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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Schkob:

Der Einsamkeit ins Gesicht sehend

Ich komme nicht zurück von Rasha Khayat

„Ich komme nicht zurück“ von Rasha Khayat handelt von Hanna, die sich in Zeiten von großer Einsamkeit auf die Suche nach ihrer alten Freundin Zeyna begibt und dort eine Reise in ihre Vergangenheit von Kindesalter bis zur Gegenwart macht.
Ein gutes Buch ist immer zu kurz so heißt es und dieses Zitat passt genau zu Khayats Roman.

Auf ca. 170 Seiten werden wir in den Bann gezogen, erleben das Innerste von Hanna und ihren geliebten Menschen. Spüren ihre Einsamkeit, Hoffnung, Trauer und den Frust, nichts an einer Situation ändern zu können und sich machtlos zu fühlen. Ich mochte die Figuren, die Freundschaft zwischen Cem, Zeyna und Hanna, deren Familien, die die Drei wie ein sicheres Netz umspannten und sie mit der Zeit gehen lassen mussten.
„Ich komme nicht zurück“ ist wunderschön geschrieben, ganz fein in seinen Nuancen und doch ausdrucksstark und fordernd. Das Buch lässt uns traurig, wütend und doch freudestrahlend zurück und somit ist es eine absolut empfehlenswerte Lektüre.

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Rezensionen von Harakiri:

Zefix und Kasspatzn

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13) von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Zefix - ja, das ist gleich wie nach Hause kommen zum liebsten Polizisten auf Erden: Kluftinger. Und dieses Mal geht es sehr turbulent zu: eine Hundertschaft Polizisten sammelt sich im Wald zu einem Einsatz und auf einmal geht alles schief und es gibt einen Toten. Klufti beginnt fieberhaft zu ermitteln und engagiert sich auch noch politisch.

Gewohnt humorig ist der neue Krimi des Autorenduos. Die Dialoge sind klasse und alles ist wieder sehr anschaulich und flüssig geschrieben. Von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen und das Tüpfelchen auf dem I war dieses Mal ganz sicher der Wahlkampf. Klufti kommt besser an als sein F(r)ei(u)nd Langhammer? Die Ermittlungen und das Privatleben halten sich ungefähr die Waage und das fand ich sehr gut. Und dass am Ende der Zufall den Fall löst fand ich auch sehr gut gemacht.
Einen Mehrwert bietet das Buch wie immer durch das Lokalkolorit. Den Schriftzug „Sieg“ habe ich bisher noch nie wahrgenommen. Und von der Burg wusste ich bislang auch nichts.
Nachdem Klufti in den letzten Büchern etwas stiefmütterlich behandelt wurde und nicht so gut wegkam, habe ich mich gefreut, meinem Lieblingskommissar wieder in bester Verfassung zu begegnen.
Fazit: Kobr und Klüpfl sind immer wieder ein Garant für tolle Lesestunden. Ihre humorvolle Art macht die Klufti-Krimis zu etwas ganz Besonderem.

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Rezensionen von Danislesestube:

Das Buch war okay, nicht mehr, nicht weniger

Irish Love - Vom Glück geküsst von Josie Donovan

An dieser Stelle noch einmal ein Dank an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar. Ebenfalls möchte ich mich bei Melly, meiner Lesepartnerin, vor allem für ihr Durchhaltevermögen bedanken. Denn, ein Spoiler vorweg, das Buch hat uns etwas mehr Nerven gekostet als gedacht. Aber dazu möchte ich später noch etwas schreiben.

Beginnen wir am Anfang des Buches. Ein wichtiger Teil, der entscheidet, ob man weiterlesen oder es beiseitelegen möchte. Allie Malone befindet sich aktuell in ihrem von ihr seit Jahren gewohnten Alltag. Sie lebt mit ihrem Partner Giles ein glückliches und erfolgreiches Leben. Bald planen die beiden sogar in die USA auszuwandern. Denn dort können sie noch mehr Karriere machen. Vor allem Giles würde alles dafür geben, so erfolgreich wie möglich zu sein. Allie scheint diesem Gedanken ebenfalls nicht abgeneigt zu sein.

Bis zu dem Zeitpunkt, als Allies Vater das Glück mit einem Anruf ins Wanken bringt, denn dieser möchte, dass seine Tochter ihn beim diesjährigen Matchmaker-Festival vertritt. Aufgrund eines Herzinfarktes ist es ihm nicht möglich, seiner Aufgabe nachzugehen. Selbstverständlich sagt unsere Protagonistin zu, ihn zu unterstützen und in ihre alte Heimat, der sie einst den Rücken gekehrt hat, zurückzukehren.

