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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buchchecker :

Nichts für schwache Nerven, aber für alle Thrillerfans ein absolutes Muss!

Der Totenarzt von Chris Carter

Chris Carters neuester Thriller "Der Totenarzt" ist ein fesselndes Leseerlebnis, das die Nerven bis zum Äußersten strapaziert. In diesem 13. Band der Bestsellerkrimiserie um das sympathische Ermittlerduo stoßen auf die Spur eines skrupellosen Serienkillers, der seine brutalen Morde so geschickt inszeniert, dass sie wie zufällige Unglücke erscheinen.

Carter gelingt es meisterhaft, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Die Handlung ist logisch aufgebaut und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse über die vorherigen Bände problemlos verfolgen. Die mit inzwischen sehr ans Herz gewachsenen Ermittler Hunter und Garcia bringen nicht nur ihre Professionalität, sondern auch menschliche Tiefe in die Geschichte ein, was sie zu glaubwürdigen und nachvollziehbaren Charakteren macht.

Die Herausforderungen, vor denen die beiden diesmal stehen – die Identifizierung möglicher Opfer und die Jagd nach dem grausamen und raffinierten Mörder – sind packend und regen zum Mitdenken an. Carter versteht es, den Lesenden in die Gedankenwelt der Ermittler einzuführen und gleichzeitig die brutale Realität eines Serienmörders zu schildern.

"Der Totenarzt" ist nichts für schwache Nerven, aber für alle, die sich auf eine spannende und kurzweilige Lektüre einlassen möchten, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Chris Carter hat erneut bewiesen, dass er ein Meister des Thrillers ist, und ich kann es kaum erwarten, was er als Nächstes bereithält!

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Rezensionen von MarcoL:

Ein Reise in Vergangenheit – menschlich wie paläontologisch, voller Herzenswärme.

Hundert Millionen Jahre und ein Tag von Jean-Baptiste Andrea

Stan, Anfang 50, von Beruf und Berufung Paläontologe, führt ein unscheinbares Leben an der Universität in Paris. Seit seiner Kindheit in den Pyrenäen ist er fasziniert von Fossilien, und hat sich seinem ganzen Leben danach verschrieben. Was unter Umständen spannend und erfüllend zu sein verspricht, ist in Wahrheit ein unspektakulärer Institutsalltag.

Dennoch träumt er davon, einmal im Leben einen wirklich großen Fund zu machen, und so greift er nach dem Strohhalm, der ihm wie eine langersehnte breite Brücke erscheint. In den Seealpen an der Grenze zwischen Italien und Frankreich habe jemand das Skelett eines Drachen gesehen. Es sind Gerüchte, kaum haltbar, und dennoch beginnt Stan zu recherchieren. Im Sommer 1954 ist es dann so weit, er startet eine Expedition mit seinem früheren Assistenten, dem sanften Hünen Umberto, der mittlerweile selbst Professor in Turin ist. Mit dabei sind der erfahrene Bergführer Gio, und zu Stans Missfallen Umbertos Universitätsgehilfe Peter, ein Deutscher. Es ist ein illustres Team, das sich auf beinahe 3000 Meter Seehöhe im unwegsamen Gelände für mehrere Wochen einrichtet, und versucht, der Gegend und dem Gletscher das Geheimnis, das mehr eine Hoffnung als eine Spur ist, abzuringen. Stan träumt vom Fund eines mehr als 30 Meter langen Sauropoden.
In der Einsamkeit des Hochgebirges erzählt uns Stan nicht nur von dieser Expedition. So langsam legt er wie ein schmelzender Gletscher seine Vergangenheit frei. Seine Kindheit war nicht immer auf Rosen gebettet, seine Mutter starb früh, und sein Vater, den er nur den „Kommandant“ nennt, war ein Despot wie er im Buche steht.
Umso mehr sehnt sich Stan nach Erfolg.
Was sich zuerst wie eine Abenteuergeschichte sondergleichen anhört, ist so viel mehr als das. Es ist die Reise eines klugen Mannes an seine eigenen Grenzen, und zurück in seine Kindheit. Der Traum, sich endlich zu beweisen, wird zur Obsession. Mittendrin gibt es sehr viel Zwischenmenschliches, teils sehr berührend, wenn es um die tiefe Freundschaft zwischen Stan und Umberto geht.
Es gibt aber auch Keile, die im Laufe der Zeit gewachsen sind, und vom Autor sehr gekonnt, meist in Form von anderen Personen, in die Geschichte getrieben werden. Verlust und Versagensängste kontra gesunden Menschenverstand. Entgegen jeder Ratio das Unmögliche erreichen zu wollen, spielt eine große Rolle. Und natürlich die Frage: wieviel haltet eine Freundschaft aus.
Die Sprache ist einmalig, sehr bildhaft und poetisch. Manchmal fast schon zu überladen an Metaphern und blumiger Ausdrucksweise, und dennoch ein wahrer Lesegenuss.
Es ist ein sehr ruhiges Buch, in dem viel Kraft steckt, und das noch lange nachhallen wird. Es entführt uns ein eine andere Welt, in der Menschen eigentlich nichts verloren haben. Die raue Bergwelt, der schier unbezwingbare Gletscher mit seinen Gefahren und Geheimnissen, die Höhen und Tiefen stehen alle symbolisch für den Kampf, der im Inneren von Stan tobt. Für mich genial umgesetzt und somit eine große Leseempfehlung.

