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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Murksy:

Alles was wir essen

Schmeckt! von Anke Loose


Das Sachbuch, das sich vor allem an jüngere Leser richtet, erklärt so einfach wie möglich alles, was mit Nahrung zu tun hat. Warum bewirken bestimmte Farben eine Geschmackserwartung? Warum haben wir ein Lieblingsessen? Viele Fragen werden beantwortet, einiges davon dürfte auch so manchem Erwachsenen unbekannt sein.

Oder wissen Sie sofort, was Umami ist? Selbstverständlich liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema ausgewogene und gesunde Ernährung. Die Nähstoffe und ihre Funktion werden erklärt, ebenso wie die Lebensmittel, in denen die überlebenswichtigen Bausteine vorkommen. Sehr gut erklärt wird auch die Verdauung und die daran beteiligten Körperfunktionen und -organe. Kleine Bildchen verdeutlichen das gehörte oder gelesene. Erstleser werden an der einen oder anderen Stelle Hilfe benötigen. So ein umfangreiches Gebiet wie die Ernährung lässt sich natürlich nur bedingt mit wenigen Worten erklären. Trotzdem ist das Buch recht verständlich geschrieben. Unser 4 Jähriger hat sich beim Zuhören schon viel gemerkt und auch immer wieder Fragen gestellt. Das Buch wird mit vier kleinen Rezepten noch etwas abgerundet. Auch wenn manche Passagen wiederholt werden, was dem Verständnis zuträglich ist, kommt keine Langeweile auf. Ein rundherum gelungenes Buch zu einem der wichtigsten Themen unseres Lebens.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Tödliches Gebet von René Anour

Für seinen zweiten Fall vertauscht der für seine unorthodoxen Methoden bekannte, um nicht zu sagen berüchtigte, Commissaire Louis Campanard sein farbenfrohes Outfit mit dem schwarzweißen Habit eines Zisterziensermönches, um im Kloster von Sénanque undercover zu ermitteln.

Was ist passiert?

Frére Bernard, einer der Mönche, hat Campanard vor einigen Jahren aus einer Lebenskrise geholfen, und als nun verstörende Nachrichten von einem Teufel aus Bernards Kloster an Campanards Ohr dringen, ein Mönch spurlos verschwindet und Bernard auf der Fahrt zu Campanard tödlich verunglückt, ist es für den Commissaire nur allzu selbstverständlich, diesen Vorgängen auf den Grund zu gehen.

Dafür opfert er seine geliebten Hawaiihemden und die Schlafanzüge mit Mohnblumen - zumindest für einige Zeit - und geht als Visitator ins Kloster.

Gemeinsam mit Linda Delacours und Pierre Olivier verlegt Campanard sein neues Hauptquartier nach Cordes, also in die Nähe des Klosters. Dass das Trio mit seinen besonderen Fähigkeiten von der dortigen Polizeichefin Capitaine Dubac mit Argwohn beäugt wird, ergibt sich zwangsläufig.

Die Situation eskaliert und Louis, Linda und Pierre müssen jeweils auf sich alleine gestellt Nachforschungen betreiben, die zahlreiche Abgründe der menschlichen Seele offenbaren.

Meine Meinung:

René Anour ist mit diesem Krimi eine hinreißende Fortsetzung gelungen, bei der sehr wenig so ist, wie es scheint. So entpuppt sich ein Mönch als Fan von Faustschlägen, ein Abt als Verwandter eines Unterweltsbosses und einige Mönche feiern gemeinsam mit Personen aus der Umgebung ein Bacchanal, ohne Bekleidung aber mit vielen Umarmungen.

Wie wir es vom Autor gewöhnt sind, verbindet er kulinarische Genüsse mit der Beschreibung der Umgebung. So gelingt es mühelos, den Mönchen bei der Ernte der Lavendelblüten zuzusehen und den Duft des Lavendels wahrzunehmen.

