Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
geht so
Die Verlierer von Petra Hammesfahr
"Der Verlierer" der Autorin Petra Hammesfahr ist nicht mein erstes Buch, welches ich von ihr gelesen habe. Die ersten Bücher von ihr waren spannend und voller Überraschungen.
Warum meldet ein Mann seine Frau erst nach einigen Tagen als vermisst? Diese Frage stellt sich die Ermittlerin Rita Voss als Erstes, nachdem Keller seine Frau nach 11 Tagen vermisst meldet, da sie vor 11 Tagen nach dem Joggen nicht zurück zum Campingplatz kam.
Für ihn keine neue Situation, seine Frau war schonmal ein paar Tage verschwunden. Ihr Stiefsohn, der dies bezeugen kann, verschwindet allerdings auch spurlos.
Es dauert, bis die Ermittlungen an Tempo aufnehmen.
Erwartet hatte ich einen spannenden und abwechslungsreichen Psycho-Krimi, doch durch die langatmigen Ermittlungen blieb dies leider aus und die Geschichte entpuppte sich als Gesellschaftsroman. Die Thematik, die dahinter steckt, ist durchaus lesenswert, entspricht aber nicht der Bewerbung des Buches.
Schade.
Rezensionen von nil_liest:
Spannend mit tiefen Einblicken
Kleopatras Grab von Constantin Schreiber
Constantin Schreiber mit seiner Fülle an Erfahrungen, die er selbst in Ägypten gesammelt hat und seinen fließenden Arabisch-Kenntnissen, hat die idealen Voraussetzungen einen Roman oder auch einen Krimi zu schreiben der in Ägypten spielt. Ich meine gemerkt zu haben, dass hier einer weiß wovon er spricht, kennt er sich doch sehr gut aus.
Nicht nur in der Gegenwart auch historisches wird eingearbeitet, aber Obacht, es ist Fiktion!
Es spielt in Alexandria, im Norden Ägyptens, einer spät hellenistisch gegründeten Stadt, die bis heute eine griechische Minderheit beheimatet. Darunter auch die Kommissarin Theodora Costanda. Sie wird zu einem Mord gerufen, der Tote lag an der Corniche, am Strand mit Stichwunden am Herzen.
Der Tote ist ein Priester einer orthodoxen Gemeinde in Alexandria. Wer oder was dahinter steckt versucht die Kommissarin herauszufinden. Nicht einfach und im Laufe der Geschichte spielen auch Geheimbünde eine Rolle, gut gehütete Informationen werden gejagt und alles ist heikel und spannend. Auch ein älterer Franzose, der das Grab der Kleopatra sucht, spielt eine zentrale Rolle, daher der Titel des Krimis.
Es ist mehr Action als Krimi, wer also einen gemütlichen Whodunits a la Agatha Christies „Tod auf dem Nil“ erwartet, wird leider enttäuscht. Wer gerne Dan Brown und seine verzwickten Jagden las, der wird sich hier gut unterhalten fühlen.
Constantin Schreiber plottet seine Geschichten vorher und füllt es anschließend mit Leben. Er hätte aus meiner Sicht Thodora noch ein wenig mehr Zeilen gönnen können um die Lösung zu deklinieren.
Schauen wir mal wie es in Band 2 in 2025, „Echnatos Fluch“, mit dem Lösen des Falls aussieht. Ich freu mich auf den nächsten Fall, da mir das lokal beschriebene sehr gut gefallen hat, die Dynamiken der Bevölkerung und wie das Leben spielt, gebetet in die Handlung. Leicht zu lesen und spannend! Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sich für das heutige Ägypten interessieren und das verknüpft mit Historischem und einer spannenden Handlung!
Rezensionen von nil_liest:
Für alle Booknerds!
Sherlock Holmes. Arthur Conan Doyle. (Klassiker statt Langeweile) von Il Cartavolante
Auf der Suche nach einem Geschenk für jemanden der SEHR bibliophil ist? Dann hab ich was für euch. Es gibt zwei tolle Hefte, die sich voll und ganz mit jeweils einem Klassiker widmen und uns alle zum mitmachen animieren.
Es gibt die lila Variante rund um ‚Stolz und Vorurteile‘ von Jane Austen und es gibt die gelbe Sherlock Holmes Edition.
