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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

faszinierende Grundidee

Klappentext / Inhalt:

Privatdetektiv Mortimer Bender, ein gefallener Engel, bekommt einen höchst ungewöhnlichen Auftrag. Zwei mechanische Katzen sind verschwunden. Dekorative Spielzeuge, weiter nichts, wie der Besitzer Hellthal versichert. Aber würde er wirklich für bloßes Spielzeug einen Detektiv anheuern? Und wieso soll einer der Diebe ausgerechnet ein Mann sein, dessen Geld ausreicht, um mindestens zehn dieser Tiere zu kaufen und die Ausgabe als Taschengeld zu verbuchen?
Auch Benders Freund, der Polizist Hartmann, steht vor einem Rätsel.

Eines, das nicht geringer wird, als – rein zufällig? – auch noch eine schöne Unbekannte mitmischt.
Fast zu spät wird Bender bewusst, dass dieser Auftrag mehrere Nummern größer und gefährlicher ist als gedacht.

Cover:

Das Cover ist toll gestaltet und zeigt eine metallische Katze mit ihren detailreichen Elementen, den Uhren, Schrauben und den filigranen Details. Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt.

Meinung:

Von der Idee her ist es faszinierend und toll gemacht. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig anfangs und auch die Spannung baut sich erst nach und nach auf.

Ich persönlich brauchte ein wenig, um in die Geschichte hinein zukommen, fand es dann aber sehr interessant und faszinierend. Es wird bildlich und detailreich beschrieben und auch die Erzählungen sind gut gemacht.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit genaueren Details und Informationen dazu zurück.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und sorgen so für einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Die Gliederung hat mir gut gefallen.

Die Geschichte und die Idee dahinter ist überraschend und toll umgesetzt. Die Steampunk Elemente haben mir gut gefallen und nach und nach entwickelt sich die Geschichte mehr und mehr. Wendungen und Überraschungen bringen Spannung hinein. Von der Idee her richtig gut und auch die Entwicklungen sind klasse gemacht. Die Charaktere sind facettenreich und auch deren Entwicklungen sind toll durchdacht. Besonders der Verlauf war interessant, während der Anfang für mich etwas holperig voranschritt, aber dies ist ja durchaus Ansichtssache.

Fazit:

Faszinierende Idee, mit tollen Steampunk Elementen, deren Spannungsentwicklung jedoch anfangs etwas dauert.

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Rezensionen von Tara:

Großartig – ein lesenswerter Klassiker

Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens von Gabriele Reuter

Mit ihrem Roman „Aus guter Familie: Leidensgeschichte eines Mädchens“ wurde die deutsche Autorin Gabriele Reuter Ende des 19. Jahrhunderts über Nacht berühmt.

Agathe ist eine junge Frau, die perfekt in ihre Zeit passt. Sie fügt sich in die Gesellschaft ein, hat die Werte ihrer Eltern übernommen und verhält sich entsprechend angepasst.

Sie ist in gesellschaftlichen Normen gefangen, was letztendlich dazu führt, dass sie erkrankt und in eine Nervenheilanstalt kommt.

Die Autorin hat das damalige Lebensgefühl in Bezug auf Familie, Ehe, Emanzipation, Frauenrechte, Schieflagen in der Gesellschaft und vieles mehr anhand ihrer Protagonistin eingefangen und eindrucksvoll in Worte gefasst. Agathe steht stellvertretend für viele andere Frauen ihrer Zeit und was sie erlebt hat und durchmachen musste, hat mich sehr berührt. Gabriele Reuter versteht es das Innerste ihrer Protagonistin darzulegen und zu verdeutlichen.

Abschließend gibt es ein ausführliches und aufschlussreiches Nachwort von Tobias Schwartz, dass den Roman gut einordnet und einiges in Bezug auf die Gesellschaft und die Zeit gelungen verdeutlicht.

Auch mehr als 130 Jahre nach dem ersten Erscheinen ist das Buch ausgesprochen lesenswert. Mich hat Gabriele Reuter mit ihrem klaren Blick wirklich beeindruckt.