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Rezensionen von Natalie:

Wohlfühlbuch

Irish Love - Vom Glück geküsst von Josie Donovan

Allie kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Irland, dem sie aber schon lange den Rücken gekehrt hat. Sie arbeitet mittlerweile in London und plant mit ihrem Freund den Umzug in die USA. Als ihr Vater jedoch einen Herzinfarkt erleidet, fliegt sie sofort nach Hause. Dort holt sie nicht nur sofort wieder ihre Vergangenheit ein, sondern sie muss auch ihren Vater, den letzten Matchmaker Irlands, auf dem jährlichen Matchmaker-Festival vertreten.

Als dann auch noch der Landarzt Jake in ihr Leben tritt, ist das (Gefühls-) Chaos vorprogrammiert.

Vom Beruf (oder eher Berufung?) eines Matchmakers in Irland habe ich vor Josie Donovans Roman tatsächlich noch nie gehört. Von daher war ich sehr neugierig, davon zu lesen. Allies Geschichte mit dieser irischen Tradition zu verbinden ist in meinen Augen definitiv ein Match ;-). Alle Emotionen und auch Vergangenes, was Allie damit und auch ihrem Heimatdorf verbindet, lässt einen beim Lesen tief in die Geschichte einsteigen. Besonders mochte ich auch den Flair des kleinen Ortes, ich musste bei so manchem Bewohner echt schmunzeln.
Eine lesenswerte Reise nach Irland - Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von April1985 :

Ein großartiger Jugendkrimi mit dem Flair alter Miss Marple-Filme

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor von Lauren Muñoz

OK.Wow. Gleich mal vorweg. Ich bin begeistert. Das Buch hat einfach alles mitgebracht, um mich an die Seiten zu fesseln. Spannung, Nervenkitzel, Geheimnisse, Rätsel und Intrigen. Bereits nach dem Prolog war klar - ich brauche Antworten. Ich brauche die Auflösung der schrecklichen Bluttat, die sich hinter den herrschaftlichen Mauern von Ashton Manor zugetragen hat.

Izzy Morales wird gemeinsam mit einigen anderen Mitschülern von ihrer besten Freundin Kassidy auf das alte Anwesen Ashton Manor eingeladen, um dort eine Woche lang ihren Abschluss ganz im Zeichen der Goldenen 20er Jahre zu feiern. Insgesamt sieben Freunde reisen an, aber nicht alle werden die Insel lebend verlassen.

Lauren Muñoz Schreibstil hat mich begeistert. Die Autorin schreibt wahnsinnig einnehmend, atmosphärisch und bildhaft. Es ist der Autorin wirklich gut gelungen, den Glamour und Glanz der aufregenden 20er Jahre einzufangen. Der Schauplatz, ein altes Herrenhaus, ehemals Filmkulisse, auf einem kleinen Eiland vor der Festlandküste bietet auch viel Potenzial. Ich habe mich beim Lesen tatsächlich wie in einem alten Miss Marple-Streifen gefühlt.
Großes Lob an dieser Stelle auch an Svantje Volkens, welche für die Übersetzung zuständig war.