Beide erstellt von Il Cartavolante. Spannend fand ich die Idee um Il Caravolante, ein italiensicher Zusammenschluss, der sich Literaturklassikern widmet und mit Illustrationen Emotionen und Charme derer heraufbeschwört in einer Mischung aus Klassik und Moderne. Ich würde sagen: gelungen!
Die Hefte sind ein wenig so gestaltet und konzipiert wie Beschäftigungsrätselhefte für Kinder. Allerlei verschiedene Aktivitäten warten, wie Quizfragen, Rätsel, Anekdote, selbst Seiten zum Ausmalen und Ausschneiden sind dabei.
Wirklich mal eine andere Art sich seinen liebsten Klassikern zu nähern und sich mit ihnen zu beschäftigen.
Rezensionen von nil_liest:
Für alle Booknerds!
Stolz und Vorurteil. Jane Austen. (Klassiker statt Langeweile) von Il Cartavolante
Auf der Suche nach einem Geschenk für jemanden der SEHR bibliophil ist? Dann hab ich was für euch. Es gibt zwei tolle Hefte, die sich voll und ganz mit jeweils einem Klassiker widmen und uns alle zum mitmachen animieren.
Es gibt die lila Variante rund um ‚Stolz und Vorurteile‘ von Jane Austen und es gibt die gelbe Sherlock Holmes Edition.
Beide erstellt von Il Cartavolante. Spannend fand ich die Idee um Il Caravolante, ein italiensicher Zusammenschluss, der sich Literaturklassikern widmet und mit Illustrationen Emotionen und Charme derer heraufbeschwört in einer Mischung aus Klassik und Moderne. Ich würde sagen: gelungen!
Die Hefte sind ein wenig so gestaltet und konzipiert wie Beschäftigungsrätselhefte für Kinder. Allerlei verschiedene Aktivitäten warten, wie Quizfragen, Rätsel, Anekdote, selbst Seiten zum Ausmalen und Ausschneiden sind dabei.
Wirklich mal eine andere Art sich seinen liebsten Klassikern zu nähern und sich mit ihnen zu beschäftigen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung!
Goldstein - ein phantastisches Leben von Anja Scherz
Anja Scherz erhält von einer Freundin den Auftrag, die unvollständigen Memoiren deren jüngst verstorbenen Ehemannes Raphael-Maria Goldstein, fertig stellen und mit Dokumenten bzw. Fotos zu ergänzen. Die Aufgabe klingt reizvoll und die Person interessant.
Raphael-Maria Goldstein behauptet nämlich von sich, 1949 als illegitimer Sohn von Otto Frank und einer Holocaustüberlebenden, geboren zu sein.
Er sei also ein Halbbruder von Anne Frank. Er sei, weil seine Mutter nicht im Stande war, sich um ihn zu kümmern, der Familie Burger zunächst als Pflegekind übergeben worden und letztlich von den Burgers adoptiert worden. Von ihnen habe er den Namen Norbert Hans Burger erhalten. Im Nachkriegsdeutschland mit seinen zahlreichen (Halb)Waisen und dem schlechten Gewissen mancher Familien nicht unmöglich.
Scherz beginnt mit der akribischen Recherche, anhand des tabellarischen Lebenslaufes. Die Überprüfung mancher Daten stellen sich als schwieriges Unterfangen heraus. Denn, einerseits sind ein Großteil der möglichen Zeitzeugen bereits verstorben und andererseits ergeben die Dokumente, Quellen, sowie die Interviews mit Bekannten und Familienmitgliedern ein sehr diffuses, unübersichtliches Bild, das zunächst mehr Fragen aufzuwerfen als zu beantworten scheint. Zum Beispiel weiß niemand über den angeblich fast tödlichen Unfall von 1978 Bescheid, den er beschreibt und für so manche leere Stelle in seinem Leben verantwortlich macht.
Wir lesen Auszüge aus dem Manuskript, das zahlreiche Briefe an Anne Frank, enthält obwohl sie ja, wie allseits bekannt, bereits 1945 im KZ Bergen-Belsen gestorben ist. Das wäre an sich noch nicht verwunderlich, kann man solches als besonderes Stilmittel bewerten.
