Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Ostseedämmerung von Eva Almstädt
In ihrem 20. Fall sollen Pia Korittki und ihr Team dem Verschwinden von Mia Schneider, einer Studentin der Archäologie, nachgehen, deren Akte den Vermissten zugerechnet wird. Nun aber haben zwei Kinder ein Artefakt aus Wikingerzeiten gefunden, das zuletzt in Mias Besitz war. Nach wie vor ist nicht klar, ob Mia sich abgesetzt hat oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
Korittki und Broders befragen die Nachbarn in Hövelau, dem letzten Wohnsitz der Vermissten, und schon tauchen die ersten Ungereimtheiten auf. Wenig später wird es zur Gewissheit: Mia Schneider ist ermordet und in einem Waldstück vergraben worden.
Nur, wer ist der Täter? Der Ehemann, der darauf drängt, Mia für tot erklären zu lassen, um seine neue schwangere Freundin heiraten zu können? Oder der Grabungsleiter, der augenscheinlich etwas zu verbergen hat? Oder das Faktotum des herrschaftlichen Anwesens, in dessen Kate Mia zuletzt gewohnt hat?
Das Verschwinden von Mia ist nun ein Mord, den es aufzuklären gilt. Und die junge Frau wird nicht die einzige Tote bleiben ...
Meine Meinung:
Eva Amstädt ist für ihre komplexen Krimis rund um Pia Korittki bekannt. So müssen Korittki und ihr Team unterschiedlichen Hinweisen und Spuren, die häufig in einer Sackgasse münden, nachgehen. Die Story ist schlüssig erzählt. Die oft mühsame Polizeiarbeit und das Privatleben der Ermittler sind gut ausbalanciert.
Die Charaktere des Lübecker K1 haben sich über die Jahre sehr gut entwickelt. Teamwork wird groß geschrieben. Hin und wieder gibt es einen Alleingang der Ermittler, der nicht immer glimpflich abgeht. Diesmal trifft es Broders. Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden letztlich sehr gut verknüpft. Interessant ist das Setting in dem kleinen Ort Hövelau, wo die Bewohner alles über ihre Nachbarn zu wissen glauben. Manchmal sieht man nur, was man schon kennt, oder zu kennen glaubt. Der Standesdünkel hat sofort einen Verdächtigen, während der wahre Täter lange unerkannt bleibt.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser gelungenen Fortsetzung 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein wenig anders als üblich
Grado im Glück von Andrea Nagele
„Du willst das alles nicht wirklich wissen.“
Dieser 10. Krimi rund um die Gradeser Commissaria Maddalena Degrassi ist ein wenig anders als die neun vorherigen. Es geht weniger um klassische Ermittlungsarbeit sondern eher um das Psychogramm einer langjährigen Freundschaft unter sechs Frauen, die einander doch nicht ganz so vertrauen wie sie glauben.
Die Tote ist (fast) nur Nebensache.
Der Krimi beginnt mit dem Auffinden einer zunächst unbekannten toten Frau am Fuße einer Treppe in einem Wohnhaus in Grado, in dem die Bewohner auffallend schweigsam sind. Ein unglücklicher Treppensturz oder hat hier jemand nachgeholfen?
In zahlreichen Rückblicken erhalten wir Leser Einblick in die letzten zehn Tage VOR dem Tod der Frau, die sich als eine der sechs Freundinnen, die sich regelmäßig treffen, um über gelesene Bücher zu diskutieren. Carolina, Romina, Mariella, Anastacia, Giorgia und Ludmilla - wer von diesen Frauen ist die Tote?
Meine Meinung:
Wer sich einen Krimi nach der bekannten Schreibweise von Andrea Nagele erwartet, wird hier ein wenig irritiert sein. Andrea Nagele, langjährige Psychotherapeutin, legt diesen Krimi ein wenig anders an. Statt wie gewohnt, einen Whodunit-Krimi in den Händen zu halten, sind wir Leser mit Abgründen der menschlichen Seele konfrontiert.
Der Satz „Du willst das alles nicht wirklich wissen.“ zieht sich durch das ganze Buch.
Kann eine langjährige Freundschaft so viele Geheimnisse und Lügen überstehen? Wie weit kann, darf oder muss Freundschaft gehen? Soll oder muss der Ehemann, der eine Frau regelmäßig misshandelt, angezeigt werden? Auch gegen deren Willen? Wie sehr darf eine Freundschaft strapaziert werden? Ist es legitim darauf zu hoffen, Geld geliehen zu erhalten?
Fragen über Fragen, mit denen wir hier konfrontiert werden.
Interessant ist, dass auch hier, wie in beinahe jedem meiner jüngst gelesenen Krimi, gleichgeschlechtlich Liebende, eine Rolle spielen. Diese Geschichte dieses Paares hat allerdings auf den Fortschritt der Geschichte bzw. die Ermittlungen keinen Einfluss.
Fazit:
Kein Krimi im herkömmlichen Sinn, aber nicht weniger interessant. 4 Sterne.
Rezensionen von Reiseweise:
Puzzle, Elektriker und Mafia
Wackelkontakt von Wolf Haas
In diesem Roman wimmelt es von Charakteren mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen und Hintergrundgeschichten. Da ist zum einen Franz Escher, der (obgleich wenig einfühlsam) als Trauerredner arbeitet und obsessiv Puzzle legt. Als er auf den Elektriker wartet, liest er ein Buch über einen Mafia-Kronzeugen, der ein Buch liest über einen Mann, der auf den Elektriker wartet… Mehr über die Charaktere lässt sich nicht verraten ohne Spoiler.
Der Übergang zwischen den beiden Geschichten, die in dem Roman gelesen werden, geschieht oft ohne Einleitungen und ist gerade dadurch sehr geschickt gemacht. Die Geschichten werden immer weiter miteinander verwoben bis zu dem Punkt, wo es die Charaktere selber bemerken. Die sich so entwickelte Doppelgeschichte ist inhaltlich längst nicht so innovativ wie die Erzählweise - trotz einiger überraschender Wendungen - und am Ende wird einiges nicht aufgelöst, was man gerne aufgelöst gesehen hätte.
Rezensionen von Lydia_Te:
Sehr spannend
Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
"Die Geschichte der Bienen" war mein erster Roman von Maja Lunde und ich habe ihn geliebt! Wenn man die weiteren Bücher liest, fügt sich alles zusammen wie ein Puzzle. Das ist wirklich ein kleines Erfolgserlebnis.
Im Roman geht es kurz gesagt, um die Geschichte der Biene und wiebzw. warum die kleinen Tierchen verschwunden sind.
Aaaaaaber naturlich sind die kleinen fleißigen Honigbienen nicht vollends ausgestorben.
Maja Lunde schafft es, erste Themen wie das Artensterben oder Bienensterben in einen fesselnden Roman zu verpacken. Man genießt einen hervorragenden Roman und gleichzeitig macht man sich Gedanken über die Menschheit und deren Handlungen. Denn warum, wenn nicht wegen uns und unserer egoistischen Lebensweise sterben so viele Tiere aus?
Ich denke, Maja Lunde möchte uns mit ihren Werken unterhalten und gleichzeitig aufhorchen lassen.
Eine ausgezeichnete Dystopie die ich nur jedem empfehlen kann.
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Im Grunde sehr schön
Der Vergessenstag von Madlen Ottenschläger
Die Idee bzw. die Geschichte hat mir auf Anhieb gefallen und mich schon nach Cover und Klappentext angesprochen. Das setzt sich im Inneren mit lustigen Reimen und einer schönen Textgestaltung fort. Auch die Illustrationen gefallen mir grundsätzlich gut, für die Altersstufe würde ich mir allerdings bei der Bildgestaltung etwas mehr Abwechslung wünschen.
Das Buch wird ab 2 Jahren empfohlen, gerade Zweijährige lieben es aber Dinge in Büchern zu entdecken, auf jeder Seite etwas neues zu sehen, zu schildern, was auf den Bildern versteckt ist. Das kommt hier leider etwas kurz. Meine Meinung nach wiederholt sich die bildliche Gestaltung stark bzw. es sind regelmäßig ähnliche Objekte auf den Bildern zu sehen. Hier hätte ich mir nochmal etwas mehr Abwechselung gewünscht, um einen längeren Lesespaß zu garantieren. So bleibt dieser, zumindest bei Kindern um die zwei, noch recht kurz.
Rezensionen von Lyca:
Süße Zubettgeh Geschichte
Ab ins Bett, Winnifrett! von Britta Sabbag
Es ist Schlafenszwit, aber natürlich möchte das kleine Frettchen Winni noch nicht ins Bett gehen. So werden alle möglichen Tricks von ihm unternommen um die Schlafenszeit nach hinten zu verschieben. Wie man es eben auch von seinen Kleinen Zweibeinern kennt. Ob es uns Lesen, Toben oder Essen geht, es wird alles versucht.
Finde es süß, wie die Bilder die Texte unterstützen. Diese sind sehr liebevoll gezeichnet und die Kleinen blättern da nur zu gerne durch.
Schön ist auch, dass die Kinder aufgrund der Leitfragen oder aber der Suchaufgaben beim Lesen mitmachen können und konzentriert dabei bleiben um nichts zu verpassen. Sie lieben es miteinbezogen zu werden und diese Aufgaben zu lösen.
Muss aber zugeben, dass die Texte teilweise nicht ganz so leicht zum vorlesen sind weil die Reime nicht ganz rund sind und man manchmal ins stocken gerät. Vielleicht hätte man hier und da was anderes schreiben können.
Alles in allem war es aber eine wirklich süße Geschichte, die Wltern nur zu gut an ihre eigenen Kinder erinnern lässt.
Rezensionen von Brigitte S.:
Italiener und Franken
Lieber solo als allein von Tessa Hennig
Wir sind in Italien, wo Leonie und Luca ihrer Traumhochzeit entgegen fiebern. Leonie Die Familie trifft, Leonies geschiedene Eltern und ihre verwitwete Großmutter reisen an.
Ich mag die Bücher von Tessa Henning, weil sie immer mit viel Witz geschrieben sind und wirklich Spaß, machen. Es geht gut los, Oma Gabriele geht seit dem Tod von ihrem Mann auf Reise, sie will aber nicht fliegen und reist deshalb allein.
Die Eltern von Leonie sind geschieden und reisen ungewollt gemeinsam in einem Flugzeug an. Alle sind eingetroffen und versuchen auf „Happy Family“ zu machen. Doch das Hotel bröckelt und bedarf einer Renovierung. In der Ehe von Lucas Eltern ist nicht alles Gold was glänzt. Und die Eltern von müssen irgendwie auch miteinander klar kommen.
Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen, man erfährt auch einiges über die Umgebung, aber dann hat das Buch merklich nachgelassen. Alles zog sich total in die Länge und mir fehlte, was ich anders von Tessa Henning kenne, der „Witz“. Eigentlich plätscherte das Buch so vor sich hin.
Aber für einen Nachmittag auf der Terrasse genau das richtige.
Rezensionen von Carolin:
Potential, aber mit Schwächen
Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen
Das Buch war für mich insgesamt durchwachsen. Das Thema "nordische Mythologie" hat mich sehr neugierig gemacht und vermittelt hier eine tolle Leseathmosphäre.
Der Schreibstil liest sich flüssig, dennoch war die Geschichte an einigen Stellen zu langatmig, weshalb es sich für mich teils gezogen hat.
Daher hätte ich mir manchmal mehr Tempo gewünscht.
Die Charakterentwicklung von Freya war für mich zu schwach. Sie soll eine Kriegerin und starke Frau sein, die für sich einsteht, dies wird jedoch nicht ausreichend rübergebracht. Ihre Handlungen passen nicht zu dieser vermeintlichen Charaktereigenschaft, wodurch die Figur für mich nicht ganz greifbar war.
Die Liebesgeschichte war schön geschrieben und für mich nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Das Buch endet für meinen Geschmack zu vorhersehbar, trotzdem lässt mich das Ende neugierig auf den zweiten Teil zurück.
Rezensionen von Lyca:
Wunderschön illustriertes Kinderbuch
Pauli - Ein Garten für alle von Brigitte Weninger
Ein zauberhaft illustriertes Kinderbuch über Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Familie für ein gemeinsames Lesen mit den Kleinen.
Es war unser erstes Buch mit dem Hasenjungen Pauli und wir waren von Anfang an begeistert. Man kann gar nicht anders als ihn ins Herz zu schließen. Mein Neffe wollte das Buch im Anschluss am liebsten noch paar Mal durchblättern.
Die Illustrationen sind mit so viel Liebe gezeichnet, immer wieder findet man was neues.
Pauli hilft in diesem Band einer älteren Hasendame mit ihrem verwilderten Garten, bei dessen Pflege sie unbedingt Hilfe benötigt. So trommelt Pauli seine Familie zusammen und schon machen sie sich an die mühsame Arbeit.
Der kindgerechte Text begeistert die Kleinen, sie können gar nicht genug von Pauli bekommen. Und sie lernen natürlich auch dabei wie wichtig Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt ist.
Einen Abzug gibt es jedoch bei dem Preis, finde es ehrlich gesagt schon sehr happig auch wenn man die liebevollen Details bei den Illustrationen hervorheben muss.
Rezensionen von Katharina:
Gut
Nachtlügen von Lisanne Surborg
Ich fand Nachtlügen ganz gut und interessant. Zugegebenermaßen spricht mich das Cover jetzt nicht so an, aber der Klappentext klang super spannend und so wollte ich es probieren. Inhaltlich geht es um Isra, die ein Nachtalb ist und Lichträume von anderen Schlafenden stiehlt und mit Albträumen ersetzt.
Doch als sie einen von ihnen zu Tode ängstigt, gerät ihr komplettes Leben aus den Fugen. Ich fand die Idee und das ganze Konzept hinter dem Buch super spannend. Ich muss aber sagen, dass ich mit der Hauptprotagonistin nicht so klar gekommen bin, sie war mir leider nicht so sympathisch. Durch ihre Halluzinationen war ich auch manchmal ein wenig verwirrt, was jetzt echt ist und was nicht. Dafür hat mir Marek mehr gefallen. Insgesamt war die Geschichte echt mal etwas komplett anderes und erfrischend abwechselnd, ich kann das Buch an denjenigen weiter empfehlen, der mal etwas Neues sucht.