Zahlreiche überraschende Wendungen lassen niemals Langeweile aufkommen. Der eine oder andere Charakter verspielt ziemlich schnell die Sympathien, die ihm entgegengebracht werden.

Der Krimi ist flüssig zu lesen und spart nicht mit spannenden Szenen. Die Auflösung ist so spannend wie ungewöhnlich. Ich hatte eine ungefähre Ahnung, die sich letztlich nur zur Hälfte bewahrheitet hat.

Schmunzeln musste ich über Georges, den Gedichte schreibenden Gastwirt, bei dem das Trio abgestiegen ist. Den hat Campanard ganz schön an der Nase herumgeführt.

Ich hoffe, das Geheimnis um Louis Campanards Lebenskrise wird in einem der nächsten Fälle doch noch gelüftet.
Es schadet nicht, den ersten Fall (Tödlicher Duft) zu lesen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der bis zu letzten Seite fesselt 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Wenn sich eine Liebesgöttin selbst verliebt...

Valentina Amor. Love is in the air (oder woanders) von Sarah M. Kempen

Valentina Amor, die Tochter des Liebesgottes Amor, und Star, Sohn des Götterboten Hermes, sind beide in der Ausbildung zur Liebesgottheit (ja, Star möchte nicht ins Familienbusiness einsteigen) und deshalb müssen sie gemeinsam als Team Teenagern die erste Liebe bringen und sind deshalb (als Menschen getarnt) an einer Schule.

Ihre Zielperson ist Mimi, bei der das Verlieben nicht so einfach ist, denn Mimi ist eine aufstrebende und schon ziemlich bekannte Sängerin. Die anderen Menschen gegenüber skeptisch ist: mögen die mich um meinetwillen oder weil ich berühmt bin?
Klar, dass Valentina mal wieder öfter ins Fettnäpfchen tritt, Chaos verursacht und sich dann auch noch versehentlich selbst mit einem Liebespfeil abschießt und nun in Star verliebt ist - dabei findet sie ihn doch eigentlich obernervig!!

Der Schreibstil ist locker mit jungen, modernen Ausdrücken, der an die Zielgruppe angepasst ist. Kurze Kapitel und viel Humor zeichnen auch den zweiten Teil der Valentina-Amor-Reihe aus.
Leider war es im Mittelteil etwas langatmig, da Valentina stääändig wiederholt, dass sie nicht verliebt sein will und sich unbedingt wieder entlieben muss.
Die Kapitelüberschriften sind Titel (mehr oder weniger) bekannter Lovesongs (ich kannte nicht alle und habe mich dann natürlich durchgehört), die kleine romantische Illustrationen zieren.
Ich liebe diesen Mix aus griechischer Götter-Mythologie und Teenager-Liebesromanze. Humorvoll, fantasievoll, magisch. Wenn man sich ein bisschen in der Götterwelt auskennt (es kommen auch noch andere Gottheiten vor), ist es noch amüsanter.
Und Taube Bussi peppt alles wieder auf.

Doch diese Geschichte beinhaltet ebenso wie der erste Teile wieder die tiefgründige Botschaft: jede Art der Liebe ist richtig; jeder ist gut so, genau wie er ist; wenn du mal etwas verbockt hast, richte es wieder gerade. Und gib nie auf!
Familie, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, werden großgeschrieben und die erste Liebe und Mobbing (in der Schule und den Sozialen Medien) sind große Themen; ebenso das Verhalten der Menschen auf Social Media und wie man damit umgehen soll.


Fazit:
Teenie-Liebeskomödie meets griechische Mythologie, Teil 2: witzig, fantasievoll, unterhaltsam; mit kleinen Längen im Mittelteil.