„Liebe Anne, mein Leben ist ein verworrener Weg zwischen Realität, gewünschter Realität, Ahnung, Wunschtraum und Fakten gewesen. Der gewünschte Beleg vieler Äußerungen kann nur unzulänglich erbracht werden. Dessen bin ich mir bewusst.“ (S. 128)
Erste Zweifel an seiner Vita treten schon zu Goldsteins Lebzeiten auf, als Esther-Maria Goldstein, die Frau, die als seine Mutter bezeichnet, auf einem Video der Nürnberger Prozesse als Zeugin auftritt, überhaupt keine Ähnlichkeit mit ihm hat. Darüber schummelt er sich hinweg.
In Burger/Goldsteins Arbeitszimmer entdeckt Anja Scherz zahlreiche Bücher, die Episoden enthalten, die quasi als passende Mosaiksteine und Versatzstücke in seine ganz persönliche Lebensgeschichte eingearbeitet erscheinen. Fiktion und Wahrheit verschwimmen mehr und mehr.
Burger/Goldstein verstrickt sich in einem Dickicht von Geschichten, er bricht Kontakte, die seine Konstruktion zum Einsturz bringen könnten, ab und wechselt häufig seinen Wohnort.
Ein winziges und witziges Detail am Rande, das sich auch auf dem Cover wiederspiegelt ist, das Tee trinken in quasi allen Lebenslagen des Norbert Hans Burger alias Raphael-Maria Goldstein, wenn er versucht „seine“ Herkunft zu „beweisen“.
Journalistin und Autorin Anja Scherz schafft es, in diesem, ihrem Erstlingswerk „Goldstein - ein phantastisches Leben“, einen Roman zu schreiben, der das facettenreiche Leben des Norbert Hans Burger alias Raphael-Maria Goldstein auferstehen lässt.
Wie ist es, sich eine Biografie eines anderen Menschen auszudenken und in diese zu schlüpfen? Kann das sachlichen Überprüfungen stand halten? Welche rechtlichen Konsequenzen könn(t)en daraus erwachsen? Ist das Identitätsdiebstahl? Oder Betrug? Ist es wie eine Kronzeugenregelung? Oder einfach der pathologische (?) Wunsch, jemand anderes zu sein?
Der ausgebildete Schauspieler ohne Abschluss, Norbert Hans Burger spielt mit Raphael-Maria Goldstein die Rolle seines Lebens.
Fazit:
Das Buch ist ein Meisterstück bis zur letzten Seite. Es entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Kathie:
Pflanzen sicher bestimmen: Ein Abenteuer für Groß und Klein
Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker
Das Thema, welche Pflanzen essbar sind, finden meine Enkelinnen und ich sehr interessant. Das macht einen Ausflug in die Natur besonders erlebnisreich. Das Format ist sehr praktisch für unterwegs. Da ich selbst nicht sicher sagen kann, welche Pflanzen essbar sind, ist das Büchlein eine große Hilfe.
Es ist nicht nur für unterwegs geeignet, sondern auch zu Hause spannend zum Anschauen. Auch ich habe Neues entdeckt und gelernt.
Essbare Pflanzen sehen oft giftigen Pflanzen sehr ähnlich. Dieses Buch zeigt auf jeder Doppelseite eine essbare Pflanze und ihre giftige Doppelgängerin. Es hebt die klaren Unterschiede hervor. Die Fotos und Zeichnungen sind detailliert und klar und helfen so, die Pflanzen sicher zu bestimmen. Der kindgerechte Naturführer ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Am Ende gibt es noch Kochrezepte und Anleitungen für Pflegeprodukte.
Ein kindgerechter und übersichtlicher toller Ratgeber.
Rezensionen von Kathie:
85 Waldbewohner leicht erklärt
Was lebt im Wald? Kindernaturführer von Holger Haag
Der KOSMOS Kindernaturführer ab 8 Jahren beinhaltet 85 der wichtigsten Tiere und Pflanzen, die in unseren Wäldern leben. Das Format ist sehr praktisch für unterwegs. Da ich selbst nicht immer alle Fragen der Kinder beantworten kann, ist das Büchlein eine große Hilfe. Es ist nicht nur für unterwegs geeignet, sondern auch zum Anschauen zu Hause spannend.
Auch ich habe Neues entdeckt und gelernt.