Soweit so gut. Jedoch stellte sich mir hier eine Frage: Warum hat Allie das gemacht? Es gab, laut ihr, gute Gründe, sich so weit wie möglich von ihrem Heimatdorf zu entfernen. Sie ist erfolgreich, hat einen Partner, mit dem sie sogar bereit ist, auszuwandern. Ja, es handelt sich um ihren Vater, auch ist es wahr, dass ein kleines Dorf wenig Chancen auf eine erfolgreiche Karriere bietet, aber so eine Entscheidung fällt man normalerweise nicht so leichtfertig. Alt genug ist Allie um sich den Konsequenzen bewusst zu sein.

Nächster Punkt. Sie befindet sich nach längerem Hin und Her und Jammern von Giles Seite nun wieder in ihrer Heimat. Nach nur wenigen Augenblicken verliebt sich die Gute in den dort ansässigen Landarzt Jake. Ein sympathischer und gut aussehender Typ, das muss man ihm lassen. Vor allem nicht so glatt geleckt wie Allies aktueller Partner. Aber das ist ohnehin egal, denn Giles ist plötzlich Geschichte. Nur zur Info. Allie und Giles waren relativ lange ein Paar. Wenige Tage reichen offenbar dennoch aus, um die Beziehung zu zerstören. Man könnte meinen, dass die beiden nicht füreinander geschaffen waren, oder Giles einfach ein Idiot ist. Es könnte auch beides der Fall gewesen sein.

Nach diesem zähen Anfang geht die Handlung glücklicherweise relativ angenehm weiter. Allie und Jake kommen sich näher. Sowie das Matchmaking Festival. Die Bewohner des Dorfes sind, bis auf wenige Ausnahmen, echt sympathisch. Vor allem Fred war so ein Charakter, den ich direkt mochte. Sein Grund, jedes Jahr das Matchmaking Festival zu besuchen, war einfach nur schön.

Irgendwann kam der Tag des Festivals, genauso wie etwas Drama, welches relativ schnell wieder aufgelöst wurde. Gleiches gilt leider auch für das Ende des Buches. Im Laufe der Handlung wurden viele Fragen gestellt, welche jedoch eher hektisch aufgelöst wurden. Was passiert mit Charakter XY? Kommen Allie und Jake trotz einer ungewissen Zukunft trotzdem zusammen? Hat Freds Warten endlich ein Ende? Trotz der meist glücklichen Stimmung im Buch gab es vor allem beim besagten Ende Szenen, die so gar nicht in erstere passen wollten. Alle sind glücklich, das Festival ist ein Erfolg, aber einer geht leer aus? Gerade Fred hätte ich sein Glück, auf das er so lange gewartet hat, gegönnt. Aber nein. Wäre doch schön gewesen.

Was haben wir bisher? Einen zähen, teilweise unsinnigen Anfang, einen guten Mittelteil und ein gehetztes, inkonsequentes Ende. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass das Buch viel mit Selbstfindung und Selbstverwirklichung zu tun hat. Sich wahre Liebe anders, als man denkt, offenbart. Erfolg und viel Geld auf Dauer nicht glücklich machen. Und man deswegen nicht so ins Detail gehen brauch. Außerdem ist ein Wohlfühlroman dafür da, sich beim Lesen wohlzufühlen, daher sollte man nicht alles hinterfragen oder logisch betrachten. Das mag alles sein und ist für viele da Draußen sicher okay, aber …

… was am Ende übrig bleibt, ist ein Buch, welches ich als Okay bezeichnen würde. Es kann, wenn ihr dem Inhalt etwas anfangen könnt, euch für ein paar Stunden gut unterhalten, aber ich bzw. wir bin/sind offenbar nicht die Zielgruppe.

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Rezensionen von Petra Sch.:

die Vorgeschichte zu Willy Wonkas Schokoladenfabrik; wunderbar gelesen

Wonka - Das Hörbuch zum Film von Roald Dahl; Sibéal Pounder

In dieser Geschichte erfährt man, wie Willy Wonka zum berühmtesten Schokoladefabrikanten geworden ist.
Seine Liebe zur Schokolade hat er von seiner Mutter erhalten, die immer das ganze Jahr über gespart hat, um zu Charlies Geburtstag die Zutaten zu kaufen, um ihm die beste Schokolade zu machen, die er jemals gegessen hat.

