Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anja:
eher ereignisarm
Dark Cinderella Northern-Royals-Dilogie von Anya Omah
Sofia sucht ihre vermisste Freundin, die zuletzt im Palast von Skønien gesehen wurde. Dass sie Prinzessin Linnea das Leben rettet, verschafft ihr letztlich die Chance, sich im Palast umzusehen und das Vertrauen der Geschwister Linnea und Maximilian zu erschleichen, während der Prinz seinerseits die Aufgabe hat, sie im Auge zu behalten…
Die Ereignisse wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Sofia und Maximilian geschildert.
Gesprochen werden die Hauptfiguren von Chantal Busse und Vincent Fallow, denen man gut zuhören kann.
Zudem ist es leicht, dem Geschehen hörend zu folgen, weil letztlich leider nicht wahnsinnig viel passiert. Nachdem Sofia Linnea geholfen hat, ist ihr der erhoffte Schritt in den Palast gelungen. Viel zu lange schon sucht sie nach Spuren ihrer Freundin und tatsächlich fällt deren Name im Palast. Aber es bleibt bei unverständlichen Andeutungen, die Sofia nicht voran bringen. Und so führt sie mal hier und da ein Gespräch, schaut sich um und sucht nach Antworten.
Sie sucht den Kontakt zu beiden Geschwistern, versucht Linneas Freundschaft zu gewinnen und flirtet mit Maximilian in der Hoffnung auf Hinweise. Dass Maximilian seinerseits versucht, ihre wahren Absichten zu ergründen, macht die Sache ein wenig verworren.
Einerseits knistert es zwischen ihnen, andererseits lügen sie einander an und spielen sich etwas vor. Daher ist es schwer, die Annährung zwischen den beiden wirklich einzuordnen.
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verstrickt Sofia sich in ihren eigenen Lügen und den aufgeheizten Gefühlen. Sie lügt und betrügt, um nicht ertappt zu werden und ihre Antworten zu finden, ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Sie ist schlagfertig, tough und mutig, aber ihr rücksichtsloses Vorgehen macht sie dennoch nicht gerade zur sympathischsten Protagonistin.
Mit dem Cliffhanger wird das Geschehen erstmals richtig dramatisch. Am Ende bleiben zahlreiche Fragen offen.
Fazit
Auch wenn sich die Geschichte gut hören lässt, empfand ich die Story als unspektakulär. Große Spannung kommt nicht auf. Protagonistin Sofia erhält kleine Hinweise auf ihrer Suche, die aber nur neue Fragen aufwerfen.
Rezensionen von Anja:
History meets Fantasy
Dark Cinderella Northern-Royals-Dilogie von Anya Omah
Inez’ Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten und lassen sie dafür monatelang allein. Sie würde sie so gern begleiten und das fremde Land selbst entdecken, doch dann bekommt sie einen Brief, dass ihre Eltern gestorben sind. Inez begibt sich auf eine lange Reise nach Kairo, um herauszufinden, was passiert ist.
Vor Ort trifft sie auf ihren Onkel und dessen Handlager, die sie unbedingt loswerden wollen. Das macht Inez nur noch neugieriger und misstrauischer.
Inez ist eine aufgeweckte, neugierige und mutige Protagonistin. Allein begibt sie sich auf die Reise von Südamerika nach Ägypten, um die letzten Wege ihrer Eltern zu rekonstruieren. In Empfang genommen wird sie von Whit, der für ihren Onkel arbeitet und sie direkt auf das nächste Schiff zurück schaffen möchte. Doch Inez lässt sich von dem muskulösen Mann genauso wenig einschüchtern, wie von den Waffen, die in der Folge hin und wieder auf sie gerichtet werden.
Ihr Interesse an der Kultur und der Geschichte des Landes vermischt sich mit dem unbedingten Drang, die Wahrheit herauszufinden, wobei Inez in einigen Situationen recht naiv agiert.
Und dann ist da auch noch Inez’ Gabe, bei dem Kontakt mit magisch aufgeladenen Artefakten kleine Visionen zu bekommen.
