Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Der verschwundene Onyx
Die Tote von Lichtenberg von Armin Öhri
Die Tote von Lichtenberg ist zugleich historischer Roman wie auch Krimi. Das ist eine Spezialität des Gmeiner-Verlags.
Der Roman führt uns ins Jahr 1860 zurück und hat originellerweise einen Tatortzeichner als Hauptfigur. Das ergibt eine andere Vorgehensweise als bei dem üblichen Ermittler.
Der Liechtensteinische Autor Armin Öhri gibt seinen Figuren nicht so viel Tiefe oder Profil, aber Julius Bentheim als Tatortzeichner funktioniert auch so.
Es ist ein routinierter Roman, bei dem man als Leser nicht viel falsch macht, wenn man ihn sich zulegt.
Rezensionen von C. P.:
Das Böse wohnt zwischen den Ziegelsteinen
Die Villa von Markus Heitz
Bei einer Zwangsversteigerung ergattert Doreen eine alte Leipziger Villa, von der sie schon seit Jahren schwärmt. Für den Spottpreis von 100 Euro. Zufall? Schicksal? Oder hatten da irgendwelche Mächte ihr Klauen im Spiel?
Sie besaß nun eine renovierungsbedürftige, denkmalgeschützte Bruchbude (Zitat S.
15)
Ihre 15-jährige Tochter ist zunächst wenig begeistert. Doch wie auf magische Weise scheint ihr Traum von einer Karriere als Sängerin plötzlich in griffbarer Reichweite, seitdem sie in die Villa eingezogen sind. Und auch privat sowie finanziell scheint den beiden das Glück in die Hände zu spielen.
Parallel versucht der Londoner Musiker Ethan den gewaltsamen Tod seiner Mutter aufzuklären und kommt dabei einer alten Loge auf die Spur, welche ihren Ursprung in besagter Leipziger Villa hatte.
Zwei Erzählstränge, die aufeinander zulaufen und jeweils eine Spur der Gewalt hinter sich herziehen. Das Geheimnis der Villa wird langsam enthüllt, während es zunächst unerkannt seine Eigenschaft als Horror-Haus auslebt. Die Horror- und Gewalteelemente sind kurz und schonungslos, die Hintergründe spannend konstruiert. Man weiß nie, wen es als Nächsten trifft, was das Haus im nächsten Moment unternimmt. Oder warum die Auswirkungen der Villa so weitreichend ausfallen.
Tick-Tack, Tick-Tack
Durchzogen ist der Roman vom Ticken einer großen Standuhr, die nicht nur Teil der Villa, sondern auch des Horror-Romans ist. Ein kleines, aber feines Stilmittel, welches effektiv das Grauen ankündigt. Und dennoch kann das Grauen, welches mit Gewalt begann, nur Gewalt beendet werden.
Wer Lust auf einen Gothic-Horror-Roman hat, selbst ein Horrorhaus besitzt oder in Erwägung zieht, sich in Kürze eines zuzulegen: Dann ist dieser Roman definitiv das Richtige für euch!
Rezensionen von yellowdog:
Such Dir eine Farbe aus
Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa
Souvankham Thammavongsa ist eine kanadische Autorin, geboren in Thailand.
Das Buch wirkt wie eine Bestandsaufnahme. Es zeigt einen Tag in einem Schönheitssalon.
Es sind die Gedanken von der 42jährigen Besitzerin Ning, die das Buch durchziehen.
Sie war früher Boxerin und ist ziemlich tough. Ihre Mitarbeiterinnen müssen alle ungefähr gleich aussehen und tragen alle das Namensschild Susan.
So gibt Ning dem Laden ihren Ausdruck.
