Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Peachybookdreams :
Anders als erhofft
Unsere Suche nach Zärtlichkeit von Martin Ehrenhauser
Inhalt: Sebastian Dumont ist Telefonseelsorger, schon viele Menschen hat er mit seinen Worten durch schwierige Krisen begleitet. Als er erneut einen Anruf erhält, ist dieser anders als die anderen, die Frau an der Leitung weint nur, sie sagt kein Wort. Dumont lassen die Anrufe der Frau keine Ruhe, weshalb er um Auszeit bittet und von Brüssel nach Antibes reist, um die unbekannte Frau vielleicht zu finden.
Auf seiner Reise lernt er Florence kennen und findet unerwartete Gefühle.
Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, besonders dass es um Telefonseelsorge geht, hat mich schon im Klappentext ganz neugierig gemacht. Leider muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht in allen Aspekten packen konnte. Der Einstieg war wirklich interessant und ich war gefesselt, was es mit der weinenden Frau auf sich hat.
Darauf hin folgt die Reise, die zwar wunderschön beschrieben wurde, mich jedoch nicht unbedingt gecacht hat. Auch der Beziehungsaufbau zu Florence war nicht ganz meins, die Art, wie Sebastian sie manchmal beschreibt, war schräg. Ungefähr ab der Hälfte wurde Florence als Charakter spannend und es öffnete sich eine interessante Dynamik, mit der ich nicht gerechnet habe.
Die Geschichte und auch der Schreibstil sind an sich sehr gut, ich hatte aber durch den Klappentext eine vollkommen andere Geschichte erwartet. Ich hatte gehofft, dass die Telefonseelsorge eine viel präsentere Rolle spielen würde. Das Ende hat die für mich spannendste Frage der gesamten Geschichte nicht beantwortet.
Hörbuch: Ich habe mir die Hörbuchversion angehört und mir hat der Sprecher sehr gut gefallen, eine tolle Stimmfarbe, die perfekt zu der Stimmung des Romans passt.
Fazit: Eine gute kurzweilige Geschichte, die aber nicht ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft hat. Ich glaube, sie hätte mir besser gefallen, wenn ich keine Erwartungen durch den Klappentext bekommen hätte.
Rezensionen von Anja:
märchenhaft-magisch mit vielen Geheimnissen und Wendungen
Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah
Loulie al-Nazari verkauft als Mitternachtshändlerin magische Dschinn-Artefakte. Damit erregt sie die Aufmerksamkeit des Sultans, der sie festnehmen lässt. Sie soll für ihn eine mächtige, magische Lampe finden. Dabei wird sie vom Sohn des Sultans, dem Dschninnmörder-Prinzen, begleitet, den Loulie nicht ausstehen kann.
Da der Weg sehr gefährlich ist, sind sie zur Zusammenarbeit gezwungen.
Das märchenhafte Setting hat mir unglaublich gut gefallen: endlose Wüsten, eine magische Wunderlampe, 40 Räuber…
Die facettenreiche Welt wird immer detaillierter, je weiter die Geschichte voranschreitet. So manche Annahme der Menschen wird im Verlauf durch die Dschinn und ihr Wissen über die Geschichte richtig gestellt. Dabei musste ich mich erst in die Welt mit all ihren Eigenheiten hineinlesen. Ein Glossar hilft, sich in den arabischen Begrifflichkeiten zurechtzufinden.
Das Geschehen wird aus der personalen Perspektive verschiedener Figuren geschildert, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Jeder Charakter trägt seine Geheimnisse mit sich herum, nicht zuletzt die eigene Identität betreffend. Die ganze Geschichte steckt voller Geheimnisse, Lügen, Machtspielchen und Intrigen, sodass es immer wieder zu Wendungen innerhalb der Handlung kommt.
Loulies Suche nach der Lampe führt sie auf abgelegene Pfade, die sie immer wieder mit verschiedenen Gefahren, aber auch mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte des Reiches und der Dschinn konfrontieren. Dabei ist es nicht immer leicht, zwischen Freunden und Feinden zu unterscheiden und aus so mancher Zwangsgemeinschaft entwickeln sich Verbündete.
Über weite Strecken fand ich das Geschehen sehr spannend und habe bei all den Schwierigkeiten mit den Figuren mitgefiebert. Allerdings hatte die Handlung für mich auch kleine Längen.
Es handelt sich um einen Fantasyauftakt voller Magie und ungewöhnlicher Wesen. Liebesdramen sucht man vergeblich. Ich bin gespannt auf den zweiten Band.
Fazit
Ein märchenhaftes, orientalisches Setting voller Magie, Geheimnisse und Intrigen, in der die Figuren immer wieder von neuen Gefahren überrascht werden, überraschende Entdeckungen machen und unerwartete Bündnisse schließen.
Rezensionen von Anja:
Toller Auftakt
The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson
Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen!
Vaasa ist eine starke, schlagfertige Protagonistin. Nach der erzwungenen Hochzeit will sie sich nicht einfach in ihr Schicksal fügen. Auf den Deal mit Reid – sie spielen aus politischen Motiven das glückliche Paar, dafür lernt sie ihre Magie zu kontrollieren – lässt sie sich nur ein, weil sie sich einen Vorteil davon erhofft.
Reid hingegen ist durchweg sympathisch. Er ist ein rücksichtsvoller Mann, der Vaasas Abwehr jederzeit akzeptiert, sie aber dennoch gern neckt. Er ist zudem ein bedachter Anführer.
Während Reid Vaasa von Beginn an toll findet, sieht sie ihn zunächst als Feind. Anfangs kann sie die gespielte Nähe zu Reid nur schwer ertragen, hinter verschlossenen Türen keift sie ihn kräftig an und meidet seine Nähe. Nur langsam baut sie Vertrauen auf und die zwei werden zu Verbündeten. Vaasas Gefühle entwickeln sich ganz allmählich, sodass die Liebesdramen über weite Strecken kein zentrales Thema des Buches sind, was ich sehr angenehm fand.
Stattdessen stehen Vaasas magische Ausbildung und die politischen Entwicklungen im Vordergrund. Die entworfene Welt mit den verschiedenen Reichen, die aufgrund teils unterschiedlicher Ressourcen voneinander abhängig sind, ist komplex und spannend, hätte an einigen Stellen aber gern etwas ausführlicher erklärt werden dürfen. Das gilt auch für das Magiesystem mit den verschiedenen Hexenzirkeln, die über unterschiedliche Kräfte verfügen, worüber ich gern noch mehr erfahren hätte.
Die Handlung ist voll von Lügen, Intrigen und Geheimnissen. Dabei sorgen unerwartete Verräter für spannende und dramatische Wendungen.
Während in manchen Situationen ein paar zu viele Details des Alltags geschildert werden, macht die Handlung an anderen Stellen kleine zeitliche Sprünge aus denen man etwas wenig erfährt. Insgesamt habe ich die abwechslungsreiche und spannende Geschichte aber inhaliert und mit den sympathischen Figuren mitgefiebert.
Nach dem Cliffhanger bin ich sehr neugierig auf die Fortsetzung.
Fazit
Eine tolle Fantasygeschichte mit Überraschungen und Wendungen, in der die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwar präsent ist, aber nicht im Mittelpunkt steht, sodass die spannenden politischen Intrigen und magischen Entwicklungen ausreichend Raum bekommen.
Rezensionen von Anja:
Anders als gedacht, aber dennoch spannend
Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler
Ein Jahr ist es her, dass Enya verschwunden ist. Seit einem Jahr ist Jonahs Clique zerbrochen. Nun taucht ein Video auf, in dem Jonah und seine ehemaligen Freunde in einem Schulbus sitzen, der letztlich abstürzt… Das Video ist ein Fake und nur der Beginn des Albtraums. In der Folge werden weitere Deepfakes veröffentlicht, die nach und nach Geheimnisse von Jonahs Freunden veröffentlichen.
Die Teenager wollen die Videoserie unbedingt beenden. Dafür suchen sie gemeinsam nach dem Ursprung und müssen ein vergangenes Ereignis aufarbeiten. Doch ihnen läuft die Zeit davon, denn das nächste Video könnte jederzeit erscheinen.
Nach dem Klappentext hatte ich andere Erwartungen an die Handlung. Dennoch hat mir die spannende Geschichte gut gefallen.
Wie gruselig ist die Vorstellung, dass plötzlich ein Video im Internet kursiert, in dem man seinen eigenen Tod sieht. Die heutige Technik macht es möglich… Die Videos wirken täuschend echt, sind aber dennoch Fälschungen. Was allerdings nicht falsch ist, sind die Inhalte. Abgesehen vom Busvideo decken die Videos verschiedene Geheimnisse der Clique auf, von denen kaum jemand wusste. Alle sind angespannt. Das nächste Video könnte das eigene sein. Welches dunkle Geheimnis wird ans Licht kommen. Wie wird die Umwelt auf das Geheimnis reagieren.
Mit jedem Video hat es die ehemalige Clique schwerer, aber je mehr ihre Mitschüler sie meiden, desto mehr müssen sie wieder zusammenrücken. Und irgendwie scheint alles mit der verschwundenen Enya zusammenzuhängen…
Die immer neuen Videos sowie die Spurensuche nach Enya sorgen für eine anhaltende Spannung und Aufregung. Es ist relativ schwer vorhersehbar, was als nächstes passieren wird und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.
Die einzelnen Enthüllungen sind alle ziemlich extrem und bringen der Geschichte eine ernste Note. Der ganze Ort kennt die Videos. Warum aber weder Eltern noch Lehrer darauf reagieren, bleibt für mich etwas unverständlich.
In die aktuelle Handlung, die aus der Ich-Perspektive von Jonah geschildert wird, sind kleine Rückblenden eingefunden, die nach und nach die vergangenen Ereignisse um Enyas Verschwinden zusammensetzen.
Im Verlauf konnten mich viele Dinge überraschen, andere Wendungen hingegen deuten sich an. Die Auflösung und letzten Kapitel kommen sehr dramatisch daher.
Fazit
Erschreckende, extreme Enthüllungen, große Geheimnisse und eine spannende Spurensuche, die in einem (über)dramatischen Finale gipfelt.
Rezensionen von Anja:
eher ereignisarm
Dark Cinderella Northern-Royals-Dilogie von Anya Omah
Sofia sucht ihre vermisste Freundin, die zuletzt im Palast von Skønien gesehen wurde. Dass sie Prinzessin Linnea das Leben rettet, verschafft ihr letztlich die Chance, sich im Palast umzusehen und das Vertrauen der Geschwister Linnea und Maximilian zu erschleichen, während der Prinz seinerseits die Aufgabe hat, sie im Auge zu behalten…
Die Ereignisse wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Sofia und Maximilian geschildert.
Gesprochen werden die Hauptfiguren von Chantal Busse und Vincent Fallow, denen man gut zuhören kann.
Zudem ist es leicht, dem Geschehen hörend zu folgen, weil letztlich leider nicht wahnsinnig viel passiert. Nachdem Sofia Linnea geholfen hat, ist ihr der erhoffte Schritt in den Palast gelungen. Viel zu lange schon sucht sie nach Spuren ihrer Freundin und tatsächlich fällt deren Name im Palast. Aber es bleibt bei unverständlichen Andeutungen, die Sofia nicht voran bringen. Und so führt sie mal hier und da ein Gespräch, schaut sich um und sucht nach Antworten.
Sie sucht den Kontakt zu beiden Geschwistern, versucht Linneas Freundschaft zu gewinnen und flirtet mit Maximilian in der Hoffnung auf Hinweise. Dass Maximilian seinerseits versucht, ihre wahren Absichten zu ergründen, macht die Sache ein wenig verworren.
Einerseits knistert es zwischen ihnen, andererseits lügen sie einander an und spielen sich etwas vor. Daher ist es schwer, die Annährung zwischen den beiden wirklich einzuordnen.
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verstrickt Sofia sich in ihren eigenen Lügen und den aufgeheizten Gefühlen. Sie lügt und betrügt, um nicht ertappt zu werden und ihre Antworten zu finden, ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Sie ist schlagfertig, tough und mutig, aber ihr rücksichtsloses Vorgehen macht sie dennoch nicht gerade zur sympathischsten Protagonistin.
Mit dem Cliffhanger wird das Geschehen erstmals richtig dramatisch. Am Ende bleiben zahlreiche Fragen offen.
Fazit
Auch wenn sich die Geschichte gut hören lässt, empfand ich die Story als unspektakulär. Große Spannung kommt nicht auf. Protagonistin Sofia erhält kleine Hinweise auf ihrer Suche, die aber nur neue Fragen aufwerfen.
Rezensionen von Anja:
History meets Fantasy
Dark Cinderella Northern-Royals-Dilogie von Anya Omah
Inez’ Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten und lassen sie dafür monatelang allein. Sie würde sie so gern begleiten und das fremde Land selbst entdecken, doch dann bekommt sie einen Brief, dass ihre Eltern gestorben sind. Inez begibt sich auf eine lange Reise nach Kairo, um herauszufinden, was passiert ist.
Vor Ort trifft sie auf ihren Onkel und dessen Handlager, die sie unbedingt loswerden wollen. Das macht Inez nur noch neugieriger und misstrauischer.
Inez ist eine aufgeweckte, neugierige und mutige Protagonistin. Allein begibt sie sich auf die Reise von Südamerika nach Ägypten, um die letzten Wege ihrer Eltern zu rekonstruieren. In Empfang genommen wird sie von Whit, der für ihren Onkel arbeitet und sie direkt auf das nächste Schiff zurück schaffen möchte. Doch Inez lässt sich von dem muskulösen Mann genauso wenig einschüchtern, wie von den Waffen, die in der Folge hin und wieder auf sie gerichtet werden.
Ihr Interesse an der Kultur und der Geschichte des Landes vermischt sich mit dem unbedingten Drang, die Wahrheit herauszufinden, wobei Inez in einigen Situationen recht naiv agiert.
Und dann ist da auch noch Inez’ Gabe, bei dem Kontakt mit magisch aufgeladenen Artefakten kleine Visionen zu bekommen.
Inez stößt auf jede Menge Geheimnisse und Halbwahrheiten. Sie schafft es, ihren Onkel bei dessen Arbeit auf verschiedenen Ausgrabungsstätten zu begleiten und wird immer misstrauischer, während sie Whit gleichzeitig immer lieber gewinnt – und das auf keinen Fall zulassen möchte.
Whit hingegen bleibt die komplette Zeit recht rätselhaft und undurchschaubar, da er nicht viel von sich preisgibt.
Es entwickelt sich eine abenteuerliche Suche, in der sich Geschichte und Fantasy vermischen. Wobei die Handlung durch den Schauplatz im 19. Jahrhundert ebenfalls bereits ein historisches Setting hat und Inez mit ihrem Freiheitsdrang als alleinreisende Frau an so manche Grenze dieser Zeit stößt.
Inez sucht nach Hinweisen, nach versteckten Gräbern und magischen Schätzen. Sie findet vom allem etwas – verbunden mit einigen Gefahren und Schwierigkeiten, die sie überwinden muss.
Insgesamt empfand ich die Geschichte als etwas zu lang, dafür dass insgesamt dann gar nicht so wahnsinnig viel passiert. Es gibt kleinere Wendungen, jede Menge Geheimnisse, Lügen und Intrigen. Spannende Passagen wechseln sich mit zähen Kapiteln ab. Von einer Wende werden zumindest die Figuren extrem überrascht, obwohl sie ziemlich offensichtlich ist. Der Magieaspekt kommt insgesamt relativ kurz.
Am Ende überschlagen sich die Ereignisse in einem turbulenten, dramatischen Finale, dass im Vergleich zum Rest der Handlung sehr extrem daherkommt.
Es bleiben viele Fragen offen.
Der überwiegende Teil der Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Inez geschildert. Dazwischen gibt es ein paar kurze Kapitel aus Whits Sicht. Gesprochen wird die Geschichte von Leonie Landa und Martin Valdeig, denen ich beiden gut zuhören konnte.
Fazit
Das historische Ägypten, in dem noch weiter nach Schätzen der Vergangenheit gesucht wird, hat mir gut gefallen. Die Handlung bietet spannende Momente, allerdings auch viele Passagen, an denen das Geschehen nur vor sich hin plätschert.
Rezensionen von Michael:
KI und KI-Recht verständlich erklärt, auch für Einsteiger
AI Act Competence + Compliance - Grundlagen für die sichere Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen von Markus Kirchmair
Hatte ehrlich gesagt "Respekt" vor dem Thema KI. Dieses Buch hat mir die Scheu genommen. Es erklärt die technischen und rechtlichen Grundlagen so, dass man auch ohne Vorwissen mitkommt. Kein Fachchinesisch, sondern klare Sprache, gute Beispiele und nützliche Tipps.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von MichaelRezensionen von Anndlich:
Das Verschwinden
Die Nacht von Marc Raabe
Der 6-jährige Rocco verschwand einst spurlos von einem Campingplatz, fünfzehn Jahre später verschwindet auch seine ältere Schwester Dana Karasch auf mysteriöse Weise. Keiner scheint sich für ihr verschwinden zu interessieren, nur Art Mayer möchte ihren Fall aufklären. Denn Art hat Danas kleine Tochter Milla in sein Herz geschlossen und möchte ihre unbedingt ein ähnliches Schicksal, wie er es erfahren hat, ersparen.
Dafür bittet Art einen einflussreichen Freund um Hilfe, ohne zu wissen, dass er sich in einen gefährliches Spiel begeben hat. Bald darauf finden Art Mayer und seine Kollegin Nele Tschaikowski die ersten Opfer.
Die Nacht von Marc Raabe ist der dritte Band der Thriller-Reihe um das Ermittlerteam Artur ‚Art‘ Mayer und Nele Tschaikowski. In diesem Band fand ich die Chemie zwischen den beiden am besten und verständlichsten, gleichzeitig jedoch die Handlungsweisen teilweise sehr seltsam bzw. unausgereift. Ich glaube, dass die Handlungen grundsätzlich nachvollziehbar wären, aber die Erklärungen für diese hätten doch griffiger ausgearbeitet sein können. Gerade im Bezug auf Neles Verhalten in privaten Bereichen. Art und seine Fürsorge für Milla hat ihn aber deutlich sympathischer werden lassen.
In den Vorgängerbänden habe ich gerne kritisiert, dass Art Mayer mir zu sehr der Dreh- und Angelpunkt der Story war. Das finde ich hier deutlich besser umgesetzt, da sich aus dem Verschwinden von Dana Karasch bereits das persönliche Interesse Arts ergeben hat und er dadurch natürlich im Fokus steht. Aus diesem Grund wirkte der Band auf mich auch deutlich weniger konstruiert und mir gefiel auch das kleine Easter Egg, durch den wir einen alten Bekannten wieder treffen.
Besonders gut hat mir das Zusammenspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefallen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven erleben und wodurch wir einen größeren Einblick auf die Konstellationen bekommen. Die Auflösungen konnte mich positiv überraschen und das große Finale hätte ich gerne noch tiefgründiger erlebt, weil die Auflösung dies auf jeden Fall hergab. Am Ende blieb mir auch eine Frage zu viel offen, bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie im nächsten Band noch eine Rolle spielen wird. Wünschen würde ich es mir allerdings.
Rezensionen von manu63:
Schönes Finale
Raiders von Nadine Erdmann
Der dritte und letzte Band der Haunted Hunters Reihe der Autorin Nadine Erdmann trägt den Titel Raiders und setzt unmittelbar nach dem Ende von Band 2 ein. Man sollte auf jeden Fall die ersten zwei Bände der Trilogie gelesen haben.
Die Ereignisse wechseln zwischen ruhigeren Momenten und aufregenden und gefährlichen Szenarien hin und her und als Leser kommt man dadurch immer wieder ein wenig zur Ruhe.
Ich mag gerade die ruhigeren Elemente der Reihe, da ich nicht so auf ausführliche Kampfszenen stehe. In dieser Geschichte schafft es die Autorin für mich eine gute Mischung her zu stellen und die Spannungsbögen sind gut gesetzt.
Die Entwicklung der Charaktere setzt sich fort und wird stimmig erzählt. Dabei ist der Schreibstil eingängig und gut lesbar.
Insgesamt wieder eine schöne Reihe der Autorin, die ich immer wieder gerne lese, weil sie für mich die richtigen Worte wählt um eine Geschichte spannend und lebend zu erzählen, ohne die Herzenswärme zu vergessen die für mich zu einer guten Geschichte dazu gehört.
Rezensionen von Julia:
Zwischen Spice und Spannung
Kodiak Echoes - Hide me von Julia Pauss
Als ich das Cover gesehen habe, hatte ich erst gedacht: Oh Gott, da kommt der nächste vorhersehbare Roman. Aber schon anhand des Klappentextes erkennt man, dass es sich ganz und gar nicht um einen kitschigen Liebesroman handelt. Die Mischung aus Thriller und Roman wurde wunderbar umgesetzt und der Schreibstil hat das Buch für mich zu einem Pageturner gemacht.
Brynn kommt durch ein Zeugenschutzprogramm in die Einsamkeit Alaskas. Und neben der Tatsache, dass das für sie als Großstadtmensch schon schwer genug ist, gibt es da auch noch ihren griesgrämigen Nachbarn Archer. Die Geschichte wird überwiegende aus Brynns Sichtweise geschrieben, es gibt aber auch einige Kapitel aus Sicht von Archer. Beide Charaktere sind mir sehr sympathisch gewesen.
Beide haben ihre Geheimnisse und Päckchen zu tragen und nur stückchenweise erfährt der Leser immer mehr über die Geschehnisse in der Vergangenheit. Immer wieder kam es zu unerwarteten Wendungen und auch das Ende war für mich mehr als nur gelungen. Da es sich hier um zwei Bände handelt, hatte ich erst die Befürchtung, dass am Ende zu viele Fragen offenbleiben. Und es bleiben zwar ein paar Fragen offen, was die Spannung auf Band zwei erhöht, aber es werden auch genug Dinge aufgeklärt, sodass man nicht enttäuscht zurückbleibt.
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr und hab mich in Kodiak Echos verliebt. Und auch wenn die Stadt nur erfunden ist, so basieren viele Details auf tatsächlichen Gegebenheiten. Ich freue mich auf jeden Fall auch in Band zwei nochmal dort hin reisen zu können und kann dieses Buch daher absolut empfehlen!