Welche Pflanzen und Tiere gibt es in unseren Wäldern? Das Buch ist in Kapitel nach Art (Vögel, Spinnen/Tausendfüßler, Säugetiere, Sträucher/Bäume, Blumen/Farne, Pilze etc.) und nach Größe unterteilt. Die Farbzeichnungen sind sehr schön und detailliert.
Wichtige Besonderheiten und Merkmale jeder Art werden kurz und kindgerecht erklärt. Am Ende gibt es noch Tipps zum Mitmachen und Ausprobieren. Ein kindgerechter und übersichtlicher toller Ratgeber.
Rezensionen von Heike:
Große Buk-Liebe und Freude beim Lesen
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer
Die Freunde Finn, Thommy, Nola und Mira leben in einer Welt ganz ohne Bücher, in der man sich an strenge Regeln halten muss, ständig überwacht wird und träumen verboten ist. Sie kennen keine Bücher - weder Harry Potter noch Alice im Wunderland - und wissen nicht, wie es ist, wenn Geschichten beim Lesen lebendig werden.
Als sie eines Tages in einem verwilderten Garten hinter einer hohen Mauer eine versteckte Bibliothek entdecken, werden sie plötzlich in ein Abenteuer hineingezogen, dass das Leben aller Menschen verändern könnte.
In dieser großen und wunderbaren Bibliothek treffen die Freunde nicht nur auf Bücher, die ja in ihrer Welt als gefährlich gelten, sondern auch auf kleine Wesen mit großen, leuchtenden Augen, die diese Bücher beschützen.
Für die Buks wiederum ist das Erscheinen der Kinder die Erfüllung einer Prophezeiung, die das verrückte Orakel gerade erst ausgesprochen hat, nachdem es jahrelang geschwiegen hatte. Die Bücher der Bibliothek leiden nämlich an einer Bleichkrankheit, die ihre Texte nach und nach auslöscht und der Buchmeister ist seit fast neun Jahren verschwunden. Auch die Büchergilde gibt es wohl schon lange nicht mehr, seitdem Bücher verboten wurden. Die Buks haben die Hoffnung, dass jetzt mit den Kindern die Rettung kommt, wäre da nicht ein Problem: Vorhergesagt wurden nicht vier Kinder, sondern fünf.
Da die Bibliothek streng geheim bleiben muss, stehen die Freunde vielen Hindernissen gegenüber. Sie dürfen mit niemandem in ihrem Umfeld über Bücher reden, werden ständig über Handys und Tablets abgehört bzw. verfolgt, wo sie sich aufhalten und zu allem Überfluss heftet sich die feindselige Tochter der Ministerin an ihre Fersen, die ahnt, dass die Freunde etwas Verbotenes tun. Sehr schön finde ich, dass das "böse" Verhalten von Geraldine nicht so stehen gelassen wird, sondern deutlich wird, warum sie das tut, nämlich um die Liebe und die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu bekommen. Die Ministerin ist entsetzlich zu ihrer Tochter und man bekommt Mitleid mit Geraldine, obwohl sie für die Freunde zur Feindin wird. Auch die meisten anderen Erwachsenen machen in diesem Buch übrigens keine gute Figur, da war ich teilweise echt entsetzt und habe den Kindern noch mehr gewünscht, dass sie mit ihrer Mission Erfolg haben.
Die Geschichte ist durchweg spannend und humorvoll geschrieben und strotzt nur so von kreativen Einfällen. Die Autoren erfinden Wörter und Namen, die perfekt in die Welt passen und eine buchige Atmosphäre schaffen. Da werden Dinge aus Büchern "herausgebukst" oder auf die "verflixte Lektorin" geschimpft und die verschreckten Lesebändchen flattern im Regal herum. Auch die Namen der Kinder haben alle eine wichtige Bedeutung, derer sie im Laufe der Geschichte gerecht werden sollen.
Die vielen Buks haben ebenfalls eingängige Namen, die gleich ihren Charakter oder ihre Funktion mitbringen. Gleich zu Beginn treffen wir auf Reimling Buk, der nur in Reimen spricht oder auf Thesaurus Buk, den Meister des Orakels. Romantika Buk hat leider ein kleines Rülps-Problem und schlägt Attila Buk regelmäßig in die Flucht.