Lauren Muñoz setzt auch meisterhaft ihre Charaktere in Szene. Wir bekommen häppchenweise einen Einblick in das Leben der Freunde serviert. Einerseits durch Rückblicke in die Zeit vor der Zusammenkunft auf der Insel, andererseits im Zuge der Verhöre durch die ermittelnden Detectives. Dabei wechseln sich natürlich auch die Erzählperspektiven ab. Und es kristallisiert sich relativ schnell heraus, dass so ziemlich jeder ein Motiv mit auf die Insel gebracht hat. Und genau dieser Umstand macht das mitraten und mitermitteln auch so spannend. Es werden Geheimnisse enthüllt, es kommt zu so mancher unerwarteter Enthüllung, der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und das Ende bzw. die Auflösung ist einfach nur filmreif! Für mich ist das Buch ein Lesehighlight und große Empfehlung.

Fazit
Ein #Whodunit-Krimi vom Feinsten mit der Atmosphäre alter Miss Marple-Filme. Große Liebe!

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Rezensionen von Leser:

Geht es hier nur um Wein oder steckt mehr dahinter?

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 2: Das Vermächtnis der Winzerin von Christian Homma; Elisabeth Frank

Es geht munter weiter im zweiten Teil der unterhaltsamen italienischen Krimireihe.
Neben bereits bekannten Figuren kommen neue hinzu, bei denen einige zu den Verdächtigen zählen.

Auf einem Winzerfest wird eine ermordete Frau aufgefunden und der vermeintliche Täter gleich mit.
Aber ist der Fall dieses Mal so einfach oder steckt viel mehr dahinter?

Es hat Spaß gemacht ein paar Stunde mit diesem Buch zu verbringen.

Anna und Vico liefern sich auch hier wieder einen Schlagabtausch, der sehr unterhaltsam ist. Aber er muss sich eingestehen, dass er Annas Hilfe gut gebrauchen kann.

Neben den Ermittlungen lernen wir die Bewohner Fontenaias besser kennen und erfahren auch mehr über Annas Erbschaft, wobei die Autoren sich bedeckt halten, was die Neugier weckt und ich gespannt bin, was die nächsten Bänden dazu bereithalten.

Auf zu Teil drei!!!

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Rezensionen von Buchchecker :

Spannend und düster

Wenn sie lügt von Geschke Linus

Linus Geschke hat mit "Wenn sie lügt" einen fesselnden Thriller geschaffen, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte um Norah, die nach einer tragischen Beziehung mit dem Mörder David zur Zielscheibe von Drohbriefen wird, ist sowohl spannend als auch emotional tiefgründig.

Der flüssige Schreibstil Geschkes macht es leicht, ins Geschehen einzutauchen. Die Erzählung wechselt geschickt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, was die Entwicklung der Charaktere und die Enthüllung von Geheimnissen auf packende Weise vorantreibt. Besonders hervorzuheben sind die authentischen Protagonisten, die mit ihren eigenen Kämpfen und Ängsten sehr nachvollziehbar wirken.

Die Einbindung von Informationen zu realen Verbrechen verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dimension und regt zum Nachdenken an.

Auch wenn einige Passagen etwas ausschweifend sind und nicht alles hundertprozentig nachvollziehbar erscheint, bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten. Die vielen Wendungen und Geheimnisse halten auf Trab und sorgen dafür, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann.

Insgesamt ist "Wenn sie lügt" ein gelungener Thriller, der sowohl Krimi-Fans als auch Lesende, die an psychologischen Spannungen interessiert sind, begeistern wird. Geschke versteht es, eine packende Geschichte zu erzählen, die lange im Gedächtnis bleibt. Ein empfehlenswertes Lesevergnügen!

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Rezensionen von peedee:

Etwas fürs Herz

Inselküsse auf Sylt von Julia K. Rodeit

Inselträume auf Sylt, Band 4: Tierärztin Enna hat ihre grosse Liebe verloren und damit auch den Glauben an eine neue grosse Liebe. Ihre Freundin Heike, die selbst unlängst einen neuen Partner gefunden hat, versucht, sie aus dem Schneckenloch der Gefühle zu locken. Sie soll dem nächsten Mann eine echte Chance geben.

Bei einem Zwischenfall auf der Strasse leistet sie erste Hilfe – die Sanitäter nehmen die alte Dame mit, zurück bleiben Pudeldame Rosi und der Radfahrer Paul, den sie anschliessend in ihrer Praxis verarztet. Ein sehr sympathischer Mann, der ihr quasi vor die Füsse gefallen ist…

Erster Eindruck: Das Cover vermittelt Urlaubsfeeling. Das einzige Manko für mich sind die Muschel und der Seestern im Vordergrund, die auf das Foto „draufmontiert“ wurden – die hätte es für mich nicht gebraucht.