Obwohl eigentlich fast nichts passiert, bekommt man als Leser einen Eindruck vom Leben der Frauen in diesem Salon. Mögen sie sich auch alle ähnlich sehen, sind sie doch unterschiedlich. Eine ganze Reihe von Emotionen verbergen sich im Text, der eigentlich zu kurz ist. Aber Souvankham Thammavongsa hat einen prägnanten Schreibstil
Rezensionen von C. P.:
Tödliche Lügen
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Seitdem Annas Schwester Juli spurlos verschwunden ist, bricht ihre Familie unaufhaltsam auseinander. Der Vater sitzt als Hauptverdächtiger im Gefängnis, wobei selbst Anna von seiner Unschuld überzeugt ist. Die Mutter ist seitdem ein seelisches Wrack. Und Anna versucht, sich und ihren kleinen Bruder mit Gelegenheits-Jobs über Wasser zu halten.
Der Thriller bietet mehrere zunächst undurchschaubare Handlungszweige sowie einige Überraschungen, bis sich langsam herauskristallisiert, was in der Vergangenheit geschah und wer wem was angetan hat. Der Weg zur Auflösung ist spannend konstruiert, potentielle Irrwege beim Miträtseln inklusive. Zudem ist das Schicksal von Annas Familie emotional bewegend geschildert, werden sie doch im Ort von einigen als Mörderfamilie gesehen.
Einen gewichtigen Kritikpunkt habe ich leider: Wiederholt wurden Indizien von den Ermittelnden nicht neutral gewertet bzw. ausreichend hinterfragt, sondern bequem so interpretiert, dass sie zu einem bestehenden Verdacht passten. Ich hoffe sehr, das ist nur aus dramaturgischen Gründen dem Roman geschuldet und keine gängige Vorgehensweise bei Kriminaluntersuchungen. Gestört hat es mich beim Lesen trotzdem.
Der Thriller ist größtenteils gut konstruiert und bietet bis zum Ende einen hohen Spannungsbogen und viel Potential zum Miträtseln.
Rezensionen von Goejos:
Verrat und Macht
Red Star Down von D. B. John
D. B. John ist ein außergewöhnliches Werk gelungen. Er schrieb ein Meisterwerk über die politischen Zustände im Jahre 2017. Im Jahr der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Dieses Werk handelt von den politischen Beziehungen zwischen Amerika, Russland und Nordkorea. Eine Zeit, welche geprägt war, von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Angriffen und Drohungen.
In dieser Zeit lebte Ljoscha in Moskau, wo er auch studierte. Er hatte den Mut, und trat in einer Live Sendung mit einer nicht angesprochenen Frage gegen Putin an. Ein Unterfangen, welches weitreichende Auswirkungen auf sein weiteres Leben haben würde. Und keine Guten. Jenna, eine CIA-Agentin ist die meistbesuchte Person in Nordkorea,und gerade dort soll sie das Verbrechen an ihrer Zwillingsschwester aufklären.Auch das wird ihr sehr viel Ungemach im Leben bringen. Ganz anders Eric,ein Spion aus Nordkorea, welchem es gelungen ist, bis ganz nah an Donald Trump heran zukommen. An den Mann, den er eigentlich vernichten will. Ein grandioses Werk. Geschrieben von einem Insider. Passendes Cover.
Rezensionen von goejos:
Verrat und Macht
Red Star Down von D. B. John
D. B. John ist ein außergewöhnliches Werk gelungen. Er schrieb ein Meisterwerk über die politischen Zustände im Jahre 2017. Im Jahr der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Dieses Werk handelt von den politischen Beziehungen zwischen Amerika, Russland und Nordkorea. Eine Zeit, welche geprägt war, von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Angriffen und Drohungen.
In dieser Zeit lebte Ljoscha in Moskau, wo er auch studierte. Er hatte den Mut, und trat in einer Live Sendung mit einer nicht angesprochenen Frage gegen Putin an. Ein Unterfangen, welches weitreichende Auswirkungen auf sein weiteres Leben haben würde. Und keine Guten. Jenna, eine CIA-Agentin ist die meistbesuchte Person in Nordkorea,und gerade dort soll sie das Verbrechen an ihrer Zwillingsschwester aufklären.Auch das wird ihr sehr viel Ungemach im Leben bringen. Ganz anders Eric,ein Spion aus Nordkorea, welchem es gelungen ist, bis ganz nah an Donald Trump heran zukommen. An den Mann, den er eigentlich vernichten will. Ein grandioses Werk. Geschrieben von einem Insider. Passendes Cover.