Und das sind nur wenige der Buks, die uns in dieser Geschichte begegnen. Sie sind alle sehr unterschiedlich und gut auseinander zu halten. Durch ihre sympathischen und witzigen Eigenheiten schließt man sie gleich ins Herz. Ich musste oft schmunzeln, wenn die Queen wieder SSSCHT machte und die Buks davon genervt sind. Und dann sind da noch die Warnungen von Sherlokko Buk, der der Königin damit "auf den Drucksatz" geht. Ich sehe schon die ersten bukschen Wimmelbild-Bücher vor meinem inneren Auge.
An dieser Stelle will ich auch mal die tolle Aufmachung des Buches loben. Viele Buks sind im Innenteil sehr hübsch porträtiert worden und ich habe beim Lesen immer mal wieder nachgeschlagen, wie der eine oder die andere aussieht. Leider sind nicht alle dabei, z.B. fehlen mir Schönaufpassa und Spielotekus Buk, die in der Geschichte viel häufiger vorkommen, als der Aristosophus Buk, dem ein Porträt spendiert wurde. Ich bin durch dieses Buch ein so großer Buk-Fan geworden, ich will sie einfach alle haben!
So ist es nur folgerichtig, dass es von den Buks auch Sammelkarten gibt, von denen eine dem Buch beiliegt. Und ein Lesebändchen gehört in einem Buch über Bücher auch einfach dazu. Ich finde es toll, dass man daran gedacht hat.
Nicht ganz so überzeugt haben mich die kleinen Illustrationen im Text. Ich finde es toll, dass die Buks zwischen den Zeilen immer mal wieder auftauchen, aber die Motive wiederholen sich doch zu oft. Hier hätte mir etwas mehr Abwechslung besser gefallen.
Das Cover ist dagegen wieder ein echter Blickfang und hat mich sofort überzeugt, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich habe es nicht bereut. "Die magische Bibliothek der Buks" ist ein Kinderbuch, das sich definitiv zu lesen lohnt. Ich habe mich jedesmal darauf gefreut, wieder in diese Geschichte einzutauchen und den Buks bein Wuseln zuzuschauen oder mit den Kindern mitzufiebern.
Der erste Band "Das verrückte Orakel" endet schließlich mit einem fiesen Cliffhanger mitten in der Story. Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass im Frühjahr nächsten Jahres endlich der zweite Teil erscheint.
Ein Buch für alle abenteuerlustigen Kids, die gerne lesen!
Rezensionen von SalMar:
Neuer Fall mit spannendem Twist
Mord stand nicht im Drehbuch - Kriminalroman (Hawthorne ermittelt 4) von Anthony Horowitz
Kaum beschließt Anthony Horowitz die Zusammenarbeit mit Daniel Hawthorne an der Buchreihe über dessen Fälle als Privatdetektiv zu beenden, sitzt er auf einmal mächtig in der Bredouille: Er wird des Mordes an einer Kritikerin verdächtigt, die sein Theaterstück verrissen hatte. Alle Beweise deuten auf ihn, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als wieder zu Hawthorne Kontakt aufzunehmen.
Bislang hat mich jedes Buch der Reihe gut unterhalten, und auch wenn ich den letzten, den dritten Teil ein wenig schwächer fand, hatte ich mich sehr darauf gefreut, in diesem neuen vierten Band wieder ein wenig Zeit an der Seite dieses so eigenen Teams zu verbringen. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Nach wie vor finde ich es sehr unterhaltsam, wie Horowitz über sich selbst als Protagonist schreibt. Dass er diesmal aber nicht mehr nur Begleiter und Beobachter des Falls ist, sondern selbst des Mordes beschuldigt wird, ist ein weiterer Twist, der mir richtig gut gefallen hat. So bekommt die Suche nach dem Mörder noch einmal mehr Dringlichkeit.
Was den Fall selbst angeht, folgt Horowitz der klassischen Krimitradition, und wer diese mag, der wird hier definitiv gut unterhalten und kann auch selbst ein wenig miträtseln. Mir hat das wieder viel Spaß gemacht und ich werde die Reihe auf alle Fälle weiterlesen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Biografie der Familie Strauss
Strauss von Michael Lemster
„Strauss: Eine Wiener Familie revolutioniert die Musikwelt“ ist eine interessante und umfassende Familienbiografie des Autors und Kulturwissenschaftlers Michael Lemster. Wie schon in seinen Familien-Biografien „Die Mozarts“ und „Die Grimms“ recherchiert er penibel und spickt seine Werke mit Zahlen, Daten und Fakten.