Dies ist Band 4 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich war es die erste Begegnung damit und daher kannte ich die Protagonisten noch nicht. Und das waren – zumindest für den Einstieg – ziemlich viele Protas.

Enna hat nette Freunde, Familie, liebt ihren Job. Ihr fehlt ein Mann an ihrer Seite, dem sie ihr Herz ausschütten oder mit dem sie gemeinsam den Feierabend geniessen kann. Es ist kein Wunder, dass ihr ein Partner fehlt, bei dieser Pärchenbildung in ihrem Freundeskreis.
Der Zwischenfall mit der alten Dame war beängstigend – in einem Moment ist alles gut und im anderen Moment liegt sie am Boden! Und Hundedame Rosi bringt den Radfahrer Paul zu Fall. Er ist verletzt, will aber keinesfalls ins Krankenhaus? Wieso nicht? Enna nimmt ihn mit in ihre Praxis – für die nächsten Tage wird er nicht surfen können, wofür er mit seinen Freunden nach Sylt gekommen ist…
Eine der tierischen Protagonisten ist übrigens Huhn Helga (die gibt es in Echt – sie lebt bei der Autorin!). Dominik ist in grosser Not ob Helgas Legenot – ja, Wortspiel beabsichtigt (es ist heiss, da reicht es nicht für Besseres). Ich konnte mir diesen Mann sehr gut im Hühnerstall sitzend vorstellen – mit einer Wärmeflasche auf dem Schoss, auf dem die Hühnerdame zufrieden thront und ihr Ei legt. Herrlich!

Das Buch war im Nu ausgelesen. Es gab Wind und Wellen – nicht nur wetter-, sondern auch beziehungstechnisch. Mein Romantikerherz ist damit sehr zufrieden und deshalb gibt es von mir auch verdiente 5 Sterne. Und eins ist sicher: ich werde mit den ersten drei Bänden noch nachsitzen „müssen“ bzw. wollen. Aber da ich nur ein ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, sollte das machbar sein!

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Rezensionen von Bücherwurm78:

Sehr spannender Krimi

Glutmoor von Lars Engels

Kommissar Janosch Janssen und seine Chefin und gleichzeitig Schwiegermutter Diana Quester haben einen neuen schwierigen Fall zu lösen: eine ganze Familie wurde in ihrem Haus erschossen, nur die Tochter die zur Tatzeit arbeiten war hat überlebt. Wer steckt hinter dem Vierfachmord?

Nachdem ich bereits das Vorgängerbuch Totes Moor gelesen habe und auch ein Fan von regionalen Krimis bin, habe ich mich sehr auf das neue Buch von Lars Engels gefreut.

Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Diesmal ging es um einen Vierfachmord einer Familie und auch mit dem Hintergrund einer Flucht aus der damaligen DDR. Es war ab der ersten Seite an spannend und die Spannung hat auch bis zum Schluss gehalten. Die Story war gut durchdacht und umgesetzt. Auch der Schreibstil war sehr flüssig, es gab keine langweiligen Passagen im Buch. Die private Seite der Hauptdarsteller wie Janosch, seine Frau Helen und Diana kam nicht zu kurz, man konnte mit ihnen eine Verbindung aufbauen und mitfiebern.
Das Cover des Buches finde ich sehr schön gestaltet, hätte mich im Buchladen angeregt es in die Hand zu nehmen. Super!
Fazit: Eine sehr gute Fortsetzung und ich freue mich bereits jetzt auf einen neuen Fall.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Das schwere Leben der Frauen um 1800

Die Apfelrose von Birgit Hermann

Birgit Hermann entführt uns mit diesem historischen Roman in den Schwarzwald um 1800. Es ist die Zeit der Napoleonischen Kriege und ganz Europa wird von den Truppen beider Kriegsparteien verheert. Die Soldaten ziehen plündernd und bedrohlich übers Land. Wer seine Vorräte oder Wertgegenstände nicht hergibt, wird kurzerhand getötet.

Mädchen und Frauen gelten als Kriegsbeute. Daneben sorgen Unwetter für Missernten und Viehseuchen sowie immer höhere Abgaben und Frondienste an die Grundherren, zu denen auch Klöster gehören, dafür, dass den leibeigenen Bauern und ihren Familien immer weniger zum Leben bleibt.