Inez stößt auf jede Menge Geheimnisse und Halbwahrheiten. Sie schafft es, ihren Onkel bei dessen Arbeit auf verschiedenen Ausgrabungsstätten zu begleiten und wird immer misstrauischer, während sie Whit gleichzeitig immer lieber gewinnt – und das auf keinen Fall zulassen möchte.
Whit hingegen bleibt die komplette Zeit recht rätselhaft und undurchschaubar, da er nicht viel von sich preisgibt.
Es entwickelt sich eine abenteuerliche Suche, in der sich Geschichte und Fantasy vermischen. Wobei die Handlung durch den Schauplatz im 19. Jahrhundert ebenfalls bereits ein historisches Setting hat und Inez mit ihrem Freiheitsdrang als alleinreisende Frau an so manche Grenze dieser Zeit stößt.
Inez sucht nach Hinweisen, nach versteckten Gräbern und magischen Schätzen. Sie findet vom allem etwas – verbunden mit einigen Gefahren und Schwierigkeiten, die sie überwinden muss.
Insgesamt empfand ich die Geschichte als etwas zu lang, dafür dass insgesamt dann gar nicht so wahnsinnig viel passiert. Es gibt kleinere Wendungen, jede Menge Geheimnisse, Lügen und Intrigen. Spannende Passagen wechseln sich mit zähen Kapiteln ab. Von einer Wende werden zumindest die Figuren extrem überrascht, obwohl sie ziemlich offensichtlich ist. Der Magieaspekt kommt insgesamt relativ kurz.
Am Ende überschlagen sich die Ereignisse in einem turbulenten, dramatischen Finale, dass im Vergleich zum Rest der Handlung sehr extrem daherkommt.
Es bleiben viele Fragen offen.
Der überwiegende Teil der Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Inez geschildert. Dazwischen gibt es ein paar kurze Kapitel aus Whits Sicht. Gesprochen wird die Geschichte von Leonie Landa und Martin Valdeig, denen ich beiden gut zuhören konnte.
Fazit
Das historische Ägypten, in dem noch weiter nach Schätzen der Vergangenheit gesucht wird, hat mir gut gefallen. Die Handlung bietet spannende Momente, allerdings auch viele Passagen, an denen das Geschehen nur vor sich hin plätschert.
Rezensionen von Michael:
KI und KI-Recht verständlich erklärt, auch für Einsteiger
AI Act Competence + Compliance - Grundlagen für die sichere Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen von Markus Kirchmair
Hatte ehrlich gesagt "Respekt" vor dem Thema KI. Dieses Buch hat mir die Scheu genommen. Es erklärt die technischen und rechtlichen Grundlagen so, dass man auch ohne Vorwissen mitkommt. Kein Fachchinesisch, sondern klare Sprache, gute Beispiele und nützliche Tipps.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von MichaelRezensionen von Anndlich:
Das Verschwinden
Die Nacht (Art Mayer-Serie 3) von Marc Raabe
Der 6-jährige Rocco verschwand einst spurlos von einem Campingplatz, fünfzehn Jahre später verschwindet auch seine ältere Schwester Dana Karasch auf mysteriöse Weise. Keiner scheint sich für ihr verschwinden zu interessieren, nur Art Mayer möchte ihren Fall aufklären. Denn Art hat Danas kleine Tochter Milla in sein Herz geschlossen und möchte ihre unbedingt ein ähnliches Schicksal, wie er es erfahren hat, ersparen.
Dafür bittet Art einen einflussreichen Freund um Hilfe, ohne zu wissen, dass er sich in einen gefährliches Spiel begeben hat. Bald darauf finden Art Mayer und seine Kollegin Nele Tschaikowski die ersten Opfer.
Die Nacht von Marc Raabe ist der dritte Band der Thriller-Reihe um das Ermittlerteam Artur ‚Art‘ Mayer und Nele Tschaikowski. In diesem Band fand ich die Chemie zwischen den beiden am besten und verständlichsten, gleichzeitig jedoch die Handlungsweisen teilweise sehr seltsam bzw. unausgereift. Ich glaube, dass die Handlungen grundsätzlich nachvollziehbar wären, aber die Erklärungen für diese hätten doch griffiger ausgearbeitet sein können. Gerade im Bezug auf Neles Verhalten in privaten Bereichen. Art und seine Fürsorge für Milla hat ihn aber deutlich sympathischer werden lassen.
