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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Montreal / Beirut

Frau im Mond von Pierre Jarawan

Es ist die Geschichte einer Familie in Kanada mit Wurzeln aus dem Libanon.
Erzählerin ist Lilit, die Dokumentarfilmerin ist. Die Erzählweise ist daher auch recherchierend, suchend und erinnernd gestaltet.
Lilit ist mit ihrer Zwillingsschwester Lina 1986 geboren.
Außer den Eltern ist besonders der Großvater Maroun eine zentrale Figur im Roman.

Nicht anwesend ist die Großmutter. Die Suche nach ihrem Schicksal wird Lilit wichtig. Offenbar war sie armenischer Herkunft und im Sinne des Genozid an den Armeniern ihrer Herkunft schon als Kind beraubt.
Es gibt Rückblicke, z.B. auch die (etwas blasse) Liebesgeschichte als Maroun und Manoush sich kennen lernten.
Die Romanhandlung springt in den Zeiten und schafft es durchaus jeweils ein Gefühl für die Zeiten zu schaffen.
Das Buch ist themenreich und vielfältig. Pierre Jarawan ist außerdem stark bei den Details.
Kritisch kann man sagen, dass sich die anfangs gut angelegten Figuren im Laufe der Handlung nicht allzu viel weiterentwickeln. Es gibt nach meinem Empfinden in der Mitte zudem ein paar Längen.
Im Großen und Ganzen ein lesenswerter Roman.

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Rezensionen von melanie82:

Schatten über dem Paradies

The Surf House von Lucy Clarke

Bea ist bei einem Modeljob in Marokko, den sie aber hinwirft. In einer dunklen Gasse wird sie angegriffen und ihr Rucksack samt Ausweis gestohlen - eine Fremde, Marnie, rettet sie, in Notwehr tötet Bea aber einen der Angreifer. Marnie nimmt sie mit in ihr Surfhotel, wo Bea arbeitet und glaubt, das Paradies gefunden zu haben.

Der Vorfall aus den Gassen in Marrakesch holt sie aber schnell ein, zudem taucht Seth auf, der nach seiner verschwundenen Schwester Savannah, die zuvor in dem Surfhotel war, sucht. Schnell wird klar, dass vieles anders ist als es scheint und dass viele scheinbar vertraute Personen Geheimnisse mit sich tragen. Lucy Clarke schafft es wieder einmal, eine besondere Stimmung zu schaffen und sich in die Protagonistin einzufühlen. Die Geschichte baut sich langsam auf - für meinen Geschmack vielleicht etwas zu langsam, so dass es über lange Zeit eher ein spannender Roman als ein Thriller ist, was aber ja auch nicht negativ ist. Die Spannung spitzt sich dann gegen Ende stark zu und es kommt zu einigen unerwarteten Wendungen. In jedem Fall ein sehr gelungener Urlaubsroman!

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Rezensionen von Annaja:

Die Nächte von früher

Wo wir uns treffen von Anna Hope

Von a.ma50@hotmail.com

Bereits das beeindruckende Cover führt in diese zutiefst englische Familiengeschichte, die in Südengland, in Sussex spielt und von der Autorin Anna Hope äußerst feinsinnig und eindrucksvoll erzählt wird.
Drei Geschwister treffen anlässlich des Begräbnisses ihres narzisstischen, rücksichtslosen Vaters, im prächtigen Anwesen der Familie aufeinander.

Dabei werden ihre unterschiedlichen Defizite, die aus all den Kränkungen in ihrer Kindheit resultieren, sichtbar. Die Rolle der Mutter ist hier untergeordnet. Aber es gibt bei der Zusammenkunft nicht nur angenehme, freundliche Kommunikation, sondern auch Beleidigungen sowie Verwürfe und nach dem Totenmahl wird von einer außenstehenden Eingeladenen überraschend erstmals von dieser die Ahnengeschichte der Brooks erzählt. Diese Mitteilung erschüttert vor allem die Erbin, sie ist es auch, die die wundervolle Natur und das weitläufige Naturgebiet ihrer Ursprünglichkeit zurückgeben will und Renaturierung betreibt, was sie finanziell und energiemäßig an ihre Grenzen bringt. Frannie stellt sich dieser Verantwortung, sie will ihrer kleinen Tochter einmal das Erbe überantworten und weiß, dass sie die Umweltkatastrophe, der wir entgegengehen, nicht aufhalten kann, ihre totale Überforderung ist spürbar. Es geht hier um die Zerstörung der Natur.
Eine sehr komplexe, atmosphärische Ausdehnung zeichnet diesen außergewöhnlichen Roman aus, den ich empfehlen kann.

