Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katzenmicha:

Ein wunderschönes Malbuch

Disney - Malen nach Zahlen: Girl Power

In dem Buch sind ausschließlich weibliche Figuren von Disney -Vorlagen – Klassiker wie Daisy Duck, Minnie, Arielle, Alice im Wunderland, Belle von die Schöne und das Biest, Schneewittchen, Cinderella oder Bambi aber auch weibliche Charaktere aus neueren Produktionen wie alles steht Kopf, die Eiskönigin, Vaiana, Encanto oder Coco.

Die verschiedenen Motive sind in nummerierte kleine Felder aufgeteilt. Jede Nummer steht für eine bestimmte Farbe, die man aus der Farbtabelle unter dem Motiv entnehmen kann.Das Cover und die Gestaltung des Buches gefallen mir sehr gut.Ganz am Ende findet man eine Übersicht, mit deren Hilfe man leicht erkennen kann, welche Bilder sich zum Schluss ergeben.Ich habe die Bilder mit meiner Enkelin (10 Jahre) ausgemalt.Wir hatten beide sehr viel Freude dabei -5 Sterne.Noch sind nicht alle ausgemalt,aber so haben wir für unseren Oma-Enkeltag noch reichlich Freude.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katzenmicha

Rezensionen von Lili-Marie:

Ein langatmiger Krimi ohne Spannung

Commissario Gaetano und der lügende Fisch von Fabio Nola

Voller Vorfreude habe ich die Zusendung des Buches erwartet. Aufgrund des interessanten Klappentextes konnte ich es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen. Darüber hinaus fand ich es spannend, zumindest literarisch, eine neue Stadt/Gegend kennenzulernen, die mir von Freunden sowie Bekannten bereits angepriesen wurde.

Leider währte diese Vorfreude nicht lange und nach gute 200 von 400 Seiten habe ich das Buch abgebrochen. Der Autor hat es nicht geschafft, mich mit seinem Stil zu fesseln. Die Kapitel sowie Dialoge innerhalb eines Kapitels sind für meinen Geschmack zu langatmig, ohne dass man wirklich inhaltlich in der Tiefe etwas über die Stadt/Gegend, das Fest „San Gennaro“ sowie die Charaktere erfährt. Aus persönlicher Sicht fehlen mir während eines Kapitels Absätze, um einfacher kurze Lesepausen zu machen. Die Beschreibungen bleiben oberflächlich und haben bei mir keine Fantasie ausgelöst, mich in die Geschichte und die Stadt/Charaktere hineinzuversetzen. Schade, da ich im Vorfeld deutlich mehr erwartet hatte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lili-Marie

Rezensionen von Reiseweise:

Bonnie and Bonnie

Killer Potential von Hannah Deitch

Evie ist Nachhilfelehrerin in einem Villenviertel bei Los Angeles. Als sie eines Tages zur Nachhilfestunde erscheint, trifft sie auf die ermordeten Eltern - und eine junge Frau, gefesselt in einer Kammer. Evie befreit sie und sie fliehen. All dies geschieht auf den ersten paar Seiten - ein starker Einstieg in die Story, die dann erst einmal ein wenig an Tempo verliert, als die beiden im Auto quer durch die USA fliehen und es sehr, sehr lange dauert, bis die zweite Frau überhaupt erstmalig etwas sagt.

Bis dahin lauscht man vor allem Evies inneren Monologen und Überlegungen und begleitet die beiden jungen Frauen von Autobahn zu Autobahn und von Bundesstaat zu Bundesstaat.

Zwischenzeitlich ist der Thriller wirklich spannend und man fiebert mit den beiden Protagonistinnen mit, ob sie geschnappt werden. Andere Kapitel sind aber eher langatmig und die Beschreibungen etwas zu surreal.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Reiseweise

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht überzeugt

Die Spur der Kälte von Iva Procházková

In diesem zweiten Kriminalfall für den Ermittler Marián Holina erzählt Iva Procházková die Geschichte des Ehepaares Tamara und Andrej. Tamara pflegt ihren Mann, der nach einem schweren Unfall körperlich und mental geschädigt ist. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Freundin und Physiotherapeutin Doubravka und der jungen Vietnamesin Anh.