In den Vorgängerbänden habe ich gerne kritisiert, dass Art Mayer mir zu sehr der Dreh- und Angelpunkt der Story war. Das finde ich hier deutlich besser umgesetzt, da sich aus dem Verschwinden von Dana Karasch bereits das persönliche Interesse Arts ergeben hat und er dadurch natürlich im Fokus steht. Aus diesem Grund wirkte der Band auf mich auch deutlich weniger konstruiert und mir gefiel auch das kleine Easter Egg, durch den wir einen alten Bekannten wieder treffen.
Besonders gut hat mir das Zusammenspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefallen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven erleben und wodurch wir einen größeren Einblick auf die Konstellationen bekommen. Die Auflösungen konnte mich positiv überraschen und das große Finale hätte ich gerne noch tiefgründiger erlebt, weil die Auflösung dies auf jeden Fall hergab. Am Ende blieb mir auch eine Frage zu viel offen, bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie im nächsten Band noch eine Rolle spielen wird. Wünschen würde ich es mir allerdings.
Rezensionen von manu63:
Schönes Finale
Raiders von Nadine Erdmann
Der dritte und letzte Band der Haunted Hunters Reihe der Autorin Nadine Erdmann trägt den Titel Raiders und setzt unmittelbar nach dem Ende von Band 2 ein. Man sollte auf jeden Fall die ersten zwei Bände der Trilogie gelesen haben.
Die Ereignisse wechseln zwischen ruhigeren Momenten und aufregenden und gefährlichen Szenarien hin und her und als Leser kommt man dadurch immer wieder ein wenig zur Ruhe.
Ich mag gerade die ruhigeren Elemente der Reihe, da ich nicht so auf ausführliche Kampfszenen stehe. In dieser Geschichte schafft es die Autorin für mich eine gute Mischung her zu stellen und die Spannungsbögen sind gut gesetzt.
Die Entwicklung der Charaktere setzt sich fort und wird stimmig erzählt. Dabei ist der Schreibstil eingängig und gut lesbar.
Insgesamt wieder eine schöne Reihe der Autorin, die ich immer wieder gerne lese, weil sie für mich die richtigen Worte wählt um eine Geschichte spannend und lebend zu erzählen, ohne die Herzenswärme zu vergessen die für mich zu einer guten Geschichte dazu gehört.
Rezensionen von Julia:
Zwischen Spice und Spannung
Kodiak Echoes - Hide me von Julia Pauss
Als ich das Cover gesehen habe, hatte ich erst gedacht: Oh Gott, da kommt der nächste vorhersehbare Roman. Aber schon anhand des Klappentextes erkennt man, dass es sich ganz und gar nicht um einen kitschigen Liebesroman handelt. Die Mischung aus Thriller und Roman wurde wunderbar umgesetzt und der Schreibstil hat das Buch für mich zu einem Pageturner gemacht.
Brynn kommt durch ein Zeugenschutzprogramm in die Einsamkeit Alaskas. Und neben der Tatsache, dass das für sie als Großstadtmensch schon schwer genug ist, gibt es da auch noch ihren griesgrämigen Nachbarn Archer. Die Geschichte wird überwiegende aus Brynns Sichtweise geschrieben, es gibt aber auch einige Kapitel aus Sicht von Archer. Beide Charaktere sind mir sehr sympathisch gewesen.
Beide haben ihre Geheimnisse und Päckchen zu tragen und nur stückchenweise erfährt der Leser immer mehr über die Geschehnisse in der Vergangenheit. Immer wieder kam es zu unerwarteten Wendungen und auch das Ende war für mich mehr als nur gelungen. Da es sich hier um zwei Bände handelt, hatte ich erst die Befürchtung, dass am Ende zu viele Fragen offenbleiben. Und es bleiben zwar ein paar Fragen offen, was die Spannung auf Band zwei erhöht, aber es werden auch genug Dinge aufgeklärt, sodass man nicht enttäuscht zurückbleibt.