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Rezensionen von gabiliest:

Prickelnde New Adult Romance im märchenhaften Monaco

Palace of Monaco 1. Broken Royals von Louisa Hawser


In ihrer New Adult Romance “Broken Royals” hat die bekannte Autorin Louisa Hawser eine moderne, sehr gelungene Lovestory geschrieben. Schon das schön gestaltete Cover dieses hochwertig mit Motiv-Farbschnitt ausgestatteten Buches verleitet dazu, sofort nach diesem Roman zu greifen, denn es dominiert die Farbe der Liebe - rot!

Doch diese Liebe verläuft gar nicht einfach.

Billie ist eine fleißige Medizinstudentin, die mit ihrer kleinen Schwester und ihrer demenzkranken Mutter in der Nähe zur Grenze von Monaco lebt. Um ihre Familie über Wasser zu halten, hat Billie drei Jobs, unter anderem auch bei einem Cateringservice. Und dabei passiert es: Bei einem rauschenden Fest in einer Villa wird Billie gegen ihren Willen geküsst- wie sie sehr bald auf den Sozialen Medien sehen kann, von Prinz Charles von Monaco. Eine Verwechslung mit Folgen; der Fürstenhof verpflichtet Billie, sich gegen Bezahlung einer hohen Summe drei Monate als die Freundin des Prinzen auszugeben, um dessen Image aufzupolieren. Denn Prinz Charles ist in zahlreiche Skandale verwickelt. Nun soll er Thronfolger werden anstelle seines erkrankten älteren Bruders. Doch will der Prinz das überhaupt?

Diese Erzählung ist geprägt von starken Persönlichkeiten und interessanten Schauplätzen. Einerseits fasziniert die Glitzerwelt von Monaco und des Palastes, den Gegensatz bilden die finanziellen Schwierigkeiten von Billie, die in dem Arrangement mit dem Fürstenhof endlich die Möglichkeit sieht, ihrer kranken Mutter die Pflege zukommen zu lassen, die diese braucht und der kleinen Schwester eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Dabei geht Billie entschlossen ihren Weg, obwohl Prinz Charles das Verwirrspiel des Hofes nur gezwungenermaßen mitmacht. Doch da Billie sich kein Blatt vor den Mund nimmt, fasziniert sie den Prinzen, der wenig standesgemäß mitten in der Nacht in der Küche des Palastes angetroffen wird, um seiner Passion, dem Kochen, nachzugehen.

“Broken Royals” ist eine romantische Komödie, die sich leicht und angenehm liest. Die Situation im Palast wird abwechselnd von Billie und Prinz Charles in Ich- Form erzählt. So können sich die Lesenden gut in die Charaktere hineinversetzen sowie Gedanken und Gefühle der Protagonisten nachempfinden. Das Buch spielt vor der traumhaften Kulisse Monacos, das luxuriöse Ambiente und die glamourös beschriebenen Feste machen die Szenerie glaubhaft und anschaulich. Das Schicksal von Billie und Charles, die lange selbst nicht wissen, ob ihre Gefühle füreinander echt sind, steht im Mittelpunkt und es entwickelt sich eine wunderschöne, nicht ganz einfache Liebesgeschichte, bei der natürlich prickelnder Spice nicht fehlen darf.

Trotzdem spricht der Roman in seinem oft mitreißenden Erzählstil auch tiefgründige Probleme an. Charles hat Angst, seiner künftigen Rolle als Monarch nicht gewachsen zu sein, Billie hat mit Geldproblemen zu kämpfen. Besonders berührend ist ein Gespräch zwischen Billie und Charles über die Alzheimer Demenz Erkrankung und ihre Folgen. Ebenso kämpfen beide Protagonisten mit dem Zwiespalt zwischen Pflicht und Neigung, am Ende stellt sich für sie die Frage: Hat man wirklich immer die Wahl, das eigene Leben frei zu gestalten? Doch trotz der zahlreichen Hindernisse und oftmals witzigen Pannen im Hofleben steht die Liebe im Vordergrund.