Rezensionen von goejos:
Verrat und Macht
Red Star Down von D. B. John
D. B. John ist ein außergewöhnliches Werk gelungen. Er schrieb ein Meisterwerk über die politischen Zustände im Jahre 2017. Im Jahr der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Dieses Werk handelt von den politischen Beziehungen zwischen Amerika, Russland und Nordkorea. Eine Zeit, welche geprägt war, von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Angriffen und Drohungen.
In dieser Zeit lebte Ljoscha in Moskau, wo er auch studierte. Er hatte den Mut, und trat in einer Live Sendung mit einer nicht angesprochenen Frage gegen Putin an. Ein Unterfangen, welches weitreichende Auswirkungen auf sein weiteres Leben haben würde. Und keine Guten. Jenna, eine CIA-Agentin ist die meistbesuchte Person in Nordkorea,und gerade dort soll sie das Verbrechen an ihrer Zwillingsschwester aufklären.Auch das wird ihr sehr viel Ungemach im Leben bringen. Ganz anders Eric,ein Spion aus Nordkorea, welchem es gelungen ist, bis ganz nah an Donald Trump heran zukommen. An den Mann, den er eigentlich vernichten will. Ein grandioses Werk. Geschrieben von einem Insider. Passendes Cover.
Rezensionen von C. P.:
Neue bewegende Aufträge für Kyotos Food Detectives
Eine Prise Glück im Restaurant der verlorenen Rezepte von Hisashi Kashiwai
Dies ist der dritte und in meinen Augen beste Band der Reihe (Die Food Detectives von Kyoto) rund um das Restaurant der verlorenen Rezepte.
Aufgebaut als Asian Healing Episodenroman, führen der ehemalige Polizist und Witwer Nagare Kamogawa sowie seine erwachsene Tochter Koichi ihr besonderes Restaurant in Kyoto mit zugehöriger Detektei.
Auch diesmal kommen verschiedene Leute zu ihnen mit der Bitte, ein Gericht aus ihrer Vergangenheit nachzukochen, zu welchem sie eine besondere Verbindung haben. Woraufhin Nagare beginnt zu recherchieren, um das gewünschte Gericht geschmacklich und optisch genau so servieren zu können, woran seine Gäste sich erinnern.
Zu jedem Gericht gibt es wieder einen emotionalen Hintergrund, welcher den Auftraggebern wichtig ist. So manches Mal muss Koichi sich diesmal zusammenreißen, während sie Hintergründe zum gesuchten Gericht von der Kundschaft erfragt. Wobei im Buch versucht wird, die Schicksale nicht wertend zu betrachten. Hier ergänzen sich Vater und Tochter wirklich sehr geschickt vom Charakter her. Und natürlich werden die einzelnen Gerichte auch wieder von Nagare ausreichend erläutert (seine Recherchen selbst werden hierbei nicht beschrieben, höchstens beim Servieren des Gerichts von ihm darüber berichtet).
Jedes Gericht erhält seine eigene Episode, jeder Kunde und jede Kundin die Möglichkeit, mit seinem/ihrem Thema ins Reine zu kommen. Und Straßenkatze Hirune hat auch wieder in jeder Episode ihren kleinen Auftritt.
Auch diesmal wieder wunderschöne Episoden mit mal mehr, mal weniger ergreifenden Themen und interessanten Food-Details zum spontanen Abschalten und Genießen.
Rezensionen von isablue:
Die Kraft von Büchern
Schascha und der Buchspazierer von Carsten Sebastian Henn
Schascha und der Buchspazierer ist eine wahnsinnig toll erzählte, warmherzige Geschichte über die Kraft von Büchern und die Kraft von Freundschaften! Das Cover und die Illustrationen sind wunderbar gelungen und der Text ist einfach zu lesen und somit sehr gut für die Zielgruppe geeignet. Die Hauptfigur Schascha ist eine starke Persönlichkeit, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe.