Auch die damalige Gesellschaftsordnung, in der Frauen keine Rechte, aber dafür jede Menge Pflichten hatten, spielt eine große Rolle. So müssen Mädchen auf ihre Jungfräulichkeit achten, werden aber gleichzeitig von Arbeitgebern und Verwandten sexuell missbraucht. Als „beschädigte Ware“ werden sie nach Gutdünken an den verheiratet, der dem Täter am meisten nützlich ist. Kinder, die aus solchen Vergewaltigungen werden als Bastarde häufig misshandelt und deren Tod billigend in Kauf genommen. Verheiratete Frauen sind ununterbrochen schwanger, leisten unterernährt und häufig krank Schwerstarbeit auf Feldern und im Haus, während die Männer das wenige Geld, das zur Verfügung nur zu gerne im Wirtshaus versaufen, um der häuslichen Tristesse zu entkommen. Betrunken schwängern und schlagen sie ihre Frauen und der Kreislauf beginnt von vorne. Wenn die Bäuerinnen im Kindbett sterben, müssen die Mägde sie in allen Bereichen ersetzen. Von den Pfarrern ist auch keine Hilfe zu erwarten.

Wir lernen Helena und deren Mutter Leopoldine, die genau oben beschriebenes Schicksal erlitten hat. Zwei besondere Frauen versuchen das Leid so gut wie möglich zu lindern. Da ist zum einem Cäcilia, die mutige Äbtissin vom Kloster Friedenweiler und zum anderen Josepha, die Hebamme und Kräuterfrau. Josepha bekommt immer zu spüren, dass der Grat zwischen medizinischer Hilfe und Hexerei sehr, sehr schmal ist.

Interessant ist der Handlungsstrang, der sich mit dem Uhrmacherhandwerk beschäftigt, für das der Schwarzwald berühmt ist. In den Tischlerwerkstätten werden Tisch- und Standuhren erzeugt, die Wanderhändler jenseits der Alpen auf Märkten verkaufen. Der gefahrvolle Marsch über die Alpen ist eindrucksvoll geschildert. Über die Uhrenproduktion per se hätte ich gerne noch mehr erfahren, denn es ist immer von der Anfertigung von Uhrkästen die Rede. Die Mechanik, die eine Uhr die Zeit anzeigen lässt, wird nicht so genau erwähnt. Ich glaube mich, nach einem Besuch im Wiener Uhrenmuseum, erinnern zu können, dass Metallverarbeitung ein Zünften streng geregeltes Handwerk war. Aber, vielleicht war das im Schwarzwald anders.

Dieser historische Roman ist sehr gut recherchiert und eindrucksvoll erzählt. Das Buch lässt sich trotz des schwierigen Themas rund um die Gewalt im Leben der Frauen im späten 18. Jahrhundert sehr gut lesen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Leser:

Wenn der Urlaub zum Krimi wird.

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 1: Das vergiftete Fest von Christian Homma; Elisabeth Frank

Das Autorenduo Christian Homma und Elisabeth Frank entführt ihre Leser mit dieser neuen Krimireihe in die Toskana.

Spannende, humorvolle Unterhaltung mit viel italienischem Flair erwartet uns hier. Dank der Beschreibungen bekommt man eine gute Vorstellung von den Örtlichkeiten und sieht vieles vor sich.

Interessante einheimische Charaktere, die dem Ort ein Gesicht geben und ihren Teil zur Geschichte beitragen, agieren hier. Dazu kommen die üblichen Verdächtigen, die zur Spannung beitragen.

Eine Hauptfigur ist Commissario Vico Martinelli, der vor Ort ermittelt. Nicht ganz freiwillig schiebt er hier seinen Dient, bis er wieder nach Rom zurückkehren kann.

Mürrisch, von den Örtlichkeiten, Kollegen und deren Methoden nicht gerade begeistert, hat er Anna sofort auf dem Schirm. Nicht nur, dass sie sich in die laufenden Ermittlungen einmischt, arbeitet sie nebenbei noch für die örtliche Presse.

Journalistin Anna Wagner, die ihren Urlaub nutzt, um das geerbte Haus ihrer Nonna auf Vordermann zu bringen, ist nicht auf den Mund gefallen und nimmt die Dinge in die Hand ohne lange zu überlegen.

Beide sind wie Hund und Katze, aber wer weiß...Gegensätze ziehen sich an und Hilfe kann man immer gebrauchen.

Ein gemütlicher Krimi mit viel Lokalkolorit, der gut unterhält, seine lustige Momente und eine spannungsgeladene Krimigeschichte zum Inhalt hat.

Liest sich sehr gut und macht Lust auf mehr!

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