Ich habe mich sehr gerne in das schillernde Monaco entführen lassen. Die Figuren von Billie und Charles sind interessant gezeichnet und machen trotz des deutlich spürbaren Prickelns zwischen ihnen auch immer wieder nachdenklich. Das Buch ist genau auf seine Zielgruppe, Young Adults ab 16 Jahre, abgestimmt. Am Beginn des Romans findet sich eine Playlist, die das Thema hervorragend abrundet. Wer Cinderella immer schon gemocht hat, ist von diesem gelungenen Roman sicher begeistert. Von mir auch eine absolute Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

Mutter-Tochter-Beziehung

Halbinsel von Kristine Bilkau

Es ist ein ruhiger Roman, der dennoch eindrücklich wirkt.
Erzählt wird aus Perspektive einer Mutter, deren Tochter, ca. Anfang bis Mitte 20, einen Zusammenbruch hatte. Die Umstände sind etwas unklar.
Durch das Erzählen in erster Person kommt man der Hauptfigur sehr nahe.
Annett nimmt Linn zu sich, damit sie sich erholen kann.

Als Linn in Ohnmacht gefallen war, sollte sie dabei Schäden an einem wertvollen Bild verursacht haben und jetzt dafür zahlen. Annett fühlt sich schuldig, dass sie ihre Tochter nicht ausreichend versichert hatte.
Die Tochter, die eigentlich früh selbstständig war, entwickelt sich praktisch zurück.
Aber als Leser fragt man sich, was ist denn da wirklich passiert. Ist Linn vielleicht doch verantwortlich? Ich halte Annett nicht für naiv, außer in einem Punkt. Ihr blindes Vertrauen in Linn.
Interessant wird es am Ende, als die Autorin das Thema auf eine andere, universelle Ebene bringt.
Der Roman hat einen ansprechenden Stil, wie ich ihn mag und entwickelt eine ganz eigene Atmosphäre.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener hist. Krimi

Die Tote aus der Emscher von Peter Kersken

Peter Kersken, Autor und Chronist des Ruhrgebiets, nimmt uns in diesem düsteren historischen Roman in den September des Jahres 1816 mit. Napoleon ist endgültig besiegt und in der Verbannung auf St. Helena. Die ehemals französischen Eroberungen wie das Herzogtum Berg stehen (wieder) unter preußischer Verwaltung.

Seit Monaten wird Europa von Dauerregen und Kälte heimgesucht. Die Bauern können ihre Felder kaum bestellen und das wenige, was angebaut worden ist, kann wegen der fehlenden Sonnenwärme nicht reifen und verfault auf den Feldern. Niemand kann sich an eine so nasse Periode erinnern bzw. findet eine plausible Erklärung für die Unwetter. Daher machen sich alte Urängste in der Bevölkerung breit und der schon längst vergessen geglaubte Glaube an Hexen feiert Wiederauferstehung.

Als Anna, eine kräuterkundige Kleinhäuslerin, tot aus der Emscher gezogen wird, ermittelt der preußische Untersuchungsrichter Anton Demuth vor Ort. Er bezieht Quartier in der Poststation und beginnt mit seinen Befragungen. Dabei stößt er auf einige Frauen, die Anna als Hexe bezeichnen und machen sie für Krankheit und Elend sowie den Tod mehrerer Personen verantwortlich. Leider sind diese Frauen keinem vernünftigen Argument zugänglich und verweigern, den Tatsachen in die Augen zu sehen. Selbst der Gemeindepfarrer kann gegen deren Hass nichts ausrichten.

Demuth geht mit Sorgfalt und Akribie seiner Arbeit nach. So werden zahlreiche Personen befragt, unter anderem eine gastierende Schaustellertruppe und ein Bayer, der sich ebenfalls in der Poststation einquartiert hat und sich eigenartig verhält. Fremde sind zwar auf einer Poststation nicht selten, doch die Verweildauer eher kurz, weshalb der Bayer doch recht auffällt. Seine Geschichte, die Demuth zu Tage fördert ist so skurril, dass er sie schon für bare Münze nimmt.