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Rezensionen von Miro:

Ein Katastrophenurlaub

Der Duft des Wals von Paul Ruban

Judith und Hugo's Ehe scheint am Ende. Dem Ratschlag der Paartherapeutin folgend, verbringen sie einen Familienurlaub mit ihrer Tochter Ava in einem 5-Sterne-Resort, das alle Annehmlichkeiten bieten sollte.

Doch leider stinkt es da schon bald fürchterlich. Ein Walkadaver wurde an Land gespült und verwest am Strand.

So weit, so widerlich!

Ab da wird es allerdings immer abstruser. Der Wal ist weg, der Gestank bleibt, Judith und Paul vergessen zwischenzeitlich den Zweck ihrer Reise und machen sich gegenseitig das Leben noch schwerer. Ava geht ihre eigenen Wege, denn auf die Eltern kann sie sich ja nicht wirklich verlassen und dann gibt es noch ein paar andere Erzählstimmen. Da ist noch die Flugbegleiterin Celeste, mit einem Hang zu überzogenen Bußübungen, ein Zimmermädchen mit Narkolepsie und ein Concierge, der länger im Hotel ist, als der derzeitige Chef.

Die Figuren sind durchwegs recht schräge Charaktere, aber die Nebenfiguren und Aktionen übertreffen das noch. Allerdings ist das Ganze relativ nüchtern erzählt. Man weiß nicht so recht, wie das alles gemeint ist. Für eine Satire fehlt mir der Biss, für einfachen Klamauk scheint es fast wieder zu tiefgründig. Ich kann es nicht wirklich einordnen, aber ich habe es nicht ungern gelesen. Es ist unterhaltsam, auch wenn es keinen Mehrwert für mich hat.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Schwarzer Humor on point !

How To Kill a Guy in Ten Ways von Eve Kellman

Ich kannte Eve Kellman bis dato nicht und war sehr gespannt auf das Buch – der Klappentext hat mich auf jeden Fall sehr angesprochen.
Eines vorweg : wer „glatte“, nur sympathische Charaktere sucht, der ist hier falsch – Skurrilles und schräge Situationen mit einem Höchstmaß an schwarzem Humor : dieses Buch ist für mich eine echte Überraschung gewesen !
Der Schreibstil von Eve Kellman ist flüssig und authentisch und mehr als einmal musste ich mich beim Lesen stoppen, um das Buch nicht in einem Rutsch durch zu lesen.

Ein Blick in die Abgründe der Menschheit, die einem auch noch im Nachgang beschäftigen.
Leider traten dadurch ein paar Dinge in den Hintergrund, die ich mir etwas mehr erhofft hätte, zum Beispiel die Ermittlungen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht – deshalb gibt es einen kleinen Punkteabzug.
Nichtsdestotrotz ist dieser Roman bissig, spannend und mitunter auch mal etwas „anderes“, der sich sehr gut lesen lässt – deshalb von mir eine liebe Empfehlung !