Aber auch die erwachsenen Figuren im Buch sind detailliert und liebenswert beschrieben; die Herkunft der Namen und damit die Anspielungen an die eigentlichen Romanfiguren, nach denen der Buchspazierer sie benannt hat, wird kindgerecht erklärt. Gemeinsam mit Schascha lernt man andere Menschen und ihre Geschichten kennen, man lernt aber auch über Einsamkeit und darüber, wie wichtig es ist, für Freunde da zu sein. Die ganze Geschichte ist eingebettet in die Magie und Kraft von Büchern! Für mich war das Buch wirklich magisch und hat mich sehr berührt. Ein Muss für alle (zukünftigen) Bücherwürmer - eine klare Leseempfehlung von mir!
Rezensionen von C. P.:
Misogynie, romantisch verpackt, zu wenig hinterfragt
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Paulas Arbeitskollege macht sie darauf aufmerksam, dass ihre in die USA ausgewanderte Schwester Lea keine Beiträge mehr in ihrem Tradwife-Account postet. Da Lea auch auf keine Nachrichten ihrer Schwester reagiert, reist Paula kurzerhand in die USA, wo Leas Ehemann behauptet, Lea befände sich auf Retreat-Urlaub mit digital detox.
Das als Thriller vermarktete Buch befasst sich mit dem Tradwife-Trend, einem eher US-amerikanischen Phänomen, in dem Frauen romantisieren, den Haushalt zu führen und ihren geldverdienenden Ehemann zu verwöhnen. Wobei ich mich gleich zu Beginn gefragt habe, warum ein deutscher Mann verfolgt, wie eine amerikanische Frau im 60er-Jahre-Kleid leidenschaftlich Teig knetet und Blumengestecke arrangiert? Und warum muss er seine Kollegin kurz vor einem Vortrag damit überfallen, für den sie sich konzentrieren muss?! Kollegial geht anders, wird hier nur leider nicht weiter hinterfragt (für mich ein Kritikpunkt).
Die von anderen Lesenden hochgelobte Spannung des Romans kann ich leider nicht bestätigen. Der Hintergrund war sehr schnell klar: Lea lebt in einem Wohndorf mit sektenähnlichen Verhaltensregeln. Wobei das Romantisieren des Hausfrauenlebens an sich schon mehr als fragwürdig, um nicht zu sagen hochgradig falsch ist. Wem das nicht klar ist, wird das spätestens im Buch erkennen. Im Grunde genommen dreht sich der Großteil des Romans darum, dass Paula anfängt, endlich das zu hinterfragen, was anderen längst klar ist. Was ihr hätte auffallen können, hätte sie den Kontakt zu Schwester nicht abgebrochen. Oder vor ihrem Abflug sich Leas Videos mal genauer angesehen.
Ihre Vorgehensweise ist dabei unüberlegt und planlos. Und leider bleibt sie mit dem Thema auch alleine. Ihr Ehemann ist ihr keine Hilfe, blockt das Thema jedesmal ab, schiebt wiederholt die Kinder vor, grad keine Zeit für sie am Telefon zu haben; bietet aber nie an, später in Ruhe zu reden und Hilfe anzubieten, was für sie zu recherchieren oder Behörden zu informieren. Aber ein schlechtes Gewissen kann er ihr einreden, nicht für die Kinder da zu sein. Vielen Dank für nichts! So gesehen hilft hier mal wieder nur eine Frau einer anderen Frau in Nöten, während der Mann aktiv wegsieht.
Zwar gibt es noch Perspektivenwechsel zu früheren Szenen mit Lea sowie sowas wie Tagebucheinträge, und ein, zwei (wenig überraschende) Wendungen hat die Autorin auch eingebaut. Da gewisse Manipulationen von vornherein absehbar waren empfand ich den Roman leider nur als zäh und voller misogyner Männer (sympathisch war nur ein einziger Mann in einer Nebenrolle und, nein, das war nicht Paulas Ehemann).
Wichtiges Thema, für meinen Geschmack zäh und vorhersehbar umgesetzt und an gewissen Stellen nicht ausreichend hinterfragt.