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Rezensionen von Netti:

Mythologische Fantasie trifft moderne Fantasie

To Gaze Upon Wicked Gods - Falsche Götter von MollyX. Chang

In diesem tollen Buch treffen 2 verschiedene Fantasy Welten aufeinander. Im modernen Rom gibt es keine Magie aber magische Technologie. Im alten China gibt es magische Götter. Und was passiert, wenn eine Welt die Herrschaft der anderen möchte kann man in diesem Buch lesen. Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten.

Ich liebe die Mischung zwischen Mythologie, Fantasie und der modernen Fantasie und was passiert wenn diese aufeinander trifft.

Die Hauptprotagonistin hat eine magische Gabe. Ich fand ihre Entwicklung und auch die Entwicklung der anderen Charaktere super und sehr interessant.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und fand es wirklich super und fesselnd. Die Kapitel haben eine gute länge und der Schreibstil war leicht lesbar. Einige wenige Stellen haben sich zwar etwas gezogen , was aber die tolle Geschichte wieder weg gemacht hat.

Ich glaube, dieses Buch ist für jeden etwas, der ein gutes Fantasy Buch sucht, was eine Einführung in die chinesische Mythologie ist.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Ein packender Regio-Krimi

Tod im Chiemgau von Mathias Lehmann

Zehn Jahre nachdem sein bester Freund Toni, vor seinen Augen mit dem Auto in eine Schlucht stürzte und tödlich verunglückte, kehrt Hans in seine Heimat Reit im Winkl im Chiemgau zurück. Er will seinen todkranken Vater besuchen, doch er kommt zu spät. Sein Vater ist bereits verstorben und seine Mutter überschüttet ihn mit Vorwürfen.

Aber auch bei einigen anderen Bewohnern des Ortes ist Hans nicht willkommen. Hans will gleich nach der Beisetzung seines Vaters den Ort wieder verlassen, doch bevor es so weit kommt, gibt es einen erneuten tödlichen Unfall, bei dem Hans Zeuge ist. Trachtet ihm jemand nach dem Leben? Der Vater von Toni begegnet ihm mit offener Feindseligkeit und gibt ihm die Schuld am Tod seines Sohnes.
Gemeinsam mit Oberkommissarin Roxana Mayrhofer versucht Hans herauszufinden, ob auch der Unfall von Toni vor 10 Jahren bereits ein Mordanschlag auf ihn war.

Unter dem Namen Mike Landin hat der Autor bereits die Romane „Rote Tränen“ und „Flucht“ herausgebracht. Ich habe beide Bücher gelesen und bin seitdem ein Fan seines Schreibstils.
Ich liebe Intrigen und Rätsel, doch eigentlich bin ich keine große Krimi-Leserin. Der Klappentext von „Tod im Chiemgau“ hat mich jedoch gleich neugierig gemacht auf die Geschichte und so habe ich mich mal wieder auf einen Kriminalroman eingelassen. Was soll ich sagen?! Ich habe es nicht bereut.

Der Autor machte es mir mit seinem bildhaften und flüssigen Schreibstil leicht, in das Buch einzusteigen. Ich konnte der Geschichte sehr gut folgen und kam schnell durch die Seiten.

Wir verfolgen die Handlung aus den Perspektiven von Hans und der Hauptkommissarin Roxana. Mir hat das sehr gut gefallen, denn so lernte ich beide Figuren schnell besser kennen.

Hans leidet unter Schuldgefühlen, seit sein Freund Toni in seinem Fahrzeug tödlich verunglückte.
Ich konnte seine Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und mich in ihn hineinversetzten.
Michael Lehmann hat definitiv ein Händchen dafür, dafür interessante und authentische Figuren zu erschaffen. Obwohl das Buch relativ kurz ist, sind die Charaktere sehr plastisch und realistisch gestaltet, haben ausreichend Tiefe und sind alles andere als stereotypisch.