Willy hat den großen Traum, das beste Schokoladengeschäft in der Galerie Gourmet zu eröffnen. Doch schon bei der Ankunft wird der naive junge Mann seine sämtlichen Taler durch div. ungeplante Gegebenheiten los; dann landet er in einer schrecklichen Pension und wird durch einen unlauteren Vertrag gezwungen, dort in der Wäscherei zu arbeiten, um jemals seine horrenden Schulden loszuwerden. Doch Willy lässt sich nicht unterkriegen.

Roald Dahls Geschichten sind phantastisch, weshalb ich Willys extrem naives Verhalten akzeptiert habe, worüber ich sonst nur den Kopf geschüttelt hätte. Es ist einfach unfassbar, wie er sich immer wieder über den Tisch ziehen lässt.
Und dann sind da auch noch die drei schrecklichen Schokolade-Konkurrenten, die ihn unbedingt ausschalten wollen.

Doch Willy hat riesiges Glück - er trifft auf eine wunderbare Freundin und weitere tolle Menschen, mit denen er gemeinsam die Welt verbessern will.
Die Geschichte ist somit eine überzogene Darstellung der Schrecklichkeiten der Menschheit; doch auch all des Schönen: Freundschaft, Mut, Zusammenhalt.
Und auch die wundervollen Schokoladekreationen von Willy, und was diese bewirken, war einfach nur magisch und erstaunlich - man soll an seine Träume glauben!!

Den Sprecher Julian Greis kannte ich bereits aus einigen Hörbüchern und von Filmsynchronisationen, man lauscht gerne seiner angenehmen Stimme mit der guten Intonation.


Fazit:
Die Vorgeschichte zu Willy Wonkas Schokoladenfabrik - genauso skurril, magisch und phantastisch wie "Charlie und die Schokoladenfabrik". Wunderbar gelesen von Julian Greis.

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Rezensionen von Miro:

Das Haus an der Klippe

Die Frauen von Maine von J. Courtney Sullivan

Jane ist in prekären Verhältnissen aufgewachsen. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und schafft es nicht einer geregelten Arbeit nachzugehen. Um vor den wechselnden Bettgefährten ihrer Mutter zu fliehen, verschanzt sich Jane häufig im lila Haus an der Klippe, das seit Jahren leer steht und einen besonderen Sog auf Jane ausübt.

Jane ist intelligent und belesen und so ist es kein Wunder, dass sie mit Stipendium studiert und schließlich ihren Traumjob in der Schlesinger-Bibliothek in Harvard ergattert. Sie dokumentiert dort Frauengeschichten. Privat lernt sie David kennen und lieben und führt ein beschauliches Leben. Nur der Kinderwunsch ihres Mannes beunruhigt sie.

Doch hinter den Kulissen steht es leider ganz anders um Jane und als dann auch noch ihre Mutter stirbt, eskaliert alles. Nach und nach erfahren wir, dass auch Jane dem Alkohol verfallen ist und nach dem Tod der Mutter verliert sie die Kontrolle. Ihr Leben bricht zusammen. Sie verliert ihren Job und ihren Mann aufgrund eines unverzeihlichen Fehlers.

Zurück in Awadapquit versucht sie ihr Leben wieder in Griff zu bekommen. Immer noch glaubt sie, das allein schaffen zu können, doch auch diesen Fehler wird sie schließlich korrigieren.

Sie beginnt rund um das Haus an der Klippe zu forschen. Die neue Besitzerin fühlt sich von Geistern heimgesucht und möchte mehr über die Umstände erfahren. So lernen wir Eliza kennen, die bei den Shakern - eine Untergruppierung der Quäker - aufgewachsen war und mit Hannah und deren Kindern dort lebt. Und wir erfahren viel über die Native Americans, denn die Stelle an den Klippen war ein heiliger Ort für sie. Das Haus wird zum Anker einer vielstimmigen Geschichte, in der Frauen zu Protagonistinnen werden. Sie alle mussten Leid erdulden, sich Widrigkeiten stellen und sich ihren Weg erkämpfen. Die vielen Nebengeschichten sind gut recherchiert und toll ausgearbeitet. Das macht das Buch zu einem spannenden Beitrag über die Geschichte Maines. Es ist lehrreich, ohne dabei belehrend zu sein.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und die Frauen von Maine sind mir ans Herz gewachsen. J. Courtney Sullivan hat mehrere Porträts quer durch die Geschichte zum einem Roman verbunden und lässt die verschiedensten Stimmen zu Wort kommen.

Eine bereichernde Lektüre!