Da kommt dem Ehepaar der Millionengewinn im Lotto gerade recht. Doch bevor man den Gewinn einlösen kann, ist der Spielschein verschwunden und eine fieberhafte Suche beginnt. Hat Andrej die Nachricht in seiner eingeschränkten Wahrnehmung ausgeplaudert? Und wer weiß aller davon?

Als Anh tot im Vorgarten gefunden wird, enthüllen die Ermittlungen von Holina eine Reihe von Vorkommnissen, die man lieber verborgen gesehen haben wollte. So kommt eine intime Beziehung zwischen Andrej und Anh zum Vorschein. Überhaupt scheint Anh ein flottes Leben geführt zu haben.

Auch das Leben der Doubravka ist reich an Problemen, die vor allem durch ihre Liebesbeziehung zu dem gescheiterten Unternehmer Arnošt und dem spielsüchtigen David, geprägt sind.

Als dann Holina von Tamaras und Andrejs Millionengewinn beim Lotto erfährt, scheint das Motiv klar zu sein, aber der Lottoschein bleibt unauffindbar.

Meine Meinung:

Mit diesem Krimi, der eher ein Psychogramm mehrerer Beziehungsgeflechte als Kriminalfall ist, tue ich mich ein wenig schwer. Die Grundstimmung wirkt auf mich ziemlich depressiv. Natürlich ist die Situation von Tamara, die die Hauptlast bei der Betreuung ihres Mannes auf sich nimmt, körperlich und geistig Schwerstarbeit. Spannend finde ich, dass Andrej zu mehr Dingen fähig ist, als man ihm gemeinhin zutraut. Das sind vor allem seine sexuellen Gefühle und Handlungen, die man im allgemeinen Menschen mit Beeinträchtigungen abspricht. Diese Unaufmerksamkeit kostet Tamara einiges an Geld, denn Andrej „schenkt“ Anh immer wieder Geld, um an diese Gefälligkeiten zu kommen.

Dieser Krimi ist ein Buch der leisen Töne. Vieles erscheint wie in Watte gehüllt. Dazu trägt auch die Beschreibung des tristen Wetters bei. Völlig unklar bleibt, wer aller vom Lottogewinn gewusst hat und wer die Möglichkeit gehabt hat, den Schein zu stehlen. Das Misstrauen den bisherigen Freunden gegenüber zerstört einige ohnehin schon brüchige Beziehungen. Keiner der Charaktere erscheint besonders sympathisch. Wobei die pflegende Ehefrau und der Polizist noch am ehesten bei mir punkten können.

Fazit:

Ein eher düsterer, depressiv wirkender Krimi, der mich nicht richtig packen konnte. Daher gibt es nur 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von CanYouSeeMe:

ein zweifelhafter Deal

Wut und Liebe von Martin Suter

Obwohl ich erst vor zwei Jahren durch "Melody" ins "Suter-versum" gestolpert bin, fühle ich mich dort schon recht wohl und habe mich sehr auf das neuste Werk "Wut und Liebe" gefreut.

Ich habe das Buch binnen weniger Tage durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.

Der stimmige und präzise Schreibstil haben mich nur so durch die Seiten getragen. Die Handlung war zu keinem Zeitpunkt langatmig oder belanglos. Es stimmt jeder Satz, kein Wort war zu viel.
Ich finde es immer wieder aufs Neue faszinierend, wie gut Suter zwischenmenschliche Beziehungen portraitieren kann und auch zweifelhafte Charaktere sympathisch erscheinen lässt.
Die Wendungen der Handlung haben mir allesamt gut gefallen, sie waren stimmig zur Gesamtstimmung des Buches, nichts wirkte zu gewollt oder unstimig konstruiert. Das gefällt mir gut und trägt zur Kurzweiligkeit bei.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe

