsatz, nachdem die Modedesignerin Rosalinda Fervidi tot in einem Beichtstuhl aufgefunden wurde. Gemeinsam mit seiner Kollegin Antonia Cirillo soll er die Kollegen aus Neapel, die für dieses Schwerverbrechen zuständig sind, unterstützen.
Die Neapolitaner haben den Täter rasch ausgemacht, nämlich den Straßenkehrer Salvatore, der das Opfer gefunden hatte. Doch Rizzi kann nicht glauben, dass Salvatore der Täter sein sollte, der kann ja auch sonst keiner Fliege etwas zu Leide tun, und ermittelt auf eigene Faust weiter und löst gemeinsam mit Cirillo im Endeffekt den Fall.
Die beiden Insel-Polizisten Rizzi und Cirillo haben beide familiäre Probleme und müssen diese bewältigen, was jedoch nicht immer leichtfällt. Rizzi kennt als Caprese praktisch alle Leute, Cirillo ist erst seit kurzem zugezogen und gilt als Ausländerin. Ventura beschreibt die Probleme mit dem Massentourismus und den daraus folgenden hohen Wohnungsmieten für die Bewohner. Man erfährt einiges über die Mode, vor allem des Handtaschengewerbes. Die gemeinsamen Ermittlungen sind interessant aber nur mäßig spannend, dennoch eine nette Urlaubslektüre!
Rezensionen von froschman:
Krankhafter Täter
Krähentage von Benjamin Cors
Jakob Krogh und Mila Weiss haben ihren ersten Arbeitstag in einer neu gegründeten Einheit, der Gruppe 4, die Gruppe ist für Ermittlungen bei Serientätern zuständig. Sie müssen den Tod einer 80jährigen Dame aufklären, die aber am Tag nach ihrem Tod noch nachweislich auf der Straße gesehen wurde! Kurz darauf ein ähnlicher Fall, bei dem ein Student ermordet wurde, auch er wurde nach dem Tod gesehen, und zwar im Hörsaal der Uni.
Bei beiden Toten werden ausgehungerte Krähen gefunden, die die Opfer grausam zugerichtet haben. Und bei beiden Opfern fand sich eine unheilvolle Nachricht.
Benjamin Cors beschreibt ein Bild, das von Gewalt, Angst und Verzweiflung geprägt ist und legt von Anfang an ein berauschendes Tempo vor. Obwohl man den Täter eigentlich bald kennt, gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Die Perspektiv-Wechsel mit kurzen Kapiteln fördern die Spannung. Dieses neue Ermittlerteam hat Potenzial, hoffentlich gibt es noch weitere Aufgaben für Krogh, Weiss und ihrem Team!
Rezensionen von Lesemama:
Mutige Prinzessinnen
Disney Prinzessinnen - Starke Heldinnen - Volle Girl Power. Erstleseabenteuer von Anne Scheller
Zum Buch:
Drei Prinzessinnengeschichten von Disney. Drei mutige Prinzessinnen, die für sich und ihre Liebe einstehen. Die Schöne und das Biest, Küss den Frosch und Rapunzel, neu verföhnt für ErstleserInnen.
Meine Meinung:
Auf dem Titel sieht man schon die drei Prinzessinnen, um die es im Bich geht, bzw.
die ihre Geschichte erzählen dürfen.
Starke Heldinnen ist ein etwas übertriebener Titel, denn Heldinnen sind meiner Meinung nach andere Frauen.
Die Märchen, die man aus den Disneyfilmen kennt, werden hier stark verkürzt und in einfacher Sprache erzählt. Kurze Kapitel, bunte Bilder, die über eine Doppelseite gehen und vor allem genauso aussehen, wie sie den Kindern aus den Filmen bekannt sind. Es ist oft nur eine Seite Text, sehr kurz gefasst und in großer, gut lesbarer Fibelschrift. Ist tatsächlich für ErstleserInnen gut zu lesen, wären nicht die doch manchmal etwas schwierigen Worte, die zwar erklärt werden, aber für ErstleserInnen trotzdem schwer lesbar sind.
Trotzdem für kleine Disney-Prinzesinnen-Fans ein schönes Buch. Auch zum Vorlesen gut geeignet
Rezensionen von _ich.lese_:
Emotionale Liebesgeschichte
Wort für Wort zurück ins Leben von Beth Miller
Pearl lebt abgeschieden mit ihrem Mann in einem Häuschen mitten im Wald in Frankreich. Zu ihrem Vater hat sei keinen bzw. kaum Kontakt. Eines Tages bekommt sie einen Anruf von ihrem Bruder, der Vater liegt im Sterben. Trotz ihrer Vergangenheit, die nicht schön für sie war, möchte sie sich von ihrem Vater verabschieden.
Aber sie kommt zu spät, er ist schon verstorben. Aber er hat ihr Aufzeichnungen seines Leben hinterlassen, die nur sie lesen kann.
Die Geschichte über die Familie ist sehe bewegend und auch emotional, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Ich fand es teilweise etwas langatmig und fad. Pearl war zu Beginn etwas introvertiert, aber sie wird mit der Zeit immer mutiger und aufgeschlossener. Die Vergangenheit der Familie wird nach und nach mit den Tagebuchaufzeichnungen ihres Vaters immer mehr bekannt, aber trotz der Emotionen, die eine Rolle spielten konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Trotzdem schön zu lesen, Familiengeheimnisse haben schon was.
Rezensionen von Natalie:
So geht Spannungsroman - top
Was du vergessen musst von Monika Lüthi
Lena wacht im Krankenhaus auf, nachdem sie bei einer Bergtour zu Sturz kam. Panisch merkt sie, dass ihr die letzten zwei Jahre ihres Lebens komplett fehlen. Plötzlich ist sie verheiratet und Mutter einer Tochter. Gerade sie, die eigentlich nie Kinder wollte. Auch das Heimkommen fühlt sich falsch an und nachdem sie eine anonyme Drohung entdeckt, welche sie kurz vor ihrem Sturz bekommen hat, kann sie nicht anders, als nochmal die Route in den Schweizer Bergen zu gehen…um sich zu erinnern und Antworten zu finden, warum sie ein so anderes Leben lebt, als sie es in Erinnerung hat…
Meine Erwartungshaltung zu Monikas drittem Buch war ziemlich hoch und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Monika schafft es gekonnt, das so schwierige Thema Amnesie einfühlsam zu thematisieren und gleichzeitig mit der bedrückenden Atmosphäre in den malerischen Bergen aber den Spannungsbogen permanent hoch zu halten. Auch das Thema Kinder(-wunsch) wird behutsam, aber ehrlich beleuchtet. Die Figuren sind dabei so unterschiedlich wie auch authentisch dargestellt, wodurch man sich beim Lesen automatisch mitten im Setting von Lenas Suche wiederfindet. Ich konnte die klare Bergluft riechen, den Wind auf meiner Haut spüren und das Bergpanorama vor mir sehen - besser gehts ja nicht, wenn man ein Buch liest.
Liebe Monika, ein absolut toller Spannungsrom, der dir wieder gelungen ist. Dafür eine große Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Leserin71:
Hitze und Hochspannung
Glutroter Luberon von Ralf Nestmeyer
Als in einer Steinhütte im Luberon eine tote Frau gefunden wird, die wenige Wochen zuvor ein Kind zur Welt gebracht hat, wird Captain Malbec benachrichtigt. Niemand scheint die junge Unbekannte zu vermissen und auch der Säugling ist nicht auffindbar. Malbec trotzt der Hitze und geht den wenigen Spuren nach: Die Tote hatte Spuren von Ocker an den Händen, was ihn in die Ockerbrüche von Roussillon führt – mit heißem Ausgang!
Meine Meinung:
Dies ist der 4.
Band einer Krimireihe um Capitaine Malbec. Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden. Da ich kannte die vorherigen Teile schon kannte, war ich bald wieder im Luberon eingetaucht. Die Beschreibungen von Ralf Nestmeyer sind so angenehm in die Krimihandlung eingeflochten, dass es sehr einfach ist, das Wissen über die Region aufzunehmen. Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig.
Malbec steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sein Team arbeitet gerne mit ihm, seine Freundinnen lassen ihm den Spielraum, den er braucht. Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und mein Kopfkino lief. Für mich gab es eine gute Mischung aus alltäglichen und hochspannenden Situationen. Die Auflösung des Falls war überraschend und schlüssig.
Für den Mini-Frankreich mit Hitze und Hochspannung vergebe ich gerne 5 Sterne.
Dass ich dieses Buch vom emons-Verlag als Rezensionsexemplar zugesendet bekam, hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.
Rezensionen von Carolin:
Prima für kleine Held*innen
Disney Prinzessinnen - Starke Heldinnen - Volle Girl Power. Erstleseabenteuer von Anne Scheller
Das Buch hat mich aufgrund der filmnahen Aufbereitung bereits bei der Leseprobe in seinen Bann gezogen und erinnerte mich beim Lesen sehr an meine Kindheit. Die altbekannten Geschichten, die man aus den Disney-Filmen kennt, werden hier mit bunten Abbildungen und altersgerechter Sprache unter Nutzung einfacher Satzstrukturen aufbereitet und für Erstlesende auch in Schriftform erlebbar gemacht.
Hier stoße ich aber auch schon auf meinen einzigen Kritikpunkt. Ich hätte mir neue Geschichten rund um die bekannten Heldinnen Belle, Rapunzel und Tiana gewünscht. Neue Abenteuer, die die drei in ihren bekannten Welten erleben, und Neues, das es zu entdecken gilt.
Insbesondere gefallen hat mir allerdings die Vorstellung der Figuren zu Beginn einer jeden Geschichte sowie die Erklärungen schwieriger Wörter am Ende einer Geschichte. Dies erleichtert das Leseerlebnis und bietet zusätzlich die Möglichkeit der Sprachförderung.
Alles in allem sehr zu empfehlen, wenn man die Disney-Filme auf andere Art und Weise erleben möchte.
Rezensionen von dorli:
Unterhaltsame Beispiele aus der KI-Bilderzeugung
Die nackte Kuh von Jürgen Ehlers
Künstliche Intelligenzen wirken sich immer stärker auf unser Leben aus und sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Ein Anwendungsgebiet dieser Technologie ist die Erzeugung von Bildern. Hierfür gibt es mittlerweile eine Vielfalt an KI-Werkzeugen. Doch welche Möglichkeiten bieten Bildgeneratoren wie ChatGPT und Bing Image Creator und wie verlässlich sind eigentlich die Informationen, die sie liefern?
Jürgen Ehlers ist diesen Fragen nachgegangen.
Obwohl er, wie er in seinem Vorwort verrät, nichts von KI versteht, wollte er einfach mal spielerisch herausfinden, was möglich ist und was nicht. In „Die nackte Kuh“ stellt er die Ergebnisse vor und erzählt von seinen Erkenntnissen.
Schon das Cover und der Untertitel „Beispiele künstlicher Intelligenz und Dummheit“ lassen erahnen, dass die mit den genannten Programmen erzeugten Bilder zwar schön anzusehen sind, man den Abbildungen aber auch mit einem gut geschärften kritischen Blick begegnen sollte.
ChatGPT und Bing Image Creator brauchen nur eine Texteingabe, die das gewünschte Bild möglichst präzise beschreibt und ruckzuck wird eine passende Abbildung erstellt. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen. Bilder, die die Programme für unsicher oder schädlich halten, werden nicht erstellt. So können zum Beispiel reale Persönlichkeiten nicht abgebildet und gewalttätige Handlungen nicht dargestellt werden. Dafür legt die KI großen Wert auf positives Denken, bleibt sogar bei verheerenden Naturkatastrophen recht gelassen und stellt entsprechende Situationen verharmlost dar. Außerdem mögen die Programme keine Nacktheit - deshalb sind die Kühe auf dem Cover auch alle schicklich bekleidet. Gleiches gilt für Adam und Eva - der Algorithmus hat sie in Tücher gehüllt. Die biblischen Stammeltern aller Menschen Klavier spielen zu lassen, ist dagegen problemlos möglich. Hmmm…
Ich habe mich bisher nur wenig mit künstlichen Intelligenzen und deren Möglichkeiten beschäftigt. Abgesehen davon, dass ich mich über die Bilder in diesem kleinen Buch köstlich amüsiert habe, ist mir beim Lesen einmal mehr bewusst geworden, wie leicht es ist, mit Hilfe von KI fehlerhafte Informationen oder gefälschte Nachrichten zu verbreiten und die Realität zu verzerren.
„Die nackte Kuh“ hat mir sehr gut gefallen - ein reich bebildertes Büchlein, das gute Unterhaltung bietet und gleichzeitig deutlich macht, dass man mit offenen Augen durch die Welt gehen sollte und nicht ohne nachzudenken alles abnickt, was einem vorgesetzt wird.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
tat mir etwas schwer mit den Charakteren
Doctor and CEO von Louise Bay
Das Buch hat durch den Titel schon vor Lesen der Kurzbeschreibungen gewisse Erwartungen geweckt. Schon der Kurztext lies mich etwas verwirrt zurück - warum Doktor and CEO? Also CEO kommt rüber, aber Doktor? Man darf gespannt bleiben, dachte ich mir...
Jedenfalls verbirgt sich hinter dem Titel die Geschichte eines nicht sesshaften Milliardärs, der nach Großbrittanien reißt, um dort das Anwesen eines Earls zu kaufen und es in ein Luxushotel umzubauen.
Kate, die auf dem Anwesen, das momentan noch der Öffentlichkeit zugänglich ist, lebt und den Großteil ihres Lebens aufgewachsen ist, lernt er schon bei seinem ersten Besuch kennen und es entsteht daraus ein heißer One Night Stand - dem er natürlich nichts von seinen Plänen verrät. Als der Earl in dann als Käufer vorstellt, bricht für sie eine Welt zusammen....
Die Geschichte finde ich vom Plot gelungen und sie hätte auch viel Potential. Potential, das sich meiner Meinung nach aber nicht ganz entfaltet. So sehr mir der Schreibstil an sich gefallen hat, so sehr tat ich mir auch schwer mit den Charakteren. Kate wirkt lange in der Geschichte nicht nur traumatisiert, sondern auch sehr unreif und irrational. Klar hängt vieles mit ihrem Trauma zusammen, aber alles lies sich für mich dadurch nicht erklären bzw. wird es auch sehr spät aufgelöst, dass ich mir schon ein wenig meine Meinung über sie gebildet hatte. Auch ist die Liebesgeschichte für mich nicht ganz nachvollziehbar. Für eine Britin ist Kate sehr direkt und irgendwie scheint der one night stand zunächst sehr oberflächlich. Was ich hingegen positiv hervorheben möchte, sind die wunderschönen Schilderungen des Anwesens und des Gartens sowie die Nebencharaktere. Besonders Familienmitglieder, aber auch die anderen Angestellten wirken total sympathisch und sind gut geschildert!
Rezensionen von liesmal:
Wo bleiben Ehrlichkeit und Offenheit?
Long Island von Colm Tóibín
„Ein Mann und eine Frau treffen sich nach fast zwanzig Jahren wieder … Tóibín erzählt von dem Versteckspiel, das sich zwischen den ehemaligen Liebenden entspinnt.“ Dieser Satz ist Teil der Buchbeschreibung und wird zum Hauptthema.
Eilis verlässt ihren Mann, weil der sein außereheliches Kind in seiner Familie aufziehen will.
Sie kehrt zurück in ihre Heimat Irland und trifft dort auf Jim, laut Buchbeschreibung „ihre Jugendliebe“.
Den Schreibstil des Autors Colm Tóibín finde ich sehr angenehm, die Geschichte allerdings ziemlich verwirrend, weil ich vieles einfach nicht richtig zuordnen kann. Leider habe ich erst nach etwa einem Drittel des Buches erfahren, dass es mit „Brooklyn“ eine Vorgeschichte gibt. Ich empfehle, dieses vor „Long Island“ zu lesen. Ich hatte ohne Vorkenntnisse einfach zu viele Fragen und Ungereimtheiten im Kopf. So konnte ich die Geschichte, die sich in erster Linie um die Beziehung zwischen Jim und Eilis dreht, an manchen Stellen vielleicht nicht richtig verstehen.
Vielleicht oder sogar wahrscheinlich ist es vom Autor so gewünscht, aber für meinen Geschmack gab es insgesamt zu viele Heimlichkeiten, jede*r hatte so seine eigenen Geheimnisse, und auf Ehrlichkeit und Offenheit habe ich vergeblich gewartet.
Auch Eilis‘ Mutter kam mir zunächst sehr unnahbar und wenig empathisch vor. Und dann spielt auch noch Eilis‘ frühere Freundin Nancy eine entscheidende Rolle.
An einer Stelle machte es mich ganz kribbelig, dass sich die ganze Situation um Jim, Eilis und Nancy zu dem reinsten Versteckspiel entwickelt.
Das Ende der Geschichte hat mich zunächst in keiner Weise zufriedengestellt, sondern war eine einzige Enttäuschung und ich war froh, dass das Buch endlich gelesen war. Allerdings habe ich am Tag darauf festgestellt, dass mich die Geschichte doch mehr beschäftigt als erwartet. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der Autor mit der Situation, wie sie am Ende ist, vielleicht ein Beispiel geben und zeigen will, wohin Heimlichkeiten und Unehrlichkeit führen können.
Trotzdem bleibt Bitterkeit zurück.