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr und hab mich in Kodiak Echos verliebt. Und auch wenn die Stadt nur erfunden ist, so basieren viele Details auf tatsächlichen Gegebenheiten. Ich freue mich auf jeden Fall auch in Band zwei nochmal dort hin reisen zu können und kann dieses Buch daher absolut empfehlen!
Rezensionen von Ameland:
Wieder eine hervorragende Verknüpfung zweier Zeitebenen
Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller von Catherine Shepherd
Dies ist bereits der 15. Band der Zons-Thriller, aber ich werde dieser Reihe nicht überdrüssig. Ich freue mich jedes Mal auf die Rückkehr nach Zons und Bastian Mühlenberg bzw. auf Oliver Bergmann.
Im Grunde genommen habe ich es mit zwei Thrillern zu tun, denn sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit gilt es Mordfälle aufzuklären.
Und beide Fälle sind richtig spannend und laden zum Miträtseln ein. In der Gegenwart ist Oliver Baumann für die Aufklärung verantwortlich und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Emma tatkräftig unterstützt. Bastian Mühlenberg ermittelt 500 Jahre früher und ihm stehen längst nicht solche Hilfsmittel wie Oliver zur Verfügung und ich staune öfters darüber welche Erkenntnisse damals schon getroffen werden konnten. Dennoch sind beide Männer erfolgreich. Ich hingegen muss mich am Ende immer wieder von der Lösung überraschen lassen.
Mir sind die wiederkehrenden Charaktere, egal ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart inzwischen ans Herz gewachsen. Aber ich muss auch zugeben, dass ich den Stadtsoldaten Bastian Mühlenberg etwas mehr mag. Auch den historischen Strang lese ich etwas lieber.
Catherine Shepherd hat auf bekannter Art und Weise gekonnt auf verschiedenen Ebenen Verbindungen zwischen den Vorkommnissen damals und heute hergestellt. Manche Verbindungen bestehen schon seit Beginn dieser Reihe und erschließen sich für Quereinsteiger nicht unbedingt.
Mich begeistert der Schreibstil der Autorin immer wieder aufs Neue. Sie schreibt flüssig, megaspannend und hält den Spannungsbogen von Anfang bis Ende hoch. Aufgrund der bildhaften Beschreibungen war mein Kopfkino permanent im Einsatz. Ich kann ihre Bücher, egal aus welcher Reihe, einmal begonnen kaum aus der Hand legen.
Für jeden Thriller-Fan sind die Bücher von Catherine Shepherd meiner Meinung nach ein MUSS. Für mich war auch dieses Buch wieder das reinste Lesevergnügen.
Rezensionen von Tara:
Humorvoll und ehrlich
Ich weiß es doch auch nicht von Mareice Kaiser
„Ich weiß es doch auch nicht“ der in Berlin lebenden Autorin und Journalistin Mareice Kaiser.
Ich habe schon so viele unterschiedliche Ratgeber gelesen und auch aus fast jedem etwas für mich mitgenommen, aber noch nie habe ich mich so gut dabei amüsiert wie bei diesem Buch.
Die Autorin hält hier 101 entlastende Antworten auf existentielle Fragen bereit.
Wie existentiell die Fragen sind, muss dabei jeder für sich entscheiden. Thematisch sind sie folgendermaßen sortiert:
Fragen für den Anfang
Fragen aus dem Alltag
Beziehungsfragen
Fragen über mich
Fragen zu Arbeit
Gewissensfragen
Fragen zum Ende
Große Fragen
Die Antworten sind keineswegs ein Dogma, sondern humorvoll verpackt und laden zum Nachdenken ein. Nicht immer gibt es eine konkrete Antwort, manchmal sind es einfach die Erfahrungen der Autorin, eine Idee oder ein Gedanke, den es sich zu verfolgen lohnt und der einfach eine neue oder andere Perspektive zeigt. Es sind Ratschläge hinter denen Emotionen und Humor stecken, wodurch sich das Buch angenehm leicht liest.
Optisch ist der Ratgeber ein kleines Highlight. Die Illustratorin Slinga hat für ihre Zeichnungen vier Farben gewählt und allein diese haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Wer mal wieder im Alltag verzweifelt, sollte einen Blick in dieses Buch werfen. Auch wenn es nicht alle Probleme löst, sind hier gute Ansätze zu finden und die Stimmung verbessert es in jedem Fall.
Rezensionen von Tara:
Eine Familie in den 1980er Jahren
Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann
Zu seinem Roman „Bis die Sonne scheint“ hat sich der in Berlin lebende Autors Christian Schünemann durch seine eigene Familiengeschichte inspirieren lassen.
Die Handlung beginnt 1983 in Norddeutschland in der Nähe von Bremen. Der 14-jährige Daniel Hormann freut sich auf seine bevorstehende Konfirmation und träumt von einem Samtsakko.
Allerdings hat seine Mutter bereits die Feier ordentlich zusammengestrichen und ihm wird klar, dass seine Konfirmation deutlich kleiner ausfallen wird, als die seiner drei älteren Geschwister.
Seine Eltern Marlene und Siegfried sind Pleite, haben sich verkalkuliert, das Haus müsste dringend renoviert werden und dennoch leben sie über ihre Verhältnisse, um den Schein zu wahren.
Der Schreibstil von Christian Schünemann ist angenehm ruhig. Es gelingt ihm gut die Atmosphäre der 1980er Jahre einzufangen und ich fühlte mich direkt zeitlich zurückversetzt. Beim Lesen kamen bei mir viele Erinnerungen aus dieser Zeit hoch.
Das Familienleben der Hormanns wird authentisch aus der Sicht von Daniel geschildert. Seinen Unmut über das Verhalten seiner Eltern konnte ich gut nachvollziehen. Ihnen ist es wichtig den Schein zu wahren, aber Daniel muss zurückstecken.
Zwischendurch gibt es Kapitel aus der Vergangenheit anderer Familienmitglieder. Diese Rückblenden machen deutlich aus was für unterschiedlichen Familien Marlene und Siegfried kommen und wie sie zu den Menschen, die sie sind, geworden sind.
In seinem Nachwort berichtet der Autor, dass er sich durch die Briefe seiner Mutter an seine Tante zu diesem Roman inspirieren ließ und seine Familiengeschichte als Grundlage diente.
Das Buch ist wie eine Reise in die 1980er Jahre, an der ich gerne teilgenommen habe.
Rezensionen von Katyleh:
Eine Geschichte voller Intensität
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Manche Bücher ziehen einen von der ersten Seite an in ihren Bann – dieses hier hätte es fast geschafft. Der Schreibstil von Clare Leslie Hall ist wunderschön, voller Gefühl und Intensität. Sie versteht es, ihre Figuren lebendig werden zu lassen, sodass man wirklich mit ihnen fühlt. Besonders Beth hat mich beeindruckt.
Ihre innere Zerrissenheit, ihr Kampf mit der Vergangenheit und gleichzeitig ihre Fürsorge für Leo – das war tief berührend.
Auch der Kriminalfall war spannend und gut konstruiert. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte einfach zu viel wollte. So viel Schmerz, so viele Lügen, so viele Tragödien – an einem gewissen Punkt wurde es mir zu viel. Ich konnte mich nicht mehr richtig darauf einlassen, weil es mich eher erschlagen hat als mitzureißen. Und dann das Ende … das fühlte sich für mich nicht ganz stimmig an.
Ich bin hin- und hergerissen. Es gibt so viel an diesem Buch, das ich bewundere – den Schreibstil, die Figuren, die Tiefe der Emotionen. Aber so ganz gepackt hat es mich nicht. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für mich, vielleicht war es mir zu viel Drama auf einmal. Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben. Denn es gibt Szenen und Momente, die nachwirken. Und das ist ja eigentlich das, was ein gutes Buch ausmacht.