Rezensionen von Sonne89:

Langatmig

Killer Potential von Hannah Deitch

Das Buch handelt über die Nachhilfelehrerin Evie Gordon, die die Familie ihrer Schülerin tot auffindet und anschließend des Mordes verdächtigt wird. Am Tatort findet sie vor ihrer Flucht eine eingesperrte Frau, die aber vorerst nicht spricht. Beide fliehen zusammen, werden offiziell gesucht, geraten dabei in gefährliche Situationen und entwickeln eine Romanze.

Das Buch ist sehr beschreibend (Ort, Personen, Gedanken) und verliert sich häufig in den Träumereien von Evie.
Der Roman fühlt sich an, als würde man einem sehr großen Monolog Evies folgen (was nicht richtig zutrifft, da sie ab ca. der Hälfte des Buches noch eine weitere Gesprächspartnerin hat). Dennoch dreht sich alles um Evies Perspektive, die sie sehr ausschmückt. Diese Art des Schreibens gefällt mir persönlich nicht, Unwichtiges wurde für mich viel zu sehr in die Länge gezogen, weshalb ich manche Seiten tatsächlich auch überfliegen musste.
Die Charaktere beider Frauen sind keine Sympathieträger. Über Jae erfährt man erst sehr spät etwas, Evie hat ihr Leben nicht im Griff. Beide hatten es nicht immer leicht, haben selbst viele Fehler gemacht.

Die angepriesenen vielen Twists (die für mich das Buch am Leben erhalten haben) kann ich allerdings nicht bestätigen, da sich für mich schon aufgrund des Klappentextes und während des Lesens ein eindeutiges Bild gezeichnet hat, welches sich dann auch bestätigt hat.
Die Flucht an sich war nett zu verfolgen. Evie gerät plötzlich in eine prekäre Situation. Die Presse stempelt Evie schnell zur Mörderin ab. Die Gesellschaft urteilt schnell und hart. Eine Art Spießrutenlauf entsteht und man merkt auch auf den letzten Seiten, dass sich festgefahrene Meinungen nicht mehr ändern lassen.

Für mich war das Buch sehr langatmig und an vielen Stellen auch langweilig, die Auflösung unzureichend.
Ich würde es nicht nochmals lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sonne89

Rezensionen von Petra:

Nicht nur Ballermann

Das Teufelshorn von Anna Nicholas

Isabel hat auf dem Höhepunkt ihrer Karrieere ihre Polizeilaufbahn aufgegeben und betreibt nun die Verwaltung von Ferienhäusern auf Mallorca, sie lebt zufrieden in einem kleinen Ort, hat noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen und ist froh dem verbrecherischen Wahnsinn entkommen zu sein. Als am Strand ein kleines Mädchen entführt wird, soll sie bei den Ermittlungen helfen.

Sie war mal ein Ass, denn sie konnte sich auf ihr Gedächtnis und ihr Bauchgefühl verlassen.
Am Anfang erinnerte der Krimi an eine bekannte Serie die in Frankreich spielt, als auch noch ein Mord hinzu kommt und isabel mittlerweile in zwei Fällen parallel ermitteln muss, waren alle Ähnlichkeiten verschwunden.
Das genaue Hinsehen und Hinhören wurde gut dargestellt, deshalb hatte ich sehr schnell die passende Lösung für den Entführungsfall und im Fall des Mordes einen passenden Verdacht. Nur der Grund für dne Mord der blieb bis zum Schluss unklar. Das Bauchgefühl der ehemaligen Kommissarin hatte mehr damit zu tun das sie sehr viele Kontakte hat und diese ohne Schwierigkeiten um Hilfe oder Auskunft bitten konnte. Toll wenn man so gut vernetzt ist. Das Privatleben spielt einen untergeordnete Rolle, etwas was mir in einem Krimi sehr gut gefällt.
Die Protagonisten sind sympathisch selbst die Täter mochte ich. Das heißt nicht das ich Entführung oder Mord billige aber im Falle des Mordes hat es keinen Falschen getroffen. daher war der in Ordnung.
Mallorca als Touristen insel wurde auch dem entsprechend als schön und angenehm beschrieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Anders als erwartet