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Rezensionen von Gaby 2707:

Hier wird die Piraten-Welt entdeckt

Piraten Malbuch für Kinder ab 6 Jahren von Josef Mickey Müller

Schon beim anschauen des Covers bekommt man Lust die Malstifte zu zücken und mit dem ausmalen zu beginnen. Das Motiv des Covers ist dann auch das erste Bild, das ausgemalt werden kann. Hier hat man als Einzigstes eine Vorlage für die Farbgestaltung. Bei allen anderen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Dann geht’s auf in die Welt furchtloser Piraten, geheimnisvoller Schatztruhen, verborgener Inseln, abenteuerlicher Entdeckungen und Seeräuberschiffen. Insgesamt 42 abenteuerliche Ausmalbilder und 19 spannende Rätselaufgaben, die sich ebenfalls um Piraten drehen, haben in dieses fantasievolle Malbuch für Kinder ab 6 Jahren Einzug gehalten. Da ist für jeden etwas dabei und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wie in allen Malbüchern von Mickey Müller finden wir das auszumalende Bild auf der rechten Doppelseite, die linke Seite bleibt frei, bis auf die Seiten, auf denen sich die Rätsel befinden. Somit macht es auch nichts, wenn die Farben, wenn sie zu kräftig aufgetragen werden, mal durchschimmern. Für unsere kleinen Maler kommen dabei die klaren Konturen im A4-Format sehr gut heraus. Einige der Bilder, wie z.B. ein Pirat am Strand oder ein Seeräubermädchen mit Schatztruhe und Schiff, sind etwas aufwendiger gezeichnet. Dadurch wächst der/die kleine Ausmalkünstler*in an ihren Aufgaben und kann seine/ihre Ausmalfähigkeiten langsam verbessern. Mir gefallen die auszumalenden Bilder sehr gut, da alle, obwohl sie ja gefürchtete Piraten oder Seeräuberinnen zeigen, einen freundlichen, zugewandten Eindruck machen.

Ein so liebevoll gestaltetes Malbuch mit vielen unterschiedlichen Motiven, die den Kindern bestimmt ganz viel Spaß beim ausmalen bringen.
Da es auch noch zu einem sehr ansprechenden Preis zu haben ist, eignet es sich gut als kleines Geschenk oder für einen kreativen Moment zwischendurch.

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Rezensionen von Peachybookdreams :

Was ist in Flohall los ?

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall von Theresa Bell

Inhalt: Es ist nun einige Zeit vergangen, seitdem Sepia und ihre Freunde den bösen Alchemisten Regiomontamus bezwungen haben. Nun steht Sepia eine andere Prüfung bevor, alle Lehrlinge müssen ihre Handwerkskunst beweisen, doch plötzlich häufen sich immer mehr seltsame Ereignisse an und Sepia, Niki und Sanzio haben eine Befürchtung …

Lange habe ich auf dieses Buch hin gefiebert und jetzt ist es endlich so weit.

Der Schreibstil und die Atmosphäre Flohalls hatten mich wie schon im ersten Band wieder sofort gecacht. Dennoch habe ich mir etwas schwerer getan, mir alle Charaktere wieder bildlich vorzustellen. Da ich den ersten Band direkt zur Erscheinung gelesen habe und inzwischen doch ein ganzes Jahr vergangen ist, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin vor allem die bereits bekannten Nebencharaktere nochmal optisch beschreiben würde. Aber wer die Reihe in einem Go durchliest, wird damit kein Problem haben. 

Die Geschichte war diesmal noch etwas düsterer und mysteriöser, was mir als Erwachsene sehr gefallen hat. Für junge Leser/innen könnte die ein oder andere Stelle vielleicht zu viel sein, da in diesem Band auch Waffen und körperliche Auseinandersetzungen vorkommen. 

Auch wenn die Geschichte durchwegs spannend ist, ist dieser Teil etwas schwächer im Vergleich zum ersten. Mir waren manche Stellen etwas zu Hecktisch, vor allem das Ende empfand ich als sehr Chaotisch und ich hatte Probleme dem Ganzen zu folgen.

Fazit: Am Ende bleiben für mich sehr viele Fragen offen, gerade weil es bezüglich der Tintenwesen und Sepia fast keine neuen Entwicklungen gab. Aber auch ohne krasser Entwicklung war es trotzdem ein spannendes Abenteuer. Ich bin jetzt eigentlich noch gespannter, wie die Autorin das dritte Buch gestalten wird. 3,5-4 Sterne ⭐️ 

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Rezensionen von April1985 :

Eigenwilliger Stil, außergewöhnliche Erzählung

HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu

‚HEN NA E – Seltsame Bilder‘ war für mich ein überraschendes Hilight. Ein Buch, das rätselhaft beginnt und dessen Handlung sich nach und nach, mit jedem Kapitel, offenbart. Anfangs war ich etwas irritiert darüber, da das erste Kapitel so plötzlich zu Ende war und dann scheinbar eine andere Geschichte weiter erzählt wurde.