Die Spannung steigt immer wieder an den richtigen Stellen an und es gibt einige Überraschungen.
Besonders gut hat mir die wunderbare Beschreibung der Schauplätze gefallen.
Mathias Lehmann hat die Atmosphäre gekonnt eingefangen und ich hatte Reit im Winkl und die Umgebung zu jeder Zeit bildhaft vor Augen.
Bis zu Schluss habe ich gerätselt und bin nicht auf die Lösung gekommen.
Obwohl das Buch nur 255 Seiten hat, hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas fehlt.
Im Gegenteil. Es gab keine langatmigen Längen, die das Lesevergnügen getrübt hätten.

„Tod im Chiemgau“ ist ein packender und fesselnder Regio-Krimi, der verdiente 5 Sterne erhält und den ich gerne weiterempfehle. Ich würde mich freuen, noch weitere Fälle gemeinsam mit Roxana zu lösen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein MUSS für Metal-Fans

Death over Wacken von Bastian Zach

Dieser Krimi ist ein MUSS für alle Heavy Metal- und Wacken-Fans. Das Wacken Open Air, mit seinen rund 200 Bands und 80.000 Besuchern innerhalb von vier Tagen ist nicht nur die Kulisse für diesen Krimi, sondern steht auch für die eine oder andere Fehlentwicklung in der Musikbranche. Nein, nicht was die Musik angeht, sondern eher das, was hinter verschlossenen Türen so passiert .

..

Als direkt unter dem legendären Bullhead ein Toter hängt, glaubt Mia, Bandleaderin der „Vengeful Regrets“,nicht so recht an einen Selbstmord von John Gallows. dem Sänger der Band „The Suiciders“. Wenig später findet man einen zweiten Toten und auch der wird nicht der letzte sein.

Mia engagiert ihren Vater Lars, einen ehemaligen Berufsdetektiv, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen und der mitten in einer veritablen Mid-Life-Crisis steckt, um die näheren Umstände von Gallows Tot zu recherchieren.

Lars, ist ja nicht so ganz ein Heavy-Metal-Fan, wie man aus folgendem Statement herauslesen kann, auch wenn er zwanzig Jahr zuvor Verenas wegen ein „Guns N‘Roses“-T-Shirt getragen hat.

„Ich wollte mich noch nie zwischen Tausende von Menschen zwängen, während irgendwo eine Kapelle lärmt, die ihr Untalent durch Lautstärke kompensiert.“

Wie dem auch sei, Lars und Mia begeben sich auf die nicht ganz ungefährliche Tätersuche und kommen nicht nur dem, sondern auch sich selbst wieder näher ....

Meine Meinung:

Ich kenne ja Bastian Zach von seinen historischen Wien-Krimis und habe ihn bei der BuchWien-Messe letzten Herbst live, natürlich im Heavy-Metal-Outfit, bei einer Lesung gesehen.

Deshalb war ich neugierig, wie der Autor den Sprung vom 19. Jahrhundert in die Hartmetall-Fraktion schafft. Also gleich vorweg: Ich halte es ja eher mit Lars - siehe Zitat oben. Obwohl, in meiner Jugend habe ich begeistert Deep Purple, Led Zeppelin und auch Black Sabbath gehört. Bastian Zach gelingt der Zeitsprung inklusive der derben Sprache sehr gut. Wer sich an den gefühlt in jedem Absatz mehrfach vorkommenden Schimpfwörtern stößt, dem sei von diesen Krimi abgeraten. Aber, Wacken ist nun einmal kein Elmayer-Kränzchen.

Ein bisschen musste ich über den abgehalfterten End-Vierziger Lars, der von seinem Freund Mike auf das Wacken Open Air regelrecht entführt worden ist, schmunzeln. Lars hat keine Erwartung, was ihn erwartet und so tappt er das eine oder andere Mal ins Fettnäpfchen aus dem ihn Mia retten muss. Vater-Tochter-Beziehung einmal andersrum!

Zwischen die laut und feucht feiernden Festivalgäste mischt sich auch der Täter, in dessen Gedankenwelt - als Ich-Erzähler - wir Einblick nehmen dürfen.

Der Spannungsbogen ist hoch und entlädt sich in einem fulminanten Showdown. Der Krimi ist eine gelungene Mischung aus brodelnder Festivalstimmung und fesselndem Krimi. Metal-Fans werden sich über das (fiktive) Wiedersehen mit Bands und Songs sicherlich freuen.