Zusätzlich wird aus Briefen und Zeitungsnotizen zitiert.
Sehr gut gefällt mir, dass wie das gesellschaftlich und politische Umfeld über mehr als ein Jahrhundert dargestellt wird. Zunächst befinden wir uns ja in der nach-napoleonischen Ära, in der die Fürsten ihre Machtansprüche von vorher wiederherzustellen versuchen. Dazu bedienen sie sich häufig der Willkürherrschaft, der flächendeckenden Zensur und anderer Repressalien. Mit der Zensur bekommen es die Musiker der Familie Strauss mehrmals zu tun. Als 1830 nach dem Eisstoß das darauffolgende Hochwasser die Leopoldstadt überschwemmt, verlieren sie ihre Wohnung. Die Revolutionen von 1848/49 bringen die Sträusse auf die Barrikaden, Johann kurz ins Gefängnis bzw. in Ungnade beim Kaiserhaus. In der NS-Zeit wird die Musik der Sträusse trotz deren lange zurück liegender jüdischer Herkunft vereinnahmt. Die Familienmitglieder zwar gerade nicht verfolgt, aber drangsaliert.
Ein Neujahrskonzert ohne Donauwalzer oder Radetzky-Marsch? Unvorstellbar!
Lemster beginnt zunächst bei Johann Strauss Vater (1804 - 1849) geht aber von diesem noch weiter in die Vergangenheit zurück, wodurch sich ein noch besseres Familienbild ergibt.
Nach dem frühen Tod von Johann Strauss Vater, hält die Witwe Anna die Familie zusammen. Es bleibt ihr ja auch wenig übrig, denn trotz des guten Einkommens, ist kaum Geld vorhanden. Das liegt natürlich vor allem am Verstorbenen selbst, der die Einnahmen auch wieder flott ausgegeben hat, unter anderem für seine Zweitfamilie mit Emilie Trampusch mit der er acht Kinder hat.
In Johann „Jean“ (1825-1899) erwächst dem Vater eine geniale Konkurrenz im eigenen Haus. Zunächst muss, was vielleicht nicht allgemein bekannt ist, Johann eine Buchbinderlehre absolvieren. Sein Musikertalent wird von Mutter Anna gefördert, die ihrem fremdgehenden Ehemann eins auswischen will. Neben einer Oper, einem Ballett, Dutzenden Operetten schreibt Jean Hunderte Walzer, Polkas, Märsche und Quadrillen. Er wird drei Mal verheiratet sein, aber ohne Kinder sterben.
Josef (1827- 1870) studiert am Polytechnikum (heute TU Wien) wird Ingenieur und hat eigentlich mit der Musik nichts am Hut, bis er für seinen Bruder Johann einspringen muss. Dafür, dass er Johann nur einmal kurz vertreten wollte, ist sein Werk mit 283 Kompositionen, beachtlich.
Der jüngste Bruder, Eduard (1835-1916) lässt sich ebenfalls überreden ins Familienbusiness einzusteigen. Er spielt die damals als unmännlich geltende Harfe. Auch er hinterlässt an die 300 Werke.
Ach, es gibt so viele interessante Details, die Michael Lemster ausgegraben und zu diesem Buch verarbeitet hat!
Erstaunt berichtet der Autor, dass es zwischen den Familienmitgliedern nur wenig schriftliche Konversation gegeben hat. Hat man sich nur wenige Briefe geschrieben oder ist die Korrespondenz vernichtet worden?
Über die Schwestern Strauss weiß man im Allgemeinen so gut wie gar nicht. Hier lüftet Lemster ein wenig den Vorhang des Vergessens.
Wie sagte, der leider bereits verstorbene Dirigent Mariss Jansons so treffend?
„Die Familie Strauss ist ein eigener Kosmos, der mit nichts in der Welt vergleichbar ist.“
Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Fazit:
Zahlreiche Abbildungen und der Stammbaum der Familie Strauss vervollständigen die ausführliche Familiengeschichte, der ich gerne 5 Sterne gebe.