Dann hat sich aber alles gefügt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und zu rätseln. Daher auch eine kleine Warnung mit Augenzwinkern: Das Buch wird dich fesseln und nicht mehr loslassen. Du wirst es nicht mehr aus der Hand legen können, bis du das Geheimnis der Bilder gelüftet und den Fall gelöst hast.

Uketso präsentiert hier eine wirklich außergewöhnliche Erzählung, die mindestens genauso spannend und rätselhaft ist wie der Autor selbst. Danke an dieser Stelle auch an Heike Patzschke, die wirklich großartige Übersetzungsarbeit geleistet hat.

Der ganze Stil und Aufbau des Kriminalromanes mit den Zeichnungen, bildhaften Erklärungen und fettgedruckten Passagen ist ungewöhnlich, anders und besonders. Der Schreibstil und die Figuren unglaublich einnehmend. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal so ein erzählerisch außergewöhnliches Buch gelesen zu haben. Es hebt sich durch die Zeichnungen und den eigenwilligen Stil definitiv von der breiten Masse ab

Sprachlich ist das Buch einfach gehalten. Nüchtern erzählt und auf den Punkt gebracht. Man fliegt gefühlt durch die Seiten und wird dabei zum miträtseln und mitermitteln eingeladen. Es hat einfach Spaß gemacht, auch wenn ich relativ bald erahnen konnte wer hinter den Morden steckt. Es gab ja trotzdem noch genügend Überraschungen und ziemlich heftige Enthüllungen und Gänsehautmomente. Mich haben einige Ereignisse auch nachdenklich gestimmt.

Ein paar Dinge bzw. Entwicklungen fand ich zwar etwas zu sehr dem Zufall überlassen bzw. einfach zu unrealistisch. Aber sei es drum. Ich hatte Spaß und kann ganz gut über diese Dinge hinwegsehen.

Fazit
Ein ziemlich genialer, mysteriöser Kriminalroman, der sich durch seinen sehr eigenwilligen, außergewöhnlichen Stil von der breiten Masse abhebt. Ein Highlight!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht überzeugt

Intrigen an der Loire von Catherine Duval

Während eines rauschenden Kostümfest auf dem, durch Königin Katherina de Medici und und ihre Rivalin Diane de Portiers, bekannten Schloss Chenonceau wird der Chefgärtner, der als Neptun verkleidet ist, ausgerechnet durch seinen eigenen Dreizack ermordet.

Obwohl Baron Philippe du Plessis beschlossen hat, seine Tätigkeit als Detektiv an den Nagel zu hängen, wird er in den Fall hineingezogen.

Zunächst als Zeuge, weil er Gast dieses opulenten Fests war und dann, weil die ermittelnde Polizistin, Charlotte Maigret, ihn zur Mitarbeit verdonnert, denn sie wäre urlaubsbedingt sonst auf sich alleine gestellt.
Man kennt sich aus einem früheren Fall (Mord an der Loire) und ist sich nicht grün, was zu der einen oder anderen amüsanten Szene führt. Doch in der Not frisst der Teufel Fliegen und Maigret nützt die vielfältigen Beziehungen des Adeligen.

Die Ermittlungen gestalten sich als zäh und als man sich auf ein Motiv in Richtung Beziehungsdrama festlegt, gibt es einen zweiten Toten.

Meine Meinung:

In diesem zweiten Loire-Krimi, der für mich der erste dieser Reihe und von Autorin Catherine Duval ist, ermittelt ein höchst unterschiedliches Paar: Zum einen der Privatermittler Baron Philippe du Plessis und zum anderen Madame le Commissaire Charlotte Maigret.