Fazit:

Obwohl ich, wie schon erwähnt, kein ausgesprochener Metal-Fan (außer es handelt sich um Edelmetall) bin, hat mir der Krimi gut gefallen, weil er in sich stimmig ist. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine romantische Zeitreise

Das Haus hinter Midnight - Eine merkwürdige Begebenheit von Izabelle Jardin

Seit nun schon fast drei Jahren quälen wirre Träume Charlotte Hope Austin, die aus Cornwall stammt und nun in London kurz vor ihren Master-Abschlussprüfungen an der Uni steht. Und auch am Tag geschehen Dinge, merkwürdige Zufälle, auf die anscheinend nur sie stößt und diese auch nur von ihr wahrgenommen werden.

Bis sich Traum und Wirklichkeit vermischen und die sonst so auf ihr analytisches Denken gepolte Hope sich auf eine Anzeige hin auf den Weg nach Midnight 7 macht um sich dort um die beiden Kinder der Familie Dogherty zu kümmern. Immer wieder erlebt sie Dinge, die nicht mit dem vernünftigen Menschenverstand erklärbar sind. Und dann lernt sie Collin Dogherty kennen und die tragische Geschichte des Hauses...

Ich habe es so genossen mich durch Autorin Izabelle Jardin von Vivaldis 4 Jahreszeiten auf der Violine begeistern zu lassen. Habe mich gerne auf einen Mittelaltermarkt und dort in die Fänge einer Wahrsagerin begeben und habe vor mich hin geträumt. Immer an der Seite der äußerst sympathischen Hope, die anfangs mit ihrer Studienkollegin Florence bei, Barbesitzer Brian in einer 3er WG wohnt und sich auf ihren Abschluss vorbereitet. Ich bin mit ihr nach Penshurst gereist, einem Dorf in der Grafschaft Kent im Südosten Englands und dort – nein, was ich dort alles erlebt habe, das solltet ihr beim Lesen des Buches selbst heraus finden.
Izabelle Jardin hat mich mit ihrem leichten und doch so emotionsgeladenen Erzählstil sofort tief in die Geschichte hinein gezogen. Sie verwebt Traum und Wirklichkeit so, dass ich manchmal nicht wusste, träumt Hope gerade wieder oder ist das jetzt real. Es hat solchen Spaß gemacht dieses moderne Märchen zu lesen und mit Hope ihren Weg, der ihr, wie es scheint vorbestimmt ist, zu gehen. Und ich hatte nicht damit gerechnet, dass diese mystische Geschichte auch noch so spannend werden würde.
Neben Hope lerne ich noch weitere Menschen kennen, die ich mir dank der bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellen kann und die mir bis auf zwei ganz bestimmte Personen alle sehr sympathisch sind. Besonders haben es mir die kleine Julie Dogherty und ihr Stiefbruder Collin angetan. Warum? Das werdet ihr beim Lesen schnell heraus finden.
Auch die Landschaft, sowohl in Cornwall, wo Hope zuhause ist, als auch in Kent, wo sie bei den Doghertys arbeitet, habe ich jetzt bildlich vor Augen und konnte alles sehr gut in mein Kopfkino einpflegen. Südengland scheint wirklich eine Reise wert zu sein – nicht nur im Traum.

Bisher kannte ich die Autorin nur durch ihre ernsthaften, sehr gut recherchierten historischen Familiengeschichten. Aber jetzt weiß ich, sie kann so viel mehr. Mich hat sie mit ihrer ersten Mystery Novel, auf die hoffentlich noch mehr folgen, absolut begeistert und mir einige wundervolle, traumhaft schöne Lesestunden geschenkt.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht überzeugt

Yrsa. Journey of Fate von Alexandra Bröhm

Als Alexandra Bröhm, Autorin, Journalistin und Historikerin vor einige Zeit erfahren hat, dass in einem seit längeren bekannten Kriegergrab kein Mann, sondern eine Frau bestattet worden ist, ist für sie klar, die Geschichte einer dieser Kämpferinnen erzählen zu wollen. Das Ergebnis ist die zweiteilige Geschichte rund um die fiktive Yrsa.