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Rezensionen von Vicky:

Ihre Gabe und ihr Fluch

Anna O. von Matthew Blake

'Anna O' ist ein genialer Thriller des Autors Matthew Blake. Zum Glück für uns Leser hat er irgendwo gehörte, dass der Mensch im Durchschnitt 33 Jahre des Lebens schlafend verbringt und sich die Frage gestellt: Wenn jemand beim Schlafwandeln einen Mord begeht, ist er dann schuldig oder unschuldig?Das ganze Buch dreht sich um diese eine Frage und das auf sehr spannende Art und Weise.

Jedes Mal, wenn ich dachte: Jetzt habe ich es durchschaut und weiß was passiert ist, kam es doch anders und Matthew Blake hat mich ein ums andere Mal überrascht. Bis zur letzten Seite war es spannend und es kam immer mehr und mehr zum Vorschein. Ein cleverer und durchdachter Thriller über Mord, Schlaf und Psychologie, gewürzt mit zwischenmenschlichen Problemen innerhalb der Familie und Freundschaften.

Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Dr Benedict Prince, Experte für im Schlaf begangene Verbrechen, Clara, seine Ex-Frau und Ermittlerin im Fall von 'Anna O' und die Verdächtige Anna Ogilvy selbst, eine Patientin der Schlafklinik, holen.

Die Geschichte umfasst fünf Teile mit insgesamt 82 Kapiteln. Diese sind abwechselnd aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben, dazwischen gibt es immer wieder Auszüge aus Annas Notizbuch und Aktenvermerke zu finden. Dieser Wechsel ist sehr gelungen und gibt der Geschichte das gewisse Etwas. Es ist faszinierend, die Ereignisse aus Sicht verschiedener Personen zu lesen und zu erkennen, was unterschiedlich wahrgenommen wird.

Abschließen möchte ich mit einem Satz aus dem Buch: Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein.

Fazit: Ein genialer Thriller, ich kann es nicht anders sagen. Ich bin absolut begeistert! Irgendwo kam mir der Gedanke, was wirklich hinter der Geschichte stecken könnte - und was soll ich sagen? Meine Vermutung war richtig, auch wenn das Ende dann doch anders kam als erwartet. Spannend bis zum Schluss!!

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Rezensionen von Nele33:

zu wenig Thriller

Die Abschaffung des Todes von Andreas Eschbach

Das Buch "Die Abschaffung des Todes" habe ich im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen und ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das Buch von Andreas Eschbach nur aufgrund dessen zu Ende gelesen habe.

Bis jetzt bin ich mir nicht sicher, ob meine Erwartungen an die Story zu hoch waren, oder ob Herr Eschbach und der Verlag mit der Bewerbung als Thriller einfach daneben gelegen haben.

Nach einem wirklich interessanten Einstieg ins Buch, in dem viel Philosophisches zum Thema Tod und Hirnforschung erläutert wurde, zog sich alles doch stark in Länge.

Toll war die Zeitungsidee des Protagonisten James, mit der er für einen exquisiten Personenkreis, der gerade einmal 49 Abonnenten einschließt, einen Umsatz von 49 Millionen im Jahr macht. Gute und exakt recherchierte Tatsachen haben ihren Preis.

Unpassend war für mich eine Verfolgungsjagd, die wohl Spannung erzeugen sollte, bei mir aber immer mehr Unverständnis hervorrief, wobei hier ein wenig Action aufkam, aber auch nicht meinen Erwartungen entsprochen hat. Viel Blut und unrealistische Wendungen krönten diese dann überflüssigerweise.

Für mich eins der schlechteren Bücher des Autors, da mir insgesamt der rote Faden und die Thriller Elemente gefehlt haben.

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Rezensionen von LeserinLu :

Einfach lecker

My Vegan Bakery von Doris Flury

„My Vegan Bakery“ ist ein äußerst gelungenes Backbuch, das mit 80 veganen Rezepten überzeugt, die einfach nachzubacken und dabei sehr lecker sind. Die Gestaltung des Buches ist ansprechend und hochwertig, was es zu einem echten Hingucker in der Küche macht. Besonders wichtig für mich ist, dass jedes Rezept von einem passenden Bild begleitet wird – und genau das bietet dieses Buch.

Die Rezepte selbst sind einfach und verständlich geschrieben, was sowohl für Backanfänger als auch erfahrene Hobbybäcker einen leichten Einstieg bietet. Auch die Zutaten sind nicht exotisch, sondern in größeren Supermärkten problemlos zu finden. Ich habe bisher drei Rezepte ausprobiert, darunter auch die Cookies, die mittlerweile zu Hause zu unseren Favoriten geworden sind. Die Mischung aus klassischen und neuen veganen Backideen macht dieses Buch besonders vielseitig. Ein weiterer Pluspunkt: Mit My Vegan Bakery hat man eine solche Vielfalt an leckeren Klassikern zur Hand, dass man sich aus meiner Sicht weitere Backbücher, ob vegan oder nicht, sparen kann. Es deckt ein breites Spektrum an Rezepten ab, sodass für fast jeden Geschmack etwas dabei ist.