Eigentlich könnte dieser Krimi recht spannend und durch das ungleiche Paar auch amüsant sein. Für ist er weder noch. Philippe und Charlotte stochern jeweils für sich im Leben des homosexuellen Ermordeten herum, und glauben in Rache und Eifersucht ein mögliches Motiv gefunden zu haben. Dass Philippe ein wenig dilettantisch durch den Krimi stolpert, kann ich noch gelten lassen. Er hat zwar eine Ausbildung als Detektiv genossen, hat es aber auf Grund seiner Vermögensverhältnisse gar nicht nötig, wirklich einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen, auch wenn die Renovierung seines eigenen Schlosses, recht kostspielig ist. Er wirkt auf mich ziemlich blasiert und unsympathisch.
Allerdings ist auch Charlotte Maigret, trotz des bekannten Namens, keine toughe Ermittlerin. Ständig beklagt sie sich über den Personalengpass, würde lieber in den Urlaub fahren und benimmt sich wie ein trotziger Teenager. Sie ist sichtlich auf du Plessis Lebensstil neidisch, weshalb sie ständig unpassende Bemerkungen darüber macht. Ein- oder zweimal sich darüber lustig zu machen, ist verständlich. Das dauernde Quengeln hat mich ziemlich genervt.

Der witzigste Charakter in diesem Krimi ist Philippes Tante Aude, die die Urnen ihres Ehemanns, mehrerer Liebhaber sowie ihres Pferdes im Vertiko stehen hat. Ihr nimmt man die skurrilen Ideen gerne ab.

Die Ermittlungen geraten durch die detaillierten Beschreibungen der Kleidung aller Figuren ein wenig in den Hintergrund. Dass eine Kriminalbeamtin im Dienst mit Minirock unterwegs ist, halte ich übrigens für ziemlich unwahrscheinlich.

Das Cover ist eine wahre Augenweide.

Fazit:

Leider hat mich dieser Krimi nicht wirklich überzeugt, daher nur 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Sommer, Sonne, Strand - und ein toter Maler

Arrivederci Jesolo von Nadia Weiss

Es ist Hochsommer in Jesolo Pineta, die Urlauber genießen das Meer und im nahen Venedig rüstet man sich für die berühmte Biennale, die reich und schön anlockt. Der bekannte Maler Gustav Görlitz hat eine Enthüllung angekündigt. Doch daraus wird nichts, denn der Maler hängt erstochen am Clown der Hüpfburg von Jesolo.

Commissario Vialli wird mit den Ermittlungen betraut und unverzüglich klebt Ambra Santoro, die Journalistin von Jesolo24 an seiner Seite. Sie wittert ihre Chance, Hintergründe der Bluttat aufzudecken, um einen Sprung auf der Karriereleiter hinaufzuklettern. Ihre Insiderinformationen zur Kunst- und Klatschszene erweisen sich als aufschlussreich. Gemeinsam durchleuchten Vialli und Santoro das Privatleben des Malers, das zahlreiche Geheimnisse enthält. Geheimnisse, die besser nicht enthüllt werden sollten ...

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist das Debüt der Journalistin und Filmemacherin Nadia Weiss, weshalb der Alltag der Reporterin Ambra Santoro recht anschaulich geschildert ist. So erfährt man einiges darüber, dass sich halbe Wahrheiten sich besser verkaufen als ganze, dass jede Schlagzeile, so abstrus oder reißerisch sie sein mag, Klicks, Quoten und Reichweite bringt.

Wir erhalten Einblick in die Geschäftspraktiken von einigen Galeristen, die manchmal sowohl den Künstler als auch den Kunstliebhaber über den Tisch zu ziehen versuchen.

Die Charaktere haben so ihre Ecken und Kanten, und wirken, bis auf wenige, durchaus sympathisch. Der Krimi liest sich leicht und flott. Man kann direkt das Meer und das Sonnenöl riechen sowie den Sand unter den Fußsohlen knirschen hören.

Fazit:

Dieser Krimi eignet sich gut als Sommerlektüre, egal ob am Strand von Jesolo oder in den Bergen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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