„Yrsa ist eine junge Wikingerin, die sich seit vier Jahren allein um ihrem Bruder Sjalfi kümmert. Schmerzvoll haben die beiden ihre Mutter verloren. Als Yrsa eines Tages von der Jagd nach Hause kommt, ist Sjalfi verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche und den gefährlichen Weg nach Haithabu: durch dunkle Wälder, auf ihren Fersen ein Mann, der sie aufhalten will. Doch Yrsas Traum war immer schon, eine Kämpferin zu werden. Und dies hier wird ihr erster Kampf sein: gegen die unwirtliche Natur, gegen Männer, deren Geheimnisse sie nicht aufdecken soll, für den Glauben an das Gute. Und für die Liebe zu dem jungen Krieger Avidh.“

Der Klappentext (siehe oben) hat mich neugierig auf diesen Zweiteiler gemacht, steht doch eine junge Frau im Mittelpunkt der Geschichte. Yrsa, die mit ihrem kleinen Bruder ohne Eltern am Rande der Gesellschaft lebt, will unbedingt eine Kriegerin werden. Die Idee dahinter hat mir sehr gut gefallen. Doch leider bin ich ein wenig enttäuscht worden.

Warum sie glaubt, eine Kämpferin sein zu müssen, kommt nicht eindeutig heraus. Sie übt zwar den Umgang mit Pfeil und Bogen, doch den richtigen Gebrauch der Streitaxt kennt sie nicht. Dass sie sich wehrt, als Nebenfrau eines zwielichtigen Mannes, ihr Leben zu fristen, kann ich gut verstehen.

„Ich möchte Kriegerin werden. Ich wollte das immer schon, rennen, schlagen, kämpfen und toben.“

Die Geschichte ist im Präsens verfasst, was vermutlich den Eindruck erwecken soll, das Geschehen quasi live zu erleben. Der Schreibstil hat mich jetzt nicht unbedingt beeindruckt. Manche Sätze wiederholen sich mehrfach. Ja, wir wissen es schon: Yrsa will ihren Bruder finden, will nicht heiraten, also zumindest weder Torbjörn, Njáll noch Ingvar. Bei Avidh hat sie dann Herzerl in den Augen und Schmetterlinge im Bauch, so dass sie alle vorherigen guten Vorsätze über Bord wirft.

Der stellenweise ausführliche Streifzug durch die nordische Mythologie ist interessant. Wer noch nie davon gehört hat, wird schnell überfordert sein. Da wäre ein Verzeichnis der wichtigsten Götter ebenso hilfreich gewesen wie ein Personenverzeichnis.

Die Charaktere finde ich wenig sympathisch. Vor allem Yrsa, die leider-Nein-Heldin wirkt stellenweise wie ein trotziges Kleinkind. Sie handelt unüberlegt und ohne viel Nachzudenken. Keine gute Ausgangsposition den verschwundenen Bruder zu finden.

Die Männer entsprechen den Stereotypen: saufen, sich prügeln, auf viking (also auf Raubzug fahren) und sich Frauen gegenüber mehr als übergriffig verhalten.

Im Nachwort erzählt Alexandra Bröhm, die Autorin, Journalistin und Historikern ist, dass es nur wenige schriftliche Informationen über die Wikinger gibt, und die vorhandenen Texte sind erst viel später und von Besiegten geschrieben. Das ist, wie man weiß, sehr ungewöhnlich, denn üblicherweise schreibt die Sieger Geschichte. Außerdem muss man die Geschichte der Wikinger teilweise neu schreiben, denn in letzter Zeit hat man anhand von DNA-Analysen von Skeletten entdeckt, dass in einem seit längeren bekannten Kriegergrab kein Mann, sondern eine Frau bestattet worden ist. Da war für die Autorin klar, die Geschichte einer dieser Kämpferinnen erzählen zu wollen.

Das Cover springt durch die Farbe pink gleich ins Auge. Warum allerdings der Untertitel der deutschen Ausgabe in englischer Sprache sein muss, entzieht sich meiner Kenntnis. Immerhin ist die Autorin Deutsche. Ich befürchte, den zweiten Teil (Cover diesmal in türkis) werde ich nicht lesen. Für Interessierte: „Yrsa. Journey of Trust“.