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa

"[…] die Aufgabe eines öffentlichen Schreibers beläuft sich nicht auf Schönschrift. Natürlich sind formale Ästhetik und Präzision gefragt, wenn es um Glückwünsche, Urkunden oder Lebensläufe geht. Doch handgeschriebene Schriftstücke besitzen eine individuelle Note, eine seelische Komponente, die über reine Schönheit hinausgeht.

"

Die Leseprobe zu diesem internationalen Bestseller hatte mich umgehauen. Als Japan-Interessierte stand für mich sofort fest: Hier handelt es sich um ein Must-Read. ... und im Hinblick auf alle inhaltlichen Elemente zur japanischen Kultur (Traditionen und Rituale, gesellschaftliche Verhaltensweisen und Ansichten, etc.) bin ich noch immer dieser Meinung. Eine große Besonderheit waren die inkludierten Briefe, die stets in Originalzeichen sowie auf Deutsch abgedruckt waren, wobei manche Schriftarten leider etwas schwierig zu entziffern waren, was meinen Lesefluss durch das in vier Abschnitte unterteilte Buch etwas verlangsamte.

Wir erleben gemeinsam mit der sympathischen Hauptfigur Hatoko, Spitzname Poppo, die vier Jahreszeiten und begleiten die junge Frau zudem bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Der von ihrer Großmutter übernommene Schreibwarenladen, in welchem sie sämtliche Schreibaufträge (von Trennungsbriefen über klassische Grußkarten und saisonale Grüße bis hin zu Briefen 'aus dem Himmel') voller Hingabe und Pflichtgefühl erledigt, nimmt den Großteil ihres Lebens ein. Zwar gibt es eine herzliche Nachbarin (Barbara), die Poppos beste Freundin ist, aber abgesehen davon ... An ihre Mutter hat sie keine Erinnerungen, das Verhältnis zu ihrer Oma, die sie stets ihre "Vorgängerin" nennt, war eher von Respekt und Distanz geprägt als von liebevollen Momenten.

Schreibstil: Ganz eigen! Voller poetischer Schönheit, sanft und ruhig. Melancholisch, teilweise fast schon schwermütig und zugleich lebensbejahend, voller bildreicher Details und strotzend vor Japan-Flair. Allerdings konnte ich bis zuletzt keine Bindung zu Hatoko aufbauen. Ich mochte sie, doch sie blieb mir relativ fremd. Insgesamt gab es ein, zwei Momente der Rührung - ansonsten spürte ich kaum emotionale Tiefe.

Handlung: Sehr ruhig und gemächlich. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Thema Schreiben - hier eröffnet sich ein wahrer Wissensschatz bzw. strenger Regelkatalog, denn es gibt so viel zu bedenken: welches Papier, welche Tinte, welches Schreibutensil, welche Schriftart, sollen Tränen das Papier benetzen, welche Extras unterstreichen das Geschriebene symbolisch ... und natürlich kommt es immer auf die Hintergrundgeschichte jener Person an, die Hatoko den Schreibauftrag erteilt, welche Formulierungen letztlich verwendet (oder zwingend vermieden) werden sollten.