Die Untersuchungen nehmen ihren Lauf und langsam gehen Demuth die Verdächtigen aus, bis ihn ein Zeitungsartikel auf die richtige Spur bringt ...

Meine Meinung:

Dieser historische Roman beruht auf historischen Tatsachen. Das Jahr 1816 geht als „Jahr ohne Sommer“ in die Annalen ein. Rund 100 Jahre später wird man den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 als Ursache erkennen.

Wir dürfen dem Untersuchungsrichter Anton Demuth bei seinen Ermittlungen über die Schulter schauen. Ich finde es immer recht spannend, wie die damaligen Ermittler ohne die zahlreichen Helferleins, die heutigen Polizisten zur Verfügung stehen, Verbrechen aufklären. Natürlich sind das eine oder andere unentdeckt und daher ungesühnt geblieben. Interessant finde ich die Anmerkung, dass zwischen erwachsenen und minderjährigen Tätern unterschieden worden ist. War das wirklich so? Ich bin zwar Österreicherin und keine Juristin, aber ich glaube gelesen zu haben, dass man das erst ab 1871 zumindest auf dem Papier so gehalten hat. Aber, vielleicht ist das ein Relikt aus dem französischen Code Civil, der ja um 1816 in den einigen ehemaligen französischen Eroberungen noch gegolten hat.

Autor Peter Kersken gelingt es vortrefflich die düstere Stimmung einzufangen. Da sind zum einem die wetterbedingte Angst vor einer Hungersnot und zum anderen sowohl der generelle Argwohn Fremden gegenüber als auch der Neid auf jene Menschen wie Anna, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, um das Beste daraus zu machen.

Schrecklich sind diese verbohrten und missgünstigen Weiber, die, auch wenn sie nicht persönlich Hand an der Toten angelegt haben, dennoch für deren Tod verantwortlich sind. Ein Großteil des Hasses auf Anna speist aus der Tatsache, dass sie ohne Ehemann gelebt hat.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman aus dem Ruhrgebiet um 1816 eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Die junge Queen ermittelt im Jahr 1957

Die Tote trug Diamanten von S J Bennett

3,5 Sterne

Im 4. Teil der Reihe um die Kriminalfall-lösende Queen begleiten wir die junge Monarchin diesmal zurück ins Jahr 1957, wo es einen mysteriösen Doppelmord gibt: eine Prostituierte trägt eine wertvolle Edelstein-Tiara, und sie und ihr Freier wurden ermordet aufgefunden - in einem Haus, in dem sich vermögende Adelige zum Kartenspiel trafen.

Und dann stellt sich noch heraus, dass eine Verschwörung gegen die Queen geplant ist.
Die von allen unterschätzte Joan McGraw hilft ihr mit klugem Köpfchen und rascher Auffassungsgabe, die von der Queen als Assistentin ihres persönlichen Sekretärs eingestellt wird und ihr (natürlich inoffiziell) hilft, Puzzlesteinchen aufzudecken und an den richtigen Platz zu rücken, so dass die Namen der Verschwörer ans Licht kommen und natürlich auch der Mordfall aufgeklärt wird.

Diesmal hab ich leider etwas länger gebraucht, um in die Geschichte zu kommen und wurde auch nicht ganz soo warm damit, denn es waren mir ehrlich gesagt zu viele (adelige) Persönlichkeiten, historische Hintergrundinformationen und deren Verflechtungen. Auch die Dialoge konnten mich diesmal nicht so mitreißen und fühlten sich manchmal steif und gesetzt an. Gut, in einer Monarchie und zur damaligen Zeit ging es wahrscheinlich tatsächlich so zu, aber dadurch war es eben nicht so flüssig zu lesen. Auch wenn man natürlich die Recherchearbeit der Autorin herausliest, denn viele Geschehnisse waren tatsächliche geschichtliche Ereignisse, die ich mit großem Interesse verfolgt habe (zb die Nordamerika-Reise des jungen Königspaars - ich habe mir danach Bilder rausgesucht, um die "neue Mode" der Queen zu betrachten).