Eine kleine Kritik habe ich jedoch: Die Rezepte werden als gesund beworben, aber der Einsatz von Zucker und Fett ist - nicht überall, aber teilweise - doch recht großzügig. Beispielsweise enthalten manche Rezepte 150g Kokosblüten- oder Rohrzucker sowie 100g Margarine – Mengen, die man nicht als „gesund“ bezeichnen würde. Das ist nicht unbedingt negativ, schließlich handelt es sich um Backwaren, die man ohnehin nicht täglich genießen sollte. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass diese Leckereien eher als Genussmittel und nicht als kalorienarme Alternativen zu verstehen sind. Hier sollte man die Zutaten der Rezepte einfach genau prüfen. Ich habe manche Rezepte auch schon mit weniger Zuckeralternativen gebacken und z.B. Schokolade durch Kakaonibs ersetzt.

Insgesamt ist My Vegan Bakery aber eine echte Empfehlung für alle, die auf unkomplizierte Weise backen und genießen wollen - und ausdrücklich nicht nur für Menschen, die vegan leben!

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Rezensionen von yellowdog:

Ruhiges Buch

Bei den Minderen Brüdern von Andreas Heidtmann

Es ist im Prinzip ein Internatsroman. Das hat eine lange Tradition und wenn man das heute noch wagt, sollte man eigentlich etwas besonderes hinzufügen. Bei den Minderen Brüdern ist aber ein ruhiger Roman, verhalten erzählt. Und ganz aus der Perspektive des Protagonisten.
Seine Liebe zur Musik und seine Beziehung zu seiner Freundin Rebecca sind recht ansprechend erzählt.

Die ruhige Erzählweise ist Stärke und Schwäche des nicht unbedingt spannenden Romans. Aber man muss es nicht unbedingt bereuen, diesen Roman gelesen zu haben.

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Rezensionen von LeserinLu :

Hafenstraße und Letzte Generation

Tage mit Milena von Katrin Burseg

„Tage mit Milena“ ist ein Roman, der eine Brücke zwischen der rebellischen Hausbesetzerszene der 1980er-Jahre und den heutigen Klimaaktivisten schlagen möchte. Im Mittelpunkt steht Annika, die ein ruhiges Leben in Lübeck führt, bis die Aktivistin Luzie plötzlich alte Wunden aufreißt und Annika mit ihrer Vergangenheit in der Hamburger Hafenstraße konfrontiert.

Besonders gelungen finde ich den Versuch des Romans, den Aktivismus der Letzten Generation mit dem politischen Engagement der Achtzigerjahre in Verbindung zu setzen und so einen historischen Kontext für die aktuellen Protestbewegungen zu schaffen. Dieser Vergleich lädt die Leser*innen dazu ein, über die Entwicklung von politischem Widerstand und dessen verschiedene Formen nachzudenken.

Zu Beginn der Geschichte wirkten dabei auf mich leider einige Details etwas zu bemüht. Wenn Annika etwa ihren Mann als Teil der „slowflower Bewegung“ beschreibt und von ihren Einkäufen im Biosupermarkt spricht, wirken diese Anspielungen auf den modernen, ökologisch bewussten Lebensstil fast wie eine zu offensichtliche Konstruktion, um die Gegenwart zu beschreiben. Je tiefer die Geschichte jedoch in Annikas Vergangenheit und die Hausbesetzerzeit eintaucht, desto organischer und authentischer wirken die Charaktere. Die emotionale Tiefe der Figuren wird greifbar, besonders dann, wenn Annikas alte Freundschaften und ihre Beziehung zu Milena in den Fokus rücken.

Dennoch gibt es auch später im Roman Momente, in denen einige Handlungen der Charaktere zu sehr nach literarischem Kalkül anmuten. Manche Entscheidungen und Wendungen erscheinen etwas konstruiert. Dennoch ist „Tage mit Milena“ ein lesenswerter Roman, der nicht nur eine persönliche Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust erzählt, sondern auch ein gelungenes Porträt zweier Generationen des Widerstands zeichnet. Insbesondere Hamburger:innen dürfte der Einblick in die Geschichte der Hafenstraße gefallen.

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