Mein Lieblingszitat:

"»Sie denken wahrscheinlich, dass es kindisch sei, in meinem Alter eine Freundschaft zu kündigen. Aber das zeichnet das Erwachsenenleben geradezu aus und macht es so angenehm: Man muss sich nicht mit Menschen abgeben, die man nicht leiden kann. […] Wir können unsere Freunde selbst wählen. Wenn man sich zwingt, mit jemandem auszukommen, den man nicht mag, führt das zwangsläufig zu Spannungen und laugt die Beteiligten nur aus. Genau das will ich vermeiden - eben weil ich erwachsen bin.«"

Fazit: Wunderschön und kunstvoll geschrieben, doch für mich persönlich zu nüchtern - die Geschichte und ihre Figuren erreichten mein Herz nicht. Ich nahm den Roman als eine Hommage an das geschriebene Wort und an die japanische Kultur wahr - daher kann ich ruhigen Gewissens eine solide Empfehlung an alle Japan-Begeisterten aussprechen. Wer jedoch eine mitreißende Handlung erwartet, sollte lieber zu anderen Werken greifen - und das meine ich überhaupt nicht böse, sondern lediglich als Hinweis, um unnötiger Enttäuschung vorzubeugen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Richtig coole Fantasy mit historischem Vibe

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1 von Kristen Ciccarelli

Das Thema Hexenverfolgung/ Hexenprozesse fand ich schon immer super interessant- grausig und spannend zugleich und dieses Buch fängt die Atmosphäre und die Emotionen rund um dieses Thema super stark ein und verpackt es in eine starke Fantasy-Geschichte. Ich mochte die Spannung, die von Beginn an in der Luft lag.

Dass Gideon und Rune quasi ähnliche, entgegensetzt gerichtete Interessen verfolgen, macht ihre Begegnungen zu einem delikaten Spiel zwischen den beiden.

Ich mochte das historisch angehauchte Setting mit ihrer Ständegesellschaft, den gesellschaftlichen Verpflichtungen und der Art des Werbens, die man sie aus dem elisabethanischen bis viktorianischen England kennt. Das ist genau diese Art von Setting, die total meinen Geschmack trifft und das in Kombination mit Magie- ein Traum.

Runes Perspektive dominiert die Geschichte. Aber diese kleinen Ausflüge in Gideons Gedanken, seine Erinnerungen und das was ihn Antreibt geben der Geschichte erst ihren Reiz. Rune und Gideon sind wie Feuer und Eis und ergänzen sich doch so großartig

Die Enthüllung am Ende konnte man schon circa ab der Mitte erahnen. Trotzdem war es packend, magisch und absolut erschütternd. Wow, also dieses Finale hatte wirklich alles.
Ich kann den zweiten Band gar nicht erwarten und maus unbedingt wissen, wie es weitergeht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lies_ein_Buch

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Ein klassischer Suter

Wut und Liebe von Martin Suter

Ich mag ja die Bücher von Martin Suter, die immer sehr gekonnt am Abgrund der menschlichen Psyche balancieren und sich geschickt zwischen Roman, Kriminalgeschichte und Gesellschaftsstudie bewegen. „Wut und Liebe“ ist so ein Buch, das auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär daherkommt, es aber faustdick hinter den Ohren hat.

Ich fand die Grundprämisse menschlicher Beziehungen, den Konflikt zwischen Geld und Liebe, sowie den starken emotionalen Antrieb aller Figuren wahnsinnig packend und stimmig aufbereitet. Die Geschichte beginnt sehr schnell immer größere Kreise zu ziehen, die sich aber alle im selben Raster bewegen: es geht um Egoismus, Betrug, Neid, Wut und Verzweiflung. Unter unter all dem Vergraben: um Liebe- verzehrende Liebe, unerwiderte Liebe, verzweifelte Liebe, die große Liebe.

Mich hat das Buch einfach wieder absolut abgeholt und eine Bandbreite an Emotionen in mir ausgelöst. Bei Suter fliegt man geradezu durch die Seiten, gefangen von der Geschichte und in angespannter Erwartung, was wohl als nächstes geschieht. Und Suter liefert hier wieder erstklassig ab, denn die Auflösung ist ein echter Knaller und hat mich ungläubig Auflachen lassen. Passiert mir selten, dass ich noch so überrumpelt werde. Großes Kino, habe ich bestens unterhalten gefühlt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lies_ein_Buch