Doch man konnte sehr gut die Gefühle von Queen Elizabeth II nachvollziehen; ihre Ängste über die Bedrohung ihrer Familie, der Monarchie bzw. des neuen Commonwealth; das Zurücklassen der damals noch kleinen Kinder bei der großen Reise nach Kanada und in die USA.
Und auch über das Fernsehen, das damals DAS neue Medium war. Sie sollte zum ersten Mal eine große Ansprache im Fernsehen halten und war natürlich sehr nervös. Auch weil sie zuerst nicht wusste, wie sie richtig damit umgehen sollte. Das war wirklich berührend.

Die Aufdeckung des Komplotts fand ich richtig spannend; bei der Auflösung des Mordfalls konnte ich mal wieder nicht nachvollziehen, wie die Queen plötzlich auf die Lösung gekommen ist (die ich aber gut und nachvollziehbar fand) - so ging es mir aber bei den vorigen Bänden auch schon ;)


Fazit:
Die junge Queen ermittelt im Jahr 1957 im Falle eines Doppelmords und einer Verschwörung gegen sie. Konnte mich nicht ganz so abholen wie die ersten 3 Bände.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Wettlauf in Triest von Günter Neuwirth

Während ganz Triest dem großen Derby im Ippodromo di Montebello entgegenfiebert, bekommt es Inspector Bruno Zabini mit einer übel zugerichteten weiblichen Leiche zu tun, die in der Nähe der Pferderennbahn gefunden wird.
Die Ermittlungen gestalten sich als zäh, denn die Tote ist zunächst unbekannt, wird aber dann als Prostituierte identifiziert.

Recht bald kann Zabini einen Verdächtigen festnehmen, den er aber bald wieder frei lassen muss, weil während seiner Haft eine weitere Frau nach derselben Methode ermordet worden ist. Im Kotter zu sitzen ist wohl das beste Alibi.

Zahlreiche Spuren, denen Bruno Zabini mit seinem Tatortkoffer nachgeht, deuten auf das Umfeld der Trabrennbahn hin. Nun muss sich Zabini mit Fabrizio Renzullo, einem ziemlich erfolglosen, aber verliebten Buchmacher, dem mürrischen Magazineur Gino Foda und seinem Hund sowie skrupellosen Zuhältern und Menschenhändlern herumschlagen.

Bei den Ermittlungen wird auffällig oft eine Personenbeschreibung geliefert, die an einen von Brunos Kollegen denken lässt. Kann es sein, dass ein Polizist Strippenzieher dieser Machenschaften ist? Der Verdacht liegt nahe, denn die Indizien verdichten sich, weshalb Polizeidirektor Dr. Rathkolb, einige Akten anfordert und durchackern lässt, was wiederum den Geheimdienst seiner Majestät nicht untätig sein lässt.

Damit beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn all diese Aktionen sind nicht unbemerkt geblieben und der Verdächtige bereitet seinen Abgang vor.

Meine Meinung:

Günter Neuwirth ist wieder eine tolle Fortsetzung der Reihe rund um Bruno Zabini gelungen. Diesmal lesen wir nichts über Dampfschiffe oder Eisenbahnen, sondern dürfen Zabini in seinem Labor, das er in der Dienststelle eingerichtet hat, über die Schulter schauen.

Während wir Leser den verliebten Buchmacher begleiten und das schwarze Schaf in der Polizei ausmachen, benützt Bruno Zabini, die ihm zur Verfügung technische Ausrüstung. So arbeiten Bruno und seine Mannschaft nach dem von Professor Dr. Hans Gross (1847-1915) 1893 herausgegebenen „Handbuch für Untersuchungsrichter als System der Kriminalistik.“. Es wird also das Mikroskop zur Spurenanalyse herbeigezogen und ein Treffer führt die Ermittler wieder ins Ippodromo.

