Kunden em pfehlungen
Rezensionen von froschman:
Blutrot in der Winterlandschaft
Nebelbeute von Benjamin Cors
Mila Weiss, Mitglied einer Spezialeinheit für Schwerverbrechen, hat sich im Dienst Auszeit genommen, um auf eigene Faust in Österreich einem Phantom aus der Vergangenheit nachzuspüren. Der Serienverbrecher Johannes Toblach soll sich in einem Dorf in den Bergen aufhalten. Ihn will sie stellen, sie hat es den Eltern der entführten Kinder versprochen.
Bereits an ihrem Ankunftstag im Ort wird eine Leiche gefunden, gefangen in Seilen zwischen den Bäumen und vom Dorfplatz aus sichtbar! Mila wird von einem Tag auf den anderen von der Jägerin zur Gejagten und verschwindet spurlos. Da sie nicht mehr erreichbar ist, macht sich ihre Gruppe 4, geleitet von Jakob Groh, auf die Suche.
Benjamin Cors gelingt es mit seiner Schreibweise, die bedrückende Atmosphäre des abgeschiedenen Ortes wiederzugeben, eine latente Bedrohung wird sichtbar. Unerwartete Wendungen erzeugen starke Emotionen mit psychologischer Tiefe.
Rezensionen von froschman:
Blutrot in der Winterlandschaft
Nebelbeute von Benjamin Cors
Mila Weiss, Mitglied einer Spezialeinheit für Schwerverbrechen, hat sich im Dienst Auszeit genommen, um auf eigene Faust in Österreich einem Phantom aus der Vergangenheit nachzuspüren. Der Serienverbrecher Johannes Toblach soll sich in einem Dorf in den Bergen aufhalten. Ihn will sie stellen, sie hat es den Eltern der entführten Kinder versprochen.
Bereits an ihrem Ankunftstag im Ort wird eine Leiche gefunden, gefangen in Seilen zwischen den Bäumen und vom Dorfplatz aus sichtbar! Mila wird von einem Tag auf den anderen von der Jägerin zur Gejagten und verschwindet spurlos. Da sie nicht mehr erreichbar ist, macht sich ihre Gruppe 4, geleitet von Jakob Groh, auf die Suche.
Benjamin Cors gelingt es mit seiner Schreibweise, die bedrückende Atmosphäre des abgeschiedenen Ortes wiederzugeben, eine latente Bedrohung wird sichtbar. Unerwartete Wendungen erzeugen starke Emotionen mit psychologischer Tiefe.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Ein missglücktes Mosaik
Die Straße von Robert Seethaler
Die Straße
Robert Seethaler
„Der Trafikant“ – ein wunderbares Buch, verfilmt noch besser, „Ein Ganzes Leben“ - eine berührende Biographie eines einfachen Menschen, der nur Arbeit und eine Liebe kennt, in „Der letzte Satz“ mit Mahler am Schiff … und jetzt das: Ein Mosaik aus Steinen, die auch zusammengefügt kein Bild ergeben, Wahrnehmungsbruchstücke und Sequenzen, willkürlich oder zufällig aneinandergereiht wie mit der Shuffle-Funktion, ohne Tiefgang.
Schicksale und Ereignisse während eines Jahres in einer Straße, wie es Tausende gibt aus einer affektentkoppelten Beobachterposition.
Ein enttäuschendes, missglücktes Buch – auch wenn in den Medien natürlich breit und nur zart ambivalent und unaufrichtig beworben – eines vielleicht ausgeschriebenen Schriftstellers. Ein schlechtes Buch bleibt ein schlechtes Buch, auch wenn es aus einer berühmten Feder stammt.
Rezensionen von JennifersBooks:
Ein Kind sucht Halt – und findet Worte
Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien
„Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist ein autofiktionaler Roman, in dem Lilli Tollkien ihre Kindheitserlebnisse aus den 80er Jahren literarisch verarbeitet. Die Protagonistin Lale ist zwar erfunden, aber man spürt sofort, wie nah die Handlung an der Realität der Autorin liegt. Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, um dieser Art von Erinnerungsarbeit gerecht zu werden, und das hat meinen Zugang zum Buch verändert.