Fazit:

Leider entspricht dieser historische Roman nicht ganz meinen Erwartungen und Ansprüchen. Daher kann ich nur knappe 3 Sterne vergeben.

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Rezensionen von Zaubermasu:

absoluter Lesegenuss

Verrat auf Helgoland von Susanne Ziegert

Endlich – der neue Band um die Kommissarin Friederike von Menkendorf – darauf habe ich mich riesig gefreut und bin voller Neugier in das Buch gestartet.
Wer den Schreibstil von Susanne Ziegert kennt, der weiß, hier ist flüssiges und leichtes Lesen angesagt, richtig toll! So ist man auch schon ab den ersten Seiten mitten im Buch drin und kann das Buch gar nicht mehr auf die Seite legen, so spannend zieht die Autorin den Leser / die Leserin in ihren Bann.

Die Charaktere des Buches sind hervorragend ausgearbeitet – wer die vorherigen Bände kennt, wird hier auf „alte Bekannte“ treffen, aber es ist nicht notwendig die vorherigen Bücher zu lesen, da jedes Buch in sich geschlossen ist. Ich war noch nicht auf Helgoland, aber die Autorin beschreibt die Örtlichkeiten so toll, dass man wahrhaftig das Gefühl hat, der Insel sehr nahe zu kommen.
Susanne Ziegert hält den Spannungsbogen über das komplette Buch hinweg aufrecht und beendet den Krimi mit einem tollen und stimmigen Ende.
Von mir gibt es hier eine absolute Herzensempfehlung für diesen tollen Kriminalroman mit absolutem Spannungs- und Lesegenuss !

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Rezensionen von yellowdog:

Tough

Wer findet das Opfer von Ross Macdonald

Mit Wer findet das Opfer (find a Victim) kann man Ross MacDonald wiederentdecken oder vielleicht auch zum ersten Mal lesen.
Es ist der fünfte Teil der Reihe um den Privatdetektiv Lew Archer.
Archer ist ein Prototyp des toughen Ermittlers, der sich nie einschüchtern lässt und stets selbstbewusst auftritt.

Außerdem fällt es ihm nicht schwer, immer einen ironisch-zynischen Spruch zu finden. Viele Dialoge sind davon geprägt.
Der Plot beginnt mit Tempo, das auch weiterhin einigermaßen gehalten wird. Es gibt vielleicht ein paar Kampfszenen zu viel.
Es ist ein relativ harter Krimi, für seine Zeit. Das Buch wurde 1954 geschrieben.
Man muss es entsprechend einordnen, gerade auch vom Frauenbild.
Der Krimifall selbst reicht nur knapp über Durchschnitt raus. Aber man muss es sicher nicht bereuen, diesen Roman zu lesen.

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Rezensionen von Anno:

Erstaunlich gut

Unterholz-Ninjas, Band 2 - Die Hüter des Himmelssteins von Michael Mantel

Mit dem ersten Band dieser Reihe kamen meine Kinder so gar nicht klar. Sie hörten es als Hörbuch und störten sich an der teilweise sehr grellen Aussprache. Umso überraschter war ich, dass dennoch der Wunsch nach einem weiteren Band bestand, welcher tatsächlich ganz andere Reaktionen hervorrief. Die magische Elemente faszinierten die Zwerge sehr.

Alles wirkte fantastischer und weniger real als in Band eins. wodurch aber auch die sprechenden und vermenschlichten Waldbewohner deutlich besser in die Handlung zu passen schienen. Das Geschehen ist zudem turbulent, ohne zu überfordern oder zu verwirren, stattdessen aber sehr spannend und durch die unterschiedlichen Themen bunt und interessant.

Ja tatsächlich, nach anfänglichen Schwierigkeiten unsererseits scheint diese Serie wirklich noch neue Fans in uns gefunden zu haben.
Trotz der eigenen persönlichen Erfahrungen aber empfehle ich diese Reihe chronologisch zu lesen, da diese Bücher meines Empfinden nach aufeinander aufbauen.

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