Auch sonst ist der Fortschritt langsam aber sicher in der Triestiner Polizeidirektion eingezogen: Bis auf Inspector Emilio Pittoni, der alles, was Zabini für gut hält, ablehnt, schreibt man nun mit Schreibmaschinen statt mit der Hand. Demnächst sollen sogar Telefone und Fernschreiber angeschafft werden.

Daneben erhalten wir wieder Einblick in Brunos Privatleben.

Fazit:

Eine gelungen Fortsetzung dieser historischen Krimi-Reihe, die uns wieder nach Triest als es noch österreichisch war, führt. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.

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Rezensionen von clematis:

Familienunternehmen

Der Schmuckpalast – Camille und der Glanz von Gold von Eva-Maria Bast

1873 – 1893: In Paris ist das Juwelierunternehmen Cartier bekannt, aber nicht an der Spitze, als Alfred den Chefsessel von seinem Vater Louis-François übernimmt. Auch seine Schwester Camille wirkt tatkräftig mit im Betrieb mit ihren brillanten Einfällen und feinen Zeichnungen, welche dann von den geschickten Goldschmieden in wertvollen Schmuck verwandelt werden.

Aber niemand ist nur von Glück gesegnet, persönliche und wirtschaftliche Rückschläge stellen die einzelnen Familienmitglieder immer wieder vor große Herausforderungen.

Nach eingehender Recherche zeichnet Eva-Maria Bast die Entwicklung des bekannten Unternehmens Cartier nach und legt den Fokus auf wahre Begebenheiten, welche sie geschickt mit fiktiven Elementen verknüpft. So müssen erschütternde Todesfälle in der engsten Familie ebenso verarbeitet werden wie die Krankheit von Alice, Alfreds Ehefrau, oder eine unregelmäßige Buchhaltung. Der Zusammenhalt untereinander ist aber groß und fängt so manche Bürde auf, sodass auch die nächste Generation mit dem ältesten Sohn Lous-Joseph an der Spitze, das Geschäft fortführen kann.

Viele zeitgeschichtliche Details fließen in das Geschehen ein, so die Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen oder die Debatte um die Pariser Weltausstellung mit dem Eiffelturm. Die Kooperationen mit dem Kaufhaus Worth oder dem Uhrmacher Baudet sind interessant und zeigen, dass es oft zielführend ist, zusammenzuarbeiten, auch wenn das Kompromisse verlangt.

Ein schöner Roman mit realistischem Hintergrund, ich werde auch den dritten Teil der Juwelier-Saga lesen.

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Rezensionen von Leser:

Debütroman

Emma von Jean Reno

Vielleicht hätte man das Buch nicht als Thriller anpreisen sollen. So werden ganz andere Erwartungen geweckt, die leider nicht ganz erfüllt werden.
Keine Frage, die Geschichte ist aufregend, êmotional, unterhaltsam. Sie nimmt einen direkt mit in den Orient, zeigt uns das Leben vor Ort, die Natur und die Menschen.

Wirft ein Bild auf all den Reichtum, der manchmal absurd wirkt. 


Mit Emma hat Reno eine interessante Figur zum Leben erweckt, die mit ihren Geistern kämpft, aber auch voller Lebenshunger ist und mich überrascht hat. Sie wird durch ihre Arbeit in eine Rolle gedrängt, die ihr Leben auf den Kopf stellt.

Das Debüt ist eine Mischung aus Liebesroman und Spionagegeschichte. Es glänzt mit seien bildhaften Beschreibungen und dem lebhaften Schreibstil. Es bietet viel an, lässt aber zum Ende hin einige Fragen offen.
Die Charaktere sind sehr durchwachsen, haben so ihre Eigenarten und fügen sich gut ins Bild ein.

Wer unvoreingenommen an dieses Buch geht, der kann sich auf eine sehr gute Geschichte freuen!

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