Der Roman spricht sehr ernste Themen an: Alkoholsucht, Drogenkonsum, Vernachlässigung, verbale, psychische sowie sexualisierte Gewalt. Beim Lesen geht man durch viele Emotionen. Man ist betroffen, wütend, traurig, manchmal abgestoßen, und gleichzeitig fühlt man Lales Angst, ihre Verletzlichkeit, ihre Verlorenheit und ihre Suche nach Halt. Es gibt Momente, in denen man das Buch einfach zur Seite legen muss, um das Gelesene zu verarbeiten.
Einige Dinge konnte ich sehr gut nachvollziehen, weil ich selbst mit einem alkoholsüchtigen Elternteil aufgewachsen bin. Die morgendlichen Gerüche nach kaltem Rauch und Bier, die Treffen am Kiosk, die übergriffigen „netten“ Erwachsenen, die einen auf den Schoß ziehen wollen – das alles hat mich direkt in meine eigene Kindheit zurückgeworfen. Solche Erfahrungen verändern Kinder nachhaltig, und das zeigt der Roman sehr deutlich.
Gleichzeitig hat das Buch viele nostalgische Momente, die mich als 80er-Jahre-Kind sofort abgeholt haben. Klebrige Schlümpfe, Wassereis, bunte Polyester-Jogginganzüge, Sticker, Kaufhäuser, in denen man alles bekommen hat – das hat schöne Erinnerungen ausgelöst, die neben den schweren Themen stehen, ohne sie zu relativieren.
Am Anfang wirkte der Text auf mich etwas wirr. Als ich dann noch einmal von vorne begonnen und mir mehr Zeit genommen habe, ergab die Erzählweise plötzlich Sinn. Erinnerungen verlaufen nicht linear, sie springen, sie verschieben sich, und genau so erzählt Tollkien. Lale spricht durchgehend aus ihrer Sicht, zwischendurch tauchen Dialoge anderer Personen aus ihrem Umfeld auf. Die Sprache ist poetisch, aber nicht überladen.
Was einen immer wieder beschäftigt, ist die Frage, warum niemand Lale geschützt hat. Warum das Jugendamt Besuche ankündigt. Warum Erwachsene wegsehen, obwohl das Elend offensichtlich ist. Diese Fragen bleiben hängen und machen das Buch so herausfordernd.
Auch das Cover mit dem Bild der Künstlerin Xenia Hausner möchte ich hervorheben. Ich finde es sehr schön – die Farben und der Stil passen unglaublich gut zur Stimmung des Buches. Auf Instagram gibt es ein Foto der Autorin, auf dem sie sich das Cover teilweise vors Gesicht hält, und es ist faszinierend, wie perfekt das Design in seiner Gesamtheit harmoniert.
Fazit: Ein intensiver, poetischer und emotional fordernder Roman, der zeigt, wie ein Kind versucht, in einer instabilen Umgebung Halt zu finden. Für mich sind es 5 Sterne, weil die Autorin ihre Erinnerungen in eine Form bringt, die ehrlich wirkt und lange nachklingt.
Rezensionen von Katyleh:
Als die Vergangenheit zurückschlägt
Du musst mich vergessen von Rosie Walsh
Dieses Buch hat mich komplett aus dem Alltag gerissen.
Zwölf Jahre lang hat Carrie ihr Leben im Griff. Behütet, geordnet, mit Robin und den Zwillingen auf dem englischen Land. Doch ein einziger Klick im Internet reicht, und die Vergangenheit bricht über sie herein. Johan. Ihr Mann für eine Nacht.
Ihre große Liebe, die vor zwölf Jahren am Strand in Thailand verhaftet wurde und verschwand.
Rosie Walsh schreibt so intensiv, dass man Carries Herzklopfen beim Lesen spürt. Die Zerrissenheit zwischen ihrem jetzigen, sicheren Leben und dieser wilden, nie verarbeiteten Sehnsucht nach Johan ist greifbar. Man will sie schütteln und gleichzeitig versteht man jede ihrer Entscheidungen. Was ist damals wirklich passiert? Die Frage treibt einen durch die Seiten.
Besonders stark ist, wie Walsh mit Zeit und Erinnerung spielt. Die Rückblenden nach Thailand sind voller Hitze, Salzluft und dieser berauschenden Verliebtheit, die nur eine Sommernacht haben kann. Im Kontrast dazu steht Carries Gegenwart. Ruhig, aber eben auch voller unausgesprochener Fragen.
Es ist kein typischer Liebesroman. Es geht um Schuld, um verpasste Chancen und um die Frage, ob man ein Recht auf die Wahrheit hat, auch wenn sie alles zerstören könnte. Carrie ist keine perfekte Heldin. Sie zweifelt, macht Fehler, handelt egoistisch aus Liebe. Genau das macht sie so echt.
Das Ende habe ich mit angehaltenem Atem gelesen. Es ist nicht bequem, aber es ist richtig.
Du musst mich vergessen! ist ein Buch für eine lange Nacht. Emotional, spannend und mit einer Sogwirkung, die einen nicht loslässt. Wer Rosie Walsh nach Ohne ein einziges Wort liebt, wird auch hier wieder weinen, hoffen und bis zur letzten Seite mitfiebern. Absolute Empfehlung für alle, die Geschichten über zweite Chancen und die Macht der Vergangenheit lieben.
Rezensionen von lilaslesewelt:
Tiefe und Humor
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Rezensionen von L.:
Tiefe und Humor
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Rezensionen von Lila:
Tiefe und Humor
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Rezensionen von Lila:
Tiefe und Humor
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Rezensionen von Tara:
Diagnose Unsichtbarkeit, über Selbstfindung und -heilung
Mit anderen Augen von Jane Tara
„Mit anderen Augen“ ist ein gesellschaftskritischer Roman der australischen Autorin Jane Tara.
Die 52-jährige Tilda Finch steht mitten im Leben. Sie ist Mutter von Zwillingstöchtern und beruflich erfolgreich. Voller Erschrecken stellt sie eines Morgens fest, dass ihr ihr kleiner Finger fehlt.
Dabei bleibt es nicht und sie geht zu ihrer Ärztin. Diese diagnostiziert ihr „Morbus Invisibilis“, eine Unsichtbarkeitserkrankung.
Das physische Verschwinden von Tildas Körperteilen steht für ihre gefühlte Unsichtbarkeit. Wie so viele Frauen in der Mitte ihres Lebens hat sie es immer versucht allen anderen recht zu machen und sich dabei nach und nach selbst verloren. Sie fühlt sich übersehen und übergangen und nun nimmt ihr innerer Gefühlszustand sichtbare bzw. in diesem Fall eben unsichtbare Formen an.
Der Schreibstil von Jane Tara liest sich trotz des ernsten Themas angenehm leicht, da sie ihre Protagonistin mit einer guten Portion Humor versehen hat.
Tilda will nicht unsichtbar werden und sie stemmt sich mit all ihrer ihr zur Verfügung stehenden Kraft dagegen. Dabei begibt sie sich auf eine inspirierende Reise der Selbstwiederentdeckung, bei der sie in ihr Leben zurückblickt. Sie beginnt damit ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und begreift, dass ihr Verschwinden mit ihrer fehlenden Selbstwahrnehmung zusammenhängt. Sie probiert sich aus und endlich nehmen auch ihre Bedürfnisse etwas mehr Raum ein.
Mir gefällt es, wie die Autorin hier kritische Themen in Romanform gebracht haben. Leider werden viele Krankheiten, die nur Frauen betreffen – wie hier die Unsichtbarkeitserkrankung – nicht hinreichend und intensiv erforscht. Hier muss unbedingt mehr passieren. Genauso kritisch ist es zu sehen, dass sich viele Frauen übersehen fühlen und sich wie selbstverständlich hinten an stellen. Auch wenn die gesellschaftliche Unsichtbarkeit weit verbreitet ist, liegt es an jeder einzelnen Frau selbst wieder sichtbar zu werden und ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.
Mir hat die Kombination aus Gesellschaftskritik, Humor, Selbstfindung und -heilung sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Mit ihrem Roman trifft sie den Nerv der